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Sägekette für Motorkettensägen Die Erfindung betrifft eine Sägekette
für Motorkettensägen mit aus der Ebene der Zahnkettenglieder abgebogenen oder abgewinkelten
Hobelzähnen mit bogenförmig gekrümmten Zahnrücken und diesem vorgeschalteten Kettengliedern
mit Spanbegrenzer, bei der die Mittelsenkrechte auf die Verhinidungsebene der Gelenkachsen
jedes Zahngliedes ständig zur geraden oder gebogenen Schnittspur senkrecht steht.
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Diese bekannten Sägeketten neigen dazu, daß die Hobelzähne zu tief
in das Holz eindringen und dadurch Späne übermäßiger Stärke aus der Holzfuge ausschneiden.
Der Hobelzahn »beißt« dann in das Holz ein, verklemmt die Kette und belastet dadurch
entweder den Antriebsmotor unzulässig hoch oder beaneprucht die Sägekette so stark,
daß diese schließlich zu Bruch geht.
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Um die Eindringtiefe des Hobelzahnes in das Holz in zulässiger Grenze
zu halten, ist es üblich, die Kette mit den Hobelzähnen vorgelagerten Begrenzungsgliedern
zu versehen. Meist verwendet man nur Tiefenbegrenzer, zuweilen auch noch Seitenbegrenzer.
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Diese begrenzenden Kettenglieder üben bei normalem Schnitt mit einer
Schnittrichtung senkrecht zur Längsachse der Führungsschiene eine andere Wirkung
aus als bei der Einstecharbeit, nämlich bei einem Schnitt in Richtung der Längsachse
der Führungsschiene.
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Es ist zweckmäßig, die Tiefenbegrenzer möglichst dicht vor dem Hobelzahn
anzubringen, weshalb dieser oft auf demselben Kettenglied wie die abgewinkelte Hobelschneide
vorgesehen ist. Die bekannte Hobelzahnform erfüllt zwar für normale Sägearbeit,
also für das Sägen in Richtung senkrecht zur Längsachse der Führungsschiene der
Kettensäge, ihren Zweck. Sie ist aber für die sogenannten Einstecharbeiten nicht
geeignet, bei denen in Richtung der Führungsschiene der Sägekette gesägt wird. Da
der Zahnrücken am hinteren Ende von der Schneidkante ausgehend beim Führen der Sägekette
über die Umlenkrolle der Sägeschiene, also bei seiner Umlenkung aus der geradlinigen
Bewegungsrichtung, am hinteren Ende so weit vorsteht, daß er nicht mehr schneiden
kann, hat man dem Zahnrücken einen größeren Freiwinkel, der über 7 ° liegt, gegeben.
Hierdurch wurde aber der Spanraum so stark verengt, daß ein einwandfreies Arbeiten
beim Einstechen mit der Kette kaum möglich war.
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Es wurde ferner vorgeschlagen, einen ausschwenkbaren Tiefenb@egrenzer
vorzusehen.
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Es sind zahlreiche Versuche gemacht worden, die Lage und Größe der
beiden Tiefenbegrenzer in verschiedener Weise zu verändern und die Zähne in der
verschiedensten Weise auszubilden.
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Es wurde festgestellt, daß sich die bestehenden Schwierigkeiten bei
der eingangs erwähnten Sägekette überwinden lassen, wenn erfindungsgemäß der Zahnrückenbogen
und die gesamten, -aus der Gliedebene abgebogenen Teile des Hobelzahnes :nach Kreisen
verlaufen, deren Mittelpunkt auf der Mittelsenkrechten liebt, wobei die Zahnspitze
in einem Abstand hinter der Mittelsenkrechten angeordnet ist, der durch die Formel
Radius des Zahnrückenkreises = x tg 7° bestimmt ist. Durch die erfindungsgemäße
Ausbildung des Hobelzahnes wird nun erreicht, daß :die Spanhohlkehle voll erhalten
bleibt.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
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Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Zahnform, in Ansicht von vorn und
von der Seite; Fig. 2 stellt das vordere, über die Umlenkrolle laufende Teilstück
der Sägekette dar.
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Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist der Zahnrücken konvex gekrümmt
ausgeführt. Er verläuft vorteilhaft in einem Kreisbogenstück, dessen Radius R (Fig.
2) kleiner als der Abstand von Mitte Al' der Umlenkrolle 8 der Kettensäge bis Anfang
der Hobelzahnschneide A ist.
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Die Verhältnisse sind in Fig. 2 am Beispiel des vorderen, über die
Umlenkrolle 8 laufenden Teilstückes der Sägekette verdeutlicht.
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Über die am vorderen Ende der Führungsschiene 9 vorgesehene Umlenkrolle
8 od. dgl. läuft die Sägekette, die in bekannter Weise aus einzelnen Gliedern besteht.
Die Hobelzähne 10 sind mit Haltegliedern 12 mittels Gelenkbolzen 13, 13' verbunden,
an welchen auch zwecks seitlicher Führung besondere Begrenzer 11 mit Tiefenbegrenzer
1 vorgesehen sein können.
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Die Anordnung und Ausbildung der die eigentlichen Hobelzähne führenden
bzw. begrenzenden Glieder kann verschieden sein und ist in Fig. 2 .dargestellt.
Wie aus der schematischen Zeichnung hervorgeht,
wird der Fugengrund
2 beistimmt .durch .die Größe. des Radius R, welcher gleich dem Abstand Mittelpunkt
V1 der Umlenkrolle 8 bis An-fang Schnei@denspitze A ist. Bei den.bisherigen Zahnformen
mit geradlinigen und unter- einem Frei-Winkel, bis 7° zurückgezogMexi Zghn.-rücken
berührt der Zahnrücken an einer Stelle 3 den Fugengrund 2. Er drückt, wenn
.der Zahn bis hierhin abgeschliffen ist, mit seinem Rückenstück von hier ab bis
zum Schneidenende gegen den Fugengrund, so daß kaum noch eine Schnittwirkung erzielt
wird. Bei noch uriabgenützter Schneidenspitze A wird dieses Andrücken des hinteren
Zahnrückens durch die Wirkung der Tiefenbegrenzer vermieden.
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Bei @dem-in Fig. 2 mit -ausgezogenen Linien @dargestellten erfindungsgemäßen
Verlauf des Zahnrückens besteht zwischen Fugengrund 2 und Zahnrücken ein stetig
zunehmender freier Zwischenraum, so daß auch bei Abnützung oder nach Abschliff der
Schrneidenspitze A niemals ein Drücken des Zahnes gegen den Fugengrund vorkommen
kann.
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Bei der im Ausführungsbeispiel dargestellten Zahnform liegt der Krümmungsmittelpunkt
K .des Radius R auf der Mittelachse 14 -der Führungsschiene 9. Es ist denkbar, daß
bei einer vorteilhaften Abwandlung der Krümmung des Zahnrückens der Krümmungsmittelpunkt
Ober- oder unterhalb der Längsachse 14 liegen kann, so,daß für bestimmte Werkstoffe,
falls notwendig, der bogenförmig verlaufende Zahnrücken eine stärkere Exzentrizität
erhält.
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Um eine genügend wirksame Spanhohlkehle zu erreichen, ist in weiterer
Ausbildung der Erfindung der gesamte, aus der Zahnebene abgebogene obere Teil des
Hobelzahnes entsprechend der erfindungsgemäßen Krümmung des Zahnrückens gebogen
ausgeführt, wie es in Fig. 1 und Fig. 2 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist.
' Es -ist denkbar, daß die erfindungsgemäße bogenförmige Ausbildung des Zahnrückens
in zwei Teilbogenstücke aufgelöst wird, derart, daß statt eines durchgehenden Bogenstückes
der Schneidenteil von der ' Zahnspitz-e A bis etwa zur Mitte bei Punkt
3
(Fig.2) ein Bogenstück bildet, an welches sich ein zweites Bogenstück mit
derselben oder einer anderen, vorzugsweise stärkeren Krümmung anschließt. Bei einer
solchen Ausführung würden die einzelnen Bogenstücke verschiedene Krümmungsmittelpunkte
haben.