DE1089272B - Automatische Steuervorrichtung zur Verminderung langperiodischer Schwingungen waehrend des Fluges - Google Patents
Automatische Steuervorrichtung zur Verminderung langperiodischer Schwingungen waehrend des FlugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine automatische Steuerung für Luftfahrzeuge und ist insbesondere darauf gerichtet,
während des Fluges mit automatischer Kurssteuerung langsam verlaufende Schwingungen des Flugzeuges
zu vermindern. '
Die verschiedensten Ursachen, beispielsweise Böen, können kurzzeitige oder vorübergehende Störungen
der Flugzeuglage gegenüber den Flugzeugachsen hervorrufen. Trotz der Verbesserungen dieser Störungen
durch die automatische Steueranlage kann das Flugzeug langsame Schwingungen um eine oder mehrere
seiner Achsen ausführen. Zu den Ursachen für diese langsamen Schwingungen um die Querachse gehören
das Aufrichten des Vertikalkreisels und die Reibung, das Spiel und die Nachgiebigkeit der Höhenrudergestänge.
Da die Drehachse des Kreisels stets bestrebt ist, unabhängig von den Bewegungen des Flugzeuges die
aufrechte Lage im Raum beizubehalten, ist die Aufrichtung des Vertikalkreisels um eine Bezugsrichtung
im Raum festzulegen·. Da diese Bezugsrichtung zur Schaffung von Bezugs werten für die Bewegungen um
die Längs- und Querachse des Flugzeuges in bezug auf die Erdoberfläche eingestellt werden muß, ist es
erforderlich, die Drehachse des Kreisels stets zur Erdoberfläche in eine vertikale Lage zu zwingen. Aus diesem
Grunde ist der Kreisel mit einer Aufrichtungsvorrichtung versehen, die auf den Vertikalkreisel gewöhnlich
ein Drehmoment ausübt, welches die Drehachse des Kreisels auf die vertikale Kraftachse ausrichtet.
Da die vertikale Kraftachse mit der Richtung übereinstimmt, in die sich ein Pendel einstellt, fallen die
vorgenannte Vertikalrichtung und die der Schwerkraft entsprechende Senkrechte zusammen, wenn die Längsbeschleunigung
gleich Null ist. Die Längsbeschleunigung eines um die Quer- oder Kippachse sich bewegenden
Flugzeuges ist jedoch nicht gleich Null, sondern folgt im allgemeinen einer Sinuskurve. Beispielsweise
vermindert sich in der steilsten steigenden Fluglage die Geschwindigkeit des Flugzeuges sehr
schnell, so daß die Vorwärtsbeschleunigung den größten negativen Wert erreicht. Infolge dieses Beschleunigungszustandes
bewirkt das Aufrichtungssystem letztlich, daß die Größe des Fluglagefehlersignals sich
um einen bestimmten, wirklich vorhandenen langandauernden Fluglagefehler vermindert. Die Dehnung
der Steuerseile, die Reibung und das Spiel des Verbindungsgestänges zwischen Höhenruder und Steuergerät
und die Verminderung der eingeleiteten Steuerbewegungen durch die aerodynamischen Lastmomente
an den Höhenruderflächen haben eine ähnliche Wirkung, so daß die winkelmäßige Ablenkung der Steuerfläche
je Einheit des Fluglagefehlers vermindert wird.
Automatische Steuervorrichtung
zur Verminderung langperiodischer
Schwingungen während des Fluges
zur Verminderung langperiodischer
Schwingungen während des Fluges
Anmelder:
Bendix Aviation Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dx.-Ing. H. Negendank, Patentanwalt,
Hamburg 36, Neuer Wall 41
Hamburg 36, Neuer Wall 41
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 13. Mai 1955
V. St. v. Amerika vom 13. Mai 1955
Marvin Masel, Hackensack, N. J.,
und Christopher Alois Rafferty, Brooklyn, N. J.
und Christopher Alois Rafferty, Brooklyn, N. J.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Da Bewegungen um die Quer- oder Kippachse von langperiodischen Schwingungen des Flugzeuges hervorgerufen
werden, ist es erwünscht, den Verstärkungsfaktor der Steueranlage mit einer großen Zeitkonstante
zu versehen. Unter dem Verstärkungsfaktor der Steueranlage wird das Verhältnis von Verdrehung
der Steuerfläche zur Verdrehung des Flugzeuges um eine seiner Achsen verstanden. Wrenn man den Verstärkungsfaktor
der Steueranlage unabhängig von der Schwingungsfrequenz erhöht, kann es jedoch zu kurzperiodischen Schwingungen des Flugzeuges kommen.
Gemäß der Erfindung arbeitet der Verstärkungsfaktor der Steueranlage lediglich mit großer Zeitkonstante.
Wenn beispielsweise ein konstantes Längslageabweichungssignal für einen Abweichungswinkel des
Flugzeuges von der Bezugslage von 1° in die Steueranlage eingespeist werden soll, so könnte die Ruderfläche
augenblicklich um 1° gedreht werden. Die Drehung der Ruderfläche wird dann stetig vergrößert, so
daß nach einer Periode von 20 Sekunden eine Flächenverdrehung von 5° erzielt ist. Um Querachsenschwan1-kungen
oder langsame Schwingungen des Flugzeuges bei einem Flug auf konstanter Höhe zu unterdrücken,
sollte das Verhältnis (z. B. die Summe von Längslagefehlersignal, Höhenfehlersignal und Integral des
Höhenfehlersignals) zwischen der Drehung derSteuer-
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flächen und der gegebenen Steuerspannung bei einer langen Zeitkonstante größer sein als bei einer kleinen
Zeitkonstante.
Es ist speziell bei automatischen Flugzeugsteuerungen bekannt, elektromechanische oder dergleichen
Schaltungen zu verwenden, um Zeitintegral- oder Zeitdifferentialsignale des Eingangssignals zu erzeugen.
Die vorstehend erläuterte »Verzögerungs«-Schaltung, von der eine spezielle; Konstruktion in der Beschreibung
erläutert wird, gehört aber nicht zu den beiden vorerwähnten Schaltungen. Das hier erzeugte Signal
unterscheidet sich, und zwar insbesondere von einem Zeitintegralsignal dadurch, daß das letztere mit der
Zeit auf einen unendlichen Wert anwächst, wenn das Eingangssignal bleibt, während das Verzögerungssignal
der vorliegenden Erfindung einem endlichen, dem Eingangssignal proportionalen Endwert zustrebt,
wenn das Eingangssignal bestehenbleibt. Von einem Differential- oder Geschwindigkeitssignal unterscheidet
sich das erfindungsgemäße Signal noch stärker; denn beispielsweise erzeugt die plötzliche Zufuhr eines
Eingangssignals in eine Differentialschaltung eine steile Spitze, während bei der Verzögerungsschaltung
der Erfindung ein linear ansteigendes Signal entsteht. Weder mit einem Integral- noch mit einem Differentialsignal
kann das Pendeln eines Flugzeuges gegenüber seiner Steuerachse ausgeschaltet werden, was
jedoch mit dem erfindungsgemäßen VerzögerungssignaLmöglich ist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsbeispiele einer Verzögerungsschaltung mit jeweils einem Kanal einer
automatischen Flugzeugsteuerung.
Eine automatische Steuereinrichtung besteht im allgemeinen aus drei Steuerkanälen für Bewegungen um
die Quer-, Längs- und Vertikalachse. Zur Vereinfachung jedoch ist in der Fig. 1 allein der Ouerabweichungskanal
der automatischen Steuereinrichtung dargestellt. Die gleiche Anordnung kann in entsprechender
Weise für die anderen Kanäle vorgesehen werden.
Die Bezugsfluglage des Flugzeuges wird von einem üblichen Lotkreisel 10 abgeleitet, der mit einem nicht
dargestellten Aufrichtungssystem versehen ist. In bekannter Weise betätigt der Kreisel 10 den Rotor 12
eines Drehtransformators 13, um in dessen Stator 14 ein Signal zu erzeugen, dessen Größe und Phasenlage
der Größe und Richtung der Längsverschiebung des Flugzeuges von. einer Bezugslängslage entspricht. Dieses
Signal wird mit Hilfe eines Potentiometers 15 und einer seriengeschalteten Signalkette einem mit Trennschärferegler
versehenen Verstärker 16 zugeführt, dessen Gesamtausgang einen Induktionsmotor 18 im
einen oder anderen Drehsinn bewegt und über ein Getriebe 118 und Gestänge 120 die Höhenruderfläche 20
und damit die Fluglageabweichung in Längsrichtung korrigiert.
Weiterhin verstellt der Motor 18 über das Getriebe 118' den Rotor 22 eines Drehtransformators 23 in
bezug zu dessen Stator 24, so daß im letzteren ein Signal erzeugt wird, dessen Größe und Phasenlage der
Größe und Richtung der Verschiebung der Höhenruderfläche aus der Normalstellung entspricht. Ein auf
die Verstellgeschwindigkeit ansprechender Generator 25 verhindert, daß der Motor durch die kinetische
Energie der sich bewegenden Teile seine Endstellung überläuft, indem er in der Wicklung 26 ein Signal erzeugt,
dessen Amplitude und Phasenlage der Geschwindigkeit und Richtung der Motorbewegung entspricht.
Diese Geschwindigkeits- und Steuerflächen einstellnachlaufsignale werden im Potentiometer 27
kombiniert und dem Verstärker 16 in bezug auf die Signale aus dem Drehtransformator 13 gegenphasig
zugeführt.
Wenn das Flugzeug stetig geradeaus und horizontal fliegt und auch seine Trimmlage korrekt ist, wird das
Eingangssignal des Verstärkers 16 in gleicher Weise wie die Signale von den Vorrichtungen 13., 23 und 25
gleich Null. Jede Lageänderung des Flugzeuges in Längsrichtung hat jedoch zur Folge, daß der Rotor 12
gegenüber dem Stator 14 verstellt wird und ein Längslagesignal für den Verstärker 16 erzeugt wird.
Als Folge eines solchen Signals betätigt der Motor 18 das Höhenruder 20 so lange, bis die kombinierten Geschwindigkeits-
und Nachlaufsignale vom Drehtransformator
23 und dem von der \7erstellgeschwindigkeit
abhängigen Generator 25 dem Fluglagesignal entgegengesetzt gleich sind. In diesem Augenblick ist der Gesamteingang
des Verstärkers 16 wieder gleich Null, und der Motor 18 bleibt stehen und läßt die Höhenruderfläche
um einen so großen Betrag verstellt, daß damit das Flugzeug zur Bezugslage zurückbewegt
wird.
Wenn das Flugzeug mit Hilfe der verstellten Steuerfläche zur Bezugslage zurückkehrt, vermindert sich
das Signal aus dem Drehtransformator 13, und es überwiegt das Nachlaufsignal vom Drehtransformator
23, wodurch dann die Steuerfläche wieder in die Normallage zurückbewegt wird. Somit befindet sich die
Steuerfläche, wenn das Flugzeug dieBezugslage wieder erreicht, in der Normalstellung, und es ergibt sich am
Verstärker 16 wieder ein Gesamteingang Null.
Um das Flugzeug auf konstanter Höhe zu halten, wird in dem hier gewählten Ausführungsbeispiel bei
Erreichung einer vorbestimmten Höhe ein Schalter 27' in die geschlossene Stellung umgelegt. Hierdurch werden
aus einer Batterie 29 die Magnetspulen 28 erregt und die Kupplungen 30 eingelegt. Nach diesem Vorgang
hat jede Lageänderung des Flugzeuges von dieser eingestellten Höhe zur Folge, daß der Rotor 31
eines Drehtransformators 33 gegenüber dem Stator 32 verstellt wird und am Potentiometer 34 ein Signal
erzeugt, das bezüglich seiner Amplitude und Phasenlage der Größe und Richtung der Lageänderung entspricht.
Mit Hilfe eines Kopplungstransformators 35 wird das Höhensignal vom Stator 32 an einen Widerstand
36 angelegt und einem Verstärker 37 zugeführt, welcher den Motor 38 betätigt, der dann den Rotor 39
eines Drehtransformators 41 gegenüber dem Stator 40 so verdreht, daß dann am Potentiometer 43 ein Signal
entsteht, das bezüglich seiner Amplitude und Phasenlage dem Zeitintegral und der Richtung des Höhenfehlersignals
entspricht. Das Signal am Potentiometer 44, welches von dem^von der Verstellgeschwindigkeit
abhängigen Generator 45 erzeugt wird, entspricht bezüglich seiner Größe und Phasenlage der
Verstellgeschwindigkeit und Richtung der Motorbetätigung. Diese Höhenlage- und Integralsignale an
den Potentiometern 34 und 43 betätigen den Höhenruderverstellmotor
18, so daß das Flugzeug auf konstante Höhe gehalten wird.
TJm die Längslage des Flugzeuges zu ändern, kann ein Handregler 46 vorgesehen werden, mit dem dann
für Trimmzwecke der Rotor R des Drehtransformators 47 gegenüber dem Stator vS" verdreht werden kann,
um ein entsprechendes Signal am Potentiometer P zu erzeugen. Sobald der Handregler aus seiner Mittelstellung
herausbewegt wird, wird der Schalter 27 C geöffnet.
Infolge der Aufrichtungsvorrichtung für den Kreisei 10 und der Reibung, der Nachgiebigkeit und des
Spieles des Gestänges und der Zugseile 118, 120 zur
"Ruderftädie 20 kann die automatische Fluglagesteuerung,
soweit sie bisher beschrieben wurde, eine Tendenz zu langsamen Schwingungen des Flugzeuges um
die Querachse verursachen'. Erfindungsgemäß werden diese Signale vom Lotkreisel und von der Höhensteuerung
über eine Verzögerungsschaltung 49 verstärkt, um ein zusätzliches Signal für den Verstärker zu erzeugen,
das die langperiodischen Schwingungen vermindert.
Die Schaltung 49 besteht aus einem Verstärker 50, einem Servomotor 51, einem Geschwindigkeitsgenerator
52 und einem Drehtransformator 53. In Abhängigkeit von einem Eingangssignal in der Leitung 54 betätigt
der Verstärker 50 den Servomotor 51, der dann seinerseits den Rotor 55 des Drehtransformators 53
gegenüber dem Stator 56 verdreht, um ein Signal zu erzeugen, das bezüglich seiner Amplitude und Phasenlage
der Größe und Richtung der Motorbetätigung entspricht. Der Motor 51 betätigt auch den Geschwindigkeitsgenerator
52, so daß dieser am Potentiometer 57 ein Signal erzeugt, das bezüglich seiner Amplitude
und Phasenlage der Geschwindigkeit und Drehrichtung des Motors entspricht. Diese zwei Signale \verden dem
Verstärker 50 gegenphasig zum Eingangssignal der Leitung 54 zugeführt. Wenn diese Signale einen Wert
erreichen, der dem Eingangssignal entgegengesetzt gleich ist, hält der Servomotor 51 an. Wenn die Frequenz
der Fluglageveränderung groß ist, so daß sich Signale mit kurzer Zeitdauer einstellen, kann der Motor
51 nicht auf das Signal ansprechen wegen des großen Ausgangswertes am Geschwindigkeitsgenerator 52,
der sich bei großer Geschwindigkeit des Motors 51 einstellt. Infolgedessen können die kurzen der Leitung
54 zugeführten Signale, die' sich bei kurzzeitigen Schwingungen und Störungen einstellen, keine zusatzliehe
Steuerkomponente am Drehtransformator 53 erzeugen, welche den Eingang des Verstärkers 50 auf
Null herabdrücken kann. Wenn jedoch die Schwingungen relativ langsam verlaufen, kann der Motor 51 auf
das Signal ansprechen und den Rotor 55 so verstellen, daß ein Signal erzeugt wird, welches im wesentlichen
den Eingang des Verstärkers 50 aufhebt.
Das Signal vom Stator 56 wird auch über einen Kopplungstransformator 60 und über ein Potentiometer
61 dem Verstärker 16 zugeführt. Dieses Signal ist bezüglich seiner Phasenlage so eingestellt, daß es
den Servomotor 18 in gleicher Richtung betätigt wie das am Anschlußpunkt 62 erscheinende Signal. Somit
wird, wenn dieses Signal durch die Verstellung des Rotors 12 gegenüber dem Stator 14 hervorgerufen
wird, von der Verzögerungsschaltung 49 ein Signal erzeugt, das sich mit dem Fluglagesignal so addiert,
daß dieses für eine Zeitdauer aufrechterhalten wird. Auf diese Weise erzeugt die Verzögerungsschaltung 49
ein zusätzliches Signal, durch das die langperiodischen Schwingungen des Flugzeuges vermindert werden,
während sie bei kurzperiodischen Schwingungen, die sich durch Böen oder Übergangseffekte einstellen, kein
Signal erzeugt., Die Abänderungswirkung, die das Signal vom Drehtransformator 53 über die Signalverbindung
auf den Verstärker 50 ausübt, dreht in jedem Falle den Rotor 55 in eine signallose Stellung, sobald
das Eingangssignal in der Leitung 54 verschwindet.
Die zuvor beschriebene Anordnung der Fig. 1 kann in einigen Fällen die nachfolgend beschriebenen Nachteile
zeigen. Infolge der Tatsache, daß bei einer andauernden Lagestörung des Flugzeuges das unmittelbar
an den Steuerflächen-Servomotor angelegte Signal vergrößert wird, während das Nachlaufsignal unverändert
bleibt, kann das elektrische Gleichgewicht in der Signal verbindung teilweise gestört werden, und
es können kurzperiodische Schwingungen des Flugzeuges
auftreten.
Die abgewandelte Ausführungsform der Fig. 2 verhindert diese Schwierigkeiten dadurch, daß das Nachlaufsignal
gleichzeitig mit dem unmittelbaren Signal verstärkt wird.
Die in dieser Figur dargestellte Automatensteuerung ist im wesentlichen die gleiche wie die in Fig. 1 dargestellte,
mit der Ausnahme, daß als Beispiel eine übliche Trimmklappe 20' dargestellt ist, die über ein Getriebe
118" von einem Motor 18' betätigt wird, welcher seine Speisung aus einem Verstärker 16' erhält.
Der Verstärker 16' ist dem Verstärker 16 des Motors 18, welcher das Haupthöhenruder 20 betätigt, parallel
geschaltet. Die allgemein bekannte Funktion der Trimmklappe besteht darin, das Höhenruder von
dauernden Belastungen zu befreien, die beispielsweise dadurch hervorgerufen sein können, daß das Schwerkraftzentrurh
des Flugzeuges verschoben ist.
Die in der Fig. 2 dargestellte Signal verbindung enthält
einen Widerstand 15, in den das Längslageverschiebungssignal eingespeist wird, einen Widerstand
34, in den das Höhenverschiebungssignal eingespeist wird, und einen Widerstand 43 zur Zufuhr des Höhenzeitintegralsignals.
Das kombinierte Höhen- und Höhenihtegralsignal an den Widerständen 34 und 43
wird über einen Kopplungstransformator 62 einem Potentiometer 70 zugeführt. Die kombinierten Höhenrudernachlaufsignale
(Lage- und Geschwindigkeitssignale) , die am Potentiometer 27 erscheinen, werden
über "den regelbaren Abgriff 71 dem Potentiometer 70 zugeführt. Dieses Potentiometer 70 ist mit dem regelbaren
Abgriff eines Potentiometers 72 verbunden, welches an den Signalerzeuger 53 einer Verzögerungsschaltung 49 angeschlossen ist. Diese Verzögerungsschaltung besteht wie bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 1 aus einem Motor 51 und einem Geschwindigkeitsgenerator 52, dessen Ausgangsspannung über
einen Widerstand 57 in den Eingang eines Verstärkers 50 und von dort in den Motor 51 eingespeist wird.
Das Ausgangssignal des Signalerzeugers 53 wird des weiteren über einen Kopplungstransformator 60 an
den Widerstand 73 der Signalverbindung angelegt.
Es ist somit auch bei dieser Ausführungsform zu erkennen, daß das Nachlaufsignal am Potentiometer
27 auch dem Verstärker 50 der Verzögerungsschaltung 49 zusammen mit dem unmittelbaren Signal zugeführt
wird. Somit wirkt dem erhöhten unmitelbaren Signal ein erhöhtes Nachlaufsignal entgegen, so daß das Gesamtgleichgewicht
des Signalkreises nicht gestört wird.
Vorstehend wurde eine neue automatische Steuerung für Flugzeuge offenbart, bei der kurzperiodische
Steuereffekte unbeeinflußt bleiben, jedoch langperiodische S teuer effekte eine zusätzliche Komponente erhalten,
so daß sich die langsam verlaufenden Schwingungen des Flugzeuges längs des Flugweges vermindern.
Claims (9)
1. Automatische Steuervorrichtung zur Verminderung langperiodischer Schwingungen während
des Fluges, bei der dem zur Lagekorrektur vorgesehenen Steuersignal, das mit mindestens einer
seiner Signalkomponenten denLagefehler desLuftfahrzeuges gegenüber einer Sollfluglage mißt und
die Ruderflächen im Sinne einer Rückführung des Luftfahrzeuges in diese Sollfluglage betätigt, ein
Zusatzsignal zugeführt wird, wenn der Lagefehler
längere Zeit andauert, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzsignal sich bei langperiodischen Schwankungen
des Steuersignals einem dem Steuersignal proportionalen Wert und bei kurzperiodischen
Schwankungen dem Wert Null nähert.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, welche mit elektrischen Signalen arbeitet, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zusatzsignal dadurch abgeleitet wird, daß man das Steuersignal durch eine elektromagnetische
Schaltvorrichtung (49) hindurchleitet, in der es die gewünschte Form erhält.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (49)
einen Ausgangssignalerzeuger (53) aufweist, dessen Antriebsmotor (51) mit der algebraischen
Summe des Steuersignals eines Geschwindigkeitssignals, welches eine Tachometervorrichtung, beispielsweise
ein vom Motor (51) angetriebener Generator (52), erzeugt, und eines vom Ausgangssignalerzeuger
(53) selbst erzeugten Signals erregt ao wird, und daß die beiden letztgenannten Signale
gegenphasig zum Steuersignal sind.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal ein
Fluglagefehlersignal ist oder eine entsprechende Signalkomponente enthält.
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuersignal ein Höhenfehlersignal ist oder eine entsprechende
Signalkomponente enthält.
6. Steuervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal eine Signalkomponente
enthält, die dem Integral des Höhenfehlers gegenüber einer Bezugshöhe entspricht.
7. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal des
weiteren ein Nachlaufsignal enthält, welches den Auslenkungswinkel und die Auslenkungswinkelgeschwindigkeit
der Ruderfläche wiedergibt (Fig. 2).
8. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluglagefehlersignal,
das Höhenfehlersignal und das Integralsignal des Höhenfehlers additiv gemischt werden und ihre
Summe einerseits in die Schaltvorrichtung (49) eingeleitet wird, um das Zusatzsignal zu gewinnen,
und andererseits additiv mit dem Zusatzsignal und dem Nachlaufsignal der Ruderflächenauslenkung
additiv gemischt wird, um das dann entstehende Summensignal dem Ruderflächenstellmotor zuzuführen
(Fig. 1).
9. Steuervorrichtung nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluglagefehlersignal,
das Höhenfehlersignal, das Integralsignal des Höhenfehlers und das Nachlaufsignal additiv
gemischt werden und ihre algebraische Summe einerseits in die Schaltvorrichtung (49) eingeleitet
wird, um das Zusatzsignal zu gewinnen, und andererseits additiv mit dem Zusatzsignal und mindestens
einem der Fehlersignale, beispielsweise dem Höhenfehlersignal und dem Integralsignal des
Höhenfehlers, additiv gemischt wird, um das dann entstehende Summensignal dem Ruderflächenstellmotor
(Fig. 2) zuzuführen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 512 902.
USA.-Patentschrift Nr. 2 512 902.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 607/35 9.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1089272XA | 1955-05-13 | 1955-05-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1089272B true DE1089272B (de) | 1960-09-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB40188A Pending DE1089272B (de) | 1955-05-13 | 1956-05-11 | Automatische Steuervorrichtung zur Verminderung langperiodischer Schwingungen waehrend des Fluges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1089272B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2512902A (en) * | 1948-01-28 | 1950-06-27 | Bendix Aviat Corp | Aircraft altitude control |
-
1956
- 1956-05-11 DE DEB40188A patent/DE1089272B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2512902A (en) * | 1948-01-28 | 1950-06-27 | Bendix Aviat Corp | Aircraft altitude control |
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