DE10008203A1 - Verfahren zum Herstellen elektronicher Halbleiterbauelemente - Google Patents
Verfahren zum Herstellen elektronicher HalbleiterbauelementeInfo
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Abstract
Bekannte Herstellverfahren weisen den Nachteil auf, dass die damit hergestellten elektronischen Halbleiterbauelemente vergleichsweise große Abmessungen aufweisen, dass eine strukturierte Leiterplatte gebraucht wird und Kontaktierungen von der Unterseite der Leiterplatte auf ihre Oberseite geführt werden müssen. DOLLAR A Verfahren zum Herstellen elektronischer Halbleiterbauelemente zur Oberflächenmontage, das durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet ist: DOLLAR A È Bereitstellen eines leitfähigen Substrats, DOLLAR A È Befestigen eines Halbleiterkörpers auf einer ersten Oberflächenseite des Substrats, DOLLAR A È Herstellen elektrischer Verbindungen vom Halbleiterkörper zur ersten Oberflächenseite des Substrats, DOLLAR A È Herstellen eines Gehäusekörpers durch Einkapseln des Halbleiterkörpers und der elektrischen Verbindungen mit einem isolierenden Material und DOLLAR A È Herstellen von elektrisch voneinander isolierten Anschlussflächen durch Teilen des Substrats von einer zweiten, der ersten Oberflächenseite gegenüberliegenden Seite. DOLLAR A Die Erfindung eignet sich zur Herstellung lichtaussendender Bauelemente kleinster Bauform, die als Lichtquellen in Anzeigetafeln, als Hintergrundbeleuchtung für Flüssigkristallanzeigen und in Lichtschaltern verwendet werden, und weiterhin für aktive und passive elektronische Bauelemente wie Dioden, Transistoren und integrierte Schaltkreise.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen elektronischer
Halbleiterbauelemente zur Oberflächenmontage nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Ein solches Herstellverfahren nach dem Stand der Technik ist beispielsweise
aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 195 44 980 A1 bekannt. Bei die
sem Herstellverfahren werden lichtemittierende Bauelemente dadurch
hergestellt, indem auf der Unterseite eines isolierenden Substrats elektri
sche Anschlüsse ausgebildet, auf die Oberseite geführt und dort mittels ei
nes leitenden Verbindungsmittels wie Lot mit der n-seitigen und p-seitigen
Elektrode eines LED-Chips verbunden werden. LED-Chip und das leitende
Verbindungsmittel auf dem isolierenden Substrat werden durch ein licht
durchlässiges Harz abgedichtet.
Dieses Herstellverfahren weist jedoch den Nachteil auf, dass die damit her
gestellten lichtemittierenden Bauelemente vergleichsweise große Abmes
sungen aufweisen, dass eine strukturierte Leiterplatte gebraucht wird und
Kontaktierungen von der Unterseite der Leiterplatte aufwendig auf ihre
Oberseite geführt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1 so zu gestalten, dass elektronische Halbleiterbauele
mente mit sehr kleinen Abmessungen kostengünstig und auf einfache Art
und Weise massenweise hergestellt werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 an
gegebenen Merkmalen.
Nach dem Verfahren des Anspruchs 1 hergestellte elektronische Halbleiter
bauelemente weisen die Vorteile auf, dass sie einfach und kostengünstig
herzustellen sind und die Kontaktflächen des Bauelements nicht mit dem
Material der Verkapselung verunreinigt sind. Weiterhin ist für eine gute Ab
leitung der im Halbleiterkörper entstehenden Wärme gesorgt.
Die Erfindung eignet sich zur Herstellung lichtaussendender Bauelemente
kleinster Bauform, die als Lichtquellen in Anzeigetafeln, als Hintergrundbe
leuchtung für Flüssigkristallanzeigen und in Lichtschaltern verwendet wer
den, und weiterhin für aktive und passive elektronische Bauelemente wie
Dioden, Transistoren und integrierte Schaltkreise.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens nach Anspruch 1 sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels unter Zuhilfe
nahme der Zeichnung erläutert. Es zeigen
Fig. 1a-d: perspektivische Darstellungen zur Erläuterung verschiedener Ar
beitsschritte einer ersten Version des erfindungsgemäßen Her
stellungsverfahrens, am Beispiel lichtaussendender Halbleiter
bauelemente, die auf einem Substrat aufgebaut werden,
Fig. 2: eine perspektivische Ansicht mehrerer nach dem erfindungsge
mäßen Verfahren hergestellter, lichtaussendender Halbleiter
bauelemente nach dem Mouldprozess,
Fig. 3: eine perspektivische Ansicht mehrerer gemouldeter und noch
miteinander verbundener lichtaussendender Halbleiterbauele
mente,
Fig. 4: eine perspektivische Ansicht der Unterseite eines vereinzelten,
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten lichtaus
sendenden Halbleiterbauelements mit verzinnten elektrischen
Anschlüssen,
Fig. 5a: eine perspektivische Ansicht eines nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Halbleiterbauelements mit Außenmaßen,
Fig. 5b: eine Seitenansicht eines nach dem erfindungsgemäßen Verfah
ren hergestellten Halbleiterbauelements mit Innenmaßen
Fig. 5c-e: perspektivische Ansichten mehrerer nach dem erfindungsgemä
ßen Verfahren hergestellter Halbleiterbauelemente mit in den
Gehäusekörper integrierten optischen Ankopplungen und Aus
kopplungen und
Fig. 6: perspektivische Darstellungen zur Erläuterung verschiedener Ar
beitsschritte einer zweiten Version des erfindungsgemäßen Her
stellungsverfahrens, am Beispiel lichtaussendender Halbleiter
bauelemente, die auf einem länglichen Trägerband aufgebaut
werden.
Die Fig. 1a bis 1d zeigen perspektivische Darstellungen zur Erläuterung ver
schiedener Arbeitsschritte einer ersten Version des erfindungsgemäßen
Herstellungsverfahrens, am Beispiel lichtaussendender Halbleiterbauele
mente 10 (Micro-SMD-Leuchtdioden), die auf einem leitfähigen Substrat 1
aufgebaut werden.
Fig. 1a zeigt ein leitfähiges Substrat 1 mit einer Oberseite als erster Oberflä
chenseite 1.1, einer Unterseite als zweiter Oberflächenseite 1.2 und einer
abgeschnittenen Ecke 1.3 als sogenannte Missgriffssicherung zum Schutz
vor falscher Orientierung des Substrats 1. Als leitfähiges Substrat 1 dient
beispielsweise eine rechteckige metallene Trägerplatte aus einer Kupferle
gierung oder einem vergleichbaren Material. Auf der Oberseite 1.1 des Sub
strats 1 sollen beispielsweise lichtaussendende Halbleiterkörper regelmäßig,
beispielsweise matrixmäßig in Reihen und Spalten, angeordnet werden. Auf
der Unterseite 1.2 werden zu einem späteren Zeitpunkt elektrische An
schlussflächen (Anschlüsse, Elektroden) 5 der herzustellenden Halbleiter
bauelemente strukturiert. Die Größe des Substrats 1 entspricht in etwa
Scheckkartengröße, richtet sich aber nach Anzahl der Halbleiterbauelemen
te 10, die darauf aufgebaut werden sollen, und nach den Abmessungen der
verwendeten Fertigungseinrichtungen; die Dicke des Substrats 1 beträgt
etwa 125 µm. Zum Transport und zur Fixierung in den Fertigungseinrichtun
gen dienen Transportöffnungen 8.
In einem ersten Schritt werden beispielsweise lichtaussendende Halbleiter
körper 2 auf der ersten Oberflächenseite 1.1 des Substrats 1 befestigt. So
mit dient das Substrat 1 unter anderem als Träger für die lichtaussenden
den Halbleiterkörper oder Halbleiterchips 2, wie in Fig. 1b dargestellt. Jedes
lichtaussendende Halbleiterchip 2 wird zum Befestigen auf dem Substrat 1
zweckmäßigerweise maschinell auf die Oberflächenseite 1.1 des Substrats 1
aufgesetzt. Gleichzeitig wird eine erste elektrische Verbindung vom Halblei
terkörper 2 zur ersten Oberflächenseite 1.1 des Substrats 1 hergestellt, in
dem der nach unten gerichtete Rückseitenkontakt des Halbleiterchips 2
mittels eines leitfähigen Klebstoffes 3.2 (Fig. 5b) wie Silberleitklebstoff an
einem ersten Anschlusspunkt elektrisch leitend mit der Oberseite 1.1 ver
bunden wird. Einen entsprechend angepassten Rückseitenkontakt voraus
gesetzt, kann das Halbleiterchip 2 auch auf die Oberseite 1.1 aufgelötet,
durch thermisches Chipbonden oder auf andere Art und Weise mit ihr kon
taktiert werden.
Daraufhin wird eine zweite elektrische Verbindung von jedem Halbleiter
körper 2 zur ersten Oberflächenseite 1.1 des Substrats 1 hergestellt, indem
der zweite Kontakt jedes lichtaussendenden Halbleiterchips 2, der nach
oben gerichtete Vorderseitenkontakt, mittels eines Bonddrahtes 3.1 aus
Gold oder Aluminium in geringem Abstand zum ersten Anschlusspunkt an
einem zweiten Anschlusspunkt ebenfalls mit der Oberseite 1.1 des Substrats
1 kontaktiert wird.
Nach der Kontaktierung wird in einem weiteren Arbeitsschritt jeder der auf
der Oberseite 1.1 des Substrats 1 befestigten Halbleiterkörper 2 mit einem
Gehäusekörper 4 versehen. Dazu wird jeder auf der Oberfläche 1.1 befestig
te Halbleiterchip 2 einschließlich seiner Kontaktierungen 3.1 und 3.2 auf
bekannte Art und Weise mittels eines Mouldprozesses, durch Gießen, Spritz
gießen oder eine sonstige gebräuchliche Herstellungsweise mit isolieren
dem Material eingekapselt, wie aus Fig. 1c hervor geht. Bei dem isolieren
den Material, der in Verbindung mit dem Mouldprozess auch als Mouldmasse
bezeichnet wird, handelt es sich beispielsweise um einen thermoplastischen
Kunststoff.
Eine erste Möglichkeit zum Herstellen der Gehäusekörper 4 besteht darin,
dass beim Moulden einzelne Kavitäten eines Mouldwerkzeugs zum Einsatz
kommen, so dass die Gehäusekörper 4 aller lichtaussendenden Halbleiter
bauelemente 10 gleichzeitig hergestellt werden. Durch in das Moldwerk
zeug eingearbeitete Kanäle zur Durchleitung der Mouldmasse, auch als
Mouldgates bezeichnet, entstehen während des Mouldvorgangs Verbin
dungsstege 6 zwischen den in einer Reihe oder Spalte angeordneten Gehäu
sekörpern 4 der Halbleiterbauelemente 10.
Normalerweise werden derartige Verbindungsstege 6 sogleich nach dem
Entformen, d. h. nach dem Herausnehmen der hergestellten Teile aus dem
Mouldwerkzeug, durch Brechen, Schneiden oder auf sonstige Art und Weise
entfernt. Im vorliegenden Fall ist es vorteilhaft, die Verbindungsstege 6
nicht sofort, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt zu entfernen, so
dass eine bestimmte Anzahl von Halbleiterbauelementen 10 über ihre Ge
häusekörper 4 vorerst mit einander verbunden bleiben.
Das erleichtert einmal wesentlich die Handhabung während des Herstellpro
zesses; es ermöglicht zudem, dass die mit einander verbundenen Halblei
terbauelemente 10 gleichzeitig nachfolgenden Prozessschritte zugeführt
werden können; weiterhin sorgt es für die gleiche Orientierung der Halblei
terbauelemente 10, so dass beispielsweise beim Überprüfen der elektri
schen Funktionsfähigkeit die Polarität sich nicht ändert.
Eine zweite Möglichkeit zum Herstellen der Gehäusekörper 4 besteht darin,
die gesamte Oberseite 1.1 mit dem als Vergussmasse dienenden thermopla
stischen Kunststoff zu vergießen, so dass die Halbleiterbauelemente 10 wie
bei der ersten Möglichkeit in einem Verbund zusammen geschlossen und
damit beim Herstellprozess leichter handhabbar sind, als wenn die Halblei
terbauelemente 10 sogleich vereinzelt werden. Die herzustellenden Halblei
terbauelemente 10 werden später beispielsweise durch Sägen getrennt und
somit vereinzelt. Auch bei dieser Möglichkeit ist es zweckmäßig, die Halblei
terbauelemente 10 auf ihre elektrische Funktionsfähigkeit zu überprüfen,
solange sie noch im Verbund angeordnet sind.
Die Fig. 1d zeigt die bereits mit Strukturen, also Anschlussflächen 5.1 und
5.2 versehene Unterseite 1.2 des Substrats 1. Das Herstellen der Strukturen
erfolgt durch Materialabtrennung mittels Laser, durch Ätzen oder durch
Sägen. Vor der Materialabtrennung durch Ätzen muss zuerst die Unterseite
1.2 auf bekannte Art und Weise mit einem lichtempfindlichen Lack be
schichtet, danach der Lack mittels Fotolithografie maskiert (d. h. an den ge
wünschten Stellen belichtet) und das Substrat 1 darauf hin in ein Säurebad
eingetaucht werden, so dass bei einer bestimmten Temperatur nach einer
bestimmten Zeit das nicht mehr gebrauchte Material auf chemische Weise
entfernt ist.
zur Orientierung für die herzustellenden Strukturen dienen die seitlichen
Begrenzung des Substrats 1 oder die Transportöffnungen 8 in Verbindung
mit einer abgeschnittenen Ecke 1.3.
Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten bei der zeitlichen Reihenfolge
beim Herstellen der Strukturen auf der Unterseite 1.2. Eine erste Möglich
keit besteht darin, das Substrat 1 in einem Teilbereich unterhalb der Gehäu
sekörper 4 und gleichzeitig entlang der späteren Umrisse der elektrischen
Anschlussflächen 5, 5.1 und 5.2 vollständig durchzutrennen, beispielsweise
durch Ätzen. Damit sind dann in einem Schritt die Anschlussflächen 5, 5.1
und 5.2 elektrisch voneinander getrennt und somit isoliert und das Halblei
terbauelement 10 aus dem Substrat herausgelöst. Die in einer Reihe ange
ordneten Halbleiterbauelemente 10 sind dann nur noch mittels der Verbin
dungsstege 6 miteinander verbunden und werden derart (wie dies in Fig. 3
dargestellt ist) nachfolgenden Fertigungsschritten zugeführt.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, lediglich den Teilbereich unterhalb
der Gehäusekörper 4 zwischen den späteren Kontakten 5.1 und 5.2 durch
zutrennen, beispielsweise durch Ätzen. In diesem Fall werden zu einem spä
teren Zeitpunkt die dadurch entstandenen elektrischen Anschlussflächen
(Anschlüsse) 5.1 und 5.2 verzinnt und die fertig aufgebauten Halbleiterbau
elemente 10 in einem Trennvorgang (Schneiden, Sägen, Stanzen o. ä.) ver
einzelt. Das Verzinnen der Anschlussflächen 5.1 und 5.2 kann auch nach
dem Vereinzeln erfolgen, beispielsweise durch galvanisches Trommelverzin
nen.
Eine dritte Möglichkeit besteht darin, den Teilbereich unterhalb der Gehäu
sekörper 4 zwischen den späteren Kontakten 5.1 und 5.2 durchzuätzen und
das Substrat 1 entlang der späteren Umrisse der Gehäusekörper 4 lediglich
anzuätzen. Dadurch wird entlang der späteren Umrisse der Gehäusekörper 4
eine Sollbruchstelle geschaffen, um die fertig aufgebauten Halbleiterbau
elemente 10 zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Verzinnen beispiels
weise durch Brechen entlang dieser Sollbruchstellen zu vereinzeln.
Grundsätzlich kann bei allen beschriebenen Möglichkeiten das An- bzw.
Durchätzen des Substrats 1 auch nach dem Verzinnen erfolgen.
In Fig. 2 sind mehrere, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestell
te lichtaussendende Halbleiterbauelemente 10 dargestellt. In diesem Fall
wurden zum Herstellen der Gehäusekörper 4 einzelne Kavitäten verwendet.
Die Vergussmasse wurde durch Zuleitungen eines (nicht dargestellten)
Mouldwerkzeugs gepresst, so dass nach dem Entformen dickere Verbin
dungsstege 9 zu aus mehreren zusammen hängenden Halbleiterbauelemen
ten 10 und Verbindungsstegen 6 bestehenden gefertigten Einheiten und
die bereits beschriebenen Verbindungsstege 6 zwischen den Gehäusekör
pern 4 vorhanden sind.
Für die Handhabbarkeit der hergestellten Halbleiterbauelemente 10 bei
nachfolgenden Fertigungsschritten ist es vorteilhaft, wenn zunächst an bei
den Enden einer aus mehreren zusammen hängenden Halbleiterbauele
menten 10 und Verbindungsstegen 6 bestehenden gefertigten Einheit je
weils ein Angussstück 7.1 und 7.2 verbleibt. Zur Vermeidung von Missgriffen
ist es hilfreich, wenn beispielsweise alle auf einer Seite angeordneten An
gussstücke 7.2 eine kleine Vertiefung 7.3 oder eine sonstige formliche Be
sonderheit als Missgriffssicherung aufweisen.
Mit Hilfe der zunächst nicht entfernten Angussstücke 7.1 und 7.2 kann bei
spielsweise eine gefertigte Einheit nach dem Moulden aus dem Werkzeug
entnommen werden, ohne dass die Halbleiterbauelemente 10 berührt und
dadurch möglicherweise beschädigt werden. Weiterhin kann die gefertigte
Einheit beim Heraustrennen aus dem Substrat 1 an diesen Angussstücken
7.1 und 7.2 gegriffen und danach zum Verzinnen der elektrischen Anschlüs
se 5 (Fig. 3) in ein Galvanikbad eingetaucht werden.
Fig. 3 zeigt drei noch mittels Verbindungsstegen 6 verbundene, nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte lichtaussendende Halbleiter
bauelemente 10 vor dem Galvanikprozess zum Verzinnen der elektrischen
Anschlüsse 5. Jedes Halbleiterbauelement 10 weist neben dem (nicht sicht
baren) Halbleiterkörper 2 einen transparenten Gehäusekörper 4 und aus
Anode 5.1 und Kathode 5.2 bestehende elektrische Anschlüsse 5 auf. Beim
Galvanikprozess werden die durch Verbindungsstege 6 verbundenen Halb
leiterbauelemente 10 verzinnt, d. h. mit den elektrischen Anschlüssen nach
unten soweit in ein Bad aus flüssigem Zinn abgesenkt, bis die aus einer Kup
ferlegierung bestehenden Anschlüsse 5 vollständig ins Zinnbad eingetaucht
sind.
Nach dem Herausziehen der noch mit einander verbundenen Halbleiterbau
elemente 10 aus dem Zinnbad sind die Anschlüsse 5 mit einer Schicht aus
Zinn überzogen, um sie vor Oxidation zu schützen. Nach dem Verzinnen der
elektrischen Anschlüsse 5 werden die Verbindungsstege 6 entfernt, bei
spielsweise durch Sägen, Schneiden, Stanzen oder Brechen, und somit die
Halbleiterbauelemente 10 vereinzelt.
Das Verzinnen der elektrischen Anschlüsse 5 mittels eines Galvanikprozesses
kann vor oder nach dem Strukturieren der Unterseite 1.2, vor oder nach
dem Vereinzeln der Halbleiterbauelemente 10 oder auch dann erfolgen,
nachdem mehrere mittels Verbindungsstegen 6 miteinander verbundene
Halbleiterbauelemente 10 aus dem Substrat 1 herausgetrennt worden sind.
Fig. 4 zeigt die Unterseite eines vereinzelten, nach dem erfindungsgemä
ßen Verfahren hergestellten lichtaussendenden Halbleiterbauelements 10
mit elektrischen Anschlüssen 5.1 (Anode) und 5.2 (Kathode), bei dem noch
Reste 6.1 eines zuvor abgetrennten Verbindungsstegs 6 zu sehen sind. Die
Unterseite des fertig gestellten Halbleiterbauelements 10 ist identisch mit
der Unterseite 1.2 des jetzt nicht mehr vorhandenen Substrats 1. Da das
(hier nicht sichtbare) Halbleiterchip 2 direkt mit dem vergleichsweise groß
flächigen elektrischen Anschluss 5.2 verbunden ist, kann die im Halbleiter
chip 2 entstehende Wärme problemlos abgeführt werden.
Fig. 5a zeigt eine perspektivische Ansicht eines nach dem erfindungsgemä
ßen Verfahren hergestellten Halbleiterbauelements 10 in Form einer Micro-
SMD-Leuchtdiode mit seinen elektrischen Anschlüssen 5.1 und 5.2, dem
Halbleiterchip 2, dem Bonddraht 3.1 und dem transparenten Gehäusekör
per 4. Die Außenmaße des Halbleiterbauelements 10 betragen ca. 0,8 mm in
der Breite, ca. 1,7 mm in der Länge und ca. 0,6 mm in der Höhe.
In Fig. 5b sind zudem noch weitere Maße eines Halbleiterbauelements 10
dargestellt. Demnach beträgt die Breite jedes elektrischen Anschlusses 5.1
Und 5.2 jeweils 0,7 mm, der Abstand dazwischen 0,3 mm. Das Halbleiterchip
2, bei dem es sich in diesem Fall um ein lichtaussendendes LED-Chip handelt,
weist eine quaderförmige, fast würfelförmige Gestalt mit den Maßen von
ungefähr 0,3 mm × 0,3 mm × 0,25 mm auf.
Verkleinerte Abmessungen werden erreicht, wenn der Bonddraht 3.1 nicht
bogenförmig, sondern ungefähr rechteckig abgewinkelt vom Halbleiterchip
2 zur Anode 5.1 verläuft. Dadurch wird die Höhe des Halbleiterbauelements
10 um ca. 50 µm vermindert. Die Länge des Halbleiterbauelements 10 von
1,7 mm kann um wenigstens 0,5 mm verkürzt werden, wenn die Anode 5.1
verkürzt und der Abstand zur Kathode 5.2 verringert wird. Die verkürzte
Anode 5.1 ist damit auch optisch leicht von der Kathode 5.2 zu unterschei
den.
Die Fig. 5c-e zeigen perspektivische Ansichten mehrerer nach dem erfin
dungsgemäßen Verfahren hergestellter Halbleiterbauelemente 10 mit in
den Gehäusekörper 4 integrierten optischen Auskopplungen und Ankopp
lungen. So zeigt Fig. 5c ein Halbleiterbauelement 10 mit einer in den Ge
häusekörper 4 integrierten sphärische oder asphärische Linse 18. Eine gün
stiger herzustellende zylindrische Linse 19, die in den Gehäusekörper 4 ei
nes Halbleiterbauelements 10 integriert ist, ist in Fig. 5d dargestellt. Und
aus der Fig. 5e geht eine Aufnahme 20 mit einer Öffnung 21 hervor. Die
Öffnung 21 dient beispielsweise dazu, einen (nicht dargestellten) Lichtwel
lenleiter anzukoppeln, indem der Lichtwellenleiter in diese Öffnung 21 ein
gesteckt wird. Weitere Linsenformen und optische Ankopplungen, wie sie
von Leuchtdioden her bekannt sind, sind ebenfalls problemlos herstellbar.
Fig. 6 zeigt perspektivische Darstellungen zur Erläuterung verschiedener
Arbeitsschritte einer zweiten Version des erfindungsgemäßen Herstellungs
verfahrens, wiederum am Beispiel lichtaussendender Halbleiterbauelemente
10, die auch auf einem Substrat, diesmal jedoch in Form eines länglichen
metallenen Trägerband 11 in Reihen aufgebaut werden.
Wie bei der ersten Version des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens
wird in den meisten Fällen zu einem bestimmten Zeitpunkt an allen auf dem
Substrat 11 aufzubauenden Halbleiterbauelementen 10 nur ein bestimmter
Arbeitsschritt (z. B. Bestücken, Bonden, Moulden) ausgeführt. Mit besonders
aufgebauten Fertigungsmaschinen ist es aber auch möglich, verschiedene
Arbeitsschritte parallel auszuführen, beispielsweise Aufkleben eines Halblei
terchips 2 und anschließend sofort Drahtbonden.
Beispielsweise wird gemäß der Fig. 6 zu einem bestimmten Zeitpunkt an
einer ersten Arbeitsstation 12 ein Halbleiterchip 2 mittels eines leitfähigen
Klebstoffs, mittels eines Lotes oder durch thermisches Chipbonden, jeweils
bei entsprechend ausgestalteten Rückseitenkontakten der Halbleiterchips 2,
auf der Oberseite des Trägerbands 11 kontaktiert. Danach wird an einer
zweiten Arbeitsstation 13 der Vorderseitenkontakt des Halbleiterchips 2
mittels eines Bonddrahtes 3.1 mit der Oberfläche des Trägerbandes 11 ver
bunden, darauf hin an einer dritten Arbeitsstation 14 der Halbleiterchip 2
samt dem Bonddraht 3.1 mit einem Gehäusekörper 4 aus transparentem,
thermoplastischem Kunststoff eingekapselt, wobei Verbindungsstege 6 ent
stehen, später an einer vierten Arbeitsstation 15 die Unterseite des Träger
bandes 11 strukturiert und zuletzt an einer fünften Arbeitsstation 16 die
elektrischen Anschlüsse 5 der Halbleiterbauelemente 10 verzinnt.
An weiteren Arbeitsstationen werden beispielsweise die fast fertiggestell
ten Halbleiterbauelemente 10 mittels Prüfspitzen 17 auf ihre Funktion hin
getestet und die Verbindungsstege 6 entfernt. Beliebige weitere Arbeits
schritte können folgen, wie z. B. Reinigung und Verpackung.
Das am Beispiel vom lichtaussendenden Halbleiterbauelementen (Micro-SMD-
Leuchtdiode) in zwei Versionen beschriebene Verfahren eignet sich auch für
die Herstellung anderer oberflächenmontierter elektronischer Halbleiter
bauelemente mit sehr kleinen Abmessungen, wie mehrfarbige Leucht
dioden, Dioden, Transistoren und integrierte Schaltkreise. Hierfür ist in vie
len Fällen die Verwendung lichtundurchlässiger Vergussmasse sinnvoll. Be
nötigt ein Halbleiterbauelement mehr als zwei elektrische Anschlüsse, wie
dies bei mehrfarbigen Leuchtdioden, Transistoren und vor allem bei inte
grierten Schaltkreisen der Fall ist, muss die Strukturierung des Substrats
(Trägerplatte oder Trägerband) entsprechend angepasst werden, was je
doch für einen einschlägigen Fachmann kein Problem darstellt. Die anfangs
genannten Vorteile des erfindungsgemäßen Herstellverfahrens bleiben
auch bei derartigen Modifikationen voll erhalten.
Claims (27)
1. Verfahren zum Herstellen elektronischer Halbleiterbauelemente (10) zur
Oberflächenmontage, gekennzeichnet durch folgende Verfahrens
schritte:
- a) Bereitstellen eines leitfähigen Substrats (1; 11),
- b) Befestigen eines Halbleiterkörpers (2) auf einer ersten Oberflächenseite (1.1) des Substrats (1; 11),
- c) Herstellen elektrischer Verbindungen (3.1, 3.2) vom Halbleiterkörper (2) zur ersten Oberflächenseite (1.1) des Substrats (1; 11),
- d) Herstellen eines Gehäusekörpers (4) durch Einkapseln des Halbleiterkör pers (2) und der elektrischen Verbindungen (3.1, 3.2) mit einem isolieren den Material und
- e) Herstellen von elektrisch voneinander isolierten Anschlussflächen (5, 5.1, 5.2) durch Teilen des Substrats (1; 11) von einer zweiten, der ersten Ober flächenseite gegenüberliegenden Seite (1.2).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste
elektrische Verbindung (3.2) zwischen einem ersten Kontakt des Halbleiter
körpers (2) und der ersten Oberflächenseite (1.1) mittels eines leitfähigen
Klebstoffes hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste
elektrische Verbindung (3.2) zwischen dem ersten Kontakt des Halbleiter
körpers (2) und der ersten Oberflächenseite (1.1) mittels eines Lotes herge
stellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste
elektrische Verbindung (3.2) zwischen dem ersten Kontakt des Halbleiter
körpers (2) und der ersten Oberflächenseite (1.1) durch thermisches Chip
bonden hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass eine zweite elektrische Verbindung (3.1) zwischen einem zweiten Kon
takt des Halbleiterkörpers (2) und der ersten Oberflächenseite (1.1) mittels
eines Bonddrahtes hergestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Herstellen des Gehäusekörpers (4) durch einen Mouldprozess er
folgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem isolierenden Material um einen thermoplastischen
Kunststoff handelt.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass auf dem Substrat (1; 11) mehrere Halbleiterkörper (2) befe
stigt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbleiter
körper (2) regelmäßig auf dem Substrat (1; 11) angeordnet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Halbleiterkörper (2) auf dem Substrat (1; 11) in Reihen angeordnet werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Halbleiterkörper (2) auf dem Substrat (1; 11) in Reihen und Spalten
angeordnet werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass jeder der auf dem Substrat (1; 11) befestigten Halbleiterkörper (2) je
weils mit einem Gehäusekörper (2) versehen wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass die Gehäusekörper (4) aller Halbleiterkörper (2) gleichzeitig hergestellt
werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeich
net, dass die Gehäusekörper (4) aller in einer Reihe oder Spalte angeordneten
Halbleiterbauelemente (10) nach dem Herstellen des Gehäusekörpers (4)
mittels Verbindungsstege (6) miteinander verbunden bleiben.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden
Enden der miteinander durch Verbindungsstege (6) verbundenen Halblei
terbauelement (10) jeweils ein Angussstück (7.1, 7.2) verbleibt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Herstellen der Anschlussflächen (5, 5.1, 5.2) das Substrat (1; 11)
gleichzeitig sowohl in einem Teilbereich unterhalb des Gehäusekörpers (4)
als auch entlang des Umrisses des Gehäusekörpers t4) durchtrennt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass beim Herstellen der Anschlussflächen (5, 5.1, 5.2) das Substrat (1; 11) in
einem Teilbereich unterhalb des Gehäusekörpers (4) durchtrennt wird und
entlang des Umrisses des Gehäusekörpers (4) Sollbruchstellen hergestellt
werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat
(1; 11) zum Vereinzeln der Halbleiterbauelemente (10) entlang der Sollbruch
stellen gebrochen wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeich
net, dass das Substrats (1; 11) mittels Fotolithografie maskiert wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass das Teilen des Substrats (1; 11) mit einem Laser erfolgt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass das Teilen des Substrats (1; 11) durch Schneiden, Scheren, Stanzen oder
Sägen vorgenommen wird.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
dass als Substrat (1; 11) eine metallene Trägerplatte verwendet wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
dass als Substrat (1; 11) ein längliches metallenes Trägerband verwendet
wird.
24. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Substrat (1; 11) aus einer Kupferlegierung besteht.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die An
schlussflächen (5, 5.1, 5.2) verzinnt werden.
26. Verwendung des Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche
zum Herstellen von lichtaussendenden Halbleiterbauelementen (10).
27. Verwendung des Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 25 zum Her
stellen von aktiven und passiven Halbleiterbauelementen wie Dioden, Tran
sistoren und integrierten Schaltkreisen.
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