[go: up one dir, main page]

DE10007325A1 - Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür - Google Patents

Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür

Info

Publication number
DE10007325A1
DE10007325A1 DE10007325A DE10007325A DE10007325A1 DE 10007325 A1 DE10007325 A1 DE 10007325A1 DE 10007325 A DE10007325 A DE 10007325A DE 10007325 A DE10007325 A DE 10007325A DE 10007325 A1 DE10007325 A1 DE 10007325A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gold
sulfate
sulfonate
atoms
straight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE10007325A
Other languages
English (en)
Inventor
Uwe Manz
Klaus Bronder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Umicore Galvanotechnik GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Degussa Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH, Degussa Huels AG filed Critical Degussa GmbH
Priority to DE10007325A priority Critical patent/DE10007325A1/de
Priority to DE50013952T priority patent/DE50013952D1/de
Priority to JP2001505372A priority patent/JP3933930B2/ja
Priority to EP00929491A priority patent/EP1192297B1/de
Priority to HK02109454.8A priority patent/HK1047773B/zh
Priority to CNB00808582XA priority patent/CN1205360C/zh
Priority to PCT/EP2000/003993 priority patent/WO2000079031A1/de
Priority to US10/009,467 priority patent/US6814850B1/en
Priority to TW089111445A priority patent/TWI234591B/zh
Publication of DE10007325A1 publication Critical patent/DE10007325A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/48Electroplating: Baths therefor from solutions of gold
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/56Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys
    • C25D3/62Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys containing more than 50% by weight of gold

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und einen Glanzzusatz hierfür. DOLLAR A Durch Verbindungen der Formel I DOLLAR A R - SO¶m¶-H DOLLAR A worin DOLLAR A m die Zahlen 3 oder 4 und DOLLAR A R eine gerad- oder verzweigtkettige oder cyklische Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen und im Falle m = 4 auch eine Aryl- oder Heteroarylgruppe mit bis zu 10 C-Atomen, die gegebenenfalls ein- oder mehrfach mit gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 14 C-Atomen substituiert sein können, DOLLAR A bedeutet, als weiteren Glanzzusatz wird der Stromdichte-Arbeitsbereich bei geringer negativer Beeinflussung durch pH-Wert-Änderungen erweitert und die Stromausbeute und die Abscheideleistung erhöht.

Description

Die Erfindung betrifft ein saures Bad zur galvanischen Ab­ scheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und einen Glanzzusatz hierfür.
Galvanische Goldbäder enthalten üblicherweise Gold und ge­ gebenenfalls eines oder mehrere Legierungselemente in gelö­ ster Form.
Derartige Elektrolyte basieren überwiegend auf Goldcyanid­ komplexen. Es ist erforderlich, diese Elektrolyte mit Hilfe von anorganischen und/oder organischen Säuren und Puffer­ salzen auf einen schwach bis mäßig sauren pH-Wert einzu­ stellen.
Damit aus solchen Bädern glänzende Gold- bzw. Goldlegie­ rungsschichten abgeschieden werden, enthalten diese übli­ cherweise bestimmte anorganische oder organische Verbindun­ gen als sogenannte "Glanzzusätze".
Ein typischer, sehr häufig eingesetzter Glanzzusatz ist, wie beispielsweise in DE 23 55 581 beschrieben, die Verbin­ dung Pyridin-3-sulfonsäure.
Derartige Zusätze verschieben bzw. erweitern den Arbeitsbe­ reich, also den Bereich anwendbarer Stromdichte, in dem ein glänzender Goldüberzug abgeschieden wird, in Richtung hoher Stromdichten. Die Anwendung höherer Stromdichten wiederum erlaubt die Abscheidung mit größerer Geschwindigkeit.
Andererseits ist der Arbeitsbereich derartiger Goldbäder auch vom pH-Wert des Elektrolyten abhängig. Hierbei gilt, daß bei höherem pH-Wert der Arbeitsbereich (anwendbarer Stromdichtebereich) eingeengt, gleichzeitig aber die Strom­ ausbeute und damit die Abscheidegeschwindigkeit gesteigert wird.
Es war daher Aufgabe der Erfindung, eine Optimierung der Arbeitsbedingungen und der Abscheideleistung derartiger saurer Goldbäder in der Hinsicht vorzunehmen, daß einer­ seits ein maximaler Stromdichte-Arbeitsbereich bei mög­ lichst geringer negativer Beeinflussung durch pH-Wert- Änderungen und andererseits eine maximale Stromausbeute und Abscheidegeschwindigkeit erzielt wird.
Überraschend wurde nun gefunden, daß dies erreicht werden kann, wenn derartigen sauren Bäder zur Abscheidung von glänzenden Goldschichten als weiterer Glanzzusatz minde­ stens eine Verbindung der allgemeinen Formel I
R-SOm-H (I)
zugefügt wird, worin
m die Zahlen 3 oder 4 und
R eine gerad- oder verzweigtkettige oder cykli­ sche Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen und im Falle m = 4 auch eine Aryl- oder Heteroa­ rylgruppe mit bis zu 10 C-Atomen, die gegebe­ nenfalls ein- oder mehrfach mit gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 14 C-Atomen substituiert sein können,
bedeutet.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein saures Bad zur gal­ vanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegie­ rungsschichten, enthaltend Gold und gegebenenfalls ein oder mehrere Legierungselemente in gelöster Form sowie minde­ stens eine organische Verbindung als Glanzzusatz, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad als weiteren Glanzzusatz minde­ stens eine Verbindung der allgemeinen Formel
R-SOm-H (I)
enthält, worin
m die Zahlen 3 oder 4 und
R eine gerad- oder verzweigtkettige oder cykli­ sche Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen und im Falle m = 4 auch eine Aryl- oder Heteroa­ rylgruppe mit bis zu 10 C-Atomen, die gegebe­ nenfalls ein- oder mehrfach mit gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 14 C-Atomen substituiert sein können,
bedeutet.
Die Glanzzusätze gemäß Formel I sind ausgewählte Verbindun­ gen aus den Klassen der Alkylsulfonate und der Alkyl-, Aryl- oder Heteroarylsulfate. In Formel I bedeutet, wenn m für die Zahlen 3 oder 4 steht, R eine gerad- oder ver­ zweigtkettige oder cyklische Alkylgruppe mit bis zu 20 C- Atomen. Wenn m für die Zahl 4 steht, dann kann R auch eine Aryl- oder Heteroarylgruppe mit bis zu 10 C-Atomen sein, wobei diese ein- oder mehrfach mit gerad- oder ver­ zweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 14 C-Atomen substitu­ iert sein können.
Die Verbindungen der Formel I sind an sich bekannt und sind entweder kommerziell erhältlich oder ohne weiteres nach Standardverfahren herstellbar.
Diese Verbindungen sind ausreichend wasserlöslich und mit dem Galvanikbad kompatibel. Die Verbindungen haben Tensid­ eigenschaften, wobei die entsprechende Wirkung bei einer Gesamtzahl an C-Atomen weniger als 4 verringert ist, und bei einer Gesamtzahl an C-Atomen von mehr als 20 im allge­ meinen keine ausreichende Löslichkeit mehr gegeben ist.
Bevorzugte Glanzzusätze sind Verbindungen der Formel I in denen R für gerad- oder verzweigtkettige oder cyklische Al­ kylgruppen mit 5 bis 12 C-Atomen und insbesondere für ver­ zweigtkettige Alkylgruppen mit 6 bis 10 C-Atomen steht.
Typische erfindungsgemäße Glanzzusätze sind
Pentylsulfonat
Pentylsulfat
Hexylsulfonat
Hexylsulfat
Heptylsulfonat
Heptylsulfat
Octylsulfonat
Octylsulfat
Nonylsulfonat
Nonylsulfat
Decylsulfonat
Decylsulfat
Dodecylsulfonat
Dodecylsulfat
Cyclohexylsulfonat
Cyclohexylsulfat
und deren Isomere.
Diese Verbindungen können auch in Form ihrer Salze vorlie­ gen.
Verzweigtkettige und kurzkettigere Verbindungen eignen sich aufgrund der geringer ausgeprägten Schaumneigung besonders in Verfahren und Anlagen, bei denen eine starke Schaumbil­ dung stört, z. B. in luftbewegten Elektrolyten, bei der Trommelbearbeitung, in Anlagen zur Hochgeschwindigkeits­ abscheidung (Spritzanlagen) und in Anlagen zur selektiven Abscheidung, wie z. B. Tauchzellen.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen weiteren Glanzzusatzes in sauren Bädern zur galvanischen Abscheidung von glänzen­ den Gold- und Goldlegierungsschichten erfolgt zweckmäßiger­ weise in einem Konzentrationsbereich von 0,01 bis 10 g/l. Besonders vorteilhaft sind erfindungsgemäße Bäder, die den Glanzzusatz gemäß Formel I in einer Konzentration von 0,1 bis 5 g/l enthalten.
Durch den erfindungsgemäßen Einsatz der Verbindungen der Verbindungen der Formel I als weiteren Glanzzusatz in gal­ vanischen Goldbädern von ansonsten üblicher Zusammensetzung wird in unerwarteter Weise der anwendbare Stromdichte- Arbeitsbereich erheblich erweitert und gleichzeitig die Stromausbeute und die Abscheideleistung zum Teil drastisch gesteigert.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Goldbäder kann von vielen gängigen und handelsüblichen galvanischen, schwach sauren Goldbädern ausgegangen werden, in dem diesen die entsprechende Menge an Verbindung der Formel I zugegeben wird. Die qualitative und quantitative Zusammensetzung der­ artiger Goldbäder ist dem Fachmann aus Literatur und Praxis bestens bekannt und bedarf daher keiner eingehenderer Er­ läuterung. Diese enthalten in jedem Fall Gold in gelöster Form, ausgehend von Goldsalzen oder Gold-Komplexsalzen, wo­ bei überwiegend Goldcyanidkomplexe eingesetzt werden. Wei­ terhin können die Bäder Legierungselemente in Form gelöster Salze oder Komplexsalze enthalten. Weiterhin enthalten die Bäder anorganische und/oder organische Säuren, entsprechen­ de Salze sowie gegebenenfalls Puffer- und Leitsalze, um den pH-Wert und die Leitfähigkeit einzustellen. Um glänzende, glatte Goldschichten abzuscheiden sind regelmäßig organi­ sche Verbindungen enthalten, die meist Tensideigenschaften haben und als Glanzbildner wirken. Ein typischer und be­ währter derartiger Glanzbildner ist Pyridin-3-sulfonsäure.
Weiterhin kommen als konventionelle Glanzzusätze auch
Nicotinsäure,
Nicotinsäureamid,
3-(3-Pyridyl)-acrylsäure
3-(4-Imidazolyl)-acrylsäure
3-Pyridylhydroximethansulfonsäure
Pyridin
Picolin
Chinolinsulfonsäure
3-Aminopyridin
2,3-Diaminopyridin
2,3-Di-(2-pyridyl)-pyrazin
2-(Pyridyl)-4-ethansulfonsäure
1-(3-Sulfopropyl)-pyridiniumbetain
1-(3-Sulfopropyl)-isochinoliniumbetain
und ihre Salze und Derivate in Betracht. Die erfindungsge­ mäßen galvanischen Goldbäder enthalten typischerweise etwa
0,1-50 g/l Gold als Goldcyanidkomplex
0-50 g/l Legierungsmetalle wie Eisen, Kobalt, Nickel, Indium, Silber, Kupfer, Cadmi­ um, Zinn, Zink, Wismut, Arsen, Antimon als Salz oder Komplexsalz
10-200 g/l Citronensäure/Citrate als Puffer- und/oder Leitsalze
0,1-10 g/l Pyridin-3-sulfonsäure als Glanzbildner
0,1-5 g/l Verbindung der Formel I als erfindungs­ gemäßen weiteren Glanzzusatz,
wobei der pH-Wert des Bades auf 3 bis 6 eingestellt wird, vorzugsweise auf 4 bis 5.
Der Einsatz des erfindungsgemäßen Glanzusatzes bewirkt eine Reihe praxisrelevanter Vorteile. So kann unter ansonsten unveränderten Bedingungen die Abscheideleistung deutlich gesteigert werden. Aufgrund des breiteren Arbeitsbereiches ist die Feineinstellung der Arbeitsweise weniger kritisch, wobei die Gefahr einer sudigen Abscheidung wesentlich redu­ ziert wird.
Es kann aber auch mit höheren pH-Werten bei unverändertem Arbeitsbereich gearbeitet werden. Damit ist es ebenfalls möglich, die Abscheideleistung zu steigern.
Alternativ kann aber auch ein geringer Goldgehalt bei gleichbleibender Abscheideleistung verwendet werden. Die Vorteile liegen dabei in der geringeren Verschleppung durch an der Ware anhaftenden Elektrolyten und in der niedrigeren Kapitalbindung.
Beispiel 1
In einem Gold-Kobalt-Elektrolyten mit
10 g/l Gold in Form von Kaliumgold(I)-cyanid
0,5 g Kobalt als Kobaltsulfat
100 g/l Citronensäure
3 g/l Pyridin-3-sulfonsäure
mit Kaliumhydroxid auf pH 4,2 eingestellt
wird in einer Hullzelle (Versuchsbedingungen: platinierte Titananode, Temperatur 50°C, Dauer 2 mm, Bewegung 500 U/min durch Magnetrührstab 25 mm) bei einem Zellenstrom von 2 A ein Arbeitsbereich bis 3 A/dm2 erzielt. Die Stromaus­ beute bei 3 A/dm2 beträgt 48%; die Abscheidegeschwindig­ keit beträgt 0,98 µm/min.
Durch den Zusatz von 1 g/l Nonylsulfat wird die maximal an­ wendbare Stromdichte auf über 5 A/dm2 gesteigert. Dies ent­ spricht einer Verbreiterung des Arbeitsbereichs um über 66%.
Bei einem dann auf 4,4 erhöhten pH-Wert wird ein Arbeitsbe­ reich bis 4 A/dm2 erzielt; die Abscheideleistung beträgt 1,05 µm/min.
Bei pH 4,6 reicht der Arbeitsbereich bis 3 A/dm2 und es wird eine Abscheidegeschwindigkeit von 1,15 µm/min erzielt.
Beispiel 2
In einem Gold-Nickel-Elektrolyten mit
10 g/l Gold in Form von Kaliumgold(I)-cyanid
0,7 g Nickel in Form von Nickelsulfat
100 g/l Citronensäure
3 g/l Pyridin-3-sulfonsäure
mit Kaliumhydroxid auf pH 4,2 eingestellt
wird auf vorvernickelten Blechen der Größe 25 × 40 mm (Ver­ suchsaufbau: 1 Liter Becherglas, platinierte Titananode, Badbewegung 200 U/min durch Magnetrührstab 60 mm, Warenbe­ wegung 5 cm/s) eine maximale Stromdichte von 3 A/dm2 er­ reicht. Die kathodische Stromausbeute bei 3 A/dm2 beträgt 52% und die Abscheidegeschwindigkeit 1,0 µm/min.
Durch den Zusatz von 0,5 g/l Decylsulfat wird die maximal anwendbare Stromdichte auf über 7 A/dm2 gesteigert. Bei 7 A/dm2 beträgt die Stromausbeute noch 26%, die Abscheide­ leistung steigt auf 1,18 µm/min. Dies entspricht einem Ge­ schwindigkeitszuwachs um 18%.
Beispiel 3
In einem Gold-Eisen-Elektrolyten mit
10 g/l Gold in Form von Kaliumgold(I)-cyanid
0,05 g Eisen als Eisen(III)citrat
100 g/l Citronensäure
3 g/l Pyridin-3-sulfonsäure mit Kaliumhydroxid auf pH 4,2 eingestellt
wird auf Blechen der Größe 25 × 40 mm (Bedingungen siehe Beispiel 2) eine maximale Stromdichte von 5 A/dm2 erreicht. Die kathodische Stromausbeute beträgt dabei 31% und die Abscheidegeschwindigkeit 1,0 µm/min.
Durch den Zusatz von 4 g/l Hexylsulfat wird die maximal an­ wendbare Stromdichte auf über 6 A/dm2 gesteigert. Bei 6 A/dm2 beträgt die Stromausbeute noch 30%; die Abscheide­ leistung steigt auf 1,16 µm/min. Dies entspricht einem Ge­ schwindigkeitszuwachs um 16%.
Beispiel 4
In einem Gold-Kobalt-Elektrolyten mit
10 g/l Gold in Form von Kaliumgold(I)-cyanid
0,5 g Kobalt als Kobaltsulfat
100 g/l Citronensäure
1 g/l 3-(3-Pyridyl)-acrylsäure
mit Kaliumhydroxid auf pH 4,2 eingestellt
wird in einer Hullzelle (Versuchsbedingungen: platinierte Titananode, Temperatur 50°C, Dauer 2 min. Bewegung 500 U/min durch Magnetrührstab 25 mm) bei einem Zellenstrom von 2 A ein Arbeitsbereich bis 5 A/dm2 erzielt. Die Stromaus­ beute bei 5 A/dm2 beträgt 26%; die Abscheidegeschwindig­ keit beträgt 0,83 µm/min.
Durch den Zusatz von 1,5 g/l Octylsulfat wird die maximal anwendbare Stromdichte auf über 8 A/dm2 gesteigert. Bei 8 A/dm2 beträgt die Stromausbeute noch 19%; die Abscheide­ leistung steigt auf 1,0 µm/min.
Beispiel 5
Im Gold-Kobalt-Elektrolyten aus Beispiel 1 wird durch den Zusatz von 1 g/l Hexylsulfonat die maximal anwendbare Stromdichte auf über 5 A/dm2 gesteigert. Bei 5 A/dm2 be­ trägt die Stromausbeute 35,1%, die Abscheideleistung steigt auf 1,13 µm/min. Dies entspricht einem Geschwindig­ keitszuwachs um 15%.
Beispiel 6
Im Gold-Kobalt-Elektrolyten aus Beispiel 1 wird durch den Zusatz von 1 g/l Octylsulfonat die maximal anwendbare Stromdichte auf über 7 A/dm2 gesteigert. Bei 7 A/dm2 be­ trägt die Stromausbeute 26,2%, die Abscheideleistung steigt auf 1,18 µm/min. Dies entspricht einem Geschwindig­ keitszuwachs um 20%.
Beispiel 7 Vergleichsbeispiel
In einem Gold-Kobalt-Elektrolyten (siehe Beispiel 1) aus
10 g/l Gold in Form von Kaliumgold(I)-cyanid
0,5 g Kobalt als Kobaltsulfat
100 g/l Citronensäure
mit Kaliumhydroxid auf pH 4,2 eingestellt
wird unter den Versuchsbedingungen von Beispiel 1 der Ein­ fluß auf Arbeitsbereich und Abscheidegeschwindigkeit durch Zugabe von Octylsulfat alleine, Pyridin-3-sulfonsäure al­ leine und beide Substanzen gemeinsam als Glanzzusätze er­ mittelt. Tabelle 1 zeigt das Ergebnis.
Die Kombination aus beiden Substanzen erweitert den Ar­ beitsbereich drastisch und bewirkt eine erhebliche Steige­ rung der Abscheidegeschwindigkeit.
Tabelle 1

Claims (6)

1. Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten, enthaltend Gold und gegebenenfalls ein oder mehrere Legierungselemente in gelöster Form sowie mindestens eine organische Verbin­ dung als Glanzzusatz, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad als weiteren Glanzzusatz mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel
R-SOmH (I)
enthält, worin
m die Zahlen 3 oder 4 und
R eine gerad- oder verzweigtkettige oder cykli­ sche Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen und im Falle m = 4 auch eine Aryl- oder Heteroa­ rylgruppe mit bis zu 10 C-Atomen, die gegebe­ nenfalls ein- oder mehrfach mit gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 14 C-Atomen substituiert sein können,
bedeutet.
2. Galvanisches Bad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als weiteren Glanzzusatz mindestens eine Verbin­ dung der Formel I enthält, worin R eine gerad- oder verzweigtkettige Alkylgruppe mit 5 bis 12 C-Atomen, vorzugsweise eine verzweigtkettige Alkylgruppe mit 6 bis 10 C-Atomen ist.
3. Galvanisches Bad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als weiteren Glanzzusatz die Verbindungen Pen­ tylsulfonat, Hexylsulfonat, Heptylsulfonat, Octylsulfo­ nat, Nonylsulfonat, Decylsulfonat, Dodecylsulfonat, Cy­ clohexylsulfonat, Pentylsulfat, Hexylsulfat, Heptylsul­ fat, Octylsulfat, Nonylsulfat, Decylsulfat, Dodecylsul­ fat, Cyclohexylsulfat oder deren Isomere enthält.
4. Galvanisches Bad nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es 0,01 bis 10 g/l, vorzugsweise 0,1 bis 5 g/l, an Verbindung der Formel I enthält.
5. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel
R-SOmH (I)
worin
m die Zahlen 3 oder 4 und
R eine gerad- oder verzweigtkettige oder cykli­ schen Alkylgruppe mit bis zu 20 C-Atomen und im Falle m = 4 auch oder eine Aryl- oder He­ teroarylgruppe mit bis zu 10 C-Atomen, die gegebenenfalls ein- oder mehrfach mit gerad- oder verzweigtkettigen Alkylgruppen mit 1 bis 14 C-Atomen substituiert sein können,
bedeutet,
als weiteren Glanzzusatz in sauren Bädern zur galvani­ schen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegie­ rungsschichten, enthaltend Gold und gegebenenfalls ein oder mehrere Legierungselemente in gelöster Form sowie mindestens eine organische Verbindung als Glanzzusatz.
6. Verfahren zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung aus einem Bad gemäß den Ansprüchen 1 bis 4 bei einem pH-Wert-Bereich von 3 bis 6, vorzugs­ weise 4 bis 5, erfolgt.
DE10007325A 1999-06-17 2000-02-17 Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür Ceased DE10007325A1 (de)

Priority Applications (9)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10007325A DE10007325A1 (de) 1999-06-17 2000-02-17 Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür
DE50013952T DE50013952D1 (de) 1999-06-17 2000-05-04 Saures bad zur galvanischen abscheidung von glänzenden gold- und goldlegierungsschichten und glanzzusatz hierfür
JP2001505372A JP3933930B2 (ja) 1999-06-17 2000-05-04 光沢のある金層および金合金層を電着するための酸性浴および電着用光沢剤
EP00929491A EP1192297B1 (de) 1999-06-17 2000-05-04 Saures bad zur galvanischen abscheidung von glänzenden gold- und goldlegierungsschichten und glanzzusatz hierfür
HK02109454.8A HK1047773B (zh) 1999-06-17 2000-05-04 用於电沉积有光泽的金和金合金镀层的酸性浴液及其所用的光泽剂
CNB00808582XA CN1205360C (zh) 1999-06-17 2000-05-04 用于电沉积有光泽的金和金合金镀层的酸性浴液及其所用的光泽剂
PCT/EP2000/003993 WO2000079031A1 (de) 1999-06-17 2000-05-04 Saures bad zur galvanischen abscheidung von glänzenden gold- und goldlegierungsschichten und glanzzusatz hierfür
US10/009,467 US6814850B1 (en) 1999-06-17 2000-05-04 Acid bath for electrodeposition of glossy gold and gold alloy layers and a gloss additive for same
TW089111445A TWI234591B (en) 1999-06-17 2000-06-12 An acid bath for electrodeposition of glossy gold and gold alloy layers and a gloss additive for same

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19927642 1999-06-17
DE10007325A DE10007325A1 (de) 1999-06-17 2000-02-17 Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10007325A1 true DE10007325A1 (de) 2000-12-21

Family

ID=7911549

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE10007325A Ceased DE10007325A1 (de) 1999-06-17 2000-02-17 Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10007325A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011114931A1 (de) 2011-10-06 2013-04-11 Umicore Galvanotechnik Gmbh Selektive Hartgoldabscheidung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011114931A1 (de) 2011-10-06 2013-04-11 Umicore Galvanotechnik Gmbh Selektive Hartgoldabscheidung
WO2013050258A2 (en) 2011-10-06 2013-04-11 Umicore Galvanotechnik Gmbh Selective hard gold deposition

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2283170B1 (de) Pd- und pd-ni-elektrolytbäder
DE19653681C2 (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Kupferschichten mit gleichmäßiger Schichtdicke und guten optischen und metallphysikalischen Eigenschaften und Anwendung des Verfahrens
DE3428345A1 (de) Waessriges bad zur galvanischen abscheidung von zink und zinklegierungen
EP1325175B1 (de) Elektrolyt und verfahren zur abscheidung von zinn-kupfer-legierungsschichten
EP1192297B1 (de) Saures bad zur galvanischen abscheidung von glänzenden gold- und goldlegierungsschichten und glanzzusatz hierfür
DE1062079B (de) Cyanidisches Bad und Verfahren zur galvanischen Abscheidung von Kupferueberzuegen
DE4105272C2 (de)
EP1285104B1 (de) Elektrolyt und verfahren zur abscheidung von zinn-silber-legierungsschichten
DE60102364T2 (de) Elektrolytische lösung zur elektrochemischen abscheidung von palladium oder dessen legierungen
DE4023444A1 (de) Cyanid-freies verfahren zur herstellung eines galvanischen kupferueberzuges
DE3628361C2 (de)
DE60202378T2 (de) Elektrolytisches bad zum elektrochemischen abscheiden von gold und goldlegierungen
DE3601698A1 (de) Ein bad und ein verfahren fuer die galvanische abscheidung von palladium und palladiumlegierungen
DE3447813A1 (de) Waessriges saures bad sowie ein verfahren zur galvanischen abscheidung von zink oder zinklegierungen
DE60111727T2 (de) Komplexes palladiumsalz und seine verwendung zur anpassung der palladiumkonzentration in elektrolytischen bädern bestimmt für die abscheidung von palladium oder einer seiner legierungen
DE3889667T2 (de) Elektroniederschlag von zinn-wismut-legierungen.
CH640888A5 (de) Verfahren zur galvanischen abscheidung eines eisen und nickel und/oder kobalt enthaltenden niederschlags und hierfuer geeignetes bad.
EP1244827B1 (de) Bad zur galvanischen abscheidung von hochglänzenden weissen rhodiumschichten und weissmacher hierfür
WO2015000010A1 (de) Elektrolytbad sowie objekte bzw. artikel, die mithilfe des bades beschichtet werden
DE3611627A1 (de) Verbindung, zusammensetzung und verfahren zum elektroplattieren
DE10007325A1 (de) Saures Bad zur galvanischen Abscheidung von glänzenden Gold- und Goldlegierungsschichten und Glanzzusatz hierfür
DE102012004348B4 (de) Verwendung von organischen Thioharnstoffverbindungen zur Erhöhung der galvanischen Abscheiderate von Gold und Goldlegierungen
DE2642666A1 (de) Verfahren und zusammensetzung zur herstellung einer galvanischen abscheidung
DE69011549T2 (de) Elektroplattierung von Gold enthaltenden Legierungen.
WO2000029645A2 (de) Wässrige lösung zur elektrolytischen abscheidung von zinn-zink-legierungen

Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DEGUSSA GALVANOTECHNIK GMBH, 73525 SCHWAEBISCH GMU

8110 Request for examination paragraph 44
8131 Rejection