DE1098154B - Vorrichtung zum Auswechseln von Spinnduesen beim Nassspinnen von Kunstseide - Google Patents
Vorrichtung zum Auswechseln von Spinnduesen beim Nassspinnen von KunstseideInfo
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- DE1098154B DE1098154B DEG22253A DEG0022253A DE1098154B DE 1098154 B DE1098154 B DE 1098154B DE G22253 A DEG22253 A DE G22253A DE G0022253 A DEG0022253 A DE G0022253A DE 1098154 B DE1098154 B DE 1098154B
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/06—Wet spinning methods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die es gestattet, beim Kunstseide-Naßspinnverfahren von unten
nach oben in senkrecht oder geneigt angeordneten Rohren Spinndüsen auszuwechseln, ohne daß der Spinnbadfluß
unterbrochen werden muß. Das Spinnbad wird hierbei in geschlossenen Rohrleitungen geführt.
Die Anordnung der Spinndüse an einem Rohrende und die Führung des Spinnbads in Richtung des
Fadenlaufs durch das Rohr sind bekannt. Bei horizontal angeordneten Rohren läßt man meistens das Spinnbad
durch das Rohr, von dem die Spinndüse angeordnet ist, aus einer Wanne oder Rinne abfließen und erreicht
so beim Beginn der Fadenbildung die Mitnahme des Fadens und beim Spinnen die durch die günstige
Führung des Spinnbads erzielten verbesserten Fadeneigenschaften. Das Eintauchen der Düse mit der Zuführung
der Spinnbadflüssigkeit in das Spinnbad und das Herausnehmen, z. B. beim Düsenwechsel, machen
hierbei keine Schwierigkeiten. Man verwendet meist schwenkbare Spinnpfeifen, die auch beim Spinnen
ohne Rohr üblich sind. Es treten jedoch beim Auswechseln von Spinndüsen Schwierigkeiten auf, wenn
das Rohr senkrecht oder geneigt mit nach oben strömendem, in geschlossenen Rohrleitungen geführtem
Spinnbad angeordnet werden soll. Die Schwierigkeiten hierbei bestehen unter anderem darin, daß ein Düsenwechsel
nur nach Abstellen des Spinnbadzuflusses und Entleeren des Spinnbadraumes möglich ist. '
Es wurde nun gefunden, daß die genannten Schwierigkeiten beseitigt werden können und das Naßspinneu
von Kunstseide in Rohren in einfacher und sicherer Weise durchführbar ist, wenn die Vorrichtung zum
Auswechseln der Spinndüse nach der Erfindung verwendet wird. Danach ist die Düse in einem zylindrischen,
beweglichen Düsenträger befestigt, der gleichzeitig den Spinnbadraum mittels Stopfbüchsen gegen
den Austritt des Spinnbads abdichtet und der in einem Gehäuse axial verschiebbar angeordnet ist, so daß
durch Verschiebung oder Drehung des Düsenträgers ein Auswechseln der Düse ohne Beeinträchtigung des
Spinnbadflusses ermöglicht wird. Der zylindrische Dosenträger kann auch mittels eines gleich großen
Gleitstückes zentriert befestigt und mit diesem im Gehäuse verschiebbar angeordnet sein. Nach einer anderen
Ausführungsform kann der Düsenträger auch als Hahuküken ausgebildet sein, so daß durch Drehung
des Düsenträgers ein Auswechseln der Düse nach Lösen einer Verschraubung ermöglicht wird.
Die einzelnen Ausführungsformen werden an Hand der Zeichnungen (Fig. I bis Fig. V) näher erläutert.
In Fig. I und Ia wird eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Bei dieser Ausführung tritt das
Spinnbad bei 1 ein, durchströmt die Kammer 25 und fließt durch das Rohr 3 in Richtung der austretenden
Vorrichtung zum Auswechseln
von Spinndüsen beim Naßspinnen
von Kunstseide
Anmelder:
Glanzstoff-Courtaulds G. m. b. H.,
Köln-Weidenpesch, Neusser Landstr. 2
Köln-Weidenpesch, Neusser Landstr. 2
Dr.-Ing. Richard Domke, Köln-Riehl,
und Wilhelm Eikermann, Köln-Weidenpesch,
sind als Erfinder genannt worden
Fäden, also von unten nach oben. Die Düse 5 mit der elastischen Zuleitung 6 der Spinnflüssigkeit ist in dem
zylindrischen Düsenträger 7 mittels des Gewinderings 8 befestigt und wird durch die Dichtungen 9 abgedichtet.
Da der Düsenträger 7 durch die Stopfbuchsen 16 gegen den Austritt des Spinnbads abdichtet,
kann somit der Düsenwechsel ohne Unterbrechung des Spinnbadflusses erfolgen. Der Düsenträger 7 wird
durch den Stift 23, welcher in der Nut 24 gleitet, gegen Verdrehung gesichert. In axialer Richtung wird
die Bewegung des Düsenträgers 7 durch den Anschlagstift 26 begrenzt und dadurch die genaue Stellung der
Düse gewährleistet.
In Fig. II ist im Prinzip die gleiche Vorrichtung dargestellt, jedoch mit der Abänderung, daß der Düsenträger
aus zwei Teilen besteht, die beim Reinigen oder Austauschen der Düse voneinander getrennt werden
können. Bei dieser Ausführungsform ist der Düsenträger in einem zylindrischen Gleitstück, welches
den gleichen Durchmesser wie der Düsenträger aufweist, zentriert und befestigt. Nach Fig. II tritt das
Spinnbad bei 1 ein, durchströmt den Raum zwischen den Rohren 2 und 3 von oben nach unten, fließt dann
durch das Rohr 3 von unten nach oben, worauf es bei 4 abläuft. Die Düse 5 mit der elastischen Zuleitung
6 der Spinnflüssigkeit ist in dem zylindrischen Düsenträger 7 mittels des Gewinderings 8 befestigt
und wird durch die Dichtungen 9 abgedichtet. Der Düsenträger 7 wird in dem ebenfalls zylindrischen
Gleitstück 10, welches den gleichen Durchmesser wie der Düsenträger aufweist, zentriert und befestigt. Die
beiden Teile 7 und 10 sind in dem Gehäuse 18 gelagert. Mittels des Hebels 11 und der Laschen 12 (Fig. Ha),
welche im Bolzen 13 befestigt sind, können die beiden
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miteinander verbundenen zylindrischen Teile 7 und 10
hin- und herbewegt werden. Die in Fig. II gezeichnete Lage des Hebels ist die Stellung des zu einer Einheit
verschraubten Gleitstückes und Düsenträgers, welche während des Spinnens eingehalten wird.
Wenn der Hebel in die strichpunktiert gezeichnete Lage geschwenkt wird, wird der Düsenträger 7 aus
dem Gehäuse 18 herausgeschoben, und an seine Stelle tritt das mit ihm zunächst verbundene Gleitstück 10.
Anschließend kann der Düsenträger 7 mittels der Griffscheibe 14, in welcher der Gewindebolzen 15 befestigt
ist, gelöst und zum Düsenwechsel od. dgl. herausgenommen werden. Da der Düsenträger 7 und das
Gleitstück 10 durch die Stoffbüchsen 16 gegen den Austritt des Spinnbads abdichten, kann der Düsenwechsel
ohne Unterbrechung des Spinnbadflusses erfolgen. Die Stellung der Düse zum Spinnrohr wird in
axialer Richtung durch Begrenzung des Ausschlags des Hebels 11 festgelegt. An einer Drehung wird der
Düsenträger gegenüber dem Gleitstück durch den Stift 17, der in einer Nut des Gleitkörpers 10 gleitet,
gehindert. Der Gleitkörper selbst kann keine Bewegung machen, da der Bolzen 13 mit den Laschen 12
und dem Hebel 11 diese verhindern, so daß die gleiche Stellung der Düse in axialer wie in radialer Richtung
gesichert ist.
Während bei der Ausführung der Erfindung nach Fig. I und II nach der axialen Verschiebung des
Düsenträgers die Abnahme der Düse ohne Beeinträchtigung des Spinnbadflusses möglich ist, geschieht dies
bei der Ausführungsform nach Fig. III durch Drehung des Düsenträgers 19, der in diesem Fall ähnlich
einem Hahnküken ausgebildet ist. Fig. IV stellt einen Schnitt durch die Ausführung nach Fig. III dar und
zeigt die Düse in der Stellung beim Spinnen. Der Spinnbadanschluß 20 ist hier in vereinfachter Form
wieder nach unten gelegt und mit dem Gehäuse 21 verbunden. Fig. V zeigt die ausgerückte Stellung der
Düse, in der das Herausnehmen der Düse durch Lösen der Verschraubung 22 möglich ist, auch hier ohne Beeinflussung
des Spinnbadflusses.
Ein Ablassen des Spinnbads aus den Vorrichtungen kann erforderlichenfalls durch Einschrauben eines
Körpers ähnlich dem Düsenträger, der jedoch mit einem Ablaßhahn versehen ist, erfolgen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Auswechseln von Spinndüsen beim Naßspinnen von Kunstseide mit senkrecht
oder geneigt nach oben gerichteten Spinnrohren, wobei das Spinnbad in geschlossenen Rohrleitungen
geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5) in einem zylindrischen, in einem
Gehäuse (18) verschiebbaren und drehbaren Düsenträger (7) derart befestigt ist, daß sie nach Verschiebung
und Drehung des Düsenträgers aus der Arbeitsstellung frei zugänglich ist, wobei der
Düsenträger sowohl in Arbeitsstellung wie nach der Verschiebung und Drehung den Spinnbadraum
gegen den Austritt des Spinnbades mittels Stopfbüchsen (16) abdichtet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Düse tragende Teil (7)
und der den Spinnbadraum nach Verschiebung des Düsenträgers aus der Arbeitsstellung abdichtende
Teil (10) des Düsenträgers als zwei getrennte, sich gegenseitig zentrierende Gleitstücke ausgebildet
sind, von welchen nach der Verschiebung beider Teile der die Düse tragende Teil (7) aus dem
Gehäuse (18) herausnehmbar ist.
3. Vorrichtung nach. Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen als Hahnküken ausgebildeten
Düsenträger (19), welcher eine durchgehende Bohrung in Richtung der Düsenachse mit einer Verschraubung
(22) aufweist, derart, daß die Düse nach Drehen des Düsenträgers und Lösen der Verschraubung
durch eine Aussparung des Gehäuses (18) herausnehmbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 678210, 245 100,
574.
Deutsche Patentschriften Nr. 678210, 245 100,
574.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE567528D BE567528A (de) | 1957-06-06 | ||
| NL100750D NL100750C (de) | 1957-06-06 | ||
| DEG22253A DE1098154B (de) | 1957-06-06 | 1957-06-06 | Vorrichtung zum Auswechseln von Spinnduesen beim Nassspinnen von Kunstseide |
| GB14949/58A GB822800A (en) | 1957-06-06 | 1958-05-09 | Apparatus for use in the wet spinning of artificial threads |
| US734549A US2914803A (en) | 1957-06-06 | 1958-05-12 | Apparatus for use in the wet spinning of artificial threads |
| FR1196452D FR1196452A (fr) | 1957-06-06 | 1958-05-28 | Dispositif permettant le changement des filières dans le filage au mouillé de la rayonne dans des tubes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG22253A DE1098154B (de) | 1957-06-06 | 1957-06-06 | Vorrichtung zum Auswechseln von Spinnduesen beim Nassspinnen von Kunstseide |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1098154B true DE1098154B (de) | 1961-01-26 |
Family
ID=7121912
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG22253A Pending DE1098154B (de) | 1957-06-06 | 1957-06-06 | Vorrichtung zum Auswechseln von Spinnduesen beim Nassspinnen von Kunstseide |
Country Status (6)
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| BE (1) | BE567528A (de) |
| DE (1) | DE1098154B (de) |
| FR (1) | FR1196452A (de) |
| GB (1) | GB822800A (de) |
| NL (1) | NL100750C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE245100C (de) * | 1909-10-28 | |||
| DE245574C (de) * | ||||
| DE678210C (de) * | 1936-03-09 | 1939-07-10 | Bemberg Ag | Vorrichtung zum Herstellen von Kunstseide |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE518199A (de) * | 1952-03-08 | |||
| US2789315A (en) * | 1953-06-26 | 1957-04-23 | American Viscose Corp | Wet spinning apparatus |
-
0
- NL NL100750D patent/NL100750C/xx active
- BE BE567528D patent/BE567528A/xx unknown
-
1957
- 1957-06-06 DE DEG22253A patent/DE1098154B/de active Pending
-
1958
- 1958-05-09 GB GB14949/58A patent/GB822800A/en not_active Expired
- 1958-05-12 US US734549A patent/US2914803A/en not_active Expired - Lifetime
- 1958-05-28 FR FR1196452D patent/FR1196452A/fr not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE245574C (de) * | ||||
| DE245100C (de) * | 1909-10-28 | |||
| DE678210C (de) * | 1936-03-09 | 1939-07-10 | Bemberg Ag | Vorrichtung zum Herstellen von Kunstseide |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB822800A (en) | 1959-10-28 |
| FR1196452A (fr) | 1959-11-24 |
| NL100750C (de) | |
| US2914803A (en) | 1959-12-01 |
| BE567528A (de) |
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