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DE1096591B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Rohres aus dem Streifen einer Folie aus organischem thermoplastischem Kunststoff - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Rohres aus dem Streifen einer Folie aus organischem thermoplastischem Kunststoff

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Publication number
DE1096591B
DE1096591B DEF14290A DEF0014290A DE1096591B DE 1096591 B DE1096591 B DE 1096591B DE F14290 A DEF14290 A DE F14290A DE F0014290 A DEF0014290 A DE F0014290A DE 1096591 B DE1096591 B DE 1096591B
Authority
DE
Germany
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film
mandrel
dome
winding
pipe
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF14290A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bridgestone Firestone Inc
Original Assignee
Firestone Tire and Rubber Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Firestone Tire and Rubber Co filed Critical Firestone Tire and Rubber Co
Publication of DE1096591B publication Critical patent/DE1096591B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C53/00Shaping by bending, folding, twisting, straightening or flattening; Apparatus therefor
    • B29C53/80Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C53/82Cores or mandrels
    • B29C53/821Mandrels especially adapted for winding and joining
    • B29C53/824Mandrels especially adapted for winding and joining collapsible, e.g. elastic or inflatable; with removable parts, e.g. for regular shaped, straight tubular articles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31CMAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C1/00Making tubes or pipes by feeding at right angles to the winding mandrel centre line
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31CMAKING WOUND ARTICLES, e.g. WOUND TUBES, OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31C1/00Making tubes or pipes by feeding at right angles to the winding mandrel centre line
    • B31C1/08Accessories of machines therefor not otherwise provided for
    • B31C1/083Winding mandrels
    • B31C1/086Winding mandrels expansibles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)
  • Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Rohres aus dem Streifen einer Folie aus organischem thermoplastischem Kunststoff Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Rohres aus dem Streifen einer Folie aus organischem thermoplastischem Kunststoff, insbesondere einem Hart-Vinylchloridpolymerisat bzw.-mischpolymerisat, wonach die Folie in einem Spannungszustand in mehreren Lagen um einen Dom gewickelt, die Wicklungen auf dem Dorn miteinander verschweißt und nach dem Erkalten in Form eines massiven Rohres vom Dorn abgezogen werden.
  • Hart-Polyvinylchloridharzrohre werden in weitem Umfange in der verarbeitenden Industrie dort benutzt, wo es darauf ankommt, daß das Behandlungsmaterial keine Korrosion oder sonstige Beeinträchtigung erfährt. Rohre verhältnismäßig kleinen Durchmessers (bis beispielsweise etwa 10 cm Durchmesser) können im Strangpreßverfahren in den gewünschten, rohrförmigen Querschnitten hergestellt werden. Oberhalb dieser Abmessung stoßt das Strangpreßverfahren jedoch auf technische Schwierigkeiten ; außerdem ist es unwirtschaftlich, da diegroBen Formstücke im Vergleich zu den Herstellungskosten eines beliebigen Rohres großen Durchmessers verhältnismäßig hoch sind. Daher werden im allgemeinen Rohre aus Polyvinylchloridharzen mit größeren Durchmessern in der Weise hergestellt, daß starke Platten aus Polyvinylchloridharz in eine zylindrische Form gebogen und die Naht anschließend verschweißt wird. Dieses Verfahren ist teuer und befriedigt deswegen nicht, weil die Schweißnaht und die zu beiden Seiten der Naht in dem Plattenmaterial entstehenden Spannungen die Ursache von Mängeln im fertigen Rohr sein können. Außerdem entsteht auf diese Weise eine rauhe Oberfläche, die einen glatten Durchfluß des Materials durch das Rohr verhindert.
  • Es ist ferner ein Verfahren zum Herstellen von Rohren aus Folien bekannt, die aus Polymerisationsprodukten auf der Basis von Vinylchlorid in lösungsmittelfreiem Zustand bestehen, bei dem die Folien unter Spannung auf einen geheizten Dorn gewickelt und die Schichten miteinander vereinigt werden.
  • Zur Ausübung dieses bekannten Verfahrens wird eine Wickelvorrichtung benötigt, die eine Einrichtung zum Spannen der Folie während des Wickelvorganges und eine Heizeinrichtung erfordert. Bei dem bekannten Verfahren wird zwar die zum Recken der Folie benötigte Wärme gleichzeitig zum Verschweißen der aufgewickelten Folien ausgenutzt, während bei dem erfindungsgemaßen Verfahren eine gesonderte Wärmebehandlung durchgeführt wird.
  • Von den bekannten Verfahren unterscheidet sich das Verfahren nach der Erfindung vorteilhaft dadurch, daß die Folie vor dem Wickelvorgang in an sich bekannter Weise gereckt und die Reckspannung eingefroren wurde, worauf die Folie nach Beendigung des Aufwickelns zusammen mit dem Dorn, z. B. in einem Ofen, so weit erhitzt wird, daß die Reckspannung ausgelöst wird und die Wicklungen unter der Wirkung der Schrumpfspannung miteinander verschweißt werden.
  • Das zweimalige Erhitzen der Folie bedeutet aber keinen Nachteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, da das Recken in einer Verfahrensstufe erfolgt, bei der ohnehin in jedem Falle Wärme angewendet werden muß. Diese Stufe des Heißkalandems kann auf keinen Fall vermieden werden, gleichgültig, ob eine gereckte oder gewöhnliche Folie hergestellt werden soll, denn auch bei der Herstellung einer gewöhnlichen Folie ist die Anwendung von Wärme erforderlich, um aus dem zunächst körnigen Vinylchlorid durch Heißkalandem eine Folie herzustellen.
  • Gegenüber dem vorbekannten Verfahren besitzt das Verfahren nach der Erfindung aber den Vorteil, daß eine einfache Wickelvorrichtung ohne zusätzliche Einrichtung zum Spannen der Folie während des Aufwickelns genügt und daß diese Wickeleinrichtung keine Heizvorrichtung benötigt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht die Herstellung von Rohren aus Polyvinylchloridharzen mit großem Durchmesser, ohne daß eine Längsschweißnaht wie bei den nach üblichen Verfahren hergestellten Polyvinylchloridrohren großer Abmessung gebildet wird.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Rohre besitzen eine gleichförmige und glatte Innenwandung.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist wirtschaftlich durchführbar und erfordert nur verhältnismäßig j Werkzeuge und Vorrichtungen.
  • Bei einer bevorzugten Ausfiihrungsform des Verfahrens nach der Erfindung wird auf den Teil der Folie, der beim Wickeln mit dem Dorn in Kontakt kommt, eine mit der Kunststoff-Folie nicht verschweißende Schicht aufgebracht und nach der Wärmebehandlung der Folie wieder entfernt. Als Halteschicht kann ein biegsamer Metallstreifen oder eine nach dem Aufwickeln über die Folienwicklungen zweckmäßig mit Wasser angefeuchtete Gewebebahn aus Baumwolle oder dergleichen Verwendung finden.
  • Vorteilhafterweise wird der Dorn und die auf ihn aufgewickelte Folie etwa 11, bis 2 Stunden lang der Einwirkung einer Temperatur von etwa 135 bis 163° C ausgesetzt.
  • Der Dorn kann hohl sein und aus mehreren in Richtung auf die Domachse zusammenklappbaren Teilen bestehen, die in ihrer Betriebsstellung verriegelbar sind.
  • Es ist zweckmäßig, daß die in der Längsrichtung der bandartigen Folie vorhandene Reckspannung bei ihrer Auslösung eine etwa 20 bis 40 °/Oige Schrumpfung der Folie bewirkt und die Dicke der Folie vor ihrer Verarbeitung etwa 0,25 bis 0,75 mm beträgt.
  • Die Erfindung wird nachstehead an Hand der Zeichnung näher erläutert.
  • Fig. 1 veranschaulicht schematisch die Durchführung des Verfahrens.
  • Fig. 2 zeigt schaubildlich einen Dorn, um den eine Kunststoff-Folie bei Durchführung des Verfahrens herumgewunden wird ; Fig. 3 zeigt den Dorn nach Fig. 2 mit um ihn herumgewickelter Folie ; Fig. 4 zeigt den Dorn nach Fig. 2 in Stirnansicht und veranschaulicht, wie über die Folie ein schrumpffähiges Gewebe herumgewickelt ist ; Fig. 5 zeigt den Dom nach der Behandlung im Ofen in einem rechtwinklig zur Dornachse geführten Schnitt.
  • Fig. 6 zeigt schaubildlich das Abziehen des fertigen Rohres von dem Dorn.
  • Wie aus den Fig. 2 bis 6 zu erkennen ist, wird z. B. eine verhältnismäßig harte und unplastifizierte Vinylchloridfolie verarbeitet, die in Richtung des Pfeiles 12 eine eingefrorene Reckspannung hat, so daß sie eine thermische Rückstellfähigkeit besitzt. Diese Spannung muß so groß sein, daß sie nach Aufhebung in der Richtung parallel zum Pfeil 12 eine Verringerung der Folienabmessung um etwa 20 bis 40 01, bewirkt. Die Folie 10 wird um einen zylindrischen Dom 14 gewickelt, wobei die Wirkungsrichtung der Spannung 12 tangential zum Dom geführt wird. Das Aufwickeln wird so lange fortgesetzt, bis die sich übereinanderlegeaden Windungen 16 die Dicke angenommen haben, die der Wandstärke des fertigen Rohres (Fig. 3) entspricht. Der Dorn 14 ist zusammenklappbar ausgebildet und aus diesem Grunde in der Längsrichtung in drei Segmenten 19 aufgespalten, die durch G-elenke 20 miteinander verbunden sind. Wenn die letzten 25 oder 50 cm der Folienlänge auf den Dorn aufgewickelt werden, wird das Ende eines schrumpffähigen Gewebebandes 22, z. B. aus Baumwolle, unter das freie Ende 17 der Folie gelegt (Fig. 4). Beim weiteren Aufwickeln wird das Gewebe 22 mit dem freien Ende der Folie 17 durch Reibwirkung verankert. Das Aufwickeln des Gewebes 22 wird-so lange fortgesetzt, bis mehrere Lagen übereinander entstehen. Das freie Ende 24 wird dann mittels eines metallenen Befestigungsgliedes 26 gesichert. Zwischen die äußeren Windungen der Folie 10 und des Gewebes wird zweckmäßig eine Lage aus Aluminiumfolie oder einem anderen geschmeidigen Bandmaterial gelegt, um zu verhindern, daß sich das Gewebemuster auf der äußeren Oberfläche des fertigea Rohres markiert. Das Gewebe 22 wird datin angefeuchtet, um seine Schrumpffähigkeit zu erhöhen. Anschließead wird die ganze Aaordaung in eiaem Ofen auf die Schweißtemperatur des Kunststoffes erwärmt, so daß sich die einzelnen Windungen 16 der Folie zu einem homogenen zyliadrischen Rohr 28 verschweißen. In diesem fertigen Rohr sind die eirzeln, en Windunger 16 nicht mehr zu erkennen. Die Wärmebehandlung wird zweckmäßig in der Weise durchgeführt, daß der Kunststoff durch und durch mindestens 30 Minuten lang Temperaturea von 135 bis 163° C ausgesetzt wird. Die Wärmebehandlung soll nach Möglichkeit die Dauer von 120 Minuten nicht überschreiten, damit Zerstörungen des Materials vermieden werden.
  • Der Druck, welcher erforderlich ist, um die einzelnen Windungen 16 miteinander zu verschweißen, wird in erster Linie durch das Schrumpfen der rückstellfähigen Folie 10 erzeugt. Wie erwähnt, besitzt die Folie anfänglich eine eingefrorene, in Richtung des Pfeiles 12 wirkende Reckspannung, die sich in Umfangsrichtung des Dornes auswirkt, wenn die einzelnen Windungen 16 auf diesem Dora aufgebaut sind. Bei der Schweißtemperatur wird das Material so aufgelockert, daß sich die Reckspannung löst uad die Folie in der Umfangsrichtung des Dornes schrumpft. Durch dieses Schrumpfen wird der Druck erzeugt, der notwendig ist, um die Schweißung zu bewirken. Auch die Gewebeschicht 26 schrumpft, und zwar insbesondere dann, wenn sie vor der Wärmebehandlung angefeuchtet worden war. Auf diese Weise übernimmt die Gewebebahn einen Anteil des bei dem Verfahren benötigten Druckes.
  • Nach der Wärmebehandlung wird das ganze Gebilde aus dem Ofen entfernt und abgekühlt, und die Gewebewindungen 22 werden abgelöst. Bei diesem Ablösen wird auch das freie Ende 17 der Folie 10 abgewickelt und abgelöst, da es sich infolge der Zwischenschaltung des heruntergeschobenen Gewebeendes nicht mit dem Hauptteil des Rohres 28 verschweißen konnte. Die Dornsegmente 19 werden dann, wie in Fig. 6 veranschaulicht, um ihre Gelenke herum zusammengeklappt und der Dorn dann in der Längsrichtung aus dem Rohr 28 herausgezogen. Das Rahr28 kann gegebenenfalls an den Enden bearbeitet werden ; es ist dann für die Beautzung fertig. Das fertige Rohr weist keine Fehlerstellen auf und ist innen nicht rauh, wie dies sonst an den Stellen der Schweißnaht der nach bekannten Verfahren hergestellten Kunststoffrohre der Fall ist. Der Anfang der innersten Windung gleicht sich bei der Wärmebehandlung und infolge des zur Anwendung kommenden Druckes im wesentlichen aus, so daß an der Innenwand des Rohres keine nennenswerten Unregelmäßigkeiten vorhanden sind.
  • Es leuchtet ein, daß das beschriebene Verfahren gewisse Änderungen erfahren kann. So kana beispielsweise an Stelle des Domes 14 ein nicht zusammenklappbarer, jedoch leicht kegelig gestalteter Dorn zur Anwendung kommen, der sich in Längsrichtung von dem fertigen Rohr leicht trennen läßt. Ferner kann auf das Geweba 22 verzichtet werden und das freie Ende der Folie 17 auf den Windungea 16 mittels metallener Befestigungsglieder od. dgl. festgehalten werden. Bei dem in der Zeichnung veranschaulichten Vorgang wird die Folie 10 rechtwinklig zur Dornachse auf den Dorn gewickelt ; abweichend hiervon kann die Folie auch in einem Winkel zur Dornachse aufgewickelt werden, so daß sie sich auf dem Dorn schraubenförmig aufbaut. Werden an Stelle einer einzigen Folie 10 zwei oder mehrere Folien gleichzeitig aufgewickelt, so geschieht dies zweckmäßig rechtwinklig zur Dornachse oder in schraubenhnienförmiger Aufwicklung.
  • In letzterem Falle empfiehlt es sich, die übereinanderliegenden Folien in der Langsrichtung des Dornes gestaffelt aufzubringen, so daß auf jeden Fall verhindert ist, daß die Nähte der einander überlappenden Folienwindungen zusammenfallen.
  • Die Hart-Vinylchloridharzfolie, die z. B. als Ausgangsmaterial zur Anwendung kommt, wird dadurch erzeugt, daß eine Vinylchloridpolymsrisat durch Heißkalandern in eine Folie übergeführt wird, und zwar derart, daß in der Folie eine Restspannung von 20bis40°/o zurackbleibt. Dies wird zweckmäßig dadurch erreicht, daß der Kalander bei so niedrigen Temperaturen betrieben wird, daß noch die Erzeugung einer zusammenhängenden Folie gelingt. Im allgemainen sind für diese Zwecke Temperaturen in der Größenordnung von 177 bis 188'C geeignet. Anstatt diese Technik der niedrigen Kalandertemperaturen anzuwenden oder in Kombination hiermit, kann die gewünschte Spannung auch erzeugt, hervorgerufen oder aufrechterhalten werden dadurch, daß die Folie unter Spannung gehalten wird noch während sie heiß ist, so daß in gleicher Richtung wirksame Reckspannungen entstehen. Die langkettigen Moleküle in dem Fertigprodukt werden in erheblichem Maße in derjenigen Richtung gereckt, in welcher die Folie durch die Kalanderrolle hindurchtritt. Die Moleküle weisen dann eine eingefrorene Reckspannung in dieser Richtung auf. Beim Erhitzen auf Schweißtemperatur werden die langkettigen Moleküle hinreichend beweglich, so daß sie versuchen, diese Spannung wieder aufzuheben, indem sie eine willkürliche Orientierung einnehmen. Hierbei schrumpft die Folie in Richtung der Spannung zusammen. Bei der Herstellung der Folie werden die Kalanderwalzen so eingestellt, daß eine Folie von einer Stärke in der Größenordnung von etwa 0,25 bis 0,76 mm erhalten wird.
  • Die Harze, aus denen die Folie hergestellt werden, können harzartige Polymere von Vinylchlorid oder deren harzartige Mischpolimerisate sein, zusammen mit bis zu 15 0/, (berechnet auf das Gewicht des Harzes) anderen äthylenartig ungesättigten, mit ihnen polymerisierbaren Verbindungen.
  • Im Hinblick auf die Verschweißbarkeit der Harze ist es erwünscht, daß diese Mischungen so hart wie möglich eingestellt sind ; infolgedessen sollten die Mengen der Mischungszusätze, die fähig sind, mit dem Harz eine einzige Phase zu bilden, verhältnismäßig klein sein und etwa nur die Größenordnung von 15°lo oder weniger haben, gerechnet auf das Gewicht des Harzes.
  • Farbstoffe, Füllstoffe und andere in der Harzphase lösliche Zusätze bewirken keine Erweichung des Harzes und können daher in Mengen verwendet werden, die ihre Begrenzung lediglich in den gewünschten Eigenschaften des Fertigproduktes finden.
  • Nachstehend wird an einem Beispiel die Verfahrensweise gemäß der Erfindung behandelt. Die Mengenangaben für die Kunststoffzusammensetzung sind in Gewichtsteilen angegeben.
  • Beispiel Teile Polyvinylchloridharz (» Exon 402-A «, ein Erzeugnis der Firestone Tire & Rubber Company) 100 Dibutylzinndilaurylmercaptid*).......... 3,0 Calziumstearat......................... 0,5 Titandioxyd........................... 0,05 Cadmiumrot........................... 0, 1 Roter Farbzusatz....................... 0,02 *) Dieser Stabilisator ist bei ähnlichen Versuchen ersetzt worden durch eine Mischung von 1,5 Teilen Dibutylzinndilaurylmercaptid-+-1, 5 Teile"Thermolite Nr. 31", einer komplexen schwefelhaltigen organischen Zinnverbindung, die von der Metal & Thermite Corporation hergestellt wird.
  • Die obigen Bestandteile wurden 4Minuten lang in einem Banburry-Mischer gemischt, wobei die erreichte Endtenperatur etwa 1903C betrug Die heiß aus de : n Mischer kommende Mischung wurde bei einer Materialtemperatur von etwa 188°C auf eine Dicke von etwa 0,5 mm und eine Breite von etwa 1,4m in Kalandern ausgewalzt.
  • Bei diesem Beispiel wurde ein zusammenklappbarer Dorn 14 gemäß Fig. 2 verwendet. Der Außendurchmesser des Dirais betrug etwa 25 cm.
  • Der Dorn war mit einer Aluminiumfolie umhiillt, um Zersetzungen des Harzes unter dem EiaEluB des Eisens zu verhindern. Der Dorn mit dieser Folienhülle wurde in einem Heißluftofen bei 200°C erwärint, bis seine Temperatur etwa 200° C betrug. Wahrenddessen wurde ein Streifen einer Vinylchloridfolie von etwa 15 m Länge und etwa 1, 3 m Breite, die nach der vorausgegangenen Beschreibung hergerichtet war, in einem anderen Ofen bei ungefähr 125 bis 140°C vorgewärmt. Der Streifen wurde hierbei hängend gehalten, um ein rasches und gleichmäßiges Erhitzen der Folie zu gewährleisten. Dorn und Folie wurden anschließend aus den Ofen herausgenommen, und die Folie wurde auf den Dorn über die Aluminiumfolie in eng übereinanderliegenden Windungen aufgewickelt. Die Länge der Folie gestattete es, insgesamt t achtzehn Windungen auf den Dorn aufzubringen, wobei eine Gesamtdicke von etwa 9,5 mm erzielt wurde. Als die gesamte Folie bis auf den letzten Viertelmeter auf den Dorn aufgewickelt war, wurde zwischen das freie Ende der Folie und die schon auf dem Dorn befindlichen Windungen das eine Ende eines Baumwollgewebestreifens eingefügt, der etwa 1,5 m lang war. Bei dem weiteren Aufwickeln wurde zwischen die äußere Windung der Folie und das Baumwollgewebe eine Aluminiumfolie eingelegt. Das Baumwollgewebe wurde dann um die übereinanderliegenden Windungen der Folie herumgewickelt, so daß sich über der Folie vier Gewebelagen bildeten. Das Gewebe wurde durch metallene Befestigungsglieder in seiner Lage gesichert. Anschließend wurde das Gewebe mit Wasser kräftig angefeuchtet und das ganze Gebilde wieder im Heißluftofen einer Temperatur von 200° C ausgesetzt. Die Anordnung blieb 1 Stunde lang in dem Ofen, wurde dann aus dem Ofen entfernt und in einem Luftstrom auf Raumtemperatur abgekühlt ; anschließend wurde die Gewebedecke abgestreift und dabei gleichzeitig das kurze, freie Ende der Harzfolie wieder entfernt, unter die das Gewebe geschoben war. Der Dorn wurde zusammengeklappt und zusammen mit der Aluminiumfolie aus dem Innern des entstandenen Gebildes entfernt.
  • Die einzelnen Windungen der Vinylchloridfolie waren vollständig miteinander verschmolzen ; nur ganz schwache Spuren einer Naht konnten an den ursprünglichen Begrenzungsflächen der Folie außen und innen am Rohr erkannt werden. Ein kurzes Stück dieses Rohres wurde 4 Stunden lang in Aceton gelegt ; das Rohr dehnte sich nach allen Richtungen hin um etwa 20 °/o aus, ohne daß eine Zerlegung in die ursprünglichen Einzelschichten erfolgte. Ein etwa 25 cm langer Abschnitt des Rohres wurde aus einer Höhe von etwa 90 cm auf einen Betonfußboden fallengelassen, ohne daß der Rohrabschnitt zerbrach.
  • Ein gemäß dem beschriebenen Verfahren hergestelltes Rohr fand in einem Rohrsystem Anwendung, durch das Salzsäure hindurchgeführt wurde. Selbst nach langer Betriebsdauer konnte keinerlei Beeinträchtigung oder Schaden an diesem Rohrstück festgestellt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Verfahren zum Herstellen eines Rohres aus dem Streifen einer Folie aus organischem thermoplastischem Kunststoff, insbesondere einem Hart-Vinylchloridpolymerisat bzw.-mischpolymerisat, wonach die Folie in einem Spannungszustand in mehreren Lagen um einen Dom gewickelt, die Wicklungen auf dem Dom miteinander verschweißt und nach dem Erkalten in Form eines massiven Rohres vom Dom abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie vor dem Wickelvorgang in an sich bekannter Weise gereckt und die Reckspannung eingefroren wurde, worauf die Folie nach Beendigung des Aufwickelns zusammen mit dem Dom, z. B. in einem Ofen, so weit erhitzt wird, daß die-Reckspannung ausgelöst wird und die Wicklungen unter der Wirkung det Schrumpfspannung miteinander verschweißen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Teil der Folie, der beim Wickeln mit dem Dom in Kontakt kommt, eine mit der Kunststoff-Folie nicht verschweißende Schicht aufgebracht und nach der Wärmebehandlung der Folie wieder entfemt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach bzw. kurz vor Beendigung des Aufwickelns der Folie auf den Dom auf das Folienpaket einige Windungen eines Gewebestreifens aufgewickelt werden, der durch die anschließende Wärmebehandlung und/oder durch Anfeuchten zum Schrumpfen gebracht wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn und die ihm aufgewickelte Folie etwa 1/2 bis 2 Stunden lang der Einwirkung einer Temperatur von etwa 135 bis 163° C ausgesetzt werden.
  5. 5. Dom zur Durchfiihrung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (14) hohl ist und aus mehreren in Richtung auf die Dornachse zusammenklappbaren Teilen (19) besteht, die in ihrer Betriebsstellung verriegelbar sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. 629 019,673 607 ; schweizerische Patentschrift Nr. 295 762.
DEF14290A 1953-05-26 1954-03-27 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Rohres aus dem Streifen einer Folie aus organischem thermoplastischem Kunststoff Pending DE1096591B (de)

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