DE10007465A1 - Lenksäulenmodul - Google Patents
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Abstract
Ein Lenksäulenmodul für ein Kraftfahrzeug, bestehend aus einer Lenksäulensperreinrichtung 13 und zumindest einem weiteren Funktionsmodul 18, 19 sowie mit Mitteln zum Befestigen des Lenksäulenmoduls 1 an dem Mantelrohr 7 einer Lenksäule 4, ist dadurch bestimmt, daß das Lenksäulenmodul 1 eine untere, an dem Mantelrohr 7 der Lenksäule 4 befestigbare, in einer Ebene quer zur Längsachse der Lenksäule 4 angeordnete und die Lenkspindel 3 einschließende Tragschale 2 aufweist, die die untere Begrenzung eines die Lenksäulensperreinrichtung 13 enthaltenden Schloßraumes 12 definiert, welcher Schloßraum 12 oberseitig durch eine weitere, sich auf der unteren Tragschale 2 abstützenden Oberschale 11 und in radialer Richtung durch eine zumindest an einer der beiden Schalen 2 bzw. 11 angeformten Außenwand 8 begrenzt ist, wobei die Oberschale 11 Träger für das zumindest eine weitere Funktionsmodul 18, 19 ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Lenksäulenmodul für ein Kraftfahrzeug beste
hend aus einer Lenksäulensperreinrichtung und zumindest einem weite
ren Funktionsmodul sowie mit Mitteln zum Befestigen des Lenksäulenmo
duls an dem Mantelrohr einer Lenksäule.
Lenksäulenmodule bei Kraftfahrzeugen bestehen in der Regel aus mehre
ren einzelnen Funktionsmodulen, wie beispielsweise Lenkstockschaltern,
einer Wickelfederkassette, einer Lenkwinkelsensoreinrichtung oder der
gleichen. Diese Funktionsmodule sind in unterschiedlichen Ebene über
einander in axialer Richtung der Lenksäule, diese umgebend angeordnet.
Am Mantelrohr der Lenksäule ist ferner eine Lenksäulensperreinrichtung -
ein sogenanntes Lenkradschloß - befestigt. Bei vorbekannten Lenksäu
lenmodulen mit einer Vielzahl von Funktionsmodulen wird üblicherweise
das Lenksäulenmodul selbst an dem Mantelrohr der Lenksäule festge
setzt. Zusätzlich erfolgt eine Befestigung des Schloßkörpers der Lenk
säulensperreinrichtung am Mantelrohr.
Es ist ein weiteres Lenksäulenmodul bekannt geworden, bei dem der
Schloßkörper des Lenkradschlosses als Träger für ein Funktionsmodul
dient.
Die Lenksäulensperreinrichtung ist eine diebstahlrelevante Einheit, die
zum Erhöhen der Diebstahlsicherheit des Fahrzeuges gegenüber einem
unbefugten manipulativen Eingriff in einem Schloßkörper aufgenommen
ist. Eine solche Lenksäulensperreinrichtung besteht aus einem Riegel
glied, das in seiner Verriegelungsstellung zum Blockieren der Drehbewe
gung der Lenkspindel in eine in die Lenkspindel eingebrachte Riegelauf
nahme eingreift. Als Riegelglied ist üblicherweise ein nach Art eines
Schließbolzens ausgebildeter Riegel vorgesehen, der in radialer Richtung
zur Drehachse der Lenkspindel verschieblich angeordnet ist. Der Lenk
säulensperreinrichtung ist ferner eine Betätigungseinrichtung zugeordnet,
mit der der Riegelbolzen betätigbar ist, d. h. mit der der Riegelbolzen aus
seiner in die Lenkspindel eingreifenden Verriegelungsstellung in seine
eine Drehbewegung der Lenkspindel freigebende Stellung verschiebbar
ist. Die Betätigungseinrichtung kann mechanisch realisiert sein, wie dies
bei herkömmlichen Lenksäulensperreinrichtungen der Fall ist, bei denen
eine Entriegelung der Lenkspindel durch Drehen des Zündschlüssels im
Schließzylinder erfolgt. Bei einer derartigen mechanischen Kopplung zwi
schen der Drehachse des Zündschlüssels und der Verschiebebewegung
des Riegelbolzens ist die Längsachse des Riegelbolzens entweder recht
winklig zur Drehachse des Zündschlüssels oder mit dieser fluchtend an
geordnet. Dies bedingt eine schräge bzw. winklige Anordnung des Rie
gelbolzens zur Längsachse der Lenkspindel.
Der das Riegelglied einschließende Schloßkörper ist stabil ausgebildet,
um als mechanisch wirksame Sperre einen direkten Zugriff auf das Rie
gelglied zu verhindern bzw. zu behindern. Der Schloßkörper ist ein zylin
drischer Ringkörper aus Metall, der aufgrund seiner komplizierten Form
gebung im Wege eines Gußverfahrens hergestellt wird und der unmittel
bar das Riegelglied bzw. seine Führung aufnimmt. Um eine Demontage
der Lenksäulensperreinrichtung zur erschweren, ist der Schloßkörper ein
stückig, damit ein manipulativer Zugriff auf das Riegelglied nicht durch
Ausbilden einer Schwächezone, die durch die Verbindung mehrerer
Schloßkörperteile zur Ausbildung des Schloßkörpers vorhanden wären,
erleichtert ist. Der aus Zinkdruckguß hergestellte Schloßkörper vermag
jedoch einem Angriff mit einem Kältemittel, beispielsweise einem Kälte
spray nicht die notwendige Widerstandsfähigkeit entgegen zu setzen. Oh
ne weiteres kann der Schloßkörper im tiefgekühlten Zustand zerstört wer
den, so daß der Zugang zu dem Riegelglied frei ist und in einem solchen
Fall das Fahrzeug lenkbar gemacht werden kann. Das Fahrzeug kann
somit von einem unberechtigten Nutzer auch weggefahren werden.
Um eine solche Lenksäuensperreinrichtungsmanipulation zur erschweren,
sind zum Teil Schloßkörper eingesetzt worden, die eine übermäßige Dicke
zur Panzerung der Lenksäulensperreinrichtung bzw. seines Riegelgliedes
samt Führung aufweisen. Eine solche Maßnahme hat jedoch zur Folge,
daß der Schloßkörper nicht nur aufwendig in seiner Herstellung ist, son
dern auch ein größeres Gewicht aufweist sowie einen größeren Einbau
raum benötigt. Dies ist jedoch unerwünscht.
Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung
daher die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes gattungsgemäßes
Lenksäulenmodul dergestalt weiter zu bilden, daß ein besserer Schutz der
Lenksäulensperreinrichtung gewährleistet ist, ohne daß zu diesem Zweck
ein größerer Einbauraum in axialer Richtung der Lenksäule benötigt wer
den oder diese sich durch ein übermäßiges Gewicht auszeichnen würde.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Lenksäu
lenmodul eine untere, an dem Mantelrohr der Lenksäule befestigbare, in
einer Ebene quer zur Längsachse der Lenksäule angeordnete und die
Lenkspindel einschließende Tragschale aufweist, die die untere Begren
zung eines die Lenksäulensperreinrichtung enthaltenden Schloßraumes
definiert, welcher Schloßraum oberseitig durch eine weitere, sich auf der
unteren Tragschale abstützenden Oberschale und in radialer Richtung
durch eine zumindest an einer der beiden Schalen angeformten Außen
wand begrenzt ist, wobei die Oberschale Träger für das zumindest eine
weitere Funktionsmodul ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Lenksäulenmodul ist eine untere Tragschale
vorgesehen, über die das Lenksäulenmodul am Mantelrohr befestigt ist.
Die untere Tragschale definiert gleichzeitig die untere Begrenzung eines
oberhalb der Tragschale angeordneten Schloßraumes, in dem die Lenk
säulensperreinrichtung angeordnet ist. Oberseitig wird der Schloßraum
durch eine Oberschale begrenzt, die sich auf der unteren Tragschale ab
stützt und an dieser, beispielsweise durch Bolzen befestigt ist. In radialer
Richtung ist der Schloßraum durch eine Außenwand begrenzt, die entwe
der an der unteren Tragschale, an der oberen Tragschale oder anteilig an
beiden Schalen angeformt ist. Durch diese Maßnahme ist ein Schloßraum
gebildet, der die Lenkspindel einschließt und sich ringförmig um diese er
streckt. Dieser gesamte Raum kann nunmehr ausgenutzt werden, um
darin eine Lenksäulensperreinrichtung anzuordnen, wobei insbesondere
eine Beabstandung der Lenksäulensperreinrichtung von der unteren
Tragschale zweckmäßig ist. Über geeignete Befestigungsmittel kann sich
die Lenkäulensperreinrichtung an der unteren Tragplatte abstützen. In
dem Schloßraum kann eine Lenksäulensperreinrichtung quasi beliebig
angeordnet sein.
Die erfindungsgemäße Tragschale, die beispielsweise den unteren Ab
schluß des Lenksäulenmoduls bilden kann, kann aufgrund seiner im we
sentlichen flächigen Erstreckung aus einem Metallblech, insbesondere
aus einem solchen mit einer besonderen Härte und einer ausreichenden
Zähigkeit auf einfache Weise im Wege eines Kaltumformprozesses her
gestellt werden. Die Widerstandsfähigkeit eines solchen Bleches gegen
über einem Angriff auf die Lenksäulensperreinrichtung ist materialbedingt
sehr viel höher als diejenige, die ein vorbekannter Schloßkörper einem
Angreifer entgegenzusetzen vermag. Ein Einsatz derartiger Materialien
bei vorbekannten Schloßkörpern ist nicht möglich, da diese sich nicht zum
Gießen eignen. Bei dem beanspruchten Lenksäulenmodul können somit
Materialien für die Ausbildung der unteren Tragschale als auch für die
Ausbildung der oberen Schale eingesetzt werden, die im Gegensatz zum
vorbekannten Stand der Technik nicht gegossen, sondern auf kostengün
stige Weise durch einen Kaltumformvorgang, beispielsweise Tiefziehen
hergestellt werden.
Die den Schloßraum oberseitig begrenzende Oberschale dient ebenfalls,
um einen manipulativen Zugriff in den Schloßraum zu verhindern. Ferner
dient die sich auf der unteren Tragschale abstützende Oberschale auch
dazu, zumindest ein weiteres Funktionsmodul, beispielsweise einen
Lenkstockschalter aufzunehmen. Die Oberschale kann auch als Träger
eingesetzt sein, um Funktionsmodule zu tragen, die in mehreren Ebenen
übereinander angeordnet sind.
Aufgrund der Ausbildung der Oberschale und der unteren Tragschale so
wie der Befestigung der Oberschale an der unteren Tragschale kann die
Befestigung der unteren Tragschale an dem Mantelrohr der Lenksäule
eingesetzt werden, um das gesamte Lenksäulenmodul auf diesem Wege
am Mantelrohr zu befestigen. Ein Einsatz zusätzlicher Befestigungsmittel,
wie beispielsweise beim vorbekannten Stand der Technik sind auch bei
einer Ausbildung von Lenksäulenmodulen mit zahlreichen einzelnen
Funktionsmodulen grundsätzlich nicht notwendig.
Zur Erhöhung der Stabilität der unteren Tragschale aber auch zur Erhö
hung einer Diebstahlsicherheit kann die untere Tragschale konzentrisch
die Lenkspindel umgebende Sicken tragen.
Zweckmäßig eingesetzt werden in den Schloßraum eines solchen Lenk
säulenmoduls Lenksäulensperreinrichtungen, die ein Riegelglied aufwei
sen, welches die Lenkspindel zumindest teilweise einschließt. Derartige
Lenksäulensperreinrichtungen benötigen nur einen relativ geringen Ein
bauraum, sowohl in axialer als auch in radialer Richtung. Durch die Be
reitstellung eines im wesentlichen konzentrischen Schloßraumes können
erstmals Lenksäulensperreinrichtungen mit derartigen Riegelgliedern zur
Verriegelung der Lenksäule eines Kraftfahrzeuges eingesetzt werden,
ohne daß dadurch eine Manipulation der Riegeleinrichtung erleichtert wä
re. Insbesondere kann durch die Anordnung des Riegelgliedes bzw. der
gesamten Lenkwinkelsperreinrichtung in dem Schloßraum das eigentliche
Riegelglied gegenüber herkömmlichen auch ein druckgegossenes Werk
stück sein, da durch das zweckmäßigerweise zwischen der unteren Trag
schale und dem Riegelglied befindliche Luftpolster einem Angriff auf das
Riegelglied unter Einsatz eines Kältemittels entgegengewirkt sein kann.
In dem Schloßraum können zusätzliche Sicherungsmittel eingesetzt bzw.
eingebaut sein, durch die ein manipulativer Zugang zu der Lenksäulen
sperreinrichtung nochmals erschwert wird. Begünstigt wird eine solche
Maßnahme durch die quasi beliebige Ausgestaltung des Schloßraumes,
so daß ohne weiteres in einem solchen derartige Mittel integrierbar sind.
Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind
Bestandteil weiterer Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschrei
bung eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beigefügte
Fig. 1 darstellend einen schematisierten Querschnitt durch ein an dem
Mantelrohr einer Lenksäule befestigtes Lenksäulenmodul.
Ein Lenksäulenmodul 1 besteht aus einer unteren Tragschale 2, die die
Lenkspindel 3 einer Lenksäule 4 einschließt und diese etwa konzentrisch
umgibt. Die Tragschale 2 weist eine mittlere Öffnung 5 auf, durch die die
Lenkspindel 3 hindurchgreift. Die Öffnung 5 ist durch einen nach außen
umgebördelten Befestigungsrand 6 gebildet, der am Mantelrohr 7 der
Lenksäule 4 festgesetzt ist. Die untere Tragschale 2 ist aus einem Metall
blech besonderer Härte und hoher Zähigkeit gefertigt, so daß diese me
chanischen und thermischen Angriffen besonders resistent gegenüber
steht.
Die untere Tragschale 2 weist eine äußere umlaufende Außenwand 8 auf,
die lediglich im Bereich des Schließzylinders 9 durch diesen unterbrochen
ist. Zur zusätzlichen Aussteifung der unteren Tragschale 2 ist eine kon
zentrisch zur Öffnung 5 angeordnete ringförmige Sicke 10 vorgesehen.
Die durch den Befestigungsrand 6 und die Sicke 10 gebildete ringförmige
Aufnahme dient zum Umlenken eines das Mantelrohr 7 umgebenden
Crashelementes C. Über in der Figur nicht dargestellte Befestigungsbol
zen stützt sich auf der unteren Tragschale 2 eine Oberschale 11, eben
falls auch einem harten, zweckmäßigerweise auch zähen Metall herge
stellt ab. Durch die untere Tragschale 2, die Außenwand 8 und die Ober
schale 11 ist ein Schloßraum 12 gebildet, in dem eine Lenksäulensperr
einrichtung 13 angeordnet ist. Die Lenksäulensperreinrichtung 13 ist flach
bauend und umfaßt ein Riegelglied 14, welches sich ringförmig um die
Lenkspindel 2 herum erstreckt. Bei dieser Lenksäulensperreinrichtung 13
erfolgt eine tatsächliche Verriegelung der Lenkspindel 2 durch einen Rie
gelzapfen 15 an der dem Zündanlaßschalter 9 diametral gegenüberlie
genden Seite der Lenkspindel 3.
Die Oberschale 11 weist einen inneren sowie einen äußeren umlaufenden
Rand 16 bzw. 17 auf, durch die ein Einbauraum zum Einsetzen und Befe
stigen von Funktionsmodulen dient, wobei in dem dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel zwei Lenkstockschalter 18, 19 in einer Funktionsmodulebe
ne angeordnet eingesetzt sind. Die Lenkstockschalter 18, 19 selbst sind
an der Oberschale 11 befestigt und kontaktieren eine Leiterplatte 20. Ins
besondere der äußere umlaufende Rand 17 dient auch als zusätzliche
Maßnahme zur Sicherung des Schloßraumes gegenüber einem mechani
schen Eindringen aus radialer Richtung.
Infolge des eingesetzten Materiales, insbesondere für die untere Trag
schale 2 ist ein Eindringen in den Schloßraum 12 auf mechanische Art
und Weise durch Zerstören der unteren Tragschale 2 infolge des einge
setzten Materiales gegenüber vorbekannten Schloßkörpern deutlich er
schwert. Besonders gegenüber einem Angriff mit Kältemitteln macht sich
das zwischen der unteren Tragschale 2 und dem Riegelglied 14 befindli
che Luftpolster 21 insofern bemerkbar, daß eine Übertragung der Kälte
von der unteren Tragschale 2 auf das Riegelglied 14 bzw. seinen Zapfen
15 mehrere Übergänge benötigt. Günstig wirkt sich in einem solchen Fall
auch die in der Sicke 10 befindliche Luft aus, da infolge des größeren
Luftvolumens eine Kälteübertragung auf das Riegelglied zusätzlich er
schwert ist.
Aus der Beschreibung der Erfindung wird deutlich, daß mit dem erfin
dungsgemäßen Lenksäulenmodul nicht nur ein besonders gesicherter
Schloßraum zur Verfügung gestellt ist, sondern daß durch dieses Lenk
säulenmodul gleichzeitig durch die untere Tragschale und die Oberschale
ein Befestigungsgrund zum Aufbau auch kompliziert aufgebauter Lenk
säulenmodule bereitgestellt ist, wobei insbesondere das gesamte Lenk
säulenmodul mit einer einzigen Anbindung über die untere Tragschale am
Mantelrohr der Lenksäule befestigbar ist.
1
Lenksäulenmodul
2
Tragschale
3
Lenkspindel
4
Lenksäule
5
Öffnung
6
Befestigungsrand
7
Mantelrohr
8
Außenwand
9
Schließzylinder
10
Sicke
11
Oberschale
12
Schloßraum
13
Lenksäulensperreinrichtung
14
Riegelglied
15
Riegelzapfen
16
Innerer Rand
17
Äußerer Rand
18
Lenkstockschalter
19
Lenkstockschalter
20
Leiterplatte
21
Luftpolster
C Crashelement
C Crashelement
Claims (9)
1. Lenksäulenmodul für ein Kraftfahrzeug bestehend aus einer Lenk
säulensperreinrichtung (13) und zumindest einem weiteren Funkti
onsmodul (18, 19) sowie mit Mitteln zum Befestigen des Lenksäu
lenmoduls (1) an dem Mantelrohr (7) einer Lenksäule (4), dadurch
gekennzeichnet, daß das Lenksäulenmodul (1) eine untere, an
dem Mantelrohr (7) der Lenksäule (4) befestigbare, in einer Ebene
quer zur Längsachse der Lenksäule (4) angeordnete und die Lenk
spindel (3) einschließende Tragschale (2) aufweist, die die untere
Begrenzung eines die Lenksäulensperreinrichtung (13) enthalten
den Schloßraumes (12) definiert, welcher Schloßraum (12) ober
seitig durch eine weitere, sich auf der unteren Tragschale (2) ab
stützenden Oberschale (11) und in radialer Richtung durch eine
zumindest an einer der beiden Schalen (2 bzw. 11) angeformten
Außenwand (8) begrenzt ist, wobei die Oberschafe (11) Träger für
das zumindest eine weitere Funktionsmodul (18, 19) ist.
2. Lenksäulenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Tragschale (2) aus einem Blechstück aus einem
harten zähen Metall im Wege eines Kaltumformprozesses herge
stellt ist.
3. Lenksäulenmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Tragschale (2) ein oder mehrere konzentrisch
angeordnete Sicken (10) aufweist.
4. Lenksäulenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Oberschale (11) sich über Füße an der un
teren Tragschale abstützt.
5. Lenksäulenmodul nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Füße Befestigungsbolzen sind.
6. Lenksäulenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Oberschale (11) einen von der unteren
Tragschale (2) wegweisenden inneren Rand (16) und einen äußeren
Rand (17) zum Begrenzen eines Einbauraumes für ein oder
mehrere Funktionsmodule (18, 19) aufweist.
7. Lenksäulenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in dem Schloßraum (12) enthaltene Lenk
säulensperreinrichtung (13) ein die Lenkspindel (3) umgreifendes
Riegelglied (14) aufweist.
8. Lenksäulenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lenksäulensperreinrichtung (13) mit Ab
stand zur inneren Oberfläche der unteren Tragschale (2) ein Luft
polster (21) belassend angeordnet ist.
9. Lenksäulenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß innerhalb des Schloßraumes zwischen der un
teren Tragschale und der Lenksäulensperreinrichtung weitere Mittel
zur Sicherung der Lensksäulensperreinrichtung gegenüber einem
unbefugten Zugriff angeordnet sind.
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