DE1092519B - Schaltungsanordnung zur Leitung des Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Vermittlungssystems fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Leitung des Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Vermittlungssystems fuer Fernmelde-, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
Die Erfindung beschäftigt sich damit, in einem Selbstwählvermittlungssystem,
bei dem Mehrfachschalter, wie Kreuzschienenwähler, Kreuzspulenwähler oder Relaiskoppler,
verwendet werden, auf besonders vorteilhafte Weise die Anschaltung der Teilnehmer im ankommenden
und abgehenden Verkehr an die Wahlstufen des Vermittlungssystems zu ermöglichen.
Es ist aus der deutschen Patentschrift 1 029 042 bereits bekannt, zur Anschaltung der Teilnehmer als
Mehrfachschalter aufgebaute Doppelbetriebswähler zu verwenden. Diese bilden dann eine sogenannte
Teilnehmerwahlstufe, an deren Eingänge die Teilnehmer angeschlossen sind. Über diese Teilnehmerwahlstufe
wird der abgehende Verkehr geführt, wobei sie Vorwählerfunktionen erfüllt. Wird über sie der
ankommende Verkehr geführt, so erfüllt sie Leitungswählerfunktionen, Die Ausgänge der Teilnehmerwahlstufe
führen daher sowohl zu Leitungen, an die weitere Wahlstufen angeschlossen sind und die bei
abgehendem Verkehr benutzt werden, als auch zu Zwischenleitungen, welche bei ankommendem \^erkehr
benutzt werden.
Eine derartige bekannte Teilnehmerwahlstufe zeigt die Fig. 1, in der aus Gründen der Übersichtlichkeit
die Darstellung auf eine Ader beschränkt ist. Die Koppelpunkte dieser Teilnehmerwahl-stufe TW sind
in Gruppen Al bis Al eingeteilt, in denen sie jeweils
kreuzfeldartig angeordnet und zeilen- und spaltenweise vielfachgeschaltet sind. Eine derartige Gruppe
von Koppelpunkten wird im folgenden Koppelvielfach genannt. Zu seiner Realisierung können Mehrfachschalter,
also Kreuzschienenwähler, Kreuzspulenwähler oder Relaiskoppler verwendet werden. Sie
arbeiten hier als Doppeltbetriebswähler. An jedem Koppelpunkt, z.B. al im KoppelvielfachA1, befinden
sich Koppelpunktkontakte, welche zwecks Herstellung eines über diesen Koppelpunkt führenden
Verbindungsweges geschlossen werden. Ein solcher Koppelpunktkontakt ist aus Gründen der Einfachheit
nur am Koppelpunktal eingezeichnet. Die Leitungen
X für abgehenden Verkehr sind an zusätzlichen Koppelpunktkontakten α 11 bis al;; a 21 bis a2j ...all
bis al j angeschlossen. Diese Koppelpunktkontakte dienen
dazu, zu verhindern, daß Markierungen, die an Leitungen für abgehenden Verkehr liegen, bei Vermittlungsvorgängen bei ankommendem Verkehr stören, und umgekehrt. Die Zwischenleitungen Y für ankommenden
Verkehr sind jeweils an den in einer Spalte eines Koppelvielfachs liegenden Koppelpunktkontakten angeschlossen.
Die Teilnehmer T dagegen sind jeweils an den in einer Zeile eines Koppelvielfaehs liegenden
Koppelpunktkontakten angeschlossen.
Die Erfindung zeigt nun, wie die vorstehend beschriebene Teilnehmerwahlstufe mit Doppelbetriebs-Schaltungsanordnung
zur Leitung des Verkehrs
von und zu den Teilnehmern
eines Vermittlungssystems für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr. rer. nat. Norbert Bininda
und Dr.-Ing. Alfred Wendt, München,
sind als Erfinder genannt worden
Wählern und die mit ihr zusammenarbeitende benachbarte Wahlstufe für ankommenden Verkehr gestaltet
werden können, damit sich im ankommenden Verkehr ein besonders vorteilhafter Koppelpunkte sparender
Aufbau dieser Wahstufen ergibt.
Beim Gegenstand der Erfindung handelt es sich also um eine Schaltungsanordnung zur Leitung des
Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Selbstvermittlungssystems,
bei dem Mehrfachschalter verwendet werden. Diese Schaltungsanordnung ist dadurch
gekennzeichnet, daß a) die Teilnehmer dekadenweise einzelnen Doppelbetriebswählern (Koppelvielfachen)
einer Teilnehmerwahlstufe zugeteilt sind, daß
b) die Doppelbetriebswähler jeweils an die Koppelpunkte einer Zeile eines zehnzeiligen Ausgangskopp elvielfache
angeschlossen sind, dessen Koppelpunkte zeilenweise nicht vielfachgeschaltet sind und dem ein
Eingangskoppelvielfach vorgeschaltet ist, dessen Zeilen die Eingänge für den ankommenden Verkehr
bilden und dessen Spalten über Zwischenleitungen in an sich bekannter Weise an die Spalten des Ausgangskoppelvielfachs
angeschlossen sind, und daß
c) das Eingangs- und Ausgangskoppelvielfach eine die vorletzte Ziffer auswertende Wahlstufe und die
Doppelbetriebswähler die die letzte Ziffer der Teilnehmernummer auswertende Teilnehmerwahlstufe
bilden.
Die besonderen Vorteile der Erfindung· sind darin zu sehen, daß bei Verwendung von Mehrfachschaltern
ein dekadischer Aufbau mit geringem Aufwand an Koppelpunkten ermöglicht wird, in welchem zuisätz-
009 647/116
3 4
lieh noch die Vorzüge des Doppelbetriebswählers zum führende Zwischenleitung FIl sind hier k (z. B. zwei)
Tragen kommen, der einerseits als Vorwähler und Koppelpunktkontakte angeschlossen, ebenso an die anandererseits
als nur die letzte Ziffer verarbeitender deren dorthin führenden Zwischenleitungen, also auch
Leitungswähler ausgenutzt wird. Es sind nämlich die an die Zwischenleitung Fl/. Insgesamt enthält dem-Doppelbetriebswähler,
welche jeweils einer Dekade 5 nach diese Zeile k · / = m Koppelpunktkontakte. Es
von Teilnehmern zugeordnet sind, hinsichtlich des können auch die Koppelpunktkontakte in anderer
ankommenden Verkehrs an eine vorhergehende Wahl- Weise auf die Zwischenleitungen verteilt werden, wenn
stufe angeschlossen, deren an sich bekannter prin- es sich als zweckmäßig herausstellt. Es kann auch im
zipieller Aufbau sich vorteilhaft dazu verwenden läßt, Sonderfall vorgesehen werden, daß an jeder Zwischenbestimmte
dekadische Ausgangsgruppen zu bilden, die io leitung nur ein einziger Koppelpunktkontakt angedann
jeweils einem Doppelbetriebswähler zugeordnet schlossen ist.
sind. Jede Ausgangsgruppe wird durch eine Koppel- Die Koppelpunktkontakte der weiteren Zeilen des
punktreihe gebildet, von der Zwischenleitungen nur Ausgangskoppelvielfachs B sind zeilenweise jeweils
zu dem betreffenden Doppelbetriebswähler führen. an die zu einem bestimmten weiteren Koppelvielfach
Damit ergibt sich ein Aufbau, bei dem in ankommen- 15 der Teilnehmerwahlstufe TW führenden Zwischen-
der Richtung die Doppelbetriebswähler die letzte leitungen angeschlossen, und zwar in entsprechender
Ziffer und die vorhergehende Wahlstufe die vorletzte Weise wie die Koppelpunktkontakte der ersten Zeile.
Ziffer der Teilnehmernummer jeweils selbständig und Es sind daher zehn Zeilen von Koppelpunktkontakten
voneinander unabhängig verarbeiten können, wodurch beim Ausgangskoppelvielfach B vorhanden. Zur
der dekadische Aufbau gewahrt bleibt. 20 zehnten und letzten Zeile führen Zwischenleitungen,
In der Fig. 2 ist eine Schaltungsanordnung darge- nämlich die Zwischenleitungen F101 bis FlO/, die
stellt, die gemäß der Erfindung aufgebaut ist. Die von den Spalten des Koppelvielfachs ^410 zu den
Teilnehmerwahlstufe TW besteht hier aus zehn Koppelpunktkontakten der zehnten Zeile des Aus-Doppelbetriebswählern,
welche die Koppelvielfache A1 gangskoppelvielfachs B führen.
bis ^410 enthalten. Entsprechend dem vorgesehenen 25 Die in den Spalten des Ausgangskoppelvielfachs B
dekadischen Aufbau sind hier jedem Doppelbetriebs- liegenden Koppelpunktkontakte sind unter sich vielwähler
zehn Teilnehmer zugeteilt. Sie sind jeweils an fachgeschaltet und über Zwischenleitungen Z mit den
die vielfachgeschalteten Koppelpunktkontakte einer in den Spalten des Eingangskoppelvielfachs C liegen-Zeile
des zugehörigen Koppelvielfachs angeschlossen; den und unter sich vielfachgeschalteten Koppelpunktso
ist der Teilnehmern an die in der ersten Zeile 30 kontakten spaltenweise verbunden. Diese beiden
des Koppelvielfachs Al liegenden Koppelpunktkon- Koppelvielfache haben daher gleichviel Spalten, nämtakte
angeschlossen und der Teilnehmer TlO an die in lieh jeweilsm Spalten. Beim Eingangskoppelvielfach C
der zehnten Zeile dieses Koppelvielfachs liegenden sind die Koppelpunktkontakte, wie es normalerweise
Koppelpunktkontakte. In dieser Weise sind die Teil- bei Koppelvielfachen vorgesehen ist, auch zeilenweise
nehmer Tl bis 7100 auf die zehn Koppelvielfache A1 35 vielfachgeschaltet. Es sind so viele Zeilen vorgesehen,
bis AlO verteilt. Jedes dieser Koppelvielfache hat hier wie es der zu verarbeitende Vermittlungsverkehr er-
; Spalten. Die Zahl der Spalten kann in Abhängigkeit fordert. Beim Eingangskoppelvielfach C sind hier
von dem zu verarbeitenden Vermittlungsverkehr η Zeilen vorgesehen. Jede Zeile bildet einen Einzweckmäßig
gewählt werden. Sie kann auch gege- gang£l bis En für den ankommenden Verkehr.
benenfalls bei den einzelnen Koppelvielfachen ver- 40 Es ist an sich bereits bekannt, in der hier angegebeschieden sein. Die in derselben Spalte liegenden nen Weise ein Koppelvielfach mit zeilenweise Koppelpunktkontakte sind unter sich ebenfalls viel- und spaltenweise gevi el fachten Koppelpunktkontakten fachgeschaltet und an die jeweils zu dieser Spalte füh- spaltenweise über Zwischenleitungen mit einem anrende Zwischenleitung F für ankommenden Verkehr deren Koppelvielfach zu verbinden, bei dem zwar die angeschlossen. So sind die in der ersten Spalte des 45 Koppelpunkte spaltenweise gevielfacht sind, jedoch Koppelvielfachs Al liegenden Koppelpunktkontakte nicht auch zeilenweise (s. schwedisches Patent 123 566). an die Zwischenleitung FIl angeschlossen, welche zu Bei der vorliegenden Schaltungsanordnung werden Koppelpunktkontakten in der vorhergehenden Wahl- die beiden in dieser Weise miteinander verbundenen stufe TGW führt. Diese Wahlstufe besteht aus dem Koppelvielfache als Bestandteil einer umfassenderen Eingangskoppelvielfach C und dem Ausgangskoppel- 50 Schaltungsanordnung verwendet und mit weiteren vielfach B und wird im folgenden als Teilnehmer- Koppelvielfachen in einer ganz bestimmten Weise vergruppenwahlstufe TGW bezeichnet. Die vorstehend bunden, wodurch sich besondere Betriebseigenschaften erwähnte Zwischenleitung FIl endet bei Koppel- der Gesamtschaltung und damit verbundene Vorteile punktkontakten, die in der ersten Zeile des Ausgangs- ergeben, wie insbesondere der dekadische Aufbau koppelvielfachs B liegen. Die in den anderen Spalten 55 zweier aufeinanderfolgender, aus Mehrfachschaltern des Koppelvielfachs Al liegenden Koppelpunktkon- bestehender Wahlstufen.
benenfalls bei den einzelnen Koppelvielfachen ver- 40 Es ist an sich bereits bekannt, in der hier angegebeschieden sein. Die in derselben Spalte liegenden nen Weise ein Koppelvielfach mit zeilenweise Koppelpunktkontakte sind unter sich ebenfalls viel- und spaltenweise gevi el fachten Koppelpunktkontakten fachgeschaltet und an die jeweils zu dieser Spalte füh- spaltenweise über Zwischenleitungen mit einem anrende Zwischenleitung F für ankommenden Verkehr deren Koppelvielfach zu verbinden, bei dem zwar die angeschlossen. So sind die in der ersten Spalte des 45 Koppelpunkte spaltenweise gevielfacht sind, jedoch Koppelvielfachs Al liegenden Koppelpunktkontakte nicht auch zeilenweise (s. schwedisches Patent 123 566). an die Zwischenleitung FIl angeschlossen, welche zu Bei der vorliegenden Schaltungsanordnung werden Koppelpunktkontakten in der vorhergehenden Wahl- die beiden in dieser Weise miteinander verbundenen stufe TGW führt. Diese Wahlstufe besteht aus dem Koppelvielfache als Bestandteil einer umfassenderen Eingangskoppelvielfach C und dem Ausgangskoppel- 50 Schaltungsanordnung verwendet und mit weiteren vielfach B und wird im folgenden als Teilnehmer- Koppelvielfachen in einer ganz bestimmten Weise vergruppenwahlstufe TGW bezeichnet. Die vorstehend bunden, wodurch sich besondere Betriebseigenschaften erwähnte Zwischenleitung FIl endet bei Koppel- der Gesamtschaltung und damit verbundene Vorteile punktkontakten, die in der ersten Zeile des Ausgangs- ergeben, wie insbesondere der dekadische Aufbau koppelvielfachs B liegen. Die in den anderen Spalten 55 zweier aufeinanderfolgender, aus Mehrfachschaltern des Koppelvielfachs Al liegenden Koppelpunktkon- bestehender Wahlstufen.
takte sind spaltenweise über weitere Zwischenleitun- Bei der Abfertigung von Verbindungsanforderungen
gen an weiteren Koppelpunktkontakten der ersten in einer Schaltung gemäß Fig. 2 werden die Verbin-Zeile
des Ausgangskoppelvielfachs B angeschlossen. düngen im ankommenden Verkehr zunächst bis zu den
Die in der /-ten und zugleich letzten Spalte des Koppel- 60 Eingängen E1 bis En der Teilnehmergruppenwahlvielfachs
Al liegenden Koppelpunktkontakte sind stufe TGW herangeführt. Danach ist unter Auswerdemgemäß
über die Zwischenleitung Fl/ mit den tung der beiden letzten Ziffern der Teilnehmernummer
letzten Koppelpunktkontakten der ersten Zeile des eine Verbindung bis zu dem gewünschten Teilnehmer
Ausgangskoppelvielfachs B verbunden. selber über dieTeilnehmergruppenwahlstufe TGW und
In den Zeilen des Ausgangskoppelvielfachs B sind 65 die Teilnehmerwahlstufe TW weiterzuführen. Da die
also, wie sich aus dem Vorstehenden bereits ergibt, die Teilnehmerwahlstufe hier aus Wählern aufgebaut ist,
Koppelpunkte zeilenweise nicht alle vielfachgeschaltet, die jeweils einer Dekade von Teilnehmern zugeordnet
sondern es sind jeweils nur einige gemeinsam an eine sind, und da in dieser Dekade ein bestimmter Teil-
der zu dieser Zeile führenden Zwischenleitungen FIl nehmer lediglich durch die letzte Ziffer der Teil-
bis Fl/ angeschlossen. An die zu der ersten Zeile 70 nehmernummer bestimmt wird, so wird in der Teil-
nehmerstufe auch nur die letzte Ziffer der Teilnehmernummer ausgewertet. Es wird dabei der Verbindungsweg
über einen Koppelpunkt derjenigen Zeile eines der Koppelvielfache Al bis ^410 (Doppelbetriebswähler)
geführt, an der der gewünschte Teilnehmer liegt. In der Teilnehmergruppenwahlstufe TGW, die
aus den beiden Koppelvielfachen B und C besteht, wird die vorletzte Ziffer der Teilnehmernummer ausgewertet.
Durch diese Ziffer wird die Dekade be-
die über die zusätzlichen Paare von Koppelvielfachen verlaufen.
Zur Wegesuche in der erfmdungsgemäßen Schaltungsanordnung können bekannte Verfahren heran-5
gezogen werden. Es sind bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden (s. deutsche Auslegeschriften
1 052 470 und 1 056 667), nach denen unter den vorstehend angegebenen Bedingungen geeignete
Zwischenleitungen bzw. geeignete Koppelpunkte in
stimmt, in der der zu erreichende Teilnehmer liegt. io der durch die vorletzte Ziffer der Teilnehmernummer
Da die Teilnehmer dekadenweise an die Koppelviel- bestimmten Zeile des Ausgangskoppelvielfachs B gefache
A1 bis A10 der Teilnehmerwahlstufe TW an- sucht werden können und danach unter diesen Zeilen
geschlossen sind, und da in dieser ein betimmtes bzw. Koppelpunkten eine Auswahl getroffen wird.
Koppelvielfach jeweils über Zwischenleitungen er- Durch Einstellung der zugehörigen Koppelpunktreicht
wird, welche in einer bestimmten Zeile von 15 kontakte wird dann ein Verbindungsweg zwischen dem
Koppelpunkten im Ausgangskoppelvielfach B enden, Eingang der Teilnehmergruppenwahlstufe TGW und
so wird durch die vorletzte Ziffer dar Teilnehmer- einer zu dem betreffenden Doppelbetriebewähler
nummer zugleich bestimmt, welche dieser Zeilen von (Koppelvielfache Al bis ^410) führenden Zwischen-Koppelpunkten
im Ausgangskoppelpunktvielfach B je- leitungen hergestellt. Wenn jeweils einer Spalte der
weils für den gewünschten Verbindungsweg in Frage 20 Doppelbetriebswähler mehr als ein Koppelpunkt einer
kommt. Koppelpunktzeile des Ausgangskoppelvielfachs JS der
Es zeigt sich demnach, daß durch die vorgesehene Teilnehmergruppenwahlstufe TGW zugeordnet ist, so
dekadenweise gegenseitige Zuordnung von Koppelviel- ist dabei zweckmäßigerweise zu beachten, daß durch
fachen A1 bis A10 und Zeilen des Ausgangskoppel- einen eingestellten Verbindungsweg zwischen einem
vielfachs B eine Auswertung der Teilnehmernummer 25 Eingang für den ankommenden Verkehr in der Teilohne
Umrechnung und auch, falls es gewünscht wird, nehmergruppenwahlstufe TGW und einem Teilnehmer
schritthaltend mit der Wahl der einzelnen Ziffern der nur die zum Verbindungsweg gehörende Spalte in den
Teilnehmernummer stattfinden kann. Koppelvielfachen C und B der Teilnehmergruppen-
Das Vorhandensein des Eingangskoppelvielfachs C wahlstufe TGW als belegt markiert wird. Von den
ermöglicht, daß bei der Weiterfübrung einer Verbin- 30 Koppelpunktkontakten, die zu Koppelpunkten gehören,
dung von einem der Eingänge E1 bis En der Teil- die an die betreffende Spalte des verwendeten Doppelnehmergruppenwahlstufe
TGW zu einem in einer be- betriebswählers angeschlossen sind, braucht nur derstimmten
Dekade liegenden Teilnehmer mehrere Mög- jenige betätigt zu werden, über den der Verbindungslichkeiten
bestehen. Es sind dies um so mehr Möglich- weg wirklich verläuft. Die anderen Koppelpunktkonkeiten,
je mehr Spalten in den Koppelvielfachen B 35 takte können im Ruhezustand verbleiben. Wird dann
und C vorhanden sind. Je mehr derartige Möglich- eine Markierung zur Bezeichnung des Belegtzustandes
an die benutzte Z-wischenleitung zwischen dem Doppelbetriebswähler und dem Ausgangskoppelvielfach
B angelegt, so wirkt sich diese lediglich in der-
nehmerwahlstufe TW führen, in der Weise aus, daß 4° jenigen Spalte des Ausgangskoppelvielfachs B aus, in
sie den Aufbau von weiteren Verbindungen verhin- der der betätigte Koppelpunktkontakt liegt. Es wird
dadurch erreicht, daß trotz der Zuordnung mehrerer Koppelpunkte zu einer und derselben Zwischenleitung,
die zu einem Doppelbetriebswähler führt, bei der Einihnen, wie durch Vielfachschaltungszeichen ν in der 45 stellung eines Verbindungsweges über einen dieser
Schaltung gemäß Fig. 2 angedeutet ist, mehrere Koppelpunkte nur eine einzige Spalte des Ausgangsweitere
Paare von Koppelvielfachen B und C ange- koppelvielfachs B für weitere Verbindungswege geschlossen
sein. Sie können auch dann durch Verbin- sperrt wird.
düngen belegt sein, die über diese weiteren Paare von Wie bereits erwähnt, werden die in der Teilnehmer-
Koppelvielfachen verlaufen. Mehrere derartige Paare 5° wahlstufe TW und in der Teilnehmergruppenwahlvon
Koppelvielfachen werden dann vorgesehen, wenn stufe TGW vorhandenen Koppelvielfache durch Mehres
die Größe des den Teilnehmern Π bis TlOO zu- fachschalter, wie z. B. Kreuzspulenwähler (s. deutsche
zuführenden Verkehrs erfordert. Die zusätzlichen Auslegeschrift 1023 490), gebildet. Es ist nun aus
Paare von Koppelvielfachen haben dann weitere be- Gründen eineis einheitlichen Aufbaues sehr vorteilhaft,
sondere Eingänge für den ankommenden Verkehr. 55 wenn in beiden Wahlstufen ausschließlich Mehrfach-Wie
vorstehend erwähnt, kann dann der Fall eintreten, schalter derselben Größe oder nahezu derselben Größe
daß über diese zusätzlichen Paare von Koppelviel- verwendet werden können·. Es hat sich aus gruppiefachen
einige der Zwischenleitungen FIl bis FlO/ rungstechnischen Gründen als sehr vorteilhaft erbereits
belegt sind, wenn ein Verbindungsweg über wiesen, in der Teilnehmergruppenwahlstufe elf Eindie
dargestellten Koppelvielfache B und C weiterzu- 60 gänge für ankommenden Verkehr bei einem Paar von
leiten ist. Koppelvielfachen vorzusehen und die Koppelvielfache
Beim Auswählen eines Verbindungsweges zwischen mit neunzehn Spalten zu versehen;. Man kann dann in
einem bestimmten Eingang der Teilnehmergruppen- den beiden Wahlstufen Mehrfachschalter vorsehen,
wahlstufe TGW und einer beliebigen freien Zwischen- welche jeweils elf Zeilen und zwanzig Spalten haben,
leitung, die von den Koppelpunktkontakten einer be- 65 Bei Verwendung von Kreuzspulenwählern als Mehrstimmten
Zeile des Ausgangskoppelvielfachs B abgeht, fachschalter werden dann z.B. in der Teilnehmerbesteht
also eine gewisse Auswahlmöglichkeit, wenn wahlstufe TW jeweils zwei Koppelvielfache durch
genügend viele Spalten bei den Koppelvielfachen B einen Kreuzspulenwähler gebildet, dessen Zeilenspulen
und C vorgesehen sind, wodurch der sperrende Einfluß zwischen der zehnten und elften Spalte unterteilt sind,
bereits eingestellter Verbindungswege verringert wird, 70 wodurch die dadurch entstandenen Hälften des Kreuz-
keiten bestehen, um so weniger wirken sich bereits durch eine Verbindung belegte Zwischenleitungen, die
von der Teilnehmergruppenwahlstufe TGW zur Teil-
dern können. Es können nämlich die Zwischenleitungen FIl bis FlO; nicht nur zu den beiden Koppelvielfachen
B und C führen, sondern es können an
spulenwählers jeweils ein Koppelvielfach bilden, welches
zu einer Dekade von Teilnehmern gehört. Zehn Zeilen dieses Kreuzspulenwählers sind dann jeweils
den zehn Teilnehmern zugeteilt. Die elfte Zeile dient zum Aufnehmen der Koppelpunktkontakte zur Anschaltung
der Leitungen X für abgehenden Verkehr. Es sind dies beim Koppelvielfach Al in Fig. 2 die
Koppelpunktkontakte all bis al/, beim Koppelvielfach^42
die Koppelpunktkontakte ο21 bis a2j usw.
In der Teilnehmergruppenwahlstufe TGW können die Koppelvielfache B und C ebenfalls jeweils durch einen
Kreuzspulenwähler der vorgesehenen Größe gebildet werden. Die zunächst frei bleibende zwanzigste Spalte
kann zur Anschaltung besonderer Steuerorgane verwendet werden, was sich als sehr vorteilhaft herausgestellt
hat. Die im Ausgangskoppelvielfach B dann noch frei bleibende elfte Zeile steht für besondere
Zwecke zur Verfügung.
Der Aufbau eines derartigen Kreuzspulenwählers, soweit er hier von Belang ist, ist in der Fig. 3 sehematisch
dargestellt. Es sind hier, wie vorstehend beschrieben, elf Zeilen und zwanzig Spalten vorgesehen.
Die längs der ersten Spalte sich erstreckende Spaltenspule ist durch das Spulensymbol Sl dargestellt und
die längs der letzten, also der zwanzigsten Spalte, sich erstreckende durch das Spulensymbol 5"2O. Die längs
der Zeilen sich ertreckenden Zeilenspulen sind in jeder Zeile in zwei Hälften α und b unterteilt. Zur ersten
Zeile gehören demgemäß die ZeilenspulenhälftenZla
und ZIb. zu den anderen Zeilen die weiteren Zeilenspulenhälften.
Wenn durch einen derartigen Kreuzspulenwähler zwei Koppelvielfache der Teilnehmerwahlstufe
gebildet werden, so werden zur Einstellung von Koppelpunktkontakten die Zeilenspulenhälften jeweils
getrennt unter Strom gesetzt. Wenn ein Ausgangskoppelvielfach B oder ein Eingangskoppelvielfach
C durch einen derartigen Kreuzspulenwähler gebildet wird, so können die in derselben Zeile liegenden
Zeilenspulenhälften elektrisch miteinander verbunden werden, also z. B. miteinander in Reihe oder parallel
geschaltet werden. Sie bilden dann gleichsam eine einzige Zeilenspule.
Man kann übrigens den in der Fig. 3 dargestellten Kreuzspulenwähler als eine Baueinheit auffassen, die
durch die Zusammenfügung von zwei halb so großen Kreuzspulenwählern entstanden ist.
Werden an Stelle von Kreuzspulenwählern Kreuzschienenwähler
vorgesehen, so kann man ebenfalls eine einheitliche Baueinheit verwenden, die hier aus zwei
halb so großen Kreuzschienenwählern zusammengefügt ist.
Ferner lassen sich Relaiskoppler mit einheitlicher Größe verwenden. Bei Relaiskopplem können die einzelnen
Relais bekanntlich individuell gesteuert werden, so daß hier keine besonderen Maßnahmen notwendig
sind.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zur Leitung des Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Vermittlungssystems,
bei dem Mehrfachschalter verwendet werden, für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß a) die Teilnehmer (Tl bis TlOO) dekadenweise einzelnen
Doppelbetriebswählern (Koppelvielfache Al bis A10) einer Teilnehmerwahlstufe (TW) zugeteilt
sind, daß b) die Doppelbetriebswähler jeweils an die Koppelpunkte einer Zeile eines zehnzeiligen
Ausgangskoppelvielfachs (B) angeschlossen sind, dessen Koppelpunkte zeilenweise nicht vielfachgeschaltet
sind und dem ein Eingangskoppelvielfach (C) vorgeschaltet ist, dessen Zeilen (1 bis n)
die Eingänge (El bis En) für den ankommenden Verkehr bilden und dessen Spalten (1 bis m) über
Zwischenleitungen (Z) in an sich bekannter Weise an die Spalten des Ausgangskoppelvielfachs (B)
angeschlossen sind, und daß c) das Eingangs- und Ausgangskoppelvielfach (B, C) eine die vorletzte
Ziffer auswertende Wahlstufe (TGW) und die Doppelbetriebswähler die die letzte Ziffer der Teilnehmernummer
auswertende Teilnehmerwahlstufe (TW) bilden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder einer Dekade von
Teilnehmern (z.B. Tl ... TlO) zugeordnete Doppelbetriebswähler (z. B. A1) aus einem Koppelvielfach
besteht, bei dem jeder Zeile ein Teilnehmer und jeder Spalte mindestens ein Koppelpunkt
einer Zeile des Ausgangskoppelvielfachs (B) der vorhergehenden Wahlstufe (TGW) zugeordnet
ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auswertung der
letzten Ziffer der Teilnehmernummer der Verbindungsweg über einen Koppelpunkt derjenigen Zeile
eines Doppelbetriebswählers (Al bis ^410) geführt
wird, zu der der betreffende Teilnehmer (7')
gehört.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Auswertung der vorletzten Ziffer der Teilnehmernummer in der aus einem Eingangskoppelvielfach
(C) und einem Ausgangskoppelvielfach (B) bestehenden und als Teilnehmergruppenwahlstufe
(TGW) dienenden Wahlstufe der Verbindungsweg über einen Koppelpunkt derjenigen Zeile des Ausgangskoppelvielfachs
(B) geführt wird, in deren zugehöriger Dekade der betreffende Teilnehmer (T)
liegt.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der einer Spalte der Doppelbetriebswähler
mehr als ein Koppelpunkt einer Zeile des Ausgangskoppelvielfachs der benachbarten
Wahlstufe zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen eingestellten Verbindungsweg
zwischen einer Spalte eines Doppelbetriebswählers (A 1 bis A10) und einem Eingang
(£1 bis En) für den ankommenden Verkehr in der Teilnehmergruppenwahlstufe (TGW) nur die
zum Verbindungsweg gehörende Spalte in den Koppelvielfachen (B und C) der Teilnehmergruppenwahlstufe
(TGW) als belegt markiert wird.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei
den Koppelvielfachen (Al bis ^410) der Teilnehmerwahlstufe
(TW) parallel zu den Zeilen von Koppelpunkten eine weitere Koppelpunktzeile angeordnet
ist und daß die Kontakte jedes Koppelpunktes (all bis alj; all bis a2j; ... all
bis alj) dieser Zeile die Zusammenschaltung der einem rufenden Teilnehmer zur Verfügung gestellten Spalte des Koppelvielfachs mit der zugehörigen
Leitung (X) für abgehenden Verkehr bewirken.
7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Teilnehmergruppenwahlstufe (TGW) aus mehreren Paaren von Eingangs- und Ausgangskoppelvielfachen (B und C) besteht, bei denen die ein-
ander entsprechenden Ausgänge der Ausgangskoppelvielfache untereinander vielfachgeschaltet
sind.
8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
10
die Koppel vielfache (Al bis AlO; B, C) in der
Teilnehmerwahlsitufe (TW) und in der Tedlnehmergruppenwahlstufe
(TGW) durch Mehrfachschalter einer einheitlichen Baugiröße realisiert
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ι 009 647/116 11.60
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES62229A DE1092519B (de) | 1959-03-20 | 1959-03-20 | Schaltungsanordnung zur Leitung des Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Vermittlungssystems fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
| GB894160A GB935700A (en) | 1959-03-20 | 1960-03-14 | Improvements in or relating to circuit arrangements for carrying traffic to and from the subscribers in a telecommunications installation |
| CH285160A CH381285A (de) | 1959-03-20 | 1960-03-14 | Schaltungsanordnung zur Vermittlung von Verbindungen von Teilnehmern in einer Selbstwählanlage, insbesondere in einer Fernsprechanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES62229A DE1092519B (de) | 1959-03-20 | 1959-03-20 | Schaltungsanordnung zur Leitung des Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Vermittlungssystems fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092519B true DE1092519B (de) | 1960-11-10 |
Family
ID=7495459
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES62229A Pending DE1092519B (de) | 1959-03-20 | 1959-03-20 | Schaltungsanordnung zur Leitung des Verkehrs von und zu den Teilnehmern eines Vermittlungssystems fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH381285A (de) |
| DE (1) | DE1092519B (de) |
| GB (1) | GB935700A (de) |
-
1959
- 1959-03-20 DE DES62229A patent/DE1092519B/de active Pending
-
1960
- 1960-03-14 CH CH285160A patent/CH381285A/de unknown
- 1960-03-14 GB GB894160A patent/GB935700A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB935700A (en) | 1963-09-04 |
| CH381285A (de) | 1964-08-31 |
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