-
Oberflächen - Entwicklungs -Vorrichtung Die Erfindung betrifft eine
Oberflächen-Entwicklungs-Vorrichtung mit einem oder mehreren Bädern. und in diesen
in Oberflächennähe angebrachten Schichtträgerführungselementen, auf denen die Schichtträger
zwecks einseitiger Benetzung durch die Flüssigkeit liegen, und gleiten.
-
Derartige bekannte Vorrichtungen eignen sich nur zur Verarbeitung
von bandförmigen Schichtträgern. Bei diesen bekannten Vorrichtungen sind Filmtragorgane
lediglich stellen- bzw. punktweise angeordnet und liegen. an Rändern des Filmbands,
die nicht entwickelt werden müssen.
-
Bandförmige Schichtträger werden von einer Rolle abgezogen und über
Führungselemente, bzw. die Filmtragorgane dann durch die Entwicklungseinrichtung
und über weitere Führungselemente zu einer Aufwickelrolle geführt. Damit hängt das
Schichtträgerhand über der Flüssigkeitsoberfläche und kann infolge dieser Anordnung
nicht über ein bestimmtes Maß durchhängen. Insbesondere ist eis bei bandförmigen
Schichtträgern möglich, diese einmal mit der Flüssigkeitsoberfläche in Kontakt zu
bringen und die Vorrichtung dann anlaufen zu lassen. Ist ein derartiger Kontakt
zwischen Flüssigkeit und bandförmigem Schichtträger aber einmal erreicht, besteht
auch ein gewisser Spielraum für die Führung des Schichtträgerbands, weil die Adhäsionswirkung,
b.zw. die Grenzspannungswirkung der Flüssigkeit den einmal hergestellten Kontakt
auch bei gewissen Abweichungen in der Führung nicht abreißen lassen.
-
Die bekannten Vorrichtungen eignen sich nicht zur Verarbeitung zur
Blattware im automatischen Durchlaufverfahren. Einerseits kann dabei nicht jedes
Mal ein Schichtträgerblatt auf den Flüssigkeitsspiegel aufgelegt werden, andererseits
tritt das bei bandförmigen Schichtträgern überhaupt nicht anfallende Problem der
automatischen Zuführung des vorlaufenden Rands eines Schichtträgerblatts derart
auf, daß der Schichtträger ohne Unterschneidung des Flüssigkeitsspiegels aufschwimmt.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Oberflächen-Entwicklungs-Vorrichtung
zu schaffen, die die Verarbeitung von blattförmigen Schichtträgern ermöglicht und
somit die Vorteile einer Oberflächen-Entwicklungs-Vorrichtung auch für die Verarbeitung
von blattförmigen Schichtträgern nutzbar macht.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Führungselemente
so angeordnet sind, daß die Vorderkante der Schichtträger bei der Vorschulbewegung
stets durch mehrere Führungselemente geführt wird.
-
Wenn gemäß einer vorteilhaften Anordnung mehrere Badbehälter hintereinander
vorgesehen sind, liegt der Flüssigkeitsspiegel des folgenden Badbehälters jeweils
tiefer als der des vorhergehenden Badbehälters.
-
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung verlaufen die Führungselemente
parallel zur Vorschulrichtung des Schichtträgers. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
verlaufen die Führungselemente schräg zur Vorschulrichtung. Vorteilhaft bestehen
die Führungselemente aus in dem Badboden ausgebildeten Sicken, die gemäß einer besonderen
Ausgestaltung einen wellenförmigen oberen Rand aufweisen, dessen hohe Abschnitte
über dem Flüssigkeitsspiegel, und dessen tiefliegende Abschnitte in oder etwas unter
dem Flüssigkeitsspiegel liegen. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß- die gleichmäßige
Benetzung der betreffenden Oberfläche durch die Bespülung zwischen den einzelnen
zur Einwirkung kommenden Führungselementen verbessert wird. Diese Ausbildung ist
jedoch nur bei Verwendung von Schichtträgern mit einer gewissen Steifigkeit zweckmäßig.
Bei Verwendung von schwachen Schichtträgern ist ein durchgehender Verlauf der Führungselemente
etwas über dem Flüssigkeitsspiegel vorzuziehen. Auch bei dieser Ausführungsform
ist aber die vollständige Benetzung der Schicht infolge Affinität zwischen der Flüssigkeit
und der Schicht sichergestellt, wobei insbesondere noch ein unten angegebener Verlauf
der Führungselemente vorgesehen sein kann.
-
Vorzugsweise sind die Sicken. am Einlaufende des Badbehälters derart
nach unten gewölbt. daß die obere Kante der Sicken an der tiefsten Stelle dieser
Wölbung mit dem Flüssigkeitsspiegel zusammenfällt.
-
Gemäß einer anderen Ausführungsform bestehen die Führungselemente
aus parallel zueinander in Vorschulrichtung angeordneten Drähten, die mit dem halben
Querschnitt
unteihalb.. ; des , Flüssigkeitsspiegels liegen.
-
Die erfindungsgemäße Ausführung hat den Vorteil, daß der Schichtträger
ohne jede mechanische Beanspruchung über der'.:Flüsßekeit geführt wird.
-
In der folgenden -Besd@reifiung von Ausführungsbeispielen, die in
den Zeichnungen dargestellt sind, wird die Erfindung näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigt a Fig. 1 eine Seitenansi.c4t, dej Flüssigkeitspegels in einem Bad, in welchem
F;Urnngselemente angeordnet u..
-
sind, und eine Vorrichtung--:#ur_ Korgstanthaltung des Flüssigkeitspegels,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht unter Verwendung anderer Führungselemente,
Fig. 3 einen in Vorschubrichtung des Schichtträgers verlaufenden Schnitt durA ein
Gerät mit zwei Badbehältern, _ _@. _ . .
-
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3. In den Fig.
1 und 2 ist lediglich eine Flüssigkeit 1 dargestellt, die sich in einem nicht gezeigten
Behälter befindet. Der Flüssigkeil,%:legel ist mit 2 bezeichnet. Dieser Flüssigkeitspegel
wird durch eine Vorrichtung 3 ständig genau auf. der gleichen Höhe gehalten. Diese
Vorrichtung ist eine sog._ Ki@kentränke und besteht aus einem nach oben völlig-
keschlossenen' Behälter 4, der mit einem rohrartigen Ausfluß 5 versehen ist. Die
Mündung 6 dieses Ausflusses liegt horizontal und in der Höhe des Flüssigkeitpegels_2
innerhalb des die Flüssigkeit 1 enthaltenden Behälters.
-
Durch diese Anordnung!wird der Flüssigkeitspegel immer genau auf der
gleichen Höhe gehalten, auch wenn sich die Flüssigkeitsmenge in dem Badbehälter
vermindern sollte, was beispielsweise durch Mitnahme einer geringen Flüssigkeitsmenge
durch die über dem Flüssigkeitspegel vorrückenden Schichtträger herbeigeführt werden
könnte.
-
In der Höhe des Flüssigkeitsspiegels 2 sind Führungselemente angeordnet,.
die in Fig. 1 mit 7 und in Fig. 2 mit 8 bezeichnet sind. Die Führungselemente? bestehen
aus Drähten, die zwischen gegenüberliegenden Wänden des Badbehälters in einer solchen
Höhe angeordnet sind, daß jeweils die Hälfte des Querschnitts jedes Drahts 7 oberhalb
des Flüssigkeitsspiegels 2 und die andere Hälfte unterhalb des Flüssigkeitsspiegels
2 liegt. Wenn ein Schichtträger 9 mit der zu behandelnden Schicht zu der Flüssigkeit
1 gekehrt über die Führungselemente 7 vorgeschoben wird, wird die gesamte
der Flüssigkeit 1 zugekehrte Seite des Schichtträgers 9 infolge der Affinität zwischen
diesem und der Flüssigkeit benetzt. Hierbei ist jedoch sichergestellt, daß keinesfalls
die Rückseite des Schichtträgers mit der Flüssigkeit in Berührung kommt.
-
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 bestehen die Führungselemente
aus Wandteilen 8, die zwischen gegenüberliegenden Wänden des Badbehälters verlaufen.
Die obere Kante dieser Wandteile 8 ragt über den Flüssigkeitsspiege12 hinaus, so
daß eine Benetzung der dem Flüssigkeitsspiege12 zugekehrten Seite des Schichtträgers
lediglich durch die Affinität zwischen diesen und. der Flüssigkeit 1 erfolgt. Die
die Führungselemente 8 bildenden Wandteile weisen unterhalb des Flüssigkeitspegels
2 eine oder mehrere Öffnungen auf, so daß die gleiche Höhe des Flüssigkeitsspiegels
zwischen verschiedenen Wandteilen 8 gewährleistet ist.
-
In dem in Fig.2 dargestellten Gerät sind zwei Wannen 10, 11
vorgesehen, von denen beispielsweise die Wanne 10 Entwicklerflüssigkeit und
die Wanne 11
Fixierflüssigkeit enthält. Die Wannen liegen; in Vorschubrichtung
eines Schichtträgers hintereinander. Bei dieser Ausführungsform werden die Führungselemente
(wie aus Fig. 4 zu ersehen ist) durch in dem Wannenboden ausgebildete Sicken
12 gebildet, die in Längsrichtung einer Wanne, also parallel zur Vorschubrichtung
des Schichtträgers verlaufen. Es wird darauf hingewiesen, daß auch bei dieser Ausführungsform
unter dem jeweiligen Flüssigkeitsspiegel liegende Verbindungsöffnungen zwischen
den Wannenabschnitten zwischen einzelnen Sicken vorgesehen sind, so daß ein gleich
hoher Flüssigkeitsspiegel in der gesamten Wanne aufrecht erhalten wird. Die oberen
Ränder der Sicken 12 liegen bei dieser Ausführungsform genau in der Ebene des Flüssigkeitsspiegels,
so daß der auf den Sicken 12 vorzuschiebende Schichtträger über dem Flüssigkeitsspiegel
liegt und eine Überspülung der vorlaufenden Kante mit Sicherheit ausgeschlossen
ist.
-
Sofern die oberen Ränder der Sicken 12 etwas über dem Flüssigkeitsspiegel
verlaufen, verlaufen die oberen Ränder der Sicken in einer vorteilhaften Ausführungsform
nicht genau geradlinig. In dieser bevorzugten Ausführungsform sind sie am Einlaufende
des Badbehälters nach unten gewölbt, wobei die obere Kante der Sicken an der tiefsten
Stelle dieser Wölbung mit dem Flüssigkeitsspiegel zusammenfällt. Hierdurch wird
der zugeführte Schichtträger beim Einlauf in das Bad 10 mit seiner unteren Seite
an die Badflüssigkeit herangeführt und dann wieder etwas von der Badflüssigkeit
entfernt.
-
Seitwärts der Wannen 10 und 11 befinden sich die Behälter 13 bzw.
14 der »Kükentränke«-Vorrichtungen, die zur Aufrechterhaltung eines konstanten Flüssigkeitspegels
in den Wannen 10 und 11 dienen. Diese Behälter 13, 14 sind allseitig geschlossen
und stehen lediglich über je ein Rohr 15, 16 mit der zugehörigen Wanne in Verbindung.
Dieses Rohr 15, 16 ist über die jeweilige Wanne 10, 11 geführt und mit seinem vorderen
Ende nach unten abgewinkelt, so daß die Rohrmündung 17, 18 in der gleichen Ebene
wie der Flüssigkeitsspiegel in den Wannen 10, 11 liegt.
-
Die Wannen 10, 11 sind aus dem Material des Gehäuseunterteils 39 des
in den Fig. 3 und 4 dargestellten Geräts geformt. Dieses Gehäuseunterteil kann beispielsweise
aus Blech oder Kunststoff bestehen. Es ist nach oben durch einen Deckel 38 abgedeckt.
-
In einer Stirnseite des Gehäuseunterteils 39 befindet sich ein Einführungsschlitz
19 zur Einführung des Schichtträgers. Beispielsweise ist an der Unterseite dieses
Schlitzes eine Anlegeplatte20 angeordnet. An der gegenüberliegenden Stirnseite des
Geräts ist der Ausgabeschlitz 21 mit einem Ablagetisch 22 vorgesehen.
-
Hinter dem Einführungsschlitz 19 ist ein Transportwalzenpaar angeordnet,
das aus den Walzen 23, 24 besteht. Die Walzen 23, 24 sind in einer solchen Höhe
angeordnet, daß durch den Schlitz 19 zugeführte Schichtträger zwischen die
Walzen 23 und 24 gezogen werden. Die obere Walze 24 ist aus der Senkrechten durch
die Achse der Walze 23 in Richtung zur Wanne 10 versetzt angeordnet, so daß die
Verbindungslinie25 der Walzenachsen schräg zur Senkrechten verläuft, indem ihr oberes
Ende zu der Wanne 10 geneigt ist. Infolge dieser Anordnung wird einem durch
das Walzenpaar 23, 24 transportierten Schichtträger eine Vorsghubrichtung erteilt,
die senkrecht zu der Linie 25 verläuft.
-
Das Walzenpaar 23, 24 ist in bezug zur Wanne 10
so angeordnet,
daß der durch das Walzenpaar 23, 24 transportierte Schichtträger glatt über den
vorderen Rand 26 der Wanne 10 in Richtung auf den Flüssigkeitsspiegel in der Wanne
10 vorgeschoben wird. Nachdem
der Schichtträger über den
vorderen Rand 26 getreten ist, gelangt er auf die in der Wanne 10 befindlichen Führungselemente
12, die ihn parallel zu dem Flüssigkeitsspiegel ablenken und in dieser Richtung
bei weiterem Vorschub führen.
-
In Vorschubrichtung des Schichtträgers hinter der Wanne 10 ist ein
weiteres, aus den Walzen 27, 28 bestehendes Walzenpaar in solcher Höhe angeordnet,
daß der' aus der Wanne 10 auslaufende Schichtträger zwischen die Walzen 27 und'
28 gelangt. Das Walzenpaar 27 und 28 dient sowohl zum Transport als auch zum Ausquetschen
der in dem Schichtträger befindlichen Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit tropft in den
unter dern Walzenpaar 27, 28 im Gehäuseunterteil 39 gebildeten Behälter 29.
-
In Vorschubrichtung des Schichtträgers hinter dem Walzenpaar 27, 28
befindet sich die Wanne 11. Die Walzen 27 sind in bezug zueinander in gleicher
Weise wie die Walzen 23, 24 angeordnet, so daß die Verbindungslinie 30 der Walzenachsen
schräg verläuft und der durchlaufende Schichtträger zu dem Flüssigkeitsspiegel der
Wanne 11 transportiert wird. Hinter der Wanne 11 ist ein weiteres Walzenpaar 31,
32 angeordnet. Dieses Walzenpaar liegt vor dem Ausführungsschlitz 21 und dient sowohl
zum Transport des Schichtträgers als auch zum Ausquetschen der anhaftenden Flüssigkeit,
die in eine im Gehäuseunterteil 39 vorgesehene Kammer 33 tropft.
-
Die Walzenpaare 23, 24; 27, 28; 31, 32 werden beispielsweise mittels
eines Kettenantriebs 34 angetrieben. Der Antriebsmotor ist mit 35 bezeichnet. Die
Walzen der einzelnen Walzenpaare stehen untereinander beispielsweise mittels Zahnrädern
in Antriebsverbindung. In Fig. 4 sind die Zahnräder 36, 37 des, Walzenpaars 23,
24 dargestellt. Durch diesen Antrieb ist ein gleichmäßiger Vorschub des Schichtträgers
durch die Vorrichtung gewährleistet.
-
Bei der Behandlung von Blattware werden Schichtträger verwendet, deren
Länge größer als der Abstand zwischen zwei Walzenpaaren 23, 24 und 27, 28 ist, so
daß das vordere Ende eines Schichtträgers bereits von dem Walzenpaar27, 28 erfaßt
wird, bevor das hintere Ende das Walzenpaar 23, 24 verlassen hat.