DE10000290A1 - Scheinwerfer, insbesondere Kraftfahrzeug-Scheinwerfer - Google Patents
Scheinwerfer, insbesondere Kraftfahrzeug-ScheinwerferInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Scheinwerfer, insbesondere einen Kraftfahrzeug-Scheinwerfer, mit einer elektrischen Scheinwerferlampe, welche Lichteinstrahlung durch eine Abschlußscheibe nach außen abstrahlt, und mit einem optoelektronischen Lichtempfänger (1), der von Verunreinigungen auf der Außenseite der Abschlußscheibe nach innen reflektiertes Licht der Scheinwerferlampe empfängt und in Abhängigkeit davon ein elektrisches Ausgangssignal abgibt. Um die Störsicherheit zu erhöhen und einen effizienteren Einsatz von Reinigungsmitteln zur Scheinwerferreinigung zu ermöglichen, schlägt die Erfindung vor, daß der Lichtempfänger (1) an eine ereignisgesteuerte elektronische Filtereinheit (2) mit externen Steuereingängen (S1-S5) angeschlossen ist. Diese Anordnung ermöglicht die Umsetzung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betrieb einer Scheinwerfer-Reinigungsanlage, die erfindungsgemäß nur dann aktivierbar ist, wenn vorgegebene Bedingungen durch externe Steuersignale erfüllt sind.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen
Scheinwerfer, insbesondere einen Kraftfahrzeug-Scheinwerfer,
mit einer elektrischen Scheinwerfer-Lampe, welche
Lichtstrahlung durch eine Abschlußscheibe nach außen
abstrahlt, und mit einem optoelektronischen Lichtempfänger,
der von Verunreinigungen auf der Außenseite der
Abschlußscheibe nach innen reflektiertes Licht der Lampe
empfängt und in Abhängigkeit davon ein elektrisches
Ausgangssignal abgibt. Weiterhin umfaßt die Erfindung ein
Verfahren, bei dem in Abhängigkeit von der gemessenen
Verunreinigung der Abschlußscheibe eine Scheinwerfer-
Reinigungsanlage in Betrieb genommen wird.
Auf der Außenseite von Scheinwerfern sammeln sich im Laufe
der Zeit unvermeidlich Verunreinigungen, insbesondere bei
Kraftfahrzeug-Scheinwerfern durch Staub, aufgewirbelten
Straßenschmutz, Insekten und dergleichen. Diese
Verunreinigungen führen unweigerlich zu einer Abdunkelung des
Scheinwerfers und müssen daher auf jeden Fall von Zeit zu
Zeit entfernt werden, wenn die Verschmutzung ein gewisses Maß
übersteigt. Bei modernen Kraftfahrzeugen sind hierzu
spezielle Scheinwerfer-Reinigungsanlagen mit auf die
Streuscheibe gerichteten Hochdruck-Wasser- bzw.
Reinigungsmitteldüsen vorhanden. Durch die allmähliche
Abdunkelung des Scheinwerferlichts und die
Anpassungsfähigkeit des menschlichen Auges würde eine allein
auf die Wahrnehmung eines Fahrzeugfahrers gestützte, manuelle
Aktivierung der Reinigungsanlage in der Regel zu spät
erfolgen, das heißt, wenn die Verschmutzung der Scheinwerfer-
Streuscheibe bereits so stark ist, daß die Sicherheit der
Verkehrsteilnehmer nicht mehr umfassend gewährleistet ist.
Wenn hingegen die Scheinwerfer-Reinigungsanlage aus
Sicherheitsüberlegungen unabhängig von der Wahrnehmung des
Fahrzeugfahrers beispielsweise fest an die Betätigung der
Windschutzscheiben-Waschanlage gekoppelt wird, wird die
Scheinwerfer-Reinigungsanlage zu häufig aktiviert mit der
Folge, daß ein enormer Verbrauch des Reinigungsmittels
auftritt. Dies wird als unangenehm empfunden, da das
Reinigungsmittel relativ kostspielig ist und das Nachfüllen
des in aller Regel im Motorraum angeordneten
Reinigungsbehälters mit einem gewissen Aufwand verbunden ist.
Um einem Fahrzeugfahrer den Verschmutzungsgrad der
Scheinwerfer-Abschlußscheibe objektiv anzuzeigen, sind im
Stand der Technik optische Schmutzsensoren bekannt,
beispielsweise aus der DE-OS 21 37 231. Diese nutzen den
Effekt, daß ein Teil des von der Scheinwerferlampe durch die
Abschlußscheibe abgestrahlten Lichts durch anhaftende
Verunreinigungen ins Scheinwerferinnere zurückreflektiert
bzw. -remittiert wird. Dieses reflektierte Licht, welches ein
eindeutiges Maß für den jeweiligen Verschmutzungsgrad ist,
wird von einem optoelektronischen Lichtempfänger, wie einer
Fotodiode oder dergleichen erfaßt. Das Ausgangssignal kann
dem Fahrzeugfahrer optisch oder akustisch angezeigt werden
oder unmittelbar, das heißt automatisch die Aktivierung der
Scheinwerfer-Reinigungsanlage auslösen.
Die Verwendung derartiger Lichtsensor-Anordnungen in
Scheinwerfern hat den Vorteil, daß das Lichtsensor-
Ausgangssignal ein objektives Kriterium für die Auslösung
bzw. Betätigung der Abschlußscheiben-Reinigungsanlage
liefert. Nachteilig ist dabei jedoch, daß Störeinflüsse zu
einer Verfälschung des Lichtempfänger-Ausgangssignals führen
können, wodurch der Reinigungsvorgang zu häufig oder zu
selten eingeleitet wird. Diese unerwünschten Signaländerungen
werden beispielsweise durch interne Lichtquellen wie
Blinklicht, Fernlicht, Positionslicht oder Nebelscheinwerfer,
Änderungen im Strahlengang des Scheinwerfers, wie etwa durch
Leuchtweitenregelung, oder auch durch bestimmte externe
Störeinflüsse, wie eingestrahltes Fremdlicht oder
dergleichen, hervorgerufen.
Der vorliegenden Erfindung liegt deswegen die
Aufgabenstellung zugrunde, die Störsicherheit einer
derartigen Verschmutzungsanzeige für die Abschlußscheibe
eines Scheinwerfers zu verbessern. Insbesondere sollen
Störeinflüsse von externen Störquellen erkannt und
berücksichtigt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabenstellung schlägt die Erfindung vor,
daß der Lichtempfänger an eine ereignisgesteuerte
elektronische Filtereinheit mit externen Steuereingängen
angeschlossen ist.
Ein ereignisgesteuertes elektronisches Filter hat neben dem
eigentlichen Signaleingang zumindest einen weiteren
Steuereingang, dem externe Steuersignale zugeführt werden
können. Das Eingangssignal, bei der Erfindung das vom
Lichtempfänger abgegebene Signal, wird dabei gemäß einem
vorgegebenen Filteralgorithmus in Abhängigkeit und unter
Berücksichtigung von den anstehenden Steuersignalen bewertet.
Das Ausgangssignal der Filtereinheit, welches eine Anzeige-
oder Betätigungseinrichtung ansteuert, wird somit unter
Berücksichtigung externer Informationen, beispielsweise über
externe Störquellen abgegeben. Dadurch wird die Relevanz
externer Störquellen für die Qualität des Ausgangssignals
zugunsten einer besseren Störsicherheit erheblich vermindert.
Die erfindungsgemäße Anordnung hat den besonderen Vorteil,
daß externe Störeinflüsse bezüglich der Verschmutzungsgrad-
Messung der Scheinwerfer-Abschlußscheibe nunmehr erstmals
quantitativ berücksichtigt werden können. Den Fahrern von
Kraftfahrzeugen wird die Notwendigkeit einer Reinigung der
Scheinwerfer-Abschlußscheibe nur dann angezeigt bzw. diese
selbsttätig wird nur dann ausgelöst, wenn sie tatsächlich
erforderlich ist. Dies bringt natürlich einen besonders
effektiven Einsatz des Reinigungsmittels mit sich, wodurch
wegen des geringeren Verbrauchs einerseits Kosten eingespart
werden und andererseits der Vorratsbehälter seltener
nachgefüllt werden muß. Dabei ist auf jeden Fall
gewährleistet, daß ein Verschmutzungsgrad, der eine Reinigung
erforderlich macht, sicher erkannt wird und die Reinigung der
Scheinwerfer-Abschlußscheibe eingeleitet bzw. angezeigt wird,
noch bevor eine zu starke Verschmutzung zu einer
unmittelbaren Gefährdung führen könnte.
Im einzelnen sieht die Erfindung vor, daß elektrische
Signale, welche eindeutig mit den externen Störgrößen
korreliert sind, als Steuersignale dem erfindungsgemäßen
ereignisorientierten Filter zugeführt werden. Dort gehen sie
als Bedingungen in die Bewertung des Lichtempfänger-
Ausgangssignals ein, um zu entscheiden, ob eine Scheinwerfer-
Reinigung angezeigt bzw. direkt veranlaßt werden soll. Zu
diesem Zweck kann der Steuerausgang der Filtereinheit an eine
Anzeigeeinrichtung angeschlossen sein, die dem Fahrzeugfahrer
optische und/oder akustische Meldung gibt, wenn der
Scheinwerfer über ein bestimmtes Maß verschmutzt ist, oder
dies kontinuierlich anzeigt.
Alternativ kann der Steuerausgang der Filtereinheit an eine
Reinigungseinrichtung für die Abschlußscheibe angeschlossen
sein, wodurch beim Erreichen eines vorgegebenen
Verschmutzungs-Grenzwerts durch Betätigung der
Reinigungsdüsen selbsttätig eine Scheinwerferreinigung
veranlaßt wird.
Die Messung des von der Scheinwerferlampe abgegebenen und von
der Verschmutzung reflektierten Lichts setzt voraus, daß die
Scheinwerferlampe in Betrieb ist, das heißt tatsächlich an
ihre Stromversorgung angeschlossen ist. Die erfindungsgemäße
Filtereinheit sollte dies dadurch berücksichtigen, daß von
der Stromversorgung der Scheinwerferlampe ein Steuersignal
auf einen Steuereingang der Filtereinheit abgebbar ist, das
heißt die Stromversorgung mit dem Steuereingang verbunden
ist. Bei einem Kraftfahrzeug läßt sich dies am einfachsten
dadurch realisieren, daß vom Abblendlichtschalter eines
Kraftfahrzeugs ein Steuersignal auf den Steuereingang
abgebbar ist. Im einfachsten Fall liegt der Steuereingang
parallel zum Abblendlicht, das heißt zur Scheinwerferlampe,
so daß dort beim Einschalten ebenfalls Betriebsspannung
anliegt.
Weiterhin ist es vorteilhaft, daß von der Windschutzscheiben-
Reinigungsanlage eines Kraftfahrzeugs ein Steuersignal auf
einen Steuereingang der Filtereinheit abgebbar ist. Bei einer
stärkeren Verschmutzung der Windschutzscheibe wird der
Fahrzeugfahrer die Windschutzscheiben-Reinigungsanlage
betätigen, so daß Reinigungsflüssigkeit auf die
Windschutzscheibe abgegeben wird und die Scheibenwischer in
Gang gesetzt werden. Die Aktivierung der Windschutzscheiben-
Reinigungsanlage ist ein zutreffendes Kriterium für die
Aktivierung der Scheinwerferreinigung, da in der Regel mit
der Verschmutzung der Windschutzscheibe die Verschmutzung der
Scheinwerfer einhergeht. Außerdem ist für den Fahrzeugfahrer
dadurch leicht erkennbar, ob noch Reinigungsflüssigkeit in
dem Vorratsbehälter vorhanden ist.
Eine wesentliche Ursache von Störeinflüssen ergibt sich durch
fahrzeugeigene Lichtquellen. Daher ist es überaus
vorteilhaft, daß von den Versorgungsschaltungen elektrischer
Beleuchtungseinrichtungen eines Kraftfahrzeugs Steuersignale
auf einen Steuereingang der erfindungsgemäßen Filtereinheit
abgebbar sind. Derartige fahrzeuginterne Lichtquellen, welche
störende Lichteinwirkungen auf den Lichtempfänger ausüben
können, sind beispielsweise Blinker, Fernlicht,
Positionslicht, Nebelscheinwerfer und dergleichen. Werden
diese über ihre Versorgungsschaltungen aktiviert, so wird das
erfindungsgemäße Filter über die Steuereingänge darüber
informiert, so daß diese Umstände bezüglich einer dadurch
verursachten Signaländerung des Lichtempfängers
berücksichtigt werden können.
Es ist weiterhin vorteilhaft, daß von Steuereinrichtungen für
Strahlengang-Verstellmittel des Scheinwerfers Steuersignale
auf einen Steuereingang abgebbar sind. Derartige
Strahlengang-Verstellmittel sind beispielsweise die
Leuchtweitenregelung, bei welcher der Abstrahlwinkel des
Scheinwerfers bezüglich seiner Abschlußscheibe verstellt
wird. Über Positionssensoren an der Verstellmechanik können
beispielsweise Steuersignale an die erfindungsgemäße
Filtereinheit abgegeben werden, so daß eine Veränderung des
Strahlengangs bezüglich der Bewertung des vom Lichtempfänger
empfangenen, von Verschmutzungen reflektierten Lichts
ebenfalls in Betracht gezogen wird.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor, daß von Fremdlicht-Sensoreinrichtungen Steuersignale auf
einen Steuereingang abgebbar sind. Als derartige Fremdlicht-
Sensoreinrichtungen werden beispielsweise Fotosensoren
vorgesehen, welche externe Lichteinstrahlung registrieren.
Dadurch ist es möglich, auf den Lichtempfänger eingestrahltes
Sonnenlicht und sowie das Scheinwerferlicht entgegenkommender
Fahrzeuge zu berücksichtigen. Dabei wird das von den
Fremdlicht-Sensoreinrichtungen erzeugte Steuersignal von dem
Lichtempfänger-Ausgangssignal subtrahiert, um zu verhindern,
daß der Eindruck entsteht, aufgrund sehr starker
Verschmutzung würde eine sehr starke Lichtmenge in den
Lichtempfänger reflektiert. Durch diese erfindungsgemäße
Korrektur wird folglich eine übermäßige Betätigung der
Reinigungsanlage aufgrund von extern einfallendem Licht
weitgehend verhindert.
Der Scheinwerfer mit den vorangehend angegebenen Merkmalen
eignet sich besonders gut zur Umsetzung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Betrieb einer Scheinwerfer-Reinigungsanlage in
Abhängigkeit vom Ausgangssignal eines optoelektronischen
Lichtempfängers, der das von Verunreinigungen auf der
Außenseite der Abschlußscheibe des Scheinwerfers nach innen
reflektierte Licht der Scheinwerferlampe empfängt. Die
Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
daß die Scheinwerfer-Reinigungsanlage nur dann aktivierbar
ist, wenn vorgegebene Bedingungen durch externe Steuersignale
erfüllt sind.
Wie bereits erläutert worden ist, unterscheidet man bei den
vorgegebenen Bedingungen sogenannte notwendige Signale, die
beispielsweise den Betrieb des Abblendlichts sowie der
Windschutzscheiben-Reinigungsanlage anzeigen. Optional zu
berücksichtigende Bedingungen sind beispielsweise
Fremdlichteinstrahlungen durch fahrzeuginterne Lichtquellen
sowie externe Lichtquellen (Sonneneinstrahlung,
Scheinwerferlicht entgegenkommender Fahrzeuge) und eine
Beeinträchtigung durch Strahlengangänderungen wie
beispielsweise der Leuchtweitenregelung. Bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren ist die Scheinwerfer-
Reinigungsanlage so lange logisch verriegelt, das heißt kann
nicht betätigt werden, wenn nicht ein vorgegebener Satz von
Bedingungen erfüllt ist, das heißt die dazugehörigen
Steuersignale bestimmte, vorgegebene Werte erreichen oder
überschreiten.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, daß die Notwendigkeit einer
Scheinwerferreinigung einerseits sicherer als im Stand der
Technik erkannt wird und andererseits keine überflüssige
Scheibenreinigung erfolgt, welche unter anderem zu einem
übermäßigen, nutzlosen Verbrauch von Reinigungsflüssigkeit
führen würde.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Diese zeigen im einzelnen
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild der Erfindung;
Fig. 2 eine schematische Schnittansicht durch einen
Scheinwerfer.
Die Schaltung der wichtigsten Funktionsgruppen einer
erfindungsgemäßen Anordnung zur Registrierung von
Verunreinigungen auf der Abschlußscheibe eines Kraftfahrzeug-
Scheinwerfers ist in Fig. 1 schematisch als Blockschaltbild
dargestellt. Ein Lichtempfänger 1, beispielsweise eine im
Kraftfahrzeug-Scheinwerfer hinter der Abschlußscheibe
angebrachte Fotodioden-Einheit ist mit ihrem elektrischen
Signalausgang an den Signaleingang E einer
ereignisgesteuerten Filterschaltung 2 angeschlossen. Der
Steuerausgang A dieser Filterschaltung 2 ist an eine
nachfolgende Schalteinrichtung 3 angeschlossen, welche
entweder als optische und/oder akustische Meldeeinrichtung
für den Fahrzeugfahrer eines Kraftfahrzeugs ausgebildet ist
oder unmittelbar als Leistungsendstufe zur Betätigung einer
Scheinwerfer-Reinigungsanlage.
Neben dem Signaleingang E und dem Steuerausgang A weist die
Filterschaltung 2 noch Steuereingänge S1-S5 auf. S1 ist an
den Abblendlichtschalter, S2 an den
Windschutzscheibenreinigungs-Schalter angeschlossen. S3, S4
und S5 können optional an Betätigungsschalter für
fahrzeuginterne Lichtquellen wie Blinker, Fernlicht oder
Nebelscheinwerfer, Sensoren für externe Lichteinstrahlung
und/oder Strahlengang-Verstellmittel wie Leuchtweitenregelung
oder dergleichen angeschlossen sein.
Gemäß einem vorgegebenen Filter- bzw.
Plausibilitätsalgorithmus werden in der ereignisgesteuerten
Filterschaltung 2 das Vorhandensein bzw. die Größe der an den
Steuereingängen S1-S5 anstehenden Steuersignale
berücksichtigt. In Abhängigkeit davon wird das am Eingang E
anstehende Lichtempfänger-Signal interpretiert und am Ausgang
A ein entsprechendes Ausgangssignal an eine
Anzeigeeinrichtung bzw. Scheibenreinigungsanlage 3 abgegeben.
Als Auswerteelektronik der ereignisgesteuerten
Filterschaltung 2 wird bevorzugt eine Microcontroller-
Schaltung oder eine vergleichbare Steuereinheit vorgesehen,
bei welcher die entsprechenden Funktionsalgorithmen durch
eine entsprechende Programmierung einstellbar sind.
In dem dargestellten Schema wird die Anzeige- oder
Scheibenreinigungseinrichtung 3 nur dann aktiviert, wenn am
Eingang E der Filterschaltung 2 ein Signal anliegt, welches
einen bestimmten Verschmutzungsgrad der Abschlußscheibe
anzeigt, gemäß der Steuersignale an S1 und S2 das
Abblendlicht eingeschaltet ist und die Windschutzscheiben-
Reinigungsanlage eingeschaltet wird. Gegebenenfalls werden
ebenfalls an den Steuereingängen S3-S5 anliegende
Steuersignale bezüglich weiterer externer Störquellen
berücksichtigt. Erst wenn das vorgegebene Bedingungsschema
erfüllt ist, wird am Ausgang A ein Ausgangs-Steuersignal
abgeben, welches die Notwendigkeit der Reinigung der
Abschlußscheibe signalisiert bzw. diese unmittelbar
einleitet.
Ein Scheinwerfer 4, der an die erfindungsgemäße
Filterschaltung 2 anschließbar ist, ist in Fig. 2 schematisch
im Schnitt dargestellt. Dieser hat eine Scheinwerferlampe 5,
die zusammen mit dem Lichtempfänger 1 in einem Reflektor 6
angeordnet ist, der auf seiner Lichtaustrittsseite eine
Abschlußscheibe 7 hat.
Der Darstellung in Fig. 2 ist entnehmbar, daß der
Lichtempfänger 1 von der Scheinwerferlampe 5 abgestrahltes
und von Verunreinigungen auf der Abschlußscheibe 7
reflektiertes Licht empfängt. Wie bereits erläutert, ist der
Lichtempfänger 1 an den Signaleingang E der Filterschaltung 2
und die Abblendlicht-Versorgungsspannung der
Scheinwerferlampe 5 an den Steuereingang S1 angeschlossen. Im
dargestellten Beispiel ist der Steuerausgang A unmittelbar an
die Scheibenreinigungsanlage 3 angeschlossen, das heißt an
die Wasser- bzw. Reinigungsmittelpumpe, mit der über
entsprechende Düsen Reinigungsmittel unter Druck auf die
Abschlußscheibe 7 abgegeben werden kann.
Dank der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ergibt sich eine
Einsparung von kostspieligem Reinigungsmittel und eine
Verlängerung der Wartungsintervalle bezüglich der Nachfüllung
des Reinigungmittelbehälters.
Claims (14)
1. Scheinwerfer, insbesondere Kraftfahrzeug-Scheinwerfer,
mit einer elektrischen Scheinwerferlampe, welche
Lichtstrahlung durch eine Abschlußscheibe nach außen
abstrahlt, und mit einem optoelektronischen
Lichtempfänger, der von Verunreinigungen auf der
Außenseite der Abschlußscheibe nach innen reflektiertes
Licht der Scheinwerferlampe empfängt und in Abhängigkeit
davon ein Ausgangssignal abgibt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lichtempfänger (1) an eine ereignisgesteuerte
elektronische Filtereinheit (2) mit externen
Steuereingängen (S1-S5) angeschlossen ist.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Steuerausgang (A) der Filtereinheit (2) an eine
Anzeigeeinrichtung (3) angeschlossen ist.
3. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Steuerausgang (A) der Filtereinheit (2) an eine
Reinigungseinrichtung (3) für die Abschlußscheibe
angeschlossen ist.
4. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Stromversorgung der Scheinwerferlampe ein
Steuersignal auf einen Steuereingang (S1) abgebbar ist.
5. Scheinwerfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
vom Abblendlichtschalter eines Kraftfahrzeugs ein
Steuersignal auf den Steuereingang (S1) abgebbar ist.
6. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
von der Windschutzscheiben-Reinigungsanlage eines
Kraftfahrzeugs ein Steuersignal auf einen Steuereingang
(S2) abgebbar ist.
7. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
von Versorgungsschaltungen elektrischer
Beleuchtungseinrichtungen eines Kraftfahrzeugs
Steuersignale auf einen Steuereingang (S3-S5) abgebbar
sind.
8. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
von Steuereinrichtungen für Strahlengang-Verstellmittel
Steuersignale auf einen Steuereingang (S3-S5) abgebbar
sind.
9. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
von Fremdlicht-Sensoreinrichtungen Steuersignale auf
einen Steuereingang (S3-S5) abgebbar sind.
10. Verfahren zum Betrieb einer Scheinwerfer-Reinigungsanlage
in Abhängigkeit vom Ausgangssignal eines
optotelektronischen Lichtempfängers, der von
Verunreinigungen auf der Außenseite der Abschlußscheibe
eines Scheinwerfers nach innen reflektiertes Licht der
Scheinwerferlampe empfängt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Scheinwerfer-Reinigungsanlage (3) nur dann
aktivierbar ist, wenn vorgegebene Bedingungen durch
externe Steuersignale erfüllt sind.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bedingungen erfüllt sind, wenn die Steuersignale den
Betrieb der Scheinwerferlampe und die Betätigung der
Windschutzscheiben-Reinigungsanlage anzeigen.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuersignale die Aktivierung interner Lichtquellen
angeben.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuersignale die Betätigung von Strahlengang-
Verstellmitteln angeben.
14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuersignale externes Störlicht angeben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000100290 DE10000290A1 (de) | 2000-01-07 | 2000-01-07 | Scheinwerfer, insbesondere Kraftfahrzeug-Scheinwerfer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000100290 DE10000290A1 (de) | 2000-01-07 | 2000-01-07 | Scheinwerfer, insbesondere Kraftfahrzeug-Scheinwerfer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10000290A1 true DE10000290A1 (de) | 2001-07-19 |
Family
ID=7626837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000100290 Withdrawn DE10000290A1 (de) | 2000-01-07 | 2000-01-07 | Scheinwerfer, insbesondere Kraftfahrzeug-Scheinwerfer |
Country Status (1)
| Country | Link |
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