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Gehäuse für Flüssigkeitszähler Die Erfindung betrifft ein Gehäuse
für Flüssigkeitszähler, das aus Kunststoff im Spritz- oder Preßverfahren herstellbar
ist und bei dem die Anschlußstutzen in verschiedenen Ebenen in das Gehäuse einmiinden,
während ihre Enden in beliebiger, vorzugsweise aber in gleicher Höhe liegen.
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Bei den bekannten Gehäusen Idieser Art sind die Anschlußstutzen als
Rohrstücke mit geradliniger Rohrachse ausgebildet, wobei im allgemeinen der lichte
Querschnitt der Anschlußstutzen kreisförmig ist und sich gegen die freien Enden
der Anschlußstücke hin konisch erweitert.
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Üblicherweise wird ein solches Gehäuse für Flüssigkeitszähler in
einen Rohrleitungsstrang eingeschaltet, wobei die Achsen der sich anschließenden
Robrleitungsstücke in einer Ebene und in einer Flucht liegen. Aus diesem Grunde
verlaufen die Anschlußstutzen bei den bekannten Gehäusen mit ihrer geradlinigen
Rohrachse schräg aufwärts bzw. abwärts, so daß sich an den Verbindungsstellen mit
den sich anschließenden Rohrleitungen ein Knick ausbildet, der sich strömungstechnisch
ungünstig auswirkt. Ein solcher Knick ergibt sich auch dann, wenn die Einmündungsöffnungen
der Anschlußstutzen im Vertikalschnitt durch Idas Gehäuse nicht diametral einander
gegenüberliegen, sondern zwecks Erzielung eines tangentialen Ein- und Auslaufs aus
der vertikalen Mittelebene herausgerückt sind.
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Zur Verbindung mit den anschließenden Rohrleitungen sind bei den
bekannten Gehäusen für Flüssigkeitszähler die Enden der Anschlußstutzen mit einem
ringförmigen Wulst versehen, der ein Außengewinde trägt, auf das eine Überwurfmutter
der Anschlußrohrleitung aufschraubbar ist. Die Achse des Gewindes fällt mit der
Rohrleitungsachse zusammen, liegt aber geneigt zur Achse des Anschlußstutzens, so
daß sich an dieser Stelle ungleich große Wandstärken ergeben. Dadurch wird die Herstellung
im Spritz- oder Preßverfahren erheblich erschwert.
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Stellt man solche Gehäuse für Flüssigkeitszähler und auch die anschließenden
Rohrleitungen aus Kunststoff her, dann ergibt sich eine besonders einfache Möglichkeit
des Einbaues eines solchen Gehäuses in ,den Rohrleitungsstrang dadurch, daß die
Enden der Anschlußstutzen mit den Enden der sich anschließenden Rohrleitungen verschweißt
werden.
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Jedoch ergeben sich hierbei Schwierigkeiten, weil die Anschlußstutzen
schräg zu ihrer geradlinigen Rohrachse abgeschnitten sind, wodurch sich ungleich
große Breiten der ringförmigen Stirnflächen der Anschlußstutzen vergeben. Außerdem
bleibt auch hierbei der Knick im Strömungsverlauf erhalten.
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Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, ein Gehäuse für
Flüssigkeitszähler anzugeben,
das aus Kunststoff im Spritz- oder Preßverfahren herstellbar
ist, bei dem die Anschlußstutzen in verschiedenen Ebenen in das Gehäuse einmünden
und bei dem die Enden der Anschlußstutzen in hebebiger, vorzugsweise aber in gleicher
Höhe liegen. Dieses Gehäuse soll fertigungstechnisch besonders einfach und billig
herstellbar sein, und die Anschlußstutzen sollen sich ohne Mühe mit den Enden der
ebenfalls aus Kunststoff bestehenden, sich anschließenden Rohrleitungen verschweißen
lassen. Weiterhin soll der strömungstechnisch ungünstige Knick im Strömungsverlauf
vermieden werden, und schließlsich soll die Form der Anschlußstutzen in solcher
Weise frei wählbar sein, daß ein solches Gehäuse auch nn einen Leitungsstrang eingebaut
werden kann, bei dem sich die Achsen der anschließenden Rohrleitungen schneiden
oder kreuzen, was gelegentlich bei besonderen Einbauverhältnissen vorkommt.
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Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Anschlußstutzen als kreisbogenförmig gekrümmte Rohre beliebiger Querschnittsform
ausgebildet sind, deren freie Stirnflächen Radialschnitte durch die kreisbogenförmig
gekrümmten Rohre darstellen. Die kreisbogenförmige Krümmung der Rohrachse der Anschlußstutzen
ermöglicht es, in der Spritz- oder Preßform kreisbogenförmig gekrümmte Kerne anzuordnen,
die um ihren Krümmungsmittelpunkt schwenkbar sind, so daß diese Kerne nach dem Spritz-
oder Preßvorgang auf einer kreisbogenförmigen Bahn aus den Anschlußstutzen ausgefahren
werden können. Üblicherweise wird man den Querschnitt der Anschlußstutzen kreisrund
gestalten.
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Jedoch kann man auch jede beliebige andere Querschnittsform, z. B.
quadratischen oder rechteckigen Querschnitt, verwenden, da ja eine Verschraubung
mit den Anschluß rohrleitungen entfällt. Allerdings müssen dann diese Anschlußleitungen
ebenfalls eine entspredende Querschnittsform aufweisen. Dadurch, daß die freien
Stirnflächen der Anschlußstutzen geu
mäß der Erfindung Radialschnitte
durch die kreisbogenförmig gekrümmten Rohre darstellen, hat die ringförmige Stirnfläche
der Anschluß stutzen überall die gleiche Breite wie bei einem gerade abgeschnittenen
Rohr. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, das sich anschließende Kunststoffrohr
mit dem Ende des Anschlußstutzens ohne Schwierigkeiten zu verschweißen.
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Vorteilhafterlveise werden die Stirnflächenebenen der AnschluLlstutzen
so gelegt, daß sie einer Ebene durch die Längsachse des als Hohlzylinder ausgebildeten
Gehäuses parallel sind, und man kann weiterhin die ringförmigen Stirnflächen der
Anschlußstutzen so legen, daß ihre Zentralen in einer Flucht liegen.
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Jede andere Lage der Stirnflächenebenen der Anschlußstutzen ist aber
ebensogut möglich, wenn nur die Anschluß stutzen eine kreisbogenförmig gekrümmte
Mittellinie aufweisen und die freien Stirnflächen Radialschnitte durch die kreisbogenförmig
gekrümmten Rohre darstellen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
im vertikalen Längsschnitt dargestellt. Das Gehäuse besteht im wesentlichen aus
einem als Hohlzylinder ausgebildeten Gehäuseteil 1 zur Aufnahme der Meßeinsätze
und aus zwei Anschlußstutzen 2 und 3, die in verschiedenen Höhen in den Gehäuseteil
1 einmünden. Die Anschlußstutzen 2 und 3 sind als kreisbogenförmig gekrümmte Rohre,
vorzugsweise gleicher Wandstärke, ausgebildet. Der Krümmungsmittelpunkt des Anschlußstutzens
2 ist mit A und der des Anschlußstutzens 3 mit B bezeichnet. Die Stirnflächen der
Anschlußstutzen 2 und 3 bilden Radialschnitte durch das kreisbogenförmig gekrümmte
Rohrstück 2 bzw. 3. Beim Anschlußstutzen 2 ist die Radialschnittebene mit E bezeichnet.
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Diese Schnittebene E liegt parallel zu einer Ebene durch die Längsachse
F-F des als Hohlzylinder ausgebildeten Gehäuseteiles 1. An den Anschlußstutzen 2
schließt sich eine gerade Rohrleitung 4 an, die bei 4a mit der Stirnfläche des Anschlußstutzens
2 verschweiß ist. Für den Anschlußstutzen 3 sind 2 verschiedene Radialschnittebenen
G und H eingezeichnet. Die Radialschnittebene G liegt ebenso wie die Radialschnittebene
E parallel zur Ebene durch die Längsachse F-F des Gehäuseteiles 1. Die Lage der
Krümmungsmittelpunkte A und B ist dabei so gewählt, daß die Zentrale C-C der ringförmigen
Stirnfläche des Anschlußstutzens 2 in einer Flucht mit der Zentrale D-D der ringförmigen
Stirnfläche des Anschlußstutzens 3 liegt, wenn der Anschlußstutzen 3 nach der Radialschnittebene
G abgeschnitten ist. In diesem Fall fluchtet dann auch die Achse der sich anschließenden
Rohrleitung 5, die mit strichpunktier-
ten Linien eingezeichnet ist, mit der Achse
der Rohrleitung 4 auf der anderen Seite des Gehäuses.
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Für den Anschlußstutzen 3 ist eine weitere RadialschnittebeneH eingezeichnet,
und die Form des Anschlußstutzens 3 ist in gestrichelten Linien eingezeichnet. Die
Achse des sich anschließenden, ebenfalls gestrichelt eingezeichneten Rohrleitungsstücks
6 schneidet in diesem Fall die Achse des Rohrleitungsstücks 4.
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In der Zeichnung ist dargestellt, daß die Krümmungsmittelpunkte>4
und B für die Anschlußstutzen und damit für die Formkerne in der Zeichenebene liegen,
d. h. in einer vertikalen Mittelebene durch das Gehäuse. Die Krümmungsmittelpunkte
können aber auch aus der Zeichenebene herausgerückt sein, was insbesondere dann
erforderlich ist, wenn die Anschlußstutzen nicht an diametral einander gegenüberliegenden
Punkten in den Gehäuseteil 1 einmünden sollen, sondern in Umfangsrichtung gegeneinander
versetzt sind, so daß die Flüssigkeit mehr oder minder stark tangential in den Gehäuseteil
1 einströmt.
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Die Lage der Krümmungsmittelpunkte A und B in bezug auf die Längsachse
des als Hohlzylinder ausgebildeten Gehäuseteiles und damit die Größe der Krümmungsradien
kann in jedem Fall so gewählt werden, daß günstige Strömungsverhältnisse im Gehäuseteil
1 entstehen. In der Zeichnung ist der Krümmungsradius a für den Anschlußstutzen
2 wesentlich größer als der Krümmungsradius b für den Anschlußstutzen 3.