DE1094705B - Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. - Google Patents
Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl.Info
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- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
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- B26D5/08—Means for actuating the cutting member to effect the cut
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Description
DEUTSCHES
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Antrieb für Dreimesserschneidemaschinen mit Vorrichtungen
zum Einführen für den Schneidgutstapel, zum Pressen, Schneiden und Auswerfen.
Bei Dreimesserschnellschneidemaschinen mit Stapeleinführung ist es bisher üblich, die Bewegung der
Preß-, Schneid- und Auswerfeinrichtung auf mechanischem Wege zu steuern und auszulösen. Die mechanische
Betätigung insbesondere der Schneid- und Auswerfvorrichtung bei Dreimesserschneidemaschinen
ist mit einem hohen baulichen Aufwand verbunden. Dieser große bauliche Aufwand läßt sich erfindungsgemäß
dadurch vermeiden, daß einerseits die Vorrichtung zum Einführen für den Schneidgutstapel und
andererseits die Vorrichtungen zum Pressen, Schneiden und Auswerfen mit voneinander unabhängigen,
elektromagnetisch steuerbaren Motoren versehen sind, von denen der beim Arbeitsablauf ständig laufende
Motor mit einer Magnetkupplung verbunden ist. Diese Gestaltung hat den Vorteil nicht nur großer Einfachheit,
sondern auch den Vorzug freizügiger räumlicher Anordnung der verschiedenen Schaltelemente und
schließt neue Kombinationsmöglichkeiten in den Schaltvorgängen ein.
Vorteilhaft kann für eine unabhängige Bewegung der Preß-, Schneid- und Auswerfvorrichtung ein
Stromkreis mit einem Handschalter zum Einschalten eines ersten Elektromagnetschalters für die Elektromagnetkupplung
und ein Stromkreis mit einem zweiten Handschalter zum Einschalten der Elektromagnetkupplung
vorgesehen sein. Diese Schalteinrichtung kann aus zwei zum Zwecke der Zweihandeinrückung
räumlich getrennten Handschaltern bestehen. Auf solche Weise ergibt sich z. B. für die Einrichtung beim
Dreischneider eine Betätigungsweise, ähnlich wie sie bei Einmesserschneidemaschinen als Zweihandeinrükkung
genannt ist. In dem Stromkreis für den Elektromotor der Zuführvorrichtung des Stapels kann ein
Handschalter angeordnet und an diesem Stromkreis ein Umgehungsstromkreis vorgesehen sein, welcher
einen Fußschalter und einen Kippschalter für den automatischen Ablauf eines Arbeitsspieles der Einführvorrichtung
aufweist. Durch die Fußbedienung wird die Hand frei für andere Arbeiten, wie z. B. das
Einlegen der Stapel. Ferner ergibt sich die vorteilhafte Möglichkeit, durch dasselbe Fußbetätigungselement
sowohl die Stapelklemme als auch den Fußschalter für die Auslösung der Einführungsbewegung
zu bedienen.
Für Einmesserschneidemaschinen ist auch schon eine elektromagnetische Betätigung bekannt. Obwohl
diese Maschinen schon Jahrzehnte bekannt sind, hat man die elektromagnetische Betätigung gleichwohl auf
Dreimesserschneidemaschinen nicht übertragen, weil
Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen für Papier, Pappe od. dgl.
Anmelder:
Atlas -Werke Aktiengesellschaft,
Bremen, Stephanikirchenweide 1-19
Bremen, Stephanikirchenweide 1-19
Georhard Bode, Bremen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ao hier wesentlich kompliziertere Vorgänge als bei der Einmesserschneidemaschine vorliegen und ein einfacher
Ersatz der in Jahrzehnten entwickelten und bewährten mechanischen Anordnungen mit ihrem
unübersichtlichen Ineinandergreifen nicht ohne weileres möglich schien. Wegen ihrer völlig verschiedenen
Arbeitsweise hat sich auch die Entwicklung der Einmesser- und der Dreimessermaschinen völlig getrennt
vollzogen, so daß schon aus diesem Grunde die Übertragung von Maßnahmen von einem auf das andere
Gebiet durch den Fachmann im allgemeinen nicht in Betracht gezogen werden konnte. So wird bei Dreischneidern
mit Stapeleinführung der Stapel außerhalb der Schneidstation bereits in eine Klemme eingelegt,
die dann unter die Schneidstation fährt. Schon allein diese erste Phase ist vom Einmesserschnellschneider
vollständig verschieden. Das daraufhin folgende Arbeitsspiel des Dreischneiders unterscheidet sich
ebenfalls von dem des Einmesserschnellschneiders ganz wesentlich. Nachdem die Pressung den Stapel
festgehalten hat, arbeiten zwei Seitenmesser, nach, deren Hochgang und Stillsetzen ein Vordermesser.
Während dieser Zeit umfahren zwei Auswerfer den, Stapel, und zwar so, daß die Auswerfer aus dem Bereich
der jeweilig arbeitenden Messer herausgehalten werden müssen. Gleichzeitig erfolgt der Hochgang·
der Preßvorrichtung, und der Stapel wird von den Auswerfern ausgestoßen.
Bei den bisher bekannten Dreimesserschneidemaschinen wurde die Abstimmung der einzelnen
Bewegungsphasen aufeinander vorwiegend auf mechanischem Wege erreicht. Durch die elektrische Steuerung
der Arbeitsabläufe gemäß der Erfindung ergibt sich für Dreimesserschneidemaschinen ferner der
spezifische Vorteil, daß bestimmte Einzelbewegungen
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auf einfache Weise unabhängig voneinander gemacht werden können.
Die Erfindung sei an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Dreimessermaschine in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 ein Schaltbild dieser Maschine.
Die dargestellte Dreimessermaschine ist in üblicher Weise mit Einrichtungen zum Einführen der Stapel,
zum Pressen des eingelegten Stapels, zum Beschneiden durch die drei Messer und einer Einrichtung zum
Auswerfen der beschnittenen Stapel versehen. Der Antrieb dieser verschiedenen Einrichtungen erfolgt
durch zwei Elektromotoren, und zwar der Antrieb der Einführeinrichtung durch einen Motor 1 und der Antrieb
der übrigen Einrichtungen durch einen Motor 2. Während der Motor 1 nur zur Bewegung der Einführeinrichtung
eingeschaltet wird, läuft der Motor 2 ständig und überträgt seine Bewegung über eine
Kupplung 3. Der Einführmotor 1 wird über einen Schaltschütz 4 mit Kontakt 5 an die Netzspannung
gelegt. Das Netzschütz 4 wird erregt über einen Stromkreis 6, 7. In diesem Stromkreis ist eine Drucktaste
8, die bei normaler Arbeitsweise zu bedienen ist, um die Einführbewegung auszulösen. Nach Betätigung
der Drucktaste 8 wird durch das Schütz 4 ein Haltekontakt 9 eingelegt, der die Schließung eines
Haltestromkreises 10 vorbereitet. In diesem Hilfsstromkreis liegt ein von einem Nocken 11 betätigter
Endlagenschalter 12, der in der Ausgangs- und Ruhestellung der Papiereinführvorrichtung unterbrochen
ist. Damit der Haltekontakt 9 wirksam wird, muß die Taste 8 so lange geschlossen bleiben, bis durch Anlauf
des Motors 1 der Nocken 11 den Schalter 12 schließt.
Nach Betätigung des Schalters 8 vollzieht sich ein einmaliges Arbeitsspiel der Einführvorrichtung. Sobald
diese in ihre Endlage, d. h. ihre Anfangs- oder Ausgangslage, zurückgekehrt ist, wird der Haltestromkreis
10 durch den Endlagenschalter 12 unterbrochen und damit der Motor 1 zum Stillstand gebracht.
Um zu einem fortlaufenden Betrieb der Einführvorrichtung zu gelangen, ist parallel zur Taste 8 ein
Stromkreis 13 mit einem Handschalter 14 vorgesehen, der beispielsweise als Kippschalter ausgebildet sein
kann. Im Gegensatz zur Taste 8 kehrt dieser Handschalter nach Betätigung nicht von selbst in seine
Offenlage zurück, sondern hält den Stromkreis 13 geschlossen, so daß der Endlagenschalter 12 unwirksam
ist und das Schütz 4 ständig eingeschaltet bleibt.
Im Stromkreis 13 ist in Reihe mit dem Handschalter 14 eine Fußtaste 15 vorgesehen, so daß die
Betätigung wahlweise von Hand oder durch den Fuß erfolgen kann. Eine Unterbrechung des Vorganges
durch öffnen des Stromkreises 13 mittels des Handschalters 14 oder der Fußtaste 15 wird nur dann wirksam,
wenn der Endlagenschalter 12 in der Offenstellung bzw. die Einführvorrichtung in ihrer Ausgangslage
ist.
Hat die Stapelklemme 32 durch Motor 1 das Schneidgut in die Schneidposition gebracht, so wird
durch einen mit dem Sattel verbundenen Schalter 17 ein Stromkreis 18 für das Schaltschütz 19 geschlossen,
das einen Schaltkontakt 20 aufweist, der im Stromkreis 21 der Magnetkupplung 3 liegt, und einen zweiten
Schaltkontakt 22, der im Haltestromkreis 23 des Schaltschützes 19 liegt. Der Schalter 17, der in Abhängigkeit
von Sattelvorschub betätigt wird, kehrt nach Umkehr des Sattels wieder in die Offenlage
zurück. Im Haltestromkreis 23 liegt ein weiterer Schalter 24, der den Haltestromkreis öffnet, wenn die
Maschine bzw. die Messer ihren oberen Totpunkt erreicht haben. Dieser Schalter wird betätigt durch einen
Nocken 25, der mit dem Antrieb verbunden ist. Der Schalter 24 ist so ausgebildet, daß sich seine Kontakte
mit denen des Schalters 17 leicht überschneiden. Infolgedessen arbeiten die beiden Schalter so zusammen,
daß, wenn während des Arbeitsspieles der Schalter 17 den Stromkreis 18 zum Schütz 19 unterbricht, der
ίο Schalter 24 über den Stromkreis 23 die Stromzuführung
zum Schütz 19 übernimmt. Erst in der oberen Totlage des Antriebs wird die Stromzuführung durch
öffnen des Schalters 24 unterbrochen.
Die Magnetkupplung 3 wird von einer Gleichstromquelle über einen Stromkreis 25 gespeist, in dem der
Kontakt 20 von Schütz 19 liegt. In dem Stromkreis 25 liegen zwei Schalter 26 und 27, die mit dem Steuerschaltern
17 und 24 mechanisch verbunden sind und lediglich den Zweck haben, den Stromkreis 25 zu
unterbrechen, für den Fall, daß der Kontakt 20 des Schützes 19 einmal klebenbleiben sollte. Unabhängig
von den Steuerschaltern 17 und 24 ist zur Betätigung des Schützes 19 noch in Stromkreis 28 mit einer
Taste 29 vorgesehen, mit der das Schütz 19 betätigt werden kann, um die Kupplung 3 unabhängig von
der Einführbewegung einschalten zu können. Damit die Magnetkupplung 3 zum Ansprechen kommt, liegt
in dem Stromkreis 25 parallel zu den Schaltern 26 und 27 noch eine von Hand zu betätigende Taste 30,
so daß durch gleichzeitiges Einlegen der Taste 29 und 30 die Messerbewegung ohne die Einführbewegung
ausgelöst werden kann.
In der Zuführung für die Stromkreise zum Schütz 19 können mehrere Sicherheitsschalter 31 vorgesehen
sein, die zur Sicherheit für das bedienende Personal oder zur Sicherung gegen Schäden in der Maschine
vorgesehen sind. Insbesondere kann ein Notschalter 33 zur sofortigen Ausschaltung der Messerbewegung,
ferner können Sicherheitsschalter zur Unterbrechung des Messerantriebes bei geöffneten Verkleidungsblechen eingebaut sein.
Claims (6)
1. Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen für Papier, Pappe od.. dgl., mit Vorrichtungen zum
Einführen für den Schneidgutstapel, zum Pressen, Schneiden und Auswerfen, dadurch gekennzeichnet,
daß einerseits die Vorrichtung zum Einführen für den Schneidgutstapel und andererseits die Vorrichtungen
zum Pressen, Schneiden und Auswerfen mit voneinander unabhängigen, elektromagnetisch
steuerbaren Motoren (1, 2) versehen sind, von denen der beim Arbeitsablauf ständig laufende
Motor (2) mit einer Magnetkupplung verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für eine unabhängige Bewegung
der Preß-, Schneid- und Auswerfervorrichtung ein Stromkreis (28) mit einem Handschalter (29) zum
Einschalten eines ersten Elektromagnetschalters (20) für die Elektromagnetkupplung (3) und ein
Stromkreis (25) mit einem zweiten Handschalter (30) zum Einschalten der Elektromagnetkupplung
(3) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (29, 30)
zur unabhängigen Auslösung der Preß-, Schneid- und Auswerfvorrichtung aus zwei zum Zwecke
der Zweihandeinrückung räumlich getrennten Handschaltern (29 und 30) besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis für den
Elektromotor der Zuführvorrichtung des Stapels ein Handschalter (8) angeordnet und an diesem
Stromkreis ein Umgehungsstromkreis (13) vorgesehen ist, welcher einen Fußschalter (15) und einen
Kippschalter (14) für den automatischen Ablauf eines Arbeitsspieles der Einführvorrichtung aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fußschalter (15) mit einem an der Vorderseite der Schneidemaschine angeordneten
Fußhebel (34) für die Stapelklemme (32) kombiniert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein von den Bekleidungsblechen beeinflußter und im Stromkreis des Elektromotors
(2) für den Antrieb der Preß-, Schneid- und Auswerfervorrichtung angeordneter Sicherheitsschalter
vorgesehen ist, derart, daß bei abgenommenen Verkleidungsblechen der elektrische
Strom unterbrochen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 668 705, 2 649 153,
182 018.
USA.-Patentschriften Nr. 2 668 705, 2 649 153,
182 018.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA26780A DE1094705B (de) | 1957-03-19 | 1957-03-19 | Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA26780A DE1094705B (de) | 1957-03-19 | 1957-03-19 | Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1094705B true DE1094705B (de) | 1960-12-15 |
Family
ID=6926241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA26780A Pending DE1094705B (de) | 1957-03-19 | 1957-03-19 | Antrieb von Dreimesserschneidemaschinen fuer Papier, Pappe od. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1094705B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2182018A (en) * | 1937-04-02 | 1939-12-05 | Harris Seybold Potter Co | Two-hand control |
| US2649153A (en) * | 1948-09-04 | 1953-08-18 | Harris Seybold Co | Hydraulic cutting machine |
| US2668705A (en) * | 1949-05-04 | 1954-02-09 | Rosenthal Harry | Push button controlled sheet material feeding apparatus |
-
1957
- 1957-03-19 DE DEA26780A patent/DE1094705B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2182018A (en) * | 1937-04-02 | 1939-12-05 | Harris Seybold Potter Co | Two-hand control |
| US2649153A (en) * | 1948-09-04 | 1953-08-18 | Harris Seybold Co | Hydraulic cutting machine |
| US2668705A (en) * | 1949-05-04 | 1954-02-09 | Rosenthal Harry | Push button controlled sheet material feeding apparatus |
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