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DE1097412B - Verfahren zum Trennen von Isotopen durch Gegenstromaustausch bei dem Zweitemperatur-Austauschsystem - Google Patents

Verfahren zum Trennen von Isotopen durch Gegenstromaustausch bei dem Zweitemperatur-Austauschsystem

Info

Publication number
DE1097412B
DE1097412B DEM40747A DEM0040747A DE1097412B DE 1097412 B DE1097412 B DE 1097412B DE M40747 A DEM40747 A DE M40747A DE M0040747 A DEM0040747 A DE M0040747A DE 1097412 B DE1097412 B DE 1097412B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
column
liquid
deuterium
cold
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM40747A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr-Ing Kurt Thormann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM40747A priority Critical patent/DE1097412B/de
Publication of DE1097412B publication Critical patent/DE1097412B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D59/00Separation of different isotopes of the same chemical element
    • B01D59/28Separation by chemical exchange
    • B01D59/32Separation by chemical exchange by exchange between fluids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zum Trennen von Isotopen durch Gegenstromaustausch bei dem Zweitemperatur-Austauschsystem Die Zweitemperatur-Austauschsysteme zur Anreicherung von Isotopen bestehen aus einer kalten und einer heißen Kolonne, die von dem Isotopenträger und einer zweiten, im Kreislauf geführten Phase im Gegenstrom nacheinander durchlaufen werden. Die beiden Phasen können eine Flüssigkeit und ein Gas oder zwei flüssige, wenig ineinander lösliche Stoffe sein.
  • Zur Anreicherung von Deuterium werden derartige Austauschsysteme z. B. mit Wasser-Wasserstoff, Wasser-Schwefelwasserstoff, Ammoniak-Wasserstoff usw. betrieben, wobei jeder Partner eines Stoffpaares als Deuteriumträger und Zustrom zum Austauschsystem dienen kann, wobei die andere Phase im Kreislauf geführt wird. Der Deuteriumträger wird meist in geradem Durchgang durch die beiden Kolonnen geleitet. Es sind aber auch Verfahren hekannt, in welchen beide Phasen in Kreisläufen durch die Kolonen geführt werden, so daß sie diese im Gegenstrom passieren.
  • In der kalten Kolonne des Austauschsystems ist der Deuteriumgehalt der Gasphase größer, als dem Gleichgewicht zwischen gasförmiger und flüssiger Phase entspricht, der Deuteriumgehalt der Flüssigkeit sinngemäß kleiner. In der kalten Kolonne geht deshalb das Deuterium aus dem aufsteigenden Gas in die herabströmende Flüssigkeit über, so daß diese an Deuterium angereichert wird, während das Gas entsprechend an Deuterium verarmt. Umgekehrt geht in der heißen Kolonne des Austauschsystems das Deuterium aus der Flüssigkeit in das Gas über und reichert dieses an, während die herabströmende Flüssigkeit an Deuterium verarmt. Zwischen dem oberen Ende der heißen und dem unteren Ende der kalten Kolonne tritt bei ausreichenden Kolonnenhöhen eine beliebig weit zu treibende Konzentrierung des Deuteriums ein.. Entsprechend sind die Phasen zwischen dem oberen Ende der kalten Kolonne und dem unteren Ende der heißen Kolonne an Deuterium abgereichert.
  • Zwischen dem unteren Ende der kalten und dem oberen Ende der heißen Kolonne kann dem System ein Deuteriumkonzentrat entnommen werden. Sein Gehalt an Deuterium hängt außer von den durch die Temperatur bestimmten Gleichgewichtsverhältnissen und dem danach eingestellten Mengenverhältnis von Gas zu Flüssigkeit nur von den Höhen der beiden Kolonnen ab.
  • Die mit den beschriebenen Zweitemperatur-Austauschsystemen maximal erreichbaren Ausbeuten liegen je nach den Turmhöhen, dem Unterschied der Betriebstemperaturen zwischen den Kolonnen und dem verwendeten Stoffsystem, zwischen 15 und 45°/o des Deuteriumgehaltes im Deuteriumträger. Da die Turmhöhen praktisch begrenzt sind, liegen die in Groß- anlagen erreichten Ausbeuten an den unteren Grenzen.
  • Es wurde gefunden, daß sich der Gehalt des Deuteriumträgers durch Zufügung je eines Abrei cherungsteils zur heißen und zur kalten Kolonne auch über die genannten Gleichgewichtskonzentrationen hinaus abreichern läßt. Dadurch können die Ausbeuten beliebig erhöht werden. Wie bei allen Trennverfahren steigen auch hier Anlage-und Betriebskosten für extrem hohe Ausbeuten durch weit getriebene Abreicherung.
  • Die Maßnahmen, die zur Abreicherung des Deuteriumträgers und beliebigen Erhöhung der Ausbeute über den Gleichgewichtswert hinaus dienen, sind Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Die von den beiden Phasen in Kreisläufen durchströmten Kolonnen des bekannten Heiß-Kalt-Verfahrens werden erfindungsgemäß in folgender Weise abgeändert : Die kalte und die warme Kolonne werden dadurch geteilt, daß der als Deuteriumträger dienende Zustrom an zwei Stellen, und zwar in mittleren Zonen der heißen und der kalten Kolonne, zugeführt wird. Als mittlerer Teil einer Kolonne ist dabei nicht die geometrische Mitte, z. B. die halbe Turmhöhe, zu verstehen, sondern eine beliebige Unterteilung der Gesamtzahl der Böden, z. B. in einem Verhältnis von, 1 : 1 bis 1 : 10. Ein solche Unterteilung kann auch in. bekannter Weise durch Hintereinanderschaltung zweier Kolonnen vorgenommen werden. Dadurch wird bei gasförmigem Zustrom der in die mittlere Zone der kalten Kolonne eingeleiteteTeilstrom bis auf die minimale Konzentration abgereichert, während der in die mittlere Zone der heißen Kolonne eingeleitete Teil bis auf die maximale Endkonzentration angereichert wird. Bei gasförmigem Zustrom dient der andere, unter dem seitlichen Zustrom liegende Teil der kalten Kolonne zur Anreicherung bis auf die maximale Deuteriumkonzentration und der andere, unter dem seitlichen Zustrom liegende Teil der heißen Kolonne zur Abreicherung bis auf die minimale Konzentration.
  • Bei nüssigem Zustrom des Deuteriumträgers wird der in die kalte Kolonne geführte Teilstrom bis auf die maximale Endkonzentration angereichert. Im anderen, über dem seitlichen Zustrom liegenden Teil der kalten Kolonne wird der Deuteriumgehalt der Phasen nach oben zu bis auf die minimale Konzentration abgereichert. Bei flüssigem Zustrom wird der in die heiße Kolonne geführte Teilstrom des flüssigen Zulaufs bis auf die minimale Konzentration abgereichert.
  • In dem anderen, über dem seitlichen Zustrom liegenden Teil der heißen Kolonne werden die Phasen bis auf die maximale Endkonzentration angereichert.
  • Mit der Teilung des Zustromes werden gegenüber dem bisherigen Stand der Technik zwei Abreicherungsteile mit verschiedenen Mengenverhältnissen von Flüssigkeit zu Gas derart geschaffen, daß die zur Abreicherung notwendigen Partialdruckunterschiede vorhanden sind.
  • Es hat sich ergeben, daß die größte Abreicherung und damit die höchste Ausbeute erreicht werden kann, wenn der Zustrom mit je einer Hälfte in die kalte und die heiße Kolonne geführt wird. Die gleiche Verteilung auf die beiden Kolonnen ergibt zwar die höchste Ausbeute, erfordert aber auch die größten Kolonnenhöhen. Da aber die Stoffübergangszahlen in der heißen Kolonne besser sind als in der kalten Kolonne, kann es zur Verminderung der Kolonnenhöhen vorteilhaft sein, in der kalten Kolonne mit etwas höheren Partialdruckunterschieden für den Stoftübergang zu arbeiten als in der heißen Kolonne. Hierzu kann sowohl bei flüssigem als auch bei gasförmigem Zustrom des Deuteriumträgers der in die heiße Kolonne zu führende Teilstrom vermindert und der in die kalte Kolonne geführte Strom entsprechend vergrößert werden. Die ungleichmäßige Verteilung der beiden Ströme gibt die Möglichkeit, die Partialdruckgefälle für den Stoffiibergang so einzustellen, daß die Kolonnenhöhen möglichst klein werden, wobei allerdings auch die Ausbeute an Deuterium zurückgeht. Eine ähnliche Wirkung wird erreicht, wenn das Verhältnis der Unterteilung der Bodenzahlen durch den Seitenzustrom für beide Kolonnen verschieden gewählt wird.
  • Durch Vergrößerung der beiden Kreisströme von Gas und Flüssigkeit werden die für den Stoffübergang maßgebenden Partialdruckdifferenzen vergrößert, so daß die Kolonnenhöhen der einzelnen Teile sich entsprechend vermindern.
  • Mengen und Konzentrationen sind als Mole in der Zeiteinheit oder Molenbrüche zu verstehen.
  • Da sowohl der Gas-als auch der Flüssigkeitskreislauf durch alle Teile des Systems geführt werden, ergibt sich eine endlose, z. B. kreisartige Anordnung des ganzen Systems. Ordnet man die einzelnen Teile in einer Reihe an, so sind die beiden Enden durch je eine Leitung für Gas und Flüssigkeit zu verbinden. Es ergeben sich vier räumlich verschiedene, jedoch verfahrensmäßig identische Anordnungen, weil die Reihenfolge der Teile einschließlich der zugehörigen Zu-oder Abströme durch Verschiebung auf dem Kreis nicht geändert wird.
  • Die Konzentrationen in den beiden Verbindungen der Enden der in Reihe gesetzten Teile entsprechen in einem Falle der minimalen Abreicherungskonzentration, im zweiten Falle der maximalen Endkonzentration, in den beiden übrigen Fällen der Zustromkon- zen. tra. tion. In. der folgenden Beschreibung wird als Beispiel der erste dieser Fälle behandelt. Aber auch die anderen Fälle sollen Gegenstand der Erfindung sein.
  • Die Anlagen zur Schwerwassergewinnung werden im allgemeinen in mehreren Stufen ausgeführt, die auch nach verschiedenen Verfahren arbeiten können.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders als erste Stufe, auf welche je nach der erzielten Anreicherung 70 bis 908/der gesamten Anlagekosten entfallen. In den folgenden Stufen fallen abgereicherte Produkte an, die in die Vorstufe, z. B. in die erste Stufe, zurückgeführt werden können. Diese abgereicherten Produkte folgender Stufen werden als Rückstrom bezeichnet. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die zweite und die folgenden Stufen mit einer Abreicherung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren z. B. bis auf den Deuteriumgehalt des in die erste Stufe eingeführten Stoffes zu versehen. Dadurch werden die Partialdruckunterschiede für den Stoffübergang in der ersten Stufe vergrößert.
  • Die Erfindung wird an Hand der Abbildungen näher erläutert. In Abb. 1 sind zwei bekannte Heiß-Kalt-Systeme mit gasförmigem (a) und fliissigem Kreislauf (b) und die zugehörigen Konzentrationsdiagramme dargestellt. In diesen stellt x den Deuteriumgehalt in der flüssigen Phase und y den Gehalt in der Gasphase dar. Die Gleichgewichtslinien sind in den x-y-Diagrammen mit H fur die heiße und mit K für die kalte Temperatur gekennzeichnet. Zwischen den beiden Gleichgewichtslinien verlaufen die Betriebslinien, die die Deuteriumgehalte in der Flüssigkeit x und im Gas y in den einzelnen waagerechten Querschnitten der Kolonnen angeben. Aus diesen Diagrammen, die das Ergebnis einer umfangreichen Rechnung darstellen, sind qualitativ alle Konzentrationen, die für den Stoffübergang wirksamen Konzentrationsunterschiede und, wie weiter unten noch ausgeführt wird, die Mengenverhältnisse von Flüssigkeit und Gas zu ersehen. Die Deuteriumgehalte sind für die beiden Arbeitsweisen mit flüssigem oder gasförmigem Zustrom in folgender Weise gekennzeichnet : Zustrom .................... . XM ! YM Abgereicherter Abstrom.... xo, yo Angereicherter Endstrom....... xp, yp Rückstrom xi, YR Kreislauf....................... YC yc Die Konzentrationen xM bzw. yM entsprechen bei Anwendung des Verfahrens auf die erste Stufe einer Trennanlage in der Regel dem sogenannten natürlichen Gehalt. Die kalte Kolonne ist mit K, die heiße mit H bezeichnet. Die Pfeile in den Kolonen deuten die Richtung des Deuteriumübergangs zwischen Gas und Flüssigkeit an.
  • Abb. 2 enthält die entsprechenden Anlageschemata und Diagramme für das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Die Teile der kalten und der heißen Kolonne sind mit KI, KII und HI, HII bezeichnet. Von den vier obenerwähnten möglichen Anordnungen ist hier nur der erste Fall, die Anordnung KI-KII-HI-HII, dargestellt.
  • Abb. 2a gilt für flüssigen, Abb. 2b für gasförmigen Zustrom. In Abb. 2a bedeutet : 1 Zustrom zum mittleren Teil der kalten Kolonne, 2 Zustrom zum mittleren Teil der heißen Kolonne, 3 kalte Kolonne, 4 heiße Kolonne, 5 Gaskreislauf, 6 Flüssikgeitskreislauf, 7 Abführung der angereicherten Flüssigkeit in die nächste Stufe, 8 Zuführung des Rückstromes aus der zweiten oder folgenden Stufe, 9 Ablauf der abgereicherten Flüssigkeit, 10 Übergang des angereicherten Gases von der heißen in die kalte Kolonne. In Abb. 2b bedeutet : 11 den Zustrom zum mittleren Teil der kalten Kolonne, 12 Zustrom zum mittleren Teil der heißen Kolonne, 13 kalte Kolonne, 14 heiße Kolonne, 15 Gaskreislauf, 16 Kreislauf der flüssigen Phase, 17 Abführung der angereicherten Flüssigkeit, 18 Zuführung des Rückstromes aus der zweiten Stufe, 19 Abführung des abgereicherten Gasstromes, 20 Übergang der angereicherten Flüssigkeit von der kalten in die heiße Kolonne.
  • Der mittlere Teil der Kolonnen ist, wie bereits bemerkt, ein Bereich für den Seitenanschluß, in dem die Gesamtzahl der Kolonnenböden in einem beliebigen Verhältnis zwischen 1 : 1 und 1 : 10 unterteilt ist. In den Teilen K I und H II sind die Partialdruckunterschiede sehr klein, so daß dort erhebliche Bodenzahlen erforderlich sein können. Andererseits kann eine hohe Anreicherung in den Teilen H I und K II dort große Bodenzahlen erfordern. Als mittlerer Teil ist daher eine Stelle zu verstehen, die durch das Verhältnis der jeweils erforderlichen Bodenzahlen oder Füllkörperschichten der beiden Teile jeder Kolonne gegeben ist.
  • Die Wärmeaustauscher, Kühler und Aufheizer, die notwendig sind zur Wärmeübertragung von den hei-Ben auf die kalten Ströme, zur Restkühlung der warmen, bereits ausgetauschten Ströme und zur Erhitzung auf die Temperatur der heißen Kolonne und die Pumpen und Gebläse, die zur Förderung von Flüssigkeit und Gas durch die einzelnen Teile der Anlage benötigt werden, sind zur Vereinfachung nicht ein-, getragen.
  • In x-y-Diagrammen für die durch Abb. 2a und. 2b gekennzeichneten Systeme sind die gleichen Bezeichnungen wie in Abb. 1 verwendet. Die Deuteriumgehalte in der Flüssigkeit sind mit x, im Gas mit y bezeichnet. Die Gleichgewichtslinien für die kalte und für die heiße Kolonne sind mit X und H gekennzeichnet. Zwischen den Gleichgewichtslinien sind die Betriebsgeraden eingetragen, die die Konzentrationen x und y in den einzelnen Kolonnenquerschnitten angeben. Die einzelnen Ströme sind wie oben für die bekannten Systeme gekennzeichnet. Das wesentliche Merkmal der Erfindung kommt darin zum Ausdruck, daß die Betriebslinien derart geknickt sind, daß sie zwischen den Gleichgewichtslinien in einem Punkt mit den Zusammensetzungen der minimal abgereicherten n Ströme sich treffen. Diese Knickung der Gleichgewichtslinien wird durch die Teilung des eingehenden Stromes etwa im Verhältnis 1 : 1 erzeugt.
  • Der Anstieg einer Betriebsgeraden ist bekanntlich in einem x-y-System durch das Verhältnis Flüssigkeitsmenge zu Gasmenge gegeben. Der größte Anstieg der Betriebsgeraden ist bei dem Kolonnenstück H II vorhanden. Im Fall des Zustromes der Flüssigkeit (Abb. 2 a) ist im Stück HII die Flüssigkeitsmenge im Verhältnis zur konstanten Gasmenge am größten. Im Fall eines Gaszustromes (Abb. 2b) ist im Stück H II die Gasmenge am geringsten im Verhältnis zur konstanten Flüssigkeitsmenge.
  • Den kleinsten Anstieg zeigt die Betriebsgerade für das Kolonnenstück K I. Im Fall des Zustromes der Flüssigkeit (Abb. 2a) ist für KI die Flüssigkeitsmenge sehr klein im Verhältnis zur konstanten Gasmenge. Im Fall des Gaszustromes (Abb. 2b) ist für KI die Gasmenge sehr groß im Verhältnis zur konstanten Flüssigkeitsmenge.
  • Die gleichen Verhältnisse gelten auch für den Austausch zwischen zwei flüssigen Phasen mit einem genügenden Unterschied der spezifischen Gewichte.
  • Das erfindungsgemäße Zweitemperatur-Austauschverfahren ist auch für die Anreicherung anderer Isotopen anwendbar, auch dann, wenn die Gleichgewichte bei großen Unterschieden der Betriebstemperaturen der Kolonnen ungünstig sind und die Temperaturabhängigkeit der Gleichgewichtskonstanten klein ist.
  • In diesem Fall gibt das bekannte Zweitemperatur-Verfahren nur geringe Ausbeuten, während das erfindungsgemäße Verfahren eine beliebige Erhöhung mit praktisch möglichen Mitteln zuläßt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Trennung von Isotopen durch Gegenstromaustausch der Isotopen zwischen einem Isotopenträger und einem isotopenhaltigen Kreislaufstoff in einem System zweier Gegenstromkolonnen bei verschiedenen Temperaturen, wobei auch der Isotopenträger im Kreislauf durch alle Teile des Gegenstromsystems geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zugefiihrte Isotopenträger in zwei Teilströme verzweigt und je ein Teilstrom der mittleren Zone einer jeden Kolonne zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zustrom des Isotopenträgers auf die beiden Kolonnen in einem Verhältnis 1 : 1 bis 1 : 4 aufgeteilt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Isotopenträger den Kolonnen in jeweils verschiedener Höhe zugeführt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 1003 698, 1 032 233, 1038542.
DEM40747A 1959-03-07 1959-03-07 Verfahren zum Trennen von Isotopen durch Gegenstromaustausch bei dem Zweitemperatur-Austauschsystem Pending DE1097412B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003698B (de) * 1956-04-30 1957-03-07 Dr Erwin Willy Albert Becker Verfahren zur Gewinnung von mit Deuterium angereicherten Wasser oder Wasserstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1032233B (de) * 1956-04-30 1958-06-19 Dr Erwin Becker Verfahren zur Gewinnung von mit Deuterium angereichertem Wasserstoff
DE1038542B (de) * 1956-04-30 1958-09-11 Dr Erwin Willy Albert Becker Verfahren zur Gewinnung von mit Deuterium angereichertem Wasser

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