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DE1099305B - Einrichtung zum Stillsetzen der Arbeitsspindel in bestimmter Winkellage an Mehrspindelautomaten - Google Patents

Einrichtung zum Stillsetzen der Arbeitsspindel in bestimmter Winkellage an Mehrspindelautomaten

Info

Publication number
DE1099305B
DE1099305B DESCH20310A DESC020310A DE1099305B DE 1099305 B DE1099305 B DE 1099305B DE SCH20310 A DESCH20310 A DE SCH20310A DE SC020310 A DESC020310 A DE SC020310A DE 1099305 B DE1099305 B DE 1099305B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spindle
drive
gear
sleeve
shutdown
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH20310A
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Matlachowsky
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH20310A priority Critical patent/DE1099305B/de
Publication of DE1099305B publication Critical patent/DE1099305B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q16/00Equipment for precise positioning of tool or work into particular locations not otherwise provided for
    • B23Q16/02Indexing equipment
    • B23Q16/04Indexing equipment having intermediate members, e.g. pawls, for locking the relatively movable parts in the indexed position
    • B23Q16/06Rotary indexing
    • B23Q16/065Rotary indexing with a continuous drive

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structure Of Transmissions (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Stillsetzen der Arbeitsspindel in bestimmter Winkellage an Mehrspindelautomaten Um bei Mehrspindel-Drehautomaten auch Operationen durchzuführen, die im allgemeinen nur an stillstehenden Werkstücken vorgenommen werden können, z. B. Bohren oder Fräsen quer zur Drehachse oder außermittiges Bohren, soweit es nicht mit rotierenden Bohrköpfen geschehen kann, od. ä., ist es erforderlich, die einzelne Spindel in der Lage, in der eine solche Operation erfolgen soll, stillzusetzen und zu fixieren, während die übrigen Spindeln entsprechend den an ihnen vorzunehmenden Arbeitsvorgängen gegebenenfalls weiter rotieren.
  • Es gibt Stillsetzeinrichtungen, bei denen die Arbeitsspindel von ihrem Antriebsrad entkuppelt wird. Die auslaufende Arbeitsspindel wird danach über eine Bremse, die auf der gleichen Achse mit dieser liegt, abgebremst und festgehalten. Die Stellung der stillstehenden Spindel ist dabei unbestimmbar und unsicher, da sie durch keinen Rastenbolzen od. ä. eindeutig fixiert ist.
  • Bei anderen Konstruktionen wird die Spindel durch Zahnkupplung oder Rastenbolzen in ihrer Stellung gehalten. Dabei ist es jedoch erforderlich, daß die Spindel nach dem Abbremsen erneut wieder kurzfristig in langsame Drehung versetzt wird, damit die Zahnkupplung oder der Rastenbolzen eingreifen kann, falls sie in abgebremstem Zustand z. B. Zahn auf Zahn lagen, also derart zueinander angeordnet waren, daß ein Eingriff der Kupplung bzw. des Rastenbolzens nicht möglich war. Um die Spindel wieder in Bewegung zu setzen, um den Eingriff der Zahnkupplung oder des Rastenbolzens zu ermöglichen, werden verschiedene Methoden angewendet. Die einfachste ist, die Spindelkupplung wieder etwas schleifen zu lassen, bis die formschlüssige Haltekupplung oder der Rastenbolzen einspringt. Dabei kommt es besonders bei hohen Antriebsdrehzahlen vor, daß die Spindel zu stark anläuft und die Schläge auf die Fixierelemente zu groß werden. Andererseits besteht auch die Gefahr, daß die Kupplung zu schwach anfaßt und das Einrasten nicht sicher erfolgt. Andere Ausführungen sind mit Reibrädern ausgerüstet, die, besonders angetrieben, am Umfang der Spindel angedrückt werden und diese nach dem Abbremsen durch den Reibdruck wieder in Bewegung bringen. Ferner gibt es auch eine Konstruktion, bei der die jeweilige Spindel, an ihrem Ende gefaßt, von einem langsamen Antrieb in die Raststellung gedreht wird. Letzteres ist nur bei Mehrspindel-Drehautomaten für Futterarbeiten möglich.
  • Alle diese Einrichtungen haben zunächst den Nachteil, daß sie für jede stillzusetzende Spindel einen gesonderten Antrieb benötigen, der zum Teil für Futter-und Stangenautomaten unterschiedlich ist. Ferner erfolgt das Wiedereinrücken der stillgesetzten Spindeln bei diesen Ausführungen nicht synchron, d. h., daß die Spindel in ihrem wieder eingerückten Zustand nicht die gleiche, radiale Lage zu den übrigen Spindeln einnimmt, die sie vor dem Stillsetzen gehabt hat.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend angeführten Nachteile der bekannten Maschinen zu vermeiden. Zu diesem Zweck schlägt sie eine Einrichtung vor, bei welcher das Stillsetzgetriebe axial zur Spindeltrommel zentral angeordnet ist und einzelne oder alle Spindeln über je eine formschlüssige (beispielsweise Zahn-) Kupplung vom zentralen Hauptantrieb ab- und mit dem Stillsetzgetriebe kuppelbar sind, das außer dem üblichen Schleichgang und der üblichen Bremse einen Schnellgang für den Kuppelvor gang aufweist. Der Antrieb des Schleichganges kann über eine Schleifkupplung erfolgen. Dadurch ergibt sich zwar eine geringfügige Erhöhung des Energieverbrauches. Der konstruktive Aufbau ist jedoch einfach und die Störanfälligkeit gering.
  • Die Umschaltung der einzelnen Arbeitsspindeln vom Arbeitsantrieb auf das Stillsetzgetriebe kann durch eine auf der Spindel verschiebbare, aber gegen Verdrehung gesicherte Muffe erfolgen, die mit Kupplungsklauen wahlweise in Gegenklauen des Arbeits-oder Stillsetzgetriebes eingreift. Wird das zentrale Stillsetzgetriebe an der Spindeltrommel befestigt, wird es also beim Fortschalten der Trommel selbst auch weitergeschaltet, so kann die Betätigung des Getriebes in einfacher Weise dadurch erfolgen, daß irgendwelche Steuerorgane bei der Weiterdrehung der Spindeltrommel durch feststehende Kurvenbahnen geführt werden oder die Kurvenbahnen selbst Steuerbewegungen vollführen. Das Stillsetzgetriebe erhält vorteilhaft seinen Antrieb von der zentralen Welle der Maschine. Selbstverständlich besteht aber auch die Möglichkeit, einen selbständigen Antrieb für das Stillsetzgetriebe vorzusehen. Beim Schleichgang wird der Antrieb zweckmäßig durch ein Planetengetriebe übertragen. Die Kupplung des Antriebs beim Schleichgang und auch beim Schnellgang kann über eine Lamellenkupplung bewirkt werden. Die Abbremsung aus dem Schnellgang erfolgt dann vorteilhaft ebenfalls über eine Lamellenbremse. In diesem Falle ist auf der zentralen Welle eine axial verschiebbare Schaltstufe vorgesehen, über die sowohl die Pressung der Lamellenkupplungen als auch die Betätigung der Bremse zum Abbremsen aus dem Schnellgang erfolgen.
  • Soll in jeder Spindelstellung nur eine oder nur einzelne Spindeln stillgesetzt werden, so kann jeder der Schaltmuffen zum wechselweisen Antrieb der einzelnen Spindeln über den Arbeitsantrieb oder das Stillsetzgetriebe ein gegen den Mantel der Muffe andrückbarer Rastenbolzen zugeordnet sein, der wahlweise in Anlagestellung gebracht werden kann und zu gegebener Zeit in eine Ausnehmung der Muffe eingreift, um damit die Spindel stillzusetzen. Es kann aber auch die auf der zentralen Mittelwelle angebrachte Schaltmuffe Rastenbolzen tragen, die in Bohrungen des Getriebegehäuses geführt sind und beim Schleichgang in entsprechende Ausnehmungen des Antriebsrades eingreifen. Die Rastenbolzen werden vorteilhaft federnd in Eingriffstellung gedrückt.
  • Der Vorteil der Einrichtung nach der Erfindung ist insbesondere darin zu sehen, daß nicht mehr, wie bei den bekannten Maschinen, für jede einzelne Spindel gesonderte Bremseinrichtungen und Antriebe, mit denen die Spindeln nach dem Stillsetzen wieder in langsame Drehungen versetzt werden, vorhanden sein müssen. Wichtig ist darüber hinaus ein weiterer Vorteil der Einrichtung nach der Erfindung, nämlich der, daß jede Spindel beim Wiedereinrücken nach dem Stillsetzvorgang in die gleiche, radiale Lage zu den übrigen Spindeln gebracht wird, die sie vor dem Stillsetzen gehabt hat.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele eines Mehrspindelautomaten gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 die Seitenansicht der Maschine, wobei Teile fortgelassen sind, Fig. 2 einen Schnitt etwa nach der Linie 2-2 der Fig.1. Fig.3 einen senkrechten Längsschnitt durch die S:pindeltrommel und das Stillsetzgetriebe, Fig.4 Teile des Getriebes in größerem Maßstab, ebenfalls im Schnitt, Fig. 5 eine etwas andere Ausführung, ebenfalls im Schnitt.
  • Das Bett 10 der Maschine trägt den Spiadelkästen 11, in welchem die Spindeltromme112 drehbar und fortschaltbar angeordnet ist. Die Spindeltrommel 12 trägt die einzelnen Arbeits- und WerkstückspindeIn 13. Der Arbeitsantrieb sämtlicher Spindeln 13 wird von der zentralen Antriebswelle 14 der Maschine abgeleitet. Auf dieser ist, gegen Verdrehung gesichert, ein. Ritzel15 gelagert, das in das auf der Spindel 13 drehbare Ritzel 16 eingreift. Das Ritzen l& steht durch eine Klauenkupplung 17 im: Eingriff mit der Schaltmuffe 18, die, axial verschiebbar, aber gegen Verdrehung gesichert, auf der Spindel 13 angeordnet ist. Soll eine Spindel stillgesetzt werden, so muß die zugehörige Schaltmuffe l& deraxt verschoben werden, daß die Kupplung 17 außer Eingriff gelangt.. Die Betätigung der Muffe 18 erfolgt durch den Schieber 19, der seinerseits am Maschinenrahmen geführt sein kann. In dem Schieber 19 ist einRastbolzen 20 federnd geführt, der in der Stellung, in welcher die Spindel stillgesetzt werden soll, in der Pfeilrichtung 22 gegen den Mantel der Muffe 18 gedrückt und schließlich in die Ausnehmung 21 einfällt, wenn die gewünschte Spindelstellung erreicht ist.
  • Um nach der Abschaltung vom Arbeitsantrieb 15 bis 18 eine langsame Weiterdrehung bis zum Einfallen des Rastbolzens 20 zu erzielen, ist ein besonderes Stillsetzgetriebe vorgesehen, das durch den Flansch 23 mit der Spindeltromme112 verbunden ist, beim Weiterschalten der Spindeltrommel 12 sich also- mit dieser dreht. Von dem Flansch 23 wird das Gehäuse 24 getragen, an dessen freiem Ende die Muffe 25 geführt ist. Die Muffe 25 kann durch Verschwenken des bzw. der Hebel 26 axial verschoben werden.
  • Befinden sich die Teile in der in Fig. 3 dargestellten Lage, in welcher die Muffe 25 geringfügig nach rechts verschoben ist, so ist soeben der längere Schenkel des Winkelhebels 27, der in der Büchse 27a gelagert ist, durch die Schaltmuffe 28 radial einwärts bewegt worden, wodurch der Winkelhebel 27 mit seinem kürzeren Schenkel durch Zusammenpressen der Lamellen 29 den Schnellgang eingeschaltet hat. Die Muffe 28 ist durch die in einer Bohrung der Antriebswelle 14 geführte Druckstange 30 sowie den radialen Zapfen 31 mit der Schaltmuffe 25 verbunden. Das zylindrische Gehäuse 32 rotiert nunmehr mit der Umlaufzahl der zentralen Hauptantriebswelle 14, wobei, wie oben bereits erwähnt, die Mitnahme über die Lamellenkupplung 29 erfolgt. Das Gehäuse 32 trägt den Zahnkranz 33, der in das Ritzel34 eingreift, das lose drehbar auf der Spindel 13 angebracht ist. Wie oben bereits erwähnt, trägt jede der Spindeln 13 ein solches Ritzel 34. Wird die Schaltmuffe 18 aus der in Fig. 3 dargestellten Lage nach links verschoben, so wird neben dem bereits erwähnten Lösen der Kupplung 17 nunmehr die Kupplung 35 geschlossen. Die Spindel 13 erhält sodann ihren Antrieb von der Hauptantriebswelle mittelbar über die Lamellenkupplung 23, das Gehäuse 32 und daskitzel 34. DieÜbersetzung des Zahnkranzes 33 und des Ritzels 34 ist derart gewählt, daß die Drehzahl der Spindel 13 etwas geringer ist als bei unmittelbarem Antrieb von der Antriebswelle 14 über das die Zahnräder 15 und 16. Auf Grund des geringen Unterschiedes in der Winkelgeschwindigkeit zwischen den Zahnrädern 16 und 34 bereitet es daher keine Schwierigkeiten, die Kupplungsmuffe i8 aus der in Fig.3 dargestellten rechten Endlage in die linke Lage zu bringen, in welcher die Kupplung 35 geschlossen ist.
  • Aus dein über die Kupplung 29 erfolgenden Schnellgangantrieb erfolgt sodann die Abbremsung der Spindel 13. Dies geschielt durch weitere Verschiebung der Muffe 25 nach rechts. Dabei erfolgt zunächst ein Lösen der Schnellgangkupplung 29 dadurch, daß der waagerechte- Schenkel des Winl<,:elhebels 27 an der Schrägfläche 36 der Muffe 28- abgleitet und somit der kürzere Hebel des Winkelhebels 27 aufhört, einen Druck auf die Lamellenkupplung 29 auszuüben. Unmittelbar im Anschluß', daran kommt der Winkelhebel 37 mit seinem waagerechten Schenkel in den Bewegungsbereich der umlaufenden Leiste 38 der Schaltmuffe 25. Der waagerechte Schenkel des- Hebels 3:7 wird' dadurch, wie in Fig_ 4 ersichtlich ist, radial nach außen bewegt. Dies hat eine axiale Verschiebung des anderen Schenkels zur- Folge, mit der. Wirkung, daß' die Lamellen der Bremse 39i zusammengepregt werden. Der eine Satz der Lamellen dieser Bremse ist an dem zylindrischen Gehäuse 32 und der andere an dem ruhenden Gehäuse 24 angebracht. Über die Bremse 39 erfolgt daher eine Stillsetzung des drehbaren Gehäuses 32. Damit wird aber auch über die Getriebeteile 33, 34 und 35 die Spindel 13 stillgesetzt, bei welcher, wie oben bereits erläutert, die Kupplung 17 gelöst und die Kupplung 35 eingeschaltet ist.
  • Nach kurzfristigem Stillstand der in einer ganz bestimmten Lage stillzusetzenden Spindel 13 erfolgt ein erneuter Antrieb derselben über ein Schleichganggetriebe. Bevor dieserSchleichgang eingeschaltetwird, gleitet der waagerechte Schenkel des Winkelhebels 37 von der hinteren Kante der Leiste 38 der Muffe 25 ab. Damit wird die Bremse 39 wieder gelöst. Wird dann die Muffe 25 noch weiter nach rechts geschoben, drückt schließlich die umlaufende Nase 40 der Muffe 28 auf die Lamellenkupplung 41. Alsdann wird das zylindrische Gehäuse 32 nicht mehr unmittelbar, sondern mittelbar über das Ritzel 42, die Planetenräder 43 und den Nabenteil 44 bewirkt. Das Gehäuse 32 dreht sich daher noch sehr langsam, bis schließlich der federnd angedrückte Rastenbolzen 20 in die Ausnehmung 21 einfällt und damit die Spindel 13 blockiert. Danach wird die Muffe 28 von der Schleifkupplung 41 wieder etwas abgehoben, damit ein unnötig langes Schleifen vermieden wird. Dabei ist die Lamellenkupplung 29 noch nicht wieder eingerückt, aber die Bremse 39 in Bremsstellung. Auf dieseWeise wird durch dieBremse die Fixierung der stillgesetzten Spindel unterstützt.
  • Nach Beendigung der in der betreffenden Spindellage vorzunehmenden Bearbeitungsvorgänge wiederholen sich die gleichen Schaltvorgänge in umgekehrter Reihenfolge. Es wird also nach dem Zurückziehen de:, Rastenbolzens 20 über die Kupplung 29 der Schnellgang eingeschaltet und aus diesem heraus durch Umschalten der Muffe 18 schließlich wieder der normale Arbeitsantrieb über die Ritzel 15 und 16 erreicht.
  • Aus den vorstehenden Ausführungen geht hervor, daß der Schnellgang eine zusätzlich neben der Verbindung für den Arbeitsantrieb über die Teile 15, 16 bestehende zweite Verbindung zwischen der zentralen Antriebswelle 14 und der Spindel 13 ist. Die Notwendigkeit des Vorhandenseins dieses Schnellganges ergibt sich aus der Tatsache, daß die Schaltmuffe 18 nach dem Auskuppeln des Hauptantriebes 15, 16 in das auf der Spindel 13 befindliche Ritzel 34 des Schnellganges eingekuppelt werden muß, da sonst die daran anschließenden Vorgänge, also Bremsen, Schleichantrieb und Einrasten nicht möglich sind. Das Umkuppeln der Spindel 13 von dem Hauptantrieb 15, 16 auf das Ritzel34 ist aber nur dann durchführbar, wenn die Schaltmuffe 18 und das Ritzel 34 etwa mit der gleichen Drehzahl umlaufen, d. h., wenn das Ritzel 16 des Arbeitsantriebes und das Ritzel 34 des Schnellganges etwa gleich schnell rotieren. Durch die annähernd gleiche Drehzahl der Spindel 13 und des Ritzels 34 kann die Schaltmuffe 18 in das Ritzel 34 eingekuppelt werden, ohne daß irgendwelche harten Schläge auftreten. Da die Drehzahl des Hauptantriebes 15, 16 sowie des Schnellgangs und somit auch die relative Winkelgeschwindigkeit zwischen der Schaltmuffe 18 und dem Ritzel 34 festliegen, ist es zudem bei einer bestimmten Geschwindigkeit, mit der sich die Muffe 18 beim Umkuppeln zwischen den beiden Ritzeln 16 und 34 bewegt, möglich, den Eingriff in das Ritzel 34 zu einem bestimmten Zeitpunkt zwangläufig erfolgen zu lassen. Dabei kann von der Voraussetzung ausgegangen werden, daß die Zeitspanne, während welcher die Schaltmuffe 18 sich zwischen den beiden Ritzeln 16 und 34 bewegt und die Spindel 13 lediglich auf Grund der ihr innewohnenden kinetischen Energie umläuft, so kurz ist, daß ein meßbarer Drehzahlabfall der Spindel 13 nicht eintrifft. Beim Zurückkuppeln der Spindel 13 vom Schnellgang an den Arbeitsantrieb 15, 16 gelten die gleichen Voraussetzungen. Nach der Lösung der Blockierung wird die Spindel über den Schnellgang angetrieben, so daß sie wieder annähernd die Drehzahl des Ritzels 16 des Arbeitsganges erhält. Alsdann kann die Schaltmuffe 18 vom Ritzel34 gelöst und mit dem Ritzel 16 gekuppelt werden, welcher Vorgang wieder zwangläufig zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen kann.
  • Wie in Fig. 1 und 2 der Zeichnung ersichtlich, ist für jede der Arbeitsspindeln 13 ein Schalthebel 26 an dem Gehäuse 24 gelagert. Es wird daher jeweils durch die Verschiebung der Führungsbahn 45 einer der Hebel 26 verschwenkt und damit eine Betätigung der Schaltmuffe 25 bewirkt. Von dieser Schaltbewegung werden allerdings nur die Arbeitsspindeln 13 beeinflußt, bei welchen die Schaltmuffe 18 durch ein besonderes Getriebe von dem Arbeitsantrieb 15, 16 abgeschaltet und auf das Stillsetzgetriebe geschaltet wird, wie es soeben beschrieben wurde. In Fig.2 ist ersichtlich, daß die Steuerkurve 45 ihrerseits noch wieder durch die umlaufende Steuerwelle 46 und eine darauf angeordnete Schaltwalze 47 beeinflußt wird. Von dieser Walze 47 wird über den Hebel 48 der die Kurvenbahn 45 tragende Schlitten 49 bewegt, der seinerseits an den Holmen 50 gleitend geführt ist.
  • Während bei der beschriebenen Ausführung jeweils nur eine oder einzelne Arbeitsspindeln in einer ganz bestimmten Lage stillgesetzt werden, erfolgt gemäß s@ ig. 5 eine Stillsetzung aller Arbeitsspindeln gleich--:eitig. Zu diesem Zweck sind in der Schaltmuffe 25 zwei Rastbolzen 51 axial angeordnet, die unter der Wirkung der Federn 52 stehen. Diese Bolzen 52 sind gleichzeitig in Bohrungen 53 des Gehäuses 24 axial geführt. Bei der Verschiebung der Muffe 25 durch die Schalthebel 26 werden schließlich auch die Rastbolzen 51 derart verschoben, daß sie schließlich in die Ausnehmungen 54 des umlaufenden Gehäuses 32 eingreifen. Damit steht das Gehäuse 32 in einer ganz bestimmten Lage der einzelnen Arbeitsspindeln 13 still, da auch das Gehäuse 24 stillsteht, das bekanntlich nur bei der Fortschaltung der Spindeltrommel von der einen zur anderen Spindellage gedreht wird.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Stillsetzen der Arbeitsspindel in bestimmter Winkellage an Mehrspindelautomaten, bei der die stillzusetzende Spindel mit einem Stillsetzgetriebe kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Stillsetzgetriebe axial zur Spindeltrommel (12) zentral angeordnet ist und einzelne oder alle Spindeln (13) über je eine formschlüssige (beispielsweise Zahn-) Kupplung (18) vom zentralen Hauptantrieb (14, 15, 16) ab- und mit dem Stillsetzgetriebe kuppelbar sind, das außer dem üblichen Schleichgang (42, 43, 44, 41, 33, 34) und der üblichen Bremse (39) einen Schnellgang (29, 32, 33, 34) für den Kuppelvorgang aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb beim Schleichgang über eine Schleifkupplung (41) erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung der einzelnen Arbeitsspindeln (13) vom Arbeitsantrieb auf das Stillsetzgetriebe durch eine auf der Spindel. verschiebbare, aber gegen Verdrehung gesicherte Muffe (18) erfolgt, die mit Kupplungsklauen (17, 35) wahlweise in Gegenklauen des Arbeits- oder Stillsetzgetriebes eingreift.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Stillsetzgetriebe an der Spindeltrommel (12) befestigt ist und mit dieser weitergeschaltet wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stillsetzgetriebe seinen Antrieb von der zentralen Welle (14) der Maschine erhält.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schleichgang der Antrieb über ein Planetengetriebe (42 bis 44) erfolgt.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stillsetzgetriebe einen selbsttätigen, besonderen Antrieb aufweist. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung des Antriebs beim Schleichgang und auch beim Schnellgang über eine Lamellenkupplung (29 bzw. 41) und daß die Abbremsung aus dem Schnellgang über eine Lamellenbremse (39) erfolgt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf der zentralen Welle gelagerte, axial verschiebbare Schaltmuffe (25), mittels der sowohl die Betätigung der Lamellenkupplungen (29; 41) als auch der Bremse (39) zum Abbremsen aus dem Schnellgang erfolgt.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Schaltmuffen (18) zum wechselweisen Antrieb der einzelnen Werkstückspindeln (13) über den Arbeitsantrieb (15, 16) oder das Stillsetzgetriebe ein gegen den Mantel der Muffe andrückbarer Rastbolzen (20) zugeordnet ist, der wahlweise in Anlagestellung gebracht werden kann und gegebenenfalls in eine Ausnehmung (21) der Muffe (18) eingreift und damit die Spindel (13) fixiert.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der zentralen Mitte angebrachte Schaltmuffe (25) Rastbolzen (51) trägt, die in Bohrungen (53) des Getriebegehäuses (24) geführt sind und beim Schleichgang in entsprechende Ausnehmungen (54) des Antriebsgehäuses (32) eingreifen.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastbolzen (20, 51) federnd in Eingriffstellung gedrückt werden.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der zentralen Welle angeordnete Schaltmuffe (25) mit einer Reihe von Schalthebeln (26) im Eingriff steht, die an dem Gehäuse (24) gelagert sind und mit durch eine Steuertrommel (47) beweglichen Führungsbahnen (45) zusammenwirken, um jeweils nach erfolgter Fortschaltung der Spindeltrommel (12) die Stillsetzung der einen oder anderen Spindel (13) in einer bestimmten Arbeitslage zu sichern.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der Schnellgang-und Schleichgangkupplung (29, 41) sowie der Bremse (39) über eine axial auf der zentralen Mitte geführte Schaltmuffe (25) erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 646 152.
DESCH20310A 1956-06-22 1956-06-22 Einrichtung zum Stillsetzen der Arbeitsspindel in bestimmter Winkellage an Mehrspindelautomaten Pending DE1099305B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1247117B (de) 1961-09-16 1967-08-10 Birmingham Small Arms Co Ltd Einrichtung zum Stillsetzen der in einer drehschaltbaren Spindeltrommel angeordneten Werkstueckspindeln

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2646152A (en) * 1948-07-29 1953-07-21 New Britain Machine Co Stop device for chucking means

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