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DE1000392B - Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten

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Publication number
DE1000392B
DE1000392B DEC10341A DEC0010341A DE1000392B DE 1000392 B DE1000392 B DE 1000392B DE C10341 A DEC10341 A DE C10341A DE C0010341 A DEC0010341 A DE C0010341A DE 1000392 B DE1000392 B DE 1000392B
Authority
DE
Germany
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parts
dicarboxylic acid
solution
volume
substituted
Prior art date
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Application number
DEC10341A
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English (en)
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DE1000392C2 (de
Inventor
Pierre Petitcolas
Robert Frederic Michel Sureau
Theodore Kantor
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie Francaise des Matieres Colorantes SARL
Original Assignee
Compagnie Francaise des Matieres Colorantes SARL
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Publication date
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Publication of DE1000392B publication Critical patent/DE1000392B/de
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Publication of DE1000392C2 publication Critical patent/DE1000392C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C245/00Compounds containing chains of at least two nitrogen atoms with at least one nitrogen-to-nitrogen multiple bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/10Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten Die Erfindung betrifft die Herstellung neuartiger Diazoamino-Derivate, welche der nachstehenden allgemeinen Formel entsprechen, sowie deren wasserlöslicher Salze. In dieser Formel kann der Benzolkern A durch Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert werden, R stellt den Rest eines aromatischen Amins oder eines Amins, welches sich bei der Diazotierung wie ein aromatisches Amin verhält, dar, X ist eine Alkyl- oder eine Cycloalkylgruppe, welche gegebenenfalls substituiert sein kann, und n bedeutet i oder 2.
  • Gemäß der Erfindung kann man diese Diazoamino-Derivate erhalten, wenn man von Diazo- oder Tetrazoverbindungen ausgeht und dieselben in einem nicht sauren Medium auf Verbindungen der nachstehenden allgemeinen Formel oder auf deren wasserlösliche Salze einwirken läßt. In dieser Formel kann der Benzolkern A durch Halogenatome, durch Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert werden, und X hat die gleiche Bedeutung wie oben. Diese neuartigen Verbindungen können aus dem Reaktionsmedium abgeschieden werden, beispielsweise durch Zusatz von Natriumchlorid oder Alkalihydroxyd oder eines Gemisches dieser beiden Produkte oder durch den Zusatz eines Calciumsalzes. Nach dem Trocknen besitzen die Produkte eine sehr gute Lagerbeständigkeit.
  • Unter den Diazo- oder Tetrazoverbindungen, welche man für die Durchführung der vorliegenden Erfindung verwenden kann, seien hier diejenigen als Beispiel angeführt, welche abgeleitet werden vom Anilin, von den Toluidinen, Xylidinen, Cresidinen oder Anisidinen, und zwar unsubstituiert oder durch Halogenatome substituiert, von den Nitranilinen, den Nitrotoluidinen, Nitroanisidinen, Nitrocresidinen, monoacylierten p-Diaminen, und zwar unsubstituiert oder durch Halogenatome, Alkyl-oder Alkoxygruppen substituiert, vom Benzidin, von den Tolidinen, Dianisidinen, den aromatischen Basen, welche Sulfamido-, Sulfon- und Trifluoromethylgruppen enthalten, von den Aminobenzothiazolen, den Aminoindazolen, den Aminoazofarbstoffen und - ganz allgemein gesprochen - von den im Handel unter der Bezeichnung »Feste Basen« erhältlichen Produkten. Vorzugsweise verwendet man dabei Diazo- oder Tetrazoverbindungen, welche keine löslich machenden Gruppen, wie Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppen enthalten.
  • Die Produkte der Formel (II), welche zur Herstellung dieser neuartigen Diazoamino-Derivate verwendet werden können, sind in der Hauptsache die an der Aminogruppe durch Alkyl- oder Cycloalkylgruppen substituierten Derivate der i-Amino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, welche Gruppen ihrerseits wieder Substituenten, wie - OH, -OCHS, -OC,Hb, -C,,Hb, -COOH, -S0311, - 0S0311, - OP03H2, OP02H2, - COO - AIK und - CO - N , enthalten können, desgleichen deren an den Benzolkernen durch Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen substituierten Derivate. Als Beispiele für die N-substituierten Derivate der i-Aminobenzol-2, 4-dicarbonsäure kann man anführen: Die i-Methylaminobenzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Äthylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Propylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Isopropylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Isobutylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Isoamylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Butylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Benzylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-Cyclohexylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, N-(2, 4-Dicarboxyphenyl)-aminoessigsäure, i-Oxyäthylamino-ben7,ol-2,4-dicarbonsäure, i-(2, 3-Dioxypropylamino)-benzol-2, 4-dicarbonsäure, N-(2, 4-Dicarboxyphenyl)-i-amino-2-oxypropan-3-sulfonsäure,> Glucosamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-(2-Methoxy-äthylamino)-benzol-2, 4-dicarbonsäure, i-(2-Äthoxy-äthylamino-benzol)-2, 4-dicarbonsäure, N-(2, 4-Dicarboxy-phenyl)-ß-aminopropionsäure, N- (2, 4-Dicarboxyphenyl) -aminoessigsäuremethylester, N - (2, 4 - Dicarboxyphenyl) - aminoessigsäure - äthylester, N-(2, 4-Dicarboxyphenyl)-aminoessigsäureamid, N-(2, 4-Dicarboxyphenyl)-aminomethansulfonsäure, desgleichen deren an den Benzolkernen durch Halogenatome, Alkyl-oder Alkoxygruppen substituierte Derivate.
  • Die Produkte der allgemeinen Formel (II) können beispielsweise erhalten werden durch Kondensation der i-Halogen-benzol-2, 4-dicarbonsäuren mit primären, gegebenenfalls substituierten Aminen oder durch Kondensation mit Ammoniak, so daß man eine i-Amino-benzol-2, 4-dicarbonsäure erhält und weitere Kondensation dieser Säure mit einer Verbindung, die ein reaktionsfähiges Halogenatom enthält, wie das Chlorhydrin des Glykols, das Monochlorhydrin des Glycerins, Monochloressigsäure und deren an der Carboxylgruppe substituierte Derivate, Chlorpropionsäuren, i-Chlor-2-oxy-propan-3-sulfonsäure oder mit einem Additionsprodukt eines Aldehyds mit Natriumbisulfit.
  • Die auf diese Weise erhaltene Diazoamino-Derivate können mit Kupplungskomponenten gemischt werden und so dazu dienen, auf der Faser unlösliche Azofarbstoffe herzustellen. Sie bieten den Vorteil dar, daß sie sich durch neutrales Dämpfen sehr rasch spalten. Diese Eigenschaft macht diese Diazoaminoverbindungen ganz besonders wertvoll für den Druck auf Textilfasern. Die Nachteile, die sich aus der Verwendung des sauren Dämpfens ergeben, sind bekannt, und bisher kannte man nur eine sehr geringe Anzahl von Diazoamino-Derivaten, die sich z. B. durch einfache Hydrolyse in alkalischem Medium spalten ließen. Diese neuartigen Diazoamino-Derivate besitzen also großes technisches Interesse.
  • Sie unterscheiden sich durch diese Eigenschaft von dem in der deutschen Patentschrift 513 2o9 beschriebenen Diazoamino-Derivaten, hergestellt aus Aminobenzol-dicarbonsäuren, deren Aminogruppe nicht substituiert ist. Diese Diazoamino-Derivate können sich nämlich nur im sauren Medium spalten.
  • Die große Fähigkeit der Diazoamino-Derivate zur Hydrolyse erlaubt, falls man sich saurer Dämpfe bedienen will, eine sehr rasche Durchführung des Arbeitsganges, denn die Entwicklung ist praktisch in 30 Sekunden oder in einer Minute vollendet.
  • Die Druckpasten sind dauerhaft und können ohne merkbare Zersetzung mehrere Tage, gewisse derselben sogar mehrere Wochen aufbewahrt werden.
  • Bei Verwendung von Diazoamino-Derivaten, erhalten aus Produkten der allgemeinen Formel (II), in welcher X einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest mit weniger als 3 Kohlenstoffatomen oder einen Cycloalkylrest darstellt, und aus von aromatischen Mono- oder Diaminen mit wenig ausgeprägtem basischen Charakter abgeleiteten Diazo- oder Tetrazoverbindungen, wie z. B. den Nitranilinen, Nitrotoluidinen, Nitroanisidinen, Nitrocresidinen, Dichloranilinen usw., kann es vorteilhaft sein, sich eines sauren Dämpfens oder eines Durchgangs durch ein saures Bad zu bedienen. Auch in diesem Falle geht die Entwicklung sehr viel rascher vor sich als mit den üblichen Stabilisatoren.
  • In den nachstehenden Beispielen bezeichnen sowohl die Gewichts- als auch die Raumteile beliebige Gewichts- und Raumeinheiten, entsprechen aber stets einer gleichen Menge Wasser. Falls nichts Gegenteiliges angegeben wurde, handelt es sich bei den erwähnten Anteilen um Gewichtsteile.
  • Beispiel i 7,2 Teile 4-Chlor-2-amino-toluol werden in ioo Teilen warmen Wassers und 7,5 Raumteilen konzentrierter Salzsäure aufgelöst. Man gießt die Lösung auf Eis, fügt 7,5 Raumteile Salzsäure hinzu und diazotiert durch Einführen von 7 Raumteilen einer 5o°/oigen Natriumnitritlösung bei einer Temperatur von 5 bis 8°. Nach Verlauf von 15 Minuten führt man die Lösung der Diazoverbindung unter den gut gerührten Flüssigkeitsspiegel einer Lösung aus 15 Teilen i-n-Butylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure und 250 Raumteilen einer io°Joigen Lösung von Natriumcarbonat ein. Gleichzeitig gießt man 15 Raumteile einer Natronlauge von 35° B6 hinein. Die Diazoverbindung wird rasch absorbiert. Sobald die Absorption beendet ist, setzt man 8o Teile festen Natriumhydroxyds und 4o Teile Natriumchlorid hinzu. Das Diazoamino-Derivat wird zunächst in öliger Form ausgefällt und kristallisiert dann allmählich aus; man filtriert, preßt und trocknet es bei mäßiger Temperatur. Die oben verwendete i n-Butylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure wird auf folgende Weise hergestellt 2o,i Teile i-Chlor-benzol-2, 4-dicarbonsäure werden in 15 Teilen Wasser und 33 Raumteilen einer Natronlauge von 35'136 aufgelöst. Man setzt 25 Teile n-Butylamin, 0,3 Teile Kupfer in Pulverform und 0,3 Teile Kupfersulfat hinzu. Man erhitzt 30 Stunden am Rückflußkühler. Nach dem Abkühlen filtriert man das Kupfer ab und säuert mit Essigsäure an. Die i n-Butylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure setzt sich in Form eines weißen kristallinen Produkts mit einem Schmelzpunkt von 267 bis 27i° unter Entcarboxylierung ab. Die Ausbeute beläuft sich auf etwa 8o0/,. Beispiel 2 15,2 Teile 5-Nitro-2-amino-toluol werden im Verlauf einer Stunde mit 3o Raumteilen konzentrierter Salzsäure und io Teilen kalten Wassers zu einer Paste angerührt. Sobald die Paste homogen ist, setzt man Eis und 5o Teile Wasser hinzu und diazotiert durch Einführen von 14 Raumteilen einer 5o°loigen Lösung von Natriumnitrit, wobei die Temperatur auf io° gehalten wird. Nach Verlauf einer viertel Stunde filtriert man die Diazolösung und führt dieselbe im Verlauf einer Stunde bei io° unter kräftigem Rühren in eine Lösung aus 3o Teilen i n-Butylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure in 5oo Raumteilen einer io°/oigen Natriumcarbonatlösung ein. Nachdem ungefähr die Hälfte eingegossen worden ist, beginnt man mit der langsamen Einführung von 3o Raumteilen Natronlauge von 35° B6, ohne dabei jedoch die von Thiazolgelb angezeigte Alkalinität zu erreichen. Sobald das gesamte noch nicht gebundene Diazoamino-Derivat verschwunden ist, setzt man in Teilmengen 2o Teile Natriumhydroxyd in Blättchenform und 3oo Teile Natriumchlorid hinzu. Das Diazoamino-Derivat wird in Kristallen ausgefällt. Man filtriert, schleudert die Kristalle aus und preßt und trocknet dann bei mäßiger Temperatur. Beispiel 3 18,3 Teile 5-Nitro-2-amino-anisol werden im Verlauf einer Stunde mit 3o Raumteilen konzentrierter Salzsäure und io Teilen kalten Wassers zu einer Paste angerührt. Sobald die Paste homogen ist, setzt man Eis und 5o Teile Wasser hinzu und diazotiert dann durch Einführen von 14 Raumteilen einer 5o°/oigen Lösung von Natriumnitrit bei einer Temperatur von io°. Nach Verlauf von 15 Minuten filtriert man die Diazolösung und führt dieselbe im Verlauf einer Stunde tropfenweise bei io° unter kräftigem Rühren in eine Lösung aus 3o Teilen i-Cyclohexylaminobenzol-2, 4-dicarbonsäure und 500 Raumteilen einer io°/oigen Lösung von Natriumcarbonat ein. Nachdem etwa die Hälfte eingegossen wurde, beginnt man mit der langsamen Einführung von 30 Raumteilen einer Natronlauge von 35° B6, ohne jemals die von Thiazolgelb angezeigte Alkalinität zu erreichen. Sobald die Diazoverbindung verschwunden ist, setzt man in Teilmengen Zoo Teile festes Natriumhydroxyd und 5o Teile Natriumchlorid hinzu, wobei von außen her gekühlt wird. Das Diazoamino-Derivat, welches sich zunächst als ölige Masse ausscheidet, kristallisiert rasch aus. Man filtriert, schleudert aus, preßt und trocknet bei mäßiger Temperatur.
  • Die oben verwendete i-Cyclohexylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure wird auf die folgende Weise hergestellt 40,2 Teile i-Chloro-benzol-2, 4-dicarbonsäure werden in 3o Teilen Wasser und 66 Raumteilen einer Natronlauge von 35° B6 aufgelöst. Man setzt 8o Teile Cyclohexylamin, o,6 Teile Kupfer in Pulverform und o,6 Teile kristallisiertes Kupfersulfat hinzu und erhitzt 2o Stunden unter Rückfluß. Man läßt abkühlen, filtriert und säuert mit Essigsäure an. Das sich absetzende Öl dekantiert man und wäscht es mit kaltem Wasser, wobei es zu erhärten beginnt. Man nimmt es in 5o°/oigem siedendem Alkohol auf, setzt Kohlepulver hinzu, filtriert und kühlt. Das auskristallisierende Produkt schmilzt bei 26o bis 265°. Ein zweites Mal aus 5o°/oigem Alkohol umkristallisiert, hat das Produkt einen Schmelzpunkt von 287°.
  • Beispiel 4 18,3 Teile 5-Nitro-2-amino-anisol werden im Verlauf einer Stunde mit 3o Raumteilen konzentrierter Salzsäure und io Teilen kalten Wassers zu einer Paste angerührt. Sobald die Paste homogen ist, setzt man Eis und 5o Teile Wasser hinzu und diazotiert dann durch Einführen von 14 Raumteilen einer 5o%igen Lösung von Natriumnitrit bei einer Temperatur von io°. Nach Verlauf einer viertel Stunde filtriert man die Diazolösung und führt dieselbe im Verlauf einer Stunde tropfenweise und unter kräftigem Rühren bei io° in eine Lösung aus 3o Teilen i n-Butylaminobenzol-2, 4-dicarbonsäure und 5oo Raumteilen einer io%igen Lösung von Natriumcarbonat ein. Nachdem etwa die Hälfte eingegossen wurde, führt man langsam 3o Raumteile Natronlauge von 35° Be ein, ohne jemals die von Thiazolpapier angezeigte Alkalinität zu erreichen. Solbad das freie Diazoderivat verschwunden ist, führt man in Teilmengen und unter Abkühlen von außen 3oo Teile festes Natriumhydroxyd und Zoo Teile Natriumchlorid ein. Die Verbindung wird abfiltriert, gepreßt und bei mäßiger Temperatur getrocknet.
  • Beispiel 5 25,8 Teile 2-Methoxy-5-diäthylsulfamido-i-amino-benzol werden in Zoo Teilen lauwarmen Wassers und 3o Raumteilen konzentrierter Salzsäure aufgelöst. Man setzt Eis hinzu, um die Temperatur auf 5 bis 8° herabzusetzen, und diazotiert dann durch Eingießen von 14 Raumteilen einer 5o°/oigen Lösung von Natriumnitrit. Nach Verlauf einer viertel Stunde führt man dieses Diazoderivat langsam bei io° und unter kräftigem Rühren in eine Lösung aus 29 Teilen i n-Butylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure in 5oo Raumteilen einer io°/oigen Lösung von Natriumcarbonat ein. Gleichzeitig werden 3o Raumteile Natronlauge von 35° Be eingeführt. Sobald das freie Diazoderivat völlig verschwunden ist, wird die Verbindung durch aufeinanderfolgende Mengen von Natriumhydroxyd in Blättchenform, insgesamt 3oo Teile, ausgefällt. Das abgesetzte Öl kristallisiert allmählich aus. Man filtriert, schleudert aus, preßt und trocknet bei mäßiger Temperatur.
  • Beispiel 6 Ein wie im Beispiel z aus 15,2 Teilen 5-Nitro-2-aminotoluol hergestelltes Diazoderivat wird in eine Lösung von 313 Teilen i-Cyclohexylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure in 500 Raumteilen einer io%igen Lösung von Natriumcarbonat eingeführt. Man beendet den Verfahrensgang wie im Beispiel 2, abgesehen davon, daß man Zoo Teile festes Natriumhydroxyd verwendet, um die Verbindung auszufällen.
  • Beispiel 7 21,4Teile 2-Methyl-5-dimethylsulfamido-i-aminobenzol werden in Zoo Teilen lauwarmen Wassers und 3o Raumteilen konzentrierter Salzsäure aufgelöst. Man setzt Eis hinzu, um die Temperatur auf 5 bis 8° herabzusetzen und diazotiert durch Eingießen von 14 Raumteilen einer 5o°/oigen Lösung von Natriumnitrit. Nach Verlauf von einer viertel Stunde führt man dieses Diazoderivat bei io° langsam und unter kräftigem Rühren in eine Lösung von 29 Teilen i-Cyclohexylamino-benzol-2, 4-dicarbonsäure in 40o Raumteilen einer io°/oigen Lösung von Natriumcarbonat ein. Gleichzeitig führt man 3o Raumteile Natronlauge von 35° B6 ein. Sobald das freie Diazoderivat verschwunden ist, wird die Verbindung durch aufeinanderfolgende Mengen von 375 Teilen Natriumhydroxyd in Blättchenform ausgefällt. Es setzt sich ein gelbes Öl ab, das allmählich auskristallisiert. Man filtriert, schleudert aus, preßt und trocknet bei mäßiger Temperatur.
  • Beispiel 8 Wie im Beispiel i stellt man ein Diazoderivat aus 7,2 Teilen 4-Chlor-z-amino-toluol her und verfährt weiter wie in dem erwähnten Beispiel, wobei man den Stabilisator durch 14,5 Teile Phenylglycin-2, 4-dicarbonsäure ersetzt. Das Ausfällen der Verbindung erfolgt durch den Zusatz von 75 Teilen festem Natriumhydroxyd.
  • Die Phenylglycin-2, 4-dicarbonsäure wird in der folgenden Weise hergestellt: Eine Lösung aus 34 Teilen i-Chlor-benzol-2, 4-dicarbonsäure, 51 Teilen Glykokoll, 22o Teilen Wasser und 7o Raumteilen Natronlauge von 35° B6 wird mit einem Teil Kupfer in Pulverform und einem Teil kristallisiertem Kupfersulfat versetzt und dann 30 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Man filtriert das Kupfer ab, kühlt und säuert durch Hinzufügen konzentrierter Salzsäure an. Das Produkt wird in 5o°/oigem Alkohol gereinigt; es hat einen Schmelzpunkt von 318 bis 32z°, wobei es stark sublimiert und sich zersetzt.
  • Beispiel 9 Wenn man im Beispiel i die i n-Butylaminobenzol-2, 4-dicarbonsäure durch 13 Teile i-Methylaminobenzol-2, 4-dicarbonsäure ersetzt, dann erhält man nach dem gleichen Verfahren ein Diazoamino-Derivat, welches aus der Lösung durch den Zusatz von 5o Teilen festen Natriumhydroxyds ausgefällt wird.
  • Die i-Methylaminobenzol-2, 4-dicarbonsäure kann auf folgende Weise hergestellt werden Man erhitzt ein Gemisch aus den nachstehenden Produkten 30 Stunden im Autoklaven bei einer Temperatur von iio bis 115°: 6o Teile i-Chlqr-benzol-2, 4-dicarbonsäure, 104 Teile einer 36%igen Lösung von Methylamin, 66 Raumteile Natronlauge von 35° B6, 1,5 Teile Kupfer in Pulverform, 1,5 Teile kristallisiertes Kupfersulfat. Nach dem Abkühlen filtriert man und säuert das Filtrat mit Salzsäure an. Es wird bei ausgezeichneter Ausbeute ein in Alkohol sehr wenig lösliches, weißes Produkt ausgefällt. Dieses Produkt wird gereinigt durch nochmaliges Ausfällen aus seiner alkalischen Lösung mittels Essigsäure und Waschen. Schmelzpunkt 3ro bis 3i5° bei Sublimieren und Zersetzung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten der nachstehenden allgemeinen Formel sowie deren wasserlöslichen Salzen, in welcher Formel der Benzolkern A durch Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert sein kann, R den Rest eines aromatischen Amins oder eines Amins, welches sich bei der Diazotierung wie ein aromatisches Amin verhält, darstellt, X eine Alkyl- oder eine Cycloalkylgruppe, welche gegebenenfalls substituiert sein kann und 7i z oder 2 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daB man eine Diazo- oder Tetrazoverbindung eines Amins des Restes R in nicht saurem Medium mit einer Verbindung der allgemeinen Formel oder einem seiner wasserlöslichen Salze kondensiert, wobei der Benzolkern A durch Halogenatome, durch Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert sein kann und X eine gegebenenfalls substituierte Alkyl- oder Cycloalkylgruppe darstellt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten gemäß Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB man solche Verbindungen als Ausgangsverbindungen verwendet, bei denen X eine der folgenden Gruppen -CH.-CH,-CH,-CH., -CHZ-CHZOH, -CH,-COOH, -CH, oder darstellt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 513 Zog.
DE1954C0010341 1953-12-01 1954-11-30 Verfahren zur Herstellung von Diazoamino-Derivaten Expired DE1000392C2 (de)

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