DE1541911C - Anordnung zum Erzeugen einer breiten Bandpaß Charakteristik eines Wanderwel len Masers - Google Patents
Anordnung zum Erzeugen einer breiten Bandpaß Charakteristik eines Wanderwel len MasersInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Erzeugen einer breiten Bandpaß-Charakteristik
eines Wanderwellen-Masers, bei dem ein in Ausbreitungsrichtung der zu verstärkenden Signalwellen
verlaufender paramagnetischer Körper in einem quer zur Ausbreitungsrichtung der Signalwellen gerichteten
magnetischen Gleichfeld angeordnet ist, wobei eine Einrichtung zum Erzeugen einer bestimmten Inhomogenität
des magnetischen Gleichfeldes in Querrichtung vorgesehen ist.
Bei Wanderwellen-Maser-Verstärkern findet in der Regel ein kammförmiges Verzögerungselement Verwendung,
das neben dem paramagnetischen Körper im Magnetfeld der Pump- und Signalwellen angeordnet
ist und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der zu verstärkenden Signalwellen gegenüber der Lichtgeschwindigkeit
im Vakuum wesentlich herabsetzt. Dadurch ist es bekanntlich möglich, dem Wanderwellen-Maser
eine relativ geringe Länge bei einer ausreichenden Verstärkung zu geben.
Eine willkürliche Güteziffer eines Wanderwellen-Masers ist das Produkt aus Verstärkung und Bandbreite.
In der Regel soll dieses Produkt groß sein. Im Idealfall ist die Verstärkung groß und über einen
großen Bandbreitenbereich praktisch konstant. Die' von dem Wanderwellen-Maser der eingangs angegebenen
Art verstärkten Signalfrequenzen sind eine Funktion der Stärke des magnetischen Gleichfeldes.
Aus einem Aufsatz von W. J. T a b ο r mit dem Titel »A 100-Mc broad-band ruby travelling wave
maser at 5 Ge« in Proceedings of the IEEE (Correspondence),
Bd. 51, S. 1143, August 1963, ist es bekannt,
zur Vergrößerung der Bandbreite eines Wanderwellen-Masers
das magnetische Gleichfeld in der Richtung der Signalwellenausbreitung zu verändern.
Bei dieser bekannten Anordnung werden verschiedene Frequenzen in verschiedenen Abschnitten des paramagnetischen
Körpers in Signalwellenausbreitungsrichtung unterschiedlich verstärkt. Der Vorteil der
Vergrößerung der Bandbreite wurde bei dieser bekannten Anordnung von dem Nachteil begleitet,
daß der Rauschpegel in dem verstärkten Signal beträchtlich heraufgesetzt wurde, da einige Frequenzen
erst dann verstärkt werden, wenn die Signalwellen einen Abschnitt des paramagnetischen Körpers durchlaufen,
in welchem sie gedämpft werden. Dies führt zu einer Verringerung des Rauschabstandes des
verstärkten Signals.
Um dieses Problem des großen Rauschpegels zu überwinden, hat die Änmelderin in einem Artikel
mit dem Titel »Techniques for providing TWM's with wide instantaneous band widths«, veröffentlicht
im Programm und Tagungsbericht des Symposium der IEEE Professional Group on Microwave Theory
and Techniques am 7. Mai 1965, vorgeschlagen, das magnetische Gleichfeld mit einer bestimmten Inhomogenität
quer zur Signalwellenausbreitungsrichtung auszustatten. Durch diese Maßnahme würde das
paramagnetische Material wirkungsmäßig in lange, dünne Streifen aufgeteilt, die sich parallel zur Richtung
der Wellenausbreitung erstrecken. Jeder Streifen würde dabei längs seiner gesamten Länge ein verhältnismäßig
enges Frequenzband verstärken. Obwohl diese Wirkung bei WanderweHen-Maser-Verstärkern bereits
seit diesem Vorschlag als wünschenswert erkannt worden ist, stand bisher noch keine Einrichtung zur
Verfügung, mit deren Hilfe die Erzielung der gewünschten Inhomogenität des magnetischen Gleichfeldes
in Querrichtung mit hinreichender Genauigkeit 'und Bestimmtheit möglich gewesen wäre. Auf den
ersten Blick scheint die Realisierung des angegebenen Vorschlags einfach; die Praxis erfordert es jedoch
häufig, daß die Stärke des magnetischen Gleichfeldes
etwa um 100 Gauß geändert wird, wobei vorgegebene Feldstärken und zumeist nichtlineare Intensitätsgradienten innerhalb eines Querbereichs von weniger
als 7 mm realisiert werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Verfugung zu stellen, mit deren
Hilfe eine Inhomogenität des magnetischen Gleichfeldes für einen Wanderwellen-Maser in Querrichtung
derart erzwungen wird, daß sich eine Bandpaß-Charakteristik mit hoher, im wesentlichen konstanter
Verstärkung über einen breiten Frequenzbereich bei großem Rauschabstand ergibt. .
Ausgehend von einer Anordnung der eingangs angegegebenen Art wird zur Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß die Einrichtung zum Erzeugen der Inhomogenität zwei aus magnetisch
weichem Material bestehende, außerhalb des paramagnetischen Körpers in dem· magnetischen Gleichfeld
liegende Stäbe umfaßt, die parallel zueinander
und symmetrisch auf entgegengesetzten Seiten einer durch die longitudinal Mittellinie des paramagnetischen
Körpers verlaufenden Ebene und in einer im . wesentlichen parallel zur Ausbreitungsrichtung der
Signalwellen und senkrecht zur Richtung des magnetischen Gleichfeldes verlaufenden zweiten Ebene angeordnet
sind. Bei dieser Anordnung ziehen die beiden Stäbe aus magnetisch weichem Material einen Teil
des magnetischen Flusses des Gleichfeldes an, so daß die Feldlinien bei ihrem Durchdringen des paramagnetischen
Körpers progressiv auseinandergefächert werden. Dadurch wird der paramagnetische Körper
in dünne, verschieden magnetisierte Längsstreifen unterteilt, von denen jeder über seine Gesamtlänge
andere Frequenzen verstärkt. Da jeder der verschieden magnetisierten Streifen die seiner magnetischen Feldstärke
entsprechenden Frequenzen über seine gesamte Länge verstärkt, kann die gewünschte breitbandige
Verstärkung ohne Verschlechterung des Rauschabstands des Wanderwellen-Maser-Verstärkers erreicht
werden.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine perspektivische, teilweise gebrochene Schemaansicht eines Wanderwellen-Festkörper-Masers
mit der neuen Anordnung zum Erzeugen einer breiten Bandpaß-Charakteristik,
F i g. 2 eine vereinfachte Querschnittansicht des paramagnetischen Körpers im magnetischen Gleichfeld,
das durch zwei Stäbe aus magnetisch weichem Material zur Erzielung der gewünschten Inhomogenität
in Querrichtung gestört ist,
Fi g. 3 die mit der neuen Anordnung angestrebte Bandpaß-Charakteristik des Wanderwellen-Masers
und
F i g. 4 bis 7 die Arbeitsweise des mit der neuen Anordnung ausgestatteten Wanderwellen-Masers veranschaulichende
Diagramme.
In F i g. 1 stellt 10 einen rechteckigen Hohlleiter dar, der so dimensioniert ist, daß sich Wanderwellen
mit der Pumpenergie Ep, die durch eine geeignete,
nicht gezeichnete Energiequelle geliefert werden, in.
ihm ausbreiten können. An einer Schmalseite 11 des Wellenleiters 10 und in leitendem Kontakt mit diesem
schließen sich mehrere kammartig angeordnete leitende Stäbe 15 an, die zu den Deckflächen 17 und 18
des Wellenleiters parallel verlaufen. Das andere Ende jedes Stabes 15 ist mit Abstand von der rechten Längsseite
19 des Wellenleiters angeordnet/Diese Stäbe 15 bilden eine Struktur zur Verzögerung der Wellenausbreitung-Kammstruktur.
Die zu verstärkenden Signalwellen £s werden an einem Ende der Struktur
mittels des Kopplungskreises 21 eingekoppelt, der eine Eingangs-Koaxialleitung 22 abschließt. Die verstärkten
Signalwellen' werden am entgegengesetzten Ende der Struktur durch einen anderen Kreis ausgekoppelt,
der einer Ausgangs-Koaxialleitung 23 zugeordnet ist. Die Pumpfrequenz ist beispielsweise
35 χ 109Hz, und die Frequenzbandmitte der Signalfrequenz
liegt beispielsweise bei 5 χ 109Hz.
Auf den Stäben 15 ist ein länglicher, rechteckiger Körper aus paramagnetischem Material angeordnet.
Dieser paramagnetische Körper 25 erstreckt sich in ■ dem gesamten Gebiet, in dem die magnetischen
HF-Felder der Pump- und Signalwellen im wesentlichen zirkulär polarisiert sind. Der paramagnetische
Körper besteht aus einem Material, das in bekannter Weise bei den Signalfrequenzen und bei Anregung
durch eine Pumpenenergie Ep negative Spin-Temperaturen
zeigt, wodurch Umbesetzungen bzw. Besetzungsumkehrungen der Elektronen-Spin-Niveaus hervorgerufen
werden. Dabei wird Strahlung stimuliert emittiert, die Energie in die anregenden Signalwellen
überträgt und diese verstärkt. Bei dem beschriebenen Beispiel wurde ein mit 0,05% Chrom dotierter
Aluminiumoxid-(Rubiri-)Einkristall als Masermaterial verwendet. Ein länglicher Quader 27 aus verlustarmem,
nicht paramagnetischem, dielektrischem Material ist unterhalb der Stäbe 15 parallel zu dem paramagnetischen
Körper 25 angeordnet, um die dielektrische Belastung längs des Ausbreitungsweges der
Signalwellen J5S an der Struktur im wesentlichen auszugleichen.
Eventuell kann auch ein zweiter, dem ersten Körper 25 genau gleicher paramagnetischer Körper an Stelle
des Quaders 27 verwendet werden. Hierdurch wird die Verstärkung pro' Längeneinheit des Masers vergrößert.
Der paramagnetische Körper 25 liegt ebenfalls in dem in Querrichtung wirksamen magnetischen Gleichfeld
H0. Die Frequenz des verstärkten Signals ist eine Funktion der Stärke des auf den paramagnetischen
Körper wirkenden magnetischen Gleichfeldes. Um eine Verstärkung über einen relativ großen Signalfrequenzbereich
zu ■ erreichen, muß die Stärke des Magnetfeldes H0 in verschiedenen Abschnitten des
paramagnetischen Körpers 25 verschieden sein. Oben ist erwähnt worden, daß zu diesem Zweck die magnetische
Feldstärke in einer Longitudinalrichtung ζ variiert wurde, aber dies führte zu einem verstärkten
Rauschen im Ausgangssignal des Verstärkers.
: Das in Fig. 1 dargestellte querverlaufende Magnetfeld
H0 ist so ausgebildet, daß bei Fehlen von magnetischem Material in dem Feld die Intensität
bzw. Feldstärke· im gesamten vom paramagnetischen Körper 25 besetzten Gebiet im wesentlichen gleich
sein würde. Um das Magnetfeld derart zu stören, daß die gewünschte Änderung der Feldstärke in
x-Richtung über die Gesamtlänge des Körpers 25 eintritt,, sind zwei Stäbe 32 und 33 aus magnetisch
weichem Material in Schlitzen angeordnet, die sich
längs der Deckwände 17 und 18 des Wellenleiters 10 erstrecken. Diese Stäbe sind im wesentlichen vom ,
paramagnetischen Körper 25 gleich weit entfernt und vorzugsweise bezüglich einer mitten durch den Körper
25 gelegten vertikalen Ebene asymmetrisch angeordnet.
Um richtig zu arbeiten, muß der paramagnetische Körper auf etwa 4° Kelvin abgekühlt sein. Zu diesem
Zweck ist die gesamte bisher beschriebene Vorrichtung in einem geeigneten flüssigen Kühlmittel in einem
Dewar-Gefäß angeordnet, oder sie wird mittels eines geeigneten Kühlsystems durch Wärmeleitung gekühlt.
F i g. 2 verdeutlicht, wie die magnetischen Stäbe 32 und 33 die Intensität des Magnetfeldes in der x-Richtung
verändern. In dieser Figur sind der Einfachheit halber nur der paramagnetische Körper und die
magnetischen Stäbe 32, 33 mit den Feldlinien des Magnetfeldes gezeigt. Die magnetischen Stäbe 32, 33
sind im wesentlichen identisch, und ihre relative magnetische Gleichstrom-Permeabilität ist größer als
die des Materials des Wellenleiters 10 oder des Wellenausbreitungsweges in dessen Inneren. Es ist
zu sehen, daß die magnetischen Stäbe 32, 33 gleichmäßig einen Teil des magnetischen Flusses, der durch
i 541 91
das linke Ende des Körpers 25 geht. Das Ausmaß der Ablenkung ist in F i g. 2 übertrieben, um das
Prinzip klarer darstellen zu können. In der Praxis ist es erwünscht, daß die Feldstärke des Magnetfelds
in j-Richtung so gering wie nur möglich variiert:
Wenn die Inhomogenität des Magnetfeldes bezüglich der x-Achse (Pos. 40 in Fi g. 2) im wesentlichen
symmetrisch verläuft, ist die Änderung der Intensität in der ^-Richtung minimalisiert. Es ist ersichtlich,
daß die Feldlinien mit zunehmender Eindringtiefe in den Körper 25 stärker aus dem Körper 25 herausgedrängt
werden. Daher sind die Feldlinien im linken Teil des Körpers 25 dichter als im rechten Teil.
Da die magnetischen Stäbe 32, 33 eine Symmetriebedingung für das Magnetfeld bezüglich einer horizontalen,
zentral durch den Körper 25 verlaufenden Achse herstellen, unterteilt die in x-Richtung von
links nach rechts abnehmende Feldstärke den Körper 25 in verschieden stark magnetisierte Querabschnitte;
z. B. 25 a bis 25 e, von denen sich jeder über die gesamte Länge des Körpers 25 erstreckt. Jeder dieser Abschnitte
verstärkt auf seiner gesamten Länge ein zugehöriges schmales Band der Signalfrequenzen.
Die Intensität des magnetischen Gleichfeldes nimmt Hx = H0
kontinuierlich in x-Richtung ab, so daß die schmalen Frequenzbänder a-e (F i g. 3), die durch die entsprechenden
Abschnitte 25 a bis 25 e verstärkt werden, aneinanderstoßen und sich überlappen. F i g. 3 zeigt
die so gewonnene Frequenzcharakteristik. Verlängt man eine Breitbandverstärkung, so ist es meistens
erwünscht, daß die Verstärkung in der durch den flachen Teil der Kurve 38 in F i g. 3 gezeigten Weise
über die gesamte Betriebsbandbreite praktisch einheitlich ist. . .
Es wurde gefunden, daß eine Beziehung die Maximalbandbreite
bestimmt, für die eine einheitliche Verstärkung aus einem homogenen Rubin-Masermaterial
in einem inhomogenen magnetischen Gleichfeld erzielt werden kann. F i g. 4 zeigt die Abhängigkeit
in normierten Ausdrücken. Es ist ersichtlich, daß die Verstärkung abnimmt, wenn die Bandbreite
bei flacher oder gleichmäßiger Verstärkung zunimmt. Als Ordinate ist
feld darstellt und G^dbmax die maximale Verstärkung
in db desselben Masers in einem homogenen Magnetfeld (Lorentz'sche Frequenzcharakteristik).
Für eine gewünschte Betriebsbandbreite kann die erzielbare konstante Verstärkung aus F i g. 4 entnommen
werden. Daraus können mittels bekannter Gleichungen und Diagramme die Verstärkung, die
Frequenz und die Magnetfeldstärke in Beziehung gesetzt werden, um die Werte der Feldstärken des
Permanentmagnetfeldes von Hxl bis Hx2 zu erhalten,
die für die Verstärkung im Frequenzbereich von F1 bis F2 der F i g. 3 erforderlich sind. In der Druckschrift
»Microwave Solidstate Masers« von Siegmann,
McCraw-Hill Book Co., New York, N. Y. 1964, ist ein derartiges Verfahren dargestellt.
Es wurde gefunden, daß sich die · magnetische Feldstärke bei der in Fig. 2 gezeigten Anordnung
längs der horizontalen, symmetrisch zwischen den negativen Stäben 32 und 33 angeordneten Linie 40
(x-Richtung) etwa nach folgender Gleichung ändert:
1 -
R2
+ 0,25
Hierbei ist R der Radius der identischen Stäbe 32, 33, d der vertikale Abstand jedes Stabes von der Linie
40 und χ die Entfernung vom Schnittpunkt der Linie 40 mit der Verbindungslinie' der Stäbe 32, 33.
Bei der Ableitung der Gleichung (1) wurde vorausgesetzt, daß die Stäbe 32, 33 das Magnetfeld nur
geringfügig stören und daß die relativen Permeabilitäten der magnetischen Stäbe viel größer als 1 sind:
Ferner ist die Gleichung (1) nur gültig für
. .'. -dYt<x<dVT
. .'. -dYt<x<dVT
und
3 db
Bn,
45
aufgetragen, worin B3 ib üblicherweise die Bandbreite
zwischen denjenigen Flankenpunkten der Kurve darstellt, die 3 db-unter der Maximalverstärkung bei der
Mittelfrequenz F0 liegen. Bmin stellt die Verstärkung
zwischen den 3 db-Punkten eines mittels eines homogenen Magnetfeldes vormagnetisierten Masers der
(Lorentz'sche Frequenzcharakteristik), der dieselbe maximale Verstärkung aufweist wie der betrachtete
Breitband-Maser, d. h.
R ,
In der Praxis ist die Feldstärke H0 des äußeren
Magnetfeldes bekannt, und es muß bestimmt werden, wie stark sich die magnetische Feldstärke längs der
x-Achse gegenüber H0 ändert. Aus Gleichung (1) folgt:
AHx= H0-Hx ■ >.·
55
— Bn,
G(/0)db - 3 '
R2
Bn, ist die Linienbreite des Materials, die für Rubin
etwa 60 MHz beträgt. Als Abszisse ist
60 + 0,25
G(/o)dbmax
aufgetragen, worin G{JX))db die Verstärkung in db
des Breitband-Masers in einem inhomogenen Magnet-
65 Dieser Ausdruck ist in ■ F i g. 5 aufgetragen.
Mit Hilfe der F i g. 5 und mit einigen vorher bestimmten Parametern kann die ungefähre Geometrie
der Anordnung gemäß F i g. 2 ermittelt werden, so daß die Stäbe 32, 33 an solchen Stellen angeordnet
werden können, daß die Lage des paramagnetischen Körpers 25 in dem Magnetfeld der inhomogenen
Feldstärke Hxl bis Hx2 eine konstante Verstärkung
von F1 bis F2 ergibt.
Das Diagramm gemäß F i g. 5 kann beispielsweise folgendermaßen benutzt werden. Bei Rubin
als Masermaterial werden die erforderlichen Werte von Hxl und Hx2 nach dem obigen Schema berechnet,
damit sich die gewünschte Betriebsbandbreite Af = F1 -F2 ergibt, die beispielsweise 200 MHz
beträgt. Es ist bekannt, daß für Rubin als Masermaterial die Änderung der paramagnetischen Resonanzfrequenz
AF als Funktion der Änderung der magnetischen Feldstärke AHx angenähert die Gleichung
AF
-25
fMHz1
erfüllt. Daher ist die Änderung der magnetischen Feldstärke in x-Richtung durch den paramagnetischen
Körper 25 (F i g. 2)
200 ΓΜΗζ x Gauß
2,5
MHz
oder aber etwa 80 Gauß. Der Körper 25 habe ferner
die normierte Dimension 4- = 0>5. Diese Dimension
wird auf der -j -Achse der F i g. 5 derart eingesetzt,
daß die Differenz der zugehörigen Ordinatenwerte AHxl und AHx2 etwa 80 Gauß ergibt. Dies ergibt
die Abszissenwerte ^- und ^ . Da Hxl, Hx2, H0 und
die Länge x' des Körpers 25 bekannt sind, können die Werte für R und d aus F i g. 5 entnommen werden.
Passen die Werte für R, d und χ nicht gut in die
Anordnung gemäß Fig. 1, so kann die Dimension -j
des Körpers 25 in eine neue Position auf der -j~Achse
der F i g. 5 gebracht werden, und das obenerwähnte Verfahren wird so lange wiederholt, bis ein zufriedenstellendes
Ergebnis erzielt ist. Es sei erwähnt, daß in der Praxis Ax = X1 — X2 etwa 6 bis 7 mm beträgt.
Es ist also ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Einstellung der Inhomogenität des Magnetfeldes eine
hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit bei der konstruktiven Auslegung der Anordnung bietet.
In der Praxis muß noch ein weiterer Umstand beachtet werden, wenn man bei dem Maserverstärker
gemäß F i g. 1 eine flache Verstärkungscharakteristik erhalten will. Die Verstärkung eines Masers ist eine
Funktion des Quadrats der magnetischen Feldstärke der HF-Signalwellen in dem parametrischen Körper,
die in der Anordnung nach F i g. 1 eine Funktion der Stärke des HF-Magnetfeldes im kammförmigen
Verzögerungselement ist. Die Feldstärke des HF-Magnetfeldes als Funktion der Länge der einzelnen
Leiterstäbe 15 ist in F i g. 6 dargestellt. Es ist hieraus ersichtlich, daß sich die Feldstärke des
HF-Magnetfeldes quer durch den pararnagnetischen Körper 25 ändert. Das Absinken der Feldstärke
des HF-Magnetfeldes im rechten Teil des paramagnetischen Körpers 25, d. h. in den Abschnitten
25 d, 25 e, bedeutet, daß die Verstärkung der Frequenzen in diesen Abschnitten geringer als die Verstärkung
in den Abschnitten 25 a und 25 b ist, in denen das Signalwellen-HF-Magnetfeld stärker ist.
Diese Verschiedenheit der Verstärkung kann im Sinne einer Nivellierung der Verstärkungskennlinie
dadurch kompensiert werden, daß die Abschnitte 25 d, 25 e eine größere Anzahl von die zugehörigen
Frequenzen verstärkenden Elektronen-Spins enthalten als die Abschnitte 25 α und 25 b. Um eine Verstärkungskennlinie
mit abgeflachtem Scheitel zu erzielen, sollte daher die Änderung der Feldstärke des
magnetischen Gleichfeldes längs des Körpers 25 keine lineare Funktion des Abstandes in x-Richtung durch
den Körper sein, da die Anzahl der Spins, die eine Verstärkung einer zugehörigen Frequenz ergeben
können, umgekehrt proportional zum Feldstärkegradienten des zugehörigen magnetischen Gleichfeldes
ist. Wenn der Gradient der Feldstärke des Gleichfeldes in den Abschnitten 25 d und 25 e kleiner als in den
Abschnitten 25 α und 25 b gemacht wird, so ergeben sich in den Abschnitten 25 d und 25 e mehr an der
Verstärkung der zugehörigen Frequenzen beteiligte Elektronenspins. Diese Überlegung gewährleistet die
in höchstem Maße konstante Verstärkung für die gewünschte Bandbreite.
In F i g. 7 ist die Steigung der in F i g. 5 dargestellten Kurve als Funktion von -τ aufgetragen.
Hiermit wird die Änderungsgeschwindigkeit der Feldstärke des Gleichfeldes nach F i g. 2 bestimmt. Aus
dieser Figur kann die Lage des Körpers 25 ausgewählt werden, wobei sowohl die gewünschte Änderungsgeschwindigkeit der Feldstärke des Gleichfeldes im
Körper 25 wie auch die notwendige Gesamtfeldstärkenänderung von AHxl nach AHx2 berücksichtigt
wird, um eine im wesentlichen konstante Verstärkung über den Frequenzbereich zwischen F1 und F2 zu
erzielen. .
Es ist ersichtlich, daß zum Zweck einer konstanten Verstärkungs - Bandbreiten - Charakteristik
eines Festkörper-Masers besondere Bedingungen an die Feldstärke selbst und auch an die Änderung
der Feldstärke des quer gerichteten magnetischen Gleichfeldes an den Abschnitten 25 a bis 25 e des
paramagnetischen Körpers 25 gestellt werden. Mittels der magnetischen Stäbe 32, 33 kann das Gleichfeld
in der gewünschten Weise genau gesteuert und beeinflußt werden. Da die gesamte Vorrichtung weiterhin
in einem Dewar-Gefäß oder in einer Kühlflüssigkeit angeordnet ist, bedarf die Anordnung der Stäbe
32, 33 in den dicken Wänden des Wellenleiters keinen zusätzlichen Platz.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 530/12-
Claims (4)
1. Anordnung zum Erzeugen einer breiten Bandpaß-Charakteristik eines Wanderwellen-Masers,
bei dem ein in Ausbreitungsrichtung der zu verstärkenden Signalwellen verlaufender paramagnetischer
Körper in einem quer zur Ausbreitungsrichtung der Signalwellen gerichteten magnetischen
Gleichfeld angeordnet ist, wobei eine Einrichtung zum Erzeugen einer bestimmten Inhomogenität
des magnetischen Gleichfeldes in Querrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Erzeugen der Inhomogenität zwei aus magnetisch weichem Material
bestehende, außerhalb des Körpers (25) im magnetischen Gleichfeld (H0) liegende Stäbe (32,
33) umfaßt, die parallel zueinander und symmetrisch auf entgegengesetzten. Seiten einer durch die
longitudinale Mittellinie des paramagnetischen Körpers (25) verlaufenden Ebene und in einer im
wesentlichen parallel zur Ausbreitungsrichtung (z) der Signalwellen und senkrecht zur Richtung des
magnetischen Gleichfeldes (H0) verlaufenden zweiten
Ebene angeordnet sind.
,
,
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (32,33) eine wesentlich
kleinere Querschnittsfläche als der paramagnetische Körper (25) haben.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Stäbe (32, 33) schneidende
zweite Ebene außerhalb der longitudinalen Mittellinie des paramagnetischen Körpers (25) angeordnet
ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe
(32, 33) einheitliche kreisförmige Querschnitte haben und parallel zur Längserstreckung des
paramagnetischen Körpers (25) verlaufen.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US57411466A | 1966-08-22 | 1966-08-22 | |
| US57411466 | 1966-08-22 | ||
| DEC0043141 | 1967-08-21 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1541911A1 DE1541911A1 (de) | 1970-05-06 |
| DE1541911B2 DE1541911B2 (de) | 1972-07-20 |
| DE1541911C true DE1541911C (de) | 1973-02-15 |
Family
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