DE1096095B - Piezoelektrischer Biegeschwinger aus polykristallinem, dielektrischem Werkstoff - Google Patents
Piezoelektrischer Biegeschwinger aus polykristallinem, dielektrischem WerkstoffInfo
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- B06B1/00—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency
- B06B1/02—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy
- B06B1/06—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction
- B06B1/0644—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction using a single piezoelectric element
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen piezoelektrischen Umformer
mit einem Schwingkörper aus einem polykristallinen, dielektrischen Werkstoff, der elektrische
Energie in mechanische Energie überzuführen vermag, oder umgekehrt. Als polykristalliner Werkstoff kann
z. B. Bariumtitanat bzw. eine bariumtitanathaltige Keramik verwendet werden.
Es ist bekannt, Biegeschwinger aus piezoelektrischen Werkstoffen in der Form herzustellen, daß man zwei
beiderseitig mit Metallbelägen versehene flache Plättchen fest miteinander verbindet. Die Güte solcher
Schwinger hängt entscheidend von den Eigenschaften der Verbindungsschicht ab. Es ist nun sehr schwierig,
dieser Verbindungsschicht die erforderlichen elastischen Eigenschaften zu geben, die denen des Plättchens
entsprechen. Weiterhin ist es schwierig, die Homogenität und mechanische Festigkeit der Verbindungsschicht
so zu gestalten, daß die Schicht beim Betrieb solcher Biegeschwinger den auftretenden Beanspruchungen
genügt. Um von den Eigenschaften solcher Verbindungsschichten unabhängig zu sein, ist
es auch bekannt, den Bieger als rohrförmigen Körper auszubilden, bei dem die beiderseitig eines gedachten
Längsschnittes getrennt aufgebrachten Metallbeläge zwei Schwinger darstellen, die durch die unmetallisierten
Teile des Körpers mechanisch miteinander verbunden sind. Bei der Herstellung solcher rohrförmiger
Biegeschwinger treten jedoch auch insofern Schwierigkeiten auf, als eine Metallisierung der außerordentlich
klein zu haltenden Innenbohrung nur schwer gelingt. Außerdem lassen sich solche Körper, deren Innenabmessungen
Bruchteile eines Millimeters betragen sollen, aus keramischen Massen nur sehr schwer herstellen,
da sich sowohl bei der Formgebung im plastischen Zustand und während der Trocknungs- und
Brennvorgänge die Innen bohrung so verformt, daß wiederum eine spätere gleichmäßige Metallisierung
praktisch unmöglich wird.
Gemäß der Erfindung werden die genannten Schwierigkeiten durch einen einteiligen Schwingkörper
beseitigt, der mindestens einen senkrecht zur Biegerichtung und in Richtung der Längsachse verlaufenden,
nach außen offenen Einschnitt aufweist, dessen Flächen zur Aufnahme der den Außenelektroden
gegenüberliegenden Innenelektroden dienen. Vorteilhafterweise kann der Schwingkörper einen H-förmigen
Querschnitt aufweisen. Es ist jedoch auch möglich, einen X-förmigen oder einen U-förmigen Querschnitt
für den Schwingkörper zu verwenden. Bei einem X-förmigen Querschnitt des Schwingkörpers sind vier
paarweise gegenüberliegende, senkrecht zur Biegerichtung verlaufende Einschnitte vorhanden, deren Flächen
zur Aufnahme der Elektroden dienen.
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Schwing-Piezoelektrischer Biegeschwinger
aus polykristallinem,
dielektrischem Werkstoff
dielektrischem Werkstoff
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Heinz Kehbel, Redwitz,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
körpers hat den großen Vorteil, daß keine abgeschlossenen Hohlräume vorhanden sind und somit die Metallbeläge
auf Flächen aufgebracht werden, die von außen zugänglich sind.
Der Biegeschwinger nach der Erfindung kann sowohl als Geber als auch als Empfänger vielfältige
Anwendung finden. Beispielsweise kann er als Tonabnehmerelement vorteilhaft sein. Entsprechend seiner
Zweckbestimmung können seine Länge und sein Durchmesser beliebig groß oder klein gewählt werden
und in einem beliebigen Verhältnis zueinander stehen.
In den Fig. 1 bis 8 sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung schematisch dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Biegeschwinger mit einem H-förmigen Querschnitt in perspektivischer Darstellung,
bei denen sämtliche Metallbeläge 1, 2, 3 und 4 auf von außen zugänglichen Flächen des Körpers aufgebracht
sind. Derartige Schwingkörper können in der durch Pfeile angegebenen Richtung in bekannter, durch
Anlage der positiven und negativen Potentiale angedeuteten Weise polarisiert werden, wobei die Beläge 2
und 3 miteinander verbunden werden. Durch die Pfeile ist gezeigt, daß gemäß Fig. 1 die beiden plattenförmigen
Teile 9 und 10 des Schwingkörpers in gleicher Richtung, gemäß Fig. 2 dagegen in gegensinniger
Richtung polarisiert werden können.
Die Fig. 3 und 4 stellen Seitenansichten der mit den Fig. 1 und 2 perspektivisch gezeichneten Schwing-
009 680/141
körper dar, und zwar nach einer Biegung des Schwingkörpers senkrecht zur Längsachse und senkrecht zu
den Belagflächen. Bei einer solchen Biegebeanspruchung wird der plattenförmige Teil 9 des Schwingkörpers
gedehnt und der Teil 10 zusammengedrückt. Wurde die Polarisation der zwei plattenförmigen Teile
des Schwingers gleichsinnig, wie in Fig. 1 dargestellt, durchgeführt, so entstehen am gedehnten plattenförmigen
Teil 9, wie in Fig. 3 dargestellt, die umgekehrten Potentiale wie im gedrückten Teil 10, und die Spannungsabnahme
erfolgt durch Parallelschaltung der beiden Teile.
Wurde dagegen die Polarisation gegensinnig, wie in Fig. 2 dargestellt, ausgeführt, so entstehen am
gedehnten Teil 9 die gleichen Spannungen wie am gedrückten Teil 10. Die durch die Biegung entstehenden
elektrischen Spannungen, die man an den Belägen 1 und 4 abnimmt, summieren sich dann durch Hintereinanderschaltung,
wie in Fig. 4 dargestellt.
Fig. 5 zeigt einen U-förmigen Querschnitt, Fig. 6 einen H-förmigen Querschnitt, bei dem die beiden
Einschnitte 5 und 6 sich nach außen vergrößern.
In Fig. 7 ist ein Schwingkörper mit X-förmigem Querschnitt dargestellt, während Fig. 8 wiederum
einen Schwingkörper mit einem H-förmigen Querschnitt darstellt, welcher zur Verbesserung der Steifheit
Ansätze 7 und 8 aufweist.
Claims (5)
1. Piezoelektrischer Biegeschwinger aus polykristallinem,
dielektrischem Werkstoff, insbesondere aus Barium-Titanat bzw. bariumtitanathaltiger
Keramik, dadurch gekennzeichnet, daß der einteilige Schwingkörper mindestens einen senkrecht
zur Biegerichtung in Richtung der Längsachse verlaufenden, nach außen offenen Einschnitt aufweist,
dessen Flächen zur Aufnahme der den Außenelektroden (1, 4) gegenüberliegenden Innenelektroden
(2, 3) dienen.
2. Biegeschwinger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingkörper einen
H-förmigen Querschnitt aufweist (Fig. 1,2,6 und 8).
3. Biegeschwinger nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen X-förmigen Querschnitt des
Schwingkörpers (Fig. 7).
4. Biegeschwinger nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch vier paarweise gegenüberliegende,
senkrecht zur Biegerichtung verlaufende, insbesondere verschieden starke Einschnitte, deren Flächen
zur Aufnahme der Elektroden dienen.
5. Biegeschwinger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingkörper einen
U-förmigen Querschnitt aufweist (Fig. 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 680/141 12.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54841A DE1096095B (de) | 1957-08-22 | 1957-08-22 | Piezoelektrischer Biegeschwinger aus polykristallinem, dielektrischem Werkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES54841A DE1096095B (de) | 1957-08-22 | 1957-08-22 | Piezoelektrischer Biegeschwinger aus polykristallinem, dielektrischem Werkstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096095B true DE1096095B (de) | 1960-12-29 |
Family
ID=7490060
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES54841A Pending DE1096095B (de) | 1957-08-22 | 1957-08-22 | Piezoelektrischer Biegeschwinger aus polykristallinem, dielektrischem Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1096095B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3947644A (en) * | 1971-08-20 | 1976-03-30 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Piezoelectric-type electroacoustic transducer |
| US4697118A (en) * | 1986-08-15 | 1987-09-29 | General Electric Company | Piezoelectric switch |
-
1957
- 1957-08-22 DE DES54841A patent/DE1096095B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3947644A (en) * | 1971-08-20 | 1976-03-30 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Piezoelectric-type electroacoustic transducer |
| US4697118A (en) * | 1986-08-15 | 1987-09-29 | General Electric Company | Piezoelectric switch |
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