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DE1095831B - Herstellung von bestaendigen Anlagerungsverbindungen des Bortrifluorids - Google Patents

Herstellung von bestaendigen Anlagerungsverbindungen des Bortrifluorids

Info

Publication number
DE1095831B
DE1095831B DEF27652A DEF0027652A DE1095831B DE 1095831 B DE1095831 B DE 1095831B DE F27652 A DEF27652 A DE F27652A DE F0027652 A DEF0027652 A DE F0027652A DE 1095831 B DE1095831 B DE 1095831B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boron
boron trifluoride
addition compounds
production
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF27652A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Konrad Lang
Dr Friedrich Schubert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF27652A priority Critical patent/DE1095831B/de
Publication of DE1095831B publication Critical patent/DE1095831B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Herstellung von beständigen Anlagerungsverbindungen des Bortrifluorids Bortrifluorid ist bekannt wegen seiner Neigung, mit organischen Verbindungen die verschiedenartigsten Reaktionen einzugehen. Es findet daher technische Verwendung als Katalysator bei vielen organischen Reaktionen, beispielsweise Alkylierungs-, Polymerisations- und Isomerisierungsreaktionen.
  • Bortrifluorid ist weiterhin wegen seiner Wohifeilheft und Reaktionsfähigkeit ein beliebtes Ausgangsmaterial für die Herstellung von Borverbindungen. So dient es zur Gewinnung von Bonvasserstoffen, Boralkylen, Boranaten und Borazanen. Als stark korrodierend wirkendes Gas von nicht unbeträchtlicher Wasserempfindlichkeit kann Borfluorid nur mit hohem technischem Aufwand verarbeitet werden. Man verwendet daher Borfiuorid vorteilhaft in Form bestimmter Anlagerungsverbindungen. Borfluorid ist eine sogenannte Lewissäure und als solche zur Bildung von Anlagerungsverbindungen mit sogenannten Lewisbasen in starkem Maße befähigt. Zur Gruppe dieser Lewisbasen zählen Verbindungen, welche Atome mit freien Elektronenpaaren enthalten, z. B.
  • Amine, Äther, Phosphine, Nitrile, Oxime, Aminoxyde, Carbonsäuren, organische Säureanhydride, Ester, Säureamide u. a. (s. Gmelin, Handbuch der Anorganischen Chemie, System Nr. 13, Ergänzungsband, 1954). Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Borfluoridanlagerungsverbindungen an Äther und Amine.
  • Wegen der Reaktionsfähigkeit und vor allem der katalytischen Eigenschaften des Borfluorids sind sehr viele seiner Anlagerungsverbindungen nicht oder nur begrenzt beständig. So färbt sich frisch destilliertes und völlig farbloses Borfiuoriddiäthylätherat beim Stehen unter teilweiser Zersetzung braunschwarz. Leitet man in Tetrahydrofuran Bortrifluorid ein, so verfärbt sich das Gemisch sehr rasch und geht in eine braunschwarze, gummiartige Masse über.
  • Die Herstellung von reinem, farblosem Borfluoridtriäthylaminat (C2H5)3N . BF3 aus den Komponenten ist praktisch nicht möglich, da sich das Produkt bei Raumtemperatur sehr rasch in eine schwarzbraune Schmiere verwandelt (Gmelin, Handbuch der Anorganischen Chemie, System Nr. 13, Ergänzungsband 1954, S. 250).
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von beständigen Anlagerungsverbindungen des Bortrifluorids an Lewisbasen durch Umsetzung von Bortrifluorid bzw. dessen Anlagerungsverbindungen mit Lewisbasen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Umsetzung in Gegenwart von geringen Mengen an Borwasserstoffen bzw. deren Anlagerungsverbindungen durchgeführt wird.
  • Es zeigte sich nämlich, daß die oben geschilderten Zersetzungsreaktionen praktisch vollständig unterdrückt werden, wenn man der Lewisbase, also z. B. dem betreffenden Amin oder Äther vor der Umsetzung mit Borfluorid eine geringe Menge eines Borwasserstoffes oder eines Anlagerungsproduktes der Borwasserstoffe zusetzt.
  • Von den Borwasserstoffen sind zwei Verbindungsarten bekannt, die den allgemeinen Formeln BnH1,+4 und Bahn+, entsprechen. Von den Anlagerungsverbindungen sind besonders die Metallborhydride oder Boranate Me H . B H3 und die Aminborane oder Borazane R3 N B H3 (Me = Metall, R = H oder Kohlenwasserstoffrest) zu nennen. Diese Anlagerungsverbindungen stellen bequem handzuhabende Formen der Borwasserstoffe dar und sind technisch leicht zugänglich. Es ist nicht notwendig, die Borwasserstoffe als solche einzusetzen, man kann sie auch in der Reaktionsmischung erzeugen. Versetzt man z. B. Tetrahydrofuran mit Natriumboranat und leitet dann Borfluorid ein, dann bildet sich Diboran, welches im Tetrahydrofuran in Form einer lockeren Anlagerungsverbindung etwas löslich ist: 3 NaBH4+4 Bs3+4 C4H8O + 4 C4H8O.BH3+3 NaBF4.
  • Führt man die gleiche Reaktion beispielsweise in Triäthylamin durch, dann bildet sich N-Triäthylborazan: 3 NaBH4+4 BFaH4(CH5)3N 4 4 (C2H5)3N . BH3+3NaBF4.
  • Aus diesen Anlagerungsverbindungen wird bei weiterer Einwirkung von Borfluorid Diboran in Freiheit gesetzt: 2 (C2H5)3 N . Bs3+2 BF3 > 2 (C2H5)3N . BF3+B2Hß Man gibt normalerweise 0,5 bis 50/, Borwasserstoffverbindung, bezogen auf die zu gewinnende Menge Borfluoridanlagerungsverbindung, zu.
  • Vorteilhaft werden die so erhaltenen An]agerungsverbindungen des Bortrifluorids anschließend an ihre Herstellung destilliert, wobei sie in farbloser, reiner Form anfallen. Die Beständigkeit der auf diesem Wege hergestellten Produkte ist überraschend groß, wobei für die Lagerbeständigkeit der Produkte ein geringer Gehalt an Borwasserstoff bzw. dessen Anlagerungsprodukten vorteilhaft ist. Das als unbeständig beschriebene Bortrifluoridtriäthylaminat fällt beispielsweise als schwachgelbgefärbtes, nach der Destillation unzersetzt haltbares, rein farbloses Produkt an; Borfluoridtetrahydrofuranat wird nach der Destillation als farblose, bei längerem Lagern einen in dicker Schicht gelblichen Farbton annehmende Flüssigkeit erhalten.
  • Beispiel 1 Zu 21 technischem Tetrahydrofuran gibt man 20g Natnumboranat und leitet unter Rühren und Außenkühlung mit Eiswasser einen kräftigen Strom von Bortrifluorid ein; die Innentemperatur wird auf 20 bis 25° C gehalten. Die Umsetzung wird unter einem gut ziehenden Abzug durchgeführt. Nach beendeter Absorption des Boifuorids destilliert man das Produkt im Vakuum und erhält völlig farbloses und haltbares Bortrifluoridtetrahydrofuranat. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.
  • Beispiel 2 Zu 405 g Triäthylamin gibt man 5 g Natriumboranat und tropft unter kräftigem Rühren und Außenkühlung mit Eiswasser 560 g Borfluoridtetrahydrofuranat zu.
  • Nach der Umsetzung destilliert man im Wasserstrahlvakuum zunächt das Tetrahydrofuran und anschließend bei 76"C und 1 Torr das Borfluoridtriäthylaminat ab.
  • Es fällt in farbloser, haltbarer Form an.
  • An Stelle von Natriumboranat kann auch N-Triäthylborazan (C2H5)3N-BH3 zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von beständigen Anlagerungsverbindungen des Bortrifluorids an Lewisbasen durch Umsetzung von Bortrifluorid oder dessen Anlagerungsverbindungen mit Lewisbasen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart von geringen Mengen an Borwasserstoffen oder deren Anlagerungsverbindungen durchführt.
DEF27652A 1959-02-05 1959-02-05 Herstellung von bestaendigen Anlagerungsverbindungen des Bortrifluorids Pending DE1095831B (de)

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