DE1092377B - Vorrichtung zum Ausrichten und Trennen von Drahtwendeln fuer elektrische Gluehlampen, Roehren oder andere thermoionische Geraeteteile - Google Patents
Vorrichtung zum Ausrichten und Trennen von Drahtwendeln fuer elektrische Gluehlampen, Roehren oder andere thermoionische GeraeteteileInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausrichten und Trennen von Drahtwendeln für elektrische
Glühlampen, Röhren oder andere thermoionische Geräteteile aus einer ungeordneten Menge solcher Wendel
oder Drähtchen. Die Wendeln oder Drähtchen werden von der Herstellungsstätte in einer Masse,
d. h. ungeordnet geliefert und müssen, ehe sie in das Herstellungsverfahren für Glühlampen, Röhren oder
andere thermoionische Geräteteile gegeben werden, aus dieser Masse abgetrennt und ausgerichtet werden.
Bei dieser Abtrennung müssen die Drähtchen sorgfältig behandelt werden, da sie sehr empfindliche Gebilde
sind und eine kräftige Berührung leicht eine Störung der Schraubenwindungen des feinen Drahtes,
aus dem die Wendeln bestehen, bewirken kann. Bisher wurde das Abtrennen und Ordnen der Wendeln
vielfach von Hand durchgeführt. Es sind auch Vorrichtungen bekannt, bei denen die Drähtchen oder Wendeln
auf eine Unterlage gebracht werden, die Drehvibrationen ausführt und an deren Wand sich eine
wendelförmig vom Boden der Vorrichtung nach oben ansteigende Stufe befindet. Bei dieser bekannten Vorrichtung
sollen die Wendeln nacheinander über diese Stufe nach oben wandern, so daß sie am oberen Ende
geordnet und ausgerichtet ankommen. Bei dieser für grobe Wendeln geeigneten Vorrichtung besteht jedoch,
wenn sie zum Ordnen feiner und insbesondere langer und biegsamer Wendeln benutzt wird, die Gefahr,
daß die Wendeln nicht in Längsrichtung in die Stufe einwandern, sondern sich die Wendeln krümmen,
sobald das vorangehende Ende auf der ansteigenden Bahn einen etwas höheren Wanderungswiderstand
findet.
Es sind ferner Vorrichtungen zum Ordnen von Schräubchen oder anderen kleinen Teilen bekannt,
bei denen die zu ordnenden Teile durch Anwendung des Vibrationsprinzips über leicht ansteigende Rillen
an die Abgabestellen wandern. Solche Vorrichtungen wurden beispielsweise zur Zuführung von zu schleifenden
Teilen zu Schleifmaschinen verwandt. Dabei handelt es sich aber um Teile, die sich von den empfindlichen
Drähtchen oder Wendeln, wie sie bei Glühlampen od. dgl. verwendet werden, durch ihre viel
größere Widerstandsfähigkeit unterscheiden. Bei spitzenlosen Schleifmaschinen z. B. hat es auf die
Güte der Erzeugnisse keinen Einfluß, wenn die Zuführung der Teile gelegentlich aussetzt, während ein
Aussetzen der Zuführung der Drähtchen bei der automatischen Herstellung von Glühlampen zur Folge hat,
daß einzelne Lampen nicht mit Drähtchen ausgestattet und damit Fabrikationsausschuß werden.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung geht wie die bekannten Vorrichtungen davon aus, daß die Wendeln
oder Drähtchen, die ausgerichtet und getrennt Vorrichtung zum Ausrichten
und Trennen von Drahtwendeln
für elektrische Glühlampen, Röhren
oder andere thermoionische Geräteteile
Anmelder:
Ismay Lamps Limited,
Ilford, Essex (Großbritannien)
Ilford, Essex (Großbritannien)
Vertreter: Dr. H. Feder, Patentanwalt,
Düsseldorf, Pempelforter Str. 18
Düsseldorf, Pempelforter Str. 18
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. April 1955
Großbritannien vom 20. April 1955
Zoltan Deshaw, London,
und Heinz Deshaw, Ilford, Essex (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
werden sollen, in einer ungeordneten Menge auf eine Unterlage aufgebracht werden, die zweckmäßig
schwach abwärts geneigt ist und hinter der sich eine oder mehrere ansteigende Führungsbahnen befinden,
in denen die Wendeln mittels Rüttelbewegung zu einer oder mehreren Abgabestellen bewegt werden.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch folgende zwei Merkmale:
a) Als Führungsbahnen dienen Rillen, die in eine im wesentlichen glatte, vorsprungfreie Fläche eingesenkt
sind, so daß die auf dieser Fläche liegenden Wendeln in diese Rillen einzufallen vermögen,
wobei die Breite und Tiefe der Rillen zur Aufnahme nur einer Wendel ausreichend ist.
b) Die vorsprungfreie Fläche ist anschließend an eine zu ihr gehörende Ordnungs- und Sammelzone
zu den Abgabestellen derart leicht ansteigend geneigt, daß außerhalb der Rillen befindliche
Wendeln über diese Fläche herabrollen können, bis sie in eine Rille fallen oder zur Sammelzone
zurückgelangen.
Am oberen Ende der bzw. jeder Führungsrille befindet sich zweckmäßig nach einem weiteren Erfindungsmerkmal
ein Anschlag, der die weitere Fortbewegung der Wendeln an der Abgabestelle zum
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Stillstand bringt, und um weniger als eine Wendellänge
vor diesem Anschlag besitzt die Führungsrille ferner eine Vertiefung, in die das hintere Ende der
durch den Anschlag angehaltenen Wendeln derart herabsinkt, daß es tiefer liegt als das vordere Ende
der nächsten, sich in der Rille fortbewegenden Wendeln. Dadurch wird erreicht, daß, wenn die Abgabestelle
bereits durch eine Wendel besetzt ist, jede nachfolgende Wendel, ehe sie den Übergabepunkt erreicht,
aus der Rille herausgehoben wird und in die Samnielzone oder in eine tiefere Rille zurückgleitet oder zurückrollt.
Zweckmäßig ist die Unterlage mit der vorsprungfreien Fläche in Form eines Tellers mit zwei
oder mehr spiralförmig nach außen hochlaufenden Rillen ausgebildet, wobei am Umfang des Tellers eine
der Zahl der Rillen entsprechende Anzahl Abgabestellen vorhanden sind und der Teller schrittweise um
solche Winkelbeträge drehbar ist, wie sie dem Winkelabstand zwischen den Abgabestellen entsprechen.
Zur Abnahme der Wendeln aus den Abgabestellen so kann ferner eine Abnahmevorrichtung vorgesehen
sein, die — mit der schrittweisen Drehung der Unterlage synchronisiert — die an den Abgabestellen angelangten
Wendeln nacheinander zu einer weiteren Vorrichtung, beispielsweise zu einer Transport- oder
Vorratstrommel bringt.
Die Tiefe und Breite der die Drähtchen aufnehmenden Rillen muß genau den Abmessungen der
jeweils zu sortierenden Drähtchen angepaßt sein. Eine Rille, die für einen bestimmten Durchmesser der
Drahtwendeln zu breit oder zu tief ist, würde es zulassen, daß ein zweites Drähtchen sich in der Rille
neben das erste Drähtchen legt, so daß die beiden Drähtchen zusammen wandern und gleichzeitig die
Ubergabestelle erreichen wurden. Andererseits würden
aber durch zu enge oder zu flache Rillen die Drähtchen behindert, oder sie würden durch die
Vibrationsbewegung aus den Rillen springen, so daß sie die Übergabestellen nicht oder nicht in gleichmäßiger
Folge erreichen würden. Als geeignet haben sich Rillen mit rechteckigem Querschnitt erwiesen.
Gute Ergebnisse wurden erzielt bei Benutzung von Rillen, deren Breite etwas kleiner war als der l,5fache
Durchmesser der zu sortierenden Drähtchen, während die Tiefe der Rillen etwa das l,2fache dieses Durchmessers
betrug. Die einzelne Rille muß nicht an allen Stellen gleichmäßige Abmessungen haben, jedoch soll
wenigstens der Teil der Rille, der der Übergabestelle vorangeht, die beschriebenen Abmessungen nicht
überschreiten. Die Rillen sind auf dem Teller vorzugsweise spiralförmig angeordnet, und es wird
zweckmäßig eine Anzahl solcher spiralförmiger Rillen vorgesehen, die von der Sammelzone ausgehen,
auf der sich die ungeordneten Drähtchen befinden. Der mittlere Teil des Tellers ist zweckmäßig leicht
nach oben gewölbt, oder schwach kegelförmig, so daß die Drähtchen der diesen mittleren Teil konzentrisch
umgebenden Sammelzone, in die die Rillen eingesenkt sind, zugeführt werden. Der Teller besteht aus einem
Nichteisenmetall, z. B. Messing, und hat eine polierte Oberfläche. Für gute Ergebnisse ist eine Hochglanzpolitur
wünschenswert. Wenn die Rillen selbst spiralförmig, also gekrümmt ausgebildet sind, kann das
Übergabeende jeder Rille wenigstens auf die Länge der zu sortierenden Drähtchen oder Wendeln gerade
ausgeführt sein.
Eine Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung wird an Hand der Figuren beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf einen Teller, auf dem die Drähtchen ausgerichtet und abgetrennt werden;
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch diesen Teller nach der Linie H-II der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch diesen Teller nach der Linie HI-III der Fig. 1;
Fig. 4 zeigt einen Teilschnitt durch das äußere Ende einer zur Aufnahme der Drähtchen bestimmten
Rille;
Fig. 5 zeigt in Aufsicht eine Vorrichtung zum Aufnehmen und Abgeben der Drähtchen;
Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 5, und
Fig. 7 zeigt einen Teil dieser Vorrichtung in größerem Maßstab.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, hat der runde Teller einen äußeren Rand 1 und einen sich schwach
kegelförmig erhebenden, mittleren Teil 2. Dieser mittlere Teil 2 ist umgeben von einer Ordnungs- und
Sammelzone in Form einer flachen Ringzone 3, die selbst wieder begrenzt ist durch eine ansteigende
Ringfläche 4, die oben übergeht in eine weniger steile Ringzone 5, die bis an den äußeren Rand des Tellers
reicht. Der Teller besteht aus Messing, und seine Oberfläche ist poliert. Zwölf spiralförmige Rillen 61,
62, 63, 64 usw. mit rechteckigem Querschnitt sind in
die Oberfläche des Tellers eingesenkt, z. B. eingeschnitten und dienen als Führungsbahnen. Um die
Fig. 1 übersichtlicher zu halten, sind von diesen Rillen nur vier, nämlich die Rillen 61, 64, 67, 610 dargestellt,
und diese Rillen sind in den Schnittzeichnungen der Fig. 2 und 3 nicht gezeichnet. Die spiralförmigen
Rillen sind in gleichmäßigen Abständen rund um den Teller verteilt. Jede Rille beginnt mit ihrem inneren
Ende am Umfang des zentralen Teiles 2, d. h. also am inneren Rand der flachen Zone 3, und verläuft in Uhrzeigersinn
um die Achse des Tellers, wobei sie ansteigt bis zu einem Endpunkt unmittelbar innerhalb
des Randes 1. Breite und Tiefe jeder Rille sind so bemessen, daß die Rille von den zu sortierenden Drähtchen
ein Drähtchen aufnehmen kann, jedoch an keiner Stelle zwei Drähtchen nebeneinander. Wie aus Fig. 1
ersichtlich, erreicht jede Rille, ehe sie von ihrem inneren Ende beginnend einen Bogen von 180° durchlaufen
hat, die steilere Ringfläche 4 und steigt an diesem hoch.
Der Teller ist am Grunde jeder Rille, und zwar im äußeren Teil jeder Rille, mit drei Bohrungen versehen.
In Fig. 1 sind nur die Bohrungen in einer Rille, nämlich der Rille 61, dargestellt, jedoch sind am
Grund jeder anderen Rille die gleichen Bohrungen vorgesehen. Von diesen Bohrungen befindet sich die
Bohrung 7 am äußersten Ende der Rille. Eine weitere Bohrung T ist von der Bohrung 7 so weit entfernt,
wie der Länge des Drähtchens entspricht. Die Enden des zwischen den Bohrungen 7 und T liegenden
Rillenabschnittes sind, wie aus Fig. 4 ersichtlich, vertieft und senken sich in die Bohrungen ab. Befindet
sich ein Drähtchen in diesem Teil der Rille, wde in Fig. 4 dargestellt, so stößt das vordere Ende des
Drähtchens an die Außenseite der Bohrung 7, die auf diese Weise einen Anschlag bildet und eine weitere
Vorwärtsbewegung des Drähtchens hindert, während das hintere Ende des Drähtchens herabhängt, so daß
das vordere Ende des nächstfolgenden Drähtchens sich weiter bewegen kann, ohne auf das Ende des
vorhergehenden am oberen Ende der Rille angekommenen Drähtchens einen Druck auszuüben. Die
dritte Bohrung 9 befindet sich in der Rille an einem Punkt, der unter dem Drähtchen liegt, das dem vollständig
angekommenen Drähtchen folgt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die Bohrungen 7' und 9 nach
ι ι
ol>en gegen die Tellerfläche, nach innen gegen die
Tellerachse geneigt. Die Vibration des Tellers wird bewirkt durch einen Hochfrequenzvibrator. Der Vibrator
befindet sich unterhalb des Tellers und äst mit diesem durch frei tragende Federn verbunden, die so
geneigt angeordnet sind, daß der Teller gleichzeitig zu senkrechten und waagerechten Schwingungen angeregt
wird, wobei die waagerechte Schwingungskomponente dem Teller Drehbewegungen um seine
während das folgende Drähtchen immer weiter vorrückt, wobei es nach und nach immer weiter aus der
Rille heraustritt und schließlich in die flache Zone ader eine tiefere Rille herabrollt. Sobald jedoch das
5 am Ende angelangte Drähtchen aus seiner Rille entfernt wird, kann das nächstfolgende Drähtchen in
dieser Rille seinen Platz einnehmen.
Sind einmal die Rillen im wesentlichen gefüllt, so wird die Vorrichtung, die den Teller schrittweise
Achse verleiht, durch die erreicht wird, daß die Draht- 10 dreht, in Bewegung gesetzt und ebenso eine Vorrichchen
vorwärts und aufwärts getrieben werden. Die tung zum Aufnehmen und Weitergebender Drähtchen,
Drähtchen, die sich in Rillen befinden, bleiben in den
Rillen, so daß diese Drähtchen längs des spiralförmigen Weges der Rillen vorwärts wandern. Der Vibrator erzeugt etwa 6000 Schwingungen des Tellers pro 15
Minute. Die geeignete Amplitude der Schwingungen
hängt von den Abmessungen der Drähtchen ab. Eine
Amplitude von weniger als 0,25 mm wurde mit Erfolg angewandt für Drähtchen für 150 W. Eine
Rillen, so daß diese Drähtchen längs des spiralförmigen Weges der Rillen vorwärts wandern. Der Vibrator erzeugt etwa 6000 Schwingungen des Tellers pro 15
Minute. Die geeignete Amplitude der Schwingungen
hängt von den Abmessungen der Drähtchen ab. Eine
Amplitude von weniger als 0,25 mm wurde mit Erfolg angewandt für Drähtchen für 150 W. Eine
wie sie in Fig. 5 bis 7 dargestellt und im folgenden beschrieben ist, deren Ausbildung jedoch nicht zum
Umfang der Erfindung gehört.
Die Vorrichtung zum Aufnehmen und Befördern der Drähtchen enthält einen Arm 20, der frei drehbar
an einer senkrechten Achse 21 befestigt ist. Ein nicht gezeichnetes Zahnrad, das in Beziehung auf den Arm
20 feststeht, greift in einen ebenfalls nicht gezeichne-
größere Amplitude wurde verwendet für längere 30 ten Zahnsektor ein, der so hin und her bewegt wird,
Drähtchen.
Der Teller ist verbunden mit einer nicht dargestellten Vorrichtung, die den Teller schrittweise entgegen
dem Uhrzeigersinn dreht, und zwar jeweils um einen
daß der Arm um einen Winkel von 90° hin und her geschwenkt wird, wobei sich das äußere Ende des
Armes zwischen zwei Endstellungen bewegt, von denen die eine über dem Teller liegt und die andere
Winkel, der dem Winkelabstand zwischen den äuße- 25 über einer Förder- oder Vorratstrommel 22, die am
ren Enden zweier benachbarter Rillen entspricht. Bei Umfang achsparallele Rillen hat zur Aufnahme der
nacheinander von dem Teller aufgenommenen Drähtchen. In jeder Endstellung wird der Spindel 21 und
damit dem Arm 20 eine Bewegung in Richtung der
einem 12-Rillen-Teller beträgt dieser Winkel 30°.
Wenn der Teller durch den Vibrator in Vibration versetzt und eine ungeordnete Menge Drähtchen auf
seinen mittleren Teil 2 gebracht wird, so spielt sich 30 Spindel gegeben, so daß sich das äußere Ende des
folgender Vorgang ab: Armes nach abwärts bewegt gegen den Teller und
Durch das Zusammenwirken der Neigung des wieder zurück bzw. gegen die Fördertrommel und
Teiles 2 und der Vibrationen sammeln sich die Draht- wieder zurück je nach der Lage des Armes. Am äußechen
in der flachen Zone 3 und wandern in dieser Zone ren Ende des Armes sind drei Saugköpfe angebracht,
im Uhrzeigersinn rund um die Tellerachse. Die Draht- 35 nämlich der mittlere Saugkopf 23 und die äußeren
chen kommen dabei über die inneren Teile der spiral- Saugköpfe 24 und 24a. Der mittlere Saugkopf 23 ist
förmigen Rillen zu liegen, d. h. über die Teile der am äußeren Ende des Armes 20 selbst angebracht,
Rillen in der flachen Zone 3. Manche Drähtchen fallen und die äußeren Saugköpfe 24, 24a sind je an einem
dabei in die Rillen, und sobald ein Drähtchen in einer Winkelhebel 25, 25 a befestigt, die um Zapfen 26, 26 a
Rille liegt, wandert es nicht mehr in der flachen 40 am äußeren Ende des Armes 20 drehbar sind. Jeder
Zone 3 im Kreis herum, sondern sain Weg ist nun der Köpfe 24, 24a ist auf einem Schenkel je eines
durch die Rille bestimmt, und infolgedessen klettert Winkelhebels angebracht, und der andere Schenkel
es die Ringfläche 4 hoch. Deren Neigung, die Politur dieses Winkelhebels ist durch eine Verbindungsstange
der Telleroberfläche und die Vibration, stellt sicher, 27 bzw. 27 a verbunden mit Schwenkhebeln 28 bzw.
daß solche Drähtchen, die nicht in einer Rille liegen, 45 28a. Diese Hebel 28, 28 a sind am Arm 20 um Achsen
in dem durch die Zone 3 gebildeten »Graben« blei- 29 bzw. 29 α schwenkbar befestigt und tragen in ihrem
ben. Sobald die Drähtchen, die in eine Rille gefallen mittleren Teil Rollen 30, 30 a. Diese Rollen dienen
sind, zum äußeren Rand des Tellers hochklettern, sind als Führungen an feststehenden Steuerkurven 31 und
die Rillenteile, die sie verlassen haben, wieder frei, 31a, die an der Welle 21 angebracht sind. Der Arm
um weitere Drähtchen aufzunehmen. Innerhalb von 50 20 ist in Fig. 5 dargestellt in der einen Endlage, in
Sekunden enthält jede Rille eine Anzahl Drähtchen, der er sich über der Trommel 22 befindet. In dieser
die hintereinander längs der Rillen auf den Tellerrand Stellung des Armes liegen die drei Saugköpfe 23, 24,
zuwandern. Sobald ein Drähtchen das äußere Ende 24a in einer geraden Linie, so daß das durch die
seiner Spiralrille erreicht, wird es durch den durch Saugköpfe festgehaltene Drähtchen in eine der pardie
Bohrung 7 gebildeten Anschlag angebalten und 55 allelen Rillen der Trommel abgelegt werden kann,
behält diese Lage trotz der fortgesetzten Vibration Diese Stellung der Köpfe 24, 24a in bezug auf den
bei. Das nächstfolgende Drähtchen wandert weiter Kopf 23 ist festgelegt durch das Anschlagen der Zap-
und gleitet über das hintere Ende des Drähtchens, das fen 32 an den Winkelhebeln 25, 25 a gegen Anschlagdas
Ende der Rille erreicht hat und in die dort befind- flächen am Arm 20 unter dem Einfluß einer Zugliche
Bohrung T hineinhängt, weg. Dieses nächst- 60 feder 33.
folgende Drähtchen drückt daher nicht gegen das am Die Saugköpfe sind durch biegsame Leitungen 34
Ende angekommene Drähtchen. Sofern dieses Draht- über einen A^erteiler mit einer nicht gezeichneten
chen nicht vorher durch einen Luftstrom weggeblasen Saugpumpe verbunden. Ein nicht gezeichnetes Ventil
ward, wie im folgenden noch beschrieben wird, so wird betätigt in entsprechenden Zeitfolgen mit den
wandert es durch die Vibration, aus der Spiralrille 6g Bewegungen des Armes 20, so daß die Saugtätigkeit
heraustretend, über das vorhergehende Drähtchen der Köpfe bewirkt und unterbrochen wird während
weg. Wenn die Vibration weiterhin andauert, ohne der Arbeit der Aufnehmevorrichtung. Befindet sich
daß Schritte unternommen werden, um das am Ende der Arm 20 in Fig. 5 und 6 über der Fördertrommel
angekommene erste Drähtchen zu entfernen, so bleibt 22, wobei durch die Saugköpfe 23, 24, 24a ein Drähtdieses
Drähtchen in seiner festgelegten Endstellung, 70 chen festgehalten wird, so senkt sich die Spindel 21
Claims (7)
- 7 8mit dem Arm 20, so daß das festgehaltene Drähtchen zeigersinn um einen Schritt gedreht, so daß das am in die darunterliegende Rille der Trommel zu liegen Ende der nächstfolgenden Rille angekommene Drähtkommt, worauf das Saugen unterbrochen wird und chen sich nunmehr in der Aufnehmestellung befindet, das Drähtchen in der Rille liegenbleibt. Beim Unter- Inzwischen vibriert der Teller weiter, und der Endbrechen der Verbindung mit der Saugpumpe werden 5 abschnitt in der Rille 61, der durch das Entfernen des gleichzeitig die Leitungen 34 mit der Außenluft in Drähtchens frei geworden ist, wird nunmehr durch Verbindung gebracht, um zu verhindern, daß das das nächstfolgende Drähtchen besetzt, das nunmehr Drähtchen durch die Wirkung der noch unter Rest- gegen den Endanschlag stößt, in dieser Lage bleibt Unterdruck stehenden Leitungen kleben bleibt. Nun- und aufgenommen wird, wenn der Teller eine volle mehr hebt sich die Welle 21, wodurch die Saugköpfe io Umdrehung gemacht hat.von der Trommel abgehoben werden, und der Arm Da der Teller selbst seine Lage nicht ändert, wirkt schwenkt jetzt, bezüglich Fig. 5 entgegen dem Uhr- jeweils diejenige Bohrung 9, die sich kurz hinter dem zeigersinn, um die Welle 21, bis er die in Fig. 5 ge- Ende des aufzunehmenden Drähtchens befindet mit strichelt gezeichnete Lage erreicht. Während dieser einer Druckluftleitung zusammen, durch die ein Luft-Bewegung werden die Rollen 30, 30a an den Schwenk- 15 strom in diese Bohrung eingeblasen wird, unmittelbar hel>eln28, 28 a durch die erhöhten Teile der Steuer- bevor sich die Saugköpfe auf das Drähtchen senken, kurven 31, 31a nach außen gedrückt und dabei die Gleichzeitig wird ein zweiter Luftstrom aus einem Hebel 28, 28a geschwenkt. Dadurch wird auf den nicht gezeichneten Rohr so über den Teller geblasen, Stab 27 ein Druck und auf den Stab 27a ein Zug aus- daß er von außen nach innen über die Oberfläche des geübt, wodurch die Winkelhebel 25, 25 a um ihre 20 Tellers in radialer Richtung streicht und dabei den Drehachsen etwas geschwenkt werden, so daß sich aus der Bohrung 9 austretenden Luftstrom schneidet, unter Spannung der Feder 33 die Saugköpfe 24 und Durch das Zusammenwirken dieser beiden Luftströme 24a gegenüber dem mittleren Kopf 23 verschieben wird das in der Rille folgende Drähtchen, das sonst und die drei Saugköpfe, wenn der Arm 20 seine ge- eventuell von den Saugköpfen mit erfaßt werden strichelt gezeichnete Endlage über dem vibrierenden 25 könnte, aus der Rille und gegen die Mitte des Tellers Teller erreicht, auf einer Bogenlinie liegen, die der zu geblasen.Krümmung entspricht, die ein Drähtchen einnimmt, Erforderlichenfalls können weitere Luftströme in das die Endstellung in seiner Rille im Teller erreicht der Nähe der Stelle, an der die Drähtchen aufgenomhat. Die Welle 21 senkt sich nunmehr von neuem, so men werden, unmittelbar vor dem Aufnehmen wirken, daß sich die Saugköpfe der Oberfläche des Tellers 30 um die Telleroberfläche in der Umgebung der Aufnähern, wobei das Saugen wieder 'beginnt, und die nehmstelle von jeglichen »Streudrähtchen«, d. h. von Köpfe das Drähtchen festhalten, während sich der Drähtchen, die nicht in einer Rille liegen, trotzdem Arm 20 wieder hebt und in seine Ausgangslage über aber den Tellerrand erreicht haben freizumachen,
der Fördertrommel zurückschwenkt, sich dort wieder Es ist darauf hinzuweisen, daß bei solchen Vorsenkt und das Drähtchen in die nächste leere Rille der 35 richtungen, in denen die die Drähtchen aufnehmen-Trommel 22 ablegt, die inzwischen in die entspre- den und führenden Rillen gekrümmt sind, beispielschende Stellung gebracht wurde. weise in Form von Spirallinien, die Krümmungen desBeim Senken des Armes 20 zum Aufnehmen des Rillenverlaufes zu beachten sind, da beim Krümmenürähtchens werden die Saugköpfe gegen die Teller- der Drähtchen die aufeinanderfolgenden Windungenoberfläche gedrückt. Wie in Fig. 6 dargestellt, stehen 40 an einer Seite geöffnet werden und, wenn dieses öff-die Saugköpfe unter dem Druck von Federn 35, so nen zu stark ist, dabei in den Rillen liegende unddaß sie zurückweichen können, sobald sie die Ober- nicht in den Rillen liegende Fäden sich bei ihrer Be-fläche des Tellers berühren. wegung auf der vibrierenden Oberfläche ineinanderFig. 7 zeigt in vergrößertem Maßstab die Form der verhängen können. Für 150-Watt-Drähtchen mitSaugköpfe. Jeder dieser Saugköpfe hat eine ab- 45 einem Durchmesser von 0,462 mm und einer Längegeschrägte Endfläche 36, deren Neigung der Abschrä- von 70 mm wurde mit Erfolg eine Vorrichtung be-gung des äußeren Tellerrandes an der Stelle, an der nutzt gemäß der vorstehend gegebenen Beschreibungsich beim Aufnehmen das Drähtchen befindet, ent- und den Zeichnungen, bei der der Durchmesser desspricht. Diese Fläche hat eine Rille 37, in die die drei Tellers etwas größer war als 19 cm und der Durch-Sauglöcher 38 ausmünden, die in Verbindung mit den 50 messer des mittleren erhöhten Teiles etwa 11 cm undSaugleitungen 34 stehen. Wenn das Drähtchen durch die Rillentiefe 0,53 mm und die Rillenbreite 0,62mmdie Saugwirkung der Löcher 38 aufgenommen ist, so betrug.wird es in die Rillen 37 der drei Saugköpfe hinein- Mit Rücksicht darauf, daß die Rillen für die Vergezogen und in dieser Stellung festgehalten. arbeitung verschiedener Drähtchen verschiedene Ab-Die schrittweise Drehung des Tellers dient dazu, 55 messungen haben müssen, werden die Teller aus-die äußeren Enden der Rillen, die von Drähtchen be- wechselbar gemacht, so daß jeweils einer von mehre-setzt sind, die die Endstellung erreicht haben, nach- ren Tellern entsprechend den zu verarbeitenden Dräht-einander in die Aufnahmestellung zu bringen, und chen aufgesetzt werden kann,
diese schrittweise Drehung erfolgt in Verbindung mitden Bewegungen der Aufnehmevorrichtung, so daß 60sich immer ein am Ende seiner Rille angekommenes Patentansprüche:
Drähtchen in der Aufnehmestellung befindet, wennsich die Saugköpfe auf den Teller senken. Angenom- 1. Vorrichtung zum Ausrichten und Trennenmen die Rille 61 befindet sich augenblicklich in der von Drahtwendeln für elektrische Glühlampen,Aufnehmestellung, die Saugköpfe senken sich auf das 65 Röhren oder andere thermoionische Geräteteileim Endabschnitt der Rille liegende Drähtchen, und aus einer ungeordneten Menge solcher Wendelndieses Drähtchen wird durch die Saugwirkung dieser oder Drähtchen mit einer oder mehreren, hinterKöpfe erfaßt und in die Rillen 37 der Köpfe gezogen einer zweckmäßig schwach abwärts geneigten, dieund beim Fortschwenken der Köpfe vom Teller ent- ungeordnete Menge tragenden Unterlage anstei-fernt. Daraufhin wird der Teller entgegen dem Uhr- 70 genden Führungsbahnen, in denen die Wendelnmittels Rüttelbewegungen zu einer oder mehreren Abgabestellen bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Führungsbahnen Rillen (6) dienen, die in eine im wesentlichen glatte, vorsprungfreie Fläche eingesenkt sind, so daß die auf dieser Fläche liegenden Wendeln in diese Rillen einzufallen vermögen, und deren Breite und Tiefe zur Aufnahme nur einer Wendel ausreichend ist, und daß die vorsprungfreie Fläche anschließend, an eine zu ihr gehörende Ordnungs- und Sammelzone (3) zu den Abgabestellen derart leicht ansteigend geneigt ist, daß außerhalb der Rillen befindliche Wendeln über diese Fläche herabrollen können, bis sie in eine Rille fallen oder zur Sammelzone zurückgelangen. - 2. \7Orrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich am oberen Ende der bzw. jeder Rille (6) ein Anschlag befindet, der die weitere Fortbewegung der Wendeln an der Abgabestelle zum Stillstand bringt und daß um weniger als eine Wendellänge vor diesem Anschlag die Rille eine Vertiefung besitzt, in die das hintere Ende der durch den Anschlag angehaltenen Wendeln derart herabsinkt, daß es tiefer liegt als dasvordere Ende der nächsten, sich in der Rille fortbewegenden Wendeln.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage mit der vorsprungfreien Fläche in Form eines Tellers mit zwei oder mehr spiralförmig nach außen hochlaufenden Rillen ausgebildet ist, an dessen Umfang eine der Zahl der Rillen entsprechende Anzahl Abgabestellen vorhanden sind und der schrittweise um solche Winkelbeträge drehbar ist, wie sie dem Winkelabstand zwischen den Abgabestellen entsprechen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abnahmevorrichtung, durch die die Wendeln von den Abgabestellen abgenommen werden, vorgesehen ist, die — mit der schrittweisen Drehung der Unterlage synchronisiert — die an den Abgabestellen angelangten Wendeln nacheinander abnimmt.
- In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 271 187;
USA.-Patentschriften Nr. 2 456 031, 2 609 914,
652 161, 2 696 292. - Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
- © 009 630/267 10.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1143655A GB829492A (en) | 1955-04-20 | 1955-04-20 | Method and apparatus for separating coiled wire filaments for electric incandescent lamps or other thermionic devices |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092377B true DE1092377B (de) | 1960-11-03 |
Family
ID=9986225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED22803A Pending DE1092377B (de) | 1955-04-20 | 1956-04-20 | Vorrichtung zum Ausrichten und Trennen von Drahtwendeln fuer elektrische Gluehlampen, Roehren oder andere thermoionische Geraeteteile |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1092377B (de) |
| GB (1) | GB829492A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109592373B (zh) * | 2019-01-15 | 2024-08-13 | 厦门通士达照明有限公司 | 一种led灯丝整列器 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2456031A (en) * | 1946-04-10 | 1948-12-14 | E J Brach & Sons | Article arranging and advancing conveyer mechanism |
| CH271187A (de) * | 1949-02-22 | 1950-10-15 | Ebauchesfabrik Eta Ag | Verfahren zum selbsttätigen Laden eines an einen Vorratsbehälter angeschlossenen Magazins mit Werkstücken. |
| US2609914A (en) * | 1946-12-04 | 1952-09-09 | Landis Tool Co | Article feeding device |
| US2652161A (en) * | 1950-02-04 | 1953-09-15 | Richard Stern A | Method of and apparatus for removing stacked articles |
| US2696292A (en) * | 1951-03-19 | 1954-12-07 | Syntron Co | Spiral conveyer feeder bowl |
-
1955
- 1955-04-20 GB GB1143655A patent/GB829492A/en not_active Expired
-
1956
- 1956-04-20 DE DED22803A patent/DE1092377B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2696292A (en) * | 1951-03-19 | 1954-12-07 | Syntron Co | Spiral conveyer feeder bowl |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB829492A (en) | 1960-03-02 |
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