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DE1092804B - Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes - Google Patents

Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes

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Publication number
DE1092804B
DE1092804B DEH31298A DEH0031298A DE1092804B DE 1092804 B DE1092804 B DE 1092804B DE H31298 A DEH31298 A DE H31298A DE H0031298 A DEH0031298 A DE H0031298A DE 1092804 B DE1092804 B DE 1092804B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
actual value
ship
setpoint
controlling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH31298A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Wasserkampf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hagenuk Vorm Neufeldt and Kuhnke GmbH
Original Assignee
Hagenuk Vorm Neufeldt and Kuhnke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hagenuk Vorm Neufeldt and Kuhnke GmbH filed Critical Hagenuk Vorm Neufeldt and Kuhnke GmbH
Priority to DEH31298A priority Critical patent/DE1092804B/de
Publication of DE1092804B publication Critical patent/DE1092804B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H23/00Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements
    • B63H23/22Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements with non-mechanical gearing
    • B63H23/24Transmitting power from propulsion power plant to propulsive elements with non-mechanical gearing electric
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H3/00Propeller-blade pitch changing
    • B63H3/02Propeller-blade pitch changing actuated by control element coaxial with propeller shaft, e.g. the control element being rotary
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H3/00Propeller-blade pitch changing
    • B63H3/10Propeller-blade pitch changing characterised by having pitch control conjoint with propulsion plant control
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/21Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels
    • B63H2021/216Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels using electric control means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)

Description

  • Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes Bei Schiffsantrieben mit Verstellschrauben ist es bekannt, die Drehzahl des Antriebsmotors selbsttätig zu Kegeln, indem eine Drehzahlmeßeinrichtung ein Regelstellgl,ied für die Energiezufuhr zum Antriebsmotor in dem Sinn verstellt, daß die Energiezufuhr beim Absinken der Drehzahl unter den Sollwert erhöht und beim Ansteigen der Drehzahl über den Sollwert erniedrigt wird. Die Energiezufuhr wird bei den zu einem Schiffsantrieb meistens verwendeten Dieselmotoren durch Änderung des Zylinder-Füllungsgrades verändert. Durch eine solche Anordnung wird erreicht, daß der Schiffsantriebsmotor stets mit einer Drehzahl arbeitet, die seinem optimalen Wirkungsgrad entspricht. Die Höhe der sich jeweils einstellenden Energiezufuhr hängt einerseits von dem jeweiligen Fahrwiderstand des Schiffes ab, der durch die Schiffsladung, etwaige Wasserströmungen, Wind und Seegang bestimmt wird, andererseits von dem gewählten Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube.
  • Das zur Verstellung des Flügelanstellwinkels der Schiffsschraube dienende mechanische Getriebe wird bei bekannten Anordnungen vom Befehlsstand des Schiffes aus über Seilzüge oder eine Hebelübertragung betätigt; es ist aber auch schon bekanntgeworden, das mechanische Getriebe durch einen elektrischen Stellmotor verstellen zu lassen, der vom Steuerungsbefehlsgeber auf dem Befehlsstand mittels einer elektrischen Fernübertragungseinrichtung gesteuert wird. Hierbei wird der Istwert des Anstellwinkels von einem an das Getriebe angekoppelten Fernübertragungsgeber abgenommen und über Leitungen an einen Fernübertragungsempfänger übertragen, der eine Vergleichskontakteinrichtung einstellt, die den so übertragenen Istwert mit dem vom Stenerungsbefehlsgeber an ihr eingestellten Sollwert vergleicht und bei Abweichung der beiden Werte einen Kontakt betätigt, wodurch der elektrische Stellmotor je nach dem Vorzeichen der Ab- weichung für die eine oder andere Drehrichtung an Spannung gelegt wird, bis Istwert und Sollwert übereinstimmen.
  • Außer der beschriebenen Steuerungsart ist noch eine zweite Steuerungsart bekannt, bei der durch den Steuerungsbefehlsgeber nicht der Flügelanstellwinkel der Schiffssehraube, sondern die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor - bei Dieselmaschinen also der Füllungsgrad - eingestellt und die Energiezufuhr auf den eingestellten Wert selbsttätig eingeregelt wird, indem bei Abweichungen ein selbsttätiges Regelorgan den Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube entsprechend verstellt. Zu dieser Steuerungsart wurden ausschließlich mechanisch oder hydromechanisch arbeitende Einrichtungen verwendet.
  • Schließlich ist auch bekannt, die beiden Steuerungsarten in der Weise zu kombinieren, daß, wenn der Steuerungsbefehlsgeber in eine der beiden Extremstellungen (»alle Kraft voraus« oder »alle Kraft rückwärts«) gebracht wird oder sich einer solchen Stellung annähert, die erste Steuerungsart angewandt wird, bei der ohne Rücksicht auf die Energiezufuhr bzw. die Belastung des Antriebsmotors nur der Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube eingestellt wird, während in den Zwischenstellungen des Steuerungsbefehlsgebers mit der zweiten Steuerungsart gefahren wird, bei der die Energiezufuhr und damit die Belastung des Antriebsmotors unter selbsttätiger Verstellung des Flügelanstellwinkels der Schiffsschraube konstant gehalten wird. Eine gleichzeitige Regelung der Energlezufuhr in dem Sinn, daß der Antriebstnotor hierbei auch stets mit seiner optimalen Drehzahl arbeitet, konnte hierbei nicht vorgesehen werden. Auch bei der Verwirklichung dieser Kombination der beiden Steuerungsarten wurden ausschließlich mechanisch und hydromechanisch arbeitende Einrichtungen verwendet.
  • Die Erfindung befaßt sich mit einer Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes mit einer Verstellschraube, bei der die beiden erwähnten Steuerungsarten ebenfalls kombiniert sind. Sie vervollkommnet und vereinfacht sie jedoch gleichzeitig, indem sie eine vollelektrisch arbeitende Steuerung vorschlägt, wobei sie auf der eingangs an zweiter Stelle als bekannt vorausgesetzten Fernsteuerung des Flügelanstellwinkels der Schiff sschraube mittels eines durch eine elektrische Fernübertragungseinrichtung gesteuerten elektrischen Stellmotors aufbaut und diese ergänzt. Infolge Vermeidung jeglichen Hebelgestänges zur Einstellung entfernt angeordneter Vorrichtungen schafft sie eine große Freizügigkeit in der Aufstellung des S teuerungsbefehlsgebers, ja, die Steuerung kann sogar wahlweise von verschiedenen Orten aus dem Schiff aus vorgenominen werden, wenn mehrere Steuerungsbefehlsgeber aufgestellt sind, auf welche die Steuerleitungen umgeschaltet werden können. Vor allem auch gestattet der Erfindungsgegenstand bei beiden Steuerungsarten die Anwendung der bekannten Einrichtung, durch welche die Drehzahl des Antriebsmotors stets auf ihren optimalen Wert eingeregelt wird, ja, sie setzt sogar deren Vorhandensein voraus. Weitere Vorteile der Erfindung sind aus dem weiter unten beschriebenen Ausführungsbeispiel ersichtlich. Auch bei dem Erfindungsgegenstand wird zur wahlweisen Ausübung beider Steuerungsarten derselbe Steuerungsbefehlsgeber benutzt; es bedarf hierzu nur einer einfachen elektrischen Umschaltung, wobei die Umschalteinrichtung sogar noch mit dem Steuerungsbefehlsgeber gekuppelt sein kann.
  • Für eine Anlage zur Steuerung eines Schiffsntriebes mit Verstellschraube, bei der eine selbsttätige Regeleinrichtung vorgesehen ist, die durch Betätigung eines Regelstellgliedes die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor so verstellt, daß dessen Drehzahl bei Belastungsänderung konstant bleibt, und bei der zwei Steuerungsarten wahlweise zur Verfügung stehen, nämlich eine erste Steuerungsart, nach welcher durch Betätigung eines Steuerungsbefehlsgebers der Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube mittels eines fernsteuerbaren elektrischen Stellmotors auf einen willkürlich wählbaren Wert fest einstellbar ist, und eine zweite Steuertingsart, nach welcher durch einen Steuerungsbefehlsgeber die Energiezufuhr zum Schiff santriebsmotor vorgegeben und durch eine selbsttätig arbeitende Verstelleinrichtung für den Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube konstant gehalten wird, wird erfindungsgernäß vorgeschlagen, zwecks Ausübung der ersten Steuerungsart zur Steuerung des elektrischen Stellmotors elektrische Drehmelder zu verwenden, indem in an sich bekannter Weise der Istwert des Flügelanstellwinkels mittels eines Drehmeldegebers und eines Istwertempfängers an eine Vergleichskontakteinrichtung übertragen wird, die von dem Steuerungsbefehlsgeber gemäß dem Sollwert eingestellt wird, den Istwert mit dem Sollwert vergleicht und bei Abweichung beider Werte den elektrischen Stellmotor für eine die Abweichung beseitigende Drehrichtung an Spannung legt, und zwecks Ausübung der zweiten Steuerungsart mittels desselben Steuerungsbefehlsgebers noch einen zweiten Drehmeldegeber anzuordnen, der mit dem Regelstellglied für die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor gekoppelt ist und sich entsprechend dem Istwert dieser Energiezufuhr verstellt, und ferner eine Umschalteinrichtung vorzusehen, mit welcher zum Wechsel der Steuerungsart der Istwertempfänger von dem ersten Istwertgeber auf den zweiten Istwertgeber urnschaltbar ist.
  • Die Erfindung wird an Hand der schematischen Zeichnung zusammen mit weiteren Erfindungsmerkmalen näher erläutert.
  • In der Zeichnung bedeutet M den Schiffsantriebsmotor, also beispielsweise einen Dieseltnotor. S ist die Schiffssehraube und W die Schiffswelle. R ist die Regelwelle für den Motor M, durch deren Verstellung die Energiezufuhr zum Motor M geänÜrt wird. Die Regelwelle R, die durch eine nicht weiter dargestellte selbsttätige Regeleinrichtung in Abhängigkeit von der Motordrehzahl so verstellt wird, daß der Motor mit nahezu konstanter Drehzahl läuft, stellt somit das Regelstellglied für die Drehzahlregelung dar. Die Verstellung des Flügelanstellwinkels der Schiffsschraube S bewerkstelligt ein bekanntes in das Gehäuse G eingebautes Getriebe, das bei Verdrehung des Hebels H uni die Achse 0 durch die Schraubenwelle W hindurch die Schraubenflügel um ihreLängsachse verdreht. Zur Verdrehung des Hebels H dient ein durch den Elektromotor E.,w angetriebenes Hubgetriebe Hb-Der Elektromotor EM erhält über die zweifach ausgeführt zu denkende Steuerleitung Si wahlweise Spannung für Rechts- oder Linkslauf. Die durch das Hubgetriebe Hb bewirkte Verdrehung des Hebels H (und damit die Größe des jeweiligen Flügelanstellwinkels) wird über das Hebelgestänge Hj, H2 auf den benachbarten Drehmeldeübertragungsgeber Ig, ge- geben, nachdem die Hubbewegung vorher in eine Drehbewegung verwandelt wurde. Ig, ist somit der Istwertgeber für den Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube. An das Regelstellglied R ist ein Drehmeldeübertragungsgeber Ig. angekoppelt, der den Istwertgeber für die Energiezufuhr zum Motor M darstellt. Durch die als Mehrfachk-Qntakt ausgebildete Umschalteinrichtung U werden wahlweise entweder der Istwertgeber Ig, oder der Istwertgeber 92 über die mehradrigen FernübertragunIgsleitungen F, (bzw. F.) und F, an den Istwertempfänger Iel angeschlossen. Vg ist eine Vergleichskontakteinrichtung, die in bekannter Weise aus zwei relativ zueinander verdrehbaren Teilen besteht, von denen der eine entsprechend dem Istwert und der andere entsprechend dem Sollwert der zu regelnden Größe eingestellt wird, und die bei Abweichung beider Größen je nach dem Richtungssinn dieser Abweichung eine der beiden Steuerleitungen Si an die Spannungsquelle V anschließt, wodurch der Elektromotor Ein des Hubgetriebes Hb in Drehung versetzt wird. Der eine der drehbaren Teile der Vergleichskontakteinrichtung besteht beispielsweise aus einer Kontaktbahn, auf der eine mit dem anderen drehbaren Teil umlaufende Kontaktrolle abrollt. Der eine dieser Teile wird von dem Istwertempfänger IeP der andere durch den Steuerungsbefehlsgeber St entsprechend dem Sollwert eingestellt. Im Ausführungsbeispiel wird zur Übertragung des am Steuerungsbefehlsgeber St eingestellten Sollwertes an die Vergleichskontakteinrichtung Vg ebenfalls eine Drehmeldeübertragungseinrichtung, bestehend aus dem Sollwertgeber Sg und dein Sollwertempfänger Se, benutzt, was für eine noch zu beschreibende Erweiterung der Anlage von Vorteil ist; an die Fernübertragungsleitungen F, und F2 sind außerdem noch die Istwertempfänger Ie2 bzw. Ie. angeschlossen, die mit Anzeigeeinr#ichtungen versehen sind und sich in der Nähe des Steuerungsbefehlsgebers St befinden, so daß der Bedienende sich jederzeit von den tatsächlich bestehenden Werten des Flügelanstellwinkels und der Energiezufuhr überzeugen kann.
  • Die bis dahin beschriebene Anlage arbeitet in folgender Weise: Ist die Umschalteinrichtung 1-1 in die Stellung I gelegt, in der sie den Istwertgeber Ig, für den Flügelanstellwinkel mit dem Istwertempfänger Iel der Vergleichskontakteinrichtung Vg verbindet, so liegt die erste Steuerungsart vor, bei der vom Befehlsstand aus durchEinstellungdesSteuerungsbefehlsgeberslediglich der Flügelanstellwinkel eingestellt wird, während sich die Energiezufuhr zum Antriebsmotor M so, wie zur Erreichung der optimalen Drehzahl erforderlich, selbsttätig einstellt. Daß sich hierbei auch der Istwertgeber 92 Mit verstellt, ist für die Steuerung als solche belanglos; jedoch kann an dem Istwertempfänger Ie. die jeweils bestehende Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor abgelesen werden. Wird der Flügelanstellwinkel durch Betätigung des Steuerungsbefehlsgebers St neu eingestellt, so verstellt sich der Sollwertgeber Sg und mit ihm der Sollwertempfänger Se und verändert die Sollwerteinstellung der Vergleichskontakteinrichtung Vg, Dadurch stimmt der von, dem Istwertempfänger Ie, an die Vergleichskontakteinrichtung Vg übertragene Istwert nicht mehr mit dem Sollwert überein, und der Elektromotor Ein erhält Strom für die entsprechende Drehrichtung, wodurch der Flügelanstellwinkel so lange verändert wird, bis an der Vergleichskontakteinrichtung Vg Istwert und Sollwert übereinstimmen und der Motor Ein stromlos wird.
  • Wird die Umschalteinrichtung U in die Stellung II ,gebracht und damit an Stelle des Istwertgebers Ig, der Istwertgeber Ig2 an den Istwertempfänger Ie, angeschlossen, so liegt die zweite Steuerungsart vor, bei der sich die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor selbsttätig auf einen Wert einregelt, der durch die Stellung des Steuerungsbefehlsgebers St bestimmt wird. Der Istwertempfänger Iel überträgt jetzt nämlich den an dem Istwertgeber Ig eingestellten Wert - also b 2 den Istwert der Energiezufuhr zum Antriebsmotor an die Vergleichskontakteinrichtung Vg. Stimmen Ist-und Sollwert nicht überein, so erhält wieder der Elektromotor Ein Strom und verstellt die Flügel so lange in der einen oder anderen Richtung, bis die von der Schiffsschraube S abgegebene Leistung bei optimaler Drehzahl des Motors M gerade die Energiezufuhr voraussetzt, die am Steuerbefehlsgeber St eingestellt ist, womit der von dem Istwertempfänger Iel an der Vergleichskontakteinrichtung Vg eingestellte Istwert mit dem vom Sollwertempfänger Se eingestellten Sollwert übereinstimmt und der Motor Ein wieder stromlos wird. Steigt beispielsweise infolge Erhöhung des Fahrw#iderstandes des Schiffes das von der Schiffsschraube abgegebene Drehmoment, so sinkt zunächst die Drehzahl des Antriebsmotors 31, und der selbsttätige Drehzahlregler verstellt das Regelstellglied R im Sinne einer Erhöhung der Energiezufuhr. Dadurch stimmen aber Istwert und Sollwert an der Vergleichskontakteinrichtung nicht mehr überein, und der Elektromotor Ein wird in einer solchen Richtung in Lauf gesetzt, daß er die Flügel der Schiffsschraube flacher stellt, und zwar so lange, bis die Drehzahl des Antriebsmotors wieder auf den Wert angestiegen ist, bei dem die sich einstellende Energiezufuhr dem an der Vergleichskontakteinrichtung durch den Steuerbefehlsgeber eingestellten Sollwert entspricht, wobei gleichzeitig der Antriebsmotor seine optimale Drehzahl erreicht hat; alsdann wird der Motor Ein stillgesetzt.
  • Bei der baulichen Verwirklichung der Erfindung werden zweckmäßig an dem Steuerungsbefehlsgeber St zwei Einstellskalen angebracht; die eine für die Einstellung des Flügelanstellwirikels der Schiffsschraube und die andere für die Einstellung der Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor. Vorteilhafterweise sind die Anzeigemittel mit der Umschalteinrichtung U gekoppelt, so daß bei Betätigung der Umschalteinrichtung die Anzeige von der einen auf die andere Einstellskala umgelegt wird. Dies läßt sich in verschiedener Weise verwirklichen. Beispielsweise ist der Einstellhebel des Steuerungsbefehlsgebers quer zu seiner Einstellbewegung verschiebbar ausgebildet und betätigt bei einer solchen Verschiebung die Unischalteinrichtung U und legt gleichzeitig den für zwei nebeneinander angeordnete Profilskalen gemeinsamen Ablesezeiger von der einen auf die andere Skala um. Die beschriebene Kopplung des SteuerungsbefehlsgebersSt mit der Umschalteinrichtung U kann unabhängig davon angewandt werden, ob zwischen den Steuerungsbefehlsgeber St und die Vergleichskontakteinrichtung Vg - wie in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel - eine Fernübertragungseinrichtung eingeschaltet ist, oder ob der Steuerungsbefehlsgeber St den Sollwert an der dann unmittelbar benachbart angeordneten Vergleichskontakteinrichtung Vg durch rein mechanische Kopplung einstellt. Wird indessen zur übertragung des Sollwertes an die Vergleichskontakteinrichtung eine Fernübertragungseinrichtung benutzt, so ergibt sich der Vorteil, daß der Sollwertempfänger Se durch Umschaltung der Fernübertragungsleitung F4 an einen anderen Sollwertgeber angeschlossen und damit die Steuerung wahlweise von verschiedenen Orten auf dem Schiff vorgenommen werden kann. Dies soll durch die Verzweigung der Fernübertragungsleitung F4 am Punkt A angedeutet sein. Ebenso kann man durch einen einzigen Sollwertgeber Sg gleichzeitig oder wahlweise mehrere Schiffsmotoren in der beschriebenen Weise steuern, wenn man die FernübertragungsleitungF 41 wie im Punkt B angedeutet, sich verzweigen läßt und an jeden Zweig einen Sollwertempfänger Se anschließt, von denen jeder eine Vergleichskontakteinrichtung Vg einstellt, über die ein Antriebsmotor für eine Schiffsschraube bzw. der Flügelanstellwinkel dieser Schiffsschraube in der beschriebenen Weise gesteuert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPROCHE: 1. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes mit Verstellschraube, bei der eine selbsttätige Regeleinrichtung vorgesehen ist, die durch Betätigung eines Regelstellgliedes die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor so verstellt, daß dessen Drehzahl bei Belastungsänderung konstant bleibt, und bei der zwei Steuerungsarten wahlweise zur Verfügung stehen, nämlich eine erste Steuerungsart, nach welcher durch Betätigung eines Steuerungsbefehlsgebers der Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube mittels eines fernsteuerbaren elektrischen Stellmotors auf einen willkürlich wählbaren Wert fest einstellbar ist, und eine zweite Steuerungsart, nach welcher durch einen Steuerungsbefehlsgeber die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor vorgegeben und durch eine selbsttätig arbeitende Verstelleinrichtung für den Flügelanstellwinkel der Schiffsschraube konstant gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ausübung der ersten Steuerungsart zur Steuerung des elektrischen Stellmotors (EM) elektrische Drehmelder verwendet sind, indem in an sich bekannter Weise der Istwert des Flügelanstellwinkels mittels eines Drehmeldegebers (Istwertgeber Igl) und eines Istwerternpfängers (Iel) an eine Vergleichskontakteinrichtung (Vg) übertragen wird, die von dem Steuerungsbefehlsgeber gemäß dem Sollwert eingestellt wird, den Istwert mit dem Sollwert vergleicht und bei Abweichung beider Werte den elektrischen Stellmotor (Ein) für eine die Abweichung beseitigende Drehrichtung an Spannung legt, daß zwecks Ausübung der zweiten Steuerungsart mittels desselben Steuerungsbefehlsgebers noch ein zweiter Drehmeldegeber (Istwertgeber Ig.) angeordnet ist, der mit dem Regelstellglied (R) für die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor gekoppelt ist und sich entsprechend dem Istwert dieser Energiezufuhr verstellt, und daß ferner eine Umschalteinrichtung (U) vorgesehen ist, mit welcher zum Wechsel der Steuerungart der Istwertempfänger (Iel) von dem ersten Istwertgeber (Igl) auf den zweiten Istwertgeber (,92) umschaltbar ist. 2. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Steuerungsbefehlsgeber (St) zwei Einstellskalen vorgesehen und die Anzeigemittel für die eingestellten Steuerbefehle mit der Umschalteinrichtung (U) für den Istwertempfänger (Iel) so gekoppelt sind, daß bei Betätigung der Umschalteinrichtung (U) gleichzeitig die Anzeige von der einen auf die andere Einstellskala umgelegt wird. 3. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einstellhebel des Steuerungsbefehlsgebers (St) quer zu seiner Einstellbewegung verschiebbar ausgebildet ist und bei einer solchen Verschiebung den Einstellzeiger von der einen auf die andere Einstellskala umlegt und gleichzeitig die Umschalteinrichtung (U) für den Istwertempfänger (Iel) betätigt. 4. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der am Einstellhebel des Steuerungsbefehlsgebers (St) eingestellte Sollwert an die Vergleichskontakteinrichtung mittels eines Gebers (Sollwertgeber Sg) und eines Empfängers (Sollwertempfänger,9e) fernübertragen wird. 5. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollwertempfänger (Se) wahlweise an verschiedene, von verschiedenen Steuerungsbefehlsgebern (St) eingestellte Sollwertgeber (Sg) anschaltbar ist. 6. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes mit mehreren Antriebsmotoren und Schiffsschrauben nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einen Sollwertgeber (Sg) mehrere Sollwertempfänger (Se) angeschlossen oder anschaltbar sind, von denen jeder eine Vergleichskontakteinrichtung (Vg) einstellt, über die je ein Antriebsmotor (M) für eine Schiffsschraube bzw. der Flügelanstellwinkel dieser Schiffsschraube (S) gesteuert wird. 7. Anlage zur Steuerung eines Schiffsantriebes nach einem oder mehreren der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Aufstellungsort eines Steuerungsbefehlsgebers (St) zusätzliche Istwertempfänger (Ie., Ie3) mit Anzeigeeinrichtungen aufgestellt sind, die an den Istwertgeber (Igl) für den Flügelanstellwinkel bzw. den Istwertgeber (,92) für die Energiezufuhr zum Schiffsantriebsmotor (M) angeschlossen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 887 159, 951338; schweizerische Patentschrift Nr. 250263.
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