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Anordnung zur Speicherung und Umsetzung von Kennzeichen in Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechanlagen Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einer Anordnung
zur Speicherung und Umsetzung von Kennzeichen, insbesondere von Nummernstromstoßreihen,
in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen.
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Speicheranordnungen sind bereits bekannt. Diese bebekannten Speicher
benötigen jedoch für dieUmsetzung nochmals eigene Schaltmittel. Ein solcher Speicher
hat beispielsweise Kontaktfedersätze als Speicherelemente. Die eine Feder dieser
Kontaktfedersätze bildet einen Bankkontakt und kommt nach Aufnahme einer Stromstoßreihe
in Kontaktberührung mit einer zweiten Feder, wobei ein Schaltmittel, durch die Stromstoßreihe
veranlaßt, diese Kontaktberührung verursacht. Die Kontakte halten sich dann selbst
in dieser Lage (deutsches Patent Nr. 852 099).
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Weiterhin ist ein Stromstoßspeicher- und Wiederholer bekannt, der
mit mechanisch verstellbaren Speicherelementen ausgerüstet ist. Das Auftreten eines
Abgreiferarmes auf ein in der Kennzeichnungsstellung befindliches Speicherelement
ist das Kennzeichen da= für, daß eine der gespeicherten Stromstoßreihen entsprechende
Stromstoßreihe wiederholt worden ist.
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Alle diese bekannten Speicher sind nicht universell verwendbar. Eine
nochmalige Umsetzung der eingespeicherten Kennzeichen erfordert Zeit und Aufwand.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde ein Speicher geschaffen, bei
dem eine Umsetzung von Kennzeichen, insbesondere Nummernstromstoßreihen, auf wirtschaftliche
Weise gelöst ist, ohne daß hierbei noch zusätzliche aufwendige Schaltmittel benötigt
werden. Dies wird dadurch erreicht, daß ein nicht drehbarer Kranz federnder Lamellen
konzentrisch angeordnet ist, von denen jede einem bestimmten Wert der zu speichernden
und umzusetzenden Kennzeichen, insbesondere Nummernstromstoßreihen, zugeordnet ist
und in der Markierstellung einen Kontakt betätigt. An diesen ist das dem Wert des
umzusetzenden Kennzeichens bzw. Nummer entsprechende elektrische Kennzeichen anderer
Art angeschlossen. Außerdem ist konzentrisch dazu eine feststehende Schiene bzw.
ein Ring und ein Markierglied vorgesehen, das durch die zu speichernden und umzusetzenden
Kennzeichen gesteuert wird und das die dem jeweiligen Wert des Kennzeichens entsprechende
Lamelle in die Markierstellung bringt, in der sie durch die Schiene bzw. den Ring
festgehalten wird.
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Das Markierglied kann dabei so ausgebildet sein, daß es die Lamellen
auf magnetischer Basis in die Markierstellung bringt.
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Die Erfindung und weitere Merkmale derselben sind ausführlich in der
nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert.
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Ein Speicher gemäß der Erfindung ist prinzipiell in der Fig. 1 dargestellt.
Die Nummernstromstöße werden so auf das Markierglied gegeben, daß es mit jedem Impuls
eine Weiterdrehung um einen bestimmten Winkel macht. Das Markierglied besteht aus
einer Achse 1, an der ein Markierarm 2 befestigt ist. Mit diesem Markierarm 2 werden
dann die den eingestellten Kennzeichen zugeordneten Lamellen betätigt. Der Markierarm
kann nur in vertikaler Richtung betätigt werden. An dem einen Ende wird er mit zwei
Zapfen in dem Lager 3 gehalten. Der -Markier= kann entweder durch einen Magnet,
wie solche beispielsweise bei Drehwählern als Andrückmagnet verwendet werden, oder
durch die Schwerkraft betätigt werden. Im letzteren Fall wird er durch die Fliehkraft
bei der Drehung von den Lamellen abgehoben. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist
dieser Fall dargestellt. Die Bewegung des Markierarmes nach unten wird durch den
Haltebügel 4 begrenzt. Die Feder 5 bewirkt einen elastischen Stoß. Der Antrieb der
Achse 1 erfolgt entweder individuell, beispielsweise mit einem Motor, oder zentral
unter Zwischenschaltung einer mechanischen oder magnetischen Kupplung. Die Lamellen
sind in der Figur mit 6 bezeichnet, der Ring mit 7 und die Kontaktfedersätze mit
B. Der Ring ist aus elektrisch nicht leitendem Material. An der Berührungsfläche
zwischen Federn und Lamellen ist eine Isolationsschicht (nicht eingezeichnet). Die
Lamellen 6 und der Lamellenträger 8 sind aus einem Stück. Der Lamellenträger lagert
auf zwei Winkeln 9. Durch die Einschnitte 10 und 11 ist eine Verschiebung des Lamellenträgers
möglich.
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Bei der Betätigung des Markierarmes 2 wird die jeweilige Lamelle auf
die andere Seite des Ringes 7
gedrückt. Die Lamellen sind aus biegsamem
Material. Dabei wird gleichzeitig eine Betätigung einer Kontaktfeder 8 vorgenommen.
An die den Lamellen zugeordneten Kontaktfedern sind elektrische Kennzeichen angeschlossen,
mit denen dann die gespeicherten Kennzeichen markiert sind, Die Auslösung aller
markierten Kennzeichen erfolgt durch eine Verschiebebewegung des Ringes 7 nach außen
oder des Lamellenträgers 8 nach innen .bzw. entgegengesetzt. Im Ausführungsbeispiel
.,wird der Lamellenträger 8 bei der Auslösung in Pfeilrichtung verschoben. Diese
Verschiebung erfolgt in @Fig. 1 beispielsweise mit Hilfe einer im Lamellenträger
angeordneten Nut 12. In dieser läuft der an der Achse 1 befestigte Winkel 13. In
der Draufsicht ist dieser Winkel eingezeichnet, und zwar um 90° voreilend versetzt.
Die Führung bei der Verschiebung wird durch ein zylinderförmiges Verbindungsstück
14 mit zwei großen flachen Köpfen 15 und 16 zustande gebracht.
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Der Markierarm 2 wird bei der Drehung der Achse von der jeweiligen
Lamelle abgehoben, fällt bei der Stillsetzung wieder auf die durch diese Stellung
bestimmte Lamelle zurück und biegt sie so weit durch, daß sie unter den Leitring
gelangt.
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Bei der Auslösung durch Verschieben des Lamellenträgers können die
Lamellen ohne besondere Maßnahmen nicht auf dem ganzen Halbkreis angeordnet ,,verden.
Liegt beispielsweise die Lamelle in der Verschieberichtung, so wirkt sich die Länge
der Verschiebung ganz bei der Auslösung aus. Nimmt jedoch die jeweilige Lamelle
zur Verschieberichtung einen bestimmten Winkel ein, so: ist der horizontale, also
,wirksame Verschiebeweg wesentlich kleiner. Rechts vom Leitring 7 ist eine Lamelle
in Arbeitsstellung und in Verschiebestellung dargestellt. In dieser Skizze ist der
Verschiebeweg mit e, die Normal- bzw. Speicherstellung oder Arbeitsstellung mit
Zn und die Auslösestellung mit La bezeichnet.
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Die Einspeicherung der Kennzeichen kann auch manuell vorgenommen werden,
beispielsweise mit Hilfe von Tasten. In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel für den
prinzipiellen Aufbau eines solchen Speichers dargestellt. Jeder Taste ist dabei
ein Kennzeichen zugeordnet. Jeder Taste ist eine Markierfeder zugeteilt. Jeder Stelle
einer K .ennzeichengruppe bzw. Dekade einer Kennzahl ist ein Segment I, II... zugeordnet.
Jedes Segment weist Markierfedern für alle Kennzeichen auf. Die prinzipielle Wirkungsweise
dieser Anordnung ist dann folgende: Es soll Beispielsweise eine Kennzahl 357 nach
dem dekadischen System eingespeichert werden. Die Taste 3 wird gedrückt, dabei wird
die Markierfeder, die der Taste 3 zugeordnet ist, betätigt. Die Achse 20 erhält
nun eine Drehung, die dem Winkel eines Segmentes entspricht. Bei der Markierung
der Feder wird diese hinter einen Ring, entsprechend dem Ring 7 in Fig. 1, gedrückt,
so daß die Markierung auch nach dem Loslassen der Taste aufrechterhalten bleibt.
Nun wird die Taste 5 gedrückt, .die Achse 20 erhält wieder eine Drehung, die dem
Winkel eines Segmentes entspricht. Auf dieselbe Art wird die Ziffer 7 eingespeichert.
Die Markierfedern sind auf einer Scheibe21 angebracht, die fest mit der Achse 20
verbunden ist. Die Tasten sind mit 1, 2 ... 10 bezeichnet. Ein feststehendes
Segment 22 dient für die automatische Weiterschaltung nach der Markierung. Die Scheibe
ist für acht Segmente I, II ... ausgebildet. Der Ring 23 ist außen an der
Scheibe angeordnet. Einzelheiten der Anordnung der Fig. 2 und ein Schaltungsbeispiel
sind nachfolgend an Hand von weiteren Figuren beschrieben. In der Fig. 3 ist eine
Markieranordnung für eine Taste dargestellt. Beim Drücken beispielsweise der Taste
24 wird die Markierfeder 25 auf die andere Seite des Ringes 23 geschoben. Dabei
wird die Markierfeder 26 und die Weiterschaltefeder 27 geschlossen. An einer Feder
des Federsatzes 26 liegt das der Ziffer, die dem Federsatz zugeordnet ist, entsprechende
elektrische Kennzeichen, beispielsweise ein zeitlich versetzter Impuls. Wenn die
Weiterschaltung erst nach Rückkehr der Taste in die Ausgangslage erfolgen soll,
wird zugleich noch ein Tastenkontakt betätigt, und zwar ein Ruhekontakt, der in
der Figur nicht eingezeichnet ist. Dieser hat die Aufgabe, im Zusammenwirken mit
dem Kontakt 27 erst nach Rückkehr der Taste in die Ausgangsstellung die Segmentweiterschaltung
in die Wege zu leiten.
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In der Fig. 4 ist eine schaltungstechnische Anordnung einer solchen
Weiterschaltung dargestellt. Mit 28, 29 ... sind die Tastenkontakte bezeichnet,
die in Reihe geschaltet sind. Hintereinander zu diesen Tastenkontakten liegen die
Weiterschaltekontakte 27, die parallel zueinander geschaltet sind. Das Anlaßrelais
An kann nur ansprechen, wenn eine Markierung vorgenommen wurde, und die jeweilige
Taste wieder in die Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Das An-Relais hält sich
dann weiter über seinen eigenen Kontakt an und über den Segmentsarbeitskontakt s.
Dieser wird beim Verlassen der jeweiligen Segmentsstellung geschlossen und öffnet
dann wieder, sobald die nächste Segmentsstellung wieder erreicht wurde. Die beiden
Federn des Weiterschaltefedersatzes 27 werden durch die jeweilige Markierfeder in
Verbindung mit dem feststehenden Segment 22 betätigt. Diese Arbeitsstellung ist
in der Fig. 5 dargestellt. Sobald nun das jeweilige bewegliche Segment, beispielsweise
I, beim Weiterschalten den Bereich des feststehenden Segmentes verläßt, geht die
eine Feder des Federsatzes 27, wie in Fig. 6 gezeigt, wieder in die Ausgangsstellung.
Dadurch wird der Anlaßkreis für das An-Relais, wie in Fig. 4 gezeigt, geöffnet.
Das An-Relais hält sich jedoch noch bis der Segmentsarbeitskontakt s wieder öffnet.
Die Anlassung des Antriebes kann gegebenenfalls auch direkt ohne Zwischenschaltung
des Anlaßrelais An erfolgen.
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Damit die Abmessungen der Segmente klein gehalten werden können, ist
es zweckmäßig, die Tasten zweireihig anzuordnen. In Fig. 7 ist eine solche Anordnung
dargestellt. Die äußeren Tasten 24 T2, T4 ...
sind dann mit Winkeln versehen
(nicht eingezeichnet), damit ein Übergreifen zu den Markierfedern gewährleistet
ist.
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In Fig. 8 ist eine konstruktive Anordnung prinzipiell dargestellt,
bei der die Betätigung der Lamellen mit Hilfe magnetischer Kräfte erfolgt. Um die
Achse 1 ist eine nicht bewegliche Spule 30 angebracht. Außerdem ist an dieser ein
Markierarm 2, entsprechend der Fig. 1, der jedoch keine Beschwerung aufweist. Dieser
Markierarm hat außer der Markierung der jeweiligen Lamelle die Aufgabe, die Beendigung
des Drehvorganges anzuzeigen und die Spule 30 durch Berührung mit dem Kontaktring
31 einzuschalten. Während der Drehung wird der Markierarm durch die Fliehkraft abgehoben.
Diese Art der Schließung von Stromkreisen kann beispielsweise auch zur Durchschaltung
von Sprechadern bei Wählern Verwendung finden. Der Markierarm ist isoliert an der
Achse 1 befestigt. Die Zuführung des Erdpotentials erfolgt mit Hilfe einer Nockenscheibe,
die nicht eingezeichnet ist. Beim Stillsetzen der Achsel wird folgender Stromkreis
über die Spule 30 geschlossen: Erde,
Markierarm 2, Kontaktring 31,
Spule 30, Feder 32, Feder 33, Minus. In der Spule wird ein magnetisches Feld erzeugt.
Der magnetische Fluß geht über: die Achse 1, Markierarm 2, Lamelle 6 - diese ist
im vorliegenden Beispiel aus magnetischem Material -, Ring 34. Die Lamelle 6 wird
dadurch an den Markierarm gezogen und gelangt dadurch auf die Markierseite des Speicherringes
23. Mit dem Pimpel an der Hilfsfeder 35 wird nun die Feder 32 abgehoben, so daß
der Stromkreis über die Spule 30 unterbrochen wird. Das magnetische Feld bricht
ebenfalls zusammen. Die Lamelle6 wird jedoch durch den Ring23 in der Arbeitsstellung
gehalten. Die Markierung der übrigen Lamellen erfolgt auf dieselbe Art. Die Federn
32, 33, 35 sind seitlich am Markierarm 2 angeordnet und sind durch den Federhalter
36 fest mit der Achsel verbunden. Die Hilfsfeder 35 ist vorne breiter, so daß durch
die jeweilige Lamelle eine Betätigung möglich ist.
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In Fig. 9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel prinzipiell dargestellt,
bei dem die Betätigung der Speichereinrichtung auf magnetischer Basis erfolgt. An
der Achsel ist eine Spule 30 angeordnet, mit der nach Stillsetzung der Achse
das magnetische Feld erzeugt wird. Der jeweilige magnetische Kreis wird durch die
Achsel, den Markierarm 2, den Winkel 40 und den Ring 34 gebildet. Der Winkel 40
ist an 41 drehbar gelagert. Bei der Einschaltung der Spule nach der Stillsetzung
der Achsel, wird der Winkel 40, der individuell für jedes Kennzeichen vorgesehen
ist, an den Ring 34 gezogen. Jedem Winkel ist ein Sperrstift 42 zugeordnet, der
beim Anzug des Winkels nach unten fällt und ein Zurückgehen des Winkels nach Ausschaltung
der Spule in die Ausgangsstellung verhindert. Mit dem anderen Arm des Winkels wird
die Feder 43 betätigt. An der Feder 44 ist das elektrische Kennzeichen angeschaltet.
An der Feder 43 kann nun das Kennzeichen abgegriffen werden. Die Auslösung erfolgt
mit Hilfe eines Elektromagneten, dessen einer Pol 45 über den Stiften 42 angeordnet
ist, in Zusammenwirken mit der Hilfsschiene 46. Diese wird zuerst nach unten entsprechend
dem eingezeichneten Pfeil gedrückt. Die Hilfsschiene 46 ist an beiden Enden drehbar
gelagert und entsprechend dem Ring 7 in Fig. 1 kreisförmig ausgeführt. Dieser Schiene
46 ist die Aufgabe zugeordnet, die Verklemmung der Stifte 42 während des Anzuges
des Elektromagneten 45 zu beseitigen. Nach Einschaltung des Elektromagneten, also
Anzug der Stifte 42, wird die Schiene 46 wieder in die Ausgangsstellung gebracht.
Der Winkel 40 kann nun ebenfalls wieder in die Ausgangsstellung zurückgehen. Die
Speichervorrichtung ist nun wieder belegungsfähig.
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An Hand einiger Schaltungsbeispiele soll nun diesbezüglich die Erfindung
näher erläutert werden. In Fig. 10 ist eine Schaltungsanordnung für die Konstruktion
der Fig. 1 dargestellt. Die Einspeicherung erfolgt auf numerischer Basis. Es soll
beispielsweise die Ziffer 5, 1. Stelle eingespeichert werden. Die Achse wird dann
um fünf Schritte gedreht, der Markierarm markiert die der Ziffer 5 zugeordnete Lamelle
und läuft dann zur nächsten Ausgangsstellung. Eine Ausgangsstellung ist nach jedem
zehnten Schritt angeordnet. Alle Markierfedern einer Dekade, in Fig. 1 sind diese
mit 8 bezeichnet, werden zusammengefaßt und an einen Ausgang eines Abgreifwählers
geführt. Die Ausgänge des Abgreifwählers sind mit St1, St2... bezeichnet. In Fig.
10 sind die Ziffernwerte durch zeitlich versetzte Impulse EP 1 ... markiert.
Im vorliegenden Fall ist dann der zeitlich versetzte Impuls EP5 an St 1 angeschaltet.
Soll die Weitergabe der Kennzeichen durch die Zahl der Impulse erfolgen, werden
mit dem Beginn- oder nach dem Synchronisierimpulse die Kennzeichenimpulse weitergegeben,
und zwar so lange, bis ein zeitlich versetzter Impuls auftritt. Nach einer vorbestimmten
Zwischenzeit wird dann auf die nächste Stelle weitergeschaltet. In Fig. 10 sind
mit 1 bis 10 die jeweiligen zu einer Dekade zusammengefaßten Federn, in Fig. 1 mit
8 bezeichnet, beschriftet.
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Eine schaltungstechnische Ausführung eines Speichers nach den Fig.
2 bis 7 ist in Fig. 11 dargestellt. Jeder Ziffer 1 bis 10, entsprechend den Tasten
24, T 1 bis T10, ist ein zeitlich versetzter Impuls zugeordnet. Diese Impulse werden
dem Speicher über Nockenscheiben 50 zugeführt. Alle Federnkontakte, in Fig. 3 mit
26 bezeichnet, die die gleichen Ziffern markieren, sind parallel auf der Kennzeichenzuführungsseite
Z geschaltet. Auf der Kennzeichenabnahmeseite A sind alle Kontaktfedern derselben
Stelle parallel geschaltet und an einen Stellenmarkiernocken 51 geführt. Über die
Nockenkontakte 52 gelangen dann die Kennzeichen der jeweiligen Stelle an den Ausgang
eines Abgreifwählers. Diese Ausgänge sind mit 1St, 2St... bezeichnet. Als Abgreifwähler
kann beispielsweise ein Zählmagnet dienen. Die Kennzeichen der einzelnen Ziffern
können dann direkt auf das einzustellende Wählsystem gegeben werden.
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Die elektrische Markierung kann auch durch verschieden große Widerstände
erfolgen. Die Auswertung geschieht dann in der Weise, daß bei jeder Stelle stufenweise
Widerstände, angefangen bei einem großen Widerstand, zum jeweiligen Markierwiderstandhintereinandergeschaltet
werden. Dies muß so lange erfolgen, bis ein vorbestimmter Strom zustande kommt.
Beim Erreichen dieses Stromes wird ein Schaltmittel gesteuert, das die Stillsetzung
des die Vergleichswiderstände anschaltenden Schaltmittels bewerkstelligt. Die Anschaltung
der Vergleichswiderstände kann auch durch zentral angeordnete Kontakte erfolgen,
die zeitlich versetzt angeschaltet werden. Sind diese für mehrere Speicher vorgesehen,
so sind noch Entkopplungsgleichrichter in den Zuführungskreisen erforderlich. In
Fig. 12 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, bei der die Vergleichswiderstände
Wi1, Wi2... über zeitlich versetzt schließende Kontaktekl, k2... angeschaltet werden.
Der Stellenanschaltewähler ist mit ZM 1 bezeichnet, die Ausgänge mit 1 st
... 8 St.
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Es sei noch darauf hingewiesen, daß bei diesen Speichern beispielsweise
auch Schwingkreise bestimmter Resonanzfrequenz oder Wechselströme verschiedener
Frequenz verwendet werden können. Die Auswerteglieder solcher elektrischer Kennzeichen
sind hinreichend bekannt und es wird daher nicht näher darauf eingegangen.