DE1099937B - Vorrichtung zum Spannen der Ketten eines Doppelkettenkratzerfoerderers - Google Patents
Vorrichtung zum Spannen der Ketten eines DoppelkettenkratzerfoerderersInfo
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Description
- Vorrichtung zum Spannen der Ketten eines Doppelkettenkratzerförderers Die Erfindung behandelt eine Vorrichtung, die mit einfachsten Mitteln ein Spannen der Ketten eines Doppelkettenkratzerförderers gestattet.
- In untertägigen Gewinnungsbetrieben, in denen vorwiegend Doppelkettenkratzerförderer im Streb und in der Strecke zum Abtransport des gewonnenen Haufwerkes eingesetzt werden, kommt es häufig vor, daß eine Kette reißt. Die Ursache des Reißens kann in einem Materialfehler eines Kettengliedes oder Kettenschlosses, in einer Uberbeanspruchung des Förderers, in erhöhtem Verschleiß sowie in Alterserscheinungen des Kettenmaterials liegen. Wird ein Fehler, der ein Reißen des Kettenstranges zur Folge haben kann, rechtzeitig erkannt, so wird der fehlerhafte Kettenstrang auf die nachstehend beschriebene Weise wie ein zerstörter Kettenstrang ausgewechselt.
- Am häufigsten erfolgt das Auswechseln und das damit verbundene anschließende Spannen eines Kettenstranges mit einem Differentialflaschenzug. Der die Doppelrolle tragende Befestigungshaken wird um den der Bruchstelle am nächsten liegenden Kratzer gelegt, während der Lasthaken, der mit der losen Rolle verbunden ist, um den nächsten erreichbaren Kratzer des auseinanderkl affen den Kratzbandes gelegt wird. Nachdem die von den Haken umgriffenen Kratzer durch Betätigen des Flaschenuges auf Kettenstranglänge zusammengezogen sind, wird der neue Kettenstrang eingesetzt.
- Die Nachteile des Spannens und Auswechselns von Kettensträngen aus einem Doppelkettenkratzerförderer mit Hilfe eines Differentialfiaschenzuges sind in der erhöhten Unfallgefahr sowie in dem größeren Zeitaufwand zu sehen. Der Differentialfiaschenzug wird nämlich in horizontaler Lage verlegt, wodurch ein Betätigen der Handkette infolge Verschlingung u. dgl. sehr schlecht vor sich geht. Hinzu kommt noch, daß das Bedienungspersonal sich in unmittelbarer Nähe desFla schenzuges befindet. Ein Abrutschen des Last- oder Befestigungshakens hat schon oft zu schweren Unfällen geführt Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spannvorrichtung zu schaffen, die ein selbsttätiges Spannen und Zusammenfahren der Ketten ermöglicht. Zur Erreichung dieses Zieles sowie zur Aufhebung der oben angeführten Nachteile schlägt die Erfindung vor, daß der in das zu spannende Kratzerband eingeschaltete Flaschenzug mit seinen Zugorganenden mittel- oder unmittelbar am Kratzerband und Förderseitenprofil angreift. Das Spannen der Ketten bzw. das Zusammenfahren eines zu Bruch gegangenen Kratzerbandes erfolgt durch den Fördererantrieb. Die Rollen des Flaschenzuges sind auf einer die Kratzer formschlüssig umgreifenden Kratzerbefestigungsbrücke drehbar aufgesetzt. Eine Rolle des Flaschenzuges ist mit einer Rücklaufsperre versehen.
- Der Vorteil der billigen, narrensicheren und leicht transportierbaren Kratzerband-Spannvorrichtung ist vor allem in der einfachen Handhabung zu sehen. Die beiden Kratzerbefestigungsbrücken werden auf zwei Kratzer aufgesetzt. Anschließend wird das eine Ende des Zugorgans am Fördererseitenprofil od. dgl. befestigt, während das andere Ende des Zugorgans ständig an der Kratzerbefestigungsbrücke angeschlagen ist, und der Antrieb des Förderers wird eingeschaltet. Durch die Befestigung des einen Endes des Zugorgans am Fördererseitenprofil nähern sich beim Laufen des Kratzerbandes die beiden Kratzerbefestigungsbrücken in einer Geschwindigkeit, die gleich der halben Förderergeschwindigkeit ist. Als Seilzugkraft wird also die Zugkraft des Kratzerbandes unter Ausnutzung der Relativgeschwindigkeit zwischen Kratzerband und Rinne zum Spannen des Kratzerbandes benutzt.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Zeichnung zeigt einen Grundriß eines Doppelkettenkratzerförderers mit der Spannvorrichtung.
- Zur besseren Übersicht sind in der Zeichnung an dem Doppelkettenkratzerförderer 10 die Oberflansche 11 der Fördererseitenprofile 12 stellenweise nicht gezeichnet.
- Das Kratzerband setzt sich zusammen aus den Kettensträngen 13, den Kratzern 14 sowie aus den Kettenschlössern 15, die die Kettenstränge 13 mit den Kratzers 14 verbinden. Die Spannvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem einfachen Flaschenzug, dessen Rollen 16 und 17 auf den KratzerbefestigunbCsbrücken 18 drehbar gelagert sind. Das eine Ende des Zugorgans 19 ist auf der Kratzerbefestigungsbrücke 18 angeschlagen, während das andere Ende 20 des Zugorgans an beliebiger Stelle der Fördererseitenprofile 12 od. dgl. lösbar befestigt ist. In-die Rolle 16 ist eine Rücklaufsperre eingebaut. Die Kratzerbefestigungsbrücke 18 um- oder hintergreift den Kratzer14 formschlüssig, wobei die beiden Arme der Brückel8 sich an den profilierten Stauflächen der Kratzer 14 abstützen.
- Durch Einschalten des Fördererantriebs bewegt sich nun das Kratzerband vor der BruchstelieA, also an der dem Antrieb näher liegenden Stelle in Pfeilrichtun 21. Die dadurch auftretende Relativgeschwindigkeit bringt also die beiden Kratzerbefestigungsbrücken ständig einander näher und spannt somit das Kratzerband. Nachdem beide Kratzer 14 in der znm Einsetzen eines neuen Kettenstranges benötigten Entfernung stehen, wird der neue Kettenstrang über die Ketten schlösser mit den beiden Kratzern 14 verbunden, nachdem der zerstörte Kettenstrang 13' bereits vor dem Einbau der Spannvorrichtung entfernt wurde.
- Ist der Einbau des Keftenstranges beendet, wird ein nicht dargestellter Spannhebel auf der Rolle 16 umgelegt, so daß die Rücklaufsperre durch ein kurzes Anfahren des Förderers gelöst wird.
- PATENTANSPRVCHE: 1. Vorrichtung zum Spannen der Ketten eines Doppelkettenkratzerförderers unter Verwendung eines Flaschenzuges, dadiirdi gekennteicbnet, daß die Enden (19, 20) des Zugorgans des Flaschenzuges einerseits mittel- oder umnittelbar an einem Kratzer (14) und andererseits am Fördererseitenprofil (12) befestigt sind.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannen des Kratzerbandes bzw. das Zusammenfahren eines zu Bruch gegangenen Kratzerbandes durch den Fördererantrieb erfolgt.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (16> 17) des Flaschenzuges auf einer die Kratzer (14) formschIüssig um- oder hintergreifenden Kratzerbefestigungsbrücke (18) drehbar aufgesetzt sind.4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rolle (16) des Flaschenzuges mit einer Rücklaufsperre versehen ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG28860A DE1099937B (de) | 1960-01-21 | 1960-01-21 | Vorrichtung zum Spannen der Ketten eines Doppelkettenkratzerfoerderers |
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| BE599209A BE599209A (fr) | 1960-01-21 | 1961-01-18 | Dispositif pour tendre les deux chaines d'un transporteur à raclettes, utilisable notamment dans les mines |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG28860A DE1099937B (de) | 1960-01-21 | 1960-01-21 | Vorrichtung zum Spannen der Ketten eines Doppelkettenkratzerfoerderers |
Publications (1)
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Country Status (3)
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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