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Vorrichtung zur Speicherung von bandförmigem Gut, insbesondere Bandstahl
An Vorrichtungen zur Speicherung von bandförmigem Gut durch Schleifenbildung in
einer Speicherkammer hat man bereits vorgeschlagen, die Bandschleifenträger auf
einer endlosen Führungsbahn laufen zu lassen, derart, daß am Eintritt in die Speicherkammer
die Schleifen gebildet und am Austritt aus dieser Kammer von den Schleifenträgern
wieder abgenommen werden, worauf diese auf ihrer endlosen Führungsbahn zum Eingang
der Kammer wieder zurückkehren. Diese bekannte Vorrichtung ist aber für verhältnismäßig
leichtes Bandmaterial, nämlich für bandförmiges Verpackungsmaterial, gedacht, und
entsprechend leicht sind die Schleifenträger und ihre Förderketten gehalten. Für
Schwermaterial, wie Stahlband, ist die bekannte Vorrichtung daher nicht brauchbar.
Hierfür bedarf es einer schweren Bauart der Fördervorrichtung.
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Für die kontinuierliche Bearbeitung von Bandmaterial aus Metall sind
Vorrichtungen zur Speicherung durch Schleifenbildung ebenfalls bekannt. Hier ist
die Speichervorrichtung vor einem Glühofen angebracht und soll ein gleichmäßiges
Durchführen des absatzweise zugeführten Metallbandes sichern. Bandschleifenträgerwagen
sind daher vorgesehen, die aber nicht auf endloser Bahn geführt sind, sondern geradlinig
vor- und zurückfahren. Die Anzahl dieser Schleifenträgerwagen ist also begrenzt
und an die Strecke ihrer Bewegung gebunden. Im Gegensatz hierzu will die Erfindung
jegliche Begrenzung der Anzahl von Schleifenträgerwagen vermeiden.
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Es ist weiterhin an Förderanlagen, bei welchen Lastenträger an Laufkatzen
aufgehängt sind, schon bekannt, falls in die Lastenträgerwagenbahn Bearbeitungszonen
eingeschaltet sind, die Lastenträgerwagen in diesen Zonen mit einem Folgeabstand
zu fördern, der von dem auf freier Förderstrecke abweicht. Man hat hierfür mehrere
Förderketten mit verschiedenen Fördergeschwindigkeiten vorgesehen, die sich in den
Bearbeitungszonen derart einander nähern und wieder voneinander entfernen, daß die
üblichen Mitnahtneanschläge einer Kette sich von den Lastenträgerwagen ab- und die
Anschläge der anderen Kette an sie ankuppeln. Beim Verlassen der Bearbeitungszone
tritt die umgekehrte Kupplungsweise ein.
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Schließlich ist es an Förderanlagen mit Lastenträgergehängen auch
bekannt, die Fördergeschwindigkeit der Lasternträger dadurch zu wandeln, zwecks
Beschleunigung oder Verlangsamung derselben, indem man neben der Förderbahn stellenweise
Förderschnecken anordnet, welche Mitnahmeanschläge an den Lastenträgerwagen erfassen
und ihnen so entsprechend der Schneckensteigung eine andere Geschwindigkeit als
die auf freier Strecke mitteilen.
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Die Erfindung nun hat eine Speichervorrichtung für schweres bandförmiges
Gut entwickelt, welche trotz schwerer Bauart nur verhältnismäßig geringe Antriebskräfte
benötigt, indem sie zur Förderung der Schleifenträgerwagen im beladenen Zustand
- wenn also der größte Förderkraftaufwand zu leisten ist -die Schwerkraft heranzieht,
während die Förderkraftquelle nur zur Förderung schon entladener, also leichter
Schleifenträgerwagen in Anspruch genommen wird. Sie bedarf also des geringstmöglichen
Kraftaufwands.
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An der angemeldeten Vorrichtung zur Speicherung von bandförmigem Gut,
insbesondere Bandstahl, in welcher am Eintrittsende einer Speicherkammer eine über
einen Arm hängende Bandschleife gebildet wird und eine Vielzahl von Schleifenträgerarmen
hintereinander zum Austrittsende der Speicherkammer hinbewegt wird, wo die Schleifen
von ihren Tragarmen abgenommen werden, worauf die Tragarme zum Eintrittsende der
Speicherkammer auf einer endlosen Führungsbahn zurückkehren, verläuft erfindungsgemäß
die Führungsbahn der Bandträgerwagen im wesentlichen in einer waagerechten Ebene
oberhalb des Speicherschachtes, und zwar nach kurzem waagerechtem Anlauf als Ablaufberg
nach abwärts geneigt, worauf sie nach Umkehr ihrer endlosen Schleife in der folgenden
Waagerechten als Auslaufberg, der
steiler ist als der vorhergehende
Ablaufberg, nach aufwärts geneigt ist und von dessen -Scheitel als Ablaufberg wieder
geneigt bis in die Waagerechte des Anlaufs verläuft.
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Vorzugsweise werden die Bandträgerwagen in bekannter Weise von Mitnehmern
einer endlosen Förderkette verschoben, welche auf einer Führungsbahn oberhalb der
Trägerführungsbahn geführt ist, wobei die Trägerführungsbahn vom Eintrittsende des
Speicherschachtes bis kurz vor dessen Austrittsende waagerecht verläuft, worauf
sie bis zum Austrittsende des Speicherschachtes sich abwärts neigt bis nahe über
die waagerechte Umkehr der Schleife der Trägerführungsbahn, der sie im gleichbleibenden
Mitnahmeabstand bis ungefähr zum Scheitel deren Auflaufberges folgt, worauf ihr
Abstand vom Ablaufberg der Trägerführungsbahn sich vergrößert, derart, daß die Mitnehmer
wieder außer Eingriff mit den Trägerwagen kommen, um dann auf den normalen Abstand
zwischen Kette und Trägerwagen zurückzugelangen, der den Eingriff der Mitnehmer
an den Trägerwagen wiederherstellt.
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Am Eintrittsende des Speicherschachtes ist erfindungsgemäß eine Biegewalze
vorgesehen, deren Achse am Ende eines Kurbelarmes sitzt, welcher sich bei seinem
Umlauf zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schleifentragarmen hindurchbewegt, wobei
die Geschwindigkeiten der Biegewalze und der endlosen Kette gegeneinander regelbar
sind.
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Vornehmlich geschieht die Drehbewegung der Biegewalze im Gleichlauf
mit der Bewegung der Trägerwagenförderkette.
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Vorteilhaft wird in Höhe des Austrittsendes und des Eintrittsendes
des Speicherschachtes unterhalb der Trägerwagenführungsbahn je eine Vorrichtung
zum Zuteilen der Trägerwagen an die Mitnehmer der Förderkette angeordnet.
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Jede dieser Zuteilvorrichtungen besteht aus einer Schnecke, deren
Drehachse parallel zur Trägerführungsbahn liegt und deren Umfang vor einer Nase
unten an jedem Trägerwagen greift. Die Drehbewegung der Schnecke wird erfindungsgemäß
selbsttätig abgestellt, wenn der vorderste Trägerwagen im Speicherschacht eine Schleife
abgegeben hat, und selbsttätig angestellt, wenn der nachfolgende Trägerwagen an
die Stelle des entleerten getreten ist.
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Vorteilhaft ist dabei die Vorschubgeschwindigkeit der endlosen Kette
so groß, daß sie sich während eines Umlaufs der Biegewalze um den Abstand zwischen
zwei ihrer Mitnehmer weiterbewegt.
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Vorstehende und weitere Ziele der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung
eine Draufsicht der Speichervorrichtung gemäß der Erfindung, Fig.2a und 2b zusammen
in schematischer Darstellung eine Abwicklung der übereinanderliegenden Förderbahnen
gemäß der Erfindung, Fig. 3 eine Oueransicht, teilweise im -Schnitt, des für die
Speichervorrichtung gemäß der Erfindung verwendeten Förderers, Fig. 4 eine Ansicht
nach der Linie IV-IV der Fig. 3, Fig. 5 in vergrößertem Maßstab eine Einzelheit
der Speichervorrichtung, Fig. 6 eine Ansicht im Aufriß und teilweise im Schnitt
der Speichervorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 7 eine Ansicht nach der Linie
VII-VII der Fig. 6, Fig.8 eine Ansicht in schematischer Darstellung, welche die
Bildung von Bandschleifen- zeigt, und Fig. 9 eine Ansicht in schematischer Darstellung
der in der Speichervorrichtung gemäß der Erfindung verwendeten elektrischen Steuereinrichtung.
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In Fig. 6 bis 9 sind mit 2 zwei Klemmwalzen bezeichnet, welche das
Band S der Speichervorrichtung gemäß der Erfindung zuführen. Die Speichervorrichtung
ist mit zwei endlosen Führungsbahnen 4 und 6 (Fig. 1) versehen, wobei die Führungsbahn
6 unmittelbar oberhalb der Führungsbahn 4 angeordnet ist. Wie sich am besten aus
Fig. 3 und 4 ergibt, besteht die Führungsbahn 4 aus einer Anzahl von Doppel-T-Trägern
8; die mit ihrem Steg in lotrechter Lage angeordnet sind, einer Reihe von an den
oberen Flanschen der Träger 8 in der Weise angebrachten U-Schienen, daß sich deren
Flansche nach unten erstrecken, und aus einer ähnlichen Reihe von U-Schienen 12,
die am unteren Flansch der Träger 8 so befestigt sind, daß ihre Flansche nach oben
gerichtet sind. Die Führungsbahn 4 ist durch senkrechte Ständer oder Säulen 14 unterstützt,
die innerhalb der Führungsbahn angeordnet sind. An den Ständern 14 sind waagerechte
Träger 16 befestigt, die sich zu den Trägern 8 nach außen erstrecken, während sich
in Längsrichtung zwischen den Trägern 16 Versteifungsträger 18 erstrecken. Die obere
Führungsbahn 6 wird durch eine Reihe Doppel-T-Träger gebildet, die mit ihren Stegen
senkrecht angeordnet sind. Die obere Führungsbahn 6 ist an Doppel-T-Trägern 20 aufgehängt,
welche gegen die Träger 16 mittels senkrechter Doppel-T-Träger 22 abgestützt sind.
Hierbei ist zu erwähnen, daß die Träger 14, 16, 20 und 22 aneinander in beliebiger
geeigneter Weise, beispielsweise durch Schweißen oder Vernieten, befestigt werden
können. Die Führungsbahnen 4 und 6 haben, wie gezeigt, halbkreisförmige Enden. Wie-
sich am besten aus Fig. 2 a und 2 b ergibt, ist die Führungsbahn 4 zwischen den
Punkten 4a und 4 b am Eintrittsende der Speichervorrichtung waagerecht angeordnet.
Zwischen den Punkten 4 b und 4 c ist die Führungsbahn 4 nach unten geneigt. (Ablaufberg).
Vom Punkt 4 c bis zum Punkt 4 d am Austrittsende der Speichervorrichtung ist die
Führungsbahn 4 waagerecht. Vom Punkt 4 d bis zum Punkt 4 e steigt die Führungsbahn
4 in Form eines Auflaufberges steiler an als die Ablaufneigung zwischen den Punkten
4 b und 4c. Hierauf verläuft die Führungsbahn 4 zwischen den Punkten 4 e und 4 a
als Ablaufberg wieder nach unten. Zwischen den Punkten 6 ca und 6 b bleibt die Führungsbahn
6 waagerecht und parallel zur Führungsbahn 4. Hierauf setzt sich die Führungsbahn
6 in waagerechter Richtung fort, bis sie den Punkt 6 b' erreicht, worauf sie rasch
zum Punkt 6 c abfällt. Die Führungsbahn bleibt sodann parallel zur Führungsbahn
4; bis sie den Punkt 6 e erreicht. Vom Punkt 6 e verläuft die Führungsbahn weiter
nach oben bis zum Punkt 6f, worauf sie sich bis zum Punkt 6g in waagerechter
Richtung erstreckt. Vom Punkt 6g fällt sie rasch zum Punkt 6 a ab.
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Auf der Führungsbahn 4 läuft eine Anzahl Bandträgerwagen 24. Jeder
dieser Bandträgerwagen 24 besitzt einen Rahmen 26 mit einem niederdrückbaren Mitnehmer
28, der auf dessen Oberseite angeordnet ist. Der Mitnehmer 28 ist so ausgebildet,
daß er nach dem Niederdrücken durch eine von außen einwirkende Kraft immer wieder
in die gezeigte Stellung zurückkehrt. Der Rahmen 26 trägt zwei Rollen 30, welche
auf der Oberseite der- U-Schiene 10 rollen, zwei Rollen 32, welche am Innenflansch
der U-Schiene 10 rollen, eine Rolle 34, welche an der Unterseite der U-Schiene 12
rollt, und zwei Rollen 36, welche auf dem Außenflansch der U-Schiene 12 rollen.
Am Rahmen 26 ist
ein zylindrischer Arm 38 befestigt, der sich von
diesem in waagerechter Richtung nach außen erstreckt. Der Arm 38 kann drehbar oder
nicht drehbar sein. Für den Antrieb ist eine Kette 40 üblicher Art vorgesehen, die
an Laufkatzen 42 aufgehängt ist, von denen jede ein Rollenpaar 44 aufweist, dessen
Rollen auf den unteren Flanschen der Führungsbahn 6 laufen. Die Kette trägt an ihrer
Unterseite im gleichen Abstand voneinander vorgesehene Nasen 46. Benachbart der
Kette 40 ist eine Antriebskette 48 (Fig. 2 a) angeordnet, welche mit einer Vielzahl
Mitnehmer 50 von geeigneter Form für den Eingriff mit der Förderkette 40 versehen
ist. Die Kette 48 wird von einem Motor 52 angetrieben. Die Kraftübertragungskette
40 und deren Antrieb sind von an sich bekannter Art. Die Mittel für den Antrieb
der Bandträgerwagen 24 von der Kette 40 aus sind ebenfalls an sich bekannt.
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Unter der Trägerführungsbahn 4 sind in einem kurzen Abstand auf der
Eintrittsseite von Punkten 4 c und 4a, wie in Fig. 1, 5 und 9 gezeigt, Zuteilvorrichtungen
54 und 56 für die Bandträgerwagen 24 angeordnet. Die Zuteilvorrichtung 54 besteht
aus einer Schnecke 58, die mit ihrer Achse parallel zur Trägerführungsbahn 4 angeordnet
ist, und aus einem Getriebemotor 60 für den Antrieb der Schnecke. Die Zuteilvorrichtung
56 besteht aus den gleichen Teilen, deren Bezugsziffern mit einem Strich versehen
sind. An der Unterseite jedes Rahmens 26 ist eine Nase 62 angeschweißt oder in anderer
Weise befestigt. Der Außenumfang der Schnecken 58 und 58' ist so angeordnet, daß
diese an den Nasen 62 angreifen.
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Die Zuführungsklemmwalzen 2 werden von einem Motor 64 über ein Untersetzungsgetriebe
66 angetrieben. Unter den Armen 38 ist zwischen den Klemmwalzen 2 und dem Punkt
4 c ein Speicherschacht 68 angeordnet. Die Quermittelpunkte dieser Arme 38 befinden
sich auf der Längsmittellinie der Bearbeitungsstraße zwischen diesen Punkten. Unterhalb
der Klemmrollen 2 ist an deren Austrittsseite oberhalb des Schachtes 68 eine Biegewalze
70 angeordnet. Die Walze 70 ist zur Drehung auf einer Achse 72 angeordnet, welche
von dem äußeren Ende eines drehbaren Arms 74 getragen wird, der seinerseits drehfest
auf einer Welle 76 angeordnet ist. Die Welle 76 wird von einem Fernsteuermotor 78
(Selsyn-Motor) über ein Untersetzungsgetriebe 80 angetrieben. Die Kraft für den
Antrieb der Motoren 52 und 64 wird durch einen Gleichstromgenerator 82 geliefert,
an dessen Feldwicklung 82F Stromversorgungsleitungen L1-L2 angeschlossen sind. Die
Drehzahl der Motoren 52 und 64 kann durch eine Veränderung der Einstellung eines
Widerstandes 84, der in den Stromkreis der Feldwicklung geschaltet ist, verändert
werden. Zur Regelung des Stromflusses zur Feldwicklung 82F ist ein Schalter 86 vorgesehen.
Dieser Schalter kann von Hand bedienbar oder mit der Regelung der Geschwindigkeit
der Bandbearbeitungsstraße gekuppelt sein. Diese Anordnung ermöglicht Veränderungen
in der Geschwindigkeit der Speicherung bzw. der Kette 40, entsprechend den Veränderungen
in der Geschwindigkeit der Klemmwalzen 2. Obwohl dieses Verhältnis nicht unbedingt
erforderlich ist, ist es zweckmäßig, daß unter allen Betriebsbedingungen Schleifen
von gleichmäßiger Länge erzeugt werden. Durch den Motor 52 wird ein Synchronferngeber
88 (Selsyn-Generator) angetrieben, der mit dem Fernsteuermotor 78 elektrisch verbunden
ist. Der Synchronferngeber und der Motor sind an eine Wechselstromquelle L3-L4 angeschlossen.
Auf diese Weise wird ein bestimmtes Geschwindigkeitsverhältnis zwischen der Kette
48 und der Biegewalze 70 hergestellt. Oberhalb des Austrittsendes des Schachtes
68 sind zwei Klemmwalzen 90 angeordnet, durch welche das Band der Bearbeitungseinrichtung
zugeführt wird. Die Walzen 90 können in beliebiger geeigneter Weise angetrieben
werden. Unterhalb der Klemmwalzen 80 ist ein gleitbarer Rahmen 92 angeordnet, der
an seinem äußeren Ende zwei Walzen 94 trägt. Die Achsen der Walzen 94 sind zu den
Achsen der Walzen 90 parallel und voneinander getrennt, um das Band S zwischen sich
aufzunehmen. Der Rahmen 92 ist mit einem Schlitz 96 versehen, welcher an einem Ein-Aus-Begrenzungsschalter
98 angreift, der den Stromfluß von den Leitungen L3-L4 zum Motor 60 der Zuteilvorrichtung
54 für die Bandträgerwagen regelt. Auf einem der Gerüstträger 22 ist auf der Eintrittsseite
in einem kurzen Abstand vom Punkt 4a ein Schalter 100 angeordnet und ein ähnlicher
Schalter 102 in ähnlicher Weise auf der Austrittsseite der Bandträgerzuteilvorrichtung
56. Durch das Schließen des Schalters 100 wird eine Relaiswicklung 104 erregt, wodurch
deren Kontakt 104 C geschlossen wird, was zur Folge hat, daß der Motor 60' der Zuteilvorrichtung
56 erregt wird. Der Relaiskontakt 104 C wird in seiner Schließstellung durch eine
Klinke 105 gehalten, die durch ein Solenoid 105S gesteuert wird. Der Motor 60' bleibt
so lange erregt, bis der von der Zuteilvorrichtung 56 freigegebene Bandträgerwagen
24 den Schalter 102 schließt, um das Solenoid 105S zu erregen und die Klinke 105
freizugeben. Benachbart der Trägerführungsbahn 4 sind auf der Austrittsseite unmittelbar
am Punkt 4b zwei normalerweise geschlossene Schalter 106 und 108 angeordnet, die
sich etwa mit der Länge eines Trägerwagens 24 voneinander in Abstand befinden. Die
Schalter 106 und 108 sind im Stromkreis einer Relaiswicklung 110 zueinander parallel
geschaltet, wobei die Stromzufuhr durch die Leitungen L3 und L4 geschieht. Die Relaiswicklung
110 ist mit einem normalerweise offenen Kontakt 110C versehen, welcher im Stromkreis
der Generatorfeldwicklung 82F liegt. Ähnliche normalerweise offene Schalter 112
und 114 sind in der gleichen Weise benachbart der Führungsbahn 4 auf der Eintrittsseite
am Punkt 4c angeordnet. Die Schalter 112 und 114 sind zueinander parallel im Stromkreis
mit einem Licht- oder anderem Signal 116 geschaltet.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist wie folgt: Es
sei angenommen, daß sich zwischen den Punkten 4 b und 4 c kein Bandträgerwagen 24
befindet, zwischen den Punkten 4c und 42 und zwischen den Punkten 4 e und 4 b jedoch
Trägerwagen 24 sind, und zwar ein Bandträgerwagen unmittelbar unter der Walze 70,
welches die höchste Stelle ist, ferner daß das Band S durch die Klemmwalzen 2, zwischen
der Biegewalze 70 und dem Arm 38 des darunter befindlichen Bandträgerwagens, zwischen
die Walzen 94 und zwischen die Klemmwalzen 90 zur Bearbeitungsstraße gezogen ist
und daß der Generator 82 sich dreht und seine Feldwicklung erregt ist, so daß die
Motoren 52 und 64 die Kette 48 und die Klemmwalzen 2 antreiben und die Biegewalze
70 und die Achse der Welle 76 herumbewegt wird. Dies ist die in Fig. 8 mit voll
ausgezogenen Linien gezeigte Stellung. Die Bewegung der Kette 48 verursacht eine
Bewegung der Kette 40 auf ihrer Führungsbahn 6. Die Nasen 46 an der Kette 40 greifen
an den Mitnehmern 28 der Träger 24 zwischen den Punkten 4c und 4d und zwischen den
Punkten 4a und 4 b an. Hierdurch werden diese Trägerwagen längs ihrer Führungsbahn
4 mit einer solchen Geschwindigkeit bewegt, daß die Walze 70 einen vollen
Umlauf
um die Achse der Welle 76 ausführt, während die Trägerwagen 24 um eine Stufe bewegt
werden, d. h. um den Abstand zwischen benachbarten Nasen 46. Wenn sich die Walze
70, gesehen in Fig. 8, im Gegenzeigersinn bewegt, d. h. zu dem sich annähernden
Bandträger nach unten, nimmt sie das Band S nach unten um eine kurze Strecke mit,
bis die Teile die mit gestrichelten Linien gezeichnete Stellung erreichen, worauf
das Band weiter nach unten gefördert wird und eine Schleife L zwischen den Armen
38 des ersten und zweiten Bandträgerwagens, welche sich in .<lusfluchtung miteinander
befinden, bei der Annäherung an den Punkt 4 b bildet. Die Länge der Schleife L nimmt
zu, bis sie ihre volle in Fig. 6 gezeigte Länge erreicht. Wenn die Walze 70 einen
vollen Umlauf ausgeführt hat, befindet sie sich unmittelbar über dem Arm 38 des
zweiten Trägerwagens 24 und bildet eine zweite Schleife zwischen den Armen 38 des
zweiten und des dritten Trägerwagens 24. Obwohl das Verhältnis zwischen dem Halbmesser
der Walze 70 und dem Arm 38, der Umlaufhalbmesser der Walze 70 und der Abstand zwischen
-den Nasen 46 nicht kritisch ist, ergibt sich, daß die Summe aus dem Halbmesser
der Walze 70 und des Arms 38 sowie aus dem Umlaufhalbmesser der Walze 70 ausreichend
kleiner sein muß als drei Viertel des Abstandes zwischen den Nasen 46, damit ein
Spiel zwischen der Walze 70 und dem Arm 38 vorhanden ist, wenn sich die Walze in
der Ebene der Achsen der Arme 38 befindet. Wenn der erste Trägerwagen 24 in der
Straße sich längs der Trägerführungsbahn 4 vorwärts bewegt, erreicht er den Punkt
4 b, wobei sich sein Mitnehmer 28 von der Nase 46 löst, so daß er diese Führungsbahn
4 zum Punkt 4 c nach unten durchwandert. Gleichzeitig mit der Bewegung des ersten
Trägerwagens zum Punkt 4b finden folgende Vorgänge statt: Die Nasen 46 greifen an
den Mitnehmern 28 auf den Trägerwagen 24 zwischen den Punkten 4c und 4d an, um sie
längs der Trägerführungsbahn 4 zu bewegen. Eine Nase 46 greift am Schalter 100 an
und schließt diesen, wodurch ein Stromkreis zum Motor 60' geschlossen wird, so daß
sich die Schnecke 58' dreht. Dies ermöglicht eine Bewegung der Träger 24 auf der
Neigungsstrecke ihrer Führungsbahn 4 zwischen den Punkten 4.e und 4 ca nach
unten, bis die Nase 62 des untersten Trägerwagens über das Ende der Schnecke 58'
hinaustritt. Bei der Bewegung des Trägerwagens über das Ende der Schnecke 58' hinaus
greift dieser am Schalter 102 an, so daß über das Solenoid 105 c und die Klinke
105 der Stromkreis des Motors 60 geöffnet wird, wodurch der letztere zum Stillstand
gebracht wird. Die Nase 46, die den Schalter 100 betätigt hat, befindet sich dann
in einer Stellung für den Angriff am Mitnehmer 28 des freigegebenen Trägerwagens
24. Die Bandträgerwagen zwischen den Punkten 4a und 4b haben sich alle um einen
Schritt vorwärts bewegt. Hierauf wiederholen sich die vorangehend beschriebenen
Vorgänge, und wenn die Wegführung aus dem Schacht 68 langsamer ist als die Zufuhr
zu diesem, werden immer mehr Schleifen L im Schacht 68 gebildet. Wenn ein eine Schleife
L tragender Trägerwagen 24 die Bandträgerzuteilvorrichtung 54 erreicht, kommt die
Nase 62 an der Schnecke 58 zur Anlage, durch welche dieser Trägerwagen und die hinter
diesem befindlichen Trägerwagen an einer weiteren Bewegung gehindert werden. Wenn
am Punkt 4c eine Schleife durch die Walzen 94 und 90 gestreckt wird, findet keine
Bewegung der Träger im Schacht 68 statt. Wenn jedoch das Band in der Schleife verbraucht
ist, wird das Band S vom nächstfolgenden Trägerwagen 24 ver= wendet, was zur Folge
hat, daß der Rahmen 92, gesehen in Fig. 6, in seine mit gestrichelten Linien gezeichnete
Stellung gleitet, wodurch der Schalter 98 geschlossen und damit der Motor 60 in
Gang gesetzt wird. Hierdurch wird ermöglicht, daß sich alle zurückgehaltenen Trägerwagen
24 vorwärts bewegen, bis das Band S wieder unmittelbar nach oben durch die Walzen
94 verläuft. Der Rahmen 92 befindet sich dann wieder in seiner ursprünglichen Stellung,
während sich der Schalter 98 wieder geöffnet hat, um den Motor 60 zum Stillstand
zu bringen. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, wie Band aus dem Speicher abgezogen
wird. Wenn die Bandzufuhr zum Schacht 68 für das Verschweißen des hinteren Endes
des Bandes mit der nächstfolgenden Spirale zum Stillstand gebracht werden muß, befinden
sich nur wenige Trägerwagen 24, wenn überhaupt einer, zwischen den Punkten 4c und
4d, und nur leere Trägerwagen gelangen in diesen Raum, da ja das Band von ihnen
abgezogen ist.
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Im normalen Betrieb der Bearbeitungsstraße ist der Schacht verhältnismäßig
mit Band gefüllt, wenn sich der Speicher auf der Eintrittsseite der Bearbeitungseinrichtung
befindet, und verhältnismäßig leer, wenn er sich auf der Austrittsseite, wie es
üblich ist, befindet.
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Wenn die Bandzufuhr die Bandwegführung übertrifft und der Speicher
gefüllt wird, öffnen sich beide Schalter 106 und 108 durch die Berührung mit den
Trägerwagen 24. Dies hat zur Folge, daß die Relaiswicklung 110 entregt wird, so
daß sich deren Kontakt 110 C öffnet und die Feldwicklung 82 F entregt wird. Wenn
das sich im Speicher befindende Band nahezu verbraucht ist, befinden sich keine
Träger in diesem zur Betätigung eines der normalerweise offenen Schalter 112 und
114. Es besteht daher kein Stromkreis für die Signallampe 116, so daß die Bedienungsperson
die Bearbeitungsstraße zum Stillstand bringt. Die vorangehend beschriebenen Sicherheitsvorrichtungen
sind zur Verwendung mit einem Speicher auf der Eintrittsseite einer Bearbeitungsstraße
beschrieben. Ähnliche Vorrichtungen können verwendet werden, wenn sich der Speicher
auf der Austrittsseite der Bearbeitungsstraße befindet.