DE1096859B - Walzenbuerste - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A46—BRUSHWARE
- A46B—BRUSHES
- A46B13/00—Brushes with driven brush bodies or carriers
- A46B13/001—Cylindrical or annular brush bodies
- A46B13/003—Cylindrical or annular brush bodies made up of a series of annular brush rings; Annular brush rings therefor
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walzenbürste mit am Umfang wellenförmig angeordnetem Borstenbeschlag,
insbesondere auf eine zylindrische Rotationsbürste aus einer Anzahl zusammengefügter einzelner
Bürstenelemente, welche vor der Montage auf einer Spindel od. dgl. miteinander fest verbunden werden.
Zur Entfernung der Isolationsschicht an den Enden elektrischer Leitungen, wie sie bei der Herstellung
von elektrischen Vorrichtungen und Geräten, einschließlich Rundfunk- und Fernsehgeräten, bei Elektromotoren
usw. Verwendung finden, wunden bislang vielfach schmale, zylindrische, kraftgetriebene Rotationsbürsten
in paarweiser Anwendung benutzt. Solche Bürsten sind üblicherweise aus einer Anzahl
einzelner Ringbürstenelemente gefertigt, welche auf einer geeigneten Spindel oder Bürstenwelle dicht
nebeneinander aufgereiht werden. Das verwendete Borstenmaterial bestand entweder aus Stahldraht oder
Glasfasern. Um eine möglichst gute Bürstwirkung zu erreichen, ist bei solchen Ausführungen die zylindrische
Bürstfläche abgeschliffen oder auf andere Weise ausgerichtet, so daß sie eine gleichmäßige Oberfläche
bietet; doch wurde gefunden, daß die Bürstfläche sehr bald in Umfangsrichtung zur Bildung von
Rillen neigte, und zwar überwiegend auf Grund der ungleichmäßigen Dichte oder Verteilung des Borstenmaterials
in Längsrichtung der Bürste. Das Borstenmaterial wird nämlich in den Nabenelementen der
einzelnen, zusammengefügten Bürsten durch einen Haltering festgehalten, so, daß zwei Borstenschichten
radial nach außen vorstehen, zwischen welchen sich eine Zone geringerer Dichte befindet. Auch wird
durch die Nabenelemente selbst eine gewisse Spreizung des Borstenmaterials jedes Bürstenelementes
gegenüber dem anliegenden Element bewirkt, wodurch wieder weitere zusätzliche Zonen geringerer Borstendichte im Umfange auftreten.
Wenn nun ein Werkstück von der Länge eines Drahtendes, von welchem die Isolierung abgestreift
werden soll, zwischen zwei solche zylindrischen Bürsten eingeführt wird, tritt mit großer Wahrscheinlichkeit
eine sowohl rillenförmige Einwirkung wie auch überhaupt eine nicht befriedigende Bürstwirkung auf
das Werkstück ein.
Es ist bekannt, zur Verminderung des Auseinanderklaffens
der Bürstfläche und zur Verstärkung der mechanischen Festigkeit wellenförmige Bürstenelemente
zu verwenden, und zwar im Gegensatz zu solchen Walzenbürsten, die schraubenförmig endlos
aufgewunden sind.
Auch ist es an sich bekannt, die Stellung einzelner Borsten durch eine nachgiebige Masse zu verbessern.
Demgegenüber ist jedoch die erfindungsgemäße
Anmelder:
The Osborn Manufacturing Company,
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. R. K. Löbbecke, Patentanwalt,
Berlin-Zehlendorf, Neue Str. 6
Berlin-Zehlendorf, Neue Str. 6
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 5 3. März 1958
V. St. v. Amerika vom 5 3. März 1958
Robert Charles Sasena, North Olmsted, Ohio
(V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Kombination beider Maßnahmen neu und diese hat sehr wesentliche Vorteile.
Ein solches kombiniertes Bürstwerkzeug ist nämlich insbesondere bei der Bürstung kleiner Drahtgegenstände
oder -enden vorteilhaft zu verwenden, welche die Neigung haben, die Borsten auseinanderzuspreizen
bzw. Furchen in die Bürstfläche einzuarbeiten. Bei solchen Arbeiten genügt es nicht, und darauf
beruht die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe, Bürsten entweder der einen oder anderen bekannten
Ausbildungen, wie vorstehend beschrieben, zu verwenden. Nur wenn beide Ausführungsarten gemeinsam
angewandt werden, wird eine Bürstfläche erzielt, die einer derartigen Einf urchung widersteht, und zwar
auch dann, wenn sie fabrikationstechnisch günstig aus einer Anzahl einzelner ringförmiger Bürstenelemente
zusammengesetzt ist.
Die Erfindung betrifft diesen bekannten Ausführungen
gegenüber somit eine Walzenbürste, bestehend aus einer Anzahl axial aneinandergereihter Bürstenringe
mit radial nach außen stehenden Borstenschichten, welche durch die Kombination folgender an sich
bekannter Merkmale gekennzeichnet ist.
a) Die einzelnen Bürstenringe sind in verschiedene Ebenen gebogen, so daß die Borstenschichten am
Umfang der Walzenbürste wellenförmig ineinandergefügt sind;
b) zwischen den ineinandergreifenden Bürstenringen sind Ringscheiben aus nachgiebigem, elastischem
Material gelagert, wodurch die Borstenschichten in Bürstrichtung in gleichbleibender
Dichte erhalten bleiben.
Die einzelnen Ringbürstenelemente einer solchen Walzenbürste können sowohl mechanisch fest zusam-
009 698/2
mengeschlossen als auch in «der Borstenscbicht zn
einer einheitlichen Form miteinander verbunden sein. Die Borstenschicht ist derartig ausgebildet, daß die
Borsten in gleichbleibender Dichte erhalten werden und so nachgiebig festgehalten sind, daß sie auch !bei :
stärkster Beanspruchung in diesem Zusammenhalt verbleiben.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Beschreibung.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bärste wiedergegeben, und zwar
zeigt . ■
Fig. 1 die Stirnansicht eines üblichen Rotationsbürstenelementes, das erfindungsgemäß zur Bildung
des neuen Bürstenwerkzeuges umgeformt wenden kann,
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie 2-2 von Fig. I1
Fig. 3 eine Stirnansicht ähnlich Fig. 1 nach der Formung des Bürstenelementes zwischen Stempeln
derart, daß drei axiale Wellen am Umfange der Bürstfläche erhalten werden,
Fig. 4 eine Seitenansicht des nach Fig. 3 verformten Bürstenelementes,
Fig. 5 .in halbdiagrammatischer Wiedergäbe, wie eine Anzahl Bürstenelemente nach Fig. 3 und 4 axial
unter Zwischenfügung von Plastikscheiben aufgereiht werden,
Fig. 6 die Seitenansicht einer solchen Plastikscheibe und
Fig. 7 die Ansicht einer fertigen, vollständigen
Bürstenwalze, zusammengefügt nach Fig. 5.
Jedes Walzenbürstenelement besteht aus einem zentralen, rillenförmigen Bürstenring 1 mit einer Mittelöffnung,
wobei der kanalförmige Querschnitt radial nach außen geöffnet ist. Die Borstenschichten 2, z. B.
aus Drahtborsten, sind um einen flachen Haltering 3 innerhalb des kanalförmigen Ringes 1 dubliert und
erstrecken sich radial nach außen. Die Mittelöffnung4
der Nabe dient zum Aufsetzen der Bürste auf eine passende Spindel ader Bürstenwelle. Die Bürstenringe
1 können beispielsweise aus Messing gefertigt sein.
Ein solches Bürstenelement (Fdg. 1, 2) kann nunmehr zwischen Stempeln so verformt werden, daß
eine Anzahl Wellen oder Windungen, und zwar vorzugsweise drei Wellen 5, 6, 7 (Fig. 3), in den Ringl
eingeprägt werden, wodurch auch die Borstenschichten 2 eine wellenförmige Ausbildung annehmen
(Fig. 4). Mehrere verformte Bürstenringe wenden dann axial aneinandergereiht und mit zwischengefügten
Ringscheiben 8 aus elastomerem Material versehen. Auch an den Enden der zusammengesetzten
Walzenbürste sind solche Scheiben 8 vorgesehen. Hierauf werden diese aufgereihten Bürstenringe 1
und Ringscheiben 8 in axialer Richtung zusammengepreßt, fest umschlossen und erhitzt, um das elastomere
Material zu erweichen, so daß es fließt und zwischen die Borsten eindringt und auch die aufeinanderfolgenden,
einzelnen Bürstenelemente miteinander verbindet, und zwar sowohl an den Ringen 1 wie
auch' i'n den Borstenschichten 2. Nach weiterem Erhitzen zum gleichmäßigen Einlagern des elastomeren
Materials wird so eine zylindrische Rotationsbürste 9 erhalten, welche nunmehr auf eine Welle oder Antriebsspindel
10 (Fig. 7) aufgesetzt werden kann.
Das verwendete Borstenmaterial kann — je nach den vorgesehenen Verwendungszwecken — z. B. aus
harten, nur wenig dämpfenden Stahldrähten bestehen, und das elastomere Material wird beispielsweise aus
Neopren (Polychloropren) gebildet, in welches eine gewisse Menge an Füllstoffen wie Betonit eingelagert
ist, zusammen mit üblichen Vulkanisierungsmitteln u. dgl. Nach Wunsch können auch weitere Schleifmittel
eingelagert sein, oder es kann ein Blähmittel bekannter Art beigefügt werden, so daß das fertig
behandelte Elastomer sowohl schwammförmig ist wie auch dazu neigt, an der Arbeitsfläche im Gebrauch in
größerem Maße zu verschließen als die Borsten selbst.
Im allgemeinen bestehen die Bürstenringel aus Metall, zweckmäßigerweise aus Kupfer oder Messing
bei kleineren Bürstengrößen, doch kann auch ein plastischer Kunststoff, z. B. Nylon, hierzu verwendet
werden. Die Borsten 2 sind aus Fasern, gekräuselten Stahl- und Messingdrähten, Pferdehaar, Tampicofasern,
Nylonfäden und kombinierten Borsten aus
einem Draht- oder Glasfaserkern mit äußeren Ummantelungen aus plastischem Schutzmaterial, ζ. Β.
Nylon.
Die einzelnen verformten Bürstenringe können zu Bürstenwalzen beliebiger Länge verbunden werden.
Ihre Handhabung beim Austausch abgenutzter Bürstenringe auf den Spindeln ist somit sehr einfach. Bei
derartigen Bürstenwalzen können sich die einzelnen Bürstenringe gegenüber den anschließenden für sich
nicht drehen. Dieser Vorteil wird natürlich auch schon dann erreicht, wenn die einzelnen Bürstenringe
nur ineinandergelagert und fest zusammengeklemmt sind, also auch ohne Anwendung einer zwischengelagerten
elastomeren Masse.
Claims (4)
1. Walzenbürste, bestehend aus einer Anzahl axial aneinandergereihter Bürstenringe mit radial
nach außen stehenden Borstenschichten, gekennzeichnet durch die Kombination folgender, an sich
bekannter Merkmale:
a) Die einzelnen Bürstenringe (1) sind in verschiedene Ebenen gebogen, so daß die Borstenschichten
(2) am Umfang der Walzenbürste wellenförmig ineinandergefügt sind;
b) zwischen den ineinandergreifenden Bürstenringen (1) sind Ringscheiben (8) aus nachgiebigem,
elastischem Material gelagert, wodurch die Borstenschichten (2) in Bürstrichtung
in gleichbleibender Diente erhalten bleiben.
2. Walzenbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bürstenring (1) in drei
Wellen verformt ist.
3. Walzenbürste nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenringe (1)
mit einer dünnen Kunststoffschicht umkleidet sind.
4. Walzenbürste nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den ineinandergreifenden
Bürstenringen (1) eingelagerten Ringscheiben (8) bei der Herstellung der Bürstenwalzen (9) in axialer Richtung unter Erhitzung
zusammengepreßt werden derart, daß das elastomere Material erweicht, zwischen die Borsten
eindringt und zugleich die aufeinanderfolgenden, einzelnen Bürstenringe (1) und Borstenschichten
(2) miteinander verbindet.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 006 829;
USA-Patentschrift lSFr."2288 337.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 00? 698/2 1.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1096859XA | 1958-03-13 | 1958-03-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096859B true DE1096859B (de) | 1961-01-12 |
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ID=22328987
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO6574A Pending DE1096859B (de) | 1958-03-13 | 1959-01-27 | Walzenbuerste |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1096859B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1132891B (de) | 1960-05-31 | 1962-07-12 | Osborn Mfg Co | Walzenbuerste |
| DE1140902B (de) | 1960-07-13 | 1962-12-13 | Osborn Mfg Co | Umlaufende Walzenbuerste |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2288337A (en) * | 1939-06-26 | 1942-06-30 | Osborn Mfg Co | Rotary brush section |
| DE1006829B (de) * | 1954-01-08 | 1957-04-25 | Kullenbuersten Kullen & Co K G | Buerste, insbesondere Drahtbuerste, und Verfahren zur Herstellung derselben |
-
1959
- 1959-01-27 DE DEO6574A patent/DE1096859B/de active Pending
Patent Citations (2)
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| US2288337A (en) * | 1939-06-26 | 1942-06-30 | Osborn Mfg Co | Rotary brush section |
| DE1006829B (de) * | 1954-01-08 | 1957-04-25 | Kullenbuersten Kullen & Co K G | Buerste, insbesondere Drahtbuerste, und Verfahren zur Herstellung derselben |
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| DE1140902B (de) | 1960-07-13 | 1962-12-13 | Osborn Mfg Co | Umlaufende Walzenbuerste |
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