DE1000053B - Schaltungsanordnung zur Feststellung belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren Aemtern - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Feststellung belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren AemternInfo
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- DE1000053B DE1000053B DE1955S0045533 DES0045533A DE1000053B DE 1000053 B DE1000053 B DE 1000053B DE 1955S0045533 DE1955S0045533 DE 1955S0045533 DE S0045533 A DES0045533 A DE S0045533A DE 1000053 B DE1000053 B DE 1000053B
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Description
In Fernmeldeanlagen und insbesondere in Fernsprechanlagen, bei denen bestehende Verbindungen
von anrufenden Teilnehmern ausgelost werden können, ist es bekannt, die Auslösung von Verbindungen zu
verhindern, wenn ein Teilnehmer durch ankommende Anrufe belästigt wird. Die bestehenden Verbindungen
werden gefangen. Der anrufende Teilnehmer wird vom Überwachungspersonal des Amtes festgestellt.
Zum Fangen von Verbindungen sind sogenannte Fangeinrichtungen entwickelt worden, welche mit der
Anschlußleitung der Teilnehmer, die gegen böswillige Anrufe geschützt werden sollen, verbunden werden.
Durch die Fangeinrichtung wird selbsttätig oder in Abhängigkeit einer Schaltmaßnahme des angerufenen
Teilnehmers an eine im Leitungswähler ankommende Ader ein Fangpotential angelegt, welches verhindert,
daß die Auslösung der Verbindung in Abhängigkeit vom anrufenden Teilnehmer (Auflegen des Handapparates)
eingeleitet wird.
Iu Netzen mit zweiadrigen Verbindungsleitungen zwischen den Ämtern ergeben sich Schwierigkeiten,
wenn Verbindungen zwischen Teilnehmern, die an verschiedene Ämter angeschlossen sind, gefangen
werden sollen und Gleichstromzeichen oder die Kombination solcher, wie Anschaltung von Plus oder Minus
an die eine oder beide Adern der zweiadrigen Verbindungsleitungen,
/,ur Kennzeichnung anderer Betriebszustande (z. B. Besetztzeichen, Freizeichen, Aufschalten,
Auslösen usw.) bereits benutzt werden. Die Erfindung ermöglicht auch bei diesen Fernmeldeanlagen
das Fangen von Verbindungen in einfacher Weise, ohne daß es erforderlich ist, zur Kennzeichnung
anderer ßetriebszustände die üblichen Kriterien sowie die vorhandenen Betriebsschaltungen der Wähler
oder der Übertragungen an den Enden von Verbindungsleitungen zu ändern.
Die Erfindung besteht darin, daß nach Belegung einer Teilnehmerleitung (z. B. bei Melden des Teilnehmers)
von einer an diese angeschalteten Fangeinrichtung simultan an die ankommenden Sprechadern
ein Wechselstrom mit einer Frequenz unterhalb des Sprachfrequenzbereiches gelegt wird, welcher am ankommenden
Ende der von einem anderen Amt ankommenden Verbindungsleitung ein Relais betätigt,
das die Aussendung eines Wechselstromes mit einer Frequenz oberhalb des Sprachfrequenzbereiches in
Schleife über die Verbindungsleitung veranlaßt, wodurch am abgehenden Ende dieser Verbindungsleitung
Relais gesteuert werden, welche die Abschaltung des Haltepotentials bei Schlußzeichengabe seitens des
anrufenden Teilnehmers und die Aussendung eines Wechselstromes mit unterhalb des Sprachfrequenzbereiches
liegenden Frequenz simultan über die Sprechadern in diesem Amt bewirken.
Schaltungsanordnung zur Feststellung
belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren Ämtern
belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren Ämtern
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 4
München 2, Wittelsbacherplatz 4
Christoph Meltzer, Berlin-Schöneberg,
und Günter Baldrich, München
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Durch die erfindungsgemaße abschnittsweise Weitergabe
von Fangwechselstrom über die Wähler eines Amtes und über jede Verbindungsleitung wird auch
bei langen Verbindungsleitungen oder bei Verbindungen über eine oder mehrere Zwischenämter und
demnach auch über mehrere Verbindungsleitungen eine sichere Fangeinleitung in dem jeweils anrufenden
Amt gewährleistet.
Die simultane Anschaltung von Wechselstrom an die über die Wähler eines Amtes laufenden Sprechadern
und von Wechselstrom mit einer Frequenz oberhalb des Sprachfrequenzbereiches an die Verbindungsleitung
kann nachträglich ohne Änderung der vorhandenen Wählerschaltungen und Übertragungen
an den Verbindungsleitungen lediglich durch Hinzufügen der Fangeinrichtungen an den Leitungen zu
schützender Teilnehmer und von Hilfseinrichtungen an den abgehenden und ankommenden Übertragungen
die Feststellung belästigender Teilnehmer sichergestellt werden.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung veranlaßt ein Speisebrückenrelais in der an die Leitung des
gewählten Teilnehmers angeschalteten besonderen Einrichtung die metallische Durchschaltung der
Sprechadern im Leitungswähler in derselben Weise wie dieses bei Herstellung von bestimmten Verbindungen
über den Leitungswähler, z. B. auf eine Verbindungsleitung zu einem anderen Amt, erfolgt. Ohne
Änderung der vorhandenen Leitungswählerschaltung ist damit das Brückenrelais, welches, angesprochen,
den Sprechzustand beim anrufenden Teilnehmer und, abgefallen, die Schlußzeichengabe dieses Teilnehmers
kennzeichnet, in die Fangeinrichtung verlegt worden,
so daß eine Steuerung der das Fangen selbst bewirkenden Relais sowohl unmittelbar vom anrufenden Teilnehmer,
wenn dieser an das Amt des angerufenen Teilnehmers angeschlossen ist, als auch von der Übertragung
am ankommenden Ende einer Verbindungsleitung möglich ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung zu entnehmen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es sind nur die zum Verständnis
der Erfindung unbedingt erforderlichen Schaltmittel und Stromkreise veranschaulicht. Nicht gezeigt
ist z. B. die Betriebsschaltung der Wähler und die vollständige Ausrüstung der zwischen zwei Ämtern
verlaufenden doppelt gerichteten Verbindungsleitung. Es zeigt
Fig. ι einen Übersichtsplan einer Anlage mit den
Ämtern A, B, C,
Fig. 2 die Ausrüstung der Übertragung U 2/1 an
der vom Amt B abgehenden, zum Amt C führenden doppelt gerichteten Verbindungsleitung VL1Z,
Fig. 3 die im Amt C angeordnete Übertragung U 2/2 der Verbindungsleitung VL 2 und einige Schaltmittel
des Gruppenwählers ///. GW$,
Fig. 4 die Schaltung des Leitungswählers LWz im
Amt C teilweise und die an die Leitung des Teilnehmers Tn 3 angeschaltete Fangeinrichtung FE.
Fig. ι
Angenommen sind drei Ämter: Amt A, Amt B und
Amt C. Gezeigt ist eine Verbindungsleitung VL1
zwischen Amt A und Amt B und eine Verbindungsleitung VL 2 zwischen Amt B und Amt C.
Angenommen ist, daß der Teilnehmer Tn 3 des Amtes C öfters durch böswillige Anrufe belästigt
wird. An seine Anschlußleitung ist eine Fangeinrichtung FE angeschaltet. Die Verbindungsleitung VL 1
ist im Amt A mit der Übertragung i/1/1 und im Amt B mit der Übertragung U1/2 ausgerüstet. Entsprechend
liegt an der Verbindungsleitung VL2 im Amt B die Übertragung U2/1 und im Amt C die Übertragung
U 2/2.
Stellt der Teilnehmer Tn 1 eine Verbindung mit
dem Teilnehmer Tn 3 her, so verläuft diese nach Aussendung alier Nummernstrornstoßreihen über folgende
Wähler und Einrichtungen:
Tni, VWi, LGWi, Ulli, VLi, U 1/2, II.GWi,
U2I1, VL2, U2/2, III.
sendung eines Wechselstromes (25 Hz) simultan an die über die Wähler des Amtes B verlaufenden Sprechadern
veranlaßt (durch ein Relais Fi). In der übertragung U1/2 wird bei Aufnahme des von der Übertragung
U 2/1 gesandten Wechselstromes ein weiteres Relais zum Ansprechen gebracht, das über die Verbindungsleitung
VL ι einen Wechselstrom mit einer Frequenz oberhalb des Sprachfrequenzbereiches in
Schleife über die Verbindungsleitung VL ι aussendet, ίο In der Übertragung U i/i wird dieser Wechselstrom
ausgewertet. Die Auslösung der Wähler des Amtes A seitens des anrufenden Teilnehmers Tn 1 ist dadurch
verhindert. Es wird weiter ein Wechselstrom simultan an die Sprechadern im Amt A angelegt, der aber
wirkungslos ist, wenn der anrufende Teilnehmer im Amt A angeschlossen ist.
Legt der anrufende Teilnehmer Tn 1 seinen Handapparat
auf, so wird ein Zeichen zur Fangeinrichtung FE gegeben. Dort ist die Auslösung unterbunden.
Legt der angerufene Teilnehmer innerhalb einer bestimmten Zeit, z. B. 30 see, seinen Handapparat nicht
auf, so wird die Verbindung gefangen und ein Alarm eingeschaltet.
In gleicher Weise erfolgt das Fangen einer Veras bindung, die vom Teilnehmer Tn 2 zum Teilnehmer
Tn 3 hergestellt worden ist. Diese Verbindung wird im nachstehenden ausführlich erläutert.
Bei Verbindungen, die vom Amt A oder einem anderen Amt ausgehen, werden über die Wähler des
Amtes B und die Verbindungsleitung VLi, gegebenenfalls
auch über die Wähler des Amtes A und eine in diesem Amt ankommende anrufende Verbindungsleitung, dieselben Schaltvorgänge herbeigeführt wie
über die Wähler des Amtes C und Verbindungsleitung 35
Bei Melden des gerufenen Teilnehmers Tn 3 wird abschnittsweise über alle Ämter und Verbindungsleitungen ein Fangkennzeichen bis zur Übertragung
U1/1 im Amt A gegeben. An allen in Frage kommenden
Stellen des Verbindungsweges wird dessen Auslösen bei Auflegen des Handapparates beim anrufenden
Teilnehmer Tn 1 unterbunden.
Von der Fangeinrichtung FE wird an die ankommenden Sprechadern simultan ein Wechselstrom mit
einer Frequenz unterhalb des Sprachfrequenzbereiches,
z. B. 25 Hz, gelegt, welcher in der Übertragung U 2/2
ein Relais F 2 betätigt. Dieses Relais veranlaßt die Aussendung eines Wechselstromes mit einer Frequenz
oberhalb des Sprachfrequenzbereiches (z.B. 16kHz) üfjer die Verbindungsleitung VL 2. Dieser Wechselstrom
verläuft in Schleife über die Verbindungsleitung. In der Übertragung Ό 2/1 wird dieser Wechselstrom
von einem Relais Zr 1 aufgenommen, welches sowohl die Auslösung der Verbindung im Amt B verhindert
(durch ein Relais Sp 1) als auch die Aus . Fig. 2 bis 4
I. Herstellung einer Verbindung vom Teilnehmer Tn2 zum Teilnehmer Tn 3
Nach Abnahme des Handapparates beim Teilnehmer Tn 2, Einstellung des Vorwählers /. VWt. auf
einen freien Gruppenwähler /. GW4 und dessen Einstellung auf eine freie Verbindungsleitung VL 2 sind
im Gruppenwähler /. GW4 die Sprechadern an den
Kontakten ipi, 2pι durchgeschaltet. Das Prüfrelais
P ι liegt in Reihe mit dem Belegungsrelais C ι der
Verbindungsleitung VL1 in einem Haltestromkreis:
Der Kontakt 5 α ι ist offen, das Relais A ι wurde
über eine nicht dargestellte Wicklung bei Belegen der Verbindungsleitung erregt. Das Brückenrelais A 1 ist
im Speisestromkreis des anrufenden Teilnehmers angesprochen :
2. -,1Ai, 6fi, 7, ipi, I.VW2, Tnz, I.VW2,
2pi, 8, gfi, UAi, +.
Am Kontakt ioci ist das Relais Mi eingeschaltet.
Durch öffnen der Kontakte iimi, 12 wi wird der
Zugang zum Gruppenwähler //. GW4., der bei über die
Verbindungsleitung FLi vom Amt C ankommenden
Verbindungen zu benutzen ist, abgeschaltet. An den Kontakten 13mi, 14ml wird die Verbindungsleitung
VL ι an die Bankkontakte des Gruppenwählers /. GW4
angeschaltet. Geöffnet wird weiter der Kontakt i6«i.
Kontakt 17 m 1 schließt.
Über die Verbindungsleitung VLi ist folgender
Stromkreis geschlossen, über den im Amt C das Relais A4 anspricht:
3. — HAf i, i8ci, 19ai, 20, «·-' 21.1^3,33
I Dr 5, 25
I Dr 5, 25
22, II Dr 3, 24
27»i2, 28sp2, A4, 146^2, +.
II Dr 5,26'
Die Kontakte 2904 und 3004 schließen. Das Relais
P2 spricht an:
4. +, 2904, 31 d2, IP2, —.
Es schließt den parallel zu 146 d 2 liegenden Kontakt
147 p 2. Bei Schließen des Kontaktes 32p 2 wird
der Gruppenwähler III. GWZ belegt:
5. —, II P 2, 32/>2, 33, 3405 35fe, ...1/45,
Relais A 5 spricht an und öffnet Kontakt 3405. Relais
C 2 spricht an und bereitet die Einstellung des Gruppenwählers ///. GWz in bekannter Weise vor.
Am Kontakt 36^2 wird Pluspotential über den Widerstand
37 unabhängig vom Wählerkontakt 35 & und weitere nicht gezeigte Kontakte an das Relais C 2 angelegt.
In der Übertragung U 2/2 wird am Kontakt 38/) 2 ein Relais D 2 eingeschaltet, welches durch
öffnen des Kontaktes 31 d 2 die Wicklung I des Relais
P 2 ausschaltet. Nach dem Ansprechen des Relais A 5 und der durch ein nicht gezeigtes Steuerrelais
erfolgenden Ausschaltung der Wicklung 1A$ bleibt das Relais A 5 über die Sprechadern 40 und 41 angesprochen
:
6. —, II ^5, 42p3, 40, 3oa4, Dr, 41, 4ZP2>,
Hl As, +.
Vom anrufenden Teilnehmer ausgesandte Stromstöße zur Einstellung des Gruppenwählers ///. GWz
werden vom Relais Ai in der Übertragung t/2/1
durch impulsweises Unterbrechen des Stromkreises 3 auf das Relais A4 in der Übertragung U2/2 weitergegeben.
Das Relais A4 überträgt diese Stromstöße durch impulsweises Unterbrechen des Stromkreises 6
auf das Relais A 5. Der Gruppenwähler wird auf eine Kontaktgruppe eingestellt und sucht darauf in dieser
einen freien Leitungswähler LWZ- Bei Auffinden eines
solchen spricht das Prüf relais P 3 an:
7. +, 4405. I-P
.... IA6,—.
.... IA6,—.
3. 46, 47.
, 49C3,
10
45
Teilnehmerleitung, an welche die Fangeinrichtung FE
angeschaltet ist, ist ein Fangvorbereitungsrelais F in einem Ruhestromkreis angesprochen:
9· +- 57, 5821, IF, 59r3. 60, 61, T, —.
Die Wicklung I des Relais F hat einen so hohen Widerstand, daß das Relais T Fehlstrom hat. Der
Kontakt 62 f ist geschlossen. Der Prüf Stromkreis verläuft über folgenden Wegi
10. +,63^3, ...,I P 4, Il P 4, Ps, 64,65,66, C 4,
62 f, 67, —.
Relais P 4 spricht an, Relais P 5 hat Fehlstrom.
Durch Schließen des Kontaktes 68 p4 wird die gewählte Teilnehmerleitung gesperrt. Die Kontakte 69^4 und 70 p 4 schließen. Damit ist die Aussendung von Rufstrom und ein Stromkreis für das Speisebrückenrelais F vorbereitet. Der letzterwähnte Stromkreis wird nach dem Melden des gewählten Teilnehmers geschlossen.
Durch Schließen des Kontaktes 68 p4 wird die gewählte Teilnehmerleitung gesperrt. Die Kontakte 69^4 und 70 p 4 schließen. Damit ist die Aussendung von Rufstrom und ein Stromkreis für das Speisebrückenrelais F vorbereitet. Der letzterwähnte Stromkreis wird nach dem Melden des gewählten Teilnehmers geschlossen.
In der Fangeinrichtung FE werden die Kontakte
71 c4 bis 75 c4 geschlossen. Der Kontakt 75^4 überbrückt
den Kontakt 62/ des anschließend abfallenden Relais F. Am Kontakt 71C4 wird ein Ansprechstromas
kreis für das Relais T hergestellt:
11. +, 71 ca, 59^3. 60, 61, T, —.
Die Wicklung I des Ruhestromkreises F ist kurzgeschlossen. Relais F fällt verzögert ab und legt seine
Kontakte in die Ruhelage zurück. Das Relais T trennt in üblicher Weise das Anruf relais Rz von der Teilnehmerleitung
ab.
Im Leitungswähler legt ein nicht dargestelltes Relais Vz unter dem Einfluß eines Rufschalters in
Abständen von 5 oder 10 see den Wechselkontakt 77VZ/78VZ um und damit die Ruf stromquelle an.
Dieser Rufstrom betätigt aber nicht unmittelbar den Wecker an der Teilnehmerstelle Tn 3, sondern ein Rufübertragungsrelais
RR in der an die Teilnehmerleitung angeschalteten Fangeinrichtung FE:
12. Rufstromquelle, 78^3, 69^4, IF, 79ps, 80,
RR
81, 82/3, 833Ί, Ko,-
Gr
84/3,85, 86, 87 y,
Der Gruppenwähler wird stillgesetzt. Durch Schließen des Kontaktes 50 pZ wird der Leitungswähler
LW3 gesperrt. Die Kontakte 42/13, 4ZpZ
öffnen. Die Kontakte 51 /»3, S2PZ schließen. Das
Relais A$ ist ausgeschaltet. Die Sprechadern sind durchgeschaltet. Am Kontakt 3405 wird das Relais
C 2 kurzgeschlossen und fällt verzögert ab. Durch Schließen des Kontaktes SZPZ wird vor öffnen des
Kontaktes 36 c 2 Pluspotential über die Widerstände 37 und 54 sowie den Kontakt 3405 an die Ader 33
angelegt. Relais P 2 in der Übertragung U2/2 wird
gehalten.
Im Leitungswähler hat das Relais A6 den Kontakt 48 α 6 geöffnet. Relais C 3 spricht an, bereitet die Einstellung
des Leitungswählers vor und schließt den Kontakt 55 c3. Anschließend öffnet der Kontakt 49^3.
Es besteht jetzt folgender Halte-und Sperr Stromkreis:
8. +, 50PZ, η PZ, 46, 47. Cz, SSCZ, 56. —
Der Leitungswähler wird auf die Leitung des gewünschten Teilnehmers Tn ζ eingestellt. Bei freier
70^4,88/15,96, +.
Über diesen Stromkreis spricht nur das Relais RR an, aber nicht das Relais F, da dessen Wicklung II am
Kontakt 873' kurzgeschlossen ist. Relais RR öffnet Kontakt 8grr und schließt die Kontakte 90rr, girr.
Der gewählte Teilnehmer wird gerufen:
13. Rufstromquelle, 90rr, IFi, 73 C4, 92, Tn3,
93, 74C4, 91 rr, +.
Über diesen Stromkreis spricht das Relais Fi nicht an, da seine Wicklung II am Kontakt 91 rr kurzgeschlossen ist.
Der Teilnehmer Tn ζ meldet sich. Über seinen
Sprechapparat spricht das Relais Fi durch Stromfluß über seine beiden Wicklungen, Kontakt 91 rr ist offen,
an. Relais F im Leitungswähler LW spricht in Reihe mit dem Relais A 7 an:
14. +, IA7, 94?
69pa, 77VZ,—·
69pa, 77VZ,—·
82fZ, 81, 80,
Nach dem öffnen der Kontakte 873; und 9907 ist
auch über die Wicklungen II der Relais Y und A 7 ein Stromkreis hergestellt:
15. —, 11/47, 95y i>
84/3, 85, 86, IIF, 70p4,
88ps, 96, +·
Das Relais Y verhindert in nicht dargestellter Weise das erneute Einschalten des den Wechselkontakt 77 ν 2,1
78i>3 beherrschenden Relais und damit die erneute
Anlegung von Rufstrom. An den Kontakten 100 y und
101 y werden die Sprechadern im Leitungswähler
durchgeschaltet.
In der Fangeinrichtung wird beim Ansprechen des Relais Yi der über die Belegungsader 65 fließende
Strom vorübergehend während der Ansprechzeit eines Relais Z verstärkt. Durch öffnen des Kontaktes
103 y ι und Schließen des Kontaktes 1043/1 ist folgender
Stromkreis hergestellt:
kriterium, bestehend aus einem Wechselstromstoß nrft
einer Frequenz unterhalb des Sprachfrequenzbereiches (z. B. 25 Hz), simultan über die Sprechadern und die
Wähler im Amt C ausgesendet. Gleichzeitig sind die Wicklungen I und II der Drossel Dry in die Sprechadfern
eingeschaltet:
ITT 11 ,,T^ 127 f3,81,80,100*1
2j. Wechselstromquelle,Ko 1,——^
4 128 f 3, 85,86,110^5'
112,113, 51^3, 40, 3og4,
IDr6, Ko
2
115,114, 52/>3,41, llbrb, Ko 3
,llIDr6
16.
+ 6IS
' J02y
' J02y
68pA, IIP4. ^5. 64, 65, 66,
Relais F 2 in der Brücke der in
Graetzschaltung angeordneten
GLi, Erde.
Graetzschaltung angeordneten
GLi, Erde.
Gleichrichter
iO4yi, 105«, 106
C4, 75C4. 67 '~'
C4, 75C4. 67 '~'
Relais P5 im Leitungswähler spricht an. Es öffnet
die Kontakte 107p$, ioSpS- Die Kontakte io^ps,
iio/>5 schließen. Das Brückenrelais A6 ist ausgeschaltet.
Die Sprechadern sind im Leitungswähler metallisch durchgeschaltet. Das Relais A 7 der Fangeinrichtung
liegt jetzt in folgendem Stromkreis:
17. +, IA7, 94yi, 82/3, 8i, 80, 109ps, 112, 113,
51/>3, 40, 3004, Dr, 41, 52/>3, 114, 115,
iio/>5, 86, 85, 84/3, 953/1, IIA7, ■—.
Wäre die Verbindung von einem Teilnehmer des Amtes C ausgegangen, so würde das Relais A7 der
Fangeinrichtung die Speisebrücke des anrufenden Teilnehmers bilden.
Im Leitungswähler hat das Relais P 5 noch folgende Umschaltungen vorgenommen. Kontakt 118^5 wird
geschlossen. Relais P4 fällt verzögert ab. Durch öffnen der Kontakte 79 p 5 und 88/>5 wird das
Brückenrelais Y bzw. das an diesem liegende Potential von den Sprechadern abgeschaltet.
Bei Abfall des Relais A 6 wird Relais C 3 am Kontakt
4806 kurzgeschlossen und fällt verzögert ab.
Nach dem Schließen des Kontaktes 49 c 3 bleibt die Wicklung I des Relais A 6 durch mindestens einen
nicht gezeigten Kontakt abgeschaltet. Das über Kontakt 117 ρ 5 angelegte Minuspotential hält das Relais
P3 des Gruppenwählers in der Arbeitslage:
18. +, 50/>3, II Pt,, 46,47,4806,
, n6,—.
In der Fangeinrichtung wurde beim Melden des Teilnehmers Γη 3 durch das Brückenrelais Fi das
Relais Z eingeschaltet:
19. +, i20y 1, 121 z, IZ, —.
Relais Z spricht verzögert an. Es öffnet am Kontakt i2i ζ den Kurzschluß seiner Wicklung II und beendet
durch Umlegen des Wechselkontaktes 1050/1222 die
Stromverstärkung über die Ader 65. Relais P 5 des Leitungswählers bleibt auch nach Beendigung der
Stromverstärkung angesprochen. Durch öffnen des Kontaktes 1233/1 ist ein späterer Kurzschluß des
Relais C 4 verhindert.
II. Vorbereitung des Fangens der Verbindung
Beim Ansprechen des Relais A7 (Stromkreis 14)
wird ein Relais F3 eingeschaltet:
20. +, 72C4, 12401, 12507, Fz, —.
Durch öffnen des Kontaktes 82/3, 84/3 und Schließen der Kontakte 127/3, 128/3 wird ein Fang-Relais
F 2 spricht an und sendet einen Wechselstrom in Schleife über die Verbindungsleitung VL2
zur Gegenübertragung t/2/1 aus. Durch Schließen der Kontakte 129/2 und 130/2 wird ein Wechselstrom
mit einer Frequenz oberhalb des Sprachfrequenzbereiches (z. B. 16 kHz) an den Übertrager Ue^, der
über einen aus Kondensatoren und Drossel Dr 4 bestehenden Sperrkreis an die Sprechadern 23 und 24
angeschaltet ist, angelegt. Auf diesen Wechselstrom spricht in der Übertragung U 2/1 das an der Sekundärwicklung
des Übertragers Ue 2 liegende Relais Zr 1 an. Am Kontakt 131 zr 1 wird ein Relais Fi eingeschaltet,
welches am Kontakt 132/1 ein Sperrelais
Sp ι durch Stromfluß über die Wicklung I zum Ansprechen
bringt. Relais Sp 1 schließt seine Kontakte ^SSsp1 bis 138SPi. Kontakt 139sp 1 öffnet. Für das
Relais Mi, das die Verbindungsleitung VL2 an die
Bankkontakte des Gruppenwählers I. GW4 angeschaltet
hält, ist am Kontakt 135.5/» 1 ein vom Kontakt ioci
unabhängiger Stromkreis hergestellt.
Relais F ι hat durch öffnen der Kontakte 6/1, 9/1
sowie Schließen der Kontakte 141 /1, 142 /1 eine
Wechselstromquelle mit einer Frequenz unterhalb des Sprachfrequenzbereiches (z. B. 25 Hz) an die über die
Wähler des Amtes B verlaufenden Sprechadern angelegt. Da der anrufende Teilnehmer an das Amt B
angeschlossen ist, ist diese Anlegung des Wechselstromes bedeutungslos. Durch diesen Wechselstrom
würde, wenn die Verbindung von einem Teilnehmer des Amtes A ausgegangen wäre, in der Übertragung
[/1/2 (s. Fig. 1) ein dem Relais F 2 in der Übertragung
{/2/2 entsprechendes Relais betätigt werden, das einen Wechselstrom mit einer oberhalb des
Sprachfrequenzbereiches liegenden Frequenz über die Verbindungsleitung VL1 aussendet.
An die Verbindungsleitung VL 2 ist die Wicklung II des Sperrelais Sp 1, welche hohen Widerstand hat,
parallel zur Wicklung II des Relais M1 gelegt:
TT ο IDr2, 133spi, IDr3
22. —, II Sp i, Tf-is—'— ±LJL-1-TT Fr- , und weiter
r IIDr2, 134J/11, IIZV3
wie Stromkreis 3, über Relais A 4 nach +.
Das Fangen der Verbindung und damit die Feststellung des anrufenden Teilnehmers Tn 2 ist vorbereitet, denn durch Schließen des Kontaktes 138^1 ist die Auslösung des Gruppenwählers /. GW4. und damit die Freischaltung der Leitung des anrufenden Teilnehmers Tn 2 bei Schlußzeichengabe des letzteren zunächst verhindert.
Das Fangen der Verbindung und damit die Feststellung des anrufenden Teilnehmers Tn 2 ist vorbereitet, denn durch Schließen des Kontaktes 138^1 ist die Auslösung des Gruppenwählers /. GW4. und damit die Freischaltung der Leitung des anrufenden Teilnehmers Tn 2 bei Schlußzeichengabe des letzteren zunächst verhindert.
Es sei noch erwähnt, daß bei einer Verbindung, welche von einem Teilnehmer des Amtes C ausgegangen
ist, die simultane Anschaltung des Wechselstromes mit der Frequenz 25 Hz durch das Relais F 3
der Fangeinrichtung ohne Bedeutung ist.
In der Fangeinrichtung FE hat das Relais F 3 ein
Relais Z 1 eingeschaltet:
, 72 CA
I203/I 1
, IZt.,-
Durch öffnen des Kontaktes 12421 wird Stromkreis
20 unterbrochen. Relais F 3 fällt ab und beendet die Wechselstromanschaltung (Stromkreis 21). In der
Übertragung U 2/2 fällt Relais F 2 ab und schaltet die
Wechselstromquelle mit der Frequenz oberhalb des Sprachfrequenzbereiches (16 kHz) von der Verbindungsleitung
VL 2 ab. In der Übertragung U2I1 fällt Relais Zr 1 ab und schaltet Relais F1 aus.
Relais Z1 der Fangeinrichtung hat des weiteren am
Kontakt 14421 einen Kurzschluß des Belegungsrelais
C 4 und durch Schließen des Kontaktes 14521 die Einschaltung
eines Fangarmes vorbereitet sowie an den Kontakten 1902 1, 19121 die Sprechadern durchgeschaltet.
III. Auslösung der Verbindung ohne Fangen
Der anrufende Teilnehmer legt seinen Handapparat auf. Relais A1 fällt ab und schließt Relais C1 am
Kontakt 501 kurz. Relais C1 fällt ab. Der Gruppenwähler
LGW4 und der Vorwähler I.VW2 werden aber nicht ausgelöst, da Minuspotential über den
Widerstand 148 und den Kontakt 138^1 an die ankommende
Belegungsader auch nach öffnen des Kontaktes 4CI angeschaltet bleibt. Durch öffnen des
Kontaktes 1901 wird Stromkreis 3 unterbrochen.
Relais Aa in der Übertragung t/2/2 liegt zwar weiter in Reihe mit der Wicklung II des Relais Sp 1, fällt
aber infolge des hohen Widerstandes der letztgenannten Wicklung ab. Relais A4 öffnet am Kontakt
3004 den Stromkreis 17 über das Relais A 7 der Fangeinrichtung
FE. Relais A 7 fällt ab. Das Thermorelais
Th ι ist eingeschaltet:
24. +, 150/, 151 »7, 1522, TAi, 153, —·
Ob ein Fangen der Verbindung zwecks Feststellung der Leitung des anrufenden Teilnehmers Tn 2 erfolgen
soll oder nicht, ist jetzt davon abhängig, ob der angerufene Teilnehmer Tn 3 innerhalb der Heizperiode
des Thermorelais Th 1 seinen Handapparat auflegt oder nicht.
Es sei zunächst der Fall betrachtet, daß es sich nicht um einen böswilligen Anruf handelt. Der Teilnehmer
Tm 3 legt seinen Handapparat auf. Relais Yi fällt ab.
Am Kontakt 1233/1 wird, da der Kontakt 14421 geschlossen
ist, ein Kurzschluß für das Relais C 4 hergestellt. Nach dem öffnen der Kontakte 1203/1 und
72 c 4 fallen die Relais Z und Zi ab. Minuspotential
ist von der ankommenden Belegungsader 65 abgetrennt, denn beide Kontakte 7504 und 1222 sind
offen. Relais P ζ im Leitungswähler LWi fällt ab.
Minuspotential wird von der Ader 47 abgeschaltet. Im Gruppenwähler ///. GWj, fällt Relais P3 ab. Es öffnet
am Kontakt S2>PZ den Stromkreis über die Wicklung
II des Relais Pz. Kontakt 147 p 2 öffnet. Dadurch
ist der simultane Stromkreis über die Adern 23 und 24 der Verbindungsleitung VL 2, in welchem die
Relais A4 und Sp ι (Wicklung II) liegen, unterbrochen. Nur das Relais Sp 1 der Übertragung U 2/1
ist noch angesprochen. Es fällt ab und trennt durch Öffnen des Kontaktes 138^1 Minuspotential von der
ankommenden Belegungsader ab. Die Wähler /. GW4 und /. VW2 lösen aus. Es sei noch erwähnt, daß in der
Übertragung {/2/1 bei Abfall des Relais Ci das
Thermorelais Th ι eingeschaltet worden ist:
25- +. 137^1» 16OCI, Th, i6i, —.
25- +. 137^1» 16OCI, Th, i6i, —.
Da der Kontakt 137 sp 1 öffnet, bevor die Heizperiode
des Thermorelais Th beendet ist, kann dieses einen Schaltvorgang nicht einleiten.
IV. Feststellung des anrufenden Teilnehmers
Es handelt sich um einen böswilligen Anruf. Der Teilnehmer T«3 will den anrufenden Teilnehmer feststellen
lassen. Er legt seinen Handapparat nicht auf. Das über Stromkreis* 24 eingeschaltete Thermorelais
Th 1 wird wirksam. Es schaltet am Kontakt 162thi
die Wicklung II des Relais F ein:
26. +, 162 th i, 1632, HF, —.
Relais F schaltet durch öffnen des Kontaktes 150/
das Thermorelais Th 1 aus und schließt den parallel zu 162 th ι liegenden Kontakt 164/. Die Fangkontrolllampe
FKL wird eingeschaltet:
27· +, 57. 145^1, 1652, 166/, FKL, —.
ao Gleichzeitig wird auch ein Fangalarm gegeben.
Vom Personal wird die Fangtaste FT gedrückt. Dem Teilnehmer Tn3 wird mitgeteilt, daß er seinen
Handapparat auflegen kann. Durch Schließen von Kontakt 170 und öffnen von Kontakt 66 ist Minuspotential
über den Widerstand 67 und die Wicklung II des Relais Z1 an die ankommende Belegungsader 65
angelegt. Relais C4 ist ausgeschaltet und fällt ab.
Kontakt 57 wird geöffnet, und Kontakt 171 wird geschlossen.
Die Fangkontrollampe FKL wird unabhängig vom Kontakt 145 21 eingeschaltet gehalten.
Bei Abfall des Relais C4 wird durch öffnen der
Kontakte 73 c 4 und 74 c4 das Brückenrelais Yi abgeschaltet
und fällt ab. Am Kontakt 71c 4 wird Stromkreis
11 über das Relais T geöffnet. Relais T fällt ab.
Der Teilnehmer Tn 3 ist dadurch freigeschaltet und
kann abgehende Verbindungen herstellen.
Wenn nach Durchführung der erforderlichen Feststellungen das Personal die Fangtaste FT in die Ruhelage
zurücklegt, fällt Relais Z1 verzögert ab. Da der
Kontakt 62/ offen ist, fällt im Leitungswähler das Relais P 5 ab und leitet — wie oben beschrieben — die
Auslösung aller Wähler und Freischaltung der in die Verbindung eingeschalteten Verbindungsleitungen ein.
Bei der erläuterten Verbindung ist es nur die Verbindungsleitung VL 2. Nach Abfall des Relais Z1 und
Schließen des Kontaktes 5821 spricht das Ruhestromrelais
F über Stromkreis 9 wieder an und legt Freipotential über Kontakt 62 / an die ankommende Belegungsader
65 an.
In der Übertragung U 2/1 wird, da der Kontakt
I2,7spi geschlossen ist, beim Abfall des Relais Ci
gleichzeitig mit dem Thermorelais Th ein Relais Tr eingeschaltet:
28. H-, itfspi, 160CI, ITr, HTr, —.
Am Kontakt 175 ir wird die Wicklung VTr kurzgeschlossen. Am Kontakt 176 tr wird die Wicklung III
des Relais Tr in einem nur vom Kontakt 137sp ι abhängigen
Stromkreis eingeschaltet. Durch Schließen des Doppelarbeitskontaktes 177 tr wird die Einschaltung
der Fangkontrollampe FKL1 und eines Fangalarms im Amt B vorbereitet.
Schließt das Thermorelais Th nach Ablauf der Heizperiode seinen Kontakt 178 th, so spricht das
Relais Ci über seine Wicklung II an. Am Kontakt 179 r ι wird die Fangkontrollampe FKLi eingeschaltet,
und der Fangalarm wird gegeben. Am Kontakt 160 c ι wird Stromkreis 26 für das Thermorelais
Th unterbrochen. Da der Kontakt 179CI geschlossen
ist, bleibt das Relais C1 angesprochen.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zur Feststellung belästigender
Teilnehmer in Fernsprechanlagen mit mehreren Ämtern, dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Belegen einer Teilnehmerleitung (z. B. bei Melden des Teilnehmers Tn 3) von einer an
diese angeschalteten Fangeinrichtung (FE) simultan an die ankommenden Sprechadern (81,
85) ein Wechselstrom mit einer Frequenz unterhalb des Spradifrequenzbereicbes (z- B. 25 Hz) angelegt
wird, welcher am ankommenden Ende (U 2/2) einer Verbindungsleitung (VL2) von
einem anderen Amt ein Relais (F 2) betätigt, das die Aussendung eines Wechselstromes mit einer
Frequenz oberhalb des Sprachfrequenzbereiches (z. B. 16 kHz) in Schleife über diese Verbindungsleitung veranlaßt, wodurch am abgehenden Ende
(U2/1) dieser Verbindungsleitung (VL2) Relais
(Zr i, F i, Sp 1) gesteuert werden, welche die Aussendung
eines Wechselstromes mit einer unterhalb des Sprachfrequenzbereiches liegenden Frequenz
(25 Hz) simultan über die Sprechadern in diesem Amt bewirken und die Abschaltung des Haltepotentials
(öffnen von 4 c 1) bei Schlußzeichengabe seitens des anrufenden Teilnehmers (Tw 2) verhindern
(13S spi).
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Melden des gerufenen
Teilnehmers (Tn 3) ein in der Fangeinrichtung (FE) angeordnetes Speisebrückenrelais
(Fi) durch Stromverstärkung (durch 1043/1) über die ankommende Belegungsader (65)
im Leitungswähler das Wirksamwerden eines die metallische Durchschaltung der Sprechadern herbeiführenden
Relais (P 5) und die vorübergehende Anschaltung des simultan an die ankommenden
Sprechadern (81, 85) anzulegenden Fangwechselstromes (25 Hz) veranlaßt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Speisebrückenrelais
(Yi) des gerufenen Teilnehmers an die ankommenden
Sprechadern (81, 85) ein Brückenrelais (Ay) anschaltet, welches je nach der Lage des anrufenden
Teilnehmers über die Sprechapparate desselben oder über eine am ankommenden Ende (U 2/2)
einer Verbindungsleitung angeordnete Brücke (Dr) anspricht.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den über eine
Verbindungsleitung (VL 2) gesandten Wechselstrom mit oberhalb des Sprachfrequenzbereiches
liegenden Frequenzen ein Sperrelais (Sp 1) eingeschaltet wird (132/1), welches Haltepotential
(—) an die ankommende Belegungsader anschaltet (iZ8spi) und sich mit einer Haltewicklung (II)
in einen simultan über die Verbindungsleitung und das am ankommenden Ende (U2/2) derselben angeordnete
Belegungs- und Stromstoßrelais (A4) verlaufenden Haltestromkreis einschaltet.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltewicklung (II)
des Sperrelais (Sp 1) einen so hohen Widerstand hat, dafi bei Schlußzeichengabe seitens des anrufenden Teilnehmers (Tn 2) und dauernder Unterbrechung
des simultanen Belegungs- und Stromstoßkreises über die Verbindungsleitung (VL 2)
das Relais (A4) am ankommenden Ende (U2/2)
derselben abfällt und dieses Schlußzeichen zur Fangeinrichtung durch Unterbrechung des Stromkreises
für das Brückenrelais (Ay) an der anrufenden Seite der Fangeinrichtung (FE) weitergibt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß nach Abfall des
Brückenrelais (Ay) an der anrufenden Seite der Fangeinrichtung (FE) ein Zeitschalter (Th 1) eingeschaltet
wird, welcher nach Ablauf einer bestimmten Zeit den Fangalarm veranlaßt (162 thi).
y. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem abgehenden
Ende (t/2/1) jeder in eine Verbindung eingeschalteten Verbindungsleitung (VL 2) bei wirksam gewordener
Fangeinleitung (Sp 1 angesprochen) und Schlußzeichengabe seitens des anrufenden Teilnehmers
(160ei) ein Zeitschalter (Th) eingeschaltet
wird, welcher nach bestimmter Zeit den Fangalarm veranlaßt (178th).
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schlußzeichengabe
seitens des gerufenen Teilnehmers (Tn 3) innerhalb der Ansprechzeit des Zeitschalters (Th)
durch Abschalten des Haltepotentials (—) von der Belegungsader (65) seiner Teilnehmerleitung die
Auslösung der Wähler im Amt (C) des gerufenen Teilnehmers und durch Unterbrechung des simultanen
Haltestromkreises über die Verbindungsleitung (VL 2) für das am abgehenden Ende
(U2/1) derselben angeordnete Sperrelais (Sp 1)
die Auslösung der Wähler im anrufenden Amt (B) und damit die Freischaltung der anrufenden Teilnehmerleitung
(Tn 2) eingeleitet wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955S0045533 DE1000053B (de) | 1955-09-13 | 1955-09-13 | Schaltungsanordnung zur Feststellung belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren Aemtern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955S0045533 DE1000053B (de) | 1955-09-13 | 1955-09-13 | Schaltungsanordnung zur Feststellung belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren Aemtern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1000053B true DE1000053B (de) | 1957-01-03 |
Family
ID=588497
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1955S0045533 Pending DE1000053B (de) | 1955-09-13 | 1955-09-13 | Schaltungsanordnung zur Feststellung belästigender Teilnehmer in Wählerfernsprechanlagen mit mehreren Aemtern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1000053B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1203833B (de) * | 1964-04-16 | 1965-10-28 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung zum Fangen boeswillig anrufender Teilnehmeranschluesse in Fernmelde-insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen |
| DE2714401A1 (de) * | 1977-03-31 | 1978-10-12 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen, mit verbindungsindividuellen leitungssaetzen und mit identifizierern |
-
1955
- 1955-09-13 DE DE1955S0045533 patent/DE1000053B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1203833B (de) * | 1964-04-16 | 1965-10-28 | Telefunken Patent | Schaltungsanordnung zum Fangen boeswillig anrufender Teilnehmeranschluesse in Fernmelde-insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen |
| DE2714401A1 (de) * | 1977-03-31 | 1978-10-12 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen, mit verbindungsindividuellen leitungssaetzen und mit identifizierern |
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