DE10007677A1 - Arretierungseinrichtung für ein Verschlußorgan eines Behälters, insbesondere für eine Auswurfklappe einer Ballenpresse - Google Patents
Arretierungseinrichtung für ein Verschlußorgan eines Behälters, insbesondere für eine Auswurfklappe einer BallenpresseInfo
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Abstract
Eine Arretierungseinrichtung zur Arretierung eines Verschlußorgans für einen Behälter, insbesondere zur Arretierung einer schwenkbar gelagerten Auswurfklappe (5) eines Preßbehälters (1) einer Ballenpresse, hat ein zum lösbaren Eingriff in dem Verschlußorgan ausgebildetes Halteorgan (11) nach Art einer Zugstange, das mittels geeigneter Führungseinrichtungen mechanisch begrenzt zwischen einer Verschlußstellung und einer Fangstellung bewegbar ist. In der Verschlußstellung ist das in Eingriff mit der geschlossenen Klappe stehende Halteorgan durch eine Verriegelungseinrichtung (25) gegen selbsttätiges Öffnen gesichert, während in der Fangstellung die Klappe (5) teilweise geöffnet und durch Abheben des Halteorgans zum vollständigen Öffnen freigebbar ist. Die Verriegelungseinrichtung hat bevorzugt zwei außerhalb ihrer Streckstellung einseitig anschlagbegrenzte Kniehebel, die jeweils einen am Halteorgan angelenkten ersten Hebel (28) und einen über ein Kniegelenk (33) mit diesem verbundenen, behälterfest angelenkten zweiten Hebel (30) aufweisen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Arretierungseinrichtung zur Arre
tierung eines Verschlußorgans für einen Behälter, insbesonde
re zur Arretierung einer schwenkbar gelagerten Auswurfklappe
eines Preßbehälters einer Ballenpresse, gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
Arretierungseinrichtungen dieser Art haben mindestens ein zum
lösbaren Eingriff an dem Verschlußorgan ausgebildetes Halte
organ, das beispielsweise an dem zu verschließenden Behälter
beweglich gelagert ist, sowie Einrichtungen zur mechanisch
begrenzten Führung des Halteorgans zwischen einer Verschluß
stellung und einer Fangstellung. Die Verschlußstellung zeich
net sich dadurch aus, daß in ihr der Behälter durch das Ver
schlußorgan geschlossen und das in Eingriff mit dem Ver
schlußorgan stehende Halteorgan durch eine geeignete Verrie
gelungseinrichtung derart verriegelt bzw. blockiert ist, daß
das Verschlußorgan durch das daran angreifende, verriegelte
Halteorgan gegen selbsttätiges Öffnen gesichert ist. Die
Fangstellung zeichnet sich dadurch aus, daß das Verschlußor
gan teilweise geöffnet, jedoch durch das Halteorgan noch ge
halten ist und daß das Verschlußorgan durch vorzugsweise
manuelles Lösen des Eingriffes zwischen Halteorgan und Ver
schlußorgan zum vollständigen Öffnen freigebbar ist.
Eine derartige, zwei unterschiedliche Arretierungsstellungen
ermöglichende Arretierungseinrichtung dient beispielsweise
bei Ballenpressen zur Vermeidung von Verletzungen beim Be
dienpersonal im Zusammenhang mit der Öffnung des Preßbehäl
ters. Ausgehend von der Verschlußstellung kann durch teilwei
ses Öffnen des Verschlußorgans und/oder durch ggf. vorher
oder nachher durchzuführende zusätzliche Druckentlastung des
Behälterinhaltes zunächst das in der Fangstellung noch durch
die Arretierungseinrichtung gehaltene Verschlußorgan druck
entlastet werden. Ist dies erfolgt, so kann durch Lösen des
Eingriffs zwischen Halteorgan und Verschlußorgan das Ver
schlußorgan freigegeben, der Behälter vollständig geöffnet
und der Behälterinhalt entnommen werden.
Eine zuverlässig arbeitende, gattungsgemäße Arretierungsein
richtung zur Arretierung einer Ballenpresse-Auswurfklappe ist
in der deutschen Patentschrift DE 42 15 639 offenbart. Sie
ist so ausgebildet, daß die Auswurfklappe nahe ihrer ge
schlossenen Stellung an einem freien Ende von einer Lasche
einer Zugstange übergreifbar ist, die im Schließsinne der
Auswurfklappe relativ zum Preßkasten zurückziehbar ist und am
Preßkasten derart arretierbar ist, daß die Auswurfklappe der
Kraft des Pressenstempels standhält. Die Zugstange, die ein
wesentliches Element des Halteorganes ist, ist in einem am
Preßkasten schwenkbar befestigten, zylinderartigen Gehäuse
mechanisch begrenzt verschiebbar geführt. Eine Begrenzung ist
bei geschlossener Auswurfklappe durch Einrasten von am Außen
umfang der Zugstange angeordneten Kugeln in eine in die Boh
rung des Gehäuses eingearbeitete Ausnehmung gegeben. Dadurch
wird die Verschlußstellung festgelegt. Die andere Begrenzung
ist durch Anschlag der ausgefahrenen Zugstange an einer Füh
rungshülse im Gehäuse nahe dessen Ende bestimmt und legt die
Fangstellung fest. In der Zugstange ist an ihrem der Lasche
abgewandten Endbereich ein über einen Motor mit Exzenter be
tätigbarer Stößel angeordnet, der durch den Boden des Gehäu
ses nach außen ragt und durch eine Feder in einer äußeren
Stellung gehalten ist. Der Stößel blockiert in seiner äußeren
Stellung durch eine Außendurchmesservergrößerung die als
Rastelemente wirkenden Kugeln in der Ausnehmung und gibt bei
einer Verstellung entgegen der Kraft der Feder die Kugeln
aus der Ausnehmung zur Bewegung radial nach innen frei, so
daß die Zugstange beweglich wird. Die Kugeln bilden also zu
sammen mit der Ausnehmung und dem Stößel eine Verriegelungs
einrichtung für das Halteorgan. Diese Arretierungseinrichtung
arbeitet sehr zuverlässig, ist jedoch im Aufbau kompliziert
und daher in der Herstellung aufwendig und teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Arretierungseinrichtung zu schaffen, die bei einfachem Aufbau
funktionssicher arbeitet.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Arretie
rungseinrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 vor. Bevor
zugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen ange
geben. Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird durch Bezugnah
me zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
Eine gemäß der Erfindung ausgebildete, gattungsgemäße Arre
tierungseinrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß die Ver
riegelungseinrichtung, die die Verriegelung des Halteorgans
in der Verschlußstellung bewirkt, mindestens eine außerhalb
einer labilen Stellung einseitig wegbegrenzte Schwenkgelenk
einrichtung aufweist, die mindestens einen an dem Halteorgan
angelenkten ersten Hebel und einen mit dem ersten Hebel ge
lenkig verbundenen, behälterfest angelenkten zweiten Hebel
aufweist. Eine derartige Schwenkgelenkeinrichtung ermöglicht
es, mit Hilfe ggf. einfach geformter Bauteile für die Hebel
und Gelenke eine wirkungsvolle, robuste und funktionssichere
Verriegelung bereitzustellen.
Eine Schwenkgelenkeinrichtung dieser Art, die vorzugsweise
eine ebene Verschwenkung ermöglicht und drei oder mehr Ge
lenkachsen aufweisen kann, ist relativ zur labilen Stellung
oder Streckstellung in zwei Richtungen verschwenkbar. Die
eine Richtung ist, zum Beispiel durch einen geeigneten An
schlag, wegbegrenzt und erlaubt nur eine geringe Zusammen
faltung, während eine entgegengesetzte Verschwenkung eine
stärkere Zusammenfaltung erlaubt, die eine Annäherung der
Anlenkpunkte an Halteorgan und Behälter ermöglicht. Diese
Annäherung ermöglicht die Bewegung des Halteorgans zwischen
Verschlußstellung und Fangstellung.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung weist die Schwenkgelenk
einrichtung mindestens einen Kniehebel auf, der außerhalb
seiner labilen Streckstellung einseitig wegbegrenzt, insbe
sondere anschlagbegrenzt ist. Bei einem derartigen Kniehebel
bzw. einer derartigen Kniegelenkanordnung sind der erste und
der zweite Hebel mittels eines Kniegelenkes direkt aneinander
angelenkt. Dies ermöglicht einen besonders einfachen Aufbau
der Schwenkgelenkeinrichtung. Bei einem Kniehebel wird als
Streckstellung diejenige Konfiguration bzw. Relativstellung
seiner Hebel verstanden, bei der die Schwenkachse des Kniege
lenks auf der Verbindungslinie zwischen dem am Halteorgan
vorgesehenen Gelenk des ersten Hebels und dem behälterfesten
Gelenk des zweiten Hebels angeordnet ist. Dieses behälterfe
ste Gelenk kann direkt am Behälter oder an einem gegenüber
dem Behälter festgelegten Gegenelement vorgesehen sein. Die
Streckstellung des Kniegelenkes stellt eine labile Konfigura
tion des Kniegelenkes dar und bestimmt gleichzeitig den Maxi
malabstand zwischen dem halteorganfesten Gelenk und dem be
hälterfesten Gelenk. In der Konfiguration, in der das Kniege
lenk gegenüber der Streckstellung leicht eingeknickt und
durch einen geeigneten Anschlag blockiert ist, ist der Abstand
zwischen behälterfestem Gelenk und halteorganfestem Gelenk
ebenfalls festgelegt. In dieser überdrückten Stellunk
blockiert der Kniehebel selbsttätig, wenn am Kniehebel Kräfte
wirken, die auf eine Abstandsverringerung zwischen behälter
festem Gelenk und halteorganfestem Gelenk zielen. Eine Entar
retierung kann nur durch externen Krafteingriff erfolgen, der
eine Verschwenkung des Kniehebels bis über die Streckstellung
hinaus bewirkt. Ist diese Verschwenkung über den (labilen)
Totpunkt der Kniehebelanordnung durchgeführt, so kann durch
Zusammenklappen der Hebel eine substantielle Abstandsverrin
gerung zwischen gehäusefestem Gelenk und halteorganfestem
Gelenk durchgeführt werden, die eine Bewegung des Halteorgans
aus der Verschlußstellung in die Fangstellung ermöglicht.
Auch diese kann durch einen geeignet positionierten und/oder
ausgebildeten Anschlag mechanisch festgelegt sein.
Ein Anschlag zur Wegbegrenzung der Schwenkhebeleinrichtung
kann sowohl durch ineinandergreifende Abschnitte von Hebeln
gebildet sein, als auch durch mindestens ein externes An
schlagelement, an das mindestens einer der Hebel bei seiner
zwangsgeführten Bewegung anschlägt.
Die Verriegelungseinrichtung kann mit einem einzigen Kniehe
bel oder einer anderen gleichwirkenden Schwenkgelenkeinrich
tung aufgebaut sein. Vorzugsweise weist die Verriegelungs
einrichtung auf jeder Seite des Halteorgans mindestens eine
Schwenkgelenkeinrichtung, insbesondere einen Kniehebel auf,
wobei insbesondere Kniehebel koaxial zueinander auf beiden
Seiten des Halteorgans angeordnet sein können. Hierdurch ist
eine symmetrisch am Halteorgan angreifende Verriegelung mög
lich, durch die Halteorganverdrehungen vermieden werden. Zu
dem bleibt die Verriegelungswirkung auch dann erhalten, wenn
beispielsweise ein Kniehebel aufgrund von Materialversagen
oder dergleichen funktionsunfähig wird, wodurch die Betriebs
sicherheit der Arretierungseinrichtung erhöht wird.
Eine für einen Benutzer besonders sichere Weiterbildung
zeichnet sich dadurch aus, daß eine motorisch betätigbare
Entarretierungseinrichtung zur Entarretierung der Verriege
lungseinrichtung aus der Verschlußstellung (z. B. mit über
drücktem Kniehebel) vorgesehen ist. Der motorische Antrieb
ermöglicht es, beispielsweise mittels eines an beliebiger
Stelle mit Abstand zur Verriegelungseinrichtung angeordneten
Schalters oder dergleichen die Entriegelung einzuleiten.
Eventuell verletzungsträchtige Eingriffe eines Bedieners in
den Bereich der Arretiereinrichtung sind dadurch vermeidbar.
Die Entriegelungseinrichtung kann beispielsweise mindestens
einen Nocken aufweisen, der z. B. derart bezgl. des Kniehebels
angeordnet ist, daß der Kniehebel durch Drehung des Nockens
aus der anschlagbegrenzten Verriegelungsstellung über die
Streckstellung hinaus in eine zusammenklappbare Konfiguration
bewegbar ist. Der mechanische Angriff an der Schwenkgelenk
einrichtung zur Bewegung über den Totpunkt hinaus kann auch
mittels eines Exzenters oder beispielsweise eines keilartigen
Schiebers erreicht werden. Derartige Kraftübertragungselemen
te ermöglichen bei ggf. geringen an ihnen angreifenden Kräf
ten hohe am Kniehebel oder dergleichen angreifende Entarre
tierungskräfte.
Eine bezgl. der Ansteuerung besonders günstige Weiterbildung
sieht vor, daß die Entarretierungseinrichtung durch einen
Schaltimpuls betätigbar ist und/oder daß sie nach Einschal
tung selbsttätig in eine eine selbsttätige Verriegelung der
Schwenkgelenkeinrichtung erlaubende Stellung zurückgeführt
wird. Die Entarretierungseinrichtung ist dadurch automatisch
für eine nächste Freigabe nach einer erneuten Verriegelung
vorbereitet, so daß keine gesonderte Rückstellungeinrichtun
gen erforderlich sind. Diese Vorteile können beispielsweise
dadurch erreicht werden, daß der Nocken oder ein anderes Ent
arretierorgan durch einen Elektromotor ggf. über ein Getriebe
oder ein Gestänge angetrieben wird, wobei der Elektromotor
durch ein Schaltimpuls einschaltbar ist und beispielsweise
mittels eines Endschalters so angesteuert wird, daß ein Ab
trieb des Elektromotors genau eine Drehung ausführt. Nach
dieser ist das Entarretierungsorgan, insbesondere der Nocken,
wieder in seiner Ausgangsstellung.
Das Halteorgan kann jede geeignete Form annehmen und aus
einem oder mehreren zusammenwirkenden Teilen bestehen. Es ist
zweckmäßig so stabil bzw. starr ausgestaltet, daß es den am
Verschlußorgan auftretenden Kräften standhält. Auch die Ein
richtungen zur Lagerung oder Führung des Halteorgans am Be
hälter oder an einem bezgl. des Behälters festgelegten Ele
ment können jede geeignete Form annehmen. Bevorzugt ist das
Halteorgan nach Art einer Zugstange ausgebildet. Es ist
zweckmäßig an einer behälterfesten Führungseinrichtung um
eine Halteorganschwenkachse schwenkbar und entlang einer vor
zugsweise geradlinigen Schwenkachsenbahn linear verschiebbar
geführt. Dies ermöglicht einerseits eine Verschiebungsbewe
gung des Halteorgans, beispielsweise im wesentlichen parallel
zu seiner Längsrichtung. Diese Verschiebungsbewegung kann
beispielsweise beim Übergang zwischen Verschlußstellung und
Fangstellung erfolgen. Außerdem ist eine Schwenkbewegung mög
lich, wie sie beispielsweise zur Freigabe des in der Fang
stellung noch vom Halteorgan gehaltenen Verschlußorgans ge
nutzt werden kann. Eine bevorzugte Kulissenführung wird im
Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Zur weiteren Erhöhung der Bedienungssicherheit kann eine
erste Sicherungseinrichtung vorgesehen sein, die derart aus
gebildet ist, daß bei gelöstem Eingriff zwischen Halteorgan
und Verschlußorgan das Halteorgan nicht in die Verschließ
stellung bzw. Verriegelungsstellung bewegbar ist. Dadurch
wird erreicht, daß eine Verriegelung der Arretierungseinrich
tung nur dann möglich ist, wenn das Halteorgan am Verschluß
organ angreift, wodurch dann auch der Behälter durch das Ver
schlußorgan verschlossen wird. Obwohl diese Sicherung mit
Hilfe elektrischer oder elektromechanischer Aktoren und/oder
Sensoren realisierbar ist, arbeitet die erste Sicherungsein
richtung bevorzugt vollmechanisch, also ausschließlich mit
mechanisch zusammenwirkenden Teilen und ist daher besonders
unanfällig gegen Störungen.
Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß das Halteorgan
zum Eingriff an dem Verschlußorgan mindestens eine maulartige
Aufnahmeöffnung zum Übergreifen eines an dem Verschlußorgan
vorgesehenen Eingriffsabschnittes aufweist und daß die erste
Sicherungseinrichtung mindestens ein beweglich, insbesondere
verschwenkbar am Halteorgan gelagertes Betätigungselement
aufweist, das, vorzugsweise ausschließlich unter dem Einfluß
der Schwerkraft, in eine Betätigungsstellung gezwungen wird,
in der das Betätigungselement teilweise in die Aufnahmeöff
nung hineinragt und durch Eingriff des am Verschlußorgan
vorgesehenen Eingriffsabschnittes in die Aufnahmeöffnung
betätigbar ist. Das Betätigungselement könnte einem elektri
schen Schalter oder dergleichen zugeordnet sein. Es ist je
doch vorzugsweise mechanisch mit mindestens einem Anschlag
element derart gekoppelt, daß das Anschlagelement durch Betä
tigung des Betätigungselementes in eine Anschlagstellung be
wegbar ist, in der durch Anschlag des Anschlagelementes an
einem Gegenelement eine Bewegung des Halteorgans in die Ver
riegelungsstellung, d. h. Verschlußstellung, blockiert ist.
Vorzugsweise ist es so, daß das Betätigungselement und das
Anschlagelement durch ein vorzugsweise einstückiges Bauteil,
insbesondere durch einen einachsig am Halteorgan angelenkten
Schwenkhebel, gebildet sind. Dadurch wird mit einem Minimum
an einfach geformten Bauteilen eine funktionssichere, vollme
chanische erste Sicherungseinrichtung möglich.
Eine Weiterbildung sieht eine vorzugsweise vollmechanisch
arbeitende zweite Sicherungseinrichtung zur Verhinderung der
Abnahme des Halteorgans von dem von ihm gehaltenen Verschluß
organ in der Verschließstellung des Halteorgans vor. Dadurch
kann sichergestellt werden, daß der Eingriff zwischen Halte
organ und Verschlußorgan nur dann gelöst werden kann, wenn
die Arretierungsvorrichtung vorher entriegelt und in die
Fangstellung überführt wurde. Damit ist sichergestellt, daß
das gehaltene Verschlußorgan nicht mehr unter einem Druck
steht, der bei Lösen des Eingriffs zwischen Halteorgan und
Verschlußorgan zu unkontrolliertem Aufspringen des Verschluß
organs und zur Verletzung des Benutzers führen könnte. Vor
zugsweise hat die zweite Sicherungseinrichtung mindestens
ein, vorzugsweise beweglich an dem Halteorgan gelagertes,
Anschlagelement, das in der Verschließstellung des Halteor
gans in einer eine Öffnungsbewegung des Verschlußorgans ver
hindernden Eingriffsstellung mit einem Gegenelement steht
und daß durch Bewegung des Halteorgans zwischen Verschluß
stellung und Fangstellung aus dieser Eingriffsstellung heraus
bewegbar ist. Besonders zweckmäßig ist eine Variante, bei der
das mindestens eine Anschlagelement der ersten Sicherungsein
richtung und das mindestens eine Anschlagelement der zweiten
Sicherungseinrichtung durch das gleiche Anschlagelement ge
bildet werden. Hierdurch wird die Zahl erforderlicher Bautei
le reduziert und ein kostengünstiger Aufbau möglich.
Zur weiteren Erhöhung der Betriebs- und Bediensicherheit ist
bei einer Weiterbildung vorgesehen, daß der Arretierungsein
richtung mindestens ein durch die Arretierungseinrichtung
vorzugsweise mechanisch betätigbarer Sicherheitsschalter zu
geordnet ist, der derart steuerwirksam mit einer beispiels
weise elektrischen oder elektronischen Steuerung einer den
Behälter aufweisenden Vorrichtung zusammenwirkt, daß durch
eine Betätigung des Sicherheitsschalters ein Betrieb der Vor
richtung unterbrochen oder verhindert wird. Der Sicherheits
schalter wird insbesondere dann betätigt, wenn das Halteorgan
aus der Verschlußstellung herausbewegt wird. In diesem Fall
ist es beispielsweise bei Pressen praktisch zwingend, den
Preßvorgang, insbesondere die Verschiebung eines Preßstempels
in Preßrichtung zu verhindern oder abzubrechen und diesen
ggf. zeitverzögert zu entlasten, um auch das Verschlußorgan
von Fremddruck zu entlasten.
Diese Sicherungsfunktion wird bei der bevorzugten Ausfüh
rungsform besonders zuverlässig dadurch erreicht, daß der
Sicherheitsschalter derart ausgelegt ist, daß die Betätigung
des Schalters eine steuerwirksame Öffnung von Schaltkontakten
des Schalters bewirkt. Die Schaltkontakte werden also zwangs
weise voneinander getrennt, sobald die Verriegelungsstellung
bzw. Verschlußstellung verlassen wird. Es wird also ein Öff
nerkontakt für die Ansteuerung der Vorrichtung bzw. für deren
Inaktivierung genutzt. Diese zwangsweise Aufhebung des Berüh
rungskontaktes zwischen den Schalterkontakten bei Schalterbe
tätigung hat große sicherheitstechnische Vorteile. Denn bei
entsprechenden Schließerkontakten, bei denen die Schalterbe
tätigung eine Schließung der Schalterkontakte bewirkt und
dementsprechend ein Berührungskontakt zwischen Schalterkon
takten die Entriegelung der Arretierungsvorrichtung anzeigen
würde, kann es aufgrund von Kontaktverschweißung vorkommen,
daß der Schalter eine Entriegelung anzeigt, obwohl sich die
Arretierungsvorrichtung tatsächlich noch in der verriegelten
Verschlußstellung befindet. Bei einem Öffnerkontakt dagegen
würden im Falle einer Kontaktverschweißung die Kontakte unter
Einwirkung der Schalterbetätigung zwangsweise voneinander ge
trennt.
Die Erfindung betrifft auch einen mit einer erfindungsgemäßen
Arretierungseinrichtung ausgestatteten Behälter, dessen Ab
schlußorgan mittels der Arretierungseinrichtung in der Ver
schlußstellung und der Fangstellung gehalten werden kann,
insbesondere eine Ballenpresse, bei der der Behälter ein mit
einem Preßzylinder ausgestatteter Preßbehälter und das Ver
schlußorgan eine schwenkbar am Preßbehälter gelagerte Aus
wurfklappe ist.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausfüh
rungsform in Verbindung mit den Zeichnungen und den Unteran
sprüchen. Hierbei können die einzelnen Merkmale jeweils für
sich allein oder zu mehreren in Kombination miteinander bei
einer Ausführungsform verwirklicht sein. Ein Ausführungsbei
spiel der Erfindung wird in den Zeichnungen dargestellt und
im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene, schematische
Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungs
form einer erfindungsgemäßen Arretierungsein
richtung, die zur Arretierung einer schwenkbar
gelagerten Auswurfklappe eines Preßbehälters
einer Ballenpresse vorgesehen und auf der
Oberseite des Preßbehälters angebracht ist.
Das Halteorgan der Arretierungseinrichtung ist
in einer Verschlußstellung gezeigt, in der es
mittels eines Kniehebelmechanismus verriegelt
ist.
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Arretierungsvorrich
tung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine der Seitenansicht der Fig. 1 entsprechen
de Seitenansicht der Arretierungsvorrichtung,
bei der das Halteorgan in einer Fangstellung
mit teilweise geöffneter Auswurfklappe gezeigt
ist und
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Halteor
gans nach Abheben des Halteorgans von der Aus
wurfklappe zur Erläuterung der Funktion mecha
nischer Anschlagelemente von Sicherungsein
richtungen.
Eine in Fig. 1 nur mit einem kleinen Ausschnitt dargestellte
Ballenpresse dient zur Herstellung von Preßlingen aus Abfall
produkten, die der Ballenpresse beispielsweise über einen auf
der Oberseite der Ballenpresse fest montierten, nicht gezeig
ten, Dokumentenvernichter zugeführt werden. Die Ballenpresse
umfaßt einen im Querschnitt rechteckigen, horizontal liegen
den Preßbehälter 1, in dem ein hydraulisch betätigbarer Preß
stempel 2 horizontal beweglich geführt ist. Im Bewegungsbe
reich des Preßstempels 2 befindet sich an der Oberseite des
Preßbehälters eine nicht gezeigte Öffnung, durch die das zu
verpressende Material, beispielsweise Papierstreifen und/oder
-partikel aus einem Dokumentenvernichter, in den Preßbehälter
fällt. Das zu verpressende Material wird, sobald durch einen
geeigneten Sensor eine ausreichende Materialmenge angezeigt
ist, durch den in Preßrichtung 3 bewegten Preßstempel 2 in
Richtung einer Auswurföffnung 4 des Preßbehälters gedrückt
und dabei komprimiert. Die Auswurföffnung 4 ist in der in
Fig. 1 gezeigten Verschlußstellung mittels eines Verschlußor
gans in Form einer schwenkbar am unteren Rand der Auswurföff
nung gelagerten Auswurfklappe 5 verschlossen, die im ver
schlossenen Zustand als Gegendruckfläche für die Komprimie
rung des Preßmaterials dient. Der fertiggestellte Preßling
kann nach Öffnung und vollständigem Herunterklappen der Aus
wurfklappe 5 aus der Presse entnommen werden.
Die Auswurfklappe 5 wird durch eine auf der Oberseite des
Pressenbehälters nahe der Auswurfklappe angeordnete Arretie
rungseinrichtung 10 gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert.
Mit Hilfe der Arretierungseinrichtung kann die Auswurfklappe
zum einen in der in Fig. 1 gezeigten Verschlußstellung bzw.
Verriegelungsstellung arretiert werden und zum anderen in der
in Fig. 3 gezeigten Fangstellung gehalten werden, bei der die
Verschlußklappe 5 teilweise geöffnet, aber noch durch die
Arretierungseinrichtung festgehalten wird. Erst nach Lösen
des formschlüssigen Eingriffs zwischen Arretierungseinrichtung
und Auswurfklappe (s. Fig. 4) kann diese vollständig
geöffnet und der Preßling entnommen werden.
Für den Eingriff an der Auswurfklappe weist die Arretierungs
vorrichtung ein Halteorgan 11 auf, das nach Art einer Zug
stange ausgebildet ist und an seinem freien Ende eine maular
tige Aufnahmeöffnung 12 aufweist, mit der ein an der Oberkan
te der Auswurfklappe 5 vorgesehener Eingriffsabschnitt in
Form eines Querbügels 13 übergreifbar ist. In der in den
Fig. 1 und 3 gezeigten Eingriffsstellung ist die Auswurf
klappe 5 gegen vollständiges Öffnen formschlüssig gesichert
und der Bügel 13 wird aufgrund einer zur Presse hin gerichte
ten Schrägstellung der Nut 12 bei in Öffnungsrichtung der
Klappe wirkenden Kräften selbsttätig fester in die Nut ein
gepreßt.
Auf Seiten des Behälters 1 ist ein massiver, gekrümmter Zug
stangenabschnitt des Halteorgans 11 im Bereich einer Kulis
senführung 15 gelenkig mit dem Behälter bzw. mit an der Ober
seite des Behälters fest angebrachten Führungseinrichtungen
verbunden. Hierzu wird das behälterseitige Ende des Halteor
gans von einer horizontal quer zur Halteorgan-Längsrichtung
verlaufenden zylindrischen Welle 16 durchgriffen, deren aus
dem Halteorgan herausragenden freien Enden drehbar in Gleit
elementen in Form von quadratischen Kulissenelementen 17 ge
lagert sind. Die Kulissenelemente 17 greifen bei zusammenge
bauter Vorrichtung in Linearführungen 18 ein, die durch zwei
in einem Lagerbock 19 der Vorrichtung 10 vorgesehene, hori
zontal verlaufende und einander zugewandte Rechtecknuten be
grenzter Länge gebildet sind (Fig. 2). Durch diese Anordnung
wird erreicht, daß das Halteorgan einerseits um die durch die
Welle 16 definierte Halteorganschwenkachse 20 auf und ab ver
schwenkbar und andererseits in den Linearführungen 18 entlang
einer geradlinigen Schwenkachsenbahn wegbegrenzt linear ver
schiebbar ist. Die Linearbewegung erlaubt die Halteorganver
stellung zwischen Verschlußstellung (Fig. 1) und Fangstellung,
während die Schwenkbewegung im wesentlichen zum Her
stellen bzw. zum Lösen des Eingriffs zwischen Halteorgan und
Auswurfklappe dient (Fig. 4).
Um eine zuverlässige Verriegelung der durch das Halteorgan
gehaltenen Auswurfklappe in ihrer geschlossenen Stellung
(Fig. 1) zu gewährleisten, weist die Arretierungseinrichtung
10 eine Verriegelungseinrichtung 25 auf, die das Halteorgan
derart auszugssicher in der in Fig. 1 gezeigten Verriege
lungsstellung arretiert, daß auch bei großen, an der Auswurf
klappe auftretenden und in Öffnungsrichtung wirkenden Kräf
ten, beispielsweise beim Zusammenpressen des Materials, eine
selbsttätige Öffnung der Auswurfklappe verhindert wird. Die
Verriegelungseinrichtung 25 umfaßt zwei achsgleiche Kniehebel
26, 27, die so an gegenüberliegenden Seiten des Halteorgans
angeordnet sind, daß dieses symmetrisch zwischen Kniehebeln
liegt und gegenüber diesen um die Halteorganschwenkachse 20
auf und ab verschwenkbar ist. Ein Kniehebel im Sinne dieser
Anmeldung ist ein Mechanismus, der aus zwei einarmigen, durch
ein Gelenk (Kniegelenk) untereinander verbundenen Hebeln be
steht, die an ihren dem gemeinsamen Gelenk abgewandten Enden
ebenfalls gelenkig gelagert sind. Jeder der Kniehebel 26, 27
hat einen am Halteorgan angelenkten ersten Hebel 28 bzw. 29,
wobei die ersten Hebel jeweils zum Hindurchführen der Welle
16 vorgesehene Öffnungen aufweisen und im zusammengebauten
Zustand zwischen Halteorgan und dem jeweiligen Kulissenele
ment 17 auf der Welle 16 angeordnet sind. Dadurch sind die
ersten Hebel 28 bzw. 29 gegenüber dem Halteorgan um die Achse
20 verschwenkbar. Jeder Kniehebel hat weiterhin einen zweiten
Hebel 30 bzw. 31, der behälterfest um eine parallel zur Achse
20 ausgerichtete, behälterfeste Achse 32 verschwenkbar gela
gert ist. Die ersten und zweiten Hebel sind jeweils über
Kniegelenke 33 bzw. 34 aneinander angelenkt und um eine pa
rallel zu den Achsen 20 und 32 verlaufende Kniegelenkachse
35 verschwenkbar.
Jeder der Kniehebel 26, 27 besitzt eine labile Streckstel
lung, in der die Gelenkachsen 20, 35 und 32 auf einer in Fig.
1 mit Bezugszeichen 36 gekennzeichneten, gemeinsamen Linie
bzw. in einer gemeinsamen Ebene liegen. Eine Zusammenfaltung
des Kniehebels der Art, daß sich die Kniegelenkachse 35 in
Richtung Preßbehälter, d. h. nach unten, bewegt, wird durch
einen Anschlag 37 so begrenzt, daß im Anschlagzustand die
Kniegelenkachse 35 geringfügig außerhalb der gemeinsamen
Ebene 36 in Richtung Preßbehälter versetzt liegt. In dieser
überdrückten Anschlagstellung ist durch den auf der Obersei
te des Behälters 1 befestigten, blockartigen Anschlag der
Abstand der Achsen 20 und 32 entlang der Linie 36 festgelegt.
Durch eine in Zugrichtung 38 am Halteorgan angreifende Kraft,
die beispielsweise durch einen unter dem Druck des Stempels 2
auf die Innenseite der Klappe 5 wirkenden Preßling erzeugt
wird, wird lediglich die durch das Kniegelenk auf den An
schlag 37 ausgeübte Kraft erhöht, ohne daß dadurch die Ver
riegelung in der in Fig. 1 gezeigten Verschlußstellung auf
hebbar wäre. Dagegen ermöglicht eine Kniehebelstellung der
in Fig. 3 gezeigten Art, bei der die Kniegelenkachse 35 auf
der dem Anschlag 37 abgewandten Seite der Linie 36 liegt, ein
Zusammenklappen der Kniehebel derart, daß die Kulissenelemen
te 17 in ihren Führungen 18 in Klappenöffnungsrichtung ver
schiebbar werden. Diese Herausbewegung des Halteorgans bis in
die in Fig. 3 gezeigte Fangstellung ist zum einen durch die
begrenzte Länge der Linearführung 18 wegbegrenzt, um nur
einen gewissen, spitzen Öffnungswinkel der Auswurfklappe 5
zuzulassen. Bei der gezeigten Ausführungsform wird die Aus
wärtsbewegung des Halteorgans durch Auftreffen eines An
schlagabschnittes 39 des dem Betrachter von Fig. 3 zugewand
ten ersten Hebels 28 und des nicht sichtbaren ersten Hebels
29 an den Anschlagklotz 37 begrenzt. Dadurch werden die
Linearführungen 18 sowie die Kulissenelemente 17 entlastet
und müssen die Anschlagkräfte nicht aufnehmen.
Die in Fig. 1 gezeigte Verriegelung in der Verschlußstellung
ist durch am Halteorgan 11 angreifende Kräfte nicht zu lösen.
Eine kurz vor Erreichen der Verriegelungsstellung am ersten
Hebel 28 angreifende Blattfeder 39 sorgt dafür, daß auch ohne
in Zugrichtung 38 wirkende Kräfte der Verriegelungsmechanis
mus 25 in die Blockierstellung mit überdrückten Kniehebeln
und Anlage am Klotz 37 vorgespannt ist. Außerdem wird durch
die Blattfeder im Endstadium des Schließvorgangs ein elasti
scher Widerstand erzeugt, der dem Bediener ein gutes künstli
ches Gefühl beim Schließen der Auswurfklappe vermittelt. Zur
Aufhebung der Blockierung der anschlagbegrenzt überdrückten
Kniehebel 26, 27 ist eine motorisch betätigbare Entarretie
rungseinrichtung 45 vorgesehen. Diese Entriegelungseinrich
tung umfaßt einen unterhalb der Kniehebel angeordneten
Schwenknocken 46, der um eine parallel zu den Achsen 20, 35
und 32 ausgerichtete Nockenachse 47 winkelbegrenzt ver
schwenkbar ist und so breit bemessen ist, daß er auf beide
Kniehebel wirkt. Dabei ist der Nocken so bemessen und ange
ordnet, daß eine Drehung des Nockens um beispielsweise ca. 30
-40° im Uhrzeigersinn ausreicht, um die Kniegelenke aus
ihrer in Fig. 1 gezeigten Überdrückungsstellung mit Kontakt
zum Anschlag 37 herauszubewegen und die Kniegelenkachse 35 so
über die Streckstellung (Linie 36) bzw. den Totpunkt der
Kniehebelanordnung hinwegzubewegen, daß diese durch Zugkraft
in Richtung 38 zusammenfaltbar wird (Fig. 3).
Die beschriebene Nockenbewegung wird mit Hilfe eines Elektro
motors 48 herbeigeführt, der über ein Getriebe 49, einen an
der Abtriebsachse des Getriebes 49 angeordneten Drehhebel 50,
eine am freien Ende des Drehhebels über ein Kugelgelenk 51
angeordnete Stange 52 und einen gelenkig mit dem Ende der
Stange 52 verbundenen, drehfest am Nocken angebrachten Hebel
53 kraftübertragend mit dem Nocken gekoppelt ist. Die Kopp
lung ist dabei durch Dimensionierung und Anordnung der kraft
übertragenden, starren Elemente zueinander so ausgelegt, daß
eine volle Umdrehung des Drehhebels 50 zu einer auf einen
Gesamtverschwenkungswinkel von beispielsweise 20-30° be
grenzten Hin- und Herbewegung des Nockens 46 aus der in
Fig. 1 gezeigten tiefsten Stellung in eine Ausdrückstellung
(Fig. 3) und von dort zurück zur tiefsten Stellung bewirkt.
Hierzu kann beispielsweise der durch einen Scheibenwischer
motor gebildete Elektromotor 48, ausgehend von der in Fig. 1
gezeigten Grundstellung, durch einen Schaltimpuls der Maschi
nensteuerung in Gang gesetzt werden. Nach einer vollen Dre
hung erreicht das Kugelgelenk 51 wieder die in Fig. 1 gezeig
te Ausgangsstellung und betätigt dabei einen Endschalter 54,
der die Drehbewegung des Elektromotors 48 beendet. Dadurch
wird der Schwenknocken 46 nach jeder Entarretierung des Hal
teorgans 11 automatisch wieder in eine Ausgangslage zurückge
setzt, die eine erneute Arretierung mit Überdrückung des
Kniehebels bis zum Anschlag 37 erlaubt.
Der sehr einfach aufgebauten, robusten und funktionssicheren
Arretierungseinrichtung 10 sind diverse im Aufbau einfache
und wirkungsvolle Sicherungseinrichtungen zugeordnet, die
einen Betrieb der Arretierungseinrichtung nur in der vorgese
henen und für einen Benutzer absolut ungefährlichen Weise
sicherstellen. So ist durch eine vollmechanische zweite Si
cherungseinrichtung gewährleistet, daß bei der in Fig. 1 ge
zeigten Verriegelungsstellung des Halteorgans bzw. der Arre
tierungseinrichtung das Halteorgan nicht außer Eingriff mit
dem gehaltenen Verschlußorgan 5 gebracht werden kann. Hierzu
sind im Bereich des freien Endes des Halteorgans 11 oberhalb
der Aufnahmenut 12 und gegenüber dieser in Öffnungsrichtung
3ß nach vorne versetzt zwei Anschlagelemente 60, 61 um eine
gemeinsame Anschlagelementachse 62 verschwenkbar angelenkt.
Die Länge der stangenförmigen Anschlagelemente ist so bemes
sen, daß diese bei der in Fig. 1 gezeigten, eingerückten
Verriegelungsstellung des Halteorgangs durch entsprechende
Öffnungen in der Vorderwand 63 einer die Mechanik umgebenden
Abdeckung 64 in das Innere der Abdeckung hineinragen. Die
Öffnungen 65 sind so bemessen, daß bei einer Aufwärtsbewegung
des Halteorgans sich die Anschlagelemente in den Öffnungen
verkeilen würden und auf diese Weise eine vollständige Frei
gabe der Auswurfklappe 5 verhindert würde.
Die Anschlagelemente 60, 61 haben eine weitere Funktion im
Zusammenhang mit einer vollmechanischen ersten Sicherungsein
richtung, die dafür sorgt, daß das Halteorgan 11 nicht in die
in Fig. 1 gezeigte Verriegelungsstellung bzw. Verschlußstel
lung gebracht werden kann, wenn sich das Halteorgan nicht in
Eingriff mit der Auswurfklappe 5 bzw. dem Bügel 13 befindet.
Hierzu ist die Anschlagelementschwenkachse 62 so in Bezug
auf die Aufnahmenut 12 angeordnet, daß ein vollständig an
schlagbegrenzt nach unten geschwenktes Anschlagelement (s.
Fig. 4) mit einem Betätigungsabschnitt 66 in den Bereich der
Aufnahmeöffnung 12 hineinragt. In diese Anschlagstellung be
wegen sich die Anschlagelemente ausschließlich unter Einwir
kung von Schwerkraft selbsttätig, sobald das Halteorgan ein
Stück weit vom Bügel 13 abgehoben wird. Ist das Halteorgan,
wie in Fig. 4 gezeigt, vollständig vom Bügel 13 abgehoben und
dadurch die Klappe 5 freigegeben, so stehen die Anschlagele
mente 60, 61 in den Bereich unterhalb der Zugstange vor und
werden beim Zurückschieben des Halteorgans in Richtung Sperr
stellung an der Vorderwand 63 anschlagen und dadurch ein
vollständiges Einrücken des Halteorgans in die Verriegelungs
stellung verhindern.
Durch die einfach aufgebauten, verschwenkbaren Anschlagele
mente 60, 61 sind demnach bei einfachstem Aufbau zwei bezgl.
der Aufgabe unterschiedliche Sicherungseinrichtungen geschaf
fen, die die Betriebssicherheit der Arretierungseinrichtung
erhöhen.
Eine weitere Sicherungseinrichtung betrifft das Zusammenwir
ken der beschriebenen, vollmechanisch zusammenwirkenden Teile
der Arretierungseinrichtung mit einer Maschinensteuerung der
Ballenpresse. Diese Sicherung umfaßt einen Sicherheitsschalter
70, der innerhalb der Abdeckung 64 angeordnet und bei
spielsweise über eine geeignete Halterung fest mit dem Lager
bock 19 verbunden sein kann. Der Sicherheitsschalter umfaßt
einen Schalterhebel 71, an dessen freiem Ende eine Rolle 72
angebracht ist, die zum Zusammenwirken mit einer einstückig
mit dem zweiten Hebel 31 ausgebildeten Steuerkurve 73 ausge
bildet ist. Der Hebel 71 wirkt auf einen in Richtung einer
Außenstellung federbelasteten Schalterstift 74, der auf
Schaltkontakte im Inneren des Gehäuses des Sicherheitsschal
ters wirkt.
Die räumliche Anordnung zwischen Schalter und Steuerkurve 73
ist dabei so, daß in der in Fig. 1 gezeigten Verriegelungs
stellung, in der der die Steuerkurve aufweisende zweite Hebel
31 auf dem Anschlag 37 aufliegt, der Schalterstift 74 eine
Außenstellung einnimmt, bei der die mit dem Schalterstift ge
koppelten Schaltkontakte geschlossen sind. Die Schließstel
lung der Kontakte zeigt der Steuerung an, daß die Auswurf
klappe 5 geschlossen und verriegelt ist. Wird nun mit Hilfe
der Entarretierungseinrichtung 45 eine Entriegelung vorgenom
men, so bewegt sich die Steuerkurve aus der in Fig. 1 gezeig
ten unteren Stellung in die in Fig. 3 gezeigte angehobene
Stellung, wodurch der Schalthebel 71 in Richtung Schaltstift
74 verschwenkt und dieser dadurch eingedrückt wird. Dadurch
werden die mit dem Schalterstift gekoppelten Schaltkontakte
zwangsweise geöffnet. Die Öffnungsstellung dient der ange
schlossenen Vorrichtungssteuerung als Anzeige, daß die Arre
tierungseinrichtung entriegelt ist und führt bei der gezeig
ten Ballenpresse zur Inaktivierung der Presse bzw. zum Ab
schalten des Stempelvorschubes sowie zu einem zeitversetzten
leichten Zurückziehen des Pressenstempels 2. Die vorteilhafte
Ausgestaltung, daß eine Kontaktöffnung zur Inaktivierung
führt, stellt sicher, daß beispielsweise auch in Fällen von
Kontaktverschweißung der Schaltkontakte die Öffnungsstellung
und damit die eine mögliche Gefahr für den Benutzer anzeigen
de Schaltstellung der Sicherheitsschaltung auf jeden Fall
eingenommen wird, sobald die Arretierungseinrichtung entarre
tiert ist.
Die Arretierungseinrichtung kann nach folgendem Verfahren
arbeiten. Im Preßbetrieb der Ballenpresse fällt geschredder
tes Papier von oben in den Preßbehälter der Ballenpresse und
wird mit dem Hydraulikstempel 2 zu einem Ballen verpreßt. Der
gepreßte Papierballen steht unter Druck, der von innen auf
die Auswurfklappe 5 wirkt. Beim ungesicherten Öffnen der Aus
wurfklappe könnte dieser Druck dazu führen, daß die Auswurf
klappe explosionsartig mit hoher Energie aufspringt.
Zur Vermeidung dieses Aufspringens und zur Sicherung der Aus
wurfklappe dient die auch als Klappenverschluß bezeichnete
Arretierungseinrichtung 10. Nach Drücken und Halten einer
(nicht gezeigten) Stop-Taste beendet zunächst die Maschinen
steuerung den Vorschub des Hydraulikstempels 2. Dieser wird
geringfügig zurückgefahren, wodurch eine Druckentlastung der
Auswurfklappe eintritt. Danach, etwa 2 Sekunden nach Drücken
dieser Stop-Taste, wird durch Ansteuerung des Getriebemotors
48, 49 die Entarretierungseinrichtung in Gang gesetzt, wobei
sich der Drehhebel 50 um eine volle Umdrehung dreht, bis die
Bewegung des Motors 48 über den Endschalter 54 abgeschaltet
wird. Bei der Drehbewegung wird über das die Stange 52 umfas
sende Gestänge der Nocken 46 in Öffnungsrichtung (im Uhrzei
gersinn) verdreht, drückt dabei von unten auf den in der Ver
riegelungsstellung (Fig. 1) noch überdrückten Kniehebelmecha
nismus und bewegt diesen über die Streckstellung bzw. ihren
Totpunkt hinaus in eine zusammenklappbare Stellung, die eine
Vorwärtsbewegung des Halteorgans 11 in Öffnungsrichtung 38
ermöglicht. Die so freigegebene Hebelmechanik kann sich nun
mehr in ihren seitlichen Führungen 18 nach vorne bewegen und
die Auswurfklappe teilweise öffnen.
Nach einem Verschiebungsweg von ca. 2-5 cm in Öffnungsrich
tung 38 treffen die ersten Hebel 28, 29 an den Anschlag 37,
der die Fangstellung bestimmt. Dadurch wird ein explosionsar
tiges Öffnen der Klappe verhindert. Zum Öffnen der Klappe 5
von Hand muß der komplette Verschluß bzw. das Halteorgan 11
angehoben werden, bis der Bügel 13 vollständig aus der Auf
nahmeöffnung 12 herausgerutscht ist. Damit wird die Auswurf
klappe zum vollständigen Öffnen frei.
Damit der komplette Verschluß bei geschlossener Klappe
(Fig. 1) nicht angehoben werden kann, sind die in der Verrie
gelungsstellung etwa parallel zum Halteorgan ausgerichteten
Anschlagelemente 60, 61 vorgesehen, die ein Anheben durch
formschlüssigen Eingriff in die Abdeckung 64 verhindern. Die
beiden Anschlagelemente 60, 61 verhindern auch, daß der kom
plette Verschluß ohne Einrastung der Tür 5 in das Halteorgan
nach hinten in die Verriegelungsstellung gebracht werden
kann (Fig. 4).
Durch die Erfindung ist also eine äußerst wirksame, vollstän
dig funktionssichere und einfach aufgebaute Arretierungsvor
richtung geschaffen, die einen gefahrlosen Betrieb einer Bal
lenpresse ermöglicht.
Claims (14)
1. Arretierungseinrichtung zur Arretierung eines Verschluß
organes für einen Behälter, insbesondere zur Arretierung
einer schwenkbar gelagerten Auswurfklappe eines Preßbe
hälters einer Ballenpresse, die Arretierungseinrichtung
mit mindestens einem zum lösbaren Eingriff an dem Ver
schlußorgan ausgebildeten, beweglich gelagerten Halteor
gan sowie mit Führungseinrichtungen zur mechanisch be
grenzten Führung des Halteorgans zwischen einer Ver
schlußstellung und einer Fangstellung, wobei in der Ver
schlußstellung das in Eingriff mit dem geschlossenen
Verschlußorgan stehende Halteorgan durch eine Verriege
lungseinrichtung derart verriegelt ist, daß das Ver
schlußorgan durch das daran angreifende Halteorgan gegen
selbsttätige Öffnung gesichert ist und wobei in der
Fangstellung das Verschlußorgan teilweise geöffnet und
durch das Halteorgan gehalten ist und das Verschlußorgan
durch Lösen des Eingriffs zwischen Halteorgan und Ver
schlußorgan zur vollständigen Öffnung freigebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung
(25) mindestens eine außerhalb einer labilen Stellung
einseitig wegbegrenzte Schwenkgelenkeinrichtung (26, 27)
aufweist, die mindestens einen an dem Halteorgan (11)
angelenkten ersten Hebel (28, 29) und mindestens einen
mit dem ersten Hebel gelenkig verbundenen, behälterfest
angelenkten zweiten Hebel (30, 31) aufweist.
2. Arretierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwenkgelenkeinrichtung mindestens
einen außerhalb einer Streckstellung einseitig anschlag
begrenzten Kniehebel (26, 27) aufweist, der einen an dem
Halteorgan angelenkten ersten Hebel (28, 29) und einen
über ein Kniegelenk (33, 34) gelenkig mit dem ersten He
bel verbundenen, behälterfest angelenkten zweiten Hebel
(30, 31) aufweist.
3. Arretierungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß auf jeder Seite des Halteorgans (11)
eine Schwenkeinrichtung, insbesondere ein Kniehebel (26,
27) vorgesehen ist.
4. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorzugsweise
motorisch betätigbare Entarretierungseinrichtung (45)
zur Entarretierung der Verriegelungseinrichtung aus der
Verschlußstellung vorgesehen ist, vorzugsweise mit min
destens einem Betätigungsorgan, insbesondere einem
Nocken (46), das derart ausgebildet ist, daß die
Schwenkgelenkeinrichtung, insbesondere der mindestens
eine Kniehebel (26, 27), durch Bewegung des Betätigungs
organs, insbesondere durch Drehung des Nockens (46), aus
einer anschlagbegrenzten Verriegelungsstellung über die
labile Stellung hinweg in eine zusammenklappbare Konfi
guration bewegbar ist.
5. Arretierungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Entarretierungseinrichtung (45) durch
einen Schaltimpuls aktivierbar ist und/oder daß die Entarretierungseinrichtung
nach Einschaltung selbsttätig in
eine eine Verriegelung der Schwenkgelenkeinrichtung er
laubende Ausgangsstellung zurückkehrt.
6. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzugsweise
nach Art einer Zugstange ausgebildete Halteorgan (11) an
einer behälterfesten Führungseinrichtung um eine Halte
organschwenkachse (20) schwenkbar und entlang einer vor
zugsweise geradlinigen Schwenkachsenbahn linear ver
schiebbar geführt ist, wobei vorzugsweise das Halte
organ (11) an mindestens einem mittels einer Linearfüh
rung (18) der Führungseinrichtung linear geführten
Gleitorgan (17) schwenkbar gelagert ist.
7. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine vorzugs
weise vollmechanische erste Sicherungseinrichtung auf
weist, die derart ausgebildet ist, daß bei gelöstem Ein
griff zwischen Halteorgan (11) und Verschlußorgan (5)
das Halteorgan nicht in die verriegelbare Verschlußstel
lung bewegbar ist.
8. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteorgan
(11) zum formschlüssigen Eingriff an dem Verschlußorgan
mindestens eine maulartige Aufnahmeöffnung (12) zum
Übergreifen eines an dem Verschlußorgan vorgesehenen
Eingriffsabschnittes (13) aufweist, wobei vorzugsweise
die erste Sicherungseinrichtung mindestens ein beweg
lich, insbesondere verschwenkbar an dem Halteorgan (11)
gelagertes Betätigungselement (66) aufweist, das, vor
zugsweise ausschließlich aufgrund von Schwerkraft, in
eine Betätigungsstellung gezwungen ist, in der das Betä
tigungselement teilweise in die Aufnahmeöffnung (12)
derart hineinragt, daß es durch Eingriff des Eingriffsabschnittes
(13) in die Aufnahmeöffnung (12) betätigbar
ist.
9. Arretierungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Betätigungselement (66) mechanisch mit
mindestens einem Anschlagelement (60, 61) derart gekop
pelt ist, daß das Anschlagelement in der Betätigungs
stellung des Betätigungselementes in eine Anschlagstel
lung bewegt ist, in der durch Anschlag des Anschlagele
mentes an einem Gegenelement (63) eine Bewegung des Hal
teorgans in die Verschlußstellung blockiert ist.
10. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorzugsweise
vollmechanische zweite Sicherungseinrichtung zur Verhin
derung eines Lösens des Halteorgans (11) von dem Ver
schlußorgan (5) in der Verschlußstellung des Halteorgans
vorgesehen ist, wobei die zweite Sicherungseinrichtung
vorzugsweise mindestens ein Anschlagelement (60, 61)
aufweist, das in der Verschlußstellung des Halteorgans
(11) in einer eine Öffnungsbewegung verhindernde Ein
griffsstellung mit einem Gegenelement (63) steht und
durch Bewegung des Halteorgans aus der Verschlußstellung
heraus aus der Eingriffsstellung heraus bewegbar ist.
11. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Halteorgan
mindestens ein vorzugsweise in Form eines einachsigen
Schwenkhebels ausgebildetes Anschlagelement (60, 61) an
gelenkt ist, das durch Betätigung bzw. Freigabe des Be
tätigungselementes (66) verschwenkbar ist, wobei vor
zugsweise das Betätigungselement durch einen Abschnitt
(66) des Anschlagelementes (60, 61) gebildet wird.
12. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Sicherungseinrichtung
und die zweite Sicherungseinrichtung
mindestens ein gemeinsames Bauteil aufweisen, wobei
vorzugsweise das mindestens eine Anschlagelement (60,
61) der ersten Sicherungseinrichtung und der zweiten
Sicherungseinrichtung zugeordnet ist.
13. Arretierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ihr mindestens
ein durch die Arretierungseinrichtung vorzugsweise
mechanisch betätigbarer, elektrischer Sicherheitsschal
ter zugeordnet ist, der derart steuerwirksam mit einer
Steuerung einer den Behälter aufweisenden Vorrichtung,
insbesondere einer Ballenpresse, zusammenwirkt, daß bei
Betätigung des Sicherheitsschalters (70) ein Betrieb der
Vorrichtung unterbrochen oder verhindert ist, wobei der
Sicherheitsschalter vorzugsweise derart ausgebildet ist,
daß durch Betätigung des Sicherheitsschalters eine steu
erwirksame Öffnung von Schaltkontakten bewirkt wird.
14. Ballenpresse, insbesondere zum Pressen von durch minde
stens einen Dokumentenvernichter bereitstellbarem Preß
material, die Ballenpresse mit mindestens einem Preßbe
hälter, an dem eine Auswurfklappe schwenkbar gelagert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Arretierung der
Auswurfklappe (5) in einer Verschlußstellung und einer
Fangstellung eine Arretierungseinrichtung (10) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000107677 DE10007677A1 (de) | 2000-02-19 | 2000-02-19 | Arretierungseinrichtung für ein Verschlußorgan eines Behälters, insbesondere für eine Auswurfklappe einer Ballenpresse |
| EP01103417A EP1125726A3 (de) | 2000-02-19 | 2001-02-14 | Arretierungseinrichtung für ein Verschlussorgan eines Behälters, insbesondere für eine Auswurfklappe einer Ballenpresse |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000107677 DE10007677A1 (de) | 2000-02-19 | 2000-02-19 | Arretierungseinrichtung für ein Verschlußorgan eines Behälters, insbesondere für eine Auswurfklappe einer Ballenpresse |
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Country Status (2)
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Owner name: MARTIN YALE INTERNATIONAL GMBH, 88677 MARKDORF, DE |
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