DE1090717B - Schaltungsanordnung fuer eine Transistor-Schaltstufe - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer eine Transistor-SchaltstufeInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/22—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil
- H01H47/32—Energising current supplied by semiconductor device
-
- H—ELECTRICITY
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- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/22—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil
- H01H47/34—Energising current supplied by magnetic amplifier
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Description
In der Fernmeldetechnik ist es bekannt, Relais, die irgendwelche Vorgänge auslösen oder Stromkreise
schalten sollen, nicht unmittelbar an die Steuerleitung anzuschalten, sondern die sogenannten Röhrenrelais
einzusetzen, die aus der Kombination einer Elektronenröhre und eines Relais bestehen. In den Anodenkreis
der Röhre ist das Relais eingefügt. Im Ruhezustand ist der Anodenstrom durch eine Gittervorspannung
gesperrt und somit das. Relais nicht erregt. Durch Gitterbeeinflussung, z. B. durch eine transformatorisch
zugeführte Wechselspannung, wird im Anodenkreis ein Strom hervorgerufen, der das Relais
erregt. Über die Kontakte des Relais werden dann die verschiedensten Schaltvorgänge ausgelöst. Auf diese
Weise können mit verhältnismäßig geringen Spannungen bzw. Strömen die Relais geschaltet werden.
So kann beispielsweise die Steuerung des Relais durch eine Fotozelle erfolgen.
An Stelle der Hochvakuumröhren finden auch Gasentladungsröhren in entsprechender Schaltung Verwendung.
Bei diesen Röhren ist der Spannungsabfall in der Röhre im gezündeten Zustand sehr niedrig und
unabhängig von der Stromstärke. Praktisch steht daher die gesamte Anodenspannung für das zu steuernde
Relais zur Verfügung. Es können daher auch ohne weiteres robuste Relais geschaltet werden. Die Gasentladungsröhren
weisen aber eine Eigenart auf, die ihre Verwendung manchmal einschränkt. Nach der
Zündung kann die Röhre nicht mehr von selbst erlöschen, auch wenn die steuernde Gitterspannung abgeschaltet
ist. Die Löschung der Röhre muß daher durch besondere Maßnahmen erreicht werden. Ein
anderer Nachteil der Gasentladungsröhren liegt in den erforderlichen hohen Betriebsspannungen begründet,
die nicht immer zur Verfügung stehen bzw. aus anderen Gründen, wie z. B. aus Gründen der Funkensicherheit
in explosionsgefährdeten Räumen, nicht angewendet werden· können.
Eine Verbesserung brachte die Verwendung von Transistoren an Stelle der Röhren. Bei diesen Schaltelementen
kann mit wesentlich geringeren Spannungen gearbeitet werden. Die Erfindung befaßt sich mit einer
Schaltungsanordnung, die Transistoren enthält und bei der durch Anlegen einer Steuerspannung im Basiskreis
der Transistor vom Sperrzustand in den leitenden Zustand gesteuert wird. Im Kollektorkreis des
Transistors wird dadurch ein Relais geschaltet. Derartige Transistoranordnungen weisen aber noch den
Nachteil auf, daß der Transistor gegenüber Temperaturschwankungen empfindlich ist und daß es aus
diesem Grunde zu Fehlschaltungen· kommen kann. Außerdem sind die bekannten Transistorschaltungen
empfindlich gegenüber Schwankungen der Steuerspannung. Dies fällt besonders dann ins Gewicht, wenn
Schaltungsanordnung
für eine Transistor-Schaltstufe
für eine Transistor-Schaltstufe
Anmelder:
Standard Elektrik Lorenz
Standard Elektrik Lorenz
Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Hans-Ulrich Knauer, Kornwestheim (Würti),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
lange Steuerleitungen mit schwankenden Widerstandswerten an die Transistorschaltung angeschlossen sind,
wie es z. B. in Fernsprechanlagen der Fall sein kann, wenn die Transistorschaltung zur Aufnahme der
Wählimpulse dienen soll. Es kommt hier noch die Forderung hinzu, daß neben der nötigen Steilheit der
Schaltstufe keine Impulsverzerrungen hervorgerufen werden sollen.
Diese Forderungen werden erfindungsgemäß dadurch erfüllt, daß im Ruhezustand an Emitter und
Basis des Transistors über einen Spannungsteiler, der zwischen den Polen einer Spannungsquelle liegt und
von dem ein Glied zwischen Emitter und Kollektor des Transistors angeordnet ist, eine auch bei Temperaturschwankungen
den Transistor mit Sicherheit sperrende Potentialverteilung herrscht und daß in den
vom Spannungsteiler zum Kollektor führenden Abzweig die Arbeitswicklung des zu schaltenden Relais
und in einen weiteren, vom gleichen Punkt zu dem einen Pol der Spannungsquelle führenden Abzweig
eine den Schwellwert für das Ansprechen des Relais bestimmende Gegenswicklung des Relais eingefügt ist,
deren Erregung nach der Aussteuerung des Transistors durch die dabei auftretende Potentialverschiebung
am Spannungsteiler herabgesetzt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Ein Spannungsteiler,
der aus den drei Gliedern Rl1 R2, R3
besteht, wird von der Betriebsspannung UB gespeist.
Das mittlere Glied des Spannungsteilers, d. h. der Widerstand R2, ist zwischen den Emitter und Kollektor
des Transistors T eingefügt. An der Basis des Transistors liegt über den Widerstand R 5 positives
Potential der Betriebsspannung. Das Potential am Emitter, d. h. das zwischen den Widerständen R1 und
R2 liegende Potential, ist wesentlich negativer als
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das Potential an der Basis. Der Transistor ist daher im Ruhezustand gesperrt. Die Werte der Widerstände
und- damit die Spannung zwischen Basis und Emitter sind so gewählt, daß Temperatureinflüsse auf den
Transistor ausgeschaltet sind und der Transistor T auch bei starken Temperaturschwankungen nicht von
selbst in den leitenden Zustand gelangt. Durch diese Anordnung erhält die Transistorschaltung außerdem
eine größere Steilheit, d. h., unterhalb eines bestimmten Wertes der Steuerspannung sperrt der Transistor
noch mit Sicherheit, während er beim Überschreiten dieses Wertes sprungartig seinen Schaltzustand ändert
und leitend wird.
An den zwischen den Widerständen R2 und R3 des
Spannungsteilers liegenden Punkt ist einerseits die Arbeitswicklung I des Relais A angeschlossen. Dieser
Abzweig führt weiter zum Kollektor des Transistors. Andererseits ist an demselben Punkt des Spannungsteilers
auch noch die Wicklung II des Relais A angeschlossen. Die Verbindung führt von hier aus weiter
über den Widerstand i?4 zur positiven Klemme der Betriebsspannungsquelle UB. Diese Wicklung II ist
zur Arbeitswicklung I des Relais gegensinnig gewickelt. Sie ist dauernd erregt, doch reicht im Ruhezustand
diese Erregung nicht aus, um das Relais A zum Ansprechen zu bringen. Besonders vorteilhaft ist
diese Anordnung bei einem polarisierten Relais, z. B. Telegraphenrelais.
Um den Transistor auszusteuern, wird an seine Basis die Steuerspannung Ug durch den Schalter 51
angelegt. Die Steuerleitung kann verhältnismäßig lang und der Schalter S verhältnismäßig weit vom
Transistor T entfernt sein. Als Beispiel seien hier nochmals die bereits erwähnten Fernsprechleitungen
genannt.
Durch Schließen des Schalters 6" tritt an der Basis
des Transistors ein solches negatives Potential auf, daß infolge der jetzt zwischen Basis und Emitter liegenden
Spannung der Transistor in den leitenden Zustand gesteuert wird. Dadurch wird die Emitter-Kol-Iektor-Strecke
niederohmig, und der Widerstand R 2 des Spannungsteilers wird jetzt durch die Emitter-Kollektor-Strecke
und die Arbeitswicklung I des Relais A überbrückt. Der Kollektorstrom durchfließt die
Arbeitswicklung I des Relais A. Die hier hervorgerufene Erregung überwiegt die Grunderregung der
Gegenwicklung II, so daß das Relais A anzieht. Die Gegenwicklung bildet einen Schwellwert für das Ansprechen
des Relais. Das Relais spricht also auf kleine Spannungsstöße, die z. B. durch Störungen in der
Steuerleitung u. dgl. auftreten können, nicht an.
Durch die Aussteuerung des Transistors ist, wie erwähnt, die Wicklung I des Relais ^i dem Spannungsteilerwiderstand
R2 parallel geschaltet worden. Dadurch erfolgt am Spannungsteiler eine Potentialverschiebung.
Diese Potentialverschiebung wirkt sich an dem Anschaltepunkt für die Wicklungen des Relais
A derart aus, daß die Gegenerregung eine Verminderung erfährt. Das Relais zieht deswegen gut
durch und bleibt in der Folgezeit auch bei großen Schwankungen der S teuer spannung Ug mit Sicherheit
gehalten. Zwischen Basis und Kollektor des Transistors ist ein Kondensator C eingefügt, der gegebenenfalls
regelbar sein kann. Er dient gleichzeitig als Ladekondensator für die Steuerspannung C/s und bewirkt
zwar eine geringe zeitliche Verschiebung des aufgenommenen Impulses, jedoch wird durch ihn
keine Verzerrung hervorgerufen. Es sind somit durch die Schaltung die beiden eingangs aufgestellten Forderungen,
nämlich Temperaturunabhängigkeit und Unempfindlichkeit gegen Schwankungen der Steuerspannung,
erfüllt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Schaltungsanordnung für eine Transistor-Schaltstufe, bei der durch Anlegen einer Steuerspannung im Basiskreis der Transistor vom Sperrzustand in den leitenden Zustand gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Ruhezustand an Emitter und Basis des Transistors (T) über einen Spannungsteiler (Rl, R2, R3), der zwischen den Polen einer Spannungsquelle (UB) liegt und von dem ein Glied (i?2) zwischen Emitter und Kollektor des Transistors angeordnet ist, eine auch bei Temperaturschwankungen den Transistor mit Sicherheit sperrende Potentialverteilung herrscht und daß in den vom Spannungsteiler zum Kollektor führenden Abzweig die Arbeitswicklung (I) des zu schaltenden Relais (A) und in einen weiteren, vom gleichen Punkt zu dem einen Pol der Spannungsquelle (UB) führenden Abzweig eine den Schwell wert für das Ansprechen des Relais bestimmende Gegenwicklung (II) des Relais eingefügt ist, deren Erregung nach der Aussteuerung des Transistors durch die dabei auftretende Potentialverschiebung am Spannungsteiler herabgesetzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 009 627/288 10.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST14520A DE1090717B (de) | 1958-12-04 | 1958-12-04 | Schaltungsanordnung fuer eine Transistor-Schaltstufe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST14520A DE1090717B (de) | 1958-12-04 | 1958-12-04 | Schaltungsanordnung fuer eine Transistor-Schaltstufe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1090717B true DE1090717B (de) | 1960-10-13 |
Family
ID=7456386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST14520A Pending DE1090717B (de) | 1958-12-04 | 1958-12-04 | Schaltungsanordnung fuer eine Transistor-Schaltstufe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1090717B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163904B (de) * | 1961-04-11 | 1964-02-27 | Licentia Gmbh | Schaltungsanordnung zur Beseitigung des Temperatureinflusses auf den Sperrzustand eines Transistors |
| US3256446A (en) * | 1960-11-23 | 1966-06-14 | Ferguson Radio Corp | Linearly-varying output voltage generation utilizing a transistorized, modified, miller integrator |
-
1958
- 1958-12-04 DE DEST14520A patent/DE1090717B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3256446A (en) * | 1960-11-23 | 1966-06-14 | Ferguson Radio Corp | Linearly-varying output voltage generation utilizing a transistorized, modified, miller integrator |
| DE1163904B (de) * | 1961-04-11 | 1964-02-27 | Licentia Gmbh | Schaltungsanordnung zur Beseitigung des Temperatureinflusses auf den Sperrzustand eines Transistors |
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