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Laufkran für unterirdische, in einem mit Gewölbe versehenen Stollen
befindliche Arbeitsstätten Unterirdische Arbeitsstätten und insbesondere unterirdische
Wasserkraft-Elektrizitätswerke, benötigen häufig Laufkrane.
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In derartigen unterirdischen, in einem mit Gewölbe versehenen Stollen
befindliche Arbeitsstätten sind bisher diese Laufkrane wie bei oberirdischen Arbeitsstätten
ausgeführt worden, id. h. in der Weise, daß ihre parallel zu der größeren Abmessung
des Stollens oder, mit anderen Worten, parallel zu :dessen Gewölbe verlaufenden
Laufschienen durch eine Folge von senkrechten Tragpfeilern abgestützt werden, die
längs der Wandungen des Stollens angeordnet und bis zur Sohle des Stollens verlängert
sind.
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Eine derartige Ausführung ist sehr kritisch, weil, wenn die Pfeiler,
wie dies bei solchen unterirdischen :Arbeitsstätten üblich ist, mit der aus dem
Gestein gehauenen Wandung verbunden werden, um die waagerechten dynamischen Kräfte
auf Grund der Bewegung .der Katze auf der Brücke -des Laufkranes aufzuheben, die
senkrechten Kräfte nicht bis zur Basis der Pfeiler übertragen werden, so daß ein
beträchtlicher Teil der Masse der Pfeiler unwirksam ist.
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Es ist jedoch nicht möglich, die Laufschienen unmittelbar durch die
senkrechten Seitenwände tragen ztt lassen, weil der Widerstand dieser Wände durch
die Ausschachtung des Stollens (die im allgemeinen durch Sprengung erfolgt) sowie
durch Senklungen und auch,durch Bruch des Gesteins infolge der Wiederherstellung
-des inneren Gleichgewichtes des Gesteinsmassivs nach der Ausschachtung des Stollens
vermindert ist.
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Um die Abstützung der Laufschienen an den Seitenwandungen (unmittelbar
oder durch die Pfeiler) zu vermeiden, ist bereits vorgeschlagen worden, .die Laufschienen
auf Balken ruhen zu lassen, welche mit Hilfe von Hängepfeilern an dem Gewölbe des
unterirdischen Stollens aufgehängt sind.
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In diesem Fall ergeben sich - wenn als gegeben angenommen wird, daß
solche Hängepfeiler im Gegensatz zu gewöhnlichen Pfeilern, um den Vorbeigang des
Kranas zu gestatten, notwendigerweise mit Bezug auf die sie tragenden Balken exzentrisch
angeordnet werden müssen-Biegemomente, welchedurch die Verankerung dieser Hängepfeiler
in dem Gewölbe auf dieses übertragen werden.
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Schließlich ist es erforderlich, @damit die auf dem Kran laufende
Katze über die größtmögliche Breite des Stollens benutzbar ist, daß die Krambrücke
nicht zu nahe an das Gewölbe herankommt, so daß die Katze, welche auf der Kranbrücke
läuft, sich den Ebenen der senkrechten- Wände, welche das Gewölbe abstützen, genügen!d
weit nähern kann.
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Es ist bei gewöhnlichen Laufkranen, d. h. solchen, die in oberirdischen
Bauwerken angeordnet sind, bekannt, den oder die Balken der Brücke unterhalb der
Laufschienen anzuordnen, wobei sie an Katzen aufgehängt sind, die -a,uf diesen Laufschienen
laufen. In diesem Fall erfolgt die Aufhängung mit Hilfe von senkrechten oder waagerechten
Achsen, die rechtwinklig zur Richtung der Laufschienen angeordnet sind. Die Ouerreaktionen
der Brücke werden daher von der Starrheit der Aufhängeachse oder gegebenenfalls
von Hilfsrollen aufgenommen, .die .auf der Seite der Laufschienen abgestützt sind.
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Zweck der Erfindung ist,die Schaffung eines Laufkranes für unterirdische
Arbeitsstätten, bei welchem die Verwendung von gewöhnlichen Pfeilern bzw. Hängepfeilern
für die Abstützung der Laufschienen vermieden ist und welcher außerdem gestattet,
daß die Katze sich den Ebenen der Seitenwänlde des Stollens in ausreichender Weise
nähern kann.
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Ein Laufkran für unterirdische, in einem mit Gewölbe versehenen Stollen
befindliche Arbeitsstätten, bei dem die Brücke in einer niedrigeren Höhe als die
Hauptlaufschienen angeordnet ist und die quer zu den Hauptlaufschienen auftretenden
Reaktionen der Brücke durch Hilfsrollen aufgenommen werden, ist gemäß der Erfindung
ldadurch gekennzeichnet, daß die Brücke an wenigstens einem Ende in an sich bekannter
Weise von mindestens einem herabragenden Tragarm getragen wird, der an seinem oberen
Teil mit
wenigstens einem auf :der°I£äuptlaufschiene laufendem Rad
versehen und so mit der Brücke verbunden ist, daß =diese sich quer zu der Hauptlaufschiene
verlagern kann, wobei das Ende -der-Brücke wenigstens eine Umeine lotrechte Achse
drehbare Rolle :aufweist, die über das Ende der Brücke vorragt und auf einer Hilfsschiene
läuft, :die sich parallel zu der Hauptlaufschiene erstreckt und durch die Wand des
Stollens unterhalb der Hauptlaufschiene getragen wird.
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Tatsächlich ist der Teil des Gewölbes (welches durch das natürliche
Gestein oder -durch ein eingezogenes Mauerwerk gebildet wird), der in der Nähe der
Gewölbeanfänge liegt,- auf Grund der Last des Gewölbes und des aufrihmruhenderr-Erdreiches-derjenige
Teil, in welchem das Material den stärksten Kompress=ionskräften unterworfen ist,
:die das Material in einen Zustand =dreifacher Zusammendrückung bringen, was ihm
gestattet, -ohne Gefahr außergewöhnlich hohe Kräfte aufzunehmen, während die Absenkung
der Kranbrücke den Nachteil, @daß diese Stelle nahe an der Krümmung ,dzs Gewölbes
liegt, für die Laufschienen mindert.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die Laufschienen
von einem vorspringenden Sims getragen, der in Längsrichtung in dem massiven Teil
der Gewölbeanfänge ausgebildet ist.
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Bei einer arideren Ausführungsform der Erfindung können =die Laufschienen
von biegsamen Organengetragen werden, welche senkrecht in den mrassiven Teilen der
Gewölbeanfänge aufgehängt sind, während,die auf diesen Schienen laufenden Hängewagen
oder herabragenden Tragarme symmetrisch =mit Bezug auf diese biegsamen Organe angeordnet
sind, so =daß diese nur senkrechten Kräften unterworfen sind.
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Die Anordnung von Hilfsschienen, =die parallel zur Hauptschiene und
-unterhalb von ihr verlaufen, bereitet keine Schwierigkeiten, weil (die Hilfsschienen,
deren Eigengewicht praktisch vernachlässigbar ist, nur Kräften unterworfen sind,
die gegen =die =die Hilfsschienen tragende Wand =gerichtet sind und rechtwinklig
zu =dieser Wand verlaufen.
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Gleichgültig, ob,die Kranlaufschienen von vorspringenden Simsen oder
von @durch elastische Organe aufgehängten Balken getragen werden, sind die =die
Längsbewegungen .des Kranes ermöglichenden Laufrollen in dem Zwischenraum zwischen
der Gewölbeleibung und der oberen Fläche der Laufschienen angeordnet. Um die Überkragung
des vorspringenden Simses bzw. die Länge -der Aufhängeorgane $u vermindern, @d.
h. um die Laufschienen so nahe wie möglich an den massiven Teilender Gewölbeanfänge
anordnen zu können, ist es von Bedeutung, den Durchmesser der -die Längsbewegungen--des
Kranes gestattenden Laufrollen zu verkleinern rund zu diesem Zweck ihre Anzahl zu
erhöhen, was außerdem zu Odem Vorteil führt, ,die Last des Kranes- auf eine große
Länge der Laufschienen wirken zu lassen.
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Um in :diesem Fall die Last des Kranes auf verschiedene Laufrollen
zu verteilen, die -an jedem Ende des Balkengerüstes der Kranbrücke angeordnet =sind,
wird dieses Ende auf den Länfrollen-unter Zwischenfügung von Sätzen waagebalkenartiger
Schwinghebel abgestützt, und .damit der Vorteil der Verkleinerung des Durchmessers
der La=üfrollen nicht verlorengeht, sind diese Sätze von Schwinghebeln unterhalb
rder Laufrollen angeordnet.
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Zu =diesem Zweck entspricht bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung jeder Laufrolle oder jedem Laufrollertpaar ein herabragender Tragarm,
auf welchem sich das-Ende -eines Schwinghebels gelenkig abstützt, der zwei Tragarmen
gemeinsam ist. Auf diesen Schwinghobeln der ersten Stufe stützen sich die Enden
von Schwinghebeln einer zweiten Stufe-ub, =die ihrerseits entweder Schwinghebel
einer dritten. oder folgenden Stufe oder das Balkengerüst der Kranbrücke selbst
abstützen, wobei jede Stufe von Schwinghebeln .die Anzahl der die Längsbewegungen
des Kranes ermöglichenden Laufrollen zu verdoppeln gestattet. Auf diese Weise kann
jedes Ende der Kranbrücke durch 2n herabragende Tragarme abgestützt werden, welche
miteinander durch n Stufen von Schwinghebeln verbunden =sind.
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Insbesondere für große und kräftige Krane, bei -welchen - die&
Katze auf --zwel pärälle'len Häüptbalken läuft, gestatten zwei Etagen von Schwinghebeln,
die an =den Enden jedes Balkens .angeordnet sind, den Balken durch vier oder acht
Laufrollen (oder durch sechzehn Laufrollen bei der zweiten Ausführungsform) an jedem
Ende der Kranbrücke abzustützen.
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Die verschiedenen herabragenden Tragarme, die bereits miteinander
an ihren unteren Teilen durch die Schwinghebel verbunden sind, s=ind in der Höhe
der Laufrollen durch gelenkige Verbindungen verbunden, um nach Art von Gelenkparallelogram=men
verformbare Systeme zu schaffen, wodurch die Längsverschiebung des ganzen Kranes
unter Einsatz von waagerechten dynamischen Kräften ermöglicht wird, ohne daß die
Verteilung der Lasten auf die Laufrollen wesentlich =geändert wird, und wodurch
gewährleistet wird, daß die Laufrollen in ihrer Ebene .gehalten werden, insbesondere
die Antriebslaufrollen, welche die Beschleunigungs- und Abbrernskräfte während der
Längsbewegung =des Kranes aufnehmen sollen.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen
Laufkranes gezeigt.
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Fig. 1 zeigt einen Teilquerschnitt durch =das Gewölbe eines eine unterirdische
Arbeitsstätte aufnehmenden Stollens, der mit einem Laufkran ausgerüstet ist; Fig.
2 zeigt einen in größerem Maßstab gehaltenen Teilquerschnitt durch einen Stollen
mit einer weiteren Ausführungsform eines Laufkranes gemäß der Erfindung; Fig. 3
ist eine Ansicht nach der Linie III-III der Fi.. 2 ; Fig. 4 veranschaulicht eine
weitere Ausführungsform der Erfindung; Fig. 5 ist eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht
der Ausführungsform gemäß Fig. 4; Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform; Fi.g.
7 ist =eine Ansicht nach,der Linie VII-VII von Fig. 6.
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Die Decke der in Fig. 1 .dargestellten Stollenaussehachtung ist =durch
.ein aus Beton oder Mauerwerk bestehendes Gewölbe 1 .ausgekleidet und gegebenenfalls
verstärkt, @dessen Anfänge in die oberen Enden der parallel verlaufenden senkrechten
Seitenwände 2 der Ausschachtung eingebettet sind.
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Das Gewicht des auf =dem Gewölbe 1 oder gegebenenfalls einer durch
Zementeinspritzungen zwischen das Gestein und den Beton erhaltenen Verdichtungsschicht
ruhenden Erdreichs sowie .das Eigengewicht des Gewölbes bewirken eine :starke Komprimierung
des Gesteins gegen die Gewöl:beanfänge in Richtung der in Fig. 1 eingezeichneten
Pfeile F, wodurch das Gestein @im Zustand starker Kompression gehalten wird, und
zwar im wesentlichen bis an die gekrümmten Flächen A, wä=hrend Idas zwischen diesen
gekrümmten Flächen A =und den Wänden 2 befindliche Gestein keiner Zusammendrückung
unterliegt und
durch die Ausschachtung des Stollens verhältnismäßig
locker geworden ist.
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Wenn man die senkrechten Schnittebenen dieses Gewölbes betrachtet,
befindet sich das Material im Bereich der Anfänge sowohl des natürlichen als auch
des eingezogenen Gewölbes somit im Zustand schräger Zusammendrückung. Das Material
wird (zumindest für das natürliche Gewölbe) auch in der Längsrichtung zusammengedrückt,
und zwar auf Grund des Umstandes, daß durch -die Ausschachtung der natürliche Kompressionszustand
des Erdreiches in dieser Richtung nicht zum Verschwinden gebracht wurde.
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In den Bereichen der Gewölbeanfänge, die auf diese Weise große Kräfte
aufzunehmen vermögen, sind vorspringende Simse 3 ausgebildet, welche die sich in
der Längsrichtung erstreckenden Laufbahnen des Kranes, die Hauptlaufschienen 4,
tragen.
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Die Brücke 6 wird von herabragenden Tragarmen 10 vermittels einer
Gelenkachse 12 betragen, die sich parallel zur Hauptlaufschiene 4 erstreckt und
lotrecht unter dieser Schiene liegt. Auf diese Weise werden die Gewichte der Brücke
und der von -ihr getragenen Last senkrecht auf die Haupblaufschiene 4 übertragen,
und daher wird die Möglichkeit eines Kippens der Tragarme 10 unter den ruhenden
(statischen) Belastungen ausgeschaltet. Ferner ist zur Verhinderung von Längsverlagerungen
der Brücke (d. h. in Richtung quer zu der Hauptlauf schiene 4) unter den dynamischen
Kräften auf Grund der Bewegungen der Katze auf ider Brücke,das Ende der Brücke 6
mit einer um eine lotrechte Achse drehbare Rolle 18 versehen, die über das Ende
der Brücke vorragt und sich auf einer Hilfsschiene 19 abstützen kann, die unterhalb
der Hauptlaufschiene 4 an der Seitenwand 2 des Stollens befestigt ist.
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Wenn angenommen wird, daß beide Enden der Brücke in .der in Fib. 1
veranschaulichten Weise ausgebildet sind, dann stützt sich ,die eine oder die andere
der Rollen 18 auf :der zugehörigen Hilfsschiene 19 ab, und die Seitenwände 2, deren
Widerstandsfähigkeit durch die Aushebung des Stollens verringert sein kann, nehmen
nur Druckkräfte auf, die senkrecht zu diesen Wänden !gerichtet sind.
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Die in den Fib. 2 und 3 wiedergegebene Ausführungsform weist gegenüber
derjenigen gemäß Fig. 1 den Vorteil auf, daß sie,das Gewicht der Brücke und ihrer
Last auf mehrere Laufrollen zu verteilen bestattet.
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In diesem Fall wird das Gerüst der Kranbrücke von zwei Hauptbalken
6 a und 6 b gebildet, deren jeder eine der Laufschienen 20a und 20b für -die Laufkatze
7 trägt. Diese beiden Balken sind an ihren Enden durch kastenartige Kopfstücke 21
miteinander verbunden.
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Jeder Balken ist an jedem seiner Enden durch vier herabragende Tragarme
abgestützt, wie dies in Fig. 3 durch die Tragarme 10a, 10b, 10c, 10d für
die auf der einen Seite liegenden Enden der Hauptbalken 6 a und 6 b wiedergegeben
ist.
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Jeder dieser Tragarme, die an ihren beiden Enden abgewinkelt sind,
ruht an seinem oberen Ende auf einem Rollenrad 8 a bzw. 8b, g r, 8 d und
trägt an seinem unteren Ende einen zylindrischen Sitz 22, in .dem eine zylindrische
Achse23 ruht, welche eine Gelenkachse bildet. Auf den Achsen 23, die zu den Tragarmen
10a, 10b einerseits und den Tragarmen 10c, 10d andererseits gehören, ruhen
die Enden je eines Schwinghebels 24 einer ersten Stufe. In der Mitte jedes dieser
beiden Schwinghebel ist ein Sitz angeordnet, welcher eine Achse 25 abstützt, die
einen größeren Durchmesser als .die Achsen 23 hat. Diese Achsen 25 auf den beiden
Schwinghebeln 24 dienen .dazu, die Enden eines Schwinghobels 26 einer zweiten Stufe
abzustützen.
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Die Schwinghebe124 und 26 haben, wie dies aus Fi;g. 2 hervorgeht,
vorzugsweise einen doppel-T-förmigen Querschnitt, um eine geringe Torsnon dieser
Schwinghebel in dem Fall zuzulassen, daß die verschiedenen Achsen auf Grund verschiedenartiger
Biegung der abgewinkelten Enden der Tragarme nicht genau parallel sind.
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Die Biegefähigkeit der doppel-T-förmigen Schwinghebel 24 und 26 in
senkrecht zur Hauptlaufschiene 4 verlaufender Richtung -gestattet ferner, auf eine
Gelenkverbindung (entsprechend der Achse 12 in Fig. 1) für die Querverlagerung der
Brücke zu verzichten, welche die Abstützreaktion der Rolle 18 auf der Hilfsschiene
19 zuläßt.
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Auf einer Achse 27, die wie,die Achsen 23 und 25 ausgebildet ist,
aber einen noch größeren Durchmesser hat, ruht das Ende des Balkens 6 a bzw. 6 b.
Die verschiedenen Achsen 23, 25, 27 liegen in der senkrechten Ebene der Räder 8
a, 8 b, 8 c, 8 d, so @daß, wie im Fall der Ausführungsform gemäß Fig. 1,
die Reaktionskräfte der Räder 8 a, 8b, 8c, 8 d senkrecht verlaufen.
Außerdem sind auf Grund .des Satzes von Schwinghebeln die verschiedenen Tragarme
gleichförmig belastet. Die waagerechte Stützrolle 18 ist am oberen Teil des
Balkens 6a bzw. 6 b angeordnet, so daß die Hilfsschiene unmittelbar unterhalb des
Simses 3 befestigt werden kann.
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Die Paare von Tragarmen 10 a., 10 b bzw. 10 c, 10 d,
die an ihrem unteren Ende durch Schwinghebel 24 verbunden sind, sind an ihrem oberen
Ende durch Kopfstücke 29 verbunden, welche von Achsen 30 durchdrungen werden, die
außerdem durch Verlängerungen des oberen Teiles der Tragarme hindurchgehen. Jedes
Kopfstück 29 gewährleistet, daß zwei Rollen8a, 8b bzw. 8c, 8d in ihrer Ebene
gehalten werden, während die Tragarmpaare auf diese Weise Gelenkparallelogramme
bilden, die unter den dynamischen Verschiebungskräften des Kranes eine geringe pendelartige
Schwingung auszuführen vermögen. Diese verschiedenen Kopfstücke 29 bilden eine Art
Zug, indem sie miteinander durch angelenkte Stangen 31 verbunden sind.
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An einem der Laufräder oder an mehreren von ihnen, z. B. an dem Rad
8 c (Fig. 3), ist ein Zahnrad befestigt, welches mit einem Ritze133 kämmt, ,das
auf der betreffenden Achse 30 aufgekeilt ist, welche mittels eines Kettentriebs
34 (Fi:g. 2) gedreht werden kann.
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Der Kran kann auf diese Weise in Längsrichtung bewegt -und mit Hilfe
einer üblichen Steuerwelle, die sich längs eines der Brückenbalken erstreckt, abgebremst
werden.
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Bei der in den Fig. 2 und 3 wiedergegebenen Ausführungsform sind die
herabragenden Tragarme 10a, 10b, 10c, 10d auf Grund -ihrer
Länge einem beträchtlichen Biegungsmoment unterworfen. Die in den Fig. 4 und 5 wiedergegebene
Ausführungsform ermöglicht es, die Länge dieser herabragenden Tragarme zu verringern,
was :bei Gleichheit der Querschnitte der Tragarme gestattet, ihre elastische Verformung
herabzusetzen oder umgekehrt bei Gleichheit der Verformung die Querschnitte zu vermindern.
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Zu diesem Zweck sind die unteren Enden der Tragarme 10
a, 10 b, 10 c, 10 d in,der senkrechten Laufebene
der Räder 8 a; 8 b, 8 c, 8 d mit einem Knie versehen, welches vorzugsweise
die Form eines Simses besitzt,
wodurch die Länge der genannten Tragarme
auf ein Minimum herabgesetzt wird. Am unteren Ende jedes Tragarmes ist auf einer
Achse 45 (Fig. 4), die sich parallel zu -den Laufschienen erstreckt, ein Paar von
Stangen 46 gelenkig aufgehängt, die an ihrem unteren Ende durch eine sich parallel
zu der Achse 45 erstreckende, dieser identische zweite Achse 47 verbunden sind,
welche zur Aufhängung einer Art Kardangelenk48 dient. Die rechtwinklig zu den Achsen47
verlaufenden Achsen 49 dieser Gelenke 48 stützen Schwinghebe150 einer ersten Stufe
.aib, welche von U-förmigen Balken gebildet werden, deren Öffnung nach oben gerichtet
ist.
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Ebcnfalls von U-förmigen Balken gebildete Schwinghebe151 einer zweiten
Stufe umgreifen die Schwinghebe150 der ersten Stufe und sind ,durch Achsen 52 in
der Mitte der Schwinghebel 50 gelenkig abgestützt. In den Schwinghebeln 51
der zweiten Stufe sind Öffnungen 51a vorgesehen, die den Zutritt zu den Achsen 49
gestatten, welche in den Schwinghebeln 51 eingeschlossen sind. Jeder Brückenbalken
6 a bzw. 6 b ruht auf einer Achse 53 in ider Mitte jedes der Schwinghebel
51 der zweiten Stufe. In diesem Fall können die Schwinghebel auf Grund ihrer
gelenkigen Aufhängung mittels ider herabragenden :Stangen 46 starr ausgebildet und
in der beschriebenen Weise ineinandergeschachtelt sein, ohne @daß die Gefahr besteht,
daß -waagerechte Kräfte oder Torsionskräfte auf die Tragarme 10 a, 10 b, 10 c, 10
d ausgeübt werden.
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Wie aus den Fig. 2 und 4 ersichtlich, wird bei den vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen der Raum zwischen der Gewölbeleitung 35 und der oberen Fläche
des Simses 3 in bester Weise ausgenutzt, indem die Überkragung dieses Simses auf
ein Minimum herabgesetzt ist.
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Diese Ausführungsformen eignen sich insbesondere dann, wenn das Gestein,
in welches der Anfang des Gewölbes eingebettet ist, widerstandsfähig ist, d. h.
wenn der untere Teil dieser Bettung mit der senkrechten Seitenwand 2 fluchtet.
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Es kann jedoch vorkommen, daß auf Grund der schlechten Beschaffenheit
des Gesteins oder eines ungünstigen Einfallens des Gebirges es notwendig wird, den
Anfang des Gewölbes ziemlich tief einzubetten. In diesem Fall ist es vorzuziehen,
die in den Fig. 6 und 7 wiedergegebene Ausführungsform anzuwenden.
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Diese Ausführungsform eignet sich jedoch auch im Fall von sehr widerstandsfähigem
Gebirge mit einer Bettung, welche -mit den senkrechten Wänden fluchtet, und gestattet
die unmittelbare Aufhängung am Gestein. Sie kann jedoch dazu führen, daß, wie dies
aus dem nachstehenden hervorgeht, @die Annäherungen der Laufkatze an die Seitenwände
etwas herabgesetzt werden.
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Bei der in den Fig. 6 und 7 wiedergegebenen Ausführungsform weist
die Laufbahn an jedem Ende des Balkengerüstes zwei Hauptlaufschienen 40 auf, die
in symmetrischer Weise durch einen Längsbalken 41 getragen werden, der seinerseits
an dem Gewölbe 1 mittels eines praktisch kontinuierlichen Vorhanges von Aufhängeorganen
42 aufgehängt ist. Diese Aufhängeorgane 42 können .aus Run@deisenstäben oder vorzugsweise
aus Stahlkabeln hoher Zugfestigkeit bestehen, die indem Gewölbe l angebracht oder
unmittelbar in dem Gebirge verankert werden.
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Die Tragarme 43 zum Abstützen :des Balkengerüstes der Kranbrücke bestehen
aus allgemein U-förmig verlaufenden Gliedern, welche den Längsbalken 41 umgreifen
und je ein Paar von Rädern 44 (welche die gleiche Aufgabe wie die Räder 8 haben)
tragen, die auf diese Weise, wie bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 4 und 5,
zu beiden Seiten der senkrechten Ebene der Aufhängeorgane42 laufen. Am unteren Teil
der U-förmig verlaufenden Trabarme 43 sind die Hauptbalken 6 a bzw. 6 b unter Zwischenfügung
von herabragenden angelenkten Stangen46, Kardangelenken 48 und Schwinghebeln 50
und 51 aufgehängt.
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Auf Grund dieser Aufhängung sind die die Haupti:aufschenen40 tragenden
Längsbalken41 von waagerechten Kräften .und einer Torsion befreit, so daß die auf
diese Baliken wirkenden Ahstützreaktionskräfte immer symmetrisch und senkrecht verlaufen.
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Wie im Fall der Ausführungsformen gemäß den Fig. 2 und 3 ;bzw. 4 und
5 verbinden angelenkte Kopfstücke 54 auf der der Achse rdes Gewölbes zugekehrten
Seite die Paare von Tragarmen, welche bereits an ihren unteren Enden durch die Schwinghebel
50 der ersten Stufe verbunden sind, während die verschieidenen Kopfstücke untereinander
durch Stangen 55 gelenkig verbunden sind.
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Die Längsbewegung des Ganzen kann auf die in den Fig. 2, 3 bzw. 4,
5 gezeigte Weise erhalten werden, indem eines der Räder 44 mit einem Zahnrad versehen
und dieses Zahnrad durch ein Ritzel angetrieben wind.
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Die waagerechten dynamischen Kräfte in der Längsrichtung des Balkengerüstes
der Brücke werden durch Laufrollen 56 aufgenommen, die unmittelbar an den Enden
der Hauptbalken 6 d, 6 b angeordnet sind, wobei .sich diese Rollen 56 auf einer
Hilfsschiene 57 abstützen, die unmittelbar von der Basis des Massivs der Gewö'libeanfänge
getragen wird.
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Es sei bemerkt, #daß je nach den besonderen Bedingungen der Ausführung
des Gewölbes die beiden Enden des Balkengerüstes der Kranbrücke in verschiedener
Weise ausgebildet werden können, indem die Ausführungsform gemäß den Fig. 2 bzw.
4 und 6 an einem der Enden des Balkengerüstes miteinander kombiniert werden.
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Insbesondere in dem Fall, in welchem das Einfallen des Gebirges auf
der einen Seite die Ausbildung einer widerstandsfähigen Einbettung des mit der Wandung
fluchtenden Massivs der Gewölbeanfänge gestattet und auf der gegenüberliegenden
Seite eine tiefe Einbettung des Massivs erfordert, kann die in den Fig. 2 und 3
bzw. 4 und 5 gezeigte Ausführungsform auf der Seite der widerstandsfähigen Einbettung
und diejenige gemäß den Fig. 6 und 7 auf der anderen Seite angewendet werden.