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DE10003296A1 - Neue Triazolotriazinone und ihre Verwendung - Google Patents

Neue Triazolotriazinone und ihre Verwendung

Info

Publication number
DE10003296A1
DE10003296A1 DE2000103296 DE10003296A DE10003296A1 DE 10003296 A1 DE10003296 A1 DE 10003296A1 DE 2000103296 DE2000103296 DE 2000103296 DE 10003296 A DE10003296 A DE 10003296A DE 10003296 A1 DE10003296 A1 DE 10003296A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
hydroxy
different
hydrogen
optionally substituted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2000103296
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Niewoehner
Helmut Haning
Thomas Lampe
Mazen Es-Sayed
Gunter Schmidt
Erwin Bischoff
Klaus Dembowsky
Elisabeth Perzborn
Karl-Heinz Schlemmer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE2000103296 priority Critical patent/DE10003296A1/de
Priority to JP2001549399A priority patent/JP2003519151A/ja
Priority to EP00993612A priority patent/EP1261609B1/de
Priority to DE50008549T priority patent/DE50008549D1/de
Priority to ES00993612T priority patent/ES2231311T3/es
Priority to AU28418/01A priority patent/AU2841801A/en
Priority to US10/149,921 priority patent/US6683081B2/en
Priority to PCT/EP2000/012592 priority patent/WO2001047929A1/de
Priority to CA002395410A priority patent/CA2395410A1/en
Publication of DE10003296A1 publication Critical patent/DE10003296A1/de
Priority to US10/728,180 priority patent/US20050096320A1/en
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/02Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D487/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Abstract

Es werden neue Triazolotriazinone der allgemeinen Formel (I) DOLLAR F1 ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre pharmazeutische Verwendung beschrieben.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Triazolotriazinone, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Arzneimittel, insbesondere als Inhibitoren cGMP-metabolisierender Phosphodiesterasen.
In J. Heterocycl. Chem. (1993), 30(5), 1341-9, sowie in J. Heterocycl. Chem. (1984), 21(3), 697-9 und in Nucleosides Nucleotides (1995), 14(7), 1601-12 werden 6-Aminotriazolotriazinone mit antiviraler Wirkung beschrieben.
In J. Med. Chem. (1986), 29(11), 2231-5 werden ebenfalls 6-Amino­ triazolotriazinone als Nucleosidanaloga mit Antitumorwirkung beschrieben. Triazolotriazinone mit den in der vorliegenden Erfindung beschriebenen Substituenten und mit inhibitorischer Wirkung gegen cGMP-metabolisierende Phosphodiesterasen sind nicht bekannt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind potente Inhibitoren der cyclischen Guanosin 3',5'-monophophat metabolisierenden Phosphodiesterasen (cGMP-PDE's). Entsprechend der Nomenklatur von Beavo und Reifsnyder (Trends in Pharmacol. Sci. 11, 150-155, 1990) handelt es sich um die Phosphodiesterase Isoenzyme PDE-I, PDE-II und PDE-V.
Ein Anstieg der cGMP-Konzentration kann zu heilsamen, antiaggregatorischen, antithrombotischen, antiproliferativen, antivasospastischen, vasodilatierenden, natriuretischen und diuretischen Effekten führen. Es kann die Kurz- oder Langzeitmodulation der vaskulären und kardialen Inotropie, den Herzrhythmus und die kardiale Erregungsleitung beeinflussen (J. C. Stoclet, T. Keravis, N. Komas and C. Kugnier, Exp. Opin. Invest. Drugs (1995), 4 (11), 1081-1100). Die Inhibition der cGMP-PDE's kann auch eine Verstärkung der Erektion bewirken. Daher sind solche Verbindungen zur Behandlung zur erektilen Dysfunktion geeignet.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun Triazolotriazinone der allgemeinen Formel
in welcher
R1 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen oder für (C3-C8)-Cycloalkyl steht,
R2 für Wasserstoff oder für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen steht,
R3 und R4 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoff, (C1-C6)-Alkoxy oder für (C1-C6)-Alkyl stehen, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C5)-Alkoxy, Phenoxy oder durch Reste der Formeln
substituiert ist,
worin
R5, R6, R7 und R8 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C6)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R7 und R8 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- bis 6-gliedrigen, gesättigten Heterocyclus bilden, der noch ein weiteres Heteroatom aus der Reihe S und O enthalten kann,
und/oder seinerseits (C1-C6)-Alkyl gegebenenfalls durch Phenyl substituiert ist, das gegebenenfalls bis zu 3-fach gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C6)-Alkoxy, Halogen oder durch (C1-C6)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits wiederum durch Hydroxy oder (C1-C6)- Alkoxy substituiert ist, oder Phenyl gegebenenfalls durch Reste der Formeln -SO2-NR9R10 oder -NR11R12 substituiert ist,
worin
R9, R10, R11 und R12 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C6)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R11 und R12 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- bis 6-gliedrigen, gesättigten Heterocyclus bilden, der noch ein weiteres Heteroatom aus der Reihe S und O enthalten kann,
oder
R3 für Wasserstoff oder (C1-C6)-Alkyl steht,
und
R4 für Reste der Formel
steht,
oder
für Phenyl steht, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Halogen, (C1-C6)-Alkoxy, Hydroxy, durch einen Rest der Formel
oder durch (C1-C6)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits durch Hydroxy oder (C1-C6)-Alkoxy substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Rest der Formel
bilden,
worin
R13 Wasserstoff, (C1-C6)-Alkoxycarbonyl, (C3-C6)-Cycloalkyl, Pyridyl, Pyrimidyl oder (C1-C6)-Alkyl bedeutet, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
R14 und R15 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Hydroxy oder (C1-C6)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy oder durch einen Rest der Formel -P(O)(OR18)(OR19) substituiert ist,
worin
R18 und R19 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C6)-Alkyl bedeuten,
oder
R14 und R15 gemeinsam einen Rest der Formel =N-OH bilden,
R16 und R17 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C6)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
und deren Salze, N-Oxide und isomere Formen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in stereoisomeren Formen, die sich entweder wie Bild und Spiegelbild (Enantiomere), oder die sich nicht wie Bild und Spiegelbild (Diastereomere) verhalten, existieren. Die Erfindung betrifft sowohl die Enantiomeren oder Diastereomeren oder deren jeweiligen Mischungen. Die Racemfor­ men lassen sich ebenso wie die Diastereomeren in bekannter Weise in die stereoisomer einheitlichen Bestandteile trennen.
Die erfindungsgemäßen Stoffe können auch als Salze vorliegen. Im Rahmen der Erfindung sind physiologisch unbedenkliche Salze bevorzugt.
Physiologisch unbedenkliche Salze können Salze der erfindungsgemäßen Verbin­ dungen mit anorganischen oder organischen Säuren sein. Bevorzugt werden Salze mit anorganischen Säuren wie beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure oder Schwefelsäure, oder Salze mit organischen Carbon- oder Sulfonsäuren wie beispielsweise Essigsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Benzoesäure, oder Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, Phenylsulfonsäure, Toluolsulfonsäure oder Naphthalindisulfon­ säure.
Physiologisch unbedenkliche Salze können ebenso Metall- oder Ammoniumsalze der erfindungsgemäßen Verbindungen sein. Besonders bevorzugt sind z. B. Natrium-, Kalium-, Magnesium- oder Calciumsalze, sowie Ammoniumsalze, die abgeleitet sind von Ammoniak, oder organischen Aminen, wie beispielsweise Ethylamin, Di- bzw. Triethylamin, Di- bzw. Triethanolamin, Dicyclohexylamin, Dimethyl­ aminoethanol, Arginin, Lysin, Ethylendiamin oder 2-Phenylethylamin
(C3-C8)-Cycloalkyl bzw. (C3-C6)-Cycloalkyl steht für Cyclopropyl, Cyclopentyl, Cyclobutyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl oder Cyclooctyl. Bevorzugt seien genannt: Cyclopropyl, Cyclopentyl und Cyclohexyl.
(C1-C6)-Alkyl steht für einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien genannt: Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl, n-Pentyl und n-Hexyl. Bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.
(C1-C6)-Alkoxy steht für einen geradkettigen oder verzweigten Alkoxyrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien genannt: Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy, n-Butoxy, Isobutoxy, tert.-Butoxy, n-Pentoxy und n-Hexoxy. Bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxyrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.
(C1-C6)-Alkoxycarbonyl steht im Rahmen der Erfindung für einen geradkettigen oder verzweigten Alkoxycarbonylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise seien genannt: Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, n-Propoxycarbonyl, Isopropoxycarbonyl und tert.Butoxycarbonyl. Bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxycarbonylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt ist ein geradkettiger oder verzweigter Alkoxycarbonylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen.
Halogen steht im allgemeinen für Fluor, Chlor, Brom und Jod. Bevorzugt sind Fluor, Chlor und Brom. Besonders bevorzugt sind Fluor und Chlor.
Ein 5- bis 6-gliedriger aromatischer Heterocyclus mit bis zu 3 Heteroatomen aus der Reihe S, O und/oder N steht beispielsweise für Pyridyl, Pyrimidyl, Pyridazinyl, Thienyl, Furyl, Pyrrolyl, Thiazolyl, Oxazolyl oder Imidazolyl. Bevorzugt sind Pyridyl, Pyrimidyl, Pyridazinyl, Furyl und Thienyl.
Bevorzugt sind erfindungsgemäße Verbindungen der allgemeinen Formel (I),
in welcher
R1 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen steht, oder
für Cyclopropyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl steht,
R2 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen steht,
R3 und R4 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoff, Methoxy oder für (C1-C5)-Alkyl stehen, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C4)-Alkoxy, Phenoxy oder durch Gruppen der Formeln
substituiert ist,
worin
R5, R6, R7 und R8 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R7 und R8 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
und/oder seinerseits (C1-C5)-Alkyl gegebenenfalls durch Phenyl substituiert ist, das gegebenenfalls bis zu 3-fach gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C4)-Alkoxy oder durch (C1-C4)-Alkyl substituiert sein kann, das seinerseits wiederum durch Hydroxy oder (C1-C4)-Alkoxy substituiert ist, oder Phenyl gegebenenfalls durch Reste der Formeln -SO2-NR9R10 oder -NR11R12 substituiert ist,
worin
R9, R10, R11 und R12 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R11 und R12 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
oder
R3 für Wasserstoff oder (C1-C4)-Alkyl steht,
und
R4 für Reste der Formel
steht,
oder
für Phenyl steht, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Fluor, (C1-C4)-Alkoxy, Hydroxy, durch einen Rest der Formel
oder durch (C1-C4)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits durch Hydroxy oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Rest der Formel
bilden,
worin
R13 Wasserstoff, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Pyridyl, Pyrimidyl oder (C1-C5)-Alkyl bedeutet, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
R14 und R15 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C5)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy oder durch einen Rest der Formel -P(O)(OR18)(OR19) substituiert ist,
worin
R18 und R19 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten,
oder
R14 und R15 gemeinsam einen Rest der Formel =N-OH bilden,
R16 und R17 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Hydroxy oder (C1-C3)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
und deren Salze, N-Oxide und isomere Formen.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen der allgemeinen Formel (I),
in welcher
R1 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen steht oder für Cyclopentyl steht,
R2 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen steht,
R3 und R4 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoff, Methoxy oder für (C1-C4)-Alkyl stehen, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C4)-Alkoxy, Phenoxy oder durch Gruppen der Formeln
substituiert ist,
worin
R5, R6, R7 und R8 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C3)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R7 und R8 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
und/oder seinerseits (C1-C4)-Alkyl gegebenenfalls durch Phenyl substituiert ist, das gegebenenfalls bis zu 3-fach gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C3)-Alkoxy, Fluor oder durch (C1-C3)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits wiederum durch Hydroxy oder (C1-C4)-Alkoxy substituiert ist, oder Phenyl gegebenenfalls durch Reste der Formeln -SO2-NR9R10 oder -NR11R12 substituiert ist,
worin
R9, R10, R11 und R12 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C3)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R11 und R12 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
oder
R3 für Wasserstoff oder Methyl steht,
und
R4 für Reste der Formel
steht,
oder
für Phenyl steht, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Fluor, Methoxy, Hydroxy, durch einen Rest der Formel
oder durch (C1-C4)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits durch Hydroxy oder Methoxy oder Ethoxy substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Rest der Formel
bilden,
worin
R13 Wasserstoff, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, Cyclopentyl, Pyrimidyl oder (C1-C3)-Alkyl bedeutet, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
R14 und R15 gleich oder verschieden sind und (C1-C3)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy oder durch einen Rest der Formel -P(O)(OR18)(OR19) substituiert ist,
worin
R18 und R19 Ethyl bedeuten,
oder
R14 und R15 gemeinsam einen Rest der Formel =N-OH bilden,
R16 und R17 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C3)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
und deren Salze, N-Oxide und isomere Formen.
Ganz besonders bevorzugt sind die in der folgenden Tabelle aufgeführten Verbindungen:
Außerdem wurde ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gefunden, dadurch gekennzeichnet, daß man
Verbindungen der allgemeinen Formel (II)
in welcher
R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,
mit Chlorsulfonsäure (ClSO3H) gegebenenfalls in inerten Lösemitteln, gegebenenfalls in Anwesenheit einer Base zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (III)
in welcher
R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,
umsetzt und abschließend mit Aminen der allgemeinen Formel (IV)
HNR3R4 (IV),
in welcher
R3 und R4 die oben angegebene Bedeutung haben,
umsetzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch folgendes Formelschema beispielhaft erläutert werden:
Als Lösemittel für die einzelnen Schritte eignen sich die üblichen organischen Lösemittel, die sich unter den Reaktionsbedingungen nicht verändern. Hierzu gehören bevorzugt Ether wie Diethylether, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethylether, oder Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Hexan, Cyclohexan oder Erdöl­ frakionen, oder Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan, Trichlormethan, Tetra­ chlormethan, Dichlorethan, Trichlorethylen oder Chlorbenzol, oder Essigester, Dime­ thylformamid, Hexamethylphosphorsäuretriamid, Acetonitril, Aceton, Dimethoxyethan oder Pyridin. Ebenso ist es möglich, Gemische der genannten Lösemittel zu ver­ wenden.
Die Reaktionstemperaturen können im allgemeinen in einem größeren Bereich variieren. Im allgemeinen arbeitet man in einem Bereich von -20°C bis 200°C, bevorzugt von 0°C bis 70°C.
Die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte werden im allgemeinen bei Normaldruck durchgeführt. Es ist aber auch möglich, bei Überdruck oder bei Unterdruck durchzu­ führen (z. B. in einem Bereich von 0,5 bis 5 bar).
Die Umsetzungen können beispielsweise in einem Temperaturbereich von 0°C bis Raumtemperatur und bei Normaldruck erfolgen.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (II) sind neu und können hergestellt werden, indem man durch Umsetzung der Verbindungen der allgemeinen Formel (V)
R1-CO2H (V),
in welcher
R1 die oben angegebene Bedeutung hat,
mit Thiocarbohydrazid
die Verbindungen der allgemeinen Formel (VI)
in welcher
R1 die oben angegebene Bedeutung hat,
herstellt, diese durch Umsetzung mit H2O2/CH3CO2H in die Verbindungen der allgemeinen Formel (VII)
in welcher
R1 die oben angegebene Bedeutung hat,
überführt, in einem weiteren Schritt durch Umsetzung mit Verbindungen der allgemeinen Formel (VIII)
in welcher
R2 die oben angegebene Bedeutung hat,
die Verbindungen der allgemeinen Formel (IX)
in welcher
R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,
herstellt, diese anschließend mit Diethylcarbonat in Verbindungen der allgemeinen Formel (X)
in welcher
R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,
überführt und abschließend durch Erhitzen zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (II) cyclisiert.
Als Lösemittel für die einzelnen Schritte eignen sich die üblichen organischen Lösemittel, die sich unter den Reaktionsbedingungen nicht verändern. Hierzu gehören bevorzugt Ether wie Diethylether, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethylether, oder Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Xylol, Hexan, Cyclohexan oder Erdöl­ frakionen, oder Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan, Trichlormethan, Tetra­ chlormethan, Dichlorethan, Trichlorethylen oder Chlorbenzol, oder Essigester, Dime­ thylformamid, Hexamethylphosphorsäuretriamid, Acetonitril, Aceton, Dimethoxyethan oder Pyridin. Ebenso ist es möglich, Gemische der genannten Lösemittel zu ver­ wenden.
Die Reaktionstemperaturen können im allgemeinen in einem größeren Bereich variieren. Im allgemeinen arbeitet man in einem Bereich von -20°C bis 200°C, bevorzugt von 0°C bis 70°C.
Die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte werden im allgemeinen bei Normaldruck durchgeführt. Es ist aber auch möglich, bei Überdruck oder bei Unterdruck durchzu­ führen (z. B. in einem Bereich von 0,5 bis 5 bar).
Die Umsetzungen können beispielsweise in einem Temperaturbereich von 0°C bis Raumtemperatur und bei Normaldruck erfolgen.
Die Verbindungen der allgemeinen Formeln (III), (IX) und (X) sind neu und können beispielsweise wie oben beschrieben hergestellt werden.
Die Verbindungen der allgemeinen Formeln (IV), (V), (VI), (VII) und (VIII) sind bekannt oder können nach üblichen Methoden hergestellt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zeigen ein nicht vorhersehbares, wertvolles pharmakologisches Wirkspektrum.
Sie inhibieren entweder eine oder mehrere der c-GMP metabolisierenden Phospho­ diesterasen (PDE I, PDE II und PDE V). Dies führt zu einem Anstieg von c-GMP. Die differenzierte Expression der Phosphodiesterasen in verschiedenen Zellen, Geweben und Organen, ebenso wie die differenzierte subzelluläre Lokalisation dieser Enzyme, ermöglichen in Verbindung mit den erfindungsgemäßen selektiven Inhibitoren, eine selektive Adressierung der verschiedenen von cGMP regulierten Vorgänge.
Außerdem verstärken die erfindungsgemäßen Verbindungen die Wirkung von Substan­ zen, wie beispielsweise EDRF (Endothelium derived relaxing factor), ANP (atrial natriuretic peptide), von Nitrovasodilatoren und allen anderen Substanzen, die auf eine andere Art als Phosphodiesterase-Inhibitoren die cGMP-Konzentration erhöhen.
Daher sind die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeine Formel (I) geeignet zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen, bei denen ein Anstieg der cGMP-Konzentration heilsam ist, d. h. Erkrankungen, die im Zusammenhang mit cGMP regulierten Vorgängen stehen (im Englischen meist einfach als 'cGMP-related diseases' bezeichnet). Hierzu zählen kardiovaskuläre Erkrankungen, Erkrankungen des Urogenitalsystems sowie cerebrovaskuläre Erkrankungen.
Unter dem Begriff "kardiovaskulären Erkrankungen" im Sinne der vorliegenden Erfindung fallen Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck, neuronale Hypertonie, stabile und instabile Angina, periphere und kardiale Gefäßerkrankungen, Arrhythmien, thromboembolische Erkrankungen und Ischämien wie Myokardinfarkt, Hirnschlag, transistorische und ischämische Attacken, Angina pectoris, periphere Durchblutungsstörungen, Verhinderung von Restenosen nach Thrombolysetherapie, percutaner tranaluminaler Angioplastie (PTA), percutan transluminaler Koronarangio­ plastien (PTCA) und Bypass.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeine Formel (I) auch Bedeutung für cerebrovaskuläre Erkrankungen haben. Hierzu zählen beispielsweise cerebrale Ischämie, Hirnschlag, Reperfusionsschäden, Hirntrauma, Ödeme, cerebrale Thrombose, Demenz und Alzheimer'sche Erkrankung
Die relaxierende Wirkung auf glatte Muskulatur macht sie geeignet für die Behandlung von Erkrankungen des Urogenitalsystems wie Prostatahypertrophie, Inkontinenz sowie insbesondere zur Behandlung der erektilen Dysfunktion und der weiblichen sexuellen Dysfunktion.
Aktivität der Phosphordiesterasen (PDE's)
Die cGMP-stimulierbare PDE II, die cGMP-hemmbare PDE III und die cAMP-spezifi­ sche PDE IV wurden entweder aus Schweine- oder Rinderherzmyokard isoliert. Die Ca2+-Calmodulin stimulierbare PDE I wurde aus Schweineaorta, Schweinehirn oder bevorzugt aus Rinderaorta isoliert. Die c-GMP spezifische PDE V wurde aus Schwei­ nedünndarm, Schweineaorta, humanen Blutplättchen und bevorzugt aus Rinderaorta gewonnen. Die Reinigung erfolgte durch Anionenaustauschchromatographie an MonoQR Pharmacia im wesentlichen nach der Methode von M. Hoey and Miles D. Houslay, Biochemical Pharmacology, Vol. 40, 193-202 (1990) und C. Lugman et al. Biochemical Pharmacology Vol. 35 1743-1751 (1986).
Die Bestimmung der Enzymaktivität erfolgt in einem Testansatz von 100 µl in 20 mM Tris/HCl-Puffer pH 7,5 der 5 mM MgCl2, 0,1 mg/ml Rinderserumalbumin und entweder 800 Bq 3HcAMP oder 3HcGMP enthält. Die Endkonzentration der ent­ sprechenden Nucleotide ist 10-6 mol/l. Die Reaktion wird durch Zugabe des Enzyms gestartet, die Enzymmenge ist so bemessen, daß während der Inkubationszeit von 30 min ca. 50% des Substrates umgesetzt werden. Um die cGMP-stimulierbare PDE II zu testen, wird als Substrat 3HcAMP verwendet und dem Ansatz 10-6 mol/l nicht markiertes cGMP zugesetzt. Um die Ca2+-Calmodulinabhängige PDE I zu testen, werden dem Reaktionsansatz noch 1 µM CaCl2 und 0,1 µM Calmodulin zugesetzt. Die Reaktion wird durch Zugabe von 100 µl Acetonitril, das 1 mM cAMP und 1 mM AMP enthält, gestoppt. 100 µl des Reaktionsansatzes werden mittels HPLC getrennt und die Spaltprodukte "Online" mit einem Durchflußscintillationszähler quantitativ bestimmt. Es wird die Substanzkonzentration gemessen, bei der die Reaktionsgeschwindigkeit um 50% vermindert ist. Zusätzlich wurde zur Testung der "Phosphodiesterase [3H] cAMP- SPA enzyme assay" und der "Phosphodiesterase [3H] cGMP-SPA enzyme assay" der Firma Amersham Life Science verwendet. Der Test wurde nach dem vom Hersteller angegebenen Versuchsprotokoll durchgeführt. Für die Aktivitätsbestimmung der PDE II wurde der [3H] cAMP SPA assay verwendet, wobei dem Reaktionsansatz 10-6 M cGMP zur Aktivierung des Enzyms zugegeben wurde. Für die Messung der PDE I wurden 10-7 M Calmodulin und 1 µM CaCl2 zum Reaktionsansatz zugegeben. Die PDE V wurde mit dem [3H] cGMP SPA assay gemessen.
Grundsätzlich führt die Inhibition einer oder mehrerer Phosphodiesterasen dieses Typs zu einer Erhöhung der cGMP-Konzentration. Dadurch sind die Verbindungen interes­ sant für alle Therapien, in denen eine Erhöhung der cGMP-Konzentration als heilsam angenommen werden kann.
Die Untersuchung der kardiovaskulären Wirkungen wurden an normotonen und an SH- Ratten und an Hunden durchgeführt. Die Substanzen wurden intravenös oder oral appliziert.
Die Untersuchung auf erektionsauslösende Wirkung wurde am wachen Kaninchen durchgeführt [H. Naganuma, T. Egashira, J. Fuji, Clinical and Experimental Phar­ macology and Physiology 20, 177-183 (1993)]. Die Substanzen wurden oral oder parenteral appliziert.
Die neuen Wirkstoffe sowie ihre physiologisch unbedenklichen Salze (z. B. Hydro­ chloride, Maleinate oder Lactate) können in bekannter Weise in die üblichen Formu­ lierungen überführt werden, wie Tabletten, Dragees, Pillen, Granulate, Aerosole, Sirupe, Emulsionen, Suspensionen und Lösungen, unter Verwendung inerter, nicht toxischer, pharmazeutisch geeigneter Trägerstoffe oder Lösungsmittel. Hierbei soll die therapeutisch wirksame Verbindung jeweils in einer Konzentration von etwa 0,5 bis 90 Gew.-% der Gesamtmischung vorhanden sein, d. h. in Mengen, die ausreichend sind, um den angegebenen Dosierungsspielraum zu erreichen.
Die Formulierungen werden beispielsweise hergestellt durch Verstrecken der Wirk­ stoffe mit Lösungsmitteln und/oder Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln, wobei z. B. im Faul der Benutzung von Wasser als Verdünnungsmittel gegebenenfalls organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden können.
Die Applikation erfolgt in üblicher Weise, vorzugsweise oral, transdermal oder parenteral, z. B. perlingual, buccal, intravenös, nasal, rektal oder inhalativ.
Für die Anwendung beim Menschen werden bei oraler Administration im allgemeinen Dosierungen von 0,001 bis 50 mg/kg vorzugsweise 0,01 mg/kg-20 mg/kg verabreicht. Bei parenteraler Administration, wie z. B. über Schleimhäute nasal, buccal, inhalativ, ist eine Dosierung von 0,001 mg/kg-0,5 mg/kg sinnvoll.
Trotzdem kann es gegebenenfalls erforderlich sein, von den genannten Mengen abzu­ weichen, und zwar in Abhängigkeit vom Körpergewicht bzw. der Art des Applika­ tionsweges, vom individuellen Verhalten gegenüber dem Medikament, der Art von dessen Formulierung und dem Zeitpunkt bzw. Intervall, zu welchen die Verabreichung erfolgt. So kann es in einigen Fällen ausreichend sein, mit weniger als der oben genannten Mindestmenge auszukommen, während in anderen Fällen die genannte obere Grenze überschritten werden muß. Im Falle der Applikation größerer Mengen kann es empfehlenswert sein, diese in mehreren Einzelgaben über den Tag zu verteilen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind auch zur Anwendung in der Tiermedizin geeignet. Für Anwendungen in der Tiermedizin können die Verbindungen oder ihre nicht toxischen Salze in einer geeigneten Formulierung in Übereinstimmung mit den allgemeinen tiermedizinischen Praxen verabreicht werden. Der Tierarzt kann die Art der Anwendung und die Dosierung nach Art des zu behandelnden Tieres festlegen.
In den folgenden Herstellungsbeispielen der Vorstufen und Endprodukte ist in Strukturformeln mit einer oder mehreren ungesättigten Valenzen am Stickstoff- oder Sauerstoffatom stets ein Wasserstoff zu ergänzen.
D. h. Strukturen z. B. mit einem Strukturelement "-N-" meint eigentlich "-NH-" und Strukturen z. B. mit einem Strukturelement mit "-O" meint eigentlich "-OH".
Herstellung der Vorstufen Beispiel I 4-Amino-5-cyclopentyl-4H-1,2,4-triazol-3-thiol
34.29 g (323 mmol) feingemörsertes Thiocarbohydrazid werden in 38.5 ml (355.3 mmol) Cyclopentancarbonsäure suspendiert und 20 min auf 165°C erhitzt. Bis zum Auftreten eines gelblichen Kondensates wird dabei entstehendes Reaktionswasser abdestilliert. Nach Erkalten wird die Suspension mit 250 ml Dichlormethan/Methanol 95 : 5 versetzt und es wird vom Niederschlag abfiltriert. Das Filtrat wird konzentriert und an Silicagel säulenfiltriert (Dichlormethan/Methanol 98 : 2). Nach Trocknen im Hochvakuum wird das Produkt als farbloser Feststoff erhalten.
Ausbeute: 34.37 g, 75% Reinheit (43.3% der Theorie)
MS(ESI-pos.): m/z(%) = 185 (M + H) (53), 184 (M+) (100), 143 (85)
1H-NMR (200 MHz, CDCl3): δ = 1.58-2.17 (m, 8H); 2.70-2.82 (m, 1H); 3.20-3.35 (m, 1H); 4.51 (s, 2H).
Beispiel II 3-Cyclopentyl-4H-1,2,4-triazol-4-amin
34.4 g (75% Reinheit, 140 mmol) der Verbindung aus Beispiel I werden in 250 ml Essigsäure vorgelegt und unter Rückfluß mit 66 ml 30%iger Wasserstoffperoxid- Lösung portionsweise versetzt. Nach Ende dei Zugabe wird 30 min bei Rückfluß gerührt, nach Abkühlen wird konzentriert und mit 3 N Natriumhydroxidlösung basisch gestellt. Die wäßrige Phase wird sechsmal mit Dichlormethan extrahiert. Nach Vereinigung der organischen Phasen wird mit wenig gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und konzentriert. Der anfallende leicht gelbliche Feststoff wird aus Dichlormethan/Ether kristallisiert.
Ausbeute: 3.99 g (15.4% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 153 (M + H) (100)
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 1.65-1.98 (m, 7H); 2.03-2.12 (m, 2H); 3.27 (qui, 1H); 4.86 (s, 2H); 8.10 (s, 1H).
Beispiel III N-(3-Cyclopentyl-4H-1,2,4-triazol-4-yl)-2-ethoxybenzolcarboximid-amid
Zu einer Suspension von 0.34 g (60%, 8.42 mmol) NaH in 24 ml trockenem 1,4- Dioxan (ausgeheizter Kolben, unter Argon) wird die Verbindung aus Beispiel II als Feststoff (1.22 g, 8.02 mmol) gegeben. Die Suspension wird 30 min bei 90°C gerührt, bevor 1.30 g (8.82 mmol) 2-Ethoxybenzonitril hinzugefügt werden. Die resultierende Suspension wird über Nacht bei 90°C gerührt. Nach Zugabe von Wasser wird mit Dichlormethan extrahiert (viermal). Die vereinigten organischen Phasen werden mit wenig gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach Einengen auf circa 20 ml wird Cyclohexan zugesetzt und der ausgefallene Feststoff durch Abfiltrieren isoliert.
Ausbeute: 1.58 g (65.8% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 300 (M + H) (100)
1H-NMR (200 MHz, CDCl3): δ = 1.51 (t, 3H); 1.56-2.12 (m, 8H); 3.14 (qui, 1H); 4.22 (q, 2H); 6.49 (bs, 2H); 7.02-7.15 (m, 2H); 7.49 (dt, 1H); 8.04 (s, 1H); 8.18 (dd, 1H).
Beispiel IV Ethyl-[(3-cyclopentyl-4H-1,2,4-triazol-4-yl)-imido]-(2-ethoxyphenyl)­ methylcarbamat
Zu einer Suspension von 0.23 g (60%, 5.8 mmol) Natriumhydrid in 26 ml trockenem 1,4-Dioxan (ausgeheizter Kolben, Argon) werden 1.58 g (5.28 mmol) der Verbindung aus Beispiel III als Feststoff gegeben und 1.02 ml (8.4 mmol) Diethylcarbonat zugetropft. Die Suspension wird bei 90°C über Nacht gerührt. Nach Abkühlen werden weitere 120 mg Natriumhydrid und 1.02 ml Diethylcarbonat zugefügt und die Mischung wird zusätzliche 4 h bei 90°C gerührt, bevor nach Abkühlen mit 1 N Salzsäurelösung neutralisiert und anschließend im Vakuum konzentriert wird. Der Rückstand wird mit wenig Wasser behandelt und mit Dichlormethan extrahiert (viermal). Die vereinigten organischen Phasen werden mit wenig gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, eingeengt und am Hochvakuum getrocknet.
Ausbeute: 2.14 g, 90% Reinheit (98.2% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 372 (M + H) (100)
Beispiel V 3-Cyclopentyl-6-(2-ethoxyphenyl)[1,2,4]triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin-8(7H)-on
Eine Lösung aus 2.14 g (90%, 5.19 mmol) der Verbindung aus Beispiel IV in 20 ml 2-Ethoxyethanol wird über Nacht unter Rückfluß erhitzt. Nach Abkühlen wird die Mischung am Hochvakuum einrotiert und an der Ölpumpe getrocknet. Der feste Rückstand wird mit heißem Ether behandelt, der ausgefallene Feststoff wird abfiltriert und am Hochvakuum getrocknet.
Ausbeute: 1.367 g (81% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 326 (M + H) (100)
1H-NMR (200 MHz, CDCl3): δ = 1.62 (t, 3H); 1.72-2.30 (m, 8H); 3.68 (qui, 1H); 4.34 (q, 2H); 7.08-7.21 (m, 2H); 7.04 (dt, 1H); 8.25 (dd, 1H); 10.85 (bs, 1H).
Beispiel VI 3-(3-Cyclopentyl-8-oxo-7,8-dihydro[1,2,4]triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin-6-yl)-4- ethoxybenzolsulfonylchlorid
In 1.68 ml (25.2 mmol) eisgekühlte Chlorsulfonsäure werden 683 mg (2.1 mmol) der Verbindung aus Beispiel V portionsweise eingetragen. Die Mischung wird nach Erwärmen auf Raumtemperatur über Nacht nachgerührt. Nach Abkühlen auf 0°C wird mit Dichlormethan verdünnt und auf Eiswasser gegossen. Die organische Phase wird abgetrennt. Man extrahiert die wäßrige Phase nochmals mit Dichlormethan, vereinigt die organischen Phasen, wäscht mit wenig gesättigter Natriumchloridlösung, trocknet über Magnesiumsulfat und dampft ein.
Ausbeute: 801 mg (90% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 424 (M + H) (100)
1H-NMR (200 MHz, CDCl3): δ = 1.65 (t, 3H); 1.72-2.32 (m, 8H); 3.71 (qui, 1H); 4.47 (q, 2H); 7.30 (d, 1H); 8.22 (dd, 1H); 8.77 (d, 1H); 10.76 (bs, 1H).
Herstellung der Wirkstoffe Beispiel 1 3-Cyclopentyl-6-(2-ethoxy-5-{[4-(2-hydroxyethyl)piperazino]sulfonyl}phenyl)­ [1,2,4]triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin-8-(7H)-on
Zu einer Suspension aus 395 mg (0.92 mmol) des Sulfonsäurechlorids aus Beispiel VI in 3 ml Dichlormethan werden 394 mg (2.8 mmol) N-Hydroxyethylpiperazin und eine kleine Spatelspitze 4-N-Dimethylaminopyridin (DMAP) gegeben, die resultierende klare Lösung wird bei Raumtemperatur gerührt, bevor nach 7 Stunden mit Dichlormethan verdünnt wird, mit wenig Wasser sowie gesättigter Natriumchlorid gewaschen, über Magnesiumchlorid getrocknet und im Vakuum konzentriert wird. Der Rückstand wird aus wenig Dichlormethan/Ether kristallisiert. Ausbeute: 368 mg (72.5% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 518 (M + H) (100)
1H-NMR (200 MHz, CDCl3): δ = 1.62 (t, 3H); 1.68-2.30 (m, 8H); 2.52-2.70 (m, 6H); 3.05-3.17 (m, 4H); 3.52-3.71 (m, 3H); 4.49 (q, 2H); 7.22 (d, 1H); 7.91 (dd, 1H); 8.43 (bs, 1H); 10.64 (bs, 1H).
Beispiel 2 3-(3-Cyclopentyl-8-oxo-7,8-dihydro[1,2,4]triazolo[3,4-f][1,2,4]triazin-6-yl)-N-(3,4- dimethoxyphenethyl)-4-ethoxy-N-methylbenzolsulfonamid
Zu einer Suspension aus 395 mg (0.93 mmol) des Sulfonsäurechlorids aus Beispiel VI in 3 ml Dichlormethan werden 546 mg (2.8 mmol) N-Methylhomoveratrylamin und eine kleine Spatelspitze 4-DMAP gegeben. Die resultierende klare Lösung wird bei Raumtemperatur gerührt, bevor nach 7 h mit Dichlormethan verdünnt wird, mit 1 N Salzsäurelösung (zweimal) sowie gesättigter Natriumchlorid gewaschen, über Magnesiumchlorid getrocknet und im Vakuum konzentriert wird. Der Rückstand wird aus wenig Dichlormethan/Ether kristallisiert.
Ausbeute: 299 mg (55.1% der Theorie)
MS(DCI, NH3): m/z(%) = 583 (M + H) (100)
1H-NMR (200 MHz, CDCl3): δ = 1.63 (t, 3H); 1.68-2.23 (m, 8H); 2.78-2.90 (m, 2H); 2.82 (s, 3H); 3.32 (t, 2H); 3.63 (qui, 1H); 3.84 (s, 6H); 4.39 (q, 2H); 6.68-­ 6.80 (m, 3H); 7.17 (d, 1H); 7.89 (dd, 1H); 8.49 (d, 1H); 10.66 (bs, 1H).
Die in den folgenden Tabellen aufgeführten Sulfonamide wurden mittels automatisierter Parallelsynthese aus dem entsprechenden Sulfonsäurechlorid (Beispiel VI) und den entsprechenden Aminen nach einer der drei folgenden Standardvorschriften hergestellt.
Die Reinheit der Endprodukte wurde mittels HPLC bestimmt, ihre Charakterisierungen durch LC-MS Messung vorgenommen. Der in der Spalte % (HPLC) angegebene Zahlenwert gibt den Gehalt des durch den Molpeak charakterisierten Endprodukts an. Standardvorschrift A wurde angewendet bei Aminen mit aciden Funktionalitäten, Standardvorschrift B bei Aminen mit neutralen Funktionalitäten, Standardvorschrift C bei Aminen mit zusätzlichen basischen Funktionalitäten.
Bei Verbindungen, die in den folgenden Tabellen aufgeführt sind und die optisch eine freie Stickstoffvalenz aufzeigen, sind diese grundsätzlich als -NH-Rest zu verstehen.
Standardvorschrift A Umsetzung von Aminen mit aciden Funktionalitäten
Zunächst werden 0,05 mmol Amin, 0,042 mmol Sulfonsäurechlorid und 0,10 mmol Na2CO3 vorgelegt und 0,5 ml eines Gemisches aus THF/H2O von Hand zupipettiert. Nach 24 h bei RT wird mit 0,5 ml 1 M H2SO4 Lösung versetzt und über eine zweiphasige Kartusche filtriert (500 mg Extrelut (Oberphase) und 500 mg SiO2, Laufmittel Essigester). Nach dem Einengen des Filtrates im Vakuum erhält man das Produkt.
Standardvorschrift B Umsetzung von Aminen mit neutralen Funktionalitäten
Zunächst werden 0,125 mmol Amin vorgelegt und vom Synthesizer 0,03 mmol Sulfonsäurechlorid als Lösung in 1,2-Dichlorethan zupipettiert. Nach 24 h wird das Gemisch mit 0,5 ml 1 M H2SO4 versetzt und über eine zweiphasige Kartusche (500 mg Extrelut (Oberphase) und 500 mg SiO2, Laufmittel: Essigester) filtriert. Das Filtrat wird im Vakuum eingeengt.
Standardvorschrift C Umsetzung von Aminen mit basischen Funktionalitäten
Zunächst werden 0,05 mmol Amin vorgelegt und vom Synthesizer 0,038 mmol Sulfonsäurechlorid als Lösung in 1,2-Dichlorethan und 0,05 mmol Triethylamin als Lösung in 1,2-Dichlorethan zupipettiert. Nach 24 h wird zunächst mit 3 ml gesättigter NaHCO3-Lösung versetzt und das Reaktionsgemisch über eine zweiphasige Kartusche filtriert. Nach dem Einengen des Filtrates im Vakuum erhält man das Produkt.
Alle Reaktionen werden dünnschichtchromatographisch verfolgt. Für den Fall das nach 24 Stunden bei RT keine vollständige Umsetzung erfolgt ist, wird für weitere 12 Stunden auf 60°C erhitzt und im Anschluß der Versuch beendet.

Claims (20)

1. Neue Triazolotriazinone der allgemeinen Formel (I)
in welcher
R1 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen oder für (C3-C8)-Cycloalkyl steht,
R2 für Wasserstoff oder für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen steht,
R3 und R4 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoff, (C1-C6)-Alkoxy oder für (C1-C6)-Alkyl stehen, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C5)-Alkoxy, Phenoxy oder durch Reste der Formeln
substituiert ist,
worin
R5, R6, R7 und R8 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C6)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R1 und R8 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- bis 6-gliedrigen, gesättigten Heterocyclus bilden, der noch ein weiteres Heteroatom aus der Reihe S und O enthalten kann,
und/oder seinerseits (C1-C6)-Alkyl gegebenenfalls durch Phenyl substituiert ist, das gegebenenfalls bis zu 3-fach gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C6)-Alkoxy, Halogen oder durch (C1-C6)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits wiederum durch Hydroxy oder (C1-C6)- Alkoxy substituiert ist, oder Phenyl gegebenenfalls durch Reste der Formeln -SO2-NR9R10 oder -NR11R12 substituiert ist,
worin
R9, R10, R11 und R12 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C6)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R11 und R12 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- bis 6-gliedrigen, gesättigten Heterocyclus bilden, der noch ein weiteres Heteroatom aus der Reihe S und O enthalten kann,
oder
R3 für Wasserstoff oder (C1-C6)-Alkyl steht,
und
R4 für Reste der Formel
steht,
oder
für Phenyl steht, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Halogen, (C1-C6)-Alkoxy, Hydroxy, durch einen Rest der Formel
oder durch (C1-C6)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits durch Hydroxy oder (C1-C6)-Alkoxy substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Rest der Formel
bilden,
worin
R13 Wasserstoff, (C1-C6)-Alkoxycarbonyl, (C3-C6)-Cycloalkyl, Pyridyl, Pyrimidyl oder (C1-C6)-Alkyl bedeutet, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
R14 und R15 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Hydroxy oder (C1-C6)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy oder durch einen Rest der Formel -P(O)(OR18)(OR19) substituiert ist,
worin
R18 und R19 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C6)-Alkyl bedeuten,
oder
R14 und R15 gemeinsam einen Rest der Formel =N-OH bilden,
R16 und R17 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C6)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
und deren Salze, N-Oxide und isomere Formen.
2. Neue Triazolotriazinone der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1,
in welcher
R1 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen steht, oder
für Cyclopropyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl steht,
R2 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen stet,
R3 und R4 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoff, Methoxy oder für (C1-C5)-Alkyl stehen, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C4)-Alkoxy, Phenoxy oder durch Gruppen der Formeln
substituiert ist,
worin
R5, R6, R7 und R8 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R7 und R8 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
und/oder seinerseits (C1-C5)-Alkyl gegebenenfalls durch Phenyl substituiert ist, das gegebenenfalls bis zu 3-fach gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C4)-Alkoxy oder durch (C1-C4)-Alkyl substituiert sein kann, das seinerseits wiederum durch Hydroxy oder (C1-C4)-Alkoxy substituiert ist, oder Phenyl gegebenenfalls durch Reste der Formeln -SO2-NR9R10 oder -NR11R12 substituiert ist,
worin
R9, R10, R11 und R12 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R11 und R12 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
oder
R3 für Wasserstoff oder (C1-C4)-Alkyl steht,
und
R4 für Reste der Formel
steht,
oder
für Phenyl steht, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Fluor, (C1-C4)-Alkoxy, Hydroxy, durch einen Rest der Formel
oder durch (C1-C4)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits durch Hydroxy oder (C1-C3)-Alkoxy substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Rest der Formel
bilden,
worin
R13 Wasserstoff, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Pyridyl, Pyrimidyl oder (C1-C5)-Alkyl bedeutet, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
R14 und R15 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C5)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy oder durch einen Rest der Formel -P(O)(OR18)(OR19) substituiert ist,
worin
R18 und R19 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten,
oder
R14 und R15 gemeinsam einen Rest der Formel =N-OH bilden,
R16 und R17 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Hydroxy oder (C1-C3)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
und deren Salze, N-Oxide und isomere Formen.
3. Neue Triazolotriazinone der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1,
in welcher
R1 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen steht oder für Cyclopentyl steht,
R2 für geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit bis zu 3 Kohlenstoffatomen steht,
R3 und R4 gleich oder verschieden sind und für Wasserstoff, Methoxy oder für (C1-C4)-Alkyl stehen, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C4)-Alkoxy, Phenoxy oder durch Gruppen der Formeln
substituiert ist,
worin
R5, R6, R7 und R8 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C3)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R7 und R8 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
und/oder seinerseits (C1-C4)-Alkyl gegebenenfalls durch Phenyl substituiert ist, das gegebenenfalls bis zu 3-fach gleich oder verschieden durch Hydroxy, (C1-C3)-Alkoxy, Fluor oder durch (C1-C3)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits wiederum durch Hydroxy oder (C1-C4)-Alkoxy substituiert ist, oder Phenyl gegebenenfalls durch Reste der Formeln -SO2-NR9R10 oder -NR11R12 substituiert ist,
worin
R9, R10, R11 und R12 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, (C1-C3)-Alkyl oder Phenyl bedeuten,
oder
R11 und R12 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin- oder Pyrrolidinring bilden,
oder
R3 für Wasserstoff oder Methyl steht,
und
R4 für Reste der Formel
steht,
oder
für Phenyl steht, das gegebenenfalls bis zu 3-fach, gleich oder verschieden durch Fluor, Methoxy, Hydroxy, durch einen Rest der Formel
oder durch (C1-C4)-Alkyl substituiert ist, das seinerseits durch Hydroxy oder Methoxy oder Ethoxy substituiert sein kann,
oder
R3 und R4 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Rest der Formel
bilden,
worin
R13 Wasserstoff, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, Cyclopentyl, Pyrimidyl oder (C1-C3)-Alkyl bedeutet, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
R14 und R15 gleich oder verschieden sind und (C1-C3)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy oder durch einen Rest der Formel -P(O)(OR18)(OR19) substituiert ist,
worin
R18 und R19 Ethyl bedeuten,
oder
R14 und R15 gemeinsam einen Rest der Formel =N-OH bilden,
R16 und R17 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder (C1-C3)-Alkyl bedeuten, das gegebenenfalls durch Hydroxy substituiert ist,
und deren Salze, N-Oxide und isomere Formen.
4. Neue Triazolotriazinone der allgemeinen Formel (I), gemäß Anspruch 1 bis 3 mit folgenden Strukturen:
5. Verfahren zur Herstellung von Triazolotriazinonen gemäß Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der allgemeinen Formel (II)
in welcher
R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,
mit Chlorsulfonsäure (ClSO3H) gegebenenfalls in inerten Lösemitteln, gegebenenfalls in Anwesenheit einer Base zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (III)
in welcher
R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben,
umsetzt und abschließend mit Aminen der allgemeinen Formel (IV)
HNR3R4 (IV),
in welcher
R3 und R4 die oben angegebene Bedeutung haben,
umsetzt.
6. Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß Ansprüchen 1 bis 4 zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen.
7. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung, enthaltend mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 sowie einen oder mehrere pharmakologisch unbedenkliche Hilfs- und Trägerstoffe.
8. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung gemäß Anspruch 7 zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen, die im Zusammenhang mit cGMP-regulierten Vorgängen stehen ('cGMP-related diseases').
9. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung gemäß Anspruch 7 oder 8 zur Prophylaxe und/oder Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen, Erkrankungen des Urogenitalsystems sowie cerebrovaskulären Erkrankungen.
10. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9 zur Prophylaxe und/oder Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen wie Bluthochdruck, neuronale Hypertonie, stabile und instabile Angina, periphere und kardiale Gefäßerkrankungen, Arrhythmien, thromboembolische Erkrankungen und Ischämien wie Myokardinfarkt, Hirnschlag, transistorische und ischämische Attacken, Angina pectoris, periphere Durchblutungsstörungen, Verhinderung von Restenosen nach Thrombolysetherapie, percutaner transluminaler Angioplastie (PTA), percutan transluminaler Koronarangioplastien (PTCA) und Bypass.
11. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9 zur Prophylaxe und/oder Behandlung von cerebrovaskulären Erkrankungen wie cerebrale Ischämie, Hirnschlag, Reperfusionsschäden, Hirntrauma, Ödeme, cerebrale Thrombose, Demenz und Alzheimer'sche Erkrankung.
12. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9 zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen des Urogenitalsystems wie Prostatahypertrophie, Inkontinenz sowie insbesondere erektile Dysfunktion und weibliche sexuelle Dysfunktion.
13. Arzneimittel oder pharmazeutische Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Arzneimittel oder die pharmazeutische Zusammensetzung intravenös oder oral appliziert wird.
14. Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Herstellung von Arzneimitteln oder pharmazeutischen Zusammensetzungen zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Krankheiten.
15. Verwendung gemäß Anspruch 14 zur Herstellung eines Arzneimittels oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen, die im Zusammenhang mit cGMP regulierten Vorgängen stehen ('cGMP-related diseases').
16. Verwendung gemäß Anspruch 14 oder 15 zur Herstellung eines Arzneimittels oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Prophylaxe und/oder Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen, Erkrankungen des Urogenitalsystems sowie cerebrovaskulären Erkrankungen.
17. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 14 bis 16 zur Herstellung eines Arzneimittels oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Prophylaxe und/oder Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen wie Bluthochdruck, neuronale Hypertonie, stabile und instabile Angina, periphere und kardiale Gefäßerkrankungen, Arrhythmien, thromboembolische Erkrankungen und Ischämien wie Myokardinfarkt, Hirnschlag, transistorische und ischämische Attacken, Angina pectoris, periphere Durchblutungsstörungen, Verhinderung von Restenosen nach Thrombolysetherapie, percutaner transluminaler Angioplastie (PTA), percutan transluminaler Koronarangio­ plastien (PTCA) und Bypass.
18. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 14 bis 16 zur Herstellung eines Arzneimittels oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Prophylaxe und/oder Behandlung von cerebrovaskulären Erkrankungen wie cerebrale Ischämie, Hirnschlag, Reperfusionsschäden, Hirntrauma, Ödeme, cerebrale Thrombose, Demenz und Alzheimer'sche Erkrankung.
19. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 14 bis 16 zur Herstellung eines Arzneimittels oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Prophylaxe und/oder Behandlung von Erkrankungen des Urogenitalsystems wie Prostata­ hypertrophie, Inkontinenz sowie insbesondere erektile Dysfunktion und weibliche sexuelle Dysfunktion.
20. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Arzneimittel oder Zusammensetzungen intravenös oder oral appliziert werden.
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