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DE1097089B - Fuer die Verwendung im Praezisionsgiessverfahren als Modellmaterial geeignetes Wachs - Google Patents

Fuer die Verwendung im Praezisionsgiessverfahren als Modellmaterial geeignetes Wachs

Info

Publication number
DE1097089B
DE1097089B DEF23547A DEF0023547A DE1097089B DE 1097089 B DE1097089 B DE 1097089B DE F23547 A DEF23547 A DE F23547A DE F0023547 A DEF0023547 A DE F0023547A DE 1097089 B DE1097089 B DE 1097089B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wax
soluble
additive
model
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23547A
Other languages
English (en)
Inventor
James Brisbane Cameron
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fairey Aviation Co Ltd
Original Assignee
Fairey Aviation Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB22596/56A external-priority patent/GB862152A/en
Application filed by Fairey Aviation Co Ltd filed Critical Fairey Aviation Co Ltd
Publication of DE1097089B publication Critical patent/DE1097089B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/02Sand moulds or like moulds for shaped castings
    • B22C9/04Use of lost patterns
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/02Lost patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

  • Für die Verwendung im Präzisionsgießverfahren als Modellmaterial geeignetes Wachs Die Erfindung bezieht sich auf ein für die Verwendung im Präzisionsgießverfahren als Modellmaterial geeignetes, in einer Flüssigkeit lösliches Wachs, das sehr rasch in Lösung gebracht werden kann. Es enthält erfindungsgemäß ein Zusatzmittel, das bei Berührung mit der Flüssigkeit unter Gasentwicklung reagiert.
  • Bekannt ist ein Verfahren zum Herstellen hohler Gußstücke, bei dem wasserlösliche Wachse und bestimmte Zusätze verwendet werden, die aber im Gegensatz zu der vorliegenden Erfindung bei Berührung mit Wasser kein Gas entwickeln. Auch Karbamidkerne, die sich schnell in Wasser auflösen, sind zur Herstellung von Hohlkörpern schon beschrieben worden. Sie sind aber weder hinsichtlich ihrer Eigenschaften noch ihrer chemischen Konstitution mit den hier zu verwendenden Wachsen vergleichbar.
  • Die Erfindung läßt sich bei der Herstellung von Wachsmodellen für Präzisionsgießverfahren mit verlorenem Wachs anwenden. Für hohle Gußstücke wird ein Wachsmodell hergestellt, indem man zuerst ein Modell des inneren Hohlraums dieses Gußstücks aus löslichem Wachs anfertigt, dieses Modell dann in eine Form bringt, deren Höhlung der äußeren Gestalt des Gegenstandes entspricht, worauf man den frei bleibenden Raum in dieser Form rund um den Kern aus löslichem Wachs mit unlöslichem Wachs ausgießt. Unter »unlöslichem Wachs« wird im folgenden Wachs verstanden, das sich im Gegensatz zum löslichen Wachs nicht in den für die vorliegende Erfindung in Frage kommenden Lösungsmitteln, insbesondere in Wasser, löst. Wenn nach Erstarren des unlöslichen Wachses die Form geöffnet wird, kann das lösliche Wachsmodell herausgelöst werden, und es bleibt ein Modell des hohlen Gegenstandes aus unlöslichem Wachs zurück. Das Herauslösen des löslichen Wachses war jedoch erfahrungsgemäß schwierig; es erforderte manchmal tagelanges Aufweichen in Wasser. In manchen Fällen blieb sogar nach einem solch ausgedehnten Aufweichungsprozeß immer noch etwas von dem löslichen Wachs im Modell aus dem unlöslichen Wachs zurück.
  • Durch Verwendung eines oder mehrerer Zusatzmittel, die bei Berührung mit dieser Flüssigkeit ein Gas entwickeln, wird der Lösungsvorgang des Wachses unterstützt.
  • Für ein in Wasser lösliches Wachs kann das Zusatzmittel ein Gemisch aus einem gepulverten Alkalicarbonat oder -bicarbonat, z. B. gepulvertes Natriumbicarbonat und einer gepulverten Säure, z. B. Wein-, Citronen- oder Oxalsäure, sein. Wenn das Wachs mit diesen Zusätzen mit Wasser in Berührung gebracht wird, so werden die Zusätze wirksam und reagieren miteinander unter Abgabe von Kohlendioxydgas. So können z. B. 8 Gewichtsteile eines wasserlöslichen Polyäthylenglykolwachses 1 Teil Natriumcarbonat und 1 Teil Weinsäure enthalten.
  • Andererseits kann ein in saurer Flüssigkeit lösliches Wachs verwendet werden, dessen Zusatzstoff nur ein Alkalicarbonat oder -bicarbonat, ohne sauren Bestandteil, enthält. Der Zusatz reagiert dann direkt mit der sauren Flüssigkeit, wenn das Wachs mit ihr zusammengebracht wird, unter Bildung von Kohlendioxyd. Die saure Flüssigkeit kann eine Lösung jeder der obengenannten Säuren sein. Es können jedoch auch Lösungen von Mineralsäuren, wie Salz-, Schwefel oder Salpetersäure, sowie Essigsäure verwendet werden.
  • Es kann auch umgekehrt verfahren werden, nämlich in der Weise, daß man einen sauren Zusatz dem Wachs einverleibt und für die darauffolgende Auflösung des Wachses eine Lösung eines Alkalicarbonats oder -bicarbonats verwendet. Diese Methode hat sich jedoch in einigen Fällen als nicht so zufriedenstellend gezeigt.
  • Für ein in einer sauren Flüssigkeit lösliches Wachs kann als Zusatzmittel auch Natriumperoxydpulver verwendet werden.
  • Wenn die saure Flüssigkeit eine Lösung einer Säure ist, die ein lösliches Metallsalz bildet, kann das Zusatzmittel dieses Metall in Pulverform enthalten. Für ein in Salzsäure lösliches Wachs können z. B. Zinkpulver oder Calcium als Metall verwendet werden,' die beim Zusammenbringen des Wachses mit der Flüssigkeit Wasserstoff entwickeln.
  • Der Erfindungsgedanke ist am Herstellungsbeispiel eines Hohlkörpers näher erläutert. Der fertige Hohlkörper ist aus Fig. 6 zu ersehen.
  • Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des fertiggestellten Wachsmodells eines Hohlgegenstandes; Fig. 2 ist eine perspektivischeAnsicht eines Modells des inneren Hohlraums des in Fig. 1 gezeigten Modells; Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer leeren Hälfte einer Gipsform, wie sie für den Guß eines hohlen Wachsmodells verwendet wird; Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die geschlossene Form von Fig. 3 mit dem Kern aus löslichen Wachs, im Zustand vor dem Gießen; Fig. 5. ist ein Längsschnitt des Modells aus unlöslichem Wachs, das aus der Form von Fig. 4 nach dem Guß entfernt wurde, welches aber noch den Kern aus löslichem Wachs enthält; Fig. 6 ist ein Längsschnitt des fertigen Modells von Fig. 5 nach Entfernung des löslichen Kerns.
  • In dieser Ausführungsform wird die Erfindung angewandt, um ein Modell 10 aus unlöslichem Wachs eines hohlen Gegenstandes zu gießen, der, wie in Fig. 6 gezeigt, aus einen Block 11 besteht, der einen zylindrischen Hohlraum 12 in seinem Inneren enthält, der mit den beiden Endflächen 13 des Blocks 11 durch Kanäle 14, von kleinerem Durchmesser als dem des Zylinders 12, in Verbindung steht.
  • Die erste Stufe in dem Herstellungsverfahren für den Hohlkörper 10 besteht darin, ein hölzernes Modell 12A, wie in Fig.2 dargestellt, anzufertigen, das der gewünschten Innenform des fertigen Hohlkörpers 10 entspricht. Das Holzmodell besteht aus einem Zylinder mit zwei zylindrischen Achsen 14A, die mit ihren Enden an den den Öffnungen 14 entsprechenden Stellen herausragen. Die Achsen 14A haben im wesentlichen den gleichen Durchmesser wie die Öffnung 14. Es wird dann ein zweites Holzmodell 11 A von der Gestalt, wie es in Fig.1 gezeigt ist, hergestellt, das der äußeren Gestalt des fertigen Wachsmodells entspricht, aber noch mit Achsen 14B, deren Durchmesser im wesentlichen dem der Achsen 14_g gleich ist, versehen wird. Diese Achsen ragen mit ihren beiden Enden über die Fläche 13 B heraus.
  • Eine Gipsform 16 mit zwei Hälften 17 und 18, von denen eine in Fig.3 gezeigt ist, wird dann von dem zweiten Holz-Modell 11 A hergestellt.
  • Außerdem wird von dem ersten Holzmodell 12A eine zweite Gipsform angefertigt. Von dieser Form wird dann aus löslichem Wachs ein ähnliches Modell 12 C gegossen, 'dessen Gestalt wiederum der in Fig. 2 gezeigten entspricht. Das wasserlösliche Wachs besteht zu 80 Gewichtsprozent aus Polyäthylenglykolwachs, dem unter Feuchtigkeitsausschluß 10 Gewichtsprozent Natriumbicarbonatund 10 Gewichtsprozent Weinsäure zugefügt sind.
  • Das Modell 12 C aus löslichem Wachs wird dann in die Gipsform 16 eingesetzt, wie in Fig. 4 gezeigt. Mit den zwei aus dem Wachsmodell 12 C herausragenden Achsen 14C wird es in die entsprechenden Hülsen 20, welche in den zwei Hälften 17 und 18 der Gipsform vorhanden sind, eingepaßt. Ein übliches wasserunlösliches Wachs wird dann in die Gießform 16 eingegossen, wodurch der Zwischenraum 21 in der Form, der .den -Kern aus löslichem Wachs 12 C umgibt, ausgefüllt wird. Man läßt nun das unlösliche Wachs in der Torm erstarren, worauf man dann den so gebildeten Formling 22, wie in Fig.5 gezeigt, aus der Form 16 entfernt. Er besteht aus dem wasserunlöslichen äußeren Wachsguß, der das gewünschte Modell 10 darstellt, in dem sich noch der lösliche Kern 12 C befindet.
  • Der Formling 22 wird dann in kaltes Wasser getaucht. Dabei beginnt sich das lösliche Wachs in dem Wasser aufzulösen; das Natriumbicarbonat reagiert mit der Weinsäure unter Bildung von Kohlendioxyd nach folgender Gleichung:
    2 NaHC03+HOOC - (CH 0H)2 - CO OH-->
    -3Na00C - (C HO H)2 - COOH+2H20+2C02.
    Die Kohlensäureentwicklung unterstützt ganz erheblich das Herauslösen des löslichen Wachses aus dem aus unlöslichen Wachs bestehenden Modell 10. Mit Hilfe des Modells 10 aus unlöslichem Wachs wird dann in der üblichen Weise der Hohlkörper 10 hergestellt.
  • Bei Verwendung von Natriumcarbonat an Stelle des Natriumbicarbonats verläuft die Reaktion gemäß folgender Gleichung:
    Na2C03+HOOC - (CHOH)2 - COOH->
    #>CO, +H20+Na00C- (CHOH)2-COONa.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Für die Verwendung im Präzisionsgießverfahren als Modellmaterial geeignetes, in einer Flüssigkeit lösliches Wachs, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Zusatzmittel enthält, das bei Berührung mit der Flüssigkeit unter Gasentwicklung reagiert.
  2. 2. Wachs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem wasserlöslichen Wachs besteht und- als Zusatzmittel ein pulverisiertes Gemisch aus Alkalicarbonat oder -bicarbonat und einer festen, insbesondere organischen Säure enthält.
  3. 3. Wachs nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einen wasserlöslichen Polväthylenglykolwachs besteht, das auf 8 Gewichtsteile Wachs 1 Gewichtsteil eines Gemisches aus Natriumbicarbonat und Weinsäure enthält.
  4. 4. Wachs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem in einer sauren Flüssigkeiit löslichen Wachs besteht und als Zusatz ein Alkalicarbonat oder -bicarbonat oder gepulvertes Natriumperoxyd enthält.
  5. 5. Wachs nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als Zusatz ein Metallpulver, insbesondere Zink- oder Calciumpulver, enthält, das mit der sauren Flüssigkeit ein lösliches Salz bildet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 829939; »Gießerei«, 1955, S. 110.
DEF23547A 1956-07-20 1957-07-20 Fuer die Verwendung im Praezisionsgiessverfahren als Modellmaterial geeignetes Wachs Pending DE1097089B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB22596/56A GB862152A (en) 1957-04-04 1956-07-20 Improvements relating to wax and wax articles

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1097089B true DE1097089B (de) 1961-01-12

Family

ID=10182005

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF23547A Pending DE1097089B (de) 1956-07-20 1957-07-20 Fuer die Verwendung im Praezisionsgiessverfahren als Modellmaterial geeignetes Wachs

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CH (1) CH364588A (de)
DE (1) DE1097089B (de)

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DE1191519B (de) * 1960-03-18 1965-04-22 Sumitomo Metal Ind Modellmaterial fuer das Praezisionsgiessverfahren
DE1253870B (de) * 1962-05-29 1967-11-09 Philips Nv Masse zum Herstellen von wasserloeslichen Kernen fuer Wachsmodelle fuer das Praezisionsgiessverfahren
FR2988022A1 (fr) * 2012-03-16 2013-09-20 Snecma Procede de fabrication d'un secteur de stator a aubes creuses pour turbine a gaz.

Families Citing this family (1)

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GB9203585D0 (en) * 1992-02-20 1992-04-08 Rolls Royce Plc An assembly for making a pattern of a hollow component

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DE829939C (de) * 1943-07-08 1952-01-31 Nicolas Herzmark Verfahren zum Herstellen hohler Gussstuecke

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CH364588A (fr) 1962-09-30

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