DE10002375A1 - Steuervorrichtung für ein Insassenschutzmittel - Google Patents
Steuervorrichtung für ein InsassenschutzmittelInfo
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Abstract
Steuervorrichtung für ein Insassenschutzmittel mit einer Zündpille zur Aktivierung des Insassenschutzmittels, einer Energiequelle zum Bereitstellen einer Versorgungsspannung für die Zündpille, einem Schalttransistor zum Aufschalten der Zündpille auf die Energiequelle, wobei die gesteuerte Strecke des Schalttransistors, die Energiequelle und die Zündpille in Reihe zueinander geschaltet sind, und einer dem Steueranschluß des Schalttransistors vorgeschaltete Ansteuerschaltung, die den Schalttransistor derart steuert, daß der Widerstand der gesteuerten Strecke im eingeschalteten Zustand des Transistors konstant gehalten wird, das dabei am Steueranschluß anliegende Signal ausgewertet wird, aus dem Signal am Steueranschluß die im Schalttransistor umgesetzte Energie ermittelt wird und bei Erreichen eines vorgegebenen Energiegrenzwertes der Schalttransistor abgeschaltet wird.
Description
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für ein Insas
senschutzmittel.
Eine beispielsweise in der amerikanischen Patentschrift US
5,194,755 beschriebene, bekannte Steuervorrichtung enthält
eine Serienschaltung aus einer ersten steuerbaren Schaltstu
fe, einem dem Insassenschutzmittel zugeordneten Zündelement
und einer zweiten steuerbaren Schaltstufe. Diese Serienschal
tung wird aus einer Energiequelle gespeist. Werden beide
Schaltstufen in den leitenden Zustand gebracht, so wird dem
Zündelement Energie aus der Energiequelle zugeführt. Das als
Heizwiderstand ausgebildete Zündelement wird infolge des
Stromflusses erwärmt und führt im zugeordneten Gasgenerator
zu einer Gasfreisetzung. Das freigesetzte Gas strömt bei
spielsweise in einen Airbag. Es können jedoch auch andere In
sassenschutzmittel wie Gurtstraffer oder Überrollbügel auf
ähnliche Art betrieben werden.
Oft werden mehrere derartige Zündkreise parallel zueinander
angeordnet, wobei insbesondere die Schaltstufen auf einem ge
meinsamen Schaltungsträger als ASIC integriert werden. Vor
zugsweise werden alle Zündkreise aus einer gemeinsamen Ener
giequelle gespeist. Die Energiequelle kann die Fahrzeugbatte
rie sein oder ein Zündkondensator, der Energie freigibt für
den Fall, dass die Fahrzeugbatterie bei einem Unfall zu Scha
den gekommen sein sollte. Der Zündkondensator ist dabei der
art bemessen, dass er ausreichend Energie zum Zünden aller
Zündelemente trägt. Die Zündelemente unterschiedlicher Zünd
kreise können unabhängig voneinander auch zu unterschiedli
chen Zeiten gezündet werden.
Um sicher zu stellen, dass ein Zündelement tatsächlich gezün
det wird, ist es notwendig, die Einschaltzeit sehr viel län
ger zu bemessen als tatsächlich notwendig. Damit muss jedoch
die Energiequelle und insbesondere ein zur Pufferung der
Fahrzeugbatterie parallel geschalteter Zündkondensator weit
aus größer ausgelegt werden, als tatsächlich notwendig ist.
Darüber hinaus kann eines der Zündelemente beim Zünden kurz
schließen und es würde im Folgenden eine große Energiemenge
aus dem Zündkondensator über diesen Kurzschluss abfließen.
Für nachfolgend zu zündende Zündelemente würde der Zündkon
densator dann nicht mehr ausreichend Energie bereitstellen
können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Steuervorrichtung
für ein Insassenschutzmittel anzugeben, bei der der Energie
quelle weniger Verlustenergie entnommen wird.
Die Aufgabe wird durch eine Steuervorrichtung gemäß Patentan
spruch 1 gelöst. Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Er
findungsgedanken sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Vorteil der Erfindung ist es, dass die Zündenergie je einzel
nem Zündkreis, d. h. für jedes Zündelement einzeln dosiert
werden kann. Es wird dabei nur soviel Energie den Zündelemen
ten zugeführt, als diese zum Zünden benötigen. Damit können
kleinere Energiespeicher vorgesehen werden, welche einen ge
ringeren Platzbedarf, geringere Kosten und einen besseren
Wirkungsgrad bieten. Bei gleicher Energiequelle ist daher die
Versorgung einer höheren Anzahl von Zündelementen möglich.
Erreicht wird dies dadurch, dass durch geeignete Steuerung
von als Schaltstufen verwendeten Transistoren im eingeschal
teten Zustand deren Widerstand auf der gesteuerten Strecke
konstant gehalten wird. Der Stromfluss durch die Transistoren
führt zu deren Erwärmung. Das Halbleitervolumen des Transis
tors wirkt dabei als thermische Kapazität eines Energie-
Integrators. Dabei wirken sich durch die Energiezunahme be
dingte Erhöhungen der Temperatur des Siliziums in einer ent
sprechenden Zunahme des Widerstands auf der gesteuerten Strecke
des Transistors aus. Um trotz sich ändernder Temperatur
den Widerstand der gesteuerten Strecke konstant zu halten ist
eine Änderung der Ansteuerspannung notwendig. Die Spannungs
änderung ist also proportional zur Temperatur und kann damit
zur Energieberechnung ausgenutzt werden. Nach dem Beginn der
Energieaufzeichnung erfolgt mittels einer entsprechenden E
nergieberechnung dann das kontrollierte Abschalten der
Schaltstufe(n).
Im Einzelnen wird bei einer aus einer Energiequelle gespeis
ten Reihenschaltung aus einem Zündelement und der gesteuerten
Strecke eines Schalttransistors der Steueranschluss des
Schalttransistors durch eine vorgeschaltete Ansteuerschaltung
derart gesteuert, dass der Widerstand der gesteuerten Strecke
im eingeschalteten Zustand des Transistors konstant gehalten
wird, dass das an einem Steueranschluss anliegende Signal
ausgewertet wird, aus dem Signal am Steueranschluss die im
Schalttransistor umgesetzte Energie ermittelt wird und bei
Erreichen eines vorgegebenen Energiegrenzwertes innerhalb ei
ner bestimmten Zeit der Schalttransistor abgeschaltet wird.
Bevorzugt ist der Energiequelle eine Kapazität, beispielswei
se ein Zündkondensator parallel geschaltet, die dazu dient,
bei Ausfall der Fahrzeugbatterie die Energie für die Zündele
mente bereitzustellen. Als Energiequelle für eine Zündung
kann auch nur ein Kondensator alleine vorgesehen werden, des
sen Ladespannung auch über der Bordspannung liegen kann.
Die Ansteuerschaltung ist vorzugsweise mit einem Sensor, bei
spielsweise einem Crash-Sensor verbunden. Bei bestimmten Sig
nalen des Sensors, beispielsweise bei einem Aufprall entspre
chenden Signalen, wird dann in Abhängigkeit von dem Sensor
signal durch die Ansteuerschaltung der Schalttransistor
durchgeschaltet. Beim Durchschalten des Schalttransistors
wird dieser bevorzugt getaktet, wodurch die Energie dem
Schalttransistor in Portionen zugeführt wird. Dabei werden
die Energieportionen mittels Impulsen derart abgegeben, dass
ein einzelner Impuls nicht zur Zündung führen kann. Auf diese
Weise ist eine sehr einfache Dosierung der Energiemenge mög
lich und es lassen sich vorteilhafter Weise alle Zündkreise
(mit unterschiedlichen Zündpillen) aus nur einem einzigen
Energiespeicher versorgen.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Steuerschaltung einen Vergleichstransistor aufweist, des
sen gesteuerte Strecke durch eine Stromquelle gespeist wird
und bei dem zur Ermittlung des Widerstandes auf der gesteuer
ten Strecke des Schalttransistors der Widerstand auf der ge
steuerten Strecke des Vergleichstransistors durch Bestimmen
der Spannung über der gesteuerten Strecke des Vergleichstran
sistors ermittelt wird. Damit läßt sich mit geringem Aufwand
und hoher Genauigkeit ohne Eingriff in den Ausgangskreis des
Schalttransistors dessen Widerstand auf der gesteuerten Stre
cke bestimmen.
Bei Verwendung eines Vergleichstransistors kann auch vorgese
hen werden, dass bei ausgeschalteten Schalttransistor der Wi
derstand auf der gesteuerten Strecke des Vergleichstransis
tors ermittelt wird, der jeweils aktuelle Widerstandswert
beim Einschalten des Schalttransistors gespeichert wird, beim
Einschalten der Steueranschluss des Schalttransistors mit dem
Steueranschluss des Vergleichstransistors gekoppelt wird und
nachfolgend der Spannungswert an den gekoppelten Steueran
schlüssen von Schalttransistor und Vergleichstransistor ge
genüber dem gespeicherten Spannungswert des Vergleichstran
sistors beim Einschalten geregelt wird. Dabei wird die Ände
rung der Ansteuerspannung ausgewertet und zur Energieberech
nung verwendet. Damit läßt sich mit hoher Genauigkeit und ge
ringem Aufwand die Energieaufnahme des Schalttransistors
bestimmen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand des in der einzigen Fi
gur der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
Bei der als Ausführungsbeispiel gezeigten erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung ist ein Zündelement 1 über einen High-Side-
Schalter und einen Low-Side-Schalter an einer Energiequelle
angeschlossen, welche beispielsweise durch eine Batterie 2
und einer dazu parallel geschalteten Reihenschaltung aus ei
ner Diode 23 und einem Kondensator 3 gebildet wird. Der Low-
Side-Schalter besteht im wesentlichen aus einem MOS-
Feldeffekttransistor 4 vom n-Kanal-Typ, dessen Sour
ceanschluss mit dem negativen Pol der Batterie 2 sowie dem
negativen Pol einer Spannungsquelle 5 verbunden ist. Der
Drainanschluss des Feldeffekttransistors 4 ist mit einem An
schluss des Zündelements 1 verbunden, dessen anderer An
schluss mit dem Sourceanschluss eines MOS-Feldeffekttransis
tors 6 vom n-Kanal-Typ verbunden ist.
Der Feldeffekttransistor 6 bildet einen wesentlichen Bestand
teil des High-Side-Schalters und ist über seinen Drai
nanschluss unter Zwischenschaltung der Diode 23 mit dem posi
tiven Pol der Batterie 2 gekoppelt. Der Gateanschluss des
Feldeffekttransistor 6 ist über einen gesteuerten Schalter 7
auf den Gateanschluss eines MOS-Feldeffekttransistors 8 vom
n-Kanal-Typ aufschaltbar. Die Sourceanschlüsse der beiden
Feldeffekttransistoren 6 und 8 sind miteinander gekoppelt so
wie unter Zwischenschaltung eines Widerstandes 9 mit dem in
vertierenden Eingang eines Differenzverstärkers 10 verbunden.
Der nicht invertierende Eingang des Differenzverstärkers 10
ist unter Zwischenschaltung eines Widerstandes 11 an den
Drainanschluss des Feldeffekttransistors 8 angeschlossen, wo
bei der Drainanschluss des Feldeffekttransistors 8 zudem über
eine Stromquelle 12 mit dem positiven Pol der Spannungsquelle
5 gekoppelt ist. Der Ausgang des Differenzverstärkers 10 ist
über einen Widerstand 13 mit dem nicht invertierenden Eingang
eines weiteren Differenzverstärkers 14 gekoppelt, dessen in
vertierender Eingang über eine Referenzspannungsquelle 15 mit
dem negativen Pol der Spannungsquelle 5 beziehungsweise der
Batterie 2 verbunden ist.
Der Ausgang des Differenzverstärkers 14 ist dabei mit dem Ga
teanschluss des Feldeffekttransistors 8 derart verbunden,
dass der Ausgang des Differenzverstärkers 14 permanent dem
Gateanschluss des Feldeffekttransistors 8 verbunden ist und
über den Schalter 7 auf den Gateanschluss des Feldeffekttran
sistors 6 aufschaltbar ist. Der Ausgang des Differenzverstär
kers 14 ist zudem zum einen über einen Widerstand 150 mit dem
nicht invertierenden Eingang eines Differenzverstärkers 16
und zum anderen mittels eines gesteuerten Schalters 17 auf
den invertierenden Eingang des Differenzverstärkers 16 auf
schaltbar. Der invertierende Eingang des Differenzverstärkers
16 ist dabei über einen Kondensator 18 und der nicht inver
tierende Eingang des Differenzverstärkers 16 ist über eine
Stromsenke 19 mit dem negativen Pol der Spannungsquelle 5 be
ziehungsweise der Batterie 2 gekoppelt. Der Ausgang des Dif
ferenzverstärkers 16 steuert schließlich den Schalter 7. Der
Schalter 17 sowie der Gateanschluss des Feldeffekttransistors
4 werden durch eine Auswerteschaltung 20 in Angängigkeit von
einem Crash-Sensor 21 bei einem Aufprall gelieferten Signal
gesteuert.
Die Funktionsweise der gezeigten Steuervorrichtung beruht
darauf, dass der Stromfluss durch den Feldeffekttransistor 6
zur Erwärmung desselben führt. Das Siliziumvolumen des Feld
effekttransistors 6 dient dabei als thermische Kapazität ei
nes Energieintegrators. Eine Änderung der Temperatur des Si
liziumvolumens zieht eine proportionale Änderung des Wider
standes der Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors 6
nach sich. Durch entsprechende Ansteuerung des Gateanschlus
ses des Feldeffekttransistors 6 wird der Widerstand auf der
Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors 6 konstant
gehalten. Die Spannungsänderung, die notwendig ist um den Wi
derstand konstant zu halten, ist proportional zur Temperatur
und kann damit zur Energieberechnung ausgenutzt werden. Dazu
wird beim Einschalten die Gatespannung gespeichert und als
Startwert angenommen. Demgegenüber wird dann die Veränderung
der Temperatur bestimmt. Überschreitet diese Temperaturände
rung einen bestimmten Wert, erfolgt ein kontrolliertes Ab
schalten des Feldeffekttransistors C. Durch besondere Maßnah
men könnte in gleicher Weise aber auch zusätzlich ein Ab
schalten des Feldeffekttransistors 4 erfolgen.
Beim Ausführungsbeispiel wird die Temperaturänderung und da
mit die Energieaufnahme im Feldeffekttransistor 6 mittels ei
nes Vergleichstransistors, nämlich des Feldeffekttransistors
8, ermittelt, wobei beide Feldeffekttranssitoren 6 und 8
thermisch sehr gut miteinender gekoppelt sind. Mit dem Ein
schalten werden die Feldeffektransistoren 6 und 8 eingangsei
tig parallel betrieben und dabei der Widerstand auf der
Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors 8 gemessen,
indem dieser durch die Stromquelle 12 mit einem Konstantstrom
gespeist wird und dazu die Spannung über der Drain-Source-
Strecke des Feldeffekttransistors 8 mittels des Differenzver
stärkers 10 gemessen wird. Der nachgeschaltete Differenzver
stärker 14 dient in Verbindung mit der Referenzspannungsquel
le 15 dazu, die schwebende Spannung der Drain-Source-Strecke
des Feldeffekttransistors 8 in eine Spannung umzusetzen, die
auf die negativen Pole der beiden Batterien 2 und 5 bezogen
ist. Am Ausgang des Differenzverstärkers 14 steht somit eine
Spannung zur Verfügung, die zur Regelung des Widerstandes auf
der Drain-Source-Strecke des Feldeffekttransistors 8 an des
sen Gateanschluss angelegt ist.
Durch eingangseitige Parallelschaltung der Feldeffekttransis
toren 6 und 8 verhalten sich die Widerstände R6, R8 der
Drain-Source-Strecken umgekehrt proportional zu den Flächen
F6, F8 der Feldeffekttransistoren 6 und 8 (R6.F6 = F5.R8). Die
Ansteuerspannung für den Gateanschluss des Feldeffekttransis
tors 8 wird darüber hinaus zur Energieberechnung ausgewertet
dadurch, dass die vor dem Einschalten auftretende Spannung am
Gateanschluss des Feldeffekttransistors 8 in dem Kondensator
18 gespeichert wird und beim Durchschalten der Steuervor
richtung durch die Auswerteeinrichtung 20 der Schalter 17 ge
öffnet wird. Damit bleibt der bisherige Wert in dem Kondensa
tor 18 gespeichert. In diesem Fall sind auch die Ga
teanschlüsse der beiden Feldeffekttransistoren 6 und 8 einan
der parallel geschaltet, so dass sich Temperaturänderungen
beim Feldeffekttransistor 6 auf die Ansteuerspannung für die
beiden Gateanschlüsse auswirkt. Diese Änderung wird über ei
nem Widerstand 150 auf den Differenzverstärker 16 eingekoppelt,
dem zusätzlich ein Strom von der Stromquelle 19 zugeführt
wird. Der Strom der Stromquelle 19 markiert dabei einen Tem
peraturgrenzwert.
Übersteigt nun der durch den Widerstand 150 fließende Strom in
Verbindung mit dem von der Stromquelle 19 bereitgestellten
Referenzstrom einen Pegel, der durch die Spannung über dem
Kondensator 18 vorgegeben ist, dann schaltet der Differenz
verstärker 16 an seinem Ausgang um und trennt den Ga
teanschluss des Feldeffekttransistors 6 von dem Gateanschluss
des Feldeffekttransistors 8. Dadurch sperrt wiederum der
Feldeffekttransistor 6 und der das Zündelement 1 einschlies
sende Stromkreis wird gesperrt.
Im Falle der Auslösung des Crashsensors 21 wird folglich die
Auswerteschaltung aktiviert, welche dann den Schalter 17 und
den Feldeffekttransistor 4 getaktet einschaltet. Das bedeu
tet, dass während der Einschaltphase ein mehrmaliges Ein- und
Ausschalten erfolgt, während im ausgeschalteten Zustand die
Feldeffekttransistoren 4 und 6 permanent gesperrt sind. Die
Energie wird somit den Feldeffekttransistoren 4 und 6 in Por
tionen zugeführt, wodurch es möglich ist, auch mehrere Zünd
kreise (nicht in der Zeichnung dargestellt) aus einem Ener
giespeicher, nämlich aus der Batterie 2 in Verbindung mit dem
Kondensator 3 zu versorgen. Die Energieimpulse sind vorzugs
weise so bemessen, dass ein einzelner Impuls nicht zur Zün
dung führen kann.
Nachdem eine ausreichende Menge Energie durch das Zündelement
1 geflossen ist, zündet das Zündelement 1, wodurch ein Airbag
22 aufgeblasen wird. Nach dem Zünden hat das Zündelement 1
entweder einen sehr hohen Widerstand, so dass der Stromfluss
durch die Feldeffekttransistoren 4 und 6 ohnehin äußerst ge
ring ist, oder aber einen sehr kleinen, einen kurzschluss
ähnlichen Widerstand, was eine Aufheizung insbesondere des
Feldeffekttransistors 6 zur Folge hat. Durch die Temperatur
zunahme wird dann das Zündelement mittels Feldeffekt
transistor 6 in der oben beschriebenen Weise abgeschaltet.
Folglich wird keine weitere Energie mehr aus der Energiequel
le bestehend aus Batterie 2 und/oder Kondensator 3 entnommen,
die dann für weitere Zündelemente zur Verfügung steht.
Die durch den Feldeffekttransistor 6 aufgenommene elektrische
Energie E in Abhängigkeit vom Drain-Source-Strom I des Feld
effekttransistors 6, vom Drain-Source-Widerstand R6 des Feld
effekttransistors 6 und von der Zeit t läßt sich unter der
Bedingung, dass die Zeit t so kurz ist, dass die Wärmeablei
tung vernachlässigt werden kann, formal wie folgt beschrei
ben:
E = I2.R6.t ≈ Q = C.m.ΔT.
Die aufgenommene elektrische Energie E ist darüber hinaus
proportional zur Wärmemenge Q, die ihrerseits gleich dem
Produkt aus der spezifischen Wärmekapazität C des Feldeffekt
transistors 6, der Masse m des Halbleiters und der Tempera
turänderung ΔT ist. Der Widerstand R6 ist dabei proportional
dem Produkt aus der Gatespannung Ugs des Feldeffekttransis
tors 6 der Temperatur T und einer von der Halbleiterfläche
abhängigen Konstante K:
R6 = K.T/Ugs.
Das bedeutet, dass zum Konstanthalten des Widerstandes R6 bei
sich aufgrund einer Energieaufnahme steigenden Temperatur T
die Gatespannung entsprechend nach geregelt werden muß. Die
somit notwendige Spannungsänderung kann aber zur Bestimmung
der Temperaturänderung und damit zur Bestimmung der aufgenom
menen Energie ausgewertet werden.
Eine bestimmte Energie muss also zur korrekten Zündung inner
halb einer bestimmten Zeitspanne abhängig von der verwendeten
Zündpille zugeführt werden. Wird die gleiche Energie bei
spielsweise über einen längeren Zeitraum zugeführt, erfolgt
dagegen keine Zündung, da die erforderliche Wärme wieder ab
geleitet wird und die zum Zünden erforderliche Temperatur
(ca. 300 Grad Celcius am Zünddraht) nicht erreicht wird.
Claims (6)
1. Steuervorrichtung für ein Insassenschutzmittel mit
einer Zündpille zur Aktivierung des Insassenschutzmit tels,
einer Energiequelle zum Bereitstellen einer Versorgungs spannung für die Zündpille,
einem Schalttransistor zum Aufschalten der Zündpille auf die Energiequelle, wobei die gesteuerte Strecke des Schalt transistors, die Energiequelle und die Zündpille in Reihe zu einander geschaltet sind, und
einer dem Steueranschluß des Schalttransistors vorge schaltete Ansteuerschaltung, die den Schalttransistor derart steuert,
daß der Widerstand der gesteuerten Strecke im eingeschal teten Zustand des Transistors konstant gehalten wird, das da bei am Steueranschluß anliegende Signal ausgewertet wird, aus dem Signal am Steueranschluß die im Schalttransistor umge setzte Energie ermittelt wird und bei Erreichen eines vorge gebenen Energiegrenzwertes innerhalb einer bestimmten Zeit der Schalttransistor abgeschaltet wird.
einer Zündpille zur Aktivierung des Insassenschutzmit tels,
einer Energiequelle zum Bereitstellen einer Versorgungs spannung für die Zündpille,
einem Schalttransistor zum Aufschalten der Zündpille auf die Energiequelle, wobei die gesteuerte Strecke des Schalt transistors, die Energiequelle und die Zündpille in Reihe zu einander geschaltet sind, und
einer dem Steueranschluß des Schalttransistors vorge schaltete Ansteuerschaltung, die den Schalttransistor derart steuert,
daß der Widerstand der gesteuerten Strecke im eingeschal teten Zustand des Transistors konstant gehalten wird, das da bei am Steueranschluß anliegende Signal ausgewertet wird, aus dem Signal am Steueranschluß die im Schalttransistor umge setzte Energie ermittelt wird und bei Erreichen eines vorge gebenen Energiegrenzwertes innerhalb einer bestimmten Zeit der Schalttransistor abgeschaltet wird.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, bei der eine Kapazität
der Energiequelle parallel geschaltet ist.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die
Steueranschaltung mit einem Sensor verbunden ist und bei be
stimmten Signalen des Sensors den Schalttransistor durch
schaltet.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, bei der die Steuer
schaltung den Schalttransistor getaktet durchschaltet.
5. Steuervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Steuerschaltung einen Vergleichstransistor auf
weist, dessen gesteuerte Strecke durch eine Stromquelle ge
speist wird und bei dem zur Ermittlung des Widerstandes auf
der gesteuerten Strecke des Schalttransistors der Widerstan
des auf der gesteuerten Strecke des Vergleichstransistors
durch Bestimmen der Spannung über der gesteuerten Strecke des
Vergleichstransistors ermittelt wird.
6. Steuervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der die Steuerschaltung einen Vergleichstransistor auf
weist, wobei
bei ausgeschaltetem Schalttransistor der Widerstand auf der gesteuerten Strecke des Vergleichstransistors ermittelt wird,
der jeweils aktuelle Widerstandswert beim Einschalten des Schalttransistors gespeichert wird,
beim Einschalten der Steueranschluß des Schalttransistors mit dem Steueranschluß des Vergleichstransistors gekoppelt wird und
nachfolgend der Spannungswert an den gekoppelten Steuer anschlüssen von Schalttransistor und Vergleichstransistor ge genüber dem gespeicherten Spannungswert des Vergleichstransi tors beim Einschalten geregelt wird.
bei ausgeschaltetem Schalttransistor der Widerstand auf der gesteuerten Strecke des Vergleichstransistors ermittelt wird,
der jeweils aktuelle Widerstandswert beim Einschalten des Schalttransistors gespeichert wird,
beim Einschalten der Steueranschluß des Schalttransistors mit dem Steueranschluß des Vergleichstransistors gekoppelt wird und
nachfolgend der Spannungswert an den gekoppelten Steuer anschlüssen von Schalttransistor und Vergleichstransistor ge genüber dem gespeicherten Spannungswert des Vergleichstransi tors beim Einschalten geregelt wird.
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