DE1098873B - Anordnung zum Konstanthalten des Stroemungswiderstandes in einer Zentrifuge - Google Patents
Anordnung zum Konstanthalten des Stroemungswiderstandes in einer ZentrifugeInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Konstanthalten des Strömungswiderstandes in einer
der Durchführung chemischer oder physikalischer Prozesse dienenden Zentrifuge, in welche zwei miteinander
nicht mischbare Flüssigkeiten unter Aufrechterhaltung konstanten Druckes eingeleitet und daraus
abgezogen werden.
Bei einer bekannten Zentrifugenart wird eine Extraktion im Gleichstrom in einer Stufe durchgeführt.
Es sind jedoch auch Zentrifugen bekannt, in denen eine Extraktion in mehreren Stufen und im Gegenstrom
durchgeführt wird, wobei das Mischen und Abtrennen in jeder Stufe erfolgt.
Diese Zentrifugen sind zur Verwendung im stetigen Betrieb bestimmt. Für diesen Zweck ist es wünschenswert,
daß der Extraktionsvorgang in der Zentrifuge selbsttätig geregelt werden kann, wobei die Veränderungen,
welche in den verschiedenen Extraktionsflüssigkeiten während des Extraktionsvorganges stattfinden,
für diesen Zweck ausgenutzt werden. Diese Veränderungen machen sich in Form eines veränderten
Strömungswiderstandes oder eines Druckabfalles in der Zentrifuge, beispielsweise infolge einer Veränderung
der Viskosität oder des spezifischen Gewichtes der Flüssigkeiten, bemerkbar. Eine Veränderung
im spezifischen Gewicht verursacht eine Verlagerung der Grenzschicht zwischen den Flüssigkeiten
mit einer entsprechenden Veränderung der Durchflußquerschnitte für die Flüssigkeiten. Eine Veränderung
in der Viskosität oder im spezifischen Gewicht kann eine unerwünschte Veränderung im Extraktionsvorgang anzeigen.
Als Beispiel kann das Waschen von Seife in einer Zentrifuge mit einer wässerigen Lösung eines Elektrolyten
angezogen werden. Unter bestimmten Bedingungen ist die Kurve, die die Abhängigkeit der Viskosität
vom Elektrolytgehalt der Seife darstellt, U-förmig. Dies bedeutet, daß in dem einen Fall (der eine Schenkel
der Kurve) die Viskosität abnimmt, wenn der Elektrolytgehalt der Seife zunimmt, und in dem anderen
Fall (der andere Schenkel der Kurve) die Viskosi- ms*
tat zunimmt, wenn der Elektrolytgehalt der Seife zunimmt. Eine bestimmte Qualität der Seife entspricht
einer bestimmten Viskosität auf einem der Schenkel der Kurve oder einem bestimmten Elektrolytgehalt.
Daher muß, wenn eine bestimmte Qualität der die Zentrifuge verlassenden Seife aufrechterhalten werden
soll, eine bestimmte Viskosität in der Seife und dementsprechend ein bestimmter Strömungswiderstand
oder Druckabfall in der Zentrifuge aufrechterhalten werden. Die Einstellung der jeweiligen Qualität kann
daher durch eine Regelung der Konzentration der durch die Zentrifuge fließenden Elektrolytlösung erfolgen.
Anordnung zum Konstanthalten
des Strömungswiderstandes
in einer Zentrifuge
Anmelder:
Aktiebolaget Separator, Stockholm
Aktiebolaget Separator, Stockholm
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg,
München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
München 27, Pienzenauer Str. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 28. Februar 1957
Schweden vom 28. Februar 1957
Fredrik Teodor Emanuel Palmqvist,
Solna (Schweden),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Das vorstehend beschriebene Problem wird durch die Erfindung mittels einer der Regelung der Zusammensetzung,
der Temperatur oder der Menge der einen Flüssigkeit in Abhängigkeit von dem Druckverlust der
anderen Flüssigkeit dienenden Vorrichtung gelöst.
An sich ist es bekannt, die leichte und die schwere Flüssigkeit über Dosierpumpen in eine Zentrifuge zu
fördern und an den Auslässen Ventile anzuordnen, die einen konstanten Druck in der Zentrifuge ergeben.
Hierbei findet aber keine Regelung der einen Flüssigkeit in Abhängigkeit von der anderen Flüssigkeit statt.
Mit der Anordnung gemäß der Erfindung können außer der Seifenextraktion auch zahlreiche andere
Extraktionsvorgänge geregelt werden, z. B. die Extraktion gefärbter Komponenten und überschüssiger
Schwefelsäure aus der Sulfosäure zur Herstellung von Reinigungsmitteln, die Entschleimung von Fettöl mit
Wasser (Konstanthaltung der Viskosität des Schleimes) und die Raffination von Mineralöl mit Schwefelsäure
(Konstanthaltung des spezifischen Gewichts des Schlamms).
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Organ zum Aufrechterhalten eines konstanten Druckes
am Auslaß der einen Flüssigkeit aus der Zentrifuge vorgesehen und die Zumeßeinrichtung für diese Flüssigkeit
am Einlaß in die Zentrifuge angeordnet.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist ein Organ zum Aufrechterhalten eines konstanten
Druckes am Auslaß der zweiten Flüssigkeit aus der
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Zentrifuge vorgesehen und die Regelvorrichtung für
diese Flüssigkeit am Einlaß in die Zentrifuge angeordnet.
Es ist vorteilhaft, diese beiden Ausführungsformen zu kombinieren. Bei einer derart kombinierten Ausführungsform
ist es möglich, eine Regelung der Zusammensetzung der zweiten Flüssigkeit dadurch zu
erreichen, daß zwischen der Regelvorrichtung für diese Flüssigkeit und dem Einlaß der Flüssigkeit in
der Zentrifuge eine Pumpe vorgesehen ist, die die Aufgabe hat, die Flüssigkeit durch die Zentrifuge in
einer konstanten Menge je Zeiteinheit zu fördern, und daß als Regelvorrichtung ein Mischer verwendet wird,
der Einlasse für zwei oder mehrere verschiedene Komponenten aufweist, wobei mindestens einer dieser Einlasse
in Abhängigkeit von der Druckabfallmeßvorrichtung geregelt wird.
Eines der Organe zum Aufrechterhalten eines konstanten Druckes, oder gegebenenfalls beide, können
aus Auslassen aus der Zentrifuge zur Außenluft bestehen. Im allgemeinen ist jedoch vorzuziehen, eines
der Organe als Auslaß zur Außenluft zu wählen, während das andere Organ einen konstanten Druck aufrechterhält,
der höher als der Außenluftdruck ist. Organe der letztgenannten Art (selbsttätig arbeitende
Ventile) sind an sich bekannt.
Die Erfindung ist nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben, die in schematischer
Weise verschiedene Ausführungsformen zeigt.
In Fig. 1 ist mit 1 die Zentrifuge bezeichnet, in der zur Vereinfachung der Darstellung nur zwei Flüssigkeitsschichten
2 und 3 gezeigt sind, von denen die eine durch eine frei gelassene Fläche und die andere durch
eine schraffierte Fläche dargestellt ist. In Wirklichkeit bilden die Schichten zwei Zylinder, welche zueinander
konzentrisch sind, so daß die Zeichnung die eine Hälfte eines axialen Schnittes durch diese Zylinder
darstellt, welche in Wirklichkeit etwas konische Flüssigkeitsschichten aufweisen. Für die Zwecke der Beschreibung
wird angenommen, daß die Schicht 2 aus der leichten Flüssigkeit und die Schicht 3 aus der
schweren Flüssigkeit besteht, obwohl dies auch umgekehrt sein kann. Die leichte Flüssigkeit wird der
Zentrifuge unabhängig vom Gegendruck mit einem konstanten Volumen je Zeiteinheit über eine Leitung 4
durch eine Pumpe 5, zweckmäßigerweise eine Pumpe der Verdrängerbauart, z. B. eine Zahnradpumpe oder
eine Kolbenpumpe, zugeführt.
Aus der Zentrifuge wird die leichte Flüssigkeit durch eine Leitung 6 gegen einen konstanten Druck
herausgeführt, der durch ein Ventil 7 aufrechterhalten wird. Das Ventil 7 kann gegebenenfalls durch einen
Auslaß zur Außenluft ersetzt werden, wenn dieser Auslaß in einem entsprechenden radialen Abstand von
der Drehachse der Zentrifuge mündet. Die Außenluft stellt ebenfalls ein Medium konstanten Druckes dar.
In der Leitung 4 befindet sich zwischen der Pumpe 5 und der Zentrifuge 1 ein Druckmesser 8, dessen Anzeige
über eine Verbindungsleitung 9 eine Regelvorrichtung 10 in der Zuführungsleitung 11 für die
schwere Flüssigkeit betätigt.
Da der Austrittdruck für.die leichte Flüssigkeit
durch das Ventil 7 konstant gehalten wird, zeigen Veränderungen der Anzeige des Druckmessers 8 Veränderungen
im Druckabfall innerhalb der Zentrifuge und damit auch, wie erwähnt, Veränderungen der Viskosität
oder des spezifischen Gewichtes der Flüssigkeiten an.
Aus der Zentrifuge tritt die schwere Flüssigkeit durch eine Leitung 12 aus, die in einem bestimmten
Abstand von der Drehachse der Zentrifuge über einen Auslaß 13 in die Außenluft mündet, welche auch ein
Medium konstanten Druckes darstellt.
Wenn nun in der Zentrifuge eine Störung eintritt, beispielsweise dadurch, daß die Viskosität der leichten
Flüssigkeit zunimmt, und dieser Umstand unerwünschte Bedingungen im Extraktionsvorgang herbeiführt,
so muß die schwere Flüssigkeit so beeinflußt werden, daß diese ihrerseits den Extraktionsvorgang
auf die gewünschte Bedingung zurückführt. Auf diese Weise ist es möglich, die Viskosität der leichten Flüssigkeit
wieder auf ihren normalen Wert zu bringen. Die Regelung der Viskosität der leichten Flüssigkeit
kann durch eine Übertragung von Wärme von der schweren Flüssigkeit auf die leichte Flüssigkeit durch
die Berührungsfläche der beiden Flüssigkeiten erfolgen.
Die Regelvorrichtung 10 kann auch aus einem Strömungsregler
bestehen, wenn die Menge der je Zeiteinheit zugeführten schweren Flüssigkeit die Viskosität
oder das spezifische Gewicht der leichten Flüssigkeit verändert.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, welche von der in Fig. 1 dargestellten insofern abweicht, als an der
Einlaßseite für die schwere Flüssigkeit durch ein Ventil 14 ein konstanter Druck aufrechterhalten wird, und
daß der Druckmesser 8 eine Regelvorrichtung 10 in der Austrittleistung 12 für die schwere Flüssigkeit betätigt.
Die Regelvorrichtung 10 regelt in diesem Fall die Austrittmenge der schweren Flüssigkeit aus der
Zentrifuge durch dieRegelung der Drosselung der Leitung 12, um auf diese Weise, wie bei der vorangehend
beschriebenen Ausführungsform, die Viskosität oder das spezifische Gewicht der leichten Flüssigkeit zu beeinflussen.
Andererseits ist es bei dieser Ausführungsform nicht möglich, den Zustand der schweren Flüssigkeit
vor ihrem Eintritt in die Zentrifuge zu beeinflussen.
Fig. 3 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform, bei welcher die leichte Flüssigkeit der Zentrifuge
mit einem konstanten Druck zugeführt wird und mit einer konstanten Menge je Zeiteinheit austritt. Bei
dieser Ausführungsform muß der konstante Druck so hoch gehalten werden, daß trotz der Druckabfallveränderungen,
die vor der Pumpe 5 auftreten können, ein Druck verbleibt, der ausreichend hoch ist, um zu gewährleisten,
daß die Pumpe 5 immer eine bestimmte Menge in der Zeiteinheit fördert. Was die schwere
Flüssigkeit betrifft, so sind die Bedingungen in diesem Fall die gleichen wie bei der Ausführungsform nach
Fig. 1 in der Weise, daß der Druckmesser 8 die Regelvorrichtung 10 entsprechend dem Druck der Auslaßseite
für die leichte Flüssigkeit betätigt.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Einrichtung bezüglich der leichten Flüssigkeit die
gleiche ist wie bei der Anordnung nach Fig. 3, während die Einrichtung für die schwere Flüssigkeit die
gleiche ist wie in Fig. 2, obwohl hier der Druckmesser 8 die Regelvorrichtung 10 entsprechend dem
Druck an der Auslaßseite für die leichte Flüssigkeit betätigt.
Fig. S zeigt eine Ausführungsform, die auf dem gleichen Prinzip beruht wie die Ausführungsform
nach Fig. 1, mit der Abänderung, daß durch die Regelvorrichtung 10 die Zusammensetzung oder Konzentration
der schweren Flüssigkeit geregelt wird. In diesem Fall ist angenommen, daß die schwere Flüssigkeit
eine wässerige Salzlösung ist Die Regelung geschieht in der Weise, daß in der Zuführungsleitung 11 eine
Pumpe 15 angeordnet ist, welche in der Zeiteinheit
Claims (6)
1. Anordnung zum Konstanthalten des Strömungswiderstandes in einer der Durchführung
chemischer oder physikalischer Prozesse dienenden Zentrifuge, in welche zwei miteinander nicht
mischbare Flüssigkeiten unter Aufrechterhaltung konstanten Druckes eingeleitet und daraus abgezogen
werden, gekennzekhjiet durch eine der Regelung
der Zusammensetzung, der Temperatur oder der Menge der einen Flüssigkeit in Abhängigkeit
von dem Druckverlust der anderen Flüssigkeit dienenden Vorrichtung.
2. Anordnung nach Anspruch 1 mit einem Organ zum Aufrechterhalten eines konstanten
Druckes am Auslaß der einen Flüssigkeit aus der Zentrifuge, gekennzeichnet durch eine am Einlaß
dieser Flüssigkeit in die Zentrifuge angeordnete Zündvorrichtung, die diese Flüssigkeit in einer
konstanten Menge je Zeiteinheit fördert.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 mit einem Organ zum Aufrechterhalten eines konstanten
Druckes am Auslaß der zweiten Flüssigkeit aus der Zentrifuge, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Regelvorrichtung (10) am Einlaß dieser Flüssigkeit in der Zentrifuge angeordnet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden oder beide
Organe zum Aufrechterhalten eines konstanten Druckes aus Auslassen der Zentrifuge zur Außenluft
bestehen.
5. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Organ zum Aufrechterhalten
eines konstanten Druckes aus einem Auslaß (13) aus der Zentrifuge (1) zur Außenluft besteht
und daß das andere Organ einen konstanten Druck aufrechterhält, der höher als der Außenluftdruck
ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Regelvorrichtung (10) für die zweite Flüssigkeit und dem Einlaß dieser Flüssigkeit in die Zentrifuge
(1) eine Pumpe (15) zum Fördern dieser Flüssigkeit durch die Zentrifuge in einer konstanten
Menge je Zeiteinheit angeordnet ist und daß die Regelvorrichtung aus einem Mischer mit Einlassen
(16,17) für zwei oder mehrere verschiedene Komponenten besteht, wobei mindestens der eine
Einlaß (16) in Abhängigkeit von der Druckabfallmeßvorrichtung regelbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Uli mann, Enzyklopädie der technischen Chemie, 1951, Bd. I, S. 425.
Uli mann, Enzyklopädie der technischen Chemie, 1951, Bd. I, S. 425.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1958
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