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DE1090382B - Baktericides Mittel - Google Patents

Baktericides Mittel

Info

Publication number
DE1090382B
DE1090382B DEM38781A DEM0038781A DE1090382B DE 1090382 B DE1090382 B DE 1090382B DE M38781 A DEM38781 A DE M38781A DE M0038781 A DEM0038781 A DE M0038781A DE 1090382 B DE1090382 B DE 1090382B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
diphenylamine
hydroxy
bactericidal
bactericidal agent
bacteria
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM38781A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Jacobi
Dr Dietrich Erdmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck KGaA
Original Assignee
E Merck AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E Merck AG filed Critical E Merck AG
Priority to DEM38781A priority Critical patent/DE1090382B/de
Priority to GB2316959A priority patent/GB901419A/en
Publication of DE1090382B publication Critical patent/DE1090382B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N33/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic nitrogen compounds
    • A01N33/02Amines; Quaternary ammonium compounds
    • A01N33/08Amines; Quaternary ammonium compounds containing oxygen or sulfur
    • A01N33/10Amines; Quaternary ammonium compounds containing oxygen or sulfur having at least one oxygen or sulfur atom directly attached to an aromatic ring system
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein baktericides Mittel zu entwickeln, welches bei breitem antibakteriellem, Wirkungsspektrum gute keimabtötende Eigenschaften aufweist. Es wurde gefunden, daß p-Hydroxy-diphenylamin diese Eigenschaften besitzt. Diese Tatsache war überraschend, da die meisten phenoh'schen Verbindungen, die heute als Desinfektionsmittel benutzt werden, diese Eigenschaften nur in geringem Umfang zeigen, insbesondere tritt bei diesen Verbindungen eine starke Reduzierung der keimabtötenden Wirkung im eiweißhaltigen Milieu ein.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein baktericides Mittel mit einem Gehalt an p-Hydroxydiphenylamin der Formel
HO-
-NH-
neben üblichen Träger- und Füllstoffen.
p-Hydroxy-diphenylamin kann auch in Kombination mit anderen bekannten baktericiden Mitteln angewendet werden, z. B. in Mischung mit 2,2'-Methylen-bis-3,4,6-trichlorphenol, Kresolen, Xylenolen, Estern der p-Hydroxybenzoesäure oder Invertseifen.
p-Hydroxy-diphenylamin kann z. B. hergestellt werden durch Kondensation von Hydrochinon mit Anilin, gegebenenfalls in Anwesenheit von Calciumchlorid, sowie bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck (Journal of the Chemical Society, London, 1927, S. 2856;· Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 16 [1883], S. 2786; Bd. 17 [1884], S. 2431).
Die Verbindung läßt sich zu allen für baktericide Mittel üblichen Anwendungsformen verarbeiten. Man kann sie z. B. verwenden in alkoholischer Lösung, als Streupulver in Verbindung mit inerten Füllstoffen oder als Pastille, z. B. mit Stärkemehl verpreßt, als Emulsion mit einem der üblichen Netzmittel oder als Lösung, die aus den üblichen Aerosol-Sprühdosen versprüht werden kann.
p-Hydroxy-diphenylamin zeigt gegenüber Bakterien einen etwa zehnmal größeren Abtötungseffekt in 10°/0iger Serumlösung als die bekannten chlorkresol- und/oder chlorxylenolhaltigen Desinfektionsmittel. Selbst die bei starken Verdünnungen noch auftretende baktericide Wirkung des 2,2'-Methylen-bis-3,4,6-trichlorphenols gegen pyogene Kokken wird vom p-Hydroxy-diphenylamin erreicht und zum Teil sogar noch übertroffen. Bei der Prüfung der desinfizierenden Wirkung (Abtötung von an glatten bzw. rauhen Oberflächen angetrockneten Keimen) zeigte sich, daß durch 1- bis 0,50/0ige Lösungen nicht nur vegetative Keimformen, sondern auch resistente Sporenformen von Bazillen und Chlostridien nach relativ kurzer Einwirkungszeit sicher abgetötet werden.
Durch den bei Desinfektionsmittehi üblichen Zusatz von Netzmitteln kann die Wirkung verstärkt werden.
Anmelder:
E. Merck Aktiengesellschaft,
Darmstadt, Frankfurter Str. 250
Dr. Ernst Jacobi und Dr. Dietrich Erdmann, Darmstadt, sind als Erfinder genannt worden
2
Der in den üblichen Anwendungskonzentrationen geringe Eigengeruch und -geschmack des p-Hydroxydiphenylamins sowie die Tatsache, daß sich die Substanz
ao in wasserfreiem Milieu nur gering verfärbt, erlaubt ihre Verwendung als Desinfektionsmittel sowohl im schwach alkalischen als auch im schwach sauren Bereich.
Im »erschwerten« Suspensionsversuch (Zusatz von 10 °/0 Serum) bei einer Temperatur von 25° C werden bei einer Konzentration von 1:2 000 durch das p-Hydroxy-diphenylamin CoIi- und Pyocyaneusbakterien nach spätestens 30minutiger Einwirkungszeit abgetötet. Zur Erreichung des gleichen baktericiden Effektes muß Phenol, Chlorkresol oder Chlorxylenol in einer Konzentration von 1: 200 angewendet werden.
In Verdünnung von 1:10 000 wirkt p-Hydroxy-diphenylamin unter gleichen Versuchsbedingungen gegenüber CoIi- und Pyocyaneusbakterien sowie pyogenen Staphylokokken wesentlich stärker als Phenol oder Chlorkresol oder Chlorxylenol bei einer Konzentration von 1:1 000 wirken.
Dem p-Hydroxy-diphenylamin konstitutionell nahestehende Verbindungen sind in der deutschen Patentschrift 554 817 beschrieben. Die dort genannten Verbindüngen sind, soweit sie hergestellt werden konnten, weniger stark bakterizid wirksam als p-Hydroxy-diphenylamin. So tötet p-Hydroxy-diphenylamin CoH- und Pyocyaneusbakterien sowie Staphylokokken und Streptokokken, in einer Konzentration von 1:1000 angewendet, innerhalb von 10 Minuten ab. Bis-(4-hydroxyphenyl)-amin (vgl. deutsche Patentschrift 554 817) benötigt dagegen, wenn es in derselben Konzentration angewendet wird, zur Abtötung von CoIi- und Pyocyaneusbakterien sowie von Staphylokokken 2 Stunden und von Streptokokken 6 Stunden. Bis-(3-hydroxyphenyl)-amin (vgl. deutsche Patentschrift 554 817) benötigt, ebenfalls in einer Konzentration von 1 :1000 angewendet, zum Abtöten von Colibakterien 4 Stunden, von Pyocyaneusbakterien und Staphylokokken 6 Stunden und von
009 610/339
Streptokokken 24 Stunden. Diese Vergleichsversuche wurden bei einer Temperatur von 22° C durchgeführt.
In der USA.-Patentschrift 2220981 wird unter anderem p-Hydroxy-diphenylamin-borat als fungizid wirksame Verbindung bezeichnet. Dieser Patentschrift ist indessen nicht zu entnehmen, daß das freie p-Hydroxy-diphenylamin eine stark bakterizid wirkende Verbindung ist.
Mit der Erfindung wird dementsprechend ein neues baktericides Mittel offenbart, das in seiner Wirkungsbreite und seiner Wirkungsintensität den besten bisher bekannten baktericiden Mitteln überlegen ist und das sich nach einfachen Methoden herstellen läßt.
Beispiele
1. Bakterieide Lösung.
Eine Mischung von
25 Teilen p-Hydroxy-diphenylamin,
10 Teilen Butylacetat,
10 Teilen Dimethylformamid,
10 Teilen Äthylenglykolmonoäthyläther,
35 Teilen Xylol,
5 Teilen Wasser,
5 Teilen Diäthanolaminaralkylsulfonat
wird in 10- bis 30%iger wäßriger Lösung als Desinfektionsmittel angewendet.
2. Baktericider Puder.
50 kg Talkum werden mit
1,5 kg p-Hydroxy-diphenylamin mit Hilfe von Aceton imprägniert und mit
1,5 kg Zinkstearat und
47 kg Talkum vermischt.
Das Präparat, das auch noch parfümiert und mit hautpflegenden Zusätzen versehen werden kann, ist als baktericider Puder anwendbar.
3. Bakterieide Tablette.
0,5 kg p-Hydroxy-diphenylamin,
0,5 kg Polyvinylpyrrolidon,
1,0 kg Ascorbinsäure,
2,0 kg Sorbit,
2,0 kg Eukalyptusöl,
2,0 kg Ammoniumchlorid,
25,0 kg Harnstoff,
47,0 kg Lactose
werden mit Äthanol granuliert und in noch schwach
äthanolfeuchtem Zustand zu Tabletten verpreßt, die sowohl zum Lutschen als auch zum Gurgeln verwendbar sind.
4. Bakterieide Sprühlösung.
2 g p-Hydroxy-diphenylamin,
1 g Conifernenöl,
2 g Polypropylenglykol,
80 g Isopropanol,
80 g Methylenchlorid,
80 g Dichlordifluormethan,
20 g Trichlorfluormethan
werden in eine Aerosoldose gefüllt und ergeben einen baktericiden Spray.
5. Bakterieide Tablette.
0,25 kg p-Hydroxy-diphenylamin,
0,25 kg Bis-(4-hydroxyphenyl)-amin,
1,0 kg Ascorbinsäure,
2,0 kg Sorbit,
2,0 kg Eukalyptusöl,
2,0 kg Ammoniumchlorid,
25,0 kg Harnstoff und
47,0 kg Lactose
werden mit Äthanol granuliert und in noch schwach ■ äthanolfeuchtem Zustand zu Tabletten verpreßt, die sowohl zum Lutschen als auch zum Gurgeln verwendet werden können.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Baktericides Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an p-Hydroxy-diphenylamin der Formel
HO-
-NH-
neben üblichen Füll- und Trägerstoffen.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es außer p-Hydroxy-diphenylamin noch ein oder mehrere bekannte baktericide Mittel, wie Phenole, Chlorphenole, Benzoesäureester oder auch Invertseifen, enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 554 817;
USA.-Patentschrift Nr, 2 220 981.
© 009 610/339 9.60
DEM38781A 1958-08-30 1958-08-30 Baktericides Mittel Pending DE1090382B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM38781A DE1090382B (de) 1958-08-30 1958-08-30 Baktericides Mittel
GB2316959A GB901419A (en) 1958-08-30 1959-07-06 Bactericidal agent

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM38781A DE1090382B (de) 1958-08-30 1958-08-30 Baktericides Mittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1090382B true DE1090382B (de) 1960-10-06

Family

ID=7303200

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM38781A Pending DE1090382B (de) 1958-08-30 1958-08-30 Baktericides Mittel

Country Status (2)

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DE (1) DE1090382B (de)
GB (1) GB901419A (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE554817C (de) * 1930-05-10 1932-07-14 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Desinfektion und Konservierung
US2220981A (en) * 1938-10-14 1940-11-12 Us Rubber Co Fungicide

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE554817C (de) * 1930-05-10 1932-07-14 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Desinfektion und Konservierung
US2220981A (en) * 1938-10-14 1940-11-12 Us Rubber Co Fungicide

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Publication number Publication date
GB901419A (en) 1962-07-18

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