DE1092241B - Lochstempelantrieb - Google Patents
LochstempelantriebInfo
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Landscapes
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Description
- Lochstempelantrieb Beim sehr schnellen zeilen- oder spaltenweisen Lochen von Zählkarten findet die Lochgeschwindigkeit ihre Grenze darin, daß, wenn die Lochstempel mechanisch über Nocken angetrieben werden, die Beschleunigungen so. groß werden, daß die Antriebsorgane und die Lochstempel zerstört werden oder wegen Prellungen und Nockenabhebungen nicht mehr zuverlässig arbeiten.
- Die Erfindung betrifft einen Lochstempelantrieb, bei dem der Stempel nur magnetisch, ohne mechanisches Zusammenwirken von Antriebskraft und Lochstempel, angetrieben wird. Die bekannten direkten Magnetantriebe von Lochstempeln oder in ähnlicher Weise etwa von Schreibmaschinentypenhebeln haben den Nachteil, daß sie vergleichsweise träge arbeiten, weil für den Aufbau des Magnetfeldes trotz hohen Strombedarfs eine bestimmte Zeit gebraucht wird. Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch behoben, daß das Lochorgan durch einen Magneten in dauernde Schwingung entsprechend seiner Eigenfrequenz versetzt wird, ohne die Zählkarte zu berühren, und daß zum Zwecke der Lochung eine besondere Wicklung desselben Magneten dem Lochorgan ein zusätzlicher Schwingungsimpuls erteilt wird.
- Fig. 1 stellt eine schematische Anordnung der Lochstempel dar; Fig. 2 zeigt mehrere Lochstempel nach Fig. 1 von unten gesehen; Fig.3 ist eine schematische Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Bewegungen der Karte und der Lochorgane.
- Gemäß Fig. 1 werden die Karten 1 durch Antriebsrollen 2 und 3 zwischen einer Lochschablone 4 und einer Führung 5 befördert und dann durch die Rollen 6 und 7 weiter durch die Maschine bewegt, die die Lochvorrichtung enthält.
- Der Kartentransport erfolgt intermittierend, und die wahlweise Lochung der Karten erfolgt nur bei deien Stillstand.
- In jeder Aufzeichnungsposition wird die Lochung bewirkt durch das wahlweise Eindringen eines Lochstempels 8 in das darunter befindliche Loch in der Schablone 4.
- Das eine Ende 9 des Lochstempels 8 wird in eine starre Unterlage 10 eingeführt, während das andere Ende 11 des Lochstempels sich frei im Luftspalt eines Magneten bewegen kann, der ein Joch 13 mit drei Armen hat. Auf zwei dieser Arme befinden sich Wicklungen 14 und 15.
- Der Lochstempel 8, der eine träge Masse darstellt, die nur am Ende 9 festgehalten wird, schwingt mit seiner Eigenfrequenz, und seine Bewegung wird durch den Magneten 12 bezüglich Amplitude und Phase aufrechterhalten und gesteuert. Der schrittweise Transport der Karten 1 erfolgt mit der Frequenz des Stromes durch Wicklung 14, wodurch die Bewegung der Lochstempel mit dem Kartentransport synchronisiert wird.
- Jedesmal, wenn die Karte 1 stillsteht, d. h. für jede Lochposition, befindet sich jeder Lochstempel einmal unten nahe der Karte. Dann wird er aufwärts bewegt, und falls eine Lochung stattfinden soll, wird in der oberen Stellung des Stempels die Wicklung 15 durch einen starken Strom zum beschleunigten Antrieb des Stempels nach unten über einen Stromkreis (nicht gezeigt) erregt, welcher ein Thyratron mit einer hohen Anodenspannung enthalten muß wegen der kurzen erforderlichen Ansprechzeit.
- Dann kann der Magnet den Lochstempel 8 eine halbe Periode lang beschleunigen und ihn unterhalb seines normalen niedrigen Punktes bewegen. Die Karte 1 wird an der zu diesem Zeitpunkt unter dem Lochstempel 8 befindlichen Aufzeichnungsposition gelocht infolge der Trägheit des Lochstempels 8 und der Anziehungskraft des Magneten 12.
- Dann kehrt der Lochstempel 8 in seine normale hohe Stellung zurück infolge der Elastizität des Arms 9 und des Lochstempels 8 und der Anziehungskraft 'des Magneten 12, die durch die Wicklung 14 bewirkt ist und die der vorher durch die Wicklung 15 erzeugten entgegengerichtet ist.
- Dadurch kann andererseits eine eventuelle leichte Phasenverschiebung auftreten.
- Fig. 2 zeigt mehrere Vorrichtungen wie die in Fig. 1 dargestellte, die versetzt angeordnet sind, um Platz zu sparen, aber natürlich liegt im Erfindungsbereich auch jede andere Anordnung mehrerer Vorrichtungen gemäß Fig. 1.
- In Fig. 3 stellt die Kurve A die zeitlichen Schwankungen in der Geschwindigkeit der Kartenbewegung dar, und zwar werden die Geschwindigkeitswerte entlang der Ordinate und die Zeitwerte entlang der Abszisse abgelesen.
- Die Kurve B zeigt die Bewegung des Lochstempels 8, wenn diesem eine schwingende Bewegung mit seiner Eigenfrequenz erteilt wird, in bezug auf die Stellung der Matrize 4, die durch die parallel zur Abszisse verlaufende Linie C dargestellt ist.
- Die gestrichtelte Kurve D zeigt die Bewegung des Lochstempels 8 während einer Lochoperation.
- In den Kurven B, C, D muß die Amplitude des Weges an der Ordinate und die Dauer der Bewegungen an der Abszisse abgelesen werden. Eine oder mehrere Vorrichtungen nach der Erfindung können hintereinander oder parallel in ein und derselben Maschine angeordnet sein.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Lochstempelantrieb, dadurch gekennzeichnet, daß das Lochorgan (8) durch einen Magneten (12) in dauernde Schwingung entsprechend seiner Eigenfrequenz versetzt wird, ohne die Zählkarte zu berühren, zum Zweck der Lochung aber durch eine besondere Wicklung (15) desselben Magneten einen zusätzlichen Schwingungsimpuls in Richtung auf die Zählkarte erhält.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der die dauernde Schwingung (über Wicklung 14) aufrechterhaltenden Erregungsstromquelle auch der Vorschub der Zählkarte abgeleitet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1092241X | 1958-02-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092241B true DE1092241B (de) | 1960-11-03 |
Family
ID=9615854
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI15970A Pending DE1092241B (de) | 1958-02-03 | 1959-02-02 | Lochstempelantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1092241B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1249066B (de) * | 1965-03-12 | 1967-08-31 | Johannes G W Biel | Vorrichtung zum Einstanzen von Loechern, Zungen od. dgl. in eine laufende Materialbahn, insbesondere Papierbahn |
| EP0623431A1 (de) * | 1993-05-07 | 1994-11-09 | Walter Suter | Vorrichtung zum Schneiden von Endlos-Papier sowie ein Verfahren zu ihrem Betrieb |
-
1959
- 1959-02-02 DE DEI15970A patent/DE1092241B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1249066B (de) * | 1965-03-12 | 1967-08-31 | Johannes G W Biel | Vorrichtung zum Einstanzen von Loechern, Zungen od. dgl. in eine laufende Materialbahn, insbesondere Papierbahn |
| EP0623431A1 (de) * | 1993-05-07 | 1994-11-09 | Walter Suter | Vorrichtung zum Schneiden von Endlos-Papier sowie ein Verfahren zu ihrem Betrieb |
| US6196095B1 (en) | 1993-05-07 | 2001-03-06 | A-Tronic Mgm Ag | Method and apparatus for cutting continuous paper web |
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