DE2021645C3 - Schutzvorrichtung für Registerschneidmaschinen - Google Patents
Schutzvorrichtung für RegisterschneidmaschinenInfo
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- 230000001681 protective effect Effects 0.000 title claims description 5
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16P—SAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
- F16P3/00—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
- F16P3/18—Control arrangements requiring the use of both hands
- F16P3/24—Control arrangements requiring the use of both hands for mechanical controls
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26D—CUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung für Registerschneidmaschinen mit einem motorisch
angetriebenen, auf und ab beweglichen Schneidmesser und einem vor diesem angeordneten Abstreicher
für geschnittene Blätter, wobei eine Antriebsvorrichtung für den Abstreicher derart nachgiebig ausgebildet
ist, daß seine Bewegung durch ein auf den zu schneidenden Blättern befindliches Hindernis aufgehalten
wird.
Bei der Arbeit an Registerschneidmaschinen ist es unvermeidlich, daß die Bedienungsperson mit der den
nicht einzuschneidenden Buchteil zurückhaltenden Hand nahe in den Bewegungsbereich des Schneidmessers
gelangt, so daß die Bedienungsperson bei unachtsamen Bewegungen unfallgefährdet ist.
Bekannt (DE-AS 11 14 780) ist eine Registerschneidmaschine,
bei der der Abstreifer als ein von einer horizontalen Welle abragender Stab ausgebildet ist.
Während des Abstreifvorganges bewegt sich der Stab auf seiner Kreisbahn nach unten. Nach dem Abstreifen
bewegil sich der Stab mit gleicher Drehrichtung weiter auf seiner Kreisbahn und gelangt schließlich wieder von
oben her auf die nächste abzustreifende Blätterlage. Der Stab ist mit einer Überlastungskupplung mit der Welle
f>n
6'> verbunden, die ausrastet, wenn der Stab auf ein
Hindernis stößt, z. B. auf die Hand der Bedienungsperson. Der Stab kann bei auftretendem Widerstand auch
ausschwingen und die Maschine dabei durch Ausrücken der Kupplung stillsetzen. Bei der bekannten Abstreifvorrichtung
kann der Abstreifer nicht verhindern, daß die Bedienungsperson durch das Schneidmesser gefährdet
wird, da der Abstreifer erst nach dem Schneidvorgang in den Bereich vor dem Messer gelangt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schutzvorrichtung der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß der Stromkreis für den Betrieb des Schneidmesserantriebes erst eingeschaltet wird, wenn
ein Eingreifen in den Bewegungsbereich des Schneidmessers nicht mehr möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Abstreicher als auf und ab bewegliches
Schwert ausgebildet ist, wobei das Schwert od;r ein mit diesem bewegungsverbundener Maschinenteil mit
einem Auslöseorgan und einem elektrischen Schalter zusammenwirkt, dessen Betätigungsorgane so angeordnet
und ausgebildet sind, daß der Schalter erst betätigt wird, wenn sich das Schwert in einer vorbestimmten
abgesenkten Lage befindet
Das Schwert verhindert in der abgesenkten Stellung den Zugang zum Schneidmesser, und zwar bevor das
Messer bewegt werden kann, da die Betätigung des Schalters, mit dem der Messerantrieb gesteuert wird,
erst dann erfolgt, wenn das Schwert abgesenkt ist. Im Falle eines Hindernisses im Bewegungsbereich des
Schwertes kann sich dieses nicht vollständig absenken und der Schalter kann auch nicht betätigt werden. An
einer bereits mit einem Schwert ausgerüsteten Maschine kann der Schalter mit geringem Bauaufwand noch
nachträglich angebracht werden.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung angegeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestelL' Es zeigt
F i g. I eine teilweise Seitenansicht der Registerschneidmaschine
mit Schutzvorrichtung, z. T. im Schnitt,
F i g. 2 eine teilweise Vorderansicht der Maschine mit Schutzvorrichtung.
Die Maschine dient zum Einschneiden von Registern in Büchern, wie Adreßbüchern, Wörterbüchern, Katalogen,
Fahrplänen, gebundenen oder gehefteten Geschäftsbüchern oder Agenden. Die Registerschneidmaschine
ist mit einem Messerbalken 1 versehen, an dem ein Obermesser 2 befestigt ist. Der Messerbalken 1 wird
in an sich bekannter Weise durch Führungen gehalten, so daß es durch einen motorischen Antrieb auf und ab
bewegt werden ka:>n. Das Untermesser 3 ist auf einem Support 4 der Maschine abgestützt. Der einzuschneidende
Buchteil 5 liegt flach auf dem Untermesser 3 auf, während der bereits geschnittene Buchteil 6 nach unten
gebogen ist Der übrige — ebenfalls noch nicht geschnittene — Buchteil 7 wird von Hand zurückgebogen,
wie dies in F i g. 1 angedeutet ist.
Vor dem Obermesser 2 befindet sich ein Preßbalken 8, um den einzuschneidenden Buchteil während des
Schneidvorganges auf das Untermesser 3 anzudrücken.
Ein auf und ab bewegliches Schwert 9 ist vor dem Preßbalken 8 angeordnet und wird von zwei in
Führungen 11 gehaltenen Stangen 10 getragen. Diese Stangen 10 sind oben durch einen Querbalken 20
verbunden, an dem ein einarmiger, nach hinten ragender Hebel 12 sitzt. Dieser Hebel 12 ist am anderen Ende um
einen Bolzen schwenkbar. An diesem Hebel 12 ist ein
Auflaufnocken 14 befestigt, gegen den die Betätigungsrolle 16 eines Mikroschalters 15 anliegt. Wenn sich das
Schwert in der in Fig. 1 in vollen Linien dargestellten
oberen Endlage befindet, ist der Schalter 15 geöffnet und schließt sich erst, wenn die Betätigungsrolle 16 in
den Bereich der Anschrägung 17 des Auflaufnockens 14 kommt.
Der Hebel 12 wird in seiner oberen Endlage durch einen Stift 13 gehalten, der über ein Kabel oder eine
Zugstange mechanisch mit einem Fußhebel verbunden ist. Sobald der Stift 13 durch Betätigung des Fußhebels
in Richtung des Pfeiles A bewegt wird, stützt er den Hebel 12 nicht mehr, so daß er herunterfällt, wobei die
Stangen 10 und das Schwert 9 diese Abwärtsbewegung mitmachen. Die Anordnung ist so getroffen, daß das
Schwert 9 in der abgesenkten, ir. F i g. I in unterbrochenen Linien dargestellten Lage nur einen geringen
Zwischenraum B über dem Buchteil 5 verbleibt, wobei dieser Spalt auf jeden Fall kleiner ist als Fingerdicke.
Kurz bevor diese abgesenkte Lage des Schwertes 9 erreicht ist, schaltet der Schalter !5 ein, da die Lage des
Auflaufnockens 14 entsprechend eingestellt i:c
Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, wodurch über elektrische Zwischenglieder der Antrieb für das
Schneidmesser eingeschaltet wird. Dies kann dadurch erfolgen, daß der Schaltfinger einer Eintourenkupplung
mittels Elektromagnet betätigt wird oder die Bremse eines Bremsmotors gelüftet wird, um den Schneidtakt
auszulösen. Nach beendigtem Schneidvorgang wird das Schwert 9 durch nicht dargestellte Organe —
beispielsweise einen Exzenter oder einen Elektromagneten — weiter abwärts bewegt, so daß das Schwert 9
den Buchteil 5 unter das Untermesser 3 herabdrückt, wo er sich mit dem bereits dort befindlichen Buchteil 6
vereinigt. Das Schwert 9 wird sodann wieder angehoben, und hernach bewegt sich der Maschinentisch 19
samt der das Buch haltenden Klemmvorrichtung 18 um einen Schritt seitwärts weiter. Hierauf wird von dem mit
der Hand gehaltenen Buchteil 7 ein für den nächsten Schneidvorgang bestimmter Teil freigegeben, der auf
das Untermesser 3 fällt. Hernach wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Wenn jedoch das Schwert 9 nach der Bewegungsauslösung nicht in die in Fig. 1 in unterbrochenen Linien
gezeigte Lage herabfallen kann, weil sich beispielsweise ein Fremdkörper oder die Hand der Bedienungsperson
darunter befindet, wird der Schalter 15 nicht geschlossen, und somit kann der Antrieb für das Absenken des
Obermessers 2 auch nicht eingeschaltet bzw. ausgelöst werden.
Somit erfolgt das Einschalten ies Antriebs des Obermessers in zwei Stufen: !n einer ersten Stufe wird
das Schwert 9 abgesenkt, und erst, wenn dieses eine genau vorbestimmte Lage eingenommen hat, die
Hindernisfreiheit anzeigt, wird in einer zweiten Stufe der Antrieb für das Absenken des Obermessers
eingeschaltet bzw. freigegeben.
Anstelle einer rein mechanischen Bewegung des Auslösestiftes 13 kann auch ein elektrischer Hand- oder
Fußschalter vorgesehen werden, der mit einem den Stift 13 bewegenden Elektromagnet verbunden ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schutzvorrichtung für Registerschneidmaschinen mit einem motorisch angetriebenen, auf und ab
beweglichen Schneidmesser und einem vor diesem angeordneten Abstreicher für geschnittene Blätter,
wobei eine Antriebsvorrichtung für den Abstreicher derart nachgiebig ausgebildet ist, daß seine Bewegung
durch ein auf den zu schneidenden Blättern befindliches Hindernis aufgehalten wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstreicher als auf und ab bewegliches Schwert (9) ausgebildet ist,
wobei das Schwert (9) oder ein mit diesem bewegungsverbundener Maschinenteil mit einem
Auslöseorgan (13) und einem elektrischen Schalter ii
(15) zusammenwirkt, dessen Betätigungsorgane (14, 16) so angeordnet und ausgebildet sind, daß der
Schalter (15) erst betätigt wird, wenn sich das Schwert (9) in einer vorbestimmten abgesenkten
Lage befindet.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwert (9) mit einem durch einen Hand- oder Fußhebel ausrückbaren Stift
(13) oder einer Klinke zusammenwirkt und sich unter Federdruck oder durch das Eigengewicht so ?s
weit absenkt, daß der Zwischenraum zwischen dem Schwert (9) und dem zu schneidenden Stapel (5)
kleiner als Fingerdicke ist.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schwert (9) sn
oder einem mit diesem bewegungsverbundenen Maschinenteil ein Auflaufnocken (14) für das
Betätigungsorgan (16/ des Scnalters (15) in Verbindung steht
4. Schulzvorrichtung nach ei em der vorangehen- 3·>
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (15) bei angehobenem Schwert (9) geöffnet
ist und den Stromkreis des Antriebsmotors oder einer Eintouren-Kupplung für den Arbeitshub des
Schneidmessers über Zwischenglieder steuert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH854869A CH528341A (de) | 1969-06-05 | 1969-06-05 | Schutzvorrichtung für Registerschneidemaschinen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2021645A1 DE2021645A1 (de) | 1970-12-10 |
| DE2021645B2 DE2021645B2 (de) | 1979-05-23 |
| DE2021645C3 true DE2021645C3 (de) | 1980-01-17 |
Family
ID=4341818
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702021645 Expired DE2021645C3 (de) | 1969-06-05 | 1970-05-02 | Schutzvorrichtung für Registerschneidmaschinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH528341A (de) |
| DE (1) | DE2021645C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2798312B1 (fr) * | 1999-09-14 | 2001-12-14 | Louis Mathian | Machine de decoupe d'un repertoire sur un document relie |
-
1969
- 1969-06-05 CH CH854869A patent/CH528341A/de not_active IP Right Cessation
-
1970
- 1970-05-02 DE DE19702021645 patent/DE2021645C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2021645B2 (de) | 1979-05-23 |
| DE2021645A1 (de) | 1970-12-10 |
| CH528341A (de) | 1972-09-30 |
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