DE1000778B - Verfahren zur Veraenderung der Oberflaechenstruktur von Polyesterfasern - Google Patents
Verfahren zur Veraenderung der Oberflaechenstruktur von PolyesterfasernInfo
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- D06M13/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M13/10—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
- D06M13/144—Alcohols; Metal alcoholates
- D06M13/148—Polyalcohols, e.g. glycerol or glucose
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- D06M11/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
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- D06M11/36—Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
- D06M11/38—Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
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Description
Aus der britischen Patentschrift 652 948 ist es bereits bekannt, daß durch Einwirkung von wäßrigen
Lösungen von Alkalimetallhydroxyden auf Polyesterfasern ein Abbau der Fasersubstanz herbeigeführt
wird. Nach dem dort beschriebenen Verfahren werden die Polyesterfasern mit 4- bis 2O°/oigen wäßrigen
Lösungen von Natrium- oder Kaliumhydroxyd behandelt. Derartige Konzentrationen führen jedoch infolge
der starken Abbauwirkung bereits erhebliche Materialschädigungen herbei, und es ist deswegen
wichtig, den Prozeß möglichst betriebssicher zu gestalten. Dies kann entweder dadurch geschehen, daß
man möglichst niedrige Konzentrationen an Alkali verwendet oder die Einwirkungstemperatur herabsetzt.
In dem britischen Patent wird auch darauf hingewiesen, daß man bei Verringerung der Alkalikonzentration
unter Druck arbeiten kann.
Trotz dieser Möglichkeiten bleibt die Durchführung der Reaktion mit erheblichen Risiken belastet.
Niedrige Konzentrationen an Alkalihydroxyd bzw. Einwirkung der Alkalihydroxydlösungen bei niederen
Temperaturen bringen erst nach sehr langer Einwirkung
den gewünschten Effekt. Hohe Alkalikonzentrationen hingegen bringen bei hohen Temperaturen
auch ohne Arbeiten unter Druck die Gefahr einer ungleichmäßigen Einwirkung und stellenweisen
Faserschädigung mit sich. Ungleichmäßige Einwirkung ist besonders unerwünscht, wenn das
Material später noch gefärbt werden soll.
Es wurde nun gefunden, daß man die Veredelung von Textilmaterial aus Polyestern, insbesondere
Polyäthylenglykolterephthalat, mit wäßrigen Älkalilösungen wesentlich vereinfachen und die obengenannten
Nachteile ausschalten kann, wenn man Alkalilösungen mit einem Gehalt von weniger als
4% Alkalihydroxyd verwendet und den Lösungen außerdem noch Polyglykole bzw. deren Derivate zusetzt.
Besonders günstige Ergebnisse werden erhalten, wenn man Polyglykole mit einem mittleren Molekulargewicht
bis etwa 5000 verwendet. Durch den Zusatz der genannten Verbindungen gelingt es, die
Konzentration an Alkali auf unter 4°/o zu erniedrigen.
Die behandelte Ware weist einen vorzüglichen Griff auf. Insbesondere bei dem Zusatz höhermolekularer
Polyglykole vom Molgewicht etwa 4000 bis 5000 erzielt man auch bei geringem Faserabbau einen ähnlichen
Griff der Ware, wie er sonst nur beim Behandeln mit Alkali allein bei einem wesentlich
höheren Abbaugrad erreicht wird. Die Zusatzmengen an Polyglykolen bzw. deren Derivaten können in
weiten Grenzen schwanken.
Als Polyglykolderivate kommen beispielsweise die Kondensationsprodukte aus Fettsäuren oder Aiko- .■
Verfahren zur Veränderung der
Oberflächenstruktur von Polyesterfasern
Oberflächenstruktur von Polyesterfasern
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M.
Dr. Josef Nüsslein, Frankfurt/M.,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
holen und Äthylenoxyd bzw. Glykol in Frage. Beispielsweise seien genannt: die Kondensationsprodukte
aus Laurylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol mit wechselnden Mengen Äthylenoxyd; die Kondensationsprodukte
aus z. B. aliphatischen Carbonsäuren, wie Essigsäure, Laurinsäure, Stearinsäure, ölsäure,
Ricinolsäure u. ä. und Äthylenoxyd.
Üblicherweise setzt man den Behandlungsbädern 10 bis 25 g je Liter der genannten Verbindungen zu.
In manchen Fällen kann es jedoch zweckmäßig sein, auch größere Mengen anzuwenden. Ebensogut besteht
die Möglichkeit, mitunter auch mit geringeren Konzentrationen auszukommen.
Ein bei 170° thermofixiertes Gewebe aus PoIyäthylenglykolterephthalatfasern
wird auf einer geschlossenen Haspelkufe Vh Stunden bei 98 bis 100° in einer wäßrigen Flotte gekocht, die je Liter 25 g
Natriumhydroxyd und 25 g eines Polyglykols vom mittleren Molekulargewicht 4000 enthält. Der Abkocheffekt
wird gravimetrisch an ausgestanzten, zweckmäßig 25 qcm großen Proben bestimmt. Das gefundene
Gewicht ergibt dann nach Multiplikation mit dem Faktor 400 das Quadratmetergewicht der
fertigen Ware. Obwohl bei dieser Behandlung ein um δ0/» geringerer Gewichtsverlust als bei einer entsprechenden
Behandlung mit Natronlauge allein festgestellt wird, besitzt die fertige Ware einen praktisch
ebenso weichen Griff wie die stärker abgebaute Probe.
609 766/388
Darüber hinaus zeigt sie eine bessere und gleichmäßigere Färbefähigkeit.
In üblicher Weise mit Dispersionsfarbstoffen auf Apparaten im Packsystem gefärbte Krawattenseide
aus Polyäthylenglykolterephthalat wird zur Erzielung eines guten Griffes und höchster Reibechtheit mit
einer wäßrigen Lösung, die 5 g Ätznatron und 2 g eines Kondensationsproduktes aus Oleylalkohol und
8 Mol Äthylenoxyd je Liter enthält, 1U Stunde bei
100° behandelt.
Die aus der so behandelten Seide hergestellten Krawatten' zeigen ein verringertes Knittervermögen'
und einen feinen seidenähnlichen Griff.
Claims (1)
- *· Patentanspruch:Verfahren zur Veränderung der Oberflächenstruktur von Polyesterfasern mit wäßrigen ίο Lösungen von Alkalihydroxyden, dadurch gekennzeichnet, daß man den Lösungen noch PoIyglykole oder deren Derivate zusetzt.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL88764D NL88764C (de) | 1955-07-22 | ||
| NL209159D NL209159A (de) | 1955-07-22 | ||
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| DEF18005A DE1042519B (de) | 1955-07-22 | 1955-07-22 | Verfahren zum Weichmachen von Polyesterfasern |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEF18004A DE1000778B (de) | 1955-07-22 | 1955-07-22 | Verfahren zur Veraenderung der Oberflaechenstruktur von Polyesterfasern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1000778B true DE1000778B (de) | 1957-01-17 |
Family
ID=7088781
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEF18004A Pending DE1000778B (de) | 1955-07-22 | 1955-07-22 | Verfahren zur Veraenderung der Oberflaechenstruktur von Polyesterfasern |
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| FR (1) | FR1161070A (de) |
| GB (1) | GB786153A (de) |
| NL (2) | NL209159A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166141B (de) * | 1960-06-18 | 1964-03-26 | Hoechst Ag | Verfahren zum Veredeln von Polyestern, insbesondere zur Herabsetzung der Pilling-Neigung |
| DE1225137B (de) * | 1963-04-11 | 1966-09-22 | Ici Ltd | Verfahren zur Oberflaechenbehandlung von Polyesterformgegenstaenden |
| DE1228025B (de) * | 1961-10-20 | 1966-11-03 | Du Pont | Herstellen von Faeden aus linearen Polyestern |
Families Citing this family (4)
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|---|---|---|---|---|
| BE604582A (de) * | 1960-06-03 | 1900-01-01 | ||
| US3245826A (en) * | 1963-06-12 | 1966-04-12 | Clevite Corp | Magnetic recording medium and method of manufacture |
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- NL NL209159D patent/NL209159A/xx unknown
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1956
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- 1956-07-20 GB GB2262956A patent/GB786153A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB786153A (en) | 1957-11-13 |
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