DE1096036B - Verfahren zum Mattieren der Oberflaeche von Polyaethylenterephthalatfilmen - Google Patents
Verfahren zum Mattieren der Oberflaeche von PolyaethylenterephthalatfilmenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J7/00—Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
- C08J7/12—Chemical modification
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J2367/00—Characterised by the use of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Derivatives of such polymers
- C08J2367/02—Polyesters derived from dicarboxylic acids and dihydroxy compounds
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Polyäthylenterephthalatfilmen und insbesondere
auf ein Verfahren zur Erzeugung einer mattierten oder glanzlosen Oberfläche auf solchen Filmen.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Mattieren der Oberfläche von Polyäthylenterephthalatfilmen, wobei
der Film mit einer wäßrigen Kalium- oder Natriumhydroxydlösung mindestens so lange in Berührung
gebracht wird, bis der Oberflächenglanz des Films verschwunden ist, in der Weise vorgeschlagen, daß nur eine
Fläche des Films mit der Lösung in Berührung gebracht wird, während die gegenüberliegende Fläche vorübergehend
auf einen Träger aufgeklebt wird.
Es wird vorgezogen, mit einer Lösung von Kaliumhydroxyd zu arbeiten, da sich hierbei die bei der Reaktion is
mit der Filmoberfläche auftretenden Produkte leichter durch Waschen entfernen lassen, als es bei den Reaktionsprodukten
mit Natriumhydroxyd der Fall ist.
Die Intensität der Behandlung hängt von der Temperatur, der Konzentration der Lösung und der Zeitdauer
der Berührung mit der Filmoberfläche ab. Diese Faktoren können innerhalb weiter Grenzen verändert werden, sie
sollten jedoch derart ausgeglichen werden, um den gewünschten Betrag der Abwandlung der Filmoberfläche
herbeizuführen. Wenn beispielsweise mit einer 50gewichtsprozentigen wäßrigen Lösung von Kaliumhydroxyd bei
einer Temperatur von 120 bis 1300C gearbeitet wird, so
findet eine beträchtliche Mattierung der Filmoberfläche statt, wenn der Film 1 Minute lang in die Lösung eingetaucht
wird, während bei einer Temperatur von 1400C der Lösung ein Auflösen des Films stattfindet. Eine
Konzentration von 30 bis 60 Gewichtsprozent Natriumoder Kaliumhydroxyd stellt im allgemeinen eine brauchbare
Konzentration dar, insbesondere wenn bei Temperaturen zwischen 90 und 13O0C gearbeitet wird, da
hierbei der Film unter Anwendung hoher Arbeitsgeschwindigkeiten behandelt werden kann.
Ein Polyäthylenterephthalatfilm kann auf jede Fläche
des Trägers aufgeklebt werden, so daß jeweils eine Oberfläche jedes Films gleichzeitig mit dem Alkali
behandelt werden kann.
Die Intensität der Behandlung kann verändert werden, um eine große Vielfalt von Produkten zu erzeugen, und
zwar im Bereich von Filmen, die noch durchsichtig sind, jedoch ihren Oberflächenglanz verloren haben, bis zu
Filmen, bei denen die behandelte Oberfläche weiß ist und eine deutliche Rauhheit besitzt.
Die Produkte gemäß der Erfindung können in verschiedener Weise angewendet werden. So können beispielsweise
derartig behandelte Filmoberflächen mit einem Bleistift oder Tinte beschrieben werden, und sie
können als Ersatz für Zeichenleinwand oder für andere Zeichen-, Schreib- oder Kopierzwecke verwendet werden,
wobei der Grad der Durchsichtigkeit des Materials von Verfahren zum Mattieren der Oberfläche
von Polyäthylenterephthalatfilmen
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited,
London
London
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Bohr, München 5,
Dr.-Ing. H. Fincke, Berlin-Lichterfelde, Drakestr. 51,
Dipl.-Ing. H. Bohr und Dipl.-Ing. S. Staeger,
München 5, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 29. November 1957
Großbritannien vom 29. November 1957
Norman New, Welwyn Garden City,
Hertfordshire (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
Hertfordshire (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
der Intensität der vorangegangenen Behandlung abhängt. Die Filme können auch als nichtspiegelnde Schutzoberflächenbeläge
verwendet werden, beispielsweise wenn sie in Folienform auf entsprechende Werkstoffe, wie Holz,
Gewebe, Papier oder plastische Werkstoffe einschließlich biegsame plastische Blätter, aufgebracht werden. Derartige
nichtglänzende und abriebbeständige Produkte sind beispielsweise Wandbekleidungen, Ziegel und Papier,
Polstergewebe, Kunststoff zur Herstellung von Handtaschen und Gepäckstücken sowie Buchschutzhüllen. Das
Verfahren kann auch dazu benutzt werden, die Klebeigenschaften von Polyäthylenterephthalatfilmen gegenüber
Belagmassen zu verbessern, beispielsweise gegenüber Wärmeschutzbelägen, und um die Haftfähigkeit von
Mehrschichtenmaterial zu verbessern, welches eine PoIyäthylenterephthalatfilmschicht
enthält und das besonders gute mechanische Eigenschaften aufweisen soll. Dies ist
beispielsweise der Fall bei Förderbändern und Antriebsriemen, welche in dem Mehrschichtenmaterial einen Polyäthylenterephthalatfilm
enthalten, um hierdurch die Zugfestigkeit und die Längenstabilität des betreffenden
Bandes zu sichern. Bei derartigen Mehrschichtenmaterialien kommt es also nicht darauf an, daß die
behandelte Polyäthylenterephthalatoberfläche in dem fertigen Produkt unbedingt sichtbar ist.
Die Erfindung ist in dem folgenden Beispiel erläutert.
Die Erfindung ist in dem folgenden Beispiel erläutert.
009 680/538
Ein Stück eines 0,006 mm starken planorientierten kristallisierten Polyäthylenterephthalatfilms wurde «auf
einer Seite mit einem druckempfindlichen Klebstoff versehen. Es wurde ein Mehrschichtenmaterial hergestellt, 5'
indem der so vorbehandelte Film auf die Oberfläche eines 0,127 mm starken Films des gleichen Materials
aufgebracht wurde. Dieses Mehrschichtenmaterial wurde 20 Sekunden lang in eine 50gewichtsprozentige Lösung
von Kaliumhydroxyd in Wasser bei einer Temperatur von 130 ±1°C eingetaucht. Das Produkt wurde nach
dieser Behandlung mit Wasser, danach mit Aceton gewaschen und dann getrocknet. Auf diese Weise wurde
der Oberflächenglanz der äußeren Oberflächen der dünneren Filme entfernt, ohne daß die Durchsichtigkeit
des Films wesentlich beeinflußt wurde. Die äußeren Filme wurden dann von dem Grundfilm entfernt und
ohne weitere Behandlung zur Erzeugung einer Schutzschicht auf der Oberfläche von Dekorationswandverkleidungen
benutzt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Mattieren der Oberfläche von Polyäthylenterephthalatfilmen, wobei der Film mit
einer wäßrigen Kalium- oder Natriumhydroxyd-Iösung so lange in Berührung gebracht wird, bis der
Oberflächenglanz des Films verschwunden ist, da durch gekennzeichnet, daß nur eine Fläche des
Füjns mit der Lösung in Berührung gebracht wird, während die gegenüberliegende Fläche vorübergehend
auf einen Träger aufgeklebt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine 30 bis 60 Gewichtsprozent Kaliumoder
Natriumhydroxyd enthaltende Lösung verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Film mit der Lösung bei einer
Temperatur zwischen 90 und 1300C in Berührung
gebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Film so lange mit der Kaliumoder
Natriumhydroxydlösung in Berührung gebracht wird, daß er nach dem Waschen und Trocknen mit
einem Graphitstift beschriftet werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift V 6119 IVc/39b (bekanntgemacht am 11.10. 1956).
Deutsche Auslegeschrift V 6119 IVc/39b (bekanntgemacht am 11.10. 1956).
© 009 680/538 12.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3725957A GB843850A (en) | 1957-11-29 | 1957-11-29 | Film treatment |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096036B true DE1096036B (de) | 1960-12-29 |
Family
ID=10395027
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI15675A Pending DE1096036B (de) | 1957-11-29 | 1958-11-24 | Verfahren zum Mattieren der Oberflaeche von Polyaethylenterephthalatfilmen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1096036B (de) |
| GB (1) | GB843850A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1151931B (de) * | 1961-02-16 | 1963-07-25 | Bayer Ag | Oberflaechenbehandlung von Gebilden aus hochmolekularen, thermoplastischen Polycarbonaten |
-
1957
- 1957-11-29 GB GB3725957A patent/GB843850A/en not_active Expired
-
1958
- 1958-11-24 DE DEI15675A patent/DE1096036B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1151931B (de) * | 1961-02-16 | 1963-07-25 | Bayer Ag | Oberflaechenbehandlung von Gebilden aus hochmolekularen, thermoplastischen Polycarbonaten |
| US3252844A (en) * | 1961-02-16 | 1966-05-24 | Bayer Ag | Method of obtaining a matte surface on polycarbonate |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB843850A (en) | 1960-08-10 |
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