DE1089678B - Form zur Herstellung von Pflastersteinen aus Beton - Google Patents
Form zur Herstellung von Pflastersteinen aus BetonInfo
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Description
- Form zur Herstellung von Pflastersteinen aus Beton Die Erfindung bezieht sich auf eine Form zum Herstellen von Pflastersteinen aus Beton, welche wenigstens eine Oberfläche mit hoher Reibungsziffer besitzen.
- Es ist bekannt, daß die Seiten des Formlings, die sich in dieser Art längs der Wandungen der Form bewegen, im allgemeinen nicht ohne Fehler sind. Sehr häufig zeigen sie Unregelmäßigkeiten, sei es in der Forrii von Löchern oder von Streifen, die während des Ausstoßens entstanden. Es ist ein Nachteil, daß während der Vibration des Zementmörtels die Saugwirkung, die die Wandung der Form auf die betreffende Oberfläche ausübt, Zement aus den Poren herauszieht, so daß an der betreffenden Wandung der Körper einen sogenannten »Zementüberzug« oder eine »Zementhaut« bekommt: Dies kann beim Schwinden leicht zu Rissen führen, wodurch die Wasserundurchlässigkeit der Wandung reduziert .wird. Diese Risse können ebenfalls als Ausgangspunkt für Bruchstellen wirken, so daß Biege- und Zugfestigkeit verschlechtert werden.
- Ein weiterer Nachteil der Zementhaut besteht darin, daß der Körper dadurch nicht rutschfest wird, was unerwünscht ist, und zwar insbesondere für Pflastersteine, die natürlich möglichst wenig rutschig sein sollen: Bei einer bekannten Vorrichtung ist die Wandung der Form angerauht. Hierbei wird ein Kompressionseffekt auf den Körper ausgeübt. Die obenerwähnten Nachteile bezüglich der Struktur der Wandung der Form bestehen in erhöhtem Mäße. Darüber hinaus werden sich die Löcher, welche durch die Rauheit in der Wandung der Form bedingt sind, bald mit abgesetztem Zementmörtel füllen, worauf dann eine normale glatte Wandung, wie oben gesagt, übrig bleibt.
- Es ist auch bekannt, bei Betonrohren die innere Oberfläche des Betons durch einen harten Körper, wie einen Stahlring, zu glätten. Auch hier tritt eine Kompressionswirkung auf, die sich in einer Vergrößerung des Innendurchmessers der Betonrohre auswirkt.
- Weiterhin ist es bekannt, bei der Herstellung von Betonplatten diese durch eine Platte zu glätten, die durch Eigengewicht oder Federkraft auf dem Beton ruht. Es folgt auch hier keine Erhöhung der Reibungsziffer, da keine Zerstörung der sich etwa durch Rütteln bildenden Zementhaut stattfindet.
- Gemäß der Erfindung hat bei einer Form zur Herstellung von Pflastersteinen aus -Beton, welche eine Oberfläche mit hoher Reibungsziffer aufweisen, mindestens eine der in Ausstoßrichtung verlaufenden Wandungen der Form ein elastisch nachgebendes Glied, das aus der Ebene dieser Wandung nach dem Innern der Form hin hervorsteht und eine solche Ausbildung aufweist, daß es eine ebnende, jedoch die Bildung einer Zementhaut zerstörende Wirkung auf den Beton ausübt.
- Gemäß der Erfindung ist ferner diejenige Wandung der Form zur Durchführung des Verfahrens, längs der der Körper während des Ausstoßens aus der Form gleitet, mit einem elastisch nachgebenden Glied versehen, welches etwas aus der Oberfläche der Wandung Hervorragt, und das eine.solche Gestalt hat, daß es glättende oder ebnende Wirkung auf den Beton ausübt, der entlang dieser Wandung während des Ausstoßens aus der Form gleitet.
- Das hervorstehende Glied ist vorteilhafterweise aus Gummi oder einem ähnlichen elastischen Material hergestellt.
- Es wurde gefunden, daß die Wandungen von Betonkörpern, die auf diese Weise während des Ausstoßens geglättet oder geebnet wurden, sich erheblich von den Wandungen unterscheiden, welche Körper aufweisen, die nicht auf diese Weise behandelt wurden. In erster Linie - sind die Wandungen bei Körpern nach der Erfindung vollkommen homogen und dicht. Ihre Struktur ist also dichter bzw. porenfreier; sie sind daher auch wasserdichter und mithin widerstandsfähiger gegenüber Frost. Vom ästhetischen Standpunkt aus sind solche Wände den Wänden von Gußkörpern überlegen, die nicht geglättet und geebnet sind. Als wichtiger Vorteil der nach der Erfindung hergestellten Wände ist vor allem auch ihre hohe Rutschfestigkeit zu nennen.
- Wenn ein Pflasterstein nach der Erfindung hergestellt werden soll, so muß dafür gesorgt werden, daß diejenige Oberfläche des Formlings, die dazu bestimmt ist, die obere Fläche des Pflastersteins zu bilden, gegen die Wandung der Form liegt, welche mit dem Glättungs- oder Ebnungselement versehen ist, d. h. mit einem Gummi- oder dergleichen Streifen, In den Fig. 1 bis 3 ist ein Beispiel der Erfindung dargestellt.
- Fig. 1 zeigt schematisch das Prinzip der Erfindung; Fig.2 stellt die Herstellung eines Beton-Pflastersteins nach der Erfindung dar.
- Fi.g. 3 ist die perspektivische Ansicht eines gegossenen Pflastersteins.
- In der Fig. 1 bezeichnet 1 eine Seitenwand der Form 10 für einen Betonkörper. Der Beton ist mit 2 bezeichnet. Der Körper wird aus der Form in Richtung des Pfeiles 3 ausgestoßen. Die Wandung l trägt ein Glättungs- oder Ausgleichselement 4, das elastisch und schmiegsam durch eine Feder 5 gehalten wird, die sich gegen ein festes Widerlager 6 legt. Wenn der Formling aus der Form entsprechend dem Pfeil 3 ausgestoßen wird, so ebnet das Element 4 die Seitenwände des Betons, der gegen die Wandung 1 anliegt, und zwar von dem Punkt aus, wo das Element 4 in Kontakt mit dem Beton 2 ist, so lange wie das Ausstoßen noch nicht begonnen hat, Das Profil der Oberfläche des Elementes 4, die in Kontakt mit dem Beton 2 ist, kann nach verschiedenen Erwägungen gewählt werden. Das in der Zeichnung dargestellte Profil ist leicht gerundet. Das Profil kann auch mehr oder weniger keilförmig sein, wie dies durch die gestrichelte Linie 7 angedeutet ist. In der Richtung, die senkrecht zur Zeichenebene liegt, kann das Element auch ein Profil haben, durch das es möglich ist, Streifenwirkungen auf der Wandung des Formlings zu erhalten. Das Element 4 kann auch aus Gummi oder einem ähnlichen Material hergestellt werden. In diesem Falle kann die Feder 5 in Wegfall kommen.
- Die Fig.2 zeigt einen Formling in Gestalt eines rechteckigen Blockes für einen Pflasterstein entsprechend Fig. 3. Die Form 10 ist eine rechteckige Box. Gewöhnlich ist eine Anzahl solcher Boxen zu einer Honigwabeneinheit vereinigt. Die Boxen 10 werden dann auf einer Grundplatte 11 aufgebaut und mit Zementmörtel 12 gefüllt. Diese Zementfüllung wird durch Vibration verdichtet. Der Formling wird fertiggestellt mit Hilfe eines Stempels 13, der die Masse auf die richtige Größe und im gewünschten Maß zusammendrückt. Die Grundplatte 11 wird darauf von den Formen 10 abgehoben, worauf der Stempel 1$ die Formlinge abwärts aus der Form 10 herausdrückt.
- Die unteren Kanten der Form 10 sind mit leicht keilförmigen Gummistreifen 14 ausgestattet. Wenn der Formling aus der Form herausgedrückt wird, ebnen die Gummistreifen 14 die Seiten des Formlings in elastischer Weise. Hierdurch wird die Güte der Betonoberflächen beträchtlich verbessert. Insbesondere werden sie nichtrutschend. Da dies insbesondere für die obere Oberfläche von Pflasterelementen (Beton-Pflastersteinen) erwünscht ist, ruhen die gewünschten Pflasteroberflächen des Elementes während des Herstellungsprozesses gegen eine Seitenwandung oder eine Trennwand der Form. Zu diesem Zweck kann das Pflasterelement, wie dargestellt, in aufrechter Stellung geformt werden, da diese obere Oberfläche dann eine Seitenebene in der Form ist. Es würde natürlich auch ausreichend sein, wenn diese obere Oberfläche eben gemacht würde. In diesem Falle würde einer der Streifen 14 genügen.
- Für Pflasterelemente ist eine konische Kante 15 (Fig.3) erwünscht. Diese kann automatisch an der unteren Seite des Blockes in Fig. 2 geformt werden, indem man dem Gummistreifen 14 einen speziell gewählten keilförmigen Querschnitt gibt. An der oberen Seite kann die Formung durch den Stempel 13 erfolgen. Der Stempel 13 trägt dann vorstehende Kanten 16. Wenn diese Kanten entlang der Längsstreifen des Blockes geformt werden sollen, so müssen sie in der Form vorgesehen sein, was natürlich ebenfalls in Form der Streifen 14 erfolgen kann.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Form zur Herstellung von Pflastersteinen aus Beton, welche wenigstens eine Oberfläche mit hoher Reibungsziffer aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der in Anstoßrichtung verlaufenden Wandungen (z. B. 1) der Form ein elastisch nachgebendes Glied (4) hat, das aus der Ebene diesen' Wandung nach dem Innern der Form hin hervorsteht und eine solche Ausbildung aufweist, daß es eine ebnende, jedoch die Bildung einer Zementhaut zerstörende Wirkung auf den Beton (2) ausübt.
- 2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Glied (4) aus Gummi oder einem ähnlichen elastischen Werkstoff hergestellt ist.
- 3. Form nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Glied (4) ein nicht geradliniges Profil hat in der Richtung, die senkrecht liegt zu der Bewegungsrichtung des an ihm vorbeigleitenden Betons.
- 4. Form nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Glied (14) längs der Kante der Form (10) sitzt, an der der Beton während des Ausstoßes aus der Form (10) diese zuerst verläßt.
- 5. Form nach den Ansprüchen 1 und/oder folgenden, bestehend aus einer Anzahl fest miteinander verbundener Seitenwandungen, die als Seitenflächen eines Parallelepipedons angeordnet sind und die an einem Ende lose oder abnehmbar gegen ein Abdeckungsglied (z. B. Grundplatte) liegen und am anderen Ende mit einer Betonnachfülleinrichtung und einem Stempel innerhalb der Seitenwandungen arbeiten, der dazu dient, den Körper zusammenzupressen und ihn aus der Form auszustoßen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten der Seitenwandungen an den Enden, an denen sie das Deckglied (11) berühren, ganz oder teilweise mit einem etwas hervorstehenden Streifen (14) aus Gummi oder einem ähnlichen elastischen Material versehen sind.
- 6. Form nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Streifens (14) keilförmig ist und eine keilförmige Kante an der Seite der Form (10) bildet, auf der der Körper (12) diese zuerst verläßt. In Betracht gezogene Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 163 689; französische Patentschrift l@r. 1149 787.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB49521A DE1089678B (de) | 1958-07-05 | 1958-07-05 | Form zur Herstellung von Pflastersteinen aus Beton |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE1089678B true DE1089678B (de) | 1960-09-22 |
Family
ID=6968901
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|---|---|
| DE (1) | DE1089678B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29611484U1 (de) * | 1996-07-02 | 1996-09-05 | Rampf Formen Gmbh, 89604 Allmendingen | Formkasten mit mehreren Formkammern zur maschinellen Herstellung von Betonformkörpern |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT163689B (de) * | 1947-02-12 | 1949-07-25 | Rudolf Partsch | Vorrichtung zur Herstellung dünnwandiger Platten od. dgl. aus erhärtendem Formgut |
| FR1149787A (fr) * | 1956-05-10 | 1957-12-31 | Perfectionnements apportés aux procédés et dispositifs pour la fabrication de tubes à profil de passage déterminé en béton ou matériau analogue et tubes fabriqués par application de ces procédés et dispositifs perfectionnés |
-
1958
- 1958-07-05 DE DEB49521A patent/DE1089678B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT163689B (de) * | 1947-02-12 | 1949-07-25 | Rudolf Partsch | Vorrichtung zur Herstellung dünnwandiger Platten od. dgl. aus erhärtendem Formgut |
| FR1149787A (fr) * | 1956-05-10 | 1957-12-31 | Perfectionnements apportés aux procédés et dispositifs pour la fabrication de tubes à profil de passage déterminé en béton ou matériau analogue et tubes fabriqués par application de ces procédés et dispositifs perfectionnés |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29611484U1 (de) * | 1996-07-02 | 1996-09-05 | Rampf Formen Gmbh, 89604 Allmendingen | Formkasten mit mehreren Formkammern zur maschinellen Herstellung von Betonformkörpern |
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