Verfahren zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen mittels
einer nach dem Synchronwählerprinzip arbeitenden Netzüberlagerungs-Fernsteueranlage
Zur Fernsteuerung von elektrischen Schaltvorrichtungen ist es bekannt, eine nach
dem Synchronwählerprinzip arbeitende Netzüberlagerungs-Fernsteueranlage zu verwenden,
deren Sender nach Abgabe des Startimpulses in regelmäßiger zeitlicher Teilungsfolge
von Befehlsimpulsen und Impulspausen arbeitet und deren synchronlaufende Empfänger
mit ihrer Wählereinrichtung auf die Impulsteilungsfolge eingestellt sind.Method for the remote control of electrical switching devices by means of
a network overlay remote control system that works according to the synchronous selector principle
For remote control of electrical switching devices, it is known to use one after
to use a network overlay remote control system that works according to the synchronous selector principle,
their transmitters after delivery of the start impulse in regular chronological division sequence
of command pulses and pulse pauses and their synchronously running receivers
are set with their selector to the pulse division sequence.
Die Anzahl derartiger Empfänger, die man an das von der Sendeanlage
mit tonfrequenten Impulsen überlagerte Netz anschließen kann, ist zwar praktisch
unbegrenzt, aber die Möglichkeit, eine Vielfalt von verschiedenen Schaltbefehlen
durchzuführen, ist begrenzt durch die Größe der Wählereinrichtung der Empfänger.
Im allgemeinen verwendet man Empfänger, die mit fünfzig Befehlsempfangskontakten
ausgerüstet sind, also für je fünfunzwanzig verschiedene Ein- und Ausschaltungen
verwendet werden können.The number of such receivers that you can send to the transmitter
being able to connect a network superimposed with audio-frequency pulses is practical
unlimited, but the possibility of a variety of different switching commands
is limited by the size of the recipient's voting facility.
Generally one uses receivers with fifty command receive contacts
are equipped, i.e. for twenty-five different switching on and off
can be used.
Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, daß zusätzliche Sonderimpulse
während der Impulspausen der normalen Impulsteilungsfolge gesendet und von besonderen,
auf zeitliche Verschiebung von einem halben Teilungsfolgeschritt eingestellten Empfängern
verarbeitet werden.The invention consists essentially in the fact that additional special pulses
sent during the pulse pauses of the normal pulse division sequence and from special,
receivers set to a time shift of half a division sequence step
are processed.
Dadurch ist es auf verhältnismäßig einfache Weise möglich, die Anzahl
der verschiedenen, von der Anlage verarbeitbaren Schaltbefehle zu verdoppeln. Zusätzlich
zu den bereits vorhandenen, auf die normale Impulsteilungsfolge ansprechenden Empfängern
können an das gleiche Netz beliebig viele, im wesentlichen gleichartige Empfänger
angeschlossen werden, bei denen lediglich die Wählereinrichtung so eingestellt ist,
daß sie mit zeitlicher Verschiebung von einem halben Teilungsfolgeschritt arbeitet.
Das kann z. B. in der Weise erfolgen, daß entweder die Kontaktbahn oder der Wählerarm
um einen halben Teilungsfolgeschritt verschoben ist. Die gleiche Wirkung kann auch
durch eine entsprechende Startverzögerung erzielt werden.This makes it possible in a relatively simple way to increase the number
of the various switching commands that can be processed by the system. Additionally
to the existing receivers that respond to the normal pulse division sequence
Any number of essentially identical recipients can be sent to the same network
can be connected in which only the selector device is set in such a way that
that it works with a time shift of half a division successive step.
This can be B. be done in such a way that either the contact track or the voter arm
is shifted by half a division sequential step. The same effect can also
can be achieved by a corresponding start delay.
In der zur beispielsweisen Veranschaulichung der Erfindung dienenden
Zeichnung zeigt Fig. 1 grafische Darstellungen von zwei verschiedenen Impulsreihen.
Auf der oberen Zeitachse r1 sind anschließend an den Startimpuls Sti die Befehlsimpulse
Bi als ausgefüllte Rechtecke aufgetragen. Die leeren Rechtecke bedeuten,
daß an diesen Stellen ebenfalls Befehlsimpulse gesendet werden könnten, jedoch in
diesem Beispielsfalle nicht gesendet werden. Auf der Zeitachse B ist die gleiche
Folge von Befehlsimpulsen und Leerstellen aufgetragen, und darunter sind zusätzliche
Impulse Zi aufgetragen, welche in diesem Beispielsfalle während der Impulspausen
der normalen Impulsteilungsfolge gesendet werden.In the drawing, which serves to illustrate the invention by way of example, FIG. 1 shows graphic representations of two different pulse series. On the upper time axis r1, the command pulses Bi are then plotted as filled rectangles after the start pulse Sti. The empty rectangles mean that command pulses could also be sent at these points, but are not sent in this example. The same sequence of command pulses and blanks is plotted on the time axis B, and additional pulses Zi are plotted underneath, which in this example case are transmitted during the pulse pauses of the normal pulse division sequence.
Fig. 2 ist die schematische Darstellung eines an sich bekannten Empfängers.
Der Eingangskreis R, der beispielsweise als Resonanzrelaiskreis ausgebildet ist,
siebt die am Empfangsort des Netzes IV eintreffenden tonfrequenten Impulse zur Weiterverarbeitung
aus. Bei Eintreffen des Startimpulses Sti wird der Relaiskontakt r geschlossen,
so daß der Synchronmotor Sy anläuft. Derselbe wird mittels des Nockens zt über den
Selbsthaltekontakt s für einen vollen Umlauf in Betrieb gehalten und danach automatisch
wieder abgeschaltet. Der Wählerarm lI7 bestreicht bei einem Umlauf nacheinander
die in regelmäßigen Abständen angeordneten Kontaktköpfchen der kreisförmigen Kontaktbahn
K. Die Umlaufgeschwindigkeit des Wählerarms W und die Winkelteilung der Kontaktbahn
K sind auf die in Fig. 1 A angedeutete Impulsteilungsfolge abgestimmt. Es kann also
jedesmal, wenn der Wählerarm ein Kontaktköpfchen berührt, ein gleichzeitig eintreffender
Befehlsimpuls Bi verarbeitet werden, indem durch Schließung des Relaiskontakts
r ein Befehlsrelais Br erregt und dadurch ein Befehlsschalter Bs betätigt wird.Fig. 2 is a schematic representation of a receiver known per se. The input circuit R, which is designed, for example, as a resonance relay circuit, filters out the audio-frequency pulses arriving at the receiving location of the network IV for further processing. When the start pulse Sti arrives, the relay contact r is closed so that the synchronous motor Sy starts up. The same is kept in operation for a full cycle by means of the cam, partly via the self-holding contact, and then automatically switched off again. The selector arm lI7 sweeps the regularly spaced contact heads of the circular contact path K one after the other. So every time the voter arm touches a contact head, a simultaneously arriving command pulse Bi can be processed by energizing a command relay Br by closing the relay contact r and thereby actuating a command switch Bs.
In Fig. 3 ist angedeutet, daß der gleichmäßig umlaufende Wählerarm
W die Kontaktköpfchen nacheinander im Zeitmaß der Impulsteilungsfolge (Fig. 1 A)
berührt;
der Abstand von je zwei Kontaktköpfchen ist als Teilungsfolgeschritt T bezeichnet.In Fig. 3 it is indicated that the evenly rotating selector arm
W the contact heads one after the other in the time measure of the pulse division sequence (Fig. 1 A)
touched;
the distance between two contact heads is referred to as the division sequential step T.
Der vorstehend dargestellte technische Sachverhalt ist bekannt. Neu
ist die Maßnahme, während@gewisser,_ willkürlich bestimmbarer Impulspausen der normalen
Impulsteilungsfolge zusätzliche Sonderimpulse Zi zusenden, wie in Fig, 1 B angedeutet.
Hiervon wird die Arbeit derjenigen Empfänger, die mit ihrer Wählereinrichtung auf
die normale Impulsteilungsfolge gemäß Fig. 1 A eingestellt sind, überhaupt nicht
berührt, da dieselben während der Impulspausen gar nicht empfangsbereit sind. Zur
Verarbeitung der zusätzlichen Sonderimpulse Zi gemäß Fig. 1 B sind an das Netz
N
besondere Empfänger angeschlossen, die auf eine zeitliche Verschiebung von
einem halben Teilungsfolgeschritt eingestellt sind. Das kann, wie Fig. 4 zeigt,
in der Weise geschehen, daß die Kontaktbahn K' um einen halben Teilungsfolgeschritt
T/2 verschoben ist. Ein solcher Empfänger bleibt von den gemäß Fig. 1 A gesendeten
Befehlsimpulsen Bi vollkommen unberührt, da seine Wählereinrichtung ihn nur
während der Impulspausen der normalen Impulsteilungsfolge empfangsbereit macht.
Fig. 5 läßt erkennen, daß ein normaler Wähler auch durch Verschiebung seines Wählerarms
W' um einen halben Teilungsfolgeschritt T/2 auf den Empfang der zusätzlichen
Impulse Zi umgestellt werden kann. Die Verwendung einer an sich bekannten Vorrichtung,
welche den Start des Synchronmotors Sy um einen halben Teilungsfolgeschritt verzögert,
bedarf keiner zeichnerischen Veranschaulichung.The technical facts presented above are known. What is new is the measure of sending additional special pulses Zi during certain, arbitrarily determinable pauses in the normal pulse division sequence, as indicated in FIG. 1B. This does not affect the work of those receivers who are set with their selector device to the normal pulse division sequence according to FIG. 1A, since they are not ready to receive during the pulse pauses. To process the additional special pulses Zi according to FIG. 1B, special receivers are connected to the network N , which receivers are set to a time shift of half a graduation sequence. As shown in FIG. 4, this can be done in such a way that the contact path K 'is shifted by half a pitch sequence T / 2. Such a receiver remains completely unaffected by the command pulses Bi sent according to FIG. 1A, since its selector device makes it ready to receive only during the pulse pauses of the normal pulse division sequence. 5 shows that a normal voter can also be switched over to receiving the additional pulses Zi by shifting his voter arm W 'by half a pitch sequence T / 2. The use of a device known per se, which delays the start of the synchronous motor Sy by half a pitch sequence, does not require any graphic illustration.