DE1621681C - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Bleichen von Cellulosematerial mit einem stehenden zylindrischen
Behälter, der mit einer Einrichtung zum kontinuierlichen axialen Hindurchfördern von Zellstoffbrei
und ferner mit einer Siebvorrichtung versehen ist, die innerhalb des Behälters angeordnet ist
und durch einen Satz von konzentrischen hohlen Siebkörpern gebildet wird, die in der gleichen Höhe
angeordnet sind und je zylindrische Siebflächen sowie einen inneren Hohlraum zum Absieben und Austragen
eines Teils des Flüssigkeitsgehalts des Zellstoffbreis aufweisen, welcher Behälter ferner bewegliche
Sprührohre für die Zufuhr und die Verteilung von
Flüssigkeit in den Zellstoffbrei besitzt. Der Behälter mit der Siebvorrichtung und den Sprührohren kann
im wesentlichen von der in dem USA.-Patent 078 703 beschriebenen Art sein.
Aufgabe der Erfindung ist, die Sieb- und Sprühvorrichtungen des Behälters zur Durchführung mehrerer
der verschiedenen Vorgänge geeignet zu machen, die zum Bleichen des Zellstoffbreis erforderlich sind, um
dadurch die Zahl der Bauelemente der Bleichanlage zu verringern.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel im wesentlichen dadurch erreicht, daß die Siebkörper in Höhenzonen
mit gesonderten Auslassen unterteilt sind und daß die
Sprührohre, die mit Leitungen für die Zufuhr von verschiedenen Flüssigkeiten verbunden sind, ihre öffnungen
in verschiedenen Höhen haben. Durch diese Anordnung, durch welche zwei verschiedene Flüssigkeiten
in dem Behälter verteilt und ferner zwei gesonderte Flüssigkeiten abgesiebt und aus diesem ausgetragen
werden können, ist der Behälter für einen doppelt Austausch von Flüssigkeiten geeignet, bei welchem
diejenige Flüssigkeit, die zugeführt wird, um mindestens einen Teil des ursprünglichen Flüssigkeitsgehalts
des Zellstoffbreis zu verdrängen, ihrerseits zumindest teilweise durch eine zweite zugeführte Flüssigkeit
verdrängt und gesondert gesammelt wird, d. h. ohne Vermischung mit der ersten verdrängten Flüssigkeit.
Auf diese Weise können die Reaktionsprodukte, die z. B. aus einer Bleichreaktion im Behälter
entstehen, gegebenenfalls zusammen mit nichtverbrauchten Behandlungschemikalien, durch eine
Waschflüssigkeit verdrängt werden, beispielweise mehr oder weniger reines Wasser, und die Waschflüssigkeit
kann unmittelbar darauf durch eine Flüssigkeit verdrängt werden, welche die zur Durchführung
eines nachfolgenden Bleichvorgangs erforderlichen chemischen Bleichstoffe enthält.
Die Erfindung ist ferner auf ein Verfahren zum Bleichen von Zellstoffbrei gerichtet, das in der vorangehend
beschriebenen Anlage durchgeführt werden kann und darin besteht, daß Alkali durch Sprührohre
zugeführt wird, deren Öffnungen sich in einer mittleren Höhe befinden, während Waschflüssigkeit durch
Sprührohre zugeführt wird, deren öffnungen sich in einer geringeren sowie in einer größeren Höhe befinden,
so daß eine Alkalibehandlungsstufe in der Höhe der Siebkörper in einem Behälter durchgeführt wird,
die auch zur Durchführung einer vorangehenden Blechstufe, z. B. mit Chlor oder Chlordioxyd, benutzt
wird. '
Nachfolgend wird die Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben, und zwar
zeigt
Fig. 1 im senkrechten Schnitt eine Ansicht des oberen Teils eines erfindungsgemäßen Bleichturms
und
Fig. 2 in schematischer Darstellung einen Teil desselben in vergrößertem Maßstab sowie die verschiedenen Flüssigkeitsströme in diesem bei der
Durchführung der vorerwähnten Alkalibehandlungsstufe.
Der in F i g. 1 dargestellte Bleichturm bildet einen
Teil einer Anlage zum Bleichen von Zellstoffbrei, die aus einer Anzahl von hintereinandergeschalteten Türmen
besteht, durch welche der Zellstoffbrei kontinuierlich gefördert wird und in welchen eine Folge von
verschiedenen Behandlungsstufen durchgeführt wird, die zum Bleichen des Zellstoffbreis erforderlich sind.
Dem gezeigten Turin können daher ein Turm oder mehrere Türme von im wesentlichen ähnlicher Bauform
vorangehen und/oder folgen.
Mit Hilfe einer Pumpe wird Zellstoffbrei kontinuierlich dem nicht gezeigten unteren Ende des Turmes
zugeführt und in diesem über die Querschnittsfläche des Turmes verteilt (z. B. mit Hilfe einer Verteilungsvorrichtung von der in dem USA.-Patent 2 764 011
gezeigten Art), so daß der ZellstolTbrei, wie durch die Pfeile 11 in F i g. 1 angegeben, sich axial durch den
Turm an allen Stellen mit im wesentlichen der gleichen Geschwindigkeit nach oben bewegt. An seinem
oberen Ende weist der zylindrische Mantel 13 des Turmes einen erweiterten Teil 15 mit einem Auslaß
17 auf, in welchen die oberste Schicht der im Turm langsam ansteigenden Zellstoffbreisäule durch eine
Austragvorrichtung umgelenkt wird, die aus Schabeschaufeln 19 bestehen, welche an Armen 21 befestigt
sind, die sich radial von einer Welle 23 aus erstrekken, die zum Turmmantel konzentrisch ist und von
einem Motor 22 angetrieben wird.
Die im Turm angeordnete Siebvorrichtung ist aus
ίο Siebkörpern 25, 27, 28 zusammengesetzt, die zueinander
und zum Turmmantel 13 konzentrisch sind. Der Siebkörper 25 besitzt eine innere Siebfläche und
eine äußere Siebfläche in Form einer perforierten oder geschlitzten zylindrischen Platte 29 bzw. 31 und
«inen inneren Hohlraum. Das gleiche gilt für den Siebkörper 27, während der mittlere Siebkörper 28
eine einzige zylindrische Siebplatte aufweist. Die Siebkörper sind in der gleichen Höhe angeordnet und
haben die gleiche axiale Erstreckung und sind ferner gegenseitig verbunden und durch waagrecht und radial
gerichtete Tragarme 33 gelagert, deren Querschnitte vorzugsweise mit Bezug auf die axiale Strömung
des Zellstoffbreis stromlinienförmig sind. Diese Arme erstrecken sich nach außen durch den Mantel
13 und am äußeren Ende jedes derselben ist eine hydraulische Betätigungsvorrichtung 35 angebracht.
Der beschriebene Satz von Siebkörpern ist im Turm in der axialen Richtung etwas verlagerbar, so daß er
den langsam ansteigenden Zellstoffbrei eine kurze Strecke nach oben begleitet, und durch die Betätigungsvorrichtungen
35 werden die Siebkörper periodisch und vergleichsweise rasch nach unten zurückgeführt,
so daß eine Relativbewegung zwischen ihren Siebflächen und dem Zellstoffbrei stattfindet.
Erfindungsgemäß sind die Siebkörper 25, 27, 28 in Höhenzonen mit gesonderten Auslässen unterteilt.
Beispielsweise ist das Innere des. Siebkörpers 28 durch waagrechte Trennwände 37, 39 in drei Hohlräume
41, 43, 45 unterteilt, die je mit einem gesonderten Kanal 47, 49 bzw. 51 in den Tragarmen 33
verbunden sind. Diese Kanäle sind ihrerseits wieder außerhalb des Turmmantels mit drei gesonderten äußeren
Auslaßleitungen 53, 55 und 57 verbunden. Das Innere der Siebkörper 25 und 27 ist in ähnlicher
Weise unterteilt, und ihre Hohlräume 59,60,63 und 60, 62, 64, die sich in der gleichen^ Höhe befinden
und die gleiche axiale Erstreckung wie die Hohlräume 41, 43 und 45 haben, sind ebenfalls mit den
Kanälen 47, 49, 51 und mit den AuslaßleiUiiigen 53,
55, 57 verbunden. Die vom Zellstoffbrei durch die Siebkörper an den verschiedenen Höhenzonen abgesiebten
Flüssigkeitsfraktionell werden daher voneinander getrennt gehalten und aus dem Turm je für sich
ausgetragen.
Zum vollständigen oder teilweisen Auswechseln der vom Zellstoffbrei durch die Siebkörper abgesiebten
Flüssigkeit ist eine Vorrichtung für die Zufuhr der Ersatzflüssigkeit und deren Verteilung innerhalb
des Zellstoffbreis vorgesehen. Erfindungsgemäß ist diese Vorrichtung in zwei gesonderte Systeme unterteilt
und können zwei ungleichartige Flüssigkeiten in verschiedenen Höhen im Turm verteilt werden. Das
eine System weist eine feststellende Zufuhrleitung 65 mit einem Regelventil 67, einen Tank 69, der an der
Welle 23 befestigt ist, Verteiluiigsrohre 71 und vertikale
Sprührohre 75, 77, 79 mit Auslaßöffinnigen 81, 83, 85 auf. Mit Hilfe von verstellbaren Schiebern 86
wird die dem Tank 69 zügeführte Hiissigkeitsmenge
in richtigen Anteilen auf drei außerhalb des Tanks 69
befindliche Abteile 88 und daher auf die erwähnten drei Auslaßöffnungen verteilt Das andere 'Flüssigkeitszufuhrsystem
umfaßt eine feststehende Zufuhrleitung 87 mit einem Regelventil 89, einen umlaufenden
Tank 91, drei Verteilungsabteile 93, Verteilungsrohre 95 und vertikale Sprührohre 99, 101, 103, die
mit oberen Auslaßöffnungen 105, 107, 109 und unteren Auslaßöffnungen 111, 113, 115 versehen sind.
angeordnet sind, an welcher die Alkalilösung verteilt wird.
Für den Zellstoffbrei, der zur Höhe des untersten Teils der Siebkörper angestiegen ist, ist die Chlorblei-5
chung abgeschlossen, und die dabei erhaltenen löslichen Reaktionsprodukte müssen entfernt werden. Sie
werden daher durch Waschwasser verdrängt, das aus der untersten Reihe von Auslaßöffnungen 111, 113,
115 verteilt wird, und eine entsprechende Menge
Die Auslaßöffnungen sind in der vertikalen Richtung io Flüssigkeit aus der untersten Zone der Siebkörper
länglich, so daß, wenn die Welle 23 zur Drehung an- und über die Leitung 57 zum Ablauf verdrängt. Die.
getrieben wird, jede Auslaßöffnung Flüssigkeit über Alkalilösung, die in der mittleren Höhe durch die
eine zylindrische Fläche verteilt. Die Öffnungen 81, Sprührohr-Auslässe 81, 83, 85 verteilt wird, ver-83,
85 haben die gleiche vertikale Erstreckung und drängt ihrerseits das Waschwasser und bringt dieses
sind in der gleichen Höhe angeordnet. Das Gleiche 15 durch die Mittelzone der Siebkörper .bis zur Austr.aggilt
für die Öffnungen, die zur Gruppe 105, 107, 109 leitung 55 zum Austreten. Schließlich verdrängt das
und zur Gruppe 111, 113, 115 gehören. Das Sprüh- Waschwasser, das durch die oberen Sprührohrausrohr
75, das zu dem ersten Flüssigkeitsverteilungssy- lasse 105, 107, 109 zugeführt wird, die Alkalilösung
stem gehört, bewegt sich in einer Bahn, welche den aus der obersten Zone der Siebkörper heraus und
gleichen Halbmesser wie die Bahn des Sprührohres 20 weiter zur Austragleitung 53, so daß der den Turm
99 hat, das zu dem anderen Flüssigkeitsverteilungssy- durch den Auslaß 17 verlassende Zellstoffbrei ausreistem
gehört, jedoch ist die Auslaßöffnung 81 des er- chend rein gewaschen ist, so daß er mit neuen chemisteren
mit Bezug auf die Öffnungen 105 und 111 des sehen Bleichstoffen für die Durchführung einer nachletzterwähnten
Sprührohres axial versetzt. Daher folgenden Bleichstufe in einem anderen Turm verwird
Flüssigkeit von der durch die Leitung 65 züge- 35 mischt werden kann.
führten Art über eine zylindrische Fläche verteilt, Wie in Fig. 2 gezeigt, werden wegen der axial
welche den gleichen Halbmesser wie, jedoch eine an- nach oben gerichteten Bewegung des Zellstoffbreis
dere Lage in der Höhenrichtung als die zylindrischen und der radial nach innen gerichteten Flüssigkeits-Flächen
hat, über welche Flüssigkeit aus der Leitung strömung konische Grenzflächen zwischen den ZeIl-87
verteilt wird. Das Gleiche gilt für die relative Stel- 30 Stoffbreiteilen, die verschiedene Flüssigkeiten enthallung
der Öffnung 83, 107, 113 und für die relative ten, gebildet Da diese Grenzflächen nicht scharf
Stellung der Auslaßöffnungen 85, 109, 115. Daher sind, sondern gemischte Schichten entstehen, müssen
verteilt die ganze Flüssigkeitsverteilungsvorrichtung die. Mengen und Strömungsgeschwindigkeiten der
zwei Flüssigkeiten über verschiedene Höhenzonen, durch die Sprührohre zugeführten Flüssigkeiten so
und in jeder Zone wird die Flüssigkeit auf Auslaßöff- 35 eingestellt werden, daß eine gewisse Uberverdrännungen
verteilt, die sich zwischen den Siebkörpern gung stattfindet, bei welcher Waschflüssigkeit in den
25, 27, 28 bzw. nur auf der einen Seite derselben be- untersten sowie in den mittleren Hohlraum der Siebwegen.
Ferner führt die Anordnung der Auslaßöff- körper eintreten kann. Die Alkalilösung wird jedoch
nungen im Höhenbereich der Siebkörper dazu, daß vollständig oder fast vollständig durch die Mittelzone
die Verdrängungsflüssigkeitsströmung durch den 40 der Siebkörper abgesiebt. Es kann zweckmäßig sein,
Zellstoffbrei zur axialen Strömung des Zellstoffbreis von der Leitung 55 eine Leitung 117 abzuzweigen,
quergerichtet ist, d. h. im wesentlichen waagrecht und durch welche Alkali abgeleitet wird, um einen Teil in
radial. Die drei Höhenlagen der Auslaßöffnungeri der Weise in Umlauf zu halten, daß es mit dem durch
können annähernd den drei Höhenlagen der Trenn- die Leitung 65 zugeführten neu zugesetzten "Alkali
wände der Siebkörper entsprechen, jedoch ist eine 45 vermischt wird, so daß das rückgeführte Alkali den
gewisse gegenseitige Versetzung in der axialen Rieh- Sprührohren zugeführt wird, die ihre Auslässe in der
tung oft zu bevorzugen. Beispielsweise können die mittleren Höhe haben. Der Rest des abgesiebten Al-Öffnungen
81, 83, 85 gegenüberliegend dem unteren kali wird über die Leitung 119 entweder einer voran-Teil
der mittleren Hohlräume 43, 61, 62 der Sieb- gehenden Alkalibehandlungsstufe der Bleichanlage
körper oder sogar teilweise tiefer als diese angeord- 50 oder einer Verdampfungsanlage für die Rückgewinnet
sein. nung des Alkalis oder gegebenenfalls einem Kocher Die beschriebene Anlage ist unter anderem zur als Beimischung zu der in diesem verwendeten Koch-Durchführung
eines Cellulosebleichvorgangs in zwei lauge zugeführt.
Stufen geeignet, nämlich in einer ersten Stufe, die iii Die vorangehend beschriebene Ausführungsform
der Behandlung des Zellstoffbreis mit Chlor oder 55 bildet lediglich ein Beispiel, das innerhalb des Rah-Chlordioxyd
besteht und im unteren Teil des Turms mens der Erfindung in verschiedener Beziehung abdurchgeführt
wird, und in einer zweiten Stufe, die in geändert werden kann. Beispielsweise kann die Under
Behandlung des Zellstoffbreis mit Alkali besteht, terteilung durch drei auf die Flüssigkeitszufuhr auch
welche im oberen Ende des Turmes und in der Hö- in der Weise angewendet werden, daß gesonderte Zuhenlage
der Siebkörper durchgeführt wird. In diesem 60 fuhrleitungen vorgesehen und mit den oberen und unFalle
wird eine Lösung von beispielsweise Natrium- teren Auslaßöffnungen verbunden werden, wie in
hydroxyd über die Leitung 65 zugeführt und in den Fig. 2 gezeigt, in welcher die Leitung 121 nicht mit
ZeI Istoff brei durch die Auslaßöffnungen 81, 83, 85 der Leitung 87 verbunden ist, sondern beispielsweise
verteilt, die in der mittleren Höhe angeordnet sind, mit der Austragleitung 53 verbunden werden kann,
während Waschwasser über die Leitung 87 zugeführt 65 so daß das Waschwasser, das in der letzteren fließt
wird, und im Zcllstoffbrei durch die übrigen Auslaß- und lediglich Spuren von Alkali enthält, zurückgeöffnungen
verteilt wird, von denen einige in einer tic- führt wird und in der ersten Waschstufe in der Höhe
feren und einige in der höheren Lage als die Höhe der untersten Zone der Siebkörper verwendet wird.
Eine weitere Abänderung kann in der Beschränkung der Zahl der Zonen der Siebkörper sowie des
Flüssigkeitsverteilungssystems bestehen. In diesem Falle wird die oberste Waschstufe in F i g. 2 weggelassen
und werden die Siebkörper im oberen Teil des Turms lediglich zum Entfernen der Reaktionsprodukte
verwendet, die aus der im Hauptteil des Turmes durchgeführten Bleichstufe entstehen, sowie zum
Imprägnieren des Zellstoffbreis mit chemischen Stoffen, die für die nachfolgende Bleichstufe erforderlich
sind, welche in einem anderen Turm stattfindet. Diese Stufe kann eine Alkalibehandlung sein, jedoch
vorzugsweise irgendeine andere Behandlung, welche eine längere Reaktionszeit erfordert und daher im
oberen Ende des Turmes nach F i g. 1 nicht durchführbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 682/209
Claims (11)
1. Anlage zum Bleichen von Cellulosematerial mit einem stehenden zylindrischen Behälter, der
mit einer Einrichtung versehen ist, durch welche Zellstoffbrei ständig axial durch ihn hindurchgefördert
werden kann, sowie mit einer Siebvorrichtung, die innerhalb des Behälters angeordnet
ist und durch einen Satz von konzentrischen höhlen Siebkörpern gebildet wird, die sich in der gleichen
Höhe befinden und von denen jeder zylindrische Siebflächen und einen inneren Hohlraum
zum Absieben und Austragen eines Teils des Flüssigkeitsgehalts des Zellstoffbreis aufweist,
welcher Behälter ferner mit beweglichen Sprührohren für die Zufuhr und Verteilung von Flüssigkeit
in den Zellstoffbrei ausgerüstet ist, dadurch gekennnzeichnet, daß die Siebkörper
(25, 27) in Höhenzonen mit gesonderten Austragauslässen (53, 55, 57) unterteilt sind und
daß die mit Leitungen für die Zufuhr verschiedener Flüssigkeiten verbundenen Sprührohre (75,
77, 79; 99, 101, 103) sich mit ihren Öffnungen in verschiedenen Höhenlagen befinden.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume der Siebkörper (25,
27) durch waagrechte Trennwände (37, 39) unterteilt sind.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß diejenigen Hohlräume (z. B. 41, 59) der Siebkörper, die sich in der gleichen
Höhenzone befinden, mit einem gemeinsamen Austragauslaß verbunden sind.
4. Anlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragauslässe aus verschiedenen
Höhenzonen der Siebkörper durch parallele Kanäle (47, 49, 51) innerhalb von radialen
Armen (33) gebildet sind, welche die Siebkörper tragen.
5. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit verschiedenen Flüssigkeitszufuhrleitungen
(65 und 87) verbundenen Sprührohre (75, 77, 79 bzw. 99, 101,103) ihre Öffnungen
(81, 83, 85 bzw. 105, 107, 109; 111, 113, 115) so angeordnet haben, daß sie die Flüssigkeit
über gleichachsige zylindrische Flächen verteilen, die den gleichen Halbmesser haben und sich in
verschiedenen Höhen befinden.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungen der Sprührohre über Höhenzonen von im wesentlichen der gleichen
Lage wie die Höhenzonen der Siebkörper (25, 27) verteilt sind, so daß die Richtung der Flüssigkeitsströmung
durch den Zellstoffbrei vorwiegend im wesentlichen waagrecht und radial ist.
7. Anlage nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprührohre (75, 77, 79),
welche Flüssigkeit von der einen Art verteilen, alle ihre Öffnungen (81, 83, 85) in Höhenlagen
befindlich haben, die von den Höhenlagen der Öffnungen der Sprührohre (99, 101, 103) verschieden
sind, welche Flüssigkeit von einer anderen Art verteilen.
8. Anlage nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verteilung von
Waschwasser bestimmten Sprührohre (99, 101, 103) ihre Öffnungen (105, 107, 109; 111, 113,
115) über Höhenzonen verteilt haben, die sich oberhalb und unterhalb der Höhenzone befinden,
in welcher andere Sprührohre (75, 77, 79) zur Verteilung chemischer Bleichstoffe ihre Öffnungen
(81, 83, 85) haben.
9. Anlage nach den vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß von einem
(55) der Austragauslässe der Siebkörper eine Leitung (117) abgezweigt ist, welche mit den Sprührohren
verbunden ist und für die Zufuhr abgesiebter Flüssigkeit zu den Sprührohren dient, deren
Öffnungen (83) sich in der gleichen Höhe befinden wie die Zone (43) der Siebkörper, die mit
dem erwähnten Austragauslaß verbunden ist, oder, bezogen auf die Bewegung des Zellstoffbreis,
oberstromseitig dieser Zone.
10. Verfahren zum Bleichen von Zellstoffbrei in einer Anlage nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß Alkali Sprührohren zugeführt wird, welche Öffnungen in einer Zwischenhöhe
haben, während Waschwasser Sprührohren zugeführt wird, die Öffnungen in einer tieferen
sowie in einer größeren Höhenlage als die erwähnte Zwischenhöhe haben, so daß eine Alkalibehandlungsstufe
in der Höhe der Siebkörper in dem gleichen Behälter durchgeführt wird, die für die Durchführung einer vorangehenden Bleichstufe,
z. B. mittels Chlor oder Chlordioxyd, verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß Flüssigkeit, die an der Zone
der Siebkörper abgesiebt und ausgetragen wird, welche sich annähernd in der Höhe der Öffnungen
der Alkalizufuhr-Sprührohre befindet, zu diesen Sprührohren vermischt mit neu zugesetztem
Alkali teilweise zurückgeführt wird.
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