DE1098243B - Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator - Google Patents
Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-GasanalysatorInfo
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- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N21/00—Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
- G01N21/17—Systems in which incident light is modified in accordance with the properties of the material investigated
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Description
Die bekannten nichtdispersiven Analysegeräte für die Bestimmung der Zusammensetzung von Gasen auf
Grund ihres Absorptionsvermögens für ultrarote Strahlung werden in der Literatur in Geräte mit negativer
Filterung und solche mit positiver Filterung unterteilt. Bei den Geräten mit negativer Filterung ist in einem
von zwei in einer Richtung verlaufenden parallelen Strahlenbündeln eine Selektivierungskammer eingeschaltet,
die mit dem Gas gefüllt ist, dessen Anteil in dem zu analysierenden Gasgemisch bestimmt werden
soll (»gesuchtes Gas«). Die Strahlung beider Bündel gelangt dann durch das zu analysierende Gasgemisch
auf unselektive schwarze Empfänger, mittels derer die Energiedifferenz der beiden Strahlenbündel bestimmt
wird. Ist das gesuchte Gas in dem zu analysierenden Gemisch nicht enthalten, so trifft im Strahlungsweg,
der die Selektivierungskammer enthält, eine geringere Strahlungsenergie auf den Empfänger als in dem anderen
Strahlungsweg, da die Selektivierungskammer in bestimmten, dem gesuchten Gas charakteristischen
Spektralgebieten Energie absorbiert. Mit zunehmendem Anteil des gesuchten Gases in dem zu analysierenden
Gemisch nimmt auch die Strahlungsenergie in dem anderen Strahlungsweg ab, der die Selektivierungskammer
nicht enthält. Die den Meßeffekt bildende Energiedifferenz in den beiden Strahlungswegen ergibt
sich hier als Differenz verhältnismäßig großer Energieanteile, da die Strahlungsempfänger für den
ganzen Spektralbereich des Strahlers empfindlich sind.
Bei den Geräten mit positiver Filterung werden als Strahlungsempfänger Kammern verwendet, die mit
dem gesuchten Gas oder einem Ersatzgas gefüllt sind, das mindestens in einem Hauptbereich des Spektralgebietes
das gleiche Absorptionsverhalten wie das gesuchte Gas zeigt. Die Analysenkammer ist hierbei nur
in einem Strahlungsweg angeordnet, und in diesem Strahlungsweg fällt mit zunehmendem Anteil des gesuchten
Gases in dem zu analysierenden Gasgemisch weniger Strahlungsenergie in die Empfängerkammer.
Infolge der hierdurch verursachten unterschiedlichen Erwärmung der Gase in den Empfängerkammern tritt
ein Druckunterschied auf, der mit Hilfe eines Membrankondensators gemessen werden kann. Um die
Messung zu erleichtern, wird die Strahlung mit einer umlaufenden Blende moduliert.
Es ist auch bekannt, mit nichtmodulierter Strahlung (Gleichlicht) zu arbeiten und in den mit dem gesuchten
Gas gefüllten Empfängerkammern elektrische Berührungsthermometer anzuordnen, welche die Temperatur
der Gase messen, die selektiv in bezug auf das gesuchte Gas ist. Auch die Oberfläche dieser Berührungsthermometer
absorbiert hierbei Strahlung, jedoch ist diese Oberflächenabsorption nicht selektiv in bezug auf das
gesuchte Gas, sondern hängt von der Zusammensetzung Nichtdispersiver Ultrarot -Absorptions-Gasanalysator
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
ίο Berlin und München,
ίο Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dr. rer. nat. Gustav Schulz, Karlsruhe,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
der Restgase in der Analysenkammer ab. Bei der Differenzschaltung der Thermometer in den beiden Empfängerkammern
hebt sich deren Oberflächenabsorption nicht auf, so daß Meßfehler, insbesondere eine Ver-Schiebung
des Gerätenullpunktes, auftreten.
Aus diesem Grunde wurde bereits vorgeschlagen, die Empfängerkammern mit einem strahlungsdurchlässigen
Boden zu versehen und hinter jeder Empfängerkammer eine weitere Kammer anzuordnen, die mit einem im
s 30 Absorptionsbereich des gesuchten Gases durchlässigen
Gas gefüllt ist.
In diesen Kammern werden Berührungsthermometer angebracht, die sich in bezug auf die Oberflächenabsorption
wie die Berührungsthermometer in den Empfängerkammern verhalten, und diese Thermometer
zur Kompensation der Oberflächenabsorption den Thermometern in den Empfängerkammern entgegengeschaltet.
Da an den zuerst von der Strahlung getroffenen Berührungsthermometern eine wesentlich größere
Oberflächenabsorption als an den Thermometern auftritt, auf welche die Strahlung erst nach Durchdringen
der Empfängerkammer und des Abschlußfensters am Boden trifft, müssen besondere Maßnahmen
getroffen werden, um eine ausreichende Kompensation zu erhalten. Hierzu wird z. B. die
Empfindlichkeit der Thermometer in den Empfängerkammern durch Vor- oder Nebenwiderstände verringert
oder die Absorption der Thermometer hinter den Empfängerkammern vergrößert. Um eine wirksame
Kompensation zu erhalten, muß somit ein umfangreicher Aufwand an Justierarbeit geleistet werden, abgesehen
davon, daß der konstruktive Aufwand für die Empfänger verdoppelt ist, da jeder Empfänger aus zwei Kammern
mit zwei Thermometern besteht.
109 507/264
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät, das nach dem Gleichlichtverfahren arbeitet und bei
dem zwei in einer Richtung verlaufende parallele Strahlenbündel vorhanden sind, in denen die mit dem
Analysengas gefüllte ein- oder zweiteilige Analysenkammer liegt. Nach der Analysenkammer sind die gasgefüllten
Empfängerkammern angeordnet, welche elektrische Berührungsthermometer enthalten. Gemäß der
Erfindung ist die eine Empfängerkammer mit dem Gas, dessen Konzentration gemessen werden soll, oder einem
Ersatzgas mit gleichem Absorptionsverhalten gefüllt, und die andere Empfängerkammer ist mit einem im
gleichen ultraroten Bereich durchlässigen Gas gefüllt. Da hierbei beide Strahlenbündel durch die Analysenkammer
verlaufen, ist der Restgaseinfluß auf die Oberflächenabsorption in beiden Bündeln der gleiche. Der
Unterschied in der Oberflächenabsorption, der dadurch hervorgerufen wird, daß die eine Empfängerkammer
mit dem Gas gefüllt ist, dessen Konzentration gemessen werden soll, läßt sich durch eine Eicheinstellung am
Gerät praktisch beseitigen, da er sich lediglich als Nullpunktverschiebung bemerkbar macht.
Gegenüber den obenerwähnten Geräten mit negativer Filterung, bei denen am Ende des einen Strahlungsweges
eine Selektivierungskammer und am Ende des anderen Strahlungsweges eine mit ultrarotem Gas
gefüllte Kammer, jeweils mit nachgeschaltetem unselektivem Strahlungsempfänger angeordnet ist, tritt
bei dem vorliegenden Gerät mit zwei Empfängerkammern, die je ein elektrisches Berührungsthermometer
enthalten, der Vorteil auf, daß praktisch nur die Temperatur des Gases in der Empfängerkammer gemessen
wird, die selektiv in bezug auf das gesuchte Gas ist. Es ist somit der Nachteil vermieden, daß als Meßeffekt
die Differenz großer Energieanteile zu bilden ist.
Ein Ausführungsbeispiel für ein gemäß der Erfindung aufgebautes Gerät ist rein schematisch in der
Zeichnung dargestellt. Die Strahlung des Strahierst wird über zwei gleichartige Spiegel 6"P1 und SV2 nach
unten umgelenkt und durchsetzt die Analysenkammer K1 und K2. Beide Kammern werden von dem zu
analysierenden Gas durchströmt. Das Gas braucht dabei die Kammern nicht nacheinander zu durchströmen,
sondern kann auch gleichzeitig in beide Kammern auf getrennten Wegen ein- und austreten. In den Empfängerkammern
Ekl, Ek2 sind z. B. Platindrähte E1
und E2 als Temperaturfühler ausgespannt, deren Anordnung
bekannt und nicht näher dargestellt ist. Die Kammer Ekl ist mit dem gesuchten Gas gefüllt, während
die Kammer Ek2 ein neutrales Gas, ζ. Β. Stickstoff,
enthält. Vor den Kammern K1, K2 sind gestrichelt
Filterkammern Fkl und Fk2 angedeutet, die in
bekannter Weise zusätzlich zur Selektivierung verwendet werden können.
Zweckmäßig wird für die Füllung der unselektiv wirkenden Empfängerkammer Ek2 ein Gas gewählt,
dessen Wärmeleitfähigkeit mit der des Gases in der selektiv wirkenden Kammer Ekl mindestens annähernd
übereinstimmt.
Der Nullpunkt des Gerätes nach der Erfindung ist wie bei allen mit negativer Filterung arbeitenden Geräten
von der Strahlertemperatur abhängig, und diese muß daher möglichst konstant gehalten werden. Der
Einfluß der Strahlertemperatur wird jedoch herabgesetzt, wenn zur Füllung der unselektiv wirkenden
Kammer Ek2 ein ultrarotabsorbierendes Gas in geeigneter
Konzentration gewählt wird, das einmal in dem zu analysierenden Gasgemisch nicht enthalten ist und
ίο dessen Absorptionsstellen sich mit denen des untersuchten Gasgemisches nicht überlappen. Gelingt es, für
die unselektiv wirkende Kammer ein solches Gas zu finden, so bleibt der Nullpunkt des Gerätes auch bei
Temperaturschwankungen des Strahlers erhalten, da
dann in beiden Empfängerkammern praktisch der gleiche Energieanteil aus dem Spektrum des Strahlers
absorbiert wird, so daß keine Temperaturdifferenz zwischen den Empfängerkammern E1 und E2 auftritt.
Claims (3)
1. Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator mit zwei in einer Richtung verlaufen-
den parallelen Strahlenbündeln, in denen die mit dem Analysengas gefüllte ein- oder zweiteilige
Analysenkammer liegt, nach welcher die gasgefüllten, elektrische Berührungsthermometer enthaltenden
Empfängerkammern angeordnet sind,
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die eine Empfängerkammer mit dem Gas, dessen Konzentration
gemessen werden soll, oder einem Ersatzgas mit gleichem Absorptionsverhalten gefüllt
ist und daß die andere Empfängerkammer mit einem im gleichen ultraroten Bereich durchlässigen
Gas gefüllt ist.
2. Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im gleichen ultraroten Bereich
durchlässige Gas derart gewählt ist, daß seine Wärmeleitfähigkeit mit der des Gases in der
selektiv wirkenden Kammer mindestens annähernd übereinstimmt.
3. Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator
nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das im gleichen ultraroten Bereich
durchlässige Gas derart gewählt ist, daß es in dem zu analysierenden Gasgemisch nicht enthalten
ist und seine Absorptionsstellen sich nicht mit denen des gesuchten Gases überlappen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Zeitschrift für angewandte Physik (1954), S. 563 bis 576;
Zeitschrift für angewandte Physik (1954), S. 563 bis 576;
Gas —Wärme (1957), S. 148 bis 159;
USA.-Patentschrift Nr. 2 386 831.-
USA.-Patentschrift Nr. 2 386 831.-
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 037 727.
Deutsches Patent Nr. 1 037 727.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54538A DE1098243B (de) | 1957-07-30 | 1957-07-30 | Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54538A DE1098243B (de) | 1957-07-30 | 1957-07-30 | Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator |
| GB2714958A GB851634A (en) | 1958-08-25 | 1958-08-25 | Improvements in or relating to infra-red gas analysers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1098243B true DE1098243B (de) | 1961-01-26 |
Family
ID=25995413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES54538A Pending DE1098243B (de) | 1957-07-30 | 1957-07-30 | Nichtdispersiver Ultrarot-Absorptions-Gasanalysator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1098243B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297362B (de) * | 1961-12-15 | 1969-06-12 | Howard Grubb Parsons & Company | Geraet zur Konzentrationsanzeige einer oder mehrerer Komponenten eines Analysengases |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2386831A (en) * | 1942-09-02 | 1945-10-16 | Dow Chemical Co | Method and apparatus for continuous analysis of organic mixtures while in motion and for control of systems comprising such mixtures |
| DE1037727B (de) * | 1956-07-16 | 1958-08-28 | Siemens Ag | Ultrarotstrahlungsmessgeraet fuer die Gasanalyse |
-
1957
- 1957-07-30 DE DES54538A patent/DE1098243B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2386831A (en) * | 1942-09-02 | 1945-10-16 | Dow Chemical Co | Method and apparatus for continuous analysis of organic mixtures while in motion and for control of systems comprising such mixtures |
| DE1037727B (de) * | 1956-07-16 | 1958-08-28 | Siemens Ag | Ultrarotstrahlungsmessgeraet fuer die Gasanalyse |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297362B (de) * | 1961-12-15 | 1969-06-12 | Howard Grubb Parsons & Company | Geraet zur Konzentrationsanzeige einer oder mehrerer Komponenten eines Analysengases |
| DE1297362C2 (de) * | 1961-12-15 | 1973-05-30 | Howard Grubb Parsons & Company | Geraet zur Konzentrationsanzeige einer oder mehrerer Komponenten eines Analysengases |
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