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Diese
Erfindung betrifft Elektroden und kombinierte Membran- und Elektrode-Anordnungen
zur Verwendung mit elektrochemischen Zellen.
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Elektrochemische
Zellen sind für
verschiedene Anwendungen erwünscht,
insbesondere wenn sie als Brennstoffzellen betrieben werden. Brennstoffzellen
sind für
viele Anwendungen vorgeschlagen worden, die elektrische Fahrzeugenergieanlagen
umfassen, um Verbrennungsmotoren zu ersetzen. Eine Brennstoffzellenkonstruktion
verwendet eine Festpolymerelektrolytmembran (SPE-Membran = solid
polymer electrolyte membrane) oder Protonenaustauschmembran (PEM
= proton exchange membrane), um einen Ionenaustausch zwischen der
Anode und der Kathode zu schaffen. In den Brennstoffzellen sind
gasförmige
und flüssige
Brennstoffe verwendbar. Beispiele umfassen Wasserstoff und Methanol,
wobei Wasserstoff bevorzugt ist. Wasserstoff wird der Anode der
Brennstoffzelle zugeführt.
Sauerstoff (als Luft) ist das Zellenoxidationsmittel und wird der
Kathode der Zelle zugeführt.
Die Elektroden sind aus porösen,
leitfähigen
Materialien, wie Gewebegraphit, graphitierte Platten oder Kohlepapier,
gebildet, damit sich der Brennstoff über die Oberfläche der
Membran, die der Brennstoffzufuhrelektrode zugewandt ist, verteilen
kann. Eine typische Brennstoffzelle ist in
US 5 272 017 A und
US 5 316 871 A (Swathirajan
et al.) beschrieben.
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Wichtige
Aspekte einer Brennstoffzelle umfassen Reaktionsoberflächen, an
denen elektrochemische Reaktionen stattfinden, Katalysatoren, die
eine derartige Reaktion katalysieren, Ionenleitungsmedien und Massentransportmedien.
Die Kosten der durch eine Brennstoffzelle erzeugten Energie hängen zum
Teil von den Kosten des Katalysators ab. Die Kosten der durch eine
Brennstoffzelle erzeugten Energie sind wesentlich größer als
bei konkurrierenden Energieerzeugungsalternativen zum Teil wegen
einer relativ schlechten Ausnutzung von kostbaren Metallkatalysatoren
bei herkömmlichen
Elektroden. Jedoch ist aus Brennstoffzellen auf Wasserstoffbasis
erzeugte Energie erwünscht,
weil Wasserstoff umweltverträglich
ist und Wasserstoff-Brennstoffzellen leistungsfähig sind. Es ist deshalb erwünscht, die
Katalysatorausnutzung in Brennstoffzellenanordnungen zu verbessern,
um Brennstoffzellen zur Energieerzeugung attraktiver zu machen.
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Die
DE 195 48 422 A1 beschreibt
ein Herstellungsverfahren, bei dem auf ein ionenleitendes Substrat ein
oder zwei Beläge
aufgebracht werden, die katalytisch aktives Material enthalten,
sowie ein elektronenleitendes Substrat, auf dem ein Belag mit katalytisch
aktivem Material und darauf ein Belag mit ionenleitendem Material
aufgebracht wird.
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Die
US 5,272,017 A offenbart
ein Verfahren, bei dem eine Mischung aus Protonenleitungsmaterial
und mit einem Katalysator versehene Kohlenstoffteilchen auf zwei
Graphitplatten aufgebracht wird, wobei zwischen den beiden Graphitplatten
eine Protonenleitungsmembran angeordnet und durch Heißpressen
verbunden wird.
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Es
ist die Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Herstellen
eines Elektrodenaufbaus und eines kombinierten Elektrolyt- und Elektrodenaufbaus
sowie einen verbesserten Elektrodenaufbau und einen verbesserten
kombinierten Elektrolyt- und Elektrodenaufbau bereitzustellen.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche.
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In
einer Hinsicht ist ein Elektrodenaufbau vorgesehen, der eine Stromkollektorplatte,
einen Film, der eine Mischung aus Protonenleitungsmaterial und Kohlenstoffteilchen
umfaßt,
wobei der Film eine erste Oberfläche
aufweist, die an der Stromkollektorplatte haftet, und Metallpolykristalle
umfaßt,
die auf einer zweiten Oberfläche
des Films getragen und verteilt sind.
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In
einer weiteren Hinsicht ist ein kombinierter Elektrolyt- und Elektrodenaufbau
für eine
elektrochemische Zelle vorgesehen, der eine protonenleitende Polymerelektrolytmembran
und erste und zweite Elektroden umfaßt, die auf entgegengesetzte
Oberflächen
der Elektrolytmembran geklebt sind. Zumindest eine der Elektroden
weist eine Schicht auf, die aus Kohlenstoffteilchen hergestellt
ist, die in einem Protonenleitungsmaterial verteilt sind, und Metallpolykristalle
sind auf der Schicht derart verteilt, daß sie der Elektrolytmembran
zugewandt und zumindest teilweise in diese eingebettet sind. Bei
der bevorzugten Ausführungsform
weisen die Kohlenstoffteilchen eine mittlere Teilchengröße in Bereich
von etwa 35 bis etwa 50 Nanometern auf, und die Metallpolykristalle
bestehen aus Platin. Die Elektrolytmembran und das Protonenleitungsmaterial
umfassen jeweils vorzugswei se ein Copolymer aus Tetrafluorethylen
und perfluorierten Monomeren, die Sulfonsäuregruppen enthalten.
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Bei
einer Ausführungsform
ist ein Verfahren zum Herstellen des oben beschriebenen, verbesserten Elektrodenaufbaus
zur Verwendung bei einer elektrochemischen Zelle vorgesehen. Die
Elektrode wird hergestellt, indem eine Mischung gebildet wird, die
Protonenleitungsmaterial und Kohlenstoffteilchen umfaßt, die
Mischung auf eine Stromkollektorplatte aufgebracht wird, um einen
Film zu bilden, und ein Katalysator in der Form von Metallpolykristallen
auf der freiliegenden Oberfläche
des Films verteilt wird. Dieses Verfahren erzeugt eine Elektrode,
die eine wesentlich erhöhte
Katalysatorausnutzung und eine drastische Verringerung der aufgebrachten
Katalysatormenge aufweist, und die folglich weniger teuer herzustellen
ist als Elektroden, die durch Verfahren nach dem Stand der Technik
erzeugt werden.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
wird der Film vorzugsweise hergestellt, indem das Protonenleitungsmaterial
und die Kohlenstoffteilchen mit einem Lösungsmittel gemischt werden,
die Mischung auf der Stromkollektorplatte ausgebreitet wird, und
anschließend
das Lösungsmittel
verdampft wird. Die Polykristalle werden dann auf dem Film über einen
physikalischen Dampfabscheidungsprozess, wie Elektronenstrahlverdampfung
(electron beam evaporation) abgeschieden. Der physikalische Dampfabscheidungsprozess
gestattet es, daß der
Katalysator auf dem Film abgeschieden werden kann, ohne den Film
hohen Temperaturen auszusetzen, die das Protonenleitungsmaterial
zersetzen oder zerstören
würden.
Das Endergebnis ist, daß der Katalysator
in einer ultradünnen
Schicht in engem Kontakt mit dem Film angeordnet ist. Der resultierende
Film wird vorzugsweise auf die Stromkollektorplatte heißgepreßt, um eine
richtige Anhaftung sicherzustellen.
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Es
ist auch ein Verfahren zum Herstellen eines kombinierten Elektrolyt- und Elektrode-Aufbaus
für eine
elektrochemische Zelle vorgesehen, die eine Elektrolytmembran aus
festem Polymerprotonenleitungsmaterial und erste und zweite Elektroden
aufweist, die auf jeder Seite der Elektrolytmembran angeordnet sind, wobei
zumindest eine der Elektroden gebildet wird, indem eine Mischung,
die Protonenleitungsmaterial und Kohlenstoffteilchen umfaßt, auf
eine Stromkollektorplatte aufgebracht wird, um einen Film zu bilden,
der an der Stromkollektorplatte haftet, und verteilte Metallpolykristalle
auf der Oberfläche
des Films gebildet werden. Die bei diesem Verfahren erzeugte Elektrode
wird dann auf eine erste Oberfläche
der Elektrolytmembran gesetzt, so daß die Metallpolykristalle der
Elektrolytmembran zugewandt sind. Die zweite Elektrode wird auf
die entgegengesetzte Oberfläche
der Elektrolytmembran gesetzt, und der resultierende Aufbau wird
erwärmt
und zusammengedrückt,
um die Elektroden anhaften oder kleben zu lassen. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform des
Verfahrens der Erfindung werden die Elektroden an der Elektrolytmembran
anhaften gelassen oder an diese geklebt, indem die Anordnung einer
Druckbelastung von etwa 1,72 bis etwa 6,89 MPa und einer Temperatur von
etwa 138°C
bis etwa 160°C
ausgesetzt wird und diese Bedingungen etwa 1 bis etwa 5 Minuten
aufrechterhalten werden. Es ist herausgefunden worden, daß diese
Bedingungen dazu führen,
daß die
Metallpolykristalle zumindest teilweise in die Elektrolytmembran
eingebettet werden, wodurch ein durchgehender Weg für Protonen
zur Katalysatorstelle, an der die Reaktion auftritt, geschaffen
wird.
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Wie
es aus der obigen Beschreibung der Elektrode, der Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung
und dem Brennstoffzellensystem zu sehen ist, schafft die Erfindung
eine verbesserte Katalysatorausnutzung und eine verringerte aufgebrachte
Katalysatormenge.
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Es
ist ein Ziel der Erfindung, neue Elektroden und neue Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnungen zu
schaffen. Es ist ein weiteres Ziel, ein Verfahren zur Herstellung
der Elektroden und Anordnungen, die verbesserte Elektroden enthalten,
zu schaffen. Die Elektrolytmembran/Elektrode-Anordnung der Erfindung
liefert vorteilhaft eine relativ hohe Ausgangsleistung mit einer
unerwartet niedrigen aufgebrachten Katalysatormenge.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand der Zeichnung beschrieben,
in dieser ist
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1 eine
schematische Ansicht einer nicht zusammengebauten elektrochemischen
Brennstoffzelle mit einer Elektrode und einer kombinierten Elektrolytmembran-
und Elektrode-Anordnung
gemäß der Erfindung,
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2 eine
bildliche Darstellung eines Querschnitts einer Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung gemäß der Erfindung,
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3 eine
bildliche Darstellung einer Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung wie in 2,
die Graphitplatten aufweist,
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4 eine
bildliche Darstellung, die eine vergrößerte Ansicht eines Teils der
Kathodenseite von 2 zeigt,
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5 eine
bildliche Darstellung, die eine vergrößerte Ansicht eines Teils der
Anodenseite von 2 zeigt,
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6 ein
Schema eines experimentellen Elektronenstrahlsystems zur physikalischen
Dampfabscheidung eines Katalysators auf eine Elektrode,
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7 eine
Transmissionselektronenmikrofotografie der Kathode, die die Verteilung
eines Pt-Katalysators durch die ganze aktive Materialschicht der
Elektrode hindurch zeigt,
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8 eine
Transmissionselektronenmikrofotografie der Anode, die die Lage von
Pt-Katalysatorteilchen an der Grenzfläche mit einer Elektrolytmembran
zeigt,
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9 eine
graphische Darstellung, die Ergebnisse der Zellenleistung nach 24
Stunden Benutzung zeigt, wobei es vier Niveaus Pt gibt, für die die
Zellenspannung über
die Stromdichte gezeigt ist.
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In 1 ist
eine elektrochemische Zelle 10 mit einer in diese eingearbeitete
kombinierten Membranelektrolyt- und Elektrode-Anordnung (MEA) 12 in
einer bildlichen nicht zusammengebauten Form gezeigt. Die elektrochemische
Zelle 10 ist als eine Brennstoffzelle aufgebaut. Jedoch
ist die hierin beschriebene Erfindung auf elektrochemische Zellen
im allgemeinen anwendbar. Die elektrochemische Zelle 10 umfaßt Endplatten
aus rostfreiem Stahl 14, 16, Graphitblöcke 18, 20 mit Öffnungen 22, 24,
um eine Gasverteilung zu erleichtern, Dichtungen 26, 28,
Kohlenstoffplatten-Stromkollektoren 30, 32 mit
jeweiligen Anschlüssen 31, 33 und
die Membranelektrolyt- und Elektrode-Anordnung (MEA) 12.
Die beiden Sätze
von Graphiblöcken,
Dichtungen und Stromkollektoren, nämlich 18, 26, 30 und 20, 28, 32 werden
jeweils als Gas- und Stromtransportmittel 36, 38 bezeichnet.
Der Anodenanschluß 31 und
der Kathodenanschluß 33 werden
zum Anschluß an
eine externe Schaltung verwendet, die weitere Brennstoffzellen umfassen
kann.
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Die
elektrochemische Brennstoffzelle 10 arbeitet mit gasförmigen Reaktionspartnern,
von denen einer ein Brennstoff ist, der von einer Brennstoffquelle 37 zugeführt wird,
und der andere ein Oxidationsmittel ist, das von einer Quelle 39 zugeführt wird.
Die Gase von den Quellen 37, 39 verbreiten sich
durch jeweilige Gas- und Stromtransportmittel 36 und 38 zu
entgegengesetzten bzw. voneinander abgewandten Seiten des MEA 12.
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2 zeigt
eine schematische Ansicht der Anordnung 12 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Nach 2 bilden poröse Elektroden 40 eine
Anode 42 auf der Brennstoffseite und eine Kathode 44 auf
der Sauerstoffseite. Die Anode 42 ist von der Kathode 44 durch
eine Festpolymerelektrolytmembran (Elektrolytmembran) 46 getrennt.
Die Elektrolytmembran 46 sorgt für einen Ionentransport, um
Reaktionen in der Brennstoffzelle 10 zu erleichtern. Die
Elektroden der Erfindung schaffen einen effektiveren Protonentransport
durch Einbetten der Elektrode in die Ionomermembran, um einen in
wesentlichen kontinuierlichen Polymerkontakt für einen der artigen Protonentransport
zu schaffen. Dementsprechend weist die MEA 12 der Zelle 10 die
Elektrolytmembran 46 mit voneinander beabstandeten ersten
und zweiten entgegengesetzten Oberflächen 50, 52 und
einen Dicken- oder Zwischenmembranbereich 53 zwischen den
Oberflächen 50, 52 auf.
Jeweilige Elektroden 40, nämlich Anode 42 und
Kathode 44, sind an die Elektrolytmembran 46 an
einer entsprechenden Oberfläche
der Oberflächen 50, 52 geklebt
oder haften an dieser.
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Bei
einer Ausführungsform
umfassen die Elektroden 40 (Anode 42, Kathode 44)
jeweils erste bzw. zweite mit Teflon beschichtete (mit Polytetrafluorethylen
beschichtete, imprägenierte)
Graphitplatten 80, 82 auf jeweiligen Seiten der
Elektrolytmembran 46 (3). Das
aktive Anodenmaterial ist zwischen der ersten Oberfläche 50 der
Membran und ersten Platte 80 angeordnet und das aktive
Kathodenmaterial ist zwischen der zweiten Oberfläche 52 und zweiten
Platte 82 angeordnet. Jede mit Teflon beschichtete Platte 80, 82 ist
etwa 0,19 mm bis 0,33 mm dick.
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Elektrolytmembran
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Die
Festpolymerelektrolytmembran (Elektrolytmembran)
46 der
vorliegenden Erfindung ist in der Technik allgemein als ein Ionenleitungsmaterial
bekannt. Derartige Elektrolytmembranen werden auch als Protonenaustauschmembranen
(PEM) bezeichnet. Typische Elektrolytmembranen sind in den
U.S.-Patenten Nr. 4 272 353 ,
3 134 697 und
5 211 984 beschrieben.
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Die
Elektrolytmembranen oder Platten sind Ionenaustauschharzmembranen.
Die Harze umfassen ionische Gruppen in ihrem Polymeraufbau, von denen
eine ionische Komponente durch die Polymermatrix fixiert oder gehalten
ist und zumindest eine andere ionische Komponente ein mobiles austauschbares
Ion ist, das elektrostatisch der festen Komponente zugeordnet oder
zugehörig
ist. Die Fähigkeit
des mobilen Ions, unter geeigneten Bedingungen durch andere Ionen
ersetzt zu werden, verleiht diesen Materialien Ionenaustauscheigenschaften.
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Die
Ionenaustauschharze können
hergestellt werden, indem eine Mischung aus Bestandteilen, von denen
einer einen ionischen Inhaltsstoff enthält, polymerisiert wird. Eine
breite Klasse von Kationenaustausch- und Protonenleitungsharzen ist das
sogenannte Sulfonsäure-Kationenaustauschharz.
In den Sulfonsäuremembranen
sind die Kationen-Ionen-Austauschgruppen
hydratisierte Sulfonsäureradikale,
die an der Polymerhauptkette durch Sulfonierung angebracht sind.
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Die
Ausbildung dieser Ionenaustauschharze zu Membranen oder Platten
ist in der Technik auch allgemein bekannt. Der bevorzugte Typ ist
ein perfluorierter Sulfonsäure-Polymerelektrolyt,
bei dem der gesamte Membranaufbau Ionenaustauscheigenschaften aufweist.
Diese Membranen sind im Handel erhältlich. Derartige Protonenleitungsmembranen
können
gekennzeichnet sein durch Monomere der Strukturen CF2=CFOCF2CF2SO3H,
CF2=CFOCF2CF(CF3)OCF2SO3H,
und -CF2CF2CF(ORX)CF2CF2-, wobei x SO3H oder CO2H ist.
Das perfluorierte Sulfoncopolymer ist für die Erfindung bevorzugt.
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Bei
der elektrochemischen Brennstoffzelle 10, die durch die
Erfindung beispielhaft ausgeführt
ist, ist die Elektrolytmembran 46 eine für Kationen
permeable Protonenleitungsmembran, die H+-Ionen
als das mobile Ion aufweist, wobei das Brenngas Wasserstoff (oder
Reformat) ist und das Oxidationsmittel Sauerstoff oder Luft ist.
Die Gesamtzellenreaktion ist die Oxidation von Wasserstoff zu Wasser
und die jeweiligen Reaktionen an der Anode 42 und der Kathode 44 sind
H2 = 2H+ + 2e (Anode)
und ½O2 + 2H+ + 2e = H2O (Kathode).
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Da
Wasserstoff als das Brenngas verwendet wird, ist das Produkt der
Gesamtzellenreaktion Wasser. Typischerweise wird das Produktwasser
an der Kathode 44, die die Elektrode 40 auf der
Sauerstoffseite ist, abgewiesen. Typischerweise entweicht dann Wasser
durch einfaches Abfließen
oder durch Verdampfung. Falls es gewünscht ist, kann jedoch ein
Mittel vorgesehen sein, um das Wasser, wenn es gebildet wird, zu
sammeln und es aus der Zelle fortzutragen.
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Das
Wassermanagement in der Zelle ist für den erfolgreichen Langzeitbetrieb
der elektrochemischen Brennstoffzelle wichtig. Wassermanagementtechniken
und damit in Beziehung stehende Zellenkonstruktionen sind in den
U.S.-Patenten Nr. 5 272 017 ('017) und
5 316 871 ('871) beschrieben,
deren Offenbarungsgehalt jeweils vollständig durch Bezugnahme hierin
mit eingeschlossen ist. Obwohl das Wassermanagement ein wichtiger
Aspekt für
den Brennstoffzellenbetrieb ist, ist die vorliegende Erfindung auf
die kritische Eigenschaft der effektiven Elektrodenausnutzung gerichtet.
Ein anderer wichtiger Aspekt für
einen erfolgreichen Langzeitbetrieb der Brennstoffzelle umfaßt den effektiven
Protonentransport zwischen Elektroden und der Elektrolytmembran.
Dieser Aspekt ist auch in den '017- und '871-Patenten beschrieben,
deren Offenbarungsgehalt jeweils vollständig durch Bezugnahme hierin
mit eingeschlossen ist. Wie es in diesen beschrieben ist, wird ein effektiver
Protonentransport zumindest zum Teil erreicht, indem ein im wesentlichen
durchgehender Weg von Polymerprotonenleitungsmaterial zwischen den
Elektroden und der Elektrolytmembran durch in diesen beschriebene
Mittel geschaffen wird.
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Elektroden
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Die
Elektroden der Erfindung umfassen einen Stromkollektor und aktives
Elektrodenmaterial, das in Zellenreaktionen eingreift. Elektrochemische
Reaktionen in einer Brennstoffzelle treten an einem Grenzflächenbereich
zwischen dem Protonenleitungsionomer, dem Katalysator, dem elektronenleitenden
Kohlenstoff und dem gasförmigen
Reaktionspartner auf. Somit sollte für eine gute Katalysatorausnutzung
die Elektrode derart konstruiert sein, daß die Katalysatorstellen in
engem Kontakt mit der Protonenaustauschmembran, dem gasförmigen Reaktionspartner
und dem elektronenleitenden Kohlenstoff stehen.
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Die
Kathode der Erfindung ist durch herkömmliche Verfahren hergestellt,
die in den
U.S.-Patenten Nr. 5
272 017 und
5 316 871 beschrieben
sind, deren Offenbarungsgehalt oben durch Bezugnahme hierin mit
eingeschlossen wurde. Bei derartigen Ausgestaltungen werden mit
einem Katalysator versehene Kohlenstoffteilchen vorbereitet und
dann mit dem Protonenleitungsbindemittel in Lösung mit einem Gußlösemittel
kombiniert. Die Lösung
wird auf eine mit Teflon beschichtete Graphitplatte
82 aufgebracht,
das Gußlösungsmittel
wird verdampft, und die verbleibende Schicht, die mit einem Katalysator
versehenen Kohlenstoffteilchen und Bindemittel umfaßt, wird
dann in Kontakt mit der Elektrolytmembran gebracht und an diese
heißgepreßt. Hier
stehen die mit einem Katalysator versehenen Kohlenstoffteilchen
60 in
engem Kontakt mit der Elektrolyt membran
46 und haften an
dieser. Wie es hierin beschrieben ist, ist vorzugsweise ein gewisser
Teil der mit einem Katalysator versehenen Kohlenstoffteilchen zumindest
teilweise in die Elektrolytmembran
46 eingebettet.
4 ist
eine bildliche Darstellung, die die vergrößerte Ansicht der Kathode
44 mit
den mit einem Katalysator versehenen Kohlenstoffteilchen
60 zeigt.
Es ist hier klar gezeigt, daß die
Kathode fein verteilte Kohlenstoffteilchen
60 enthält, auf
denen sehr fein aufgeteilte Katalysatorteilchen
62 getragen
sind. Ein Protonenleitungsmaterial
64 ist mit Teilchen
vermischt.
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Die
neue Elektrodengestalt der Erfindung ist hierin zur Verwendung als
eine Anode beschrieben, jedoch nicht dadurch begrenzt. Man geht
davon aus, daß sie
sowohl für
eine Anode als auch für
eine Kathode verwendbar ist, und es ist hier gezeigt, daß sie besonders
vorteilhaft ist, wenn sie als eine Anode verwendet wird. Die Elektrode
der Erfindung umfaßt
den Katalysator 70, der in einer ultradünnen Schicht in engem Kontakt
mit den Kohlenstoffteilchen 71 angeordnet ist, die Kohlenstoffstromkollektorplatte 80 und
das Protonenleitungsmaterial der Elektrode. Die angeordnete Schicht
aus einem Katalysator 70 steht auch in engem Kontakt mit
dem Protonenleitungsmaterial der Elektrolytmembran (5).
Der Elektrodenaufbau der Erfindung umfaßt eine Stromkollektorplatte 80 und
einen Film 72, der an der Platte 80 haftet. Der
Film umfaßt
das Ionomer (Protonenleitungsmaterial) und Kohlenstoffteilchen 71,
die mit dem Protonenleitungsmaterial vermischt sind. Die erste Oberfläche 73 des
Films ist an eine Oberfläche
der Stromkollektorplatte 80 geklebt. Katalysatorpolykristalle 70 sind
auf der zweiten Oberfläche 74 des
Films getragen und verteilt. Die Polykristalle 70 sind
vorzugsweise metallisch, Metalle oder Legierungen. Insbesondere
bevorzugt sind Edelmetallkatalysatoren, wie Platin (Pt) und Palladium
(Pd). Zusätzlich
können
andere relativ stabile Metalle zum Legieren verwendet werden, wie Titan,
Ruthenium, Rhodium, Wolfram, Zinn oder Molybdän. Die legierenden Stoffe werden
hauptsächlich
hinzugefügt,
um die CO-Toleranz der Anode zu verbessern, wenn die Brennstoffzelle
mit Reformatbrennstoffen betrieben wird.
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Die
Erfindung stellt ein neues Verfahren zum Bilden verteilter, mikroskopischer,
katalytischer Teilchen auf einem Träger mit einer großen Oberfläche bereit.
Es werden physikalische Mittel zur Dampfabscheidung dazu verwendet,
die gewünschte
Teilchengröße zu schaffen
und das katalytische Material auf eine Oberfläche des Films abzuscheiden,
ohne die wesentlichen Eigenschaften des katalytischen Materials
während
der Abscheidung zu verändern.
Die physikalische Dampfabscheidung steht im Gegensatz zu Prozessen,
wie chemische Dampfabscheidung, bei denen ein Zersetzungsprodukt
einer Verbindung den Katalysatorstoff liefert. Bei der vorliegenden
Erfindung sind Mittel zur chemischen Dampfabscheidung nicht erwünscht, da
die relativ hohe Temperatur zur Zersetzung die physikalischen Eigenschaften
des Protonenleitungsionomers zerstören oder dieses zersetzen würde. Deshalb
werden Abscheidungsmittel verwendet, die ein Material abscheiden,
ohne dessen physikalische Eigenschaften zu verändern, und bei einer Temperatur,
die die Komponenten des Elektrodenfilms 72 nicht zersetzt.
Verfahren zur physikalischen Dampfabscheidung umfassen beispielsweise
Verdampfung, Zersteuben (Sputtern), Sublimation oder andere äquivalente
Mittel. Die physikalische Dampfabscheidung ist ein bevorzugtes Verfahren,
um den Katalysator in der ultradünnen
Schicht anzuordnen und den Katalysator auf der Kohlenstoff/Ionomer-Schicht
mit der großen
Oberfläche
zu verteilen. Die Kohlenstoffteilchen/Ionomer-Schicht wird auf die
Stromkollektorplatte durch herkömmliche
Mittel, wie Sprühen,
Pinseln, Aufbringen durch Streichmesser (doc tor blading), oder andere
herkömmliche
Beschichtungsmittel auf den Stromkollektor aufgebracht. Dann wird
der Katalysator vorzugsweise durch physikalische Dampfabscheidung
auf die aufgebrachte Kohlenstoff/Ionomer-Schicht abgeschieden. Das
Endergebnis ist, daß der
Katalysator in einer ultradünnen
Schicht in engem Kontakt mit dem auf der Stromkollektorplatte getragenen
Kohlenstoff/Ionomer und in engem Kontakt mit der Oberfläche der
Membran angeordnet ist, wenn die Membran-Elektrode-Anordnung hergestellt wird.
Die Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung
wird hergestellt, indem jede Elektrode auf eine jeweilige Oberfläche der
Elektrolytmembran aufgebracht und dann bei einer Temperatur und
Drucklast heißgepreßt wird,
die ausreichen, damit die Elektroden an der Elektrolytmembran kleben
oder haften. Es wird vorzugsweise zumindest ein Teil der Polykristalle
zumindest teilweise in die Elektrolytmembran eingebettet, die während des
Hochtemperatur-Heißpressens
erweicht wird.
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Im
besonderen wird das aktive Material der Anode 42 auf die
mit Teflon beschichtete Graphitplatte 80 aufgebracht. Dann
wird die Seite des aktiven Anodenmaterials, die auf der Platte 80 getragen
ist, in Kontakt mit der ersten Oberfläche 50 der Elektrolytmembran 46 gebracht.
Das aktive Material der Kathode 44 auf der Platte 82 wird
mit einer zweiten Oberfläche 52 der
Elektrolytmembran 46 in Kontakt gebracht. Die aufgebrachten
Platten 80, 82 werden an die Elektrolytmembran
heißgepreßt, während sie
für eine
Zeit und bei einer Temperatur und Drucklast erwärmt werden, die ausreichen,
um die Elektrolytmembran 46 zu erweichen und zumindest
einen Teil der Teilchen 60, 70 in die Elektrolytmembran
zumindest teilweise einzubetten und dadurch die ersten und zweiten
Elektroden 42, 44 zu bilden. Die eingebetteten
oder eingesetzten Teilchen 60, 70 sind zu mindest
teilweise in jeweilige Oberflächen
der Elektrolytmembran gesetzt, obwohl sie nicht vollständig von
der Elektrolytmembran umgeben oder unter ihrer Oberfläche angeordnet
sind.
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Der
Schritt des Erwärmens,
während
gepreßt
wird, wird bei etwa 1,72 bis etwa 6,89 MPa Drucklast etwa eine bis
etwa fünf
Minuten und bei einer Temperatur von etwa 130°C bis etwa 160°C durchgeführt. Es
ist herausgefunden worden, daß eine
Drucklast von etwa 3,45 MPa etwa eine bis etwa zwei Minuten bei
einer Temperatur von etwa 150°C
effektiv ist. Die Drucklast kann sich mit der Zeit verändern. Das
heißt,
es können weniger
Last und längere
Zeiten verwendet werden, und das umgekehrte gilt ebenfalls.
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Das
Einbetten von Elektroden in die Elektrolytmembran unter Druck sorgt
für einen
durchgehenden Weg des Protonenleitungsmaterials von einer Seite
der Elektrolytmembran-Elekrode-Anordnung zur anderen. Das enge Vermischen
des Protonenleitungsmaterials mit dem Katalysator und den Kohlenstoffteilchen
sorgt für
einen durchgehenden Weg für
Protonen zu der Katalysatorstelle, an der die Reaktion auftritt.
Das Verfahren erreicht auch eine relative Spitzenverteilung der
katalytischen Teilchen neben der Elektrolytmembran an jeder Elektrode.
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Das
Protonenleitungsmaterial und die katalytischen Teilchen und Kohlenstoffteilchen,
die die Elektrode bilden, sind vorzugsweise in einem Anteil in bezug
auf 100 Teile von 30 bis etwa 70 Teile Protonenleitungsmaterial
vorhanden, wobei der Rest katalytische Kohlenstoffteilchen ist.
Die Platin- und
Kohlenstoffteilchen sind in einem Anteil in bezug auf 100 Gewichtsteile
von bis zu etwa 20 Teilen Platin vorhanden, wobei der Rest Kohlenstoffteilchen
ist. Durch das Verfahren der Erfindung werden weniger als 2 Teile
Katalysator verwendet, wobei der Rest Kohlenstoff ist.
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Die
Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung der Erfindung erzeugt vorteilhaft
die erforderliche Ausgangsleistung mit einer sehr niedrigen aufgebrachten
Katalysatormenge von weniger als etwa 0,015 Milligramm pro cm2 Elektrodenoberfläche. Ferner sind gute Ergebnisse
möglich,
wenn die aufgebrachte Pt-Menge von einer Elektrode kleiner als die
der anderen ist, so daß die
gesamte aufgebrachte Zellenkatalysatormenge kleiner als etwa 0,15
Milligramm der Platinteilchen pro cm2 der
Oberfläche
von jeder der Elektroden sein kann. Somit schafft die neue Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung
der Erfindung einer relativ hohen Ausgangsleistung mit einer unerwartet
geringen aufgebrachten Katalysatormenge.
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Wie
es oben beschrieben ist, weist die Anodenseite eine Konstruktion
auf, die von der Kathodenseite verschieden ist und von der herkömmlichen
Anodenkonstruktion verschieden ist, wie diese in dem '017-Patent beschrieben
sind. 4 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Teils einer
porösen
Gasdiffusionselektrode gemäß der '017-Erfindung. Es
sind Kohlenstoffteilchen 60 vorgesehen, um Katalysatorteilchen 62,
vorzugsweise aus Platin zu tragen, die vorzugsweise auf Innen- und
Außenflächen der
Kohlenstoffteilchen 60 getragen sind. Bei dieser Gestalt
sind katalytische Teilchen durch die gesamte Dicke der Elektrode
hindurch ausgelegt. Im Gegensatz dazu weist die Elektrode der Erfindung
(5) ein katalytisches Elektrodenmaterial auf der
Oberfläche
der Protonen- und Elektronenleitungsschicht der Elektrode auf.
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Beispiel
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Bei
diesem Beispiel wurde eine Elektrolytmembran-Elektrode-Anordnung
(MEA) 12 hergestellt. Die Kathode wurde durch herkömmliche
Mittel hergestellt, und die Anodenelektrode wurde durch das verbesserte Verfahren
der Erfindung hergestellt. In beiden Fällen wurde Kohlepapier für den Stromkollektor
verwendet und trug die aktiven Materialkomponenten der Elektrode.
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Das
Kohlepapier war etwa 280 μm
dick mit einer Dichte von 0,36 mg/cm3. Dieses
Papier wies Abmessungen von 5 cm × 5 cm auf, um eine Elektrode
mit einer Fläche
von 25 cm2 herzustellen. Es wurde mit Teflon beschichtet,
indem es in eine Lösung
mit 4% Teflon eingetaucht wurde. Das Papier wurde 2 Minuten luftgetrocknet,
bei 100°C
10 Minuten gebrannt, bei 320°C
15 Minuten wärmebehandelt
und schließlich
bei 380°C
15 Minuten gesintert. Das Sintern wird vorgenommen, um eine gute
Anhaftung des Teflons an dem Kohlepapier zu erzielen. Es ist anzumerken,
daß das
Kohlepapier auch als Graphitpapier, -platten oder -gitter bezeichnet wird
und zur Verwendung bei Gasdiffusionselektroden porös ist. Die
Teflon-Aufnahme auf der Oberseite und der Unterseite des Papiers
wurde unter Verwendung von Röntgenfluoreszenz
analysiert. Die aufgebrachte Teflon-Menge wurde als 7,25% auf der
Oberseite und 5% auf der Unterseite berechnet. Die Oberseite wurde
dazu verwendet, die Elektrode zu beschichten.
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Nun
wird der Prozeß zum
Bilden der negativen Elektrode (Wasserstoffanode) beschrieben. Acetylenruß, elektrisch
leitende Kohlenstoffteilchen (in Pulverform), wiesen physikalische
Eigenschaften auf, wie sie in der Tabelle I des
U.S.-Patents Nr. 5 272 017 beschrieben
sind. Die Teilchen, wie empfangen, wiesen eine mittlere Teilchengröße von 42,5
nm (Nanometer) mit einer Standardabweichung von 25 nm auf. Das Kohlenstoffpulver
wurde mit einer 5%-Nafion-Lösung
gemischt beschafft wurde. Sie wurden über Ultraschall gemischt, und
der erhaltene Schlamm wurde auf die mit Teflon beschichtete Oberseite
der Kohlenstoffplatte aufgebracht. Das Kohlenstoffpulver/Nafion-Verhältnis betrug
60/40 in bezug auf das Trockengewicht. Die Elektrode wurde bei 100°C 30 Minuten
getrocknet. Nach dem Trocknen wurde die Elektrodenprobe
84 in
die Beschickungsschleuse einer Elektronenstrahl-Verdampfungskammer
in ultrahohem Vakuum gesetzt. Nachdem der Beschickungsschleusendruck
0,0133 mPa erreicht hatte, wurde die Probe zur Hauptabscheidungskammer
86 übertragen
(
6). Der Basisdruck der Kammer betrug 7,33·10
–7Pa.
Ein Tiegel
88 in der Kammer hielt das abzuscheidende Pt.
Wenn das Pt zusammen mit einem zweiten Metall abgeschieden werden
soll, wird das zweite Metall von einem zweiten Tiegel
90 gehalten.
Der Strahl der Elektroden wurde dazu verwendet, daß Pt zu schmelzen
und zu verdampfen. Platin (Pt) wurde auf der Elektrode
84 mit
einer Rate von 0,05 Nanometern pro Sekunde (nm/s) unter Verwendung
der Elektronenstrahlverdampfung aus der Dampfphase abgeschieden.
Die Rate dieser physikalischen Abscheidung aus der Dampfphase oder
Dampfabscheidung (PVD = physical vapor deposition) wurde durch eine
Quarzkristallfeinwaage überwacht
und unter Verwendung von Elektronensonden-Feinanalyse (electron
probe microanalyis = EPMA) kalibriert. Hier wies der Quarz der Feinwaage
eine Resonanzfrequenz auf, die sich in Ansprechen auf das Gewicht
des hinzugefügten
Pt verschob. Die Abscheidungstemperatur betrug etwa 25 bis 30°C. Dies stellt
die Temperatur der Elektrodenoberfläche dar, auf die das Pt abge schieden
wurde. Die Oberfläche
lag bei etwa Umgebungstemperatur (Raumtemperatur). Die Temperatur
veränderte
sich während
des Abscheidungsprozesses sehr wenig. In mehreren Fällen wurde
Pt auch gleichzeitig auf atomar ebene Einkristalle aus Silizium
abgeschieden und die Menge des Pt wurde unter Verwendung von EPMA überprüft. Die
Dicke dieser zusammengesetzten Anode wurde durch Transmissionselektronenmikroskopie
(TEM) als etwa 10 bis 13 μm
bestimmt. Es wurden mehrere Elektroden mit verschiedenen aufgebrachten
Pt-Mengen durch den Prozeß dieses
Beispiels hergestellt. Die aufgebrachten Pt-Mengen betrugen 0,007
mg/cm
2, 0,015 mg/cm
2,
0,03 mg/cm
2 und 0,07 mg/cm
2.
-
Der
Prozeß zum
Bilden der positiven Elektrode (Luftkathode) verwendete die zuvor
mit einem Katalysator versehenen Kohlenstoffteilchen. Bei diesem
Prozeß wurden
platinierter Kohlenstoff und eine Nafion-Lösung in einer Menge gemischt,
die ein Aquivalenztrockenmassenverhältnis von mit einem Katalysator
versehenem (platiniertem) Kohlenstoff zu Nafion von etwa 70/30 lieferte.
Die Mischung von mit Katalysator versehenem Kohlenstoff und Nafion
in Lösung
wurde auf den Kohlepapierstromkollektor aufgebracht und getrocknet.
Die aufgebrachte Pt-Menge der Elektrode betrug etwa 0,265 mg/cm
2 bis etwa 0,320 mg/cm
2.
Die mit einem Katalysator versehenen Kohlenstoffteilchen waren im
wesentlichen platinierter Vulkan, wie er in dem
U.S.-Patent Nr. 5 272 017 beschrieben
ist. Die Eigenschaften einer Vielfalt von Kohlenstoffteilchen, die
als Katalysatorträger
verwendbar sind, sind in Tabelle I des
U.S.-Patents Nr. 5 272 017 beschrieben.
Es wurde durch Transmissionselektronenmikroskopie herausgefunden,
daß die
Dicke dieser zusammengesetzten Kathode 50 μm betrug.
-
Die
Wasserstoffanode und Luftkathode wurden dann auf eine Elektrolytmembran
mit etwa 3,45 MPa Drucklast etwa 1 bis 1,5 Minuten bei 148°C heißgepreßt, um die
Elektrolytmembran- und Elektrode-Anordnung (MEA) zu bilden (3).
Die Elektrolytmembran wies die oben beschriebenen Eigenschaften
und eine Dicke von etwa 50 Mikron auf. Die gesamte Anordnung wies
eine Gesamtdicke von etwa 660 bis 665 μm auf. Das abgeschiedene Pt
an der Anodenoberfläche
ist innerhalb von weniger als einem Mikron von der Elektrolytmembranoberfläche angeordnet.
Während
des Heißpressens
wird etwas von dem Pt in die durch Wärme erweichte Elektrolytmembran
eingepreßt.
Die Elektrolytmembran haftet an dem abgeschiedenen Pt an der Oberfläche.
-
Kennzeichnung/Ergebnisse
-
Die
auf die Spectracorp-Kohlenstoffplatte aufgebrachte Menge an Teflon
wurde experimentell durch Messen des Massegewinns bestimmt. Diese
Werte wurden durch Röntgenfluoreszenz
bestätigt
und waren in guter Übereinstimmung.
Die Verteilung und Menge von auf der Elektrode in der Vakuumkammer
abgeschiedenem Pt wurde unter Verwendung von EPMA, Elektronensonden-Feinanalyse
untersucht. Die Pt-Teilchengröße wurde
durch Röntgenbeugung
und unter Verwendung der Scherrer-Gleichung abgeschätzt. Die
Pt-Teilchengröße wurde
für die über den
Elektronenstrahl verdampfte Anode auf 8 nm und für die chemisch beschichtete
Kathode auf 4 nm abgeschätzt.
-
Die
Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) deckte auf, daß die chemisch
abgeschiedene Kathode Pt-Teilchen aufwies, die gleichmäßig durch die
ganze Kohlenstoffbeschichtung hindurch verteilt waren. Die Pt-Teilchen
waren gleichachsige Einkristalle mit Teilchendurchmessern, die im
Bereich von 1,5–5
nm lagen (7). Das Beugungsmuster (nicht
gezeigt) war ein diffuser Ring, der kleinere Pt-Körner anzeigt.
Im Gegensatz dazu war das Pt, das auf der Anode durch PVD abgeschieden
war, ein stark diskontinuierlicher Film (8) an der
Elektrolytmembran-Grenzfläche.
Der diskontinuierliche Pt-Film wies Teilchen in der Form von Schuppen
oder Plättchen
auf, die etwa 100–200
nm lang und 10–40
nm dick waren. Die Pt-Teilchen waren polykristallin und wiesen ein
schärferes
Elektronenbeugungsmuster (nicht gezeigt) auf, das eine größere Korngröße (Teilchengröße) anzeigte.
-
Die
MEA wurde in eine Graphitzelle gesetzt. Die Graphitplatten weisen
Strömungsfelder
(flow-fields) auf, um eine gleichmäßige Verteilung der Reaktionspartnergase
zu unterstützen.
Die aktive Fläche
der MEA betrug 25 cm2 (5 cm × 5 cm).
Die Zelle wurde unter Verwendung eines Brennstoffzellenprüfstandes
geprüft. Sowohl
Wasserstoff als auch Luft wurden befeuchtet, und die Gase wurden
mit Stöchiometrie
1,4/2,5 (H2/Luft) strömen gelassen. Die MEA-Zelle
wurde bei 80°C
betrieben, wobei ein Gegendruck von 172 kPa auf beide Elektroden
aufgebracht wurde. Die MEA-Zelle wurde unter diesen Bedingungen
24 Stunden geprüft,
und die Zellenspannung und -stromdichte wurden aufgezeichnet. Um
die Zellenleistung zu messen, wurde die Zellenspannung zwischen
der Leerlaufspannung, etwa 0,9–1,0
V, bis 0,0 V mit einer Abtastrate von 5 mV/sec. abgetastet. Das
oben erwähnte
stöchiometrische
Verhältnis
(1,4 H2/2,5 Luft) kann ferner hinsichtlich
der Ausnutzung verstanden werden. Die Menge an eingeleitetem Gas
(Anzahl Mole) wäre
gleich der Menge an herauskommendem Gas, wenn die Brennstoffzelle
nicht im Betrieb ist. Wäh rend
des Betriebes wird beobachtet, daß die Menge an herauskommendem
Gas kleiner als die des hineingehenden Gases ist, weil die Reaktionspartnerausnutzung
in der Zelle aufgrund verschiedener Erwägungen immer kleiner als eins
ist. Um die gewünschte Reaktionskinetik
aufrechtzuerhalten, wird mehr Gas zugeführt, als bei der Reaktion verwendet
wird. Die Ausnutzung wäre
([H2, ein] – [H2, aus])/[H2, ein].
-
Stöchiometrie
wäre deshalb
Stöchiometrie
= 1/Ausnutzung.
-
Beispielsweise
ist die Ausnutzung von H2 0,71 Mol, wenn
1 Mol eingeleitet wird, so daß die
Stöchiometrie
gleich 1/0,71 ist, was gleich 1,4 H2 ist.
-
Die
Strom-Spannung-Kurven wurden unter Verwendung eines Datenerfassungssystems
aufgezeichnet, das eine Schnittstellenkarte und eine Datenerfassungssoftware
enthielt. Das Softwarepaket legte die Systemparameter, die Prüfabfolge
zur Datenerfassung und das Ausdrucken der erfaßten Daten fest. Eine Strom-Spannung-Kurve,
die mit ultraniedrig beladenen Pt-Anoden erhalten wird, ist in 9 gezeigt.
Es zeigte sich klar, daß der
Ansatz bei der Verringerung von aufgebrachten Pt-Mengen bis zu 0,015
mg/cm2 an der Anode erfolgreich war, ohne
jeglich Preisgabe von Leistungsfähigkeit
im Vergleich mit aufgebrachten Mengen von 0,03 mg/cm2 und
0,07 mg/cm2.
-
Diese
Technik zeigte im Labormaßstab
mit H2/Luft eine gute Leistung. Man nimmt
an, daß eine ähnliche
Abnahme der aufgebrachten Pt-Menge an der Kathode möglich ist.
Es gab zusätzliche Überlegungen
zur Kathodenoptimierung, weil die Ratenparameter zur O2-Reduktion
um mehrere Größenordnungen
geringer als diejenigen der Wasserstoffoxidationsreakti on sind.
Der Luftelektrodenaufbau muß zum
optimalen Wassermanagement auch geeignet hydrophob sein.
-
Vergleichsbeispiel
-
Der
Prozeß zum
Bilden der herkömmlichen
negativen Vergleichselektrode war im Wesentlichen gleich wie der
früher
für die
positive Elektrode beschriebene. Der Prozeß zum Bilden der negativen
Vergleichselektrode verwendete zuvor mit einem Katalysator versehene
Kohlenstoffteilchen. Bei diesem Prozeß wurden platinierter Kohlenstoff
und Nafion-Lösung
in einer Menge gemischt, die ein Aquivalenztrockenmassenverhältnis von
mit einem Katalysator versehenem (platiniertem) Kohlenstoff zu Nafion
von etwa 70/30 lieferte. Die Mischung von mit einem Katalysator
versehenem Kohlenstoff und Nafion in Lösung wurde auf einen Kohlepapierstromkollektor
aufgebracht und getrocknet. Die aufgebrachte Pt-Menge der Elektrode
betrug etwa 0,3 mg/cm
2. Die mit einem Katalysator
versehenen Kohlenstoffteilchen waren Kohlenstoff von der im wesentlichen platinierten
Art, wie dies in dem
U.S.-Patent
Nr. 5 272 017 beschrieben ist. Die Eigenschaften einer
Vielfalt von Kohlenstoffteilchen, die als Katalysatorträger verwendbar
sind, sind in Tabelle I des
U.S.-Patents
Nr. 5 272 017 beschrieben. Durch Transmissionselektronenmikroskopie
wurde herausgefunden, daß die
Dicke dieser Anode etwa 50 μm
betrug.
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Diese
negative Vergleichselektrode und die Luftkathode, wie im obigen
Beispiel beschrieben, wurden an eine Elektrolytmembran mit etwa
3,45 MPa Drucklast etwa 1 bis 1,5 Minuten bei 148°C heißgepreßt, um eine
Elektrolytmembran- und Elektrode-Anordnung (MEA) zu bilden. Tabelle
1 H2/Luft-Zellenleistungsvermögen bei
0,6 V, 80°C,
172 kPa
| aufgebrachte
Pt-Menge (mg/cm2) | Stromdichte
(mA/cm2) |
| 0,3
(Vergleichsbeispiel) | 850–900 |
| 0,07
(PVD-Beispiel) | 820–850 |
| 0,03
(PVD-Beispiel) | 820–850 |
| 0,007
(PVD-Beispiel) | 590–610 |
-
Tabelle
1 zeigt Ergebnisse des Leistungsvermögens, die durch das Verfahren
der physikalischen Dampfabscheidung (PVD) der Erfindung zur Herstellung
von Anoden im Vergleich mit dem chemischen Ausfällungsverfahren zum Bilden
von Anoden erreicht werden. Bei herkömmlichen chemischen Ausfällungsverfahren
werden sehr feine Teilchen aus Katalysatoren auf feine Kohlenstoffteilchen
abgeschieden. Dies erfolgt, wie es in den
U.S.-Patenten Nr. 5 272 017 und
5 316 871 beschrieben ist.
Die Menge an Platin, die gewöhnlich
bei herkömmlichen
Elektroden verwendet wird, liegt in einem Bereich von 0,3 bis 3
mg/cm
2 pro Zelle, was zu teuer ist. Der
PVD-Ansatz, wie er in Tabelle 1 gezeigt ist, liefert eine Leistung,
die äquivalent
zu derjenigen der teureren Elektroden mit hoher aufgebrachter Pt-Menge ist. Gleichzeitig
liefert der PVD-Ansatz eine aufgebrachte Pt-Menge, die eine Größenordnung
kleiner als die der herkömmlichen
Elektroden ist. Deshalb sind die aufgebrachten Pt-Mengen um zumindest
einen Faktor von 10 an der Wasserstoffanode verringert worden, ohne
irgendeine merkliche Abnahme des Leistungsvermögens der Brennstoffzelle, wie
dies durch die Datentabelle 1 gezeigt ist.
-
Die
Erfindung schafft eine wesentlich erhöhte Katalysatorausnutzung und
eine drastische Verringerung von aufgebrachten Katalysatormengen
in PEM-Brennstoffzellen. Dies wird bewerkstelligt, indem die Katalysatorschicht
in einer dünnen
Schicht neben der Elektrolytmembran/Elektrode-Grenzfläche angeordnet wird. Dies liefert
die ultrageringen aufgebrachten Platinmengen von weniger als etwa
0,10 mg/cm2/Zelle, die notwendig ist, um
eine kommerzielle Realisierbarkeit der PEM-Brennstoffzellen für Transportanwendungen
zu zeigen. Die durch den Prozeß der
Erfindung abgeschiedenen Pt-Teilchen sind an der Elektrode/Elektrolytmembran-Grenzfläche angeordnet,
wodurch eine effektive Ausnützung
der Pt-Teilchen geschaffen wird. Das Verfahren der Erfindung liefert
auch geeignet ein direktes Abscheiden von Pt auf die Elektrodenoberfläche. Dies wird
bei einer Ausführungsform
durch physikalische Dampfabscheidung (PVD) bewerkstelligt, obwohl
andere Abscheidungsmittel verwendbar sind. Der PVD-Prozeß der Erfindung
umfaßt
das Verdampfen von Quellmaterialien in einer Vakuumkammer unter
etwa 0,133 mPa und das Kondensieren der verdampften Teilchen auf dem
Substrat. Der Vakuumzustand liefert eine Abscheidung in einer äußerst reinen
Umgebung. Man nimmt an, daß zur
kommerziellen Verwendung ein Vakuum in der Größenordnung von nur 1,33 mPa
angemessen wäre
und eine angemessen reine Umgebung zur Abscheidung schaffen würde. Man
geht davon aus, daß der Grad
des Vakuums zur Platinabscheidung unkritisch ist, weil Platin relativ
inert ist und nicht in Anwesenheit von Luft oxidieren würde. Obwohl
Bedingungen unter Atmosphärendruck
zur Abscheidung bevorzugt sind, wird deshalb die Auswahl des Metalls
die Bedingungen bestimmen. Es ist bekannt, daß andere Metalle, wie Titan,
mit Sauerstoff reagieren. In diesem Fall muß das Vakuum innerhalb der
Kammer angemessen sein, um die Oxidation von Titan in dem System
zu verhindern, bevor sich das Titan von der Abscheidungsquelle zum Substrat
bewegt. Es ist durch das Verfahren der Erfindung auch möglich, zwei
oder mehr Metalle gemeinsam abzuscheiden.
-
Wegen
des vorkommenden Heißpressens
schmilzt die Elektrolytmembran und haftet oder klebt deshalb sehr
direkt an den Platinteilchen. Das Platin liegt in der Größenordnung
von etwa 9 bis etwa 30 Nanometern von der Elektrolytmembran an der
Elektrolytmembran/Elektrode-Grenzfläche. Das abgeschiedene Platin bildet
Aggregate aus Platinteilchen oder -polykristallen. Bei einer Analyse,
die entlang einer Richtung vorgenommen wird, erschienen sie als
Schuppen oder Plättchen
mit einer relativ langen Achse in bezug auf ihre Breite und einer
gewissen minimalen Dicke. Es ist wichtig, daß das abgeschiedene Platin
verteilt oder diskontinuierlich ist. Das abgeschiedene Platin bildet
keinen kontinuierlichen Film. Vielmehr werden Gruppen aus Platinatomen
gebildet. Deshalb bilden die Aggregate aus Pt-Teilchen Bereiche,
wobei innerhalb eines gegebenen Bereiches das Aggregat von mehreren
Platinteilchen kontinuierlich sein kann. Das abgeschiedene Platin
ist ein Kristall, und man kann sich die Erfindung als Aggregate
aus Platinkristallen mit sehr kleiner Größe vorstellen.
-
Wenn
die durch das Verfahren der Erfindung hergestellte Anode (8)
mit der durch herkömmliche Mittel
hergestellten Kathode (7) verglichen wird, kann man
klar sehen, daß die
PVD-Pt-Schicht stark an der Elektrolytmembran/Kohlenstoff-Grenze
lokalisiert oder angeordnet ist. Im Gegensatz dazu zeigt die Kathode
mit den mit einem Katalysator versehenen Kohlenstoffteilchen eine
geringere Lokalisierung des Katalysators. Durch das Verfahren der
Erfindung ist es möglich,
im Wesentlichen alle Katalysatorteilchen innerhalb von etwa 0,5 μm der Elektrolytmembran/Elektrode-Grenzfläche anzuordnen
(8). Dies steht im wesentlichen Gegensatz zu herkömmlichen
Elektroden, bei denen der Katalysator im Wesentlichen durch die
gesamte aktive Materialschicht der Kathode hindurch verteilt ist
(7). Es ist klar ersichtlich, daß die PVD-Elektroden mit aufgebrachten
Pt-Mengen, die so gering wie 0,015 mg/cm2 sind,
als eine ähnliche
Leistung zeigend befunden werden, wie Elektroden mit 0,3 mg/cm2, die durch herkömmliche Verfahren hergestellt
werden. Erfindungsgemäß sind die
Platinkatalysatorteilchen selektiv in Bereichen mit ionischer oder
elektronischer Leitfähigkeit
angeordnet. Der durch die vorliegende Erfindung geschaffene Vorteil
ist klar und deutlich.
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Zusammengefaßt wird
ein Elektrodenaufbau für
eine elektrochemische Zelle hergestellt, indem eine Mischung gebildet
wird, die Protonenleitungsmaterial und Kohlenstoffteilchen umfaßt, die
Mischung auf eine Stromkollektorplatte aufgebracht wird, um einen
Film zu bilden, und ein Katalysator in der Form von Metallpolykristallen
in einer dünnen
Schicht auf der freiliegenden Oberfläche des Films verteilt wird.
Dieses Verfahren erzeugt eine Elektrode mit einer wesentlich erhöhten Katalysatorausnutzung,
einer drastischen Verringerung der aufgebrachten Katalysatormenge,
die folglich weniger teuer herzustellen ist als Elektroden, die
durch Verfahren nach dem Stand der Technik erzeugt werden. Ein kombinierter
Elektrolyt- und Elektrode-Aufbau für eine elektrochemische Zelle
wird erzeugt, indem eine Elektrode mit der oben beschriebenen Zusammensetzung
in Kontakt mit einer protonenleitenden Polymerelektrolytmembran
heißgepreßt wird.