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DE1092012B - Verfahren zur Reinigung von Streptomycin - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Streptomycin

Info

Publication number
DE1092012B
DE1092012B DESCH20970A DESC020970A DE1092012B DE 1092012 B DE1092012 B DE 1092012B DE SCH20970 A DESCH20970 A DE SCH20970A DE SC020970 A DESC020970 A DE SC020970A DE 1092012 B DE1092012 B DE 1092012B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
streptomycin
histamine
resins
divinylbenzene
exchange resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH20970A
Other languages
English (en)
Inventor
Justin J Murtaugh
Isidoro Caldas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schenlabs Pharmaceuticals Inc
Original Assignee
Schenlabs Pharmaceuticals Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schenlabs Pharmaceuticals Inc filed Critical Schenlabs Pharmaceuticals Inc
Publication of DE1092012B publication Critical patent/DE1092012B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/22Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
    • C07H15/238Cyclohexane rings substituted by two guanidine radicals, e.g. streptomycins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Streptomycin Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren für die Reinigung von Steptomycin, insbesondere die Trennung und Aufarbeitung von Streptomycin von verhältnismäßig niedermolekularen Verunreinigungen und anorganischen Kationen aus Kulturbrühen und teilweise gereinigten Streptomycinprodukten.
  • Streptomycin wurde bisher aus den Stoffwechselprodukten des »streptomyces griseus« durch Adsorption an Aktivkohle und Elution mit einem sauren Lösungsmittel, wie verdünnter wäßriger oder methanolischer Säure, gewonnen. Das Streptomvcin kann zaus der Kulturflüssigkeit oder anderen Lösungen und durch Adsorption an Kationenaustauschharze vom Typ schwacher Carbonsäuren aufgearbeitet werden. Das so erhaltene Streptomycin wird aus dem Kationenaustauschharz in Form der Lösung seines sauren Salzes durch Elution des Harzes mit Säure gewonnen. Derartige Streptornycinlösungen werden zur Gewinnung des Antibiotikums in Form fester Salze durch Fällung mit geeigneten Lösungsmitteln oder nach anderen bekannten Verfahren behandelt. Bei diesen Verfahren wird das Streptomycin zunächst in Form von verhältnismäßig unreinen Produkten erhalten, beispielsweise als Streptomycintrihydrochlorid von verhältnismäßig geringer Wirksamkeit. Die Wirksamkeit des Streptomycins wird im allgemeinen nach biologischen Methoden bestimmt und gemessen an ihrer Fähigkeit, das Wachstum von Mikroorganismen wie »Escherichia coli« und »Bacillus subtilis« im Vergleich mit einem Standardpräparat zu verhindern (vgl. j. Biol. Chem., Bd. 153, 1944, S. 249; J. Bact., Bd. 47, 1944, S. 199). Die Wirksamkeit kann auch chemisch dadurch bestimmt werden, daß die Maltolmenge gemessen wird, die aus dem biologisch aktiven Anteil des Streptomycinmoleküls bei alkalischer Hydrolyse gebildet wird oder daß die Guanidinogruppe im Streptidanteil des Moleküls bestimmt wird.
  • Die so erhaltenen rohen Streptomycinsalze können durch Adsorptionschromotographie aus Methanol oder wäßrigem Methanol auf eine mit Säure ausgewaschene Tonerdesäule (J. Biol. Chem., Bd. 160. 1945, S. 337) oder aber durch Herstellung und Umkristallisieren des Reineckats, des Sulfat-Reineckats oder Helianthats weitergereinigter werden. Das durch nachfolgende Umsetzung dieser Salze in die gewünschten Salze von Mineralsäuren erhaltene Streptomycin ist dann praktisch rein. Reines Streptomycin wird auch durch Kristallisation des Streptomycintrihydrochloridcalciumchlorid-Doppelsalzes erhalten (J. Am. Chem. Soc., Bd.67, 1945, S. 1866).
  • Die beschriebenen Verfahren zeigen eine Reihe von Nachteilen. So ist es beispielsweise schwer oder unmöglich, das gesamte an Aktivkohle adsorbierte Streptoinycin durch Elution wiederzugewinnen. Ferner geht bei den üblichen Fällungsmethoden bei der Aufarbeitung des Antibiotikums etwas Streptomycin in den Mutterlaugen verloren, die entweder zu verdünnt sind oder zu viele Verunreinigungen enthalten, um daraus die Gewinnung des Antibiotikums auf wirtschaftliche Weise zu gestatten. Bei den meisten bekannten Aufarbeitungsverfahren für Streptomycin entstehen erhebliche Verluste an Antibiotikum dadurch, daß eine große Anzahl von physikalischen Operationen erforderlich ist, bei ständiger Veränderung der Konzentration des Antibiotikums und anderer Verunreinigungen, die damit verbunden sind.
  • Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gestaltet sich ein Aufarbeitu.ngsverfahren mit zahlreichen Abwandlungen durch die Notwendigkeit besonderer Anlagen und Arbeitsvorgänge erheblich teurer als ein Aufarbeitungsverfahren, das auf einfacher Basis durchgeführt werden kann.
  • Die rohen Streptomycinsalze, die in bekannter Weise aus der Fermentationsbrühe durch Adsorption und anschließender Elution und Fällung entweder bei der Kohleadsorption oder dem Kationenaustausch erhalten werden, enthalten Verunreinigungen, die je nach ihrer Molekülgröße oder ihren physikalischen Eigenschaften chemisch nachgewiesen werden können. Eine Gruppe dieser Verunreinigungen besteht aus anorganischen Kationen der Elemente Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. Die Bestimmungsmethoden hierfür sind an sich bekannt. Eine weitere Gruppe von Verunreinigungen besteht aus histaminähnlichen Stoffen. Diese Verunreinigungen sind stark toxisch. Sie bewirken eine Blutdrucksenkung und müssen daher bei der Aufarbeitung oder Reinigung so vollständig wie möglich aus dem Antibiotikum entfernt «-erden. Der Standardtest für die Bestimmung von Histamin oder histaminähnlichen Verbindungen in Antibioticis besteht darin, daß eine Katze mit einem Barbiturat narkotisiert wird und das Streptomycin oder eine Streptomycinkomplexverbindung der Katze mit 3 mg oder 3000 Einheiten Streptomycin pro kg Körpergewicht intravenös gespritzt wird. Ein Streptomycinpräparat ist für die Humanmedizin geeignet, wenn sein Gehalt an histaminähnlichen Verbindungen so gering ist, daß bei der Injektion der genannten Menge im Versuchstier nur eine Blutdrucksenkung erzielt wird, welche höchstens der Blutdrucksenkung durch 0,1 ; Histaminbase pro kg Körpergewicht des Versuchstieres entspricht.
  • Erfindungsgemäß wird nun ein einfaches Verfahren zur Abtrennung von Streptomvcin von anorganischen Kationen und engverwandten kationischen Verunreinigungen von niedrigerem Molekulargewicht als Streptomycin durch Ausnutzung von selektiven Ionenaustauschreaktionen vorgeschlagen. Ferner ist Gegenstand der Erfindung die Abtrennung von Streptomycin von Histamin und histaminähnlichen Stoffen durch selektiven lonenaustausch. Weiterhin werden erfindungsgemäß durch selektiven Ionenaustausch verschiedene bisher notwendige Reinigungsoperationen beim Aufarbeiten von Streptomycin unnötig.
  • Es wurde gefunden, daß man Streptomycin von anderen Produkten der Fermentationsbrühe oder von \'erutireinigungen, die während der Aufarbeitung hineinkommen, dadurch abtrennen kann, daß man Streptomycinsalzlösungen, die solche Verunreinigungen enthalten, mit einem sulfonsäuregruppenhaltigen Kationenaustauscherharz hoher Dichte in Mischung mit dem schwach basischen Anionenaustauscher in einer Mischbettsäule behandelt.
  • Vorzugsweise wird vor der Aufgabe auf die Mischbettsäule das Streptomycin aus der Fermentationsbrühe an einen schwach sauren Kationenaustauscher vom Carbonsäuretyp adsorbiert und dieser mit einer starken Mineralsäure in üblicher Weise eluiert. Diese Lösung wird dann über ein hochvernetztes nachsulfoniertes Kationenaustauscherharz, das mit einem schwach basischen Anionenaustauscher gemischt ist, geleitet. Der Auslauf dieser Mischbettsäule enthält das Streptomvcin frei von Natrium-, Kalium-, Calcium-und Magnesiumionen, frei von Histamin und histaminähnlichen Verunreinigungen und auch frei von überschüssiger Mineralsäure. Die so erhaltene gereinigte Streptomycinlösung eignet sich zur Injektion ohne irgendwelche weiteren Reinigungsoperationen außer den üblichen Sterilitätsmaßnahmen.
  • Es wurde weiter gefunden, daß gewisse synthetische Kationenaustauscher mit ringförmig gebundenen Sulfonsäuregruppen, d. h. Harze, die ihre Austauscherwirksamkeit den Sulfonsäuregruppen verdanken, beispielsweise das im Handel unter der Bezeichnung »Amberlite IR-120« erhältliche sulfonierte Mischpolymerisat aus Styrol und Divinylbenzol, eine ungewöhnliche Adsorptionsselektivität gegenüber kleinen organischen Kationen von Histamin und histaminähnlichen Verbindungen zeigen. Solche Harze sind zwar in ihrer Natriumform in der Lage, Histamin aus Streptomycinlösungen vollständig zu entfernen, ohne das Streptomycin zu adsorbieren,jedoch erhöhen sie den Gehalt an anorganischen Salzen in der Streptomycinlösung.
  • Daher wird erfindungsgemäß das Harz »Amberlite IR-120« durch Behandeln mit einem 10%igen Überschuß an verdünnter Schwefelsäure in die Wasserstofform übergeführt. In dieser abgewandelten Form erhält man ebenfalls eine völlige Entfernung des Histamins und histaminähnlicher Verunreinigungen. wobei gleichzeitig jedoch der Gehalt an anorganischen Salzen in den Streptomycinlösungen zurückgeht. Andererseits zeigen die Ausläufe bei Verwendung dieses Harzes die Anwesenheit von freier Säure mit pH-Werten zwischen 1,0 und 1,5. Um das Entstehen weiterer Salze zu verhindern, wird die Neutralisation des Auslaufs durch schwach basische Anionenaustauscherharze, wie beispielweise das unter dem Warenzeichen »Amberlite IR-45« im Handel befindliche, durchgeführt. Man mischt also einen sulfonierten Kationenaustauscher von der Art des »Amberlite IR-120« in der `'Wasserstofform mit einem schwach basischen Anionenaustauscher, wie es unter dem Warenzeichen »Amberlite IR-45« in der Form der freien Base im Handel ist. Die Mischung der Harze wird im Mischbettverfahren angewendet.
  • Gleiche Gewichtsteile des Kationenaustauschers »Amberlite IR-120« in der Wasserstofform und »Amberlite IR-45« in der Form der freien Base werden in eine Glassäule oder ein anderes geeignetes Gefäß eingebracht und mit etwa 20 bis 30 cm entsalzenem Wasser bedeckt. Am unteren Ende der Säule wird mit einer Geschwindigkeit von 15,2 ccm pro Sekunde und pro qcm des Querschnitts der Säule Druckluft eingelassen. Für die Mischung der beiden Harze werden etwa 15 bis 20 Minuten benötigt. Die Druckluft wird abgestellt. Die vermischten Harze läßt man absitzen, wobei das Wasser langsam auf die Höhe der Harze in der Säule abgelassen wird. Zweckmäßig ist die Schichthöhe nicht niedriger als 61 ccm. Die Verweilzeit der Streptomycinlösung im Austauscher muß durch geeignete Einstellung der Durchflußgeschwindigkeit klein gehalten werden, um eine möglichst geringe Adsorption von Streptomycin zu gewährleisten. Betrieblich bleibt der Verlust an Streptomycin durch Adsorption unter 5% bei gleichzeitig vollständiger Entfernung der Verunreinigungen, wenn die Verweilzeit unter 10 Minuten liegt.
  • Eine Streptomycinlösung von ungefähr 80 000 Einheiten Streptomycin pro ccm, die eine Histaminsenkung von mehr als 26 mm Hg erzeugt, wird durch die Säule gelassen und am Abflußende gesammelt. Die Lösung enthält mehr als 97% der ursprünglichen Streptomycinwirksamkeit. Die Entfernung von Histamin und histaminähnlichen Verunreinigungen sowie von anorganischen Salzen ist praktisch vollständig.
  • Die gemischten Harze werden zunächst mit 3,785 1 einer 4gewichtsprozentigen Kalilauge pro 450 g der Harzmischung mit einer Geschwindigkeit von 0,24 bis 0,28 1 pro Stunde und qcm des Bettes gewaschen. Dann wird das Harz zur Entfernung von überschüssiger Kalilauge mit Wasser gewaschen. Die Harze werden dann durch 10 bis 10 Minuten langes Rückspülen mit Wasser bei einer Geschwindigkeit von 0,61 bis 0,65 1 pro Stunde und qcm Filterbett getrennt. Dann wird etwa in der Höhe der Trennschicht zwischen den beiden Harzen eine Sprühplatte eingeführt und der Zufluß von Wasser allmählich verringert, bis die Harze sich gesetzt haben. Da das regenerierte Anionenaustauscherharz leichter ist, setzt es sich im oberen Teil der Säule oberhalb der Sprühplatte ab und kann daraus entnommen oder zur Wiederverwendung nach Regenerieren des Kationenaustauschers belassen werden.
  • Während von oben Wasser durch die Harze geleitet wird, wird in der Höhe der Sprühplatte eine lOgewichtsprozentige verdünnte Schwefelsäure eingeführt und am unteren Ende zusammen mit dem Wasser abgezogen. Die Zufuhr von Wasser und Schwefelsäure wird etwa zu 0,61 1 pro Stunde und qcm gleichgehalten. Zur Regenerierung von 1 kg Kationenaustauscher sind jeweils ungefähr 1,11 10%ige Schwefelsäure erforderlich. Nach dein Auswaschen zur Entfernung überschüssiger Säure werden die Harze durch Einleiten von Luft wieder vermischt und können so wieder verwendet werden.
  • Die selektive Adsorption von Metallionen sowie von Histamin oder histaminähnlichen Stoffen und von Streptomycin ist besonders überraschend, da alle diese Stoffe Kationen sind. Die selektive Adsorptionsfähigkeit der Harze für die Verunreinigungen aus Streptomycin muß offenbar den besonderen Eigenschaften der hochvernetzten sulfonierten Austauschei zugeschrieben werden. Bei der Untersuchung von Kationenaustauschern, die durch Sulfonierung von Mischpolymerisaten von Styrol und Divinylbenzol hergestellt sind, wurde festgestellt, daß bei der Einwirkung von Streptomycinlösungen auf verschiedene Harze, die 2. 4, 6 oder 8% Divinylbenzol enthalten, die Adsorptionsgeschwindigkeit des Streptomycins an die Harze mit dem Vernetzungsgrad zunimmt. Harze, die 2% Divinylbenzol enthalten, adsorbieren Streptomycin sehr schnell und würden in weniger als 10 Minuten gesättigt sein. Harze, die größere Mengen Divinylbenzol enthalten, adsorbieren Streptomycin langsamer. Die Adsorptionsgeschwindigkeit für Streptomycin nimmt ab, bis das Harz etwa 801o Divinylbenzol enthält, wobei weniger als 10% der Austauschstellen des Harzes mit Streptomycin gesättigt sind. Hochvernetzte Sulfonsäureharze werden mit Streptomycin erst nach sehr langer Zeit, z. B. 16 bis 24 Stunden, gesättigt, sättigen sich jedoch innerhalb weniger Minuten sehr viel schneller mit kleineren organischen Molekülen wie Histamin oder anorganischen Metallionen. Demnach werden also nur hochvernetzte Austauscherharze erfindungsgemäß verwendet, besonders solche, die 6% Divinylbenzol enthalten, jedoch sind solche mit 8% und mehr Divinylbenzol besser geeignet.
  • Es ist bekannt, sulfonsäuregruppenhaltige Kationenaustauscher zur Reinigung von Streptomycin zu verwenden. Es ist schon vorgeschlagen worden, Streptomycinlösungen mit Hilfe sulfonierter Kationenaustauscher in der Weise zu reinigen, daß das Streptomycin in Lösung bleibt und die Verunreinigungen, insbesondere anorganische Kationen- und histaminartige Stoffe, adsorbiert werden.
  • Nach dem früheren Vorschlag wird zunächst vor der Reinigung mit dem sulfonsäuregruppenhaltigen Kationenaustauscher eine Reinigung mit einem carboxylgruppenhaltigen Ionenaus.tauscher durchgeführt. Alsdann wird das Antibiotikum mit verdünnter Mineralsäure aus dein Harz eluiert, neutralisiert und erneut über einen Carboxylgruppen enthaltenden Ionenaustauscher geleitet, erneut eluiert und dann das Eluat aus dem zweiten Harz mit einem sulfonsäuregruppenhaltigen Ionenaustauscher behandelt, welcher in der Säureform vorliegt.
  • Nach dein erfindungsgemäßen Verfahren wird demgegenüber durch die Anwendung eines Mischbettes eine wesentlich einfachere betriebliche Arbeitsweise vorgeschlagen, die überraschenderweise einen noch höheren Reinigungseffekt erzielt. Beispiel 300 ccin einer wäßrigen Streptomycinsulfatlösung mit einem Gehalt von 57,6 g Streptomycinbase von der Reinheit 576 y pro mg, die pro mg einen Sulfataschengehalt der Metalle Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium von 10 mg pro ccm hat und die so viel Histamin oder histaminähnliche Verbindungen enthält, daß im Test ein Blutdruckabfall erfolgt, der fünfmal über dem höchstzulässigen liegt, werden durch eine Glassäule vom Durchmesser 1,58 cm und von der Höhe von 76,2 cm gegeben, die eine Mischung von 60 g des Kationenaustauscherharzes Stryrol-Divinylbenzol 90:10 nachsulfiert in der Säureform und 60 g des Anionenaustauscherharzes Styrol-Divinylbenzol-Polyamin in Form der freien Base enthält. Die Durchflußgeschwindigkeit beträgt 8 ccm pro Minute und die Einwirkungszeit des Harzes auf die Streptomycinlösung 7 Minuten. Die Streptomycinlösung wird mit 200 ccm Wasser gespült, und 400 ccm der Ausflußlösung vom pH-Wert 6 werden gesammelt. Die erhaltene Streptomycinlösung erwies sich als frei von Histamin und histaminähnlichen Verbindungen sowie frei von anorganischen Metallionen. Sie hat eine Wirksamkeit von 728 y pro mg. Die Ausbeute an Streptomycinsulfat beträgt 94,9%.

Claims (3)

  1. PATBNTANSPRUCHF: 1. Verfahren zur Reinigung von Streptomycinsalzlösungen, welche neben anorganischen Salzen noch Histamin oder histaminähnliche Verbindungen enthalten, mit einem sulfonsäuregruppenenthaltenden Kationenaustauscherharz von hoher Dichte und einem schwach basischen Anionenaustauscher, dadurch gekennzeichnet, daß man beide Ionenaustauscher gleichzeitig im Mischbett anwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kationenaustauscherharz in Form der freien Säure angewendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kationenaustauscherharz ein nachsulfoniertes Mischpolymerisat aus Styrol und Divinylbenzol mit mindestens 6%, vorzugsweise wenigstens 8%, Divinylbenzol verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 528 022, 2 541420, 2528188. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1019 301.
DESCH20970A 1955-12-28 1956-10-20 Verfahren zur Reinigung von Streptomycin Pending DE1092012B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2528022A (en) * 1945-01-27 1950-10-31 Pfizer & Co C Purification of antibiotics by ion exchange procedures
US2528188A (en) * 1949-04-12 1950-10-31 Pfizer & Co C Two tower process for recovery of streptomycin employing cation-exchange resins
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