DE1090887B - Waehlmatrix zur UEbertragung von elektrischen Wechselspannungssignalen - Google Patents
Waehlmatrix zur UEbertragung von elektrischen WechselspannungssignalenInfo
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Description
Z 5892 IX/42m
ANMELDETAG: 29. NOVEMBER 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LE GE S CHRIFT: 13. OKTO B ER 1960
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUS LE GE S CHRIFT: 13. OKTO B ER 1960
Bei einer Reihe von technischen Einrichtungen besteht die Aufgabe, aus einer Reihe von Anschlußleitungen,
sogenannten Kanälen, einen ader mehrere zur Informationsübertragung auszuwählen. So sind
z. B. bei Magnettrommelspeichern die Speicherplätze auf mehrere Trommelspuren oder Kanäle verteilt,
von denen im allgemeinen durch eine Wähleinrichtung ein oder mehrere Kanäle zur Informationsverarbeitung
herausgegriffen werden. Auch bei Ferritkernmatrizen und anderen Informationen speichernden,
verarbeitenden oder übertragenden Elementen besteht dieses Auswahlproblem. Es ist eine Reihe von technischen
Lösungen hierfür bekannt.
Eine besonders einfache, jedoch langsam arbeitende
Vorrichtung ist die Wahlpyramide, welche sich aus einer pyramidenartigen Anordnung von Umschaltkontakten
aufbaut. An elektronischen Mitteln sind entsprechende logische Verknüpfungen von Dioden,
welche ihrerseits Übertragungsröhren steuern, bereits vorgeschlagen und ausgeführt worden.
Die Erfindung betrifft eine für die vorerwähnten Zwecke besonders geeignete Wahlmatrix zur Übertragung
von elektrischen Wechselspannungssignalen von einem Eingang auf einen aus einer Vielzahl ausgewählten
Ausgang oder umgekehrt. Dabei wird von der bekannten Grundtatsache Gebrauch gemacht, daß
ein Gleichrichter für Wechselstrom leitend ist, wenn in ihm ein Gleichstrom fließt, und daß der Wechselstrom
sperrt, wenn eine Gegenspannung anliegt.
Gemäß der Erfindung sind jedem Kanal, d. h. jedem der möglichen Ausgänge ein Transformator
und ein bzw. zwei Gleichrichter zugeordnet sowie jeder Zeile der Wahlmatrix eine Drossel bzw. ein
Transformator und ein bzw. zwei Gleichrichter zugeordnet. Die Spaltenwählströme werden Punkten
entzogen, die allen Kanal transformatoren einer Spalte gemeinsam sind, und die Zeilenwählströme werden in
die einzelnen Zeilendrosseln bzw. -transformatoren eingespeist.
Bei den bekannten Wählschaltungen, die gesteuerte Gleichrichter verwenden, sind Widerstände vorgesehen,
welche den Wirkungsgrad wesentlich herabsetzen und daher eine Anwendung derartiger Schaltungen
in Schaltmatrizen nur bei sehr geringer Kanalzahl möglich machen, da sonst zu große Verluste
auftreten würden. Demgegenüber werden durch die angegebene Art der Zuführung der Zeilen- und
Spaltenwählstrom mit Hilfe von Gleichrichtern und Drosseln bzw. Transformatoren die Verluste gegenüber
den bekannten Anordnungen wesentlich herabgesetzt.
Im folgenden soll die Erfindung unter Verwendung der Zeichnungen näher erläutert werden. Fig. 1 zeigt
eine erdunsymmetrische Schaltung, bei der die Wählmatrix zur übertragung
von elektrischen Wechselspannungssignalen
Anmelder:
Zuse K.-G.r Bad Hersfeld, Wehneberger Str. 4
Dipl.-Phys. Lorenz Hanewinkel, Bad Hersfeld, ist als Erfinder genannt worden
Kanäle mit 11, 12, 21, 22 ... bezeichnet sind, die wahlweise an den Kanal 00 angeschaltet werden können.
Durch die Schalter S1, S2 · ■ ■ werden über
die Drosseln D1 bzw. D2 . . . die Zeilendrähte Z1,
Z2 ... an die positive Klemme der Batterie U1 und
durch die Schalter S1, S2 ... die Spaltendrähte C1,
C2 ... an die negative Klemme der Batterie U1 angeschaltet.
Dadurch wird der in dem betreffenden Kreuzungspunkt der Matrix liegende Gleichrichter G11,
G12, G21 bzw. G22 ..., der in Reihe mit der Primärwicklung
des betreffenden Ausgangstransformators T11, T12, T21 bzw. T22 . .. liegt, leitend.
Die Zeilendrähte Z1, Z2 ... sind über hochohmige
Widerstände R1, R2 .. . mit der negativen Klemme
einer Batterie verbunden und über Gleichrichter G1,
G2 ... mit der nicht geerdeten Seite des Eingangstransformators T00. Die Spaltendrähte C1, C2 ... sind
über hochohmige Widerstände R1, R2' ... an die
positive Klemme einer Batterie U3 gelegt, deren negative
Klemme mit der positiven Klemme der Batterie U1 verbunden ist. So liegt an allen Gleichrichtern
G11, G12 ... eine Sperrspannung außer an dem
durch die Schließung der betreffenden Schalter ausgewählten Gleichrichtern. Soll z.B. der Kanal 11 ausgewählt
werden, so werden die Schalter S1 und S1
geschlossen. Dann fließt nur über die Gleichrichter G1 und G11 ein Gleichstrom und öffnet für das Wechselstromsignal
den Weg vom Eingang 00 zum Ausgang 11. Natürlich können bei der vorstehend beschriebenen
Funktion Eingang und Ausgang vertauscht werden, d. h. einer aus der Vielzahl der
Kanäle 11, 12, 21, 22 kann Eingang sein, während der Transformator T00 die Ausgangsspannung liefert.
Fig. 2 zeigt eine symmetrische Schaltung gemäß der Erfindung, bei der für jede Zeile zwei erdsymmetrisch
gespeiste Zeilendrähte Z1 und '
Z2 und Z2
009 627/221
vorgesehen sind. Entsprechend ist jeder Ausgang mit einem symmetrischen Äusgangstransformator T11,
T1, .,. versehen, dessen Primärwicklung mit einer
Mittelanzapfung an der betreffenden Spaltenleitung und mit den beiden Enden über je einen Gleichrichter
G11 und G11', G12 und G12' ... an den beiden entsprehd
Zildäh li Al Shl ^ S
11 11 12 12
chenden Zeilendrähten liegt. Als Schalter
S2
g 1 2
bzw. S1, S2 ,.. sind Schaltröhren eingezeichnet.
Wie die Schaltung der Fig. 2 zeigt, benötigt man zur Sperrung keine Gegenspannung, da jeweils beide
Gleichrichter entgegengesetzt gepolt sind und daher je eine Halbwelle der Wechselspannung sperren. Die
Gleichrichter brauchen daher nur geringere Sperrspannung zu halten und arbeiten im hochsperrenden
Bereich, falls es sich um Halbleitergleichrichter handelt. Die Schaltung kann z. B. zur elektronischen
Spurwahl für einen Magnettrommelspeicher dienen. SV bedeutet dabei den in Gegentakt arbeitenden
Schreibverstärker, LV den Leseverstärker. Soll z. B. Kanal 11 gewählt werden, so ist die Röhre S1' zu entsperren;
die übrigen Röhren werden gesperrt. Röhre S1 wirkt dann als Kathodenfolger und lief ert die Anodenspannung
für den Schreibverstärker und den Vorstrom für die Gleichrichter G1 und G1' sowie die
Anodenspannung für Röhre S1 und den Strom für Gleichrichter G11 und G11'.
Diese vollelektrische Kanalwahl bietet den Vorteil gegenüber anderen gleichwertigen Systemen, daß besonders
bei größeren Kanalzahlen weit weniger Röhrensysteme benötigt werden, nämlich nur die
Summe aus der Zeilen- und Spaltenzahl, gegenüber mindestens je einem System pro Kanal bei bekannten
Ausführungen. Falls nicht nur ein Kanal gewählt werden soll, sondern zusammenhängende Kanalgruppen,
so lassen sich diese zusammenfassen, was noch weitere Vereinfachungen bringt.
Claims (3)
1. Wählmatrix zur Übertragung von elektrischen Wechselspannungssignalen von einem
Eingang auf einen aus einer Vielzahl gewählten Ausgang oder umgekehrt, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Kanal ein Transformator und ein bzw. zwei Gleichrichter zugeordnet sind und jeder Zeile
eine Drossel bzw. ein Transformator und ein bzw. zwei Gleichrichter zugeordnet sind, die Spaltenwählströme
Punkten entzogen werden, die allen Kanaltransformatoren einer Spalte gemeinsam
sind und die Zeilenwählströme in die einzelnen Zeilendrosseln bzw. -transformatoren eingespeist
werden.
2. Wählmatrix nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auswahl der Zeilen- oder
Spaltenleitungen elektronische Schalter, beispielsweise Röhren, vorgesehen sind.
3. Wählmatrix nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ihre Verwendung bei Magnettrommelspeichern
in der Weise, daß wahlweise ein allen Spuren gemeinsamer Leseverstärker oder Schreibverstärker
an den durch die Wählmatrix ausgewählten, der betreffenden Spur zugeordneten Kanal angeschaltet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 830 353, 885 721.
Deutsche Patentschriften Nr. 830 353, 885 721.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©, 009 627/221 10.60
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DEZ5892A DE1090887B (de) | 1956-11-29 | 1956-11-29 | Waehlmatrix zur UEbertragung von elektrischen Wechselspannungssignalen |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ5892A DE1090887B (de) | 1956-11-29 | 1956-11-29 | Waehlmatrix zur UEbertragung von elektrischen Wechselspannungssignalen |
Publications (1)
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ID=7619582
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEZ5892A Pending DE1090887B (de) | 1956-11-29 | 1956-11-29 | Waehlmatrix zur UEbertragung von elektrischen Wechselspannungssignalen |
Country Status (3)
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| DE (1) | DE1090887B (de) |
| FR (1) | FR1187327A (de) |
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Also Published As
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| FR1187327A (fr) | 1959-09-09 |
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