DE1092969B - Verstaerker fuer hochfrequente Signale - Google Patents
Verstaerker fuer hochfrequente SignaleInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H03F—AMPLIFIERS
- H03F7/00—Parametric amplifiers
- H03F7/02—Parametric amplifiers using variable-inductance element; using variable-permeability element
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Description
Die Erfindung betrifft die Erzeugung und Verstärkung von Signalen mit extrem hohen Frequenzen oder
von Mikrowellensignalen, insbesondere gyromagnetische Oszillatoren und Verstärker mit niedrigem
Rauschen.
In einem Aufsatz von H. Suhl, »Proposal for a Ferromagnetic Amplifier in the Microwave Range«.
»Physical Review«, Bd. 106, S. 384, 15. April 1957, wurde ausgeführt, daß, wenn die Menge der in ein
Schwingsystem bei einer Frequenz, die hier als Pumpfrequenz bezeichnet wird, eingeführten Energie unter
dem kritischen Eigenschwingungswert gehalten wird, es möglich sein würde, eine Verstärkung von Signalen
in einer neuartigen Weise zu erreichen.
Insbesondere ist in dieser Veröffentlichung eine Mikrowelleneinrichtung beschrieben, welche dieses
Prinzip verkörpert. Dort ist ein Resonator für mehrere Wellenformen vorgesehen, welcher aus einem Hohlraum
oder einer Kammer besteht, die so bemessen ist, daß sie in zwei Wellenformen mit den Frequenzen Z1
und Z2 in Resonanz kommt, wobei diese vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, verschieden sind. An
den Hohlraum wird ferner eine Pumpfrequenz fp angelegt.
Diese Pumpfrequenz ist so gewählt, daß ZP = Z1 + f2 ist· Die Kopplung zwischen der Schwingungsform
der Pumpfrequenz und den Wellenformen der Signalfrequenz Z1 und Z2 erfolgt durch einen Körper
aus gyromagnetischem Material, z. B. einem Manganferrit mit hohem spezifischem Widerstand, wobei
der Körper in dem Hohlraum angeordnet ist und durch ein konstantes Gleichstrommagnetfeld vormagnetisiert
ist, das so orientiert ist, daß folgende drei Bedingungen erfüllt sind:
1. Eines der beiden signalfrequenten Felde (Z1 oder Z2)
hat eine Magnetfeldkomponente, die senkrecht zum konstanten Gleichstrommagnetfeld liegt.
2. Das andere der beiden signalfrequenten Felder (Z2 oder Z1) hat eine Magnetfeldkomponente, die
parallel zu dem konstanten Magnetfeld liegt.
3. Die Pumpfrequenz (fp) hat eine Magnetfeldkomponente,
die senkrecht zu dem konstanten Magnetfeld liegt.
Unter diesen Bedingungen wird die Magnetisierung des gyromagnetischen Materials so präzedieren, daß
eine Magnetisierungskomponente entsteht, welche senkrecht zu dem konstanten Feld schwingt. Diesem
System ist das Signal-Magnetfeld Z1 des Signals parallel
zu dem konstanten Feld überlagert. Hierdurch wird das konstante Feld so moduliert, daß die Resonanzfrequenz
der Magnetisierung verändert wird. Bei Vorhandensein des gyromagnetischen Materials wird
diese mit der Pumpfrequenz fp gemischt, so daß eine
hochfrequente Magnetfeldkomponente mit einer Frequenz fp — fx = f2 entsteht, die senkrecht zur Richtung
Verstärker für hochfrequente Signale
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
ίο Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
ίο Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. Mai und 7. November 1957
V. St. v. Amerika vom 20. Mai und 7. November 1957
Max Tibor Weiss, Elizabeth, N. J. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
des Gleichstromfeldes liegt. In gleicher Weise erzeugt das induzierte hochfrequente Feld Z2 ein Feld mit der
Frequenz fp — Z2 = Zi parallel zum konstanten Feld.
Somit entsteht ein Rückkopplungssystem, das einen negativen Widerstand erzeugt. Wie im einzelnen in dem genannten Aufsatz geschildert ist, ist das System unstabil und geht in Eigenschwingungen über, wenn die Größe der Pumpenergie fp einen definierbaren Schwellwert überschreitet, jedoch ist bei Begrenzung der Pumpenergie unter diesen Wert das System stabil. In den Hohlraum kann die zu verstärkende Signalenergie entweder bei der Frequenz Z1 oder bei der Frequenz Z2 eingeführt werden. Sie kann bei der gleichen Frequenz in verstärkter Form abgenommen werden.
Somit entsteht ein Rückkopplungssystem, das einen negativen Widerstand erzeugt. Wie im einzelnen in dem genannten Aufsatz geschildert ist, ist das System unstabil und geht in Eigenschwingungen über, wenn die Größe der Pumpenergie fp einen definierbaren Schwellwert überschreitet, jedoch ist bei Begrenzung der Pumpenergie unter diesen Wert das System stabil. In den Hohlraum kann die zu verstärkende Signalenergie entweder bei der Frequenz Z1 oder bei der Frequenz Z2 eingeführt werden. Sie kann bei der gleichen Frequenz in verstärkter Form abgenommen werden.
Wenn der von Suhl verwendete Hohlraum mit
mehreren Wellenformen auch eine grundsätzlich brauchbare Ausführung des ferromagnetischen Verstärkers
darstellt, so ergibt er doch in der Praxis verschiedene Probleme. Hohlräume mit mehreren Wellenformen
sind notwendigerweise größer und schwieriger zu erregen als Hohlräume für die Grundwellenform. Dies
gilt insbesondere, wenn Ferrite in Zusammenhang mit solchen Wellenformen höherer Ordnung benutzt werden
sollen. Es ist bekannt, daß Ferritkörper die FeIdformen innerhalb des Hohlraums in unvorhersehbarer
Weise stören, so daß die Konstruktion von Ferritverstärkern außerordentlich schwierig und unsicher wird.
Zusätzlich erfordern Hohlräume für mehrere Wellenformen mehr Ferritmaterial, um die erforderliche
Kopplung zu schaffen, und damit ausgedehntere und mehr Leistung verzehrende magnetische Feldformen.
Ebenso besteht die Möglichkeit der Erzeugung von schädlichen Nebenformen, in denen die Orientierung
des magnetischen Feldes ungeeignet ist.
009 648/306
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Die Erfindung will ferromagnetische Oszillatoren Faktoren bei. Der erste Faktor hat mit der in einem
und Verstärker mit geringem Rauschen verbessern Resonanzkreis vorhandenen Dämpfung zu tun und
und stabilisieren. hängt von der Schärfe der Resonanzkennlinie oder dem
Insbesondere will die Erfindung ermöglichen, eine Q des Kreises ab. Wie später gezeigt wird, kann eine
Vielzahl von unabhängigen elektromagnetischen WeI- 5 wesentliche Verminderung der erforderlichen Pumplenfeldern
zu erregen, die einen einzigen örtlichen und leistung erzielt werden, indem ein extrem schmalbankonzentrierten
gemeinsamen Feldbereich haben, in diger Leerlaufkreis mit sehr hohem Q verwendet wird,
dem die relativen Vormagnetisierungen und andere Der zweite Faktor hat mit dem Parameter zu tun, der
Parameter geeignet sind, eine Verstärkung oder eine in der Technik als »Füllfaktor« bezeichnet wird, d. h.
Schwingungserzeugung der oben beschriebenen Art zu io dem Grad der Konzentration der Mikrowellenenergie
schaffen. in dem gyromagnetischen Element selbst. Je größer
Die Erfindung geht dazu von einem Verstärker für die Konzentration der Leerlauf frequenzleistung in dem
hochfrequente Signale, in dem ein vormagnetisiertes Element ist, um so geringer ist die gesamte Pumpleigyromagnetisches
Element im Schnittpunkt des magne- stung, die zur Erzeugung einer gegebenen Verstärtischen
Feldes eines Pumpsignals mit einer ersten Fre- 15 kung erforderlich ist.
quenz und des magnetischen Feldes eines zu verstär- Bei einer dritten Ausführungsform wird als Reso-
kenden Signals mit einer anderen Frequenz angeord- nanzkreis für die Leerlauffrequenz eine kürzlich entnet
ist, aus und empfiehlt, daß der Verstärker ein aus deckte ferromagnetische Schwingungsform benutzt, die
einem Stück bestehendes, leitend begrenztes Gehäuse als magnetostatische Resonanzform bezeichnet wird,
umfaßt, in dem jedes der magnetischen Felder in im 20 Diese Form kann in speziell geformten und speziell
wesentlichen elektrisch getrennten, jedoch körperlich vormagnetisierten Körpern erregt werden, die aus
sich schneidenden Resonatoren geführt wird, wobei gyromagnetischen Einkristallen geschnitten sind. Die
jeder dieser Resonatoren ein unabhängiges Wellenfeld Resonanz hat bei dieser Form ein sehr hohes Q, und
innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes führen das Resonanzfeld liegt praktisch vollständig innerkann.
Der Schnittpunkt der Resonatoren ergibt einen 25 halb des Körpers. Somit ist im Vergleich zu dem Feld,
Bereich, der gemeinsam durch die einzelnen Felder das im Körper vorhanden ist, wenn der Hohlraum in
eingenommen wird und in dem sich ein Element aus Resonanz kommt, in dem sich der Körper befindet,
gyromagnetischem Material befindet, um den einzigen die Konzentration der elektromagnetischen Wellenbedeutenden Energieübergang zwischen den Feldern energie innerhalb des Körpers sehr groß. Insbesondere
zu schaffen. Jede andere Kopplung zwischen den FeI- 30 wird der Resonanzhohlraum für die Leerlauffrequenz
dem wird verhindert, indem zur Führung der Energie durch eine dünne Scheibe aus gyromagnetischem Einin
jedem Resonator besondere, nicht koppelnde WeI- kristallmaterial ersetzt, das mit der Scheibenebene
lenformen gewählt werden. senkrecht zum konstanten Vormagnetisierungsfeld und
Insbesondere wird für einen Resonator ein recht- senkrecht zum magnetischen Feld der Signal frequenzeckiger
Wellenleiter mit einer Grundwellenform und 35 energie ausgerichtet ist. In der Scheibe wird daher
für einen anderen Resonator eine Bandleitung ver- ein Resonanzfeld der Leerlauffrequenz erregt, das
wendet. Die Wellenformen in diesen beiden Mitteln, magnetische Feldkomponenten parallel zur Scheibenweiche
zwei verschiedene Wellen führen, besitzen ebene aufweist. Dieses Feld hat Komponenten, welche
Komponenten, die die richtige Beziehung zueinander die richtige Beziehung zum Signalfrequenzenfeld und
und zu einem angelegten konstanten Vormagnetisie- 40 zum konstanten Vormagnetisierungsfeld innerhalb der
rungsfeld innerhalb des gyromagnetischen Materials Scheibe haben, um eine Verstärkung hervorzubringen,
haben, wie sie für die Verstärkung notwendig ist. Wei- Weitere Merkmale ergeben sich aus der folgenden,
terhin ist die Übereinstimmung dieser Wellenformen ins einzelne gehenden Beschreibung von in der Zeichbezüglich
der elektrischen oder magnetischen Felder nung dargestellten Ausführungsbeispielen,
so unzureichend, daß keine unerwünschte Nebenkopp- 45 Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des ersten lung entsteht. Ausführungsbeispiels der Erfindung, das als Verstär-
so unzureichend, daß keine unerwünschte Nebenkopp- 45 Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des ersten lung entsteht. Ausführungsbeispiels der Erfindung, das als Verstär-
Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung ker geschaltet ist;
sind die beiden durch Suhl vorgeschlagenen Signale Fig. 2 dient zur Erklärung und zeigt schematisch
Z1 und /2 identisch. Somit wird ein Eingangssignal mit die Form der magnetischen Feldkomponenten bei der
einer gegebenen Frequenz verstärkt und ein Ausgangs- 50 Ausführung der Fig. 1;
signal mit der gleichen Frequenz erzeugt. Anderer- Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Abseits
können die Einrichtungen Eigenschwingungen änderung der Ausführung der Fig. 1;
bei dieser Frequenz hervorbringen. Bei einer zweiten Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer zwei-
bei dieser Frequenz hervorbringen. Bei einer zweiten Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer zwei-
Ausführungsform haben die beiden Signale Z1 und f2 ten Ausführung der Erfindung, welche außerdem ververschiedene
Frequenzen und sind im Verstärker ge- 55 anschaulicht, wieviel Quellen und Belastungen angetrennt.
Somit erzeugt ein Eingangssignal mit ft ein schlossen werden können;
verstärktes Ausgangssignal sowohl mit f± als auch Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer drit-
mit /2. Es ist daher eine Verstärkung mit oder ohne ten Ausführung der Erfindung;
Frequenzänderung möglich. Im Zustand der Eigen- Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung der Ausschwingung
erzeugt diese Ausführung Ausgangssignale 60 führung der Fig. 5;
sowohl bei f1 als auch bei /2. Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung der Form
sowohl bei f1 als auch bei /2. Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung der Form
Es ist ferner festgestellt worden, daß Verluste in des magnetischen Felds der Leerlauffrequenzenergie
dem System der »Leerlauffrequenz«, wobei diese als der magnetostatischen Wellenform in der Ausführung
die hochfrequente Komponente des magnetischen Felds der Fig. 5.
definiert ist, das durch das Mischen von fx und fp senk- 65 In Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines
recht zur Richtung des konstanten Feldes im gyro- Ausführungsbeispiels der Erfindung dargestellt, die
magnetischen Material entsteht, die Leistungsfähig- zur Hervorbringung einer Verstärkung bei Mikrokeit
des Verstärkers erheblich herabsetzen und die für Wellenfrequenzen geschaltet und benutzt wird. Ein
eine gegebene Verstärkung erforderliche Pumpleistung derartiger Verstärker besteht aus zwei sich schneiwesentlich
erhöhen. Zu diesen Verlusten tragen zwei 70 denden Resonatoren, die der Einfachheit halber zum
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Teil durch Fräsen oder Eingießen in einen Block 10 Ferner erfüllt die Erfindung den Wunsch, das Volumen
hergestellt sind, der eine geeignete Abdeckplatte 11 des Materials klein zu halten, um die elektrischen Veraufweist.
Der erste Resonator ist ein Wellenleiter und luste zu verringern.
besteht aus einem rechteckigen Kanal 12 in Block 10, Geeignete, im einzelnen nicht dargestellte Mittel
dessen Breite größer als eine halbe Wellenlänge und 5 sind vorgesehen, um an die Scheiben 25 und 26 ein
kleiner als eine Wellenlänge der Pumpfrequenz fp ist. konstantes äußeres Magnetfeld anzulegen, wie es in
Der Eingang des Kanals 12 ist über eine Blende 14 Fig. 1 durch den Vektor H dargestellt ist, der im
an eine Quelle 13 für die Pumpfrequenz fp angeschlos- wesentlichen auf die Ebene der Kanäle 12 und 16 gesen.
Das andere Ende des Kanals 12 ist durch ein richtet ist und im wesentlichen um 45° zu den Längsreflektierendes
Teil 15 abgeschlossen. Der Abstand io achsen der Kanäle 12 und 16 geneigt ist. Die Bedeuzwischen
der Blende 14 und dem Reflektor 15 beträgt tung dieser Feldrichtung wie auch die Bedeutung
ein Vielfaches einer halben Wellenlänge, um eine anderer vorher erwähnter Faktoren kann leichter an
Resonanz bei der Frequenz fp zu erzeugen, wie später Hand einer Untersuchung der magnetischen Feldgeschildert
wird. formen der Wellenenergie verstanden werden, die in Der zweite Resonator ist eine Bandleitung und be- 15 der Bandleitung 16-17 und im Resonator 12 geführt
steht aus einem Kanal 16, der sich im rechten Winkel wird.
zum Kanal 12 erstreckt. Die Breite des Kanals 16 ist In Fig. 2 sind die Umrisse der Begrenzungen des
so klein, daß sie bei der Frequenz fp jenseits der Grenz- Hohlraums 12 und des Leiters 17 der Bandleitung
frequenz liegt und interferiert daher nicht mit dem 16-17 in einem Koordinatensystem gezeichnet, das
Resonanzhohlraum, der durch den Kanal 12 gebildet 20 durch die aufeinander senkrecht stehenden Vektoren 31
wird. Innerhalb des Kanals 16 ist ein dünnes leitendes dargestellt ist, wobei der Vektor χ die Richtung der
Teil 17 in geeigneter Weise gehalten, das sich in B reiten aus dehnung des Hohlraums 12, der Vektor y
Längsrichtung in einer Ebene erstreckt, die parallel die Richtung der Höhenausdehnung des Hohlraums 12
zur oberen und unteren Wand des Kanals 16 verläuft. und der Vektor ζ die Längsrichtung des Hohlraums
Zusammen mit der oberen und der unteren Wand des 25 12 angibt und senkrecht zur Achse des Leiters 17 liegt.
Kanals 16., die als leitende Erdungsebene dienen, bil- Die magnetischen Feldschleifen der Signalfrequenz Z1
det das Teil 17 eine Erdleitungswellenanordnung 16-17. sind durch die geschlossenen Schleifen 32 dargestellt,
Das Teil 17 hat Querschnittsabmessungen, die kleiner welche den Leiter 17 umschließen und in Ebenen senk-
als die entsprechenden Abmessungen des Kanals 16 recht zu seiner Achse liegen und deren Intensität sich
sind. Das Teil 17 liegt in der Mitte zwischen den 30 entlang der Länge des Leiters sinusförmig ändert.
Seitenwänden des Kanals 16 und erstreckt sich gleich Erfindungsgemäß ist der Leiter 17 ein Vielfaches von
lang nach jeder Seite des Kanals 12. Beide Enden des halben Wellenlängen lang, so daß er bei der Frequenz fx
Kanals 16 können zur besseren Abschirmung durch in Resonanz kommt. Er erstreckt sich insbesondere
leitende Platten 18 abgeschlossen sein. eine ungerade Anzahl von Viertellängen nach jeder
In die Bandleitung 16-17 wird eine zu verstärkende 35 Seite des Bereiches mit den Scheiben 25 und 26, so
Welle mit der Frequenz ft eingeführt. Wie dargestellt, daß das magnetische Feld an den Enden des Leiters
wird die Welle von der Quelle 20 über den koaxialen 17 Null ist und in der Nähe der Scheiben 25 und 26
Leiter 19 und die kapazitive Sonde 21, die sich durch ein Maximum aufweist. Somit erzeugt die Signal-
den Block 10 erstreckt, in der üblichen Weise an einen frequenz Z1 im Bereich der Scheiben 25 und 26 ein
Punkt geführt, der nahe bei Teil 17 der Leitung 16-17 40 maximales Feld in der ^-Richtung,
liegt. Das verstärkte Ausgangssignal kann dann vom Die magnetischen Feldschleifen der Pumpfrequenz fp
anderen Ende der Leitung 16-17 durch eine ähnliche sind durch die geschlossenen Schleifen 33 dargestellt,
kapazitive Sonde 22 abgenommen werden, die über welche das im Hohlraum 12 vorhandene konstante
den koaxialen Leiter 23 und das Filter 27 mit der Feld bilden. Diese Schleifen liegen in Ebenen, welche
Belastung 24 verbunden ist. Die Notwendigkeit und 45 parallel zur Breitenabmessung des Hohlraums 12
die Einzelheiten des Filters 27 werden später be- liegen. Erfindungsgemäß ist der Hohlraum 12 ein
trachtet. Die elektrische Länge des leitenden Teils 17, Vielfaches von halben Wellenlängen lang. Er erstreckt
welche die elektrische Länge der Bandleitung 16-17 sich insbesondere eine ungerade Anzahl von viertel
bestimmt, beträgt ein Vielfaches von halben Wellen- Wellenlängen nach jeder Seite des Bereiches mit den
längen, um eine Resonanz bei der Frequenz fx zu er- 50 Scheiben 25 und 26, so daß das magnetische Feld in
zeugen, wie später beschrieben wird. diesem Bereich ein Maximum ist und im wesentlichen
Eine nichtlineare Kopplung zwischen der Energie, in der Jtr-Richtung liegt.
welche in den sich ergebenden Resonatoren 12 und Es sei bemerkt, daß keine direkte Feldkopplung
16-17 geführt wird, entsteht durch die Körper 25 und zwischen dem Feld von fv das durch die Schleifen 32
26, welche sich oberhalb und unterhalb des Teils 17 55 dargestellt ist, und dem Feld von fp, das durch die
befinden. Diese Körper können vorteilhafterweise die Schleifen 33 dargestellt ist, vorhanden ist. Die
Form von Scheiben oder Würfeln annehmen und ΛΓ-Komponente von fp liegt stets senkrecht zur Komkönnen
zusätzlich das Teil 17 halten und den Abstand ponente von Z1, und die ^-Komponente von fp wird in
gewährleisten. Die Scheiben 25 und 26 können aus verschwindendem Ausmaß auf den gegenüberliegenden
irgendeinem geeigneten gyromagnetischen Material 60 Seiten des Leiters 17 mit der z-Komponente von Z1
mit niedrigem Verlust hergestellt sein. Vorzugsweise gekoppelt. Ebenso ist das elektrische Feld von Z1 über
sollen sie jedoch aus Einkristallmaterial bestehen, das und unter dem Leiter 17 entgegengesetzt gerichtet und
eine schmale Resonanzkurve aufweist, um Pump- kann nicht mit dem in einer Richtung liegenden Feld
leistung zu sparen. Für diesen Zweck haben sich Ein- von fp im Kanal 12 gekoppelt werden. Weiterhin
kristalle aus Manganferrit oder Yttrium-Eisengranat 65 bringt die breite Abmessung des Kanals 12 diesen bei
als zufriedenstellend erwiesen. Ein besonderer Vorteil der Frequenz Z1 aus der Grenzfrequenz heraus, und
der Erfindung besteht in der geringen Menge an er- die breite Abmessung des Kanals 16 bringt diesen bei
forderliihem Material. Dies ist ein besonders wich- der Frequenz fp aus der Grenzfrequenz heraus,
tiges Merkmal im Hinblick auf die Schwierigkeit, Die Kopplung zwischen den Feldern wird ausgroße
Stücke aus Einkristallmaterial zu erhalten. 70 schließlich durch das gyromagnetische Material der
Scheiben 25 und 26 geschaffen. Diese Kopplung ist derart, daß die von Suhl gegebenen Bedingungen erfüllt
sind. Da nur ein signalfrequentes Feld vorhanden ist, entsteht eine Verschmelzung der vorher angeführten
Forderungen 1 und 2, so daß das Feld bei Zi Komponenten
aufweisen muß, die sowohl senkrecht als auch parallel zum konstanten Feld liegen. Da das konstante
Feld H unter einem Winkel von etwa 45° angelegt ist, liegt es senkrecht zu einer Komponente des Feldes von
fv parallel zu einer anderen Komponente des Feldes
von Z1 und senkrecht zu einer Komponente des Feldes
von fp im Bereich des gyromagnetischen Materials.
Beim Betrieb als Mikrowellenverstärker wird die Frequenz fp so eingestellt, daß sie das Zweifache der
Frequenz Z1 beträgt und eine Größe hat, die unterhalb
des Schwellwertes der Eigenerregung liegt, wie er von Suhl definiert ist. Die Stärke des äußeren magnetischen
Felds wird so eingestellt, daß eine gyromagnetische Resonanz in den Scheiben 25 und 26 mit der
Frequenz f„ entsteht.
Die Komponente des Pumpfeldes f„ senkrecht zum
konstanten Feld bewirkt, daß die Magnetisierung innerhalb der Scheiben 25 und 26 präzediert. Die
Komponente des Signalfelds parallel zum konstanten Feld moduliert die Resonanzfrequenz. Es wird ein
Modulationsprodukt f„— Zi senkrecht zum konstanten
Feld erzeugt. Da fp das Doppelte von Z1 beträgt, hat
das Modulationsprodukt die gleiche Frequenz wie ft
und wird mit derjenigen Komponenten des Eingangsfeldes Z1 zurückgekoppelt, die senkrecht zum konstanten
Feld liegt. Es entstehen eine Rückkopplung und eine Verstärkung. Das verstärkte Signal wird durch das
Kabel 23 abgeführt und über das Filter 27 zur Belastung 24 geliefert.
Bei der oben beschriebenen Arbeitsweise ist angenommen, daß Z1 ein Frequenzband mit im wesentlichen
einer einzigen Frequenz ist, die genau gleich der Hälfte von fp ist. Wenn das Band breiter ist, z. B. ein
Band, das sich von Jx bis Z1 + Af erstreckt, dann sind
die Modulationsprodukte komplizierter. Als Ergebnis der Mischung der Signalfrequenz J1 + Af mit fp entstehen
Modulationsprodukte bei einer Frequenz
fp ~ (Λ + Af) = 2Z1 - (Z1 + Af) ^f1-Af
wie auch die gewünschten Produkte Z1 + Af.
In gewissen Fällen können Produkte mit beiden Seitenbändern den nutzbaren Ausgang des Verstärkers
bilden, z. B. bei der Regenerierung von breitbandigen Impulsen oder bei der Verstärkung von Rauschsignalen
ohne gegenseitige Beziehung. Wenn jedoch nur ein Seitenband erforderlich ist, muß das unerwünschte
Seitenband durch das Filter 27 beseitigt werden, welches bei einer Grenzfrequenz von Zi die erforderliche
Hochpass- oder Tiefpasskennlinie haben soll.
Wenn die Größe der Pumpfrequenz fp den Schwellwert
übersteigt, werden Eigenschwingungen mit der Frequenz Zi erzeugt, welche der Einrichtung entweder
über das Koaxialkabel 19 oder über das Kabel 23 entnommen werden können.
Man erreicht eine verbesserte Arbeitsweise der Ausführung in Fig. 1, indem man die Komponente des
Pumpfeldes fp vergrößert, die senkrecht zum konstanten
magnetischen Feld liegt. Ein neuartiger Weg zur Erreichung dieses Zieles wird durch die Abänderung
der Ausführung der Fig. 1 veranschaulicht, welche in Fig. 3 dargestellt ist. Wie man sieht, besteht die
Abänderung in der Tatsache, daß der Wellenleiterkanal für die Frequenz fp, der in Fig. 3 mit 55 bezeichnet
ist, um 45° gegen die Achse des Leiters 17 geneigt ist und parallel zum konstanten Feld H liegt.
Somit liegt das konstante magnetische Feld senkrecht zum gesamten Querfeld von fp im Bereich der Scheiben
25 und 26 und nicht nur zu einer Komponente wie in Fig. 1. Alle anderen Beziehungen und Parameter sind
ungeändert, so daß die gleichen Bezugszahlen zur Bezeichnung entsprechender Teile verwendet sind.
Wenn die Ausführung der Fig. 1 als Verstärker mit einem begrenzten Band verwendet wird, enthält das
verstärkte Ausgangssignal, wie oben bemerkt wurde,
ίο sowohl das obere als auch das untere Seitenband, die
durch äußere Filtermittel getrennt werden müssen. Fernerhin sind diese beiden Seitenbänder im Frequenzspektrum
unmittelbar benachbart, wodurch an das Filter erhebliche Forderungen gestellt werden. In Fig. 4
ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt, bei der die Anfangsfeldkomponente und die induzierte Feldkomponente
bei verschiedenen und getrennten Frequenzen Zi und f2 liegen. Das obere Seitenband wird
Z2 + Af, das untere Seitenband Zi — Af. Die beiden
ao Bänder können im Frequenzspektrum einen großen Abstand haben und werden in der Verstärkeranordnung
getrennt gehalten. Hierdurch entfällt die Forderung nach Filtern; ferner besteht bei Bedarf die
Möglichkeit der Frequenzänderung zusätzlich zur Ver-Stärkung.
In Fig. 4 ist eine Abänderung der Ausführung der Fig. 1 dargestellt, bei der entsprechende Teile mit entsprechenden
Bezugszahlen versehen sind. Man sieht, daß die Abänderung in der Zufügung einer zweiten
Bandleitung 35 besteht, welche die Frequenz Z2 unabhängig
führen kann. Insbesondere erstreckt sich der Leiter 35 in Längsrichtung in der Mitte des Kanals
12 und bildet ein flaches Kreuz mit dem Leiter 17. Das Vorhandensein des Leiters 35 stört in keiner Weise die
Grundform der Frequenz fp im Kanal 12, es wird vielmehr
zusammen mit der oberen und der unteren Wand des Kanals 12 eine Bandleitungswellenanordnung 35-12
gebildet, die eine unabhängige Fortpflanzungsform führen kann. Die Länge des Leiters 35 beträgt ein
Vielfaches von halben Wellenlängen der Frequenz f2,
so daß R bei dieser Frequenz in Resonanz ist. Der Leiter 35 erstreckt sich eine ungerade Anzahl von
Viertelwellenlängen nach jeder Seite des Leiters 17, so daß ein Maximum an magnetischem Querfeld der
geführten Energie am Schnittpunkt der Leiter 17 und 35 entsteht und damit in der Nähe der Scheiben 25
und 26. Es besteht keine unmittelbare Selbstkopplung zwischen irgendwelchen der Komponenten der drei
Frequenzen Zi» Z2 oder fp, und zwar aus den gleichen
Gründen, wie sie im einzelnen an Hand der Fig. 1 geschildert wurden. Die Kopplung entsteht ausschließlich
durch die gyromagnetische Wirkung der Scheiben 25 und 26.
Bei einer Betriebsweise der Ausführung der Fig. 4 kann ein zu verstärkendes Frequenzband mit der
Mittelfrequenz Zi von der Quelle 20 zur Bandleitung 16-17 geführt werden. Die Pumpleistung wird von der
Quelle 13 mit einer Frequenz Zp — Zi + Z2 und mit
einer Größe angelegt, die unter dem Schwellwert liegt.
Die Stärke des konstanten Feldes H ist derart, daß eine gyromagnetische Resonanz bei der Frequenz fp
entsteht; es liegt parallel zum Leiter 35 und in dessen Ebene. Daher liegt die Querkomponente des Feldes Z1,
das auf der Leitung 16-17 geführt wird, parallel zum konstanten Feld H und moduliert die Resonanzfrequenz
der Präzession, die sich durch die senkrecht zum konstanten Feld liegende Komponente des
Pumpfeldes fp ergibt. Es werden Modulationsprodukte
erzeugt, welche zur Frequenz Z2 gehören und welche Komponenten senkrecht zur Achse der Bandleitung
35-12 haben und daher eine Schwingungsform auf dieser erregen können, da ihre Länge bei /2 in Resonanz
ist.
Die Komponenten /2 werden ihrerseits durch das
gyromagnetische Material zur Leitung 16-17 zurückgekoppelt, so daß eine Verstärkung des zur Frequenz /^
gehörigen Bandes entsteht. Die verstärkten Komponentenkönnen über das Koaxialkabel 23 zur Belastung
24 geliefert werden. Die unerwünschten Seitenbandkomponenten /2 + Af sind nur auf der Bandleitung
25-12 vorhanden und erreichen den Ausgang nicht.
Jedoch können bei Bedarf die zu /2 gehörigen Komponenten
benutzt werden, indem ein weiterer koaxialer Leiter 37 zur Ankopplung an die Bandleitung 35-12
über die kapazitive Sonde 39 verwendet wird. Durch Schließen des Schalters 40 werden diese Komponenten
zur Belastung 41 geliefert und stellen das verstärkte Eingangssignal dar, das in der Frequenz von Z1 nach /2
verschoben ist. Am Koaxialkabel 23 ist dann das verstärkte Ausgangssignal mit der Frequenz Z1 verfügbar.
Wenn die Verwendung dieser Komponenten unnötig oder unerwünscht ist, kann das Koaxialkabel 23 in
einem unbelasteten Zustand leer laufen, oder es kann entfernt werden.
Wenn die Größe der Pumpfrequenz /p den Schwellwert
übersteigt, beginnen Eigenschwingungen, und es werden Komponenten mit der Frequenz /2 an dem
Koaxialkabel 37 und mit der Frequenz J1 an den
Koaxialkabeln 19 und 23 verfügbar.
Bei den oben beschriebenen Anordnungen wurde angegeben, daß der Kanal 12 bei der Frequenz der
Pumpleistung fp in Resonanz ist. Dies ist erwünscht,
um die größte Konzentration der Querfeldkomponenten der Pumpleistung in der Nähe der gyromagneti sehen
Elemente zu erhalten. Jedoch liefert eine fortschreitende Welle mit genügender Amplitude die notwendigen
Komponenten auch, wenn die Resonanz nicht vorhanden ist. Es ist daher möglich, eine große Anzahl
von Verstärkern der beschriebenen Art hintereinanderzuschalten, so daß die Pumpleistung nacheinander von
einem Verstärker zum nächsten geliefert wird. Es können ferner Blenden zwischen die Verstärker geschaltet
werden, um Feldformen mit stehenden Wellen zu erhalten.
Bei dem dritten Ausführungsbeispiel der Fig. 5, 6 und 7 wird der Resonanzkreis für die Leerlauffrequenz
Z2 durch eine magnetostatische Resonanz geschaffen, die in den Körpern 125 und 126 entsteht,
welche sich oberhalb bzw. unterhalb des Kreises 117 befinden. Die Technik ist bereits mit der Erscheinung
der gyromagnetischen Resonanz vertraut, welche in polykristallinen Ferriten entsteht, welche der vereinigten
Wirkung eines in einer Richtung liegenden Vormagnetisierungsfeldes mit geeigneter Intensität und
eines senkrecht dazu gerichteten Mikrowellenfeldes. unterworfen werden. Diese Resonanz entsteht durch
eine gleichförmige Präzession von Elektronenspins in dem Material. Sie hat Eigenschaften, die denjenigen
eines abgestimmten Kreises mit kleinem Q sehr gleichen, und zeigt die Tendenz, einen wesentlichen
Teil der Energie bei einer bestimmten Frequenz zu absorbieren. Die Frequenz, bei der die Resonanz auftritt,
scheint eine unmittelbare Funktion der Stärke des Vormagnetisierungsfeldes zu sein. Erst kürzlich
wurde eine Resonanz entdeckt, die »magnetostatisch« genannt wurde und die (zusätzlich zur gleichförmigen
Präzessionsresonanz) in sehr kleinen Materialkörpern auftritt, die aus Einkristallen aus gyromagnetischem
Material hergestellt sind. Gewisse Aspekte dieser Resonanz sind in einem Aufsatz von L.R.Walker
in Physical Review, Bd. 105, S. 390 bis 394, 15. Januar 1957, beschrieben worden. Die magnetostatische
Resonanz ist durch eine Vielzahl von in einem Frequenzabstand auftretenden, sehr schmalbandigen
Resonanzen gekennzeichnet, die jeweils eine geringe Absorption und ein hohes Q aufweisen. Sie wird stark
beeinflußt durch die Form des gyromagnetischen Körpers und die Richtung, in der das Vormagnetisierungsfeld
relativ zu dieser Form angelegt wird, ferner durch die Stärke des Vormagnetisierungsfeldes.
Zum Beispiel zeigt eine kleine Kugel oder ein Würfel aus Einkristallmaterial eine magnetostatische
Resonanzkurve mit einer Breite, die vielleicht zehnmal schmaler als die Resonanzkurvenbreite der gleichmäßigen
Präzessionsresonanz in polykristallinen Stoffen ist. Wenn das Einkristallmaterial die Form
einer Scheibe hat, ist die Breite der Kurve noch schmaler als bei der Kugelform, so daß die Resonanzspitzen
um so schärfer sind, je extremer das Seitenverhältnis ist, d. h. je größer das Verhältnis des Durchmessers
zur Dicke ist. Ferner hat man gefunden, daß die Resonanzschärfe in der Scheibe wesentlich größer
ist, wenn das hochfrequente Schwingungsfeld parallel zur Ebene der Scheibe und das Vormagnetisierungsfeld
senkrecht zur Scheibenebene liegt, als wenn die Verhältnisse umgekehrt sind. Zur Veranschaulichung
werden später vergleichende Daten gegeben. :
Um die für das Prinzip der Erfindung notwendige scharfe Resonanz bei der Leerlauffrequenz fs zu er-,
reichen, erhalten die Körper 25 und 26 die Form sehr,
dünner Scheiben, die von Einkristallen aus geeignetem gyromagnetischem Material mit niedriger Dämpfung,
z. B. Magnesiumferrit, Manganferrit oder Yttrium-Eisengranat, abgeschnitten sind. Bei einer speziellen
Ausführung hat sich eine Dicke, die ein Zehntel des Durchmessers oder weniger beträgt, als zufriedenstellend
erwiesen. Diese Scheiben sind mit der Ebene ihrer Durchmesser senkrecht zur Achse des Kanals 112
und senkrecht zur Achse des Kanals 116 orientiert. Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht in der
geringen Menge des erforderlichen Materials. Dies ist ein besonders wichtiges Merkmal im Hinblick auf die
Schwierigkeit, große Stücke aus Einkristallmaterial zu erhalten. Weiterhin erfüllt die Erfindung den
Wunsch, das Volumen des Materials klein zu halten, um dielektrische Verluste zu verringern.
Es sei die Form und die Orientierung der Scheiben 125 und 126 hervorgehoben, da diese Faktoren für die
Verbesserungen und die Leistungsfähigkeit der Erfindung verantwortlich sind. Typische vergleichende
Daten für praktische Einrichtungen sollen zur Veranschaulichung der Art dieser Verbesserung dienen. Es
ist damit möglich,
a) ein typisches Q für den Kreis der Leerläuffrequenz,
b) den Füllfaktor für ein gyromagneti sches Element, das sich in diesem Kreis befindet oder einen Teil
desselben bildet, und
c) die für eine gegebene Arbeitsweise notwendige relative Pumpleistung
in folgenden Einrichtungen zu vergleichen:
I. einem Verstärker bisheriger Art, bei dem der Resonanzhohlraum ist;
II. einem Verstärker, bei dem der Resonanzkreis für die Leerlauffrequenz ein magnetostatischer Kreis
ist, bei dem das gyromagnetische Element die Form einer Kugel hat;
009 648/306
III. einem Verstärker, bei dem der Resonanzkreis für die Leerlauffrequenz ein magnetostatischer Kreis
ist, bei dem das gyromagnetische Element die Form einer Scheibe hat, die parallel zur Scheibenebene vormagnetisiert ist;
IV. einem Verstärker entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei dem der Resonanzkreis
für die Leerlauffrequenz ein magnetostatischer Kreis ist, bei dem das gyromagnetische
Element die Form einer Scheibe hat, die senkrecht zur Scheibenebene vormagnetisiert ist.
Für den Vergleich hat der gyromagnetische Körper in jedem Fall das gleiche Volumen. Der Vergleich ist
durch folgende Tabelle dargestellt:
a) Q für den
Leerlauffrequenzkreis
b) Füllfaktor
c) Relative
Pumpleistung
Pumpleistung
I. Elektromagnetischer Hohlraum
II. Magnetostatische Kugel
III. Magnetostatische Scheibe, Vormagnetisierung
parallel
parallel
IV. Magnetostatische Scheibe, Vormagnetisierung
senkrecht
senkrecht
Ein Vergleich zwischen den Einrichtungen I und II zeigt, daß die Verringerung der benötigten Pumpleistung
in erster Linie ein Ergebnis der wesentlichen Vergrößerung des Füllfaktors ist, die durch die größere
magnetische Feldstärke innerhalb des gyromagnetischen Elements entsteht, welche durch die magnetostatische
Wirkung verursacht wird. Die Verbesserung zwischen den Einrichtungen II und III oder zwischen
den Einrichtungen III und IV ist offenbar das Ergebnis der Vergrößerung des Q der magnetostatischen
Resonanz, die durch die Form und die Orientierung des Elements entsteht.
35
Claims (18)
1. Verstärker für hochfrequente Signale, in dem ein vormagnetisiertes gyromagnetisches Element
im Schnittpunkt des magnetischen Feldes eines Pumpsignals mit einer ersten Frequenz und des
magnetischen Feldes eines zu verstärkenden Signals mit einer anderen Frequenz angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker ein aus einem Stück bestehendes, leitend begrenztes Gehäuse
umfaßt, in dem jedes der magnetischen Felder in im wesentlichen elektrisch getrennten,
jedoch körperlich sich schneidenden Resonatoren geführt wird, wobei jeder dieser Resonatoren ein
unabhängiges Wellenfeld innerhalb eines bestimmten Frequenzbandes führen kann.
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in das gyromagnetische Element
gepumpte Energie wenig unter dem Schwellwert der Instabilität liegt und mit dem Vormagnetisiesierungsfeld
innerhalb der Anordnung so zusammenwirkt, daß ein negativer Widerstand in jedem der beiden Frequenzbänder entsteht, die zu den
niedrigeren Frequenzen gehören, deren Summe gleich der Pumpfrequenz ist, und daß die zu verstärkende
Signalfrequenz eine Frequenz innerhalb eines dieser Bänder ist.
3. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine der elektromagnetischen
Feldanordnungen eine Resonanzbandleitung ist.
4. Verstärker nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
elektromagnetischen Feldanordnungen ein Hohlraumleiter für die Grundwellenform ist.
5. Verstärker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der elektromagnetischen
Feldanordnungen Bandleitungen sind.
500
250
250
500
3000
3000
0,1
0,3
0,3
0,3
0,3
0,3
1,0
0,6
0,6
0,3
0,05
0,05
6. Verstärker nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
elektromagnetischen Feldanordnungen so bemessen ist, daß sie bei der Signal frequenz in Resonanz ist.
7. Verstärker nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
elektromagnetischen Feldanordnungen so bemessen ist, daß sie bei der Pumpfrequenz in Resonanz ist.
8. Verstärker nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine andere der elektromagnetischen
Feldanordnungen so bemessen ist, daß sie bei einer Frequenz in Resonanz ist, die gleich der Differenz
zwischen der Signalfrequenz und der Pumpfrequenz ist.
9. Verstärker nach Anspruch 8 mit drei elektromagnetischen Feldanordnungen, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweiligen Anordnungen so bemessen sind, daß sie bei der Pumpfrequenz und bei
jeder der beiden niedrigen Frequenzen in den entsprechenden Frequenzbändern in Resonanz sind.
10. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpsignal das konstante
Vormagnetisierungsfeld und das zu verstärkende Signal im Bereich des Schnittpunktes der Wellenanordnungen
mit Schwingungsfeldern von drei bestimmten Formen zusammenwirken, von denen das erste Schwingungsfeld in diesem Bereich eine
magnetische Komponente parallel zum Vormagnetisierungsfeld, das zweite eine magnetische Komponente
senkrecht zum Vormagnetisierungsfeld und das dritte eine magnetische Komponente senkrecht
zum Vormagnetisierungsfeld aufweist.
11. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Anlegen von Signalenergie diese an den einen Resonator mit einer ersten Frequenz und an den anderen Resonator
mit einer Frequenz anlegen, die das Doppelte der ersten Frequenz beträgt.
12. Verstärker nach Anspruch 11 mit drei Resonatoren,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Resonator bei einer Frequenz fv der zweite bei
einer Frequenz f2 und der dritte bei einer Frequenz
fi ~t~ fi m Resonanz ist und daß die Mittelenergie
mit der Frequenz f1 an den ersten Resonator und Energie mit der Frequenz f1 + f2 an den dritten
Resonator anliegt.
13. Verstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit zwei elektromagnetischen Feldanordnungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnungen aus Hohlräumen, welche aus leitend begrenzten
Kanälen mit oberen und unteren Wänden bestehen, und aus zwei dünnen, sich schneidenden leitenden
Teilen, die in den Kanälen gehalten werden und sich in Längsrichtung in einer Ebene parallel zu
den oberen und unteren Wänden erstrecken, bestehen und daß der gyromagnetische Körper aus
zwei vormagnetisierten Elementen besteht, die die leitenden Teile halten.
14. Verstärker nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
gyromagnetische Körper aus einem Einkristallferrit besteht.
15. Verstärker nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kristall aus Yttrium-Eisengranat besteht.
16. Verstärker nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vormagnetisierte
gyromagnetische Körper solche
körperliche Abmessungen hat, daß er bei einer ersten vorbestimmten Frequenz magnetostatisch in
Resonanz kommt, die sich im Schnittpunkt der elektromagnetischen Feldanordnungen befindet.
17. Verstärker nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der gyromagnetische Körper ein
Seitenverhältnis zwischen seiner größten und seiner kleinsten Abmessung hat, das wesentlich
von Eins verschieden ist, und daß die Mittel zur Herstellung der Vormagnetisierung im gyromagnetischen
Körper das Feld parallel zu seiner kleinsten Abmessung anlegen.
18. Verstärker nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der gyromagnetische
Körper wenigstens aus einer und vorzugsweise aus zwei dünnen Scheiben besteht, wobei
jede Scheibe aus Einkristallmaterial angefertigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 648/306 11.60
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US660280A US2978649A (en) | 1957-05-20 | 1957-05-20 | Solid state microwave device |
| US69510457 US3022466A (en) | 1957-11-07 | 1957-11-07 | weiss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092969B true DE1092969B (de) | 1960-11-17 |
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ID=27098038
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW23292A Pending DE1092969B (de) | 1957-05-20 | 1958-05-08 | Verstaerker fuer hochfrequente Signale |
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| DE (1) | DE1092969B (de) |
| FR (1) | FR1206844A (de) |
| GB (1) | GB839802A (de) |
| NL (2) | NL105061C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1283926B (de) * | 1962-08-11 | 1968-11-28 | Philips Patentverwaltung | Ferritanordnung zur Erzeugung von Mikrowellenimpulsen |
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- NL NL227764D patent/NL227764A/xx unknown
- BE BE567459D patent/BE567459A/xx unknown
- NL NL105061D patent/NL105061C/xx active
-
1958
- 1958-05-08 DE DEW23292A patent/DE1092969B/de active Pending
- 1958-05-13 GB GB1530658A patent/GB839802A/en not_active Expired
- 1958-05-19 FR FR1206844D patent/FR1206844A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1283926B (de) * | 1962-08-11 | 1968-11-28 | Philips Patentverwaltung | Ferritanordnung zur Erzeugung von Mikrowellenimpulsen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB839802A (de) | 1960-06-29 |
| NL105061C (de) | |
| BE567459A (de) | |
| FR1206844A (fr) | 1960-02-11 |
| NL227764A (de) |
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