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DE1098568B - Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart - Google Patents

Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart

Info

Publication number
DE1098568B
DE1098568B DES60828A DES0060828A DE1098568B DE 1098568 B DE1098568 B DE 1098568B DE S60828 A DES60828 A DE S60828A DE S0060828 A DES0060828 A DE S0060828A DE 1098568 B DE1098568 B DE 1098568B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cell
arc
chimney
pressure equalization
busbar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES60828A
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Maier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VEM Sachsenwerk GmbH
Original Assignee
Sachsenwerk Licht und Kraft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sachsenwerk Licht und Kraft AG filed Critical Sachsenwerk Licht und Kraft AG
Priority to DES60828A priority Critical patent/DE1098568B/de
Publication of DE1098568B publication Critical patent/DE1098568B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B13/00Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle
    • H02B13/02Arrangement of switchgear in which switches are enclosed in, or structurally associated with, a casing, e.g. cubicle with metal casing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Patch Boards (AREA)

Description

  • Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart Bei Hochspannungsschaltanlagen der Zellenbauart können durch die Auswirkungen eines in einer Zelle sich ausbildenden Kurzschlußlichtbogens erhebliche Schäden und empfindliche Betriebsstörungen auftreten und darüber hinaus das Bedienungspersonal in hohem Maße gefährdet werden. Um die Wirkung der durch den Lichtbogen hervorgerufenen Druckwelle ionisierter Gase zu vermindern, ist man bei Anlagen mit Doppelsammelschienen bereits vielfach dazu übergegangen, die übliche Lichtbogendecke so auszubilden, daß sie den Schalterraum jeder Zelle unter Bildung eines Druckausgleichkamins von den beiden Sammelschienenräumen abtrennt. Es läßt sich zwar dadurch erreichen, daß die ionisierten Gase zum Teil nach oben in neutrale, für das Bedienungspersonal relativ ungefährliche Räume abströmen. Auch wird die Gefahr der Zerstörung der Zellenwandungen durch die Druckwelle herabgesetzt. Solange der Störungslichtbogen sich aber im Schalterraum befindet und in unmittelbare Nähe der eingebauten Geräte gelangen kann, ist es weder möglich, deren Beschädigung und die damit verbundenen Betriebsstörungen zu vermeiden noch überhaupt ein Ausbrennen der ganzen Schaltzeile und ein eventuelles Übergreifen des Brandes auf benachbarte Zellen mit Sicherheit zu verhindern.
  • Die Erfindung weist nun einen Weg, um bei Hochspannungs-Schaltanlagen der Zellenbauart mit Doppelsammelschienen, die von -den im Schalterraum jeder Zelle angeordneten Trennschaltern durch die Lichtbogendecke .unter Bildung eines Druckausgleichkamins zwischen :den Sammelschienensystemen abgetrennt sind, :die aufgezeigten Gefahren mit geringem Aufwand auf ein kleinstmögliches Maß herabzusetzen. Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch eine solche Anordnung an sich bekannter Lichtbogenleitschienen zwischen den Gegenkontakten der Trennmesser in Stromflußrichtung, daß ein an diesen entstehender Störungslichtbogen in Richtung :des Druckausgleichkamins geführt wird. Die Erfindung geht dabei von der Tatsache aus, daß Kurzschlußliehtbögen im allgemeinen in Richtung des Energieflusses wandern -im vorliegenden Fall also in .der Regel von den Sammelschienen weg nach unten zum Leistungsschalter - und ferner, daß es bekanntlich mittels Hilfselektroden möglich ist, einen Störungslichtbogen von der Stromleitung abzulenken und an eine vorbestimmte Stelle zu leiten.
  • Da in Schaltzellen Störungslichtbogen bekanntlich in überwiegendem Maße durch fahrlässiges Ziehen eines Sammelschienentrenners unter Last entstehen, werden die Lichtbogenleitschienen den einzelnen Phasen der von den Trennern abgehenden Abzweigleitungen zugeordnet. Die Trenner selbst werden mit Vorteil an :der Lichtbogendecke beiderseits des Druckausgleichkamins angebracht. Es können so die Lichtbogenlaitschienen kurz gehalten werden. Darüber hinaus brennt ein am Trenner entstandener Kurzschlußlichtbogen bereits in unmittelbarer Nähe des Druckausgleichkamins, so .daß dieser augenblicklich eine Druckentlastung herbeiführt. Der Lichtbogen selbst wird dabei vornehmlich unter dem Einfluß der dynamischen Stromkräfte in kürzester Zeit zunächst von den Trennerkontakten aus an den Abzweigleitungen entlanggetrieben. Die Kaminwirkung des Entlüftungsschlotes und der eigene thermische Auftrieb sorgen für einen sicheren Übergang des Störungslichtbogens auf die Lichtbogenleitschienen, wo er den Teil einer Schleife bildet und daher unter dem zusätzlichen Einfluß des eigenerregten Magnetfeldes entlang :den Leitschienen weiter nach oben in den Druckausgleichkamin hineingelangt. Man erkennt, d:aß die Erfindung die Möglichkeit einer Beschädigung der Betriebsmittel und der Schaltzelle, sei :es von seiten der auftretenden Druckwelle oder des Lichtbogens, weitestgehend ausschließt.
  • Zur weiteren Erläuterung .der Erfindung sind :die beiden in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiele heranzuziehen; und zwar ist in Abb. 1 ein Schnitt durch eine Hochspannungsschaltzelle mit horizontaler Lichtbogendecke und der erfindungsgemäßen Lichtbogenleitschienenanordnung und in Abb. 2 ein Schnitt durch oine Schaltzelle mit schräg angeordneter Lichtbogendecke dargestellt.
  • Wie üblich ist die Schaltzelle nach Ab:b. 1 in Form eines nicht näher dargestellten Gerüstes aus Profileisen aufgebaut, wobei die Zellentrennwand 1 sowie die Lichtbogendecke2 mit den den Druckausgleichkamin 3 bildenden Seitenwänden 4, 5 und die Wände 6 der Einbaunische 7 aus einem feuerfesten Material, wie beispielsweise Hartgips bestehen. In an sich bekannter Weise sind die Sammelschienensysteme I und II mit den einzelnen Phasen übereinanderliegend an den den Druckaus-gleichkamin 3 bildenden senkrechten Seitenwänden 4 bzw. 5 angeordnet, während die Trenner 8 und 9 an der Unterseite der horizontalen Lichtbogendecke2 waagerecht hängend befestigt sind. Weiterhin enthält die Schaltzelle noch den Leistungsschalter 10, dessen Antriebsglieder der Übersichtlichkeit halber weggelassen sind, und den Meßwandler 11. Zwischen -den Sammelschienentrennern 8 und 9 ist jeder Phase der zum Leistungsschalter 10 führenden Abzweigleitung 12 bzw. 13 eine hörnerartige Lichtbogenleitsahiene 14 bzw. 15 zugeordnet. Kommt nun beispielsweise durch fehlerhaftes Schalten des Trenners 8 ein Störungslichtbogen in der Nähe der festen Trennerkontakte zustande, so wird dieser zunächst unter der dynamischen Wirkung der Stromkräfte auf die kurzen Leiterstücke 16 der Abzweigleitung 12 getrieben. Infolge der durch seinen .eigenen thermischen Auftrieb unterstützten Kaminwirkung des Entlüftungsschlotes erfolgt ein sicherer Übergang des Lichtbogens auf die Lichtbogenleitsehienen 14, wo er den Teil einer Schleife bildet. Unter dem zusätzlichen Einfluß der Schleifenwirkung gelangt dann der Störungslichtbogen entlang den Leitschienen in den Druckausgleichkamin.
  • In Abb.2 .der Zeichnung ist ein Schnitt durch eine Hochspannungsschaltzelle dargestellt, bei der .die Wirkung -des Druckausgleichkamins 3 noch durch -die V-förmige Anordnung der ihn bildenden Seitenwände 4 und 5 gesteigert ist. Die Lichtbogendecke 2 ist .in der bekannten vorteilhaften Weise schräg eingesetzt. Bei diesem Ausführunbsbeispiel haben die einander entsprechenden Gegenkontakte der Trennmesser der beeiden Sammelschienentrenner 8 und 9 gemeinsame Verhindungsleitungen 17. Diese sind nach unten geneigt, und zwar -beiderseits der zum Teil etwa in der Symmetrieebene 18 angeordneten, zum Leistungsschalter 10 führenden Abzweigleitung 19. Von jeder Phase der Verbindungsleitung 17 wird eine gerade Liohtbogenleitschiene 20 getragen, die mit Vorteil ebenfalls etwa in -der Symmetrieebene liegt. Gegenüber der Ausführung nach Abb. 1 wird bei dieser Anordnung durch die Neigung der Verbindungsleitungen 17 erreicht, daß ein an den ortsfesten Trennkontakten gezogener Kurzschlußlichtbogen bereits auf dem Weg zu den Lichtbogenleitschienen hin eine Aufwärtsbewegung ausführt. Wie leicht einzusehen ist, ermöglicht diese Maßnahme einen besonders sicheren Übergang des Lichtbogens auf die Leitschiene20.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart mit Doppelsammelschienen, die von den im Schalterraum jeder Zelle angeordneten Trennschaltern durch die Lichtbogendecke unter Bildung eines Druckausgleichkamines zwischen den Sammelschienensystemen abgetrennt sind, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung an sich bekannter Lichtbogenleitschienen zwischen den Gegenkontakten der Trennmesser in Stromflußrichtung, daß ein an diesen entstehender Störungslichtbogen in Richtung des Druckausgleicbkamines geführt wird.
  2. 2. Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Leiterphase der beiden Abzweigleitungen, die von den vorzugsweise beiderseits des Druckausgleichkamines an der Lichtbogendecke angeordneten Sammelschienentrennern einer Zelle zum Leistungsschalter führen, eine, z. B. hörnerartig ausgebildete Lichtbogenleitschiene trägt.
  3. 3. Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leiterphase der gemeinsamen Verbindungsleitung der beiderseits des Druckausgleichkamines angeordneten Sammelschienentrenner einer Zelle mit dem Leistungsschalter eine, z. B. senkrecht stehende Lichtbogenleitschiene zugeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 721237, 736179; »Elektrizitätswirtschaft«, 57. Jahrgang, 1958, H. 9, S. 196 bis 200.
DES60828A 1958-12-04 1958-12-04 Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart Pending DE1098568B (de)

Priority Applications (1)

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DES60828A DE1098568B (de) 1958-12-04 1958-12-04 Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart

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DES60828A DE1098568B (de) 1958-12-04 1958-12-04 Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart

Publications (1)

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DE1098568B true DE1098568B (de) 1961-02-02

Family

ID=7494397

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DES60828A Pending DE1098568B (de) 1958-12-04 1958-12-04 Hochspannungs-Schaltanlage der Zellenbauart

Country Status (1)

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DE (1) DE1098568B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE721237C (de) * 1940-12-25 1942-05-30 Studiengesellschaft Fuer Hochl Kurzschlussschutz in Stromverteilungsanlagen
DE736179C (de) * 1939-08-03 1943-06-09 Siemens Ag Lichtbogenschutz in elektrischen Hochspannungsanlagen mit durch Trennwaende gegen die Sammelschienen abgeschirmtem Lichtbogenraum, innerhalb dessen die Trennstellen offenliegen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE736179C (de) * 1939-08-03 1943-06-09 Siemens Ag Lichtbogenschutz in elektrischen Hochspannungsanlagen mit durch Trennwaende gegen die Sammelschienen abgeschirmtem Lichtbogenraum, innerhalb dessen die Trennstellen offenliegen
DE721237C (de) * 1940-12-25 1942-05-30 Studiengesellschaft Fuer Hochl Kurzschlussschutz in Stromverteilungsanlagen

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