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DE1092911B - Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide

Info

Publication number
DE1092911B
DE1092911B DEM42673A DEM0042673A DE1092911B DE 1092911 B DE1092911 B DE 1092911B DE M42673 A DEM42673 A DE M42673A DE M0042673 A DEM0042673 A DE M0042673A DE 1092911 B DE1092911 B DE 1092911B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bis
nitrosocarbons
oximes
hydrohalides
secondary aliphatic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM42673A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Eugen Mueller
Dipl-Chem Gerd Schmid
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR EUGEN MUELLER
Original Assignee
DR EUGEN MUELLER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR EUGEN MUELLER filed Critical DR EUGEN MUELLER
Priority to DEM42673A priority Critical patent/DE1092911B/de
Priority to BE594783A priority patent/BE594783A/fr
Publication of DE1092911B publication Critical patent/DE1092911B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C251/00Compounds containing nitrogen atoms doubly-bound to a carbon skeleton
    • C07C251/32Oximes
    • C07C251/34Oximes with oxygen atoms of oxyimino groups bound to hydrogen atoms or to carbon atoms of unsubstituted hydrocarbon radicals
    • C07C251/44Oximes with oxygen atoms of oxyimino groups bound to hydrogen atoms or to carbon atoms of unsubstituted hydrocarbon radicals with the carbon atom of at least one of the oxyimino groups being part of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/18Systems containing only non-condensed rings with a ring being at least seven-membered
    • C07C2601/20Systems containing only non-condensed rings with a ring being at least seven-membered the ring being twelve-membered

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umwandlung von sekundären aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide In der Patentschrift 1010 067 ist ein Verfahren zur Umwandlung von sekundären aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime, das darin besteht, daß man die Bis-Nitrosokohlenwasserstoffe in inerten Lösungs- oder Verdünnungsmitteln mit Chlor-oder Bromwasserstoff oder mit sauren, festen, oberflächenaktiven Stoffen, zweckmäßig unter Belichtung, behandelt.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese Umwandlung der Bis-(Nitrosokohlenwasserstoffe) besonders vorteilhaft durchführen läßt, wenn man sie unter Bestrahlung mit energiereichen Strahlen vornimmt.
  • Als Strahlenquellen, die zur Erzeugung der energiereichen Strahlen verwendet werden können, seien beispielsweise Teilchenbeschleuniger oder radioaktive Präparate und vor allem radioaktive Spaltprodukte, z. B. Abfallprodukte aus Kernreaktoren, genannt. Geeignete energiereiche Strahlen sind beispielsweise schnelle Elektronen, Röntgenstrahlen, y-Strahlen, Neutronen, Protonen, a-Strahlen und energiereiche schwere Teilchen, wie Lithiumkerne.
  • Als Bis-Nitrosoverbindungen kommen die in der Patentschrift 1010 067 genannten Verbindungen in Betracht. Besonders zweckmäßig lassen sich diese Verbindungen herstellen, indem man energiereiche Strahlen der obengenannten Art und Stickstoffmonoxyd auf aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, gewünschtenfalls nach Zugabe indifferenter Lösungsmittel, wie Benzol, fluorierte Kohlenwasserstoffe, oder fluorhaltige Chlorkohlenwasserstoffe, einwirken läßt.
  • Die Durchführung des Verfahrens sowie die übrigen Umsetzungsbedingungen, wie Temperatur und Lösungsmittel, entsprechen denen der Patentschrift 1010 067.
  • Die Durchführung des Verfahrens erfolgt beispielsweise in der Weise, daß man in einem geeigneten, für energiereiche Strahlen durchlässigen Gefäß auf eine Lösung der Bis-(Nitrosokohlenwasserstoffe) in einem üblichen inerten Lösungsmittel, z. B. in aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzol, oder gesättigten Kohlenwasserstoffen, wie Cy clohexan, oder fluorierten Kohlenwasserstoffen, oder fluorhaltigen Chlorkohlenwasserstoffen, gasförmigen Chlor- oder Bromwasserstoff und energiereiche Strahlen einwirken läßt.
  • Zweckmäßig wird die Lösung der Bis-Nitrosokohlenwasserstoffe vor der Bestrahlung mit gasförmigem Chlor-oder Bromwasserstoff gesättigt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber der aus der deutschen Patentschrift 1010 067 bekannten Arbeitsweise den Vorteil, daß das Oxim bei etwa gleich guten Ausbeuten in etwa der Hälfte der Reaktionszeit erhalten wird.
  • Beispiel 1 In einem oben offenen zylindrischen Glasgefäß von 600 ccm Inhalt befindet sich am Boden eine Glasfritte mit seitlichem Gaseintritt, in der Mitte des Gefäßes eine Kühlschlange und am oberen Ende ein seitlicher Gasauslaß mit Schliff für einen Rückflußkühler. Auf das oben plangeschliffene Gefäß wird ein Dichtungsring gelegt, auf diesen eine 0,13 mm dicke Folie aus reinem Zirkon, die mit einem Messingring gasdicht auf die Dichtung gepreßt wird. Das ganze Gefäß steht zur Isolierung auf einer Kunststoffplatte. Als Strahlungsquelle wird z. B. ein 2-MeV-van-de-Graaff-Generator benutzt. Die Elektronen werden von oben durch die Folie in das Bestrahlungsgefäß geschossen. Um eine Überhitzung des Austrittsfensters des Generators und der Folie zu verhindern, wird der Elektronenstrahl nicht zentral in das Gefäß geleitet, sondern durch ein zickzackförmig periodisch veränderliches Magnetfeld im Vakuumteil des Generators so abgelenkt, daß er die Folie längs einer Strecke von 80 mm trifft. Das Bestrahlungsgefäß seinerseits wird gleichmäßig unter dem Elektronenstrahl hin-und herbewegt, um die Reaktionszone möglichst gleichmäßig auszuleuchten. Die während der Bestrahlung erhitzten metallischen Teile werden durch ein auf dem Messingring aufgelötetes Kupferrohr, durch das während des Versuches kaltes Wasser strömt, gekühlt. Das Kühlwasser wird dann durch die in dem Gefäß eingebaute Glaskühlschlange geleitet, um die bestrahlte Lösung zu kühlen.
  • Eine Lösung von 6,5 g Bis-(Nitrosocyclohexan) in 500 ccm Cyclohexan wird mit Chlorwasserstoff gesättigt und dann 20 Minuten bei Raumtemperatur mit Elektronen, deren Anfangsgeschwindigkeit 2 MeV beträgt, bestrahlt. Die aufgenommene Leistung beträgt 70 Watt. Während der Bestrahlung schickt man einen Strom von 101 Chlorwasserstoff je Stunde durch die Lösung. Während der Bestrahlung scheidet sich ein gelbliches, zähes Öl ab. Unmittelbar nach der Bestrahlung wird die bestrahlte Lösung von dem Öl abgegossen und mehrmals mit je 30 ccm 2 n-Natronlauge gründlich ausgeschüttelt.
  • Das im Bestrahlungsgefäß zurückbleibende Öl wird in Methanol aufgenommen, mit Wasser stark verdünnt, mit den alkalischen Auszügen vereinigt und auf den pH-Wert 4,5 gebracht. Man äthert das Gemisch aus, trocknet die Ätherlösung und destilliert dann den Äther bei Normaldruck ab. Man erhält so 2,82 g gelbes Öl, aus dem man durch Destillation bei vermindertem Druck 0,24 g einer gelben Flüssigkeit vom Kp." 70°C gewinnt, die aus Nitrocyclohexan, verunreinigt mit Cyclohexanonoxim, besteht. Der feste Rückstand (2,58 g) ist Cyclohexanonoxim vom Schmelzpunkt 80 bis 81°C.
  • Destilliert man die bestrahlte, vom ausgeschiedenen Öl abgegossene und mit Natronlauge ausgeschüttelte Lösung im Vakuum ab, so erhält man 3,4 g unreines Bis-(Nitrosocyclohexan) vom Schmelzpunkt 89 bis 90°C zurück. Nach einmaligem Umkristallisieren aus Aceton beträgt der Schmelzpunkt 110 bis 111'C.
  • Arbeitet man dagegen in der Weise, daß man 6,5 g Bis-(Nitrosocyclohexan) in 500 ccm Cyclohexan löst, die Lösung mit Chlorwasserstoff sättigt und dann unter Durchleiten von 101 Chlorwasserstoff je Stunde mit einer Quarzlampe (Typ S 81, Quarzlampen-Gesellschaft, Hanau) 25 Minuten bestrahlt (5 Minuten sind zum Einbrennen der Lampe zugegeben worden), so erhält man bei der üblichen Aufarbeitung 1,15 g Cyclohexanonoxim vom Schmelzpunkt 82 bis 83°C (Rohprodukt) und 5,05 g nicht umgesetztes Bis-(Nitrosocyclohexan) vom Schmelzpunkt 112 bis 113°C. Beispiel 2 Eine Lösung von 5,15g Bis-(Nitrosocyclohexan) in 510 ccm Benzol wird in der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur mit Chlorwasserstoff gesättigt und dann 30 Minuten mit Elektronen, deren Anfangsgeschwindigkeit 2 MeV beträgt, bei Raumtemperatur bestrahlt. Während der Bestrahlung bewegt man das Gefäß im Gegensatz zu der im Beispiel 1 beschriebenen Anordnung nicht unter dem Elektronenstrahl hin und her. Die aufgenommene Leistung beträgt 50 Watt.
  • Nach der Bestrahlung wird die schmutziggelbe Lösung zweimal mit 6 n-Salzsäure, dann zweimal mit 2 n-Natronlauge und zweimal mit destilliertem Wasser ausgeschüttelt und mit Natriumsulfat getrocknet. Die sauren Auszüge werden unter Rühren bei 10 bis 15°C mit den alkalischen und wäßrigen Auszügen vereinigt und mit Natronlauge auf den pH-Wert 5 gebracht. Diese Lösung wird dreimal mit je 50 ml Äther ausgezogen, der Äther getrocknet und im Vakuum abdestilliert. Man erhält so 2,00 g Cyclohexanonoxim vom Schmelzpunkt 79 bis 81°C.
  • Destilliert man aus der bestrahlten Benzollösung, die nach dem Ausschütteln mit Salzsäure, Natronlauge und Wasser sowie dem anschließenden Trocknen mit Natriumsulfat verbleibt, das Benzol unter vermindertem Druck ab, so hinterbleiben 2,93 g dunkelbraunes Bis-(Nitrosocyclohexan), das beim Abpressen auf Ton fast farblos wird und bei 102 bis 104°C schmilzt. Nach einmaligem Umkristallisieren aus Aceton beträgt der Schmelzpunkt 114 bis 115°C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umwandlung von sekundären aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-(N itrosokohlenwasserstoffen) in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide nach Patent 1010 067 durch Einwirkung von trockenem Chlor- oder Bromwasserstoff oder schwach sauren, festen, oberflächenaktiven Stoffen in Gegenwart inerter Lösungs- oder Verdünnungsmittel, zweckmäßig unter Belichtung, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umwandlung unter Einstrahlen energiereicher Strahlen an Stelle von Belichtung vornimmt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1010 067.
DEM42673A 1959-09-08 1959-09-08 Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide Pending DE1092911B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM42673A DE1092911B (de) 1959-09-08 1959-09-08 Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide
BE594783A BE594783A (fr) 1959-09-08 1960-09-06 Procédé pour la transformation d'hydrocarbures bis-nitrosés secondaires, aliphatiques on cycloaliphatiques, en oximes ou en halogénohydrates de ces dernières.

Applications Claiming Priority (1)

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DEM42673A DE1092911B (de) 1959-09-08 1959-09-08 Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide

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DE1092911B true DE1092911B (de) 1960-11-17

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ID=7304428

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DEM42673A Pending DE1092911B (de) 1959-09-08 1959-09-08 Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime bzw. deren Hydrohalogenide

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DE (1) DE1092911B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010067B (de) 1955-12-03 1957-06-13 Dr Eugen Mueller Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010067B (de) 1955-12-03 1957-06-13 Dr Eugen Mueller Verfahren zur Umwandlung von sekundaeren aliphatischen oder cycloaliphatischen Bis-Nitrosokohlenwasserstoffen in Oxime

Also Published As

Publication number Publication date
BE594783A (fr) 1961-01-02

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