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Elektronische Armbanduhr Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische
Unruh-Kleinuhr, insbesondere eine Armbanduhr.
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Bei elektronisch angetriebenen Unruhuhren in der Grölte kleiner Stiluhren
(sogenannte »pendulettes») -jedoch bisher keinen Armbanduhren - ist es bekannt,
das ganze Werk aus drei Teilstücken herzustellen, und zwar aus einem mechanischen
Teil, welcher das gesamte Räderwerk mit Unruh umfaßt, einem elektrischen Teil, d.
h. dem Motor, welcher die Schwingungen der Unruh unterhält, und einem elektronischen
Teil, bestehend; aus dem Transistorenverstärker mit mehreren Widerständen und Kondensatoren,
welcher das Signal mit dem Motor verbindet (Bericht über den 13. wissenschaftlich-praktischen
Erfahrungsaustausch der Firma Flume in Essen, Seite 7 bis 13 und »Revue Internationale
de 1'Horlogerie«, April 1959, Seite 39 bis 42).
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Ferner sind Uhrwerke mit einer Antriebsunruh und einem elektrischen
kontaktgesteuerten Antrieb bekannt, bei denen der elektrische und der mechanische
Teil als zwei völlig unabhängige Blöcke ausgebildet sind. Der elektrische Teil ist
dabei am Rande des Uhrwerks angeordnet und kann seinerseits noch »unterteilt« aus
einem Klemmenblock, einem Rotorblock und einem Kontaktblock bestehen. Die einzelnen
Blöcke werden dabei auf Platinen angeordnet, die dann zusammenmontiert werden (Deutsches
Gebrauchsmuster 1757580).
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Bei Standuhren mit elektronischem Antrieb ist es ferner bekannt, die
gesamten elektronischen Teile zusammen mit der Antriebsspule als geschlossene Baueinheit
anzuordnen, die insgesamt eine ringzylindrische Gestalt aufweist.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei kleinen elektronischen
Unruhuhren, insbesondere elektronischen Armbanduhren, die elektrischen Teile in
besonders günstiger Weise anzuordnen. Bei derartigen Uhren mit mindestens einer
Miniaturtriode, z. B. einem Transistor, Kondensatoren und Widerständen als Bestandteilen
einer elektronischen. Schaltungsanordnung, die von der Unruh gesteuert wird und
auf sie antreibend zurückwirkt, vorzugsweise mit einer Spule auf cyer Unruh und
ortsfesten; Magneten, wobei die Transistoren, Kondensatoren und . Widerstände eine
auf einem Einsatzstück untergebrachte geschlossene Baueinheit bilden, ist erfindungsgemäß
die Anordnung so getroffen, daß die Baueinheit als ein sich dem Umfange des Uhrgehäuse-Inneren
auf einen erheblichen Teil anschmiegender Ringteil, insbesondere als Kreisringsegment,
ausgebildet ist mit einer Öffnung, in der die Unruh- und die elektrodynamischen
Triebelemente untergebracht sind, vorzugsweise bei einer Armbanduhr.
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Durch die Unterbringung aller Teile der elektronisehen Schaltung in
einem derartigen Ringteil ergibt sich eine optimale Ausnützung des in Armbanduhren
besonders kleinen zur Verfügung stehenden Raums, und durch die Anordnung der Unruh
in einer Öffnung des Ringteils ist der Bauteil symmetrisch zur Unruh und damit besonders
raumsparend. Durch die geschlossene Bauweise, die entweder durch Verwendung eines
teilringförmigen Gehäuses oder durch entsprechendes Umgießen der Teile mit einer
Isoliermasse erreicht werden kann, ergibt sich eine einfache und sichere Art der
Montage. Bei der Aufbewahrung solcher geschlossener Baueinheiten als Ersatzteile
ergibt sich keine Verschmutzung und Änderung der Teile zueinander, insbesondere
an den Kontaktstellen. Bei etwa notwendigen Reparaturen braucht entweder nur die
Unruh oder die ortsfesten elektrodynamischen Triebelemente oder die Einheit der
elektronischen Elemente für sich demontiert zu werden, ohne .die Justierung der
übrigen Teile zu beeinflussen.
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Es ist zwar für eine elektrische Armbanduhr allgemein, nicht eine
elektronische, ein nicht vorveröffentlichter älterer Vorschlag gemacht, entlang
dem ganzen Uhrgehäuserand einen Isolierstoffring anzuordnen, in den einerseits die
elektrischen Zuleitungen und sonstigen Teile der Schaltung eingebettet sind, andererseits
aber auch auf etwa einem Viertel des Umfangs eine ortsfeste Spule mit Kern, von
dem zwei Polstücke aus dem Ring ins Innere vorspringen. Bei elektronisehen Kleinuhren,
bei denen die Genauigkeit des Im-
Pulseinsatzes von der genauen
Justierung von Unruh, Spulensystem und Magneten hochempfindlich abhängig ist, ist
es aber nicht zweckmäßig, zugunsten einer einfachen Teilefertigung die Spule und
die anderen elektronischen Schaltelemente »starr« zu vereinigen, da dann bei jedem
Austausch eines Kondensators od. dgl. die Justierung des Treibsystems gestört wird.
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In manchen Fällen kann es auch zweckmäßig sein, das Primär- oder Sekueidärelement
in einem besonderen, an der Uhr angeordneten Anschlußstück unterzubringen, was von
der Schutzrechtsinhaberin an sich schon vorgeschlagen ist. Bei einer Armbanduhr
kann diesesAnschlußstück andie sogenanntenAnstößedes Gehäuses angelenkt sein und
einen Teil des Uhrenarmbands bilden. In diesem Fall ist dann eine Verbindungsleitung
zwischen dem Anschlußstück und dem Innern der Uhr vorzusehen, und vorteilhaft kann
dabei die Anordnung so getroffen sein, daß an dem inneren Ende der Verbindungsleitung
ein Kontaktkopf vorgesehen ist, der mit einem Kontaktstück der Baueinheit in Berührung
steht. Dabei kann diese elektrische Verbindung durch das Einsetzen der Baueinheit
hergestellt werden, und zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, an der Baueinheit ein
federndes Kontaktstück vorzusehen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung
ungefähr nach Linie 1-1 der F ig. 2 Fig. 2 eine Teilseitenansicht teilweise nach
Linie 2-2 der Fig.l aufgebrochen.
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In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist ein durch einen Boden
13 abgeschlossenes Uhrgehäuse mit 10 bezeichnet. das an zwei gegenüberliegenden
Seiten je ein Paar Anstöße 11 bzw. 12 besitzt. An die Anstöße 11 ist ein als Ganzes
mit 15 bezeichnetes, einen eingeschraubten Boden 71 aufweisendes Anschlußstück durch
Gelenkzapfen angelenkt, in dem ein Primär- oder Sekundärelement 16 untergebracht
ist. Mit 17 ist eine Befestigungsplatte bezeichnet, durch die das Anschlußstück
mit einer entsprechenden Platte des nicht dargestellten Uhrenarmbands mit Hilfe
von Schrauben verbunden werden kann. Das andere Ende dieses Uhrenarmbands ist in
an sich bekannter Weise an die Anstöße 12 angelenkt.
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Im Innern des Uhrgehäuses 10 ist eine als Ganzes mit 20 bezeichnete
Baueinheit vorgesehen, die entlang dem Innenrand des Uhrgehäuses angeordnet ist
und, wie aus Fig. 1 hervorgeht, eine teilringförmige Gestalt aufweist. Im Innern
dieser Baueinheit sind beispielsweise Transistoren 21, Kondensatoren 22 und Widerstände
23 untergebracht, die durch nicht dargestellte Verbindungsleitungen in der gewünschten
Weise miteinander verbunden sind.
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Das Äußere der Baueinheit 20 wird durch ein Einsatzgehäuse 25 gebildet,
das beispielsweise aus elektrisch leitendem Material, wie Metall, sein kann, und
in dem gegebenenfalls die elektrischen Einzelstücke und die Verbindungsleitungen
eingegossen sein können.
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Nach Abnehmen des Gehäusebodens 13 kann die Baueinheit20 als Ganzes
in das Uhrgehäuse eingesetzt werden. Zur Befestigung und zum Einpassen der Baueinheit
sind an ihrem Boden mehrere Nasen 26 vorgesehen, die in entsprechende Ausnehmungen
einer Platine28 passen und an dieser mit Hilfe von Befestigungsschrauben 29 befestigt
sind.
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Das eigentliche Uhrwerk und der unmittelbare Zeigerantrieb ist in
der Zeichnung nicht dargestellt. Lediglich ist eine als Ganzes mit 30 bezeichnete
Unruh schematisch gezeigt, mit der in diesem Beispiel mehrere elektrische Einzelteile,
wie Spulen und Magneten, zusammenwirken, die aus diesem Grunde außerhalb der Baueinheit
angeordnet sein müssen. Um diese Teile mit der Baueinheit elektrisch zu verbinden,
muß mindestens eine bzw. auch mehrere Verbindungsleitungen vorgesehen sein, die
von der Unruh zur Baueinheit führen. Dabei kann die Anordnung so getroffen sein,
daß durch entsprechende Kontaktstellen die gewünschte Verbindung bereits durch das
Einsetzen der Baueinheit hergestellt ist. Ein Beispiel eines solchen Anschlusses
ist in Fig. 2 dargestellt. Dort ist in dem einen Anstoß 11 ein hohler Gelenkzapfen
33 vorgesehen, der durch eine Arretierschraube 34 arretiert ist. Vom Innern des
Anschlußstücks führt eine biegsame Verbindungsleitung 35 durch ein Loch des
Anstoßes 11 hindurch bis ins Innere des Uhrgehäuses, und an dem inneren Ende der
elektrischen Leitung35 ist ein Kontaktkopf 38 vorgesehen. Zum Abdichten ist, wie
aus Fig.2 hervorgeht, im Innern des Anstoßes noch ein Isolierrohr 40 vorgesehen,
das die Leitung 35 umgibt.
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Mit dem vorgenannten Kontaktkopf wirkt eine winkelförmige Kontaktfeder42
zusammen, die in an sich bekannter Weise durch eine Befestigungsschraube43 isoliert
am Einsatzgehäuse25 befestigt ist. Von der Kontaktfeder 42 führt dann eine Verbindungsleitung
44 zu der übrigen Einrichtung der Baueinheit 20.