DE10006060A1 - Zugriemen - Google Patents
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Abstract
Zugriemen, umfassend ein textiles Band (2) und mindestens ein an das Band angespritztes, aus Kunststoff gefertigtes Zugelement (3), das Zugmittel (4, 5) für den ziehenden Angriff an einem mit dem Zugriemen (1) zu bewegenden Objekt aufweist, wobei das textile Band (2) zumindest im Bereich des Zugelementes (3) einen sich in Längsrichtung des Bandes (2) erstreckenden streifenartigen Bereich (7) aufweist, in dem das Band (2) geschwächt ist, und daß das Zugelement (3) das textile Band (2) in dem geschwächten Bereich (7) durchdringt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zugriemen,
insbesondere einen Zugriemen umfassend ein textiles Band und
mindestens ein an das Band angespritztes aus Kunststoff
gefertigtes Zugelement, das Zugmittel für den ziehenden
Angriff an einem mit dem Zugriemen zu bewegenden Objekt
aufweist.
Zugriemen der vorgenannten Art können für unterschiedlichste
Anwendungen verwendet werden. Eine beispielhafte Anwendung
ist die Befestigung von Airbags. Bei einer derartigen
Anwendung sollte das aus Kunststoff gefertigte Zugelement
eine möglichst geringe Baugröße aufweisen, da der Raum, in
dem der Zugriemen befestigt werden soll, sehr begrenzt ist.
Als nachteilig bei herkömmlichen Zugriemen der vorgenannten
Art erweist sich dabei, daß aufgrund der geringen Baugröße
des aus Kunststoff gefertigten Zugelements die Festigkeit der
Kunststoff-Textil-Verbindung oft geringer ist als die für den
entsprechenden Einsatzbereich geforderte Festigkeit.
Das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Problem ist
die Schaffung eines Zugriemens der eingangs genannten Art,
bei dem die Festigkeit der Kunststoff-Textil-Verbindung
vergleichsweise groß ist.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das
Textilband zumindest im Bereich des Zugelementes einen sich
in Längsrichtung des Bandes erstreckenden streifenartigen
Bereich aufweist, in dem das Band geschwächt ist und daß das
Zugelement das textile Band in dem geschwächten Bereich
durchdringt. Der Kunststoff des Zugelements befindet sich
also nicht nur auf der Oberseite und auf der Unterseite des
textilen Bandes, sondern durchdringt dieses, so daß sich eine
regelrechte Verzahnung zwischen dem Zugelement und dem
textilen Band in dessen geschwächten Bereichen ergibt, was zu
einem sehr hohen Verbund zwischen dem Zugelement und dem
textilen Band führt, so daß die Festigkeit der Kunststoff-
Textil-Verbindung vergleichsweise groß ist.
Es besteht die Möglichkeit, das Zugelement so an das textile
Band anzuspritzen, daß zumindest teilweise das Gewebe des
textilen Bandes durchdrungen wird und das textile Band von
dem Zugelement zumindest abschnittsweise umgeben wird. Die
Zugelemente, die an das textile Band angespritzt werden,
können aus einem sehr harten Kunststoff bestehen. Das
Anspritzen des Zugelements erfolgt durch Spritzguß unter
hohem Druck. Um dabei einen guten Verbund zwischen textilem
Band und Zugelement zu erzeugen, erfolgt das Anspritzen
vorzugsweise so, daß der beim Anspritzvorgang flüssige
Kunststoff das Gewebe des textilen Bands durchdringt, so daß
sich nach dem Erkalten ein sehr fester Verbund ergibt.
Es besteht die Möglichkeit, daß das gesamte textile Band
mindestens einen streifenartig geschwächten Bereich aufweist,
der sich in Längsrichtung des textilen Bandes erstreckt. Bei
einer derartigen Ausführungsform muß das textile Band im
Bereich des Zugelements nicht anders ausgeführt werden als
auf seiner übrigen Länge.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sind neben dem mindestens einen geschwächten
Bereich in Längsrichtung des textilen Bandes verstärkte
Bereiche angeordnet. Diese verstärkten Bereiche können die
Reißfestigkeit des Bandes erhöhen.
Vorzugsweise ist in dem mindestens einen geschwächten Bereich
des textilen Bandes ein einlagiges gitterartiges Gewebe
(Monofil) vorgesehen. Es kann sich bei diesem einlagigen
gitterartigen Gewebe in dem geschwächten Bereich des textilen
Bandes um ein gezwirntes Multifil handeln.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist das textile Band in mindestens einem der
verstärkten Bereiche als zwei- oder mehrlagiger
Gewebeschlauch ausgebildet, wobei dieser Gewebeschlauch
Verstärkungsfasern in sich aufnimmt. In diesem Bereich kann
das Gewebe besonders dicht gewebt sein. Der Gewebeschlauch
kann beispielsweise aus Polyamid oder Polyester bestehen,
während die Verstärkungsfasern aus Kohlenstoff-Fasern oder
anderen Fasern mit einer relativ geringen Dehnung bestehen
können. Die Verstärkungsfasern können beispielsweise aus
Aramiden, Dynema oder hochfestem Polyethylen bestehen. Es
besteht beispielsweise die Möglichkeit, daß das textile Band
einen mittleren geschwächten Bereich und zwei äußere
verstärkte Bereiche aufweist. Durch den mittleren
geschwächten Bereich wird die Festigkeit der Verbindung
zwischen Kunststoff und Band optimiert, wohingegen durch die
beiden äußeren verstärkten Bereiche die Zugfestigkeit des
Bandes erhöht wird.
Die Zugmittel können beispielsweise hakenförmig oder
ösenförmig ausgebildet sein für den ziehenden Angriff an
einem mit dem Zugriemen zu bewegenden Objekt. Mögliche
Anwendungen für derartige Zugriemen sind überall dort zu
finden, wo man eine hohe Festigkeit der Verbindung aus
Kunststoff und Textil gefordert ist, gleichzeitig jedoch der
Raum für den Zugriemen aufgrund der baulichen Gegebenheiten
der entsprechenden Anwendung begrenzt ist. Das Zugelement
kann beispielsweise an einem Ende des Bandes oder aber auch
in dessen Mitte angespritzt sein.
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Zugriemens;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Zugriemen
gemäß Fig. 1.
Ein abgebildeter erfindungsgemäßer Zugriemen 1 umfaßt ein
textiles Band 2 sowie an mindestens einem der Enden des
textilen Bandes 2 ein Zugelement 3. Es besteht auch die
Möglichkeit, das Zugelement an einer anderen Stelle des
Bandes 2, beispielsweise mittig anzubringen. Das Zugelement 3
besteht aus Kunststoff und ist an das textile Band 2 in dem
Bereich des abgebildeten Endes des textilen Bandes 2 an
dieses angespritzt. Das Zugelement 3 ist in dem abgebildeten
Ausführungsbeispiel mit einem Zugmittel 4 versehen, das
hakenförmig ausgebildet ist, und für den ziehenden Angriff an
einem mit dem Zugriemen 1 zu bewegenden Objekt ausgestaltet
ist. Es besteht auch die Möglichkeit mehrere Zugelemente
vorzusehen.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist das
abgebildete Ausführungsbeispiel eines textilen Bandes 2 zwei
äußere, verstärkte Bereiche 6a, 6b und einen mittleren
geschwächten Bereich 7 auf. In dem geschwächten Bereich 7
besteht das textile Band 2 beispielsweise nur aus einem
einlagigen Gewebe, einem sogenannten Monofil, das gitterartig
ausgebildet ist. In den verstärkten Bereichen 6a, 6b kann das
textile Band 2 aus schlauchförmigen Geweben bestehen. Es kann
sich hierbei um mehrlagige dichte hochreißfeste
Gewebeschläuche handeln, die in ihrem Inneren
Verstärkungsfasern wie beispielsweise Kohlenstoff-Fasern oder
Aramidfasern oder Dynemafasern jeweils mit relativ geringer
Dehnung aufnehmen können.
Hierbei können insbesondere die Gewebeschläuche UV-
undurchlässig sein und somit die Verstärkungsfasern gegen
Lichteinwirkung schützen.
Aufgrund der Tatsache, daß das textile Band 2 in dem
geschwächten Bereich 7 gitterartig und einlagig gewebt ist,
kann dort bei dem Anspritzen des Zugelementes 3 der
Kunststoff des Zugelementes 3 durch das Gitter des einlagigen
Gewebes fließen. Das Zugelement 3 erstreckt sich also in den
geschwächten Bereich 7 von der Oberseite zur Unterseite des
textilen Bandes 2 durch dieses hindurch und ist daher sehr
fest mit dem textilen Band 2 verbunden.
Alternativ zu dem abgebildeten Ausführungsbeispiel, besteht
die Möglichkeit, den Zugriemen 1 mit mehreren parallel
zueinander verlaufenden geschwächten Bereichen zu versehen,
die jeweils durch verstärkte Bereiche voneinander getrennt
sind. Auch das Zugelement 3 kann in den unterschiedlichsten
Formen gestaltet sein, insbesondere mit anderen Zugmitteln
für den ziehenden Angriff an einem entsprechend geformten
Objekt versehen sein. Eine beispielhafte Anwendung eines
derartigen Zugriemens 1 ist die Realisierung einer
Airbagbefestigung mittels des an einem textilen Band 2
angeordneten Zugelementes 3.
Claims (13)
1. Zugriemen umfassend ein textiles Band (2) und mindestens
ein an das Band angespritztes aus Kunststoff gefertigtes
Zugelement (3), das Zugmittel (4) für den ziehenden
Angriff an einem mit dem Zugriemen (1) zu bewegenden
Objekt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das textile
Band (2) zumindest im Bereich des Zugelementes (3) einen
sich in Längsrichtung des Bandes (2) erstreckenden
streifenartigen Bereich (7) aufweist, in dem das Band (2)
geschwächt ist, und daß das Zugelement (3) das textile
Band (2) in dem geschwächten Bereich (7) durchdringt.
2. Zugriemen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zugelement (3) so an das textile Band (2) angespritzt
ist, daß zumindest teilweise das Gewebe des textilen
Bandes (2) durchdrungen wird und das textile Band (2) von
dem Zugelement zumindest abschnittsweise umgeben wird.
3. Zugriemen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das gesamte textile Band (2)
mindestens einen streifenartig geschwächten Bereich (7)
aufweist, der sich in Längsrichtung des textilen Bandes
(2) erstreckt.
4. Zugriemen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß neben dem mindestens einen
geschwächten Bereich (7) in Längsrichtung des textilen
Bandes (2) verstärkte Bereiche (6a, 6b) angeordnet sind.
5. Zugriemen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem mindestens einen geschwächten
Bereich (7) des textilen Bandes (2) ein einlagiges
gitterartiges Gewebe (Monofil) vorgesehen ist.
6. Zugriemen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das einlagige gitterartige Gewebe in dem geschwächten
Bereich (7) des textilen Bandes (2) ein vorzugsweise
gezwirntes Multifil ist.
7. Zugriemen nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das textile Band (2) in mindestens
einem der verstärkten Bereiche (6a, 6b) als zwei- oder
mehrlagiger Gewebeschlauch ausgebildet ist, wobei dieser
Gewebeschlauch Verstärkungsfasern in sich aufnimmt.
8. Zugriemen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Gewebeschlauch aus Polyamid oder Polyester besteht.
9. Zugriemen nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstärkungsfasern Kohlenstoff-
Fasern oder andere Fasern mit einer relativ geringen
Dehnung sind.
10. Zugriemen nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstärkungsfasern aus Aramiden,
Dynema oder hochfestem Polyethylen bestehen.
11. Zugriemen nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das textile Band (2) einen mittleren
geschwächten Bereich (7) und zwei äußere verstärkte
Bereiche (6a, 6b) aufweist.
12. Zugriemen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zugmittel (4, 5) hakenförmig
ausgebildet sind für den ziehenden Angriff an einem mit
dem Zugriemen (1) zu bewegenden Objekt.
13. Zugriemen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Zugelement (3) an
einem Ende des Bandes (2) angespritzt ist.
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Also Published As
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Effective date: 20130903 |