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DE1089162B - Verfahren zur Herstellung vernetzter Kunststoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vernetzter Kunststoffe

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Publication number
DE1089162B
DE1089162B DEL32995A DEL0032995A DE1089162B DE 1089162 B DE1089162 B DE 1089162B DE L32995 A DEL32995 A DE L32995A DE L0032995 A DEL0032995 A DE L0032995A DE 1089162 B DE1089162 B DE 1089162B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
component
hardness
reaction
groups
isocyanate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL32995A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Josef Ruf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LECHLER PAUL FA
Original Assignee
LECHLER PAUL FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LECHLER PAUL FA filed Critical LECHLER PAUL FA
Priority to DEL32995A priority Critical patent/DE1089162B/de
Publication of DE1089162B publication Critical patent/DE1089162B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
    • C08G18/67Unsaturated compounds having active hydrogen
    • C08G18/68Unsaturated polyesters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/08Processes
    • C08G18/10Prepolymer processes involving reaction of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen in a first reaction step

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung vernetzter Kunststoffe Es ist bekannt, daß ungesättigte Polyester mit monomeren Vinylverbindungen Lösungen ergeben, die sich unpigmentiert oder pigmentiert, in vielen Fällen auch mit Füllstoffen oder Gewebeeinlagen versehen, in der Wärme oder in der Kälte unter Zusatz von Polymerisationskatalysatoren zu ausgehärteten Beschichtungen oder Gießlingen polymerisieren lassen. Es ist weiterhin bekannt, ungesättigte Polyester mit Epoxyharzen zu kombinieren. Ferner ist vorgeschlagen worden, funktionelle Hydroxylgruppen enthaltende Polyester mit Isocyanaten umzusetzen. In allen Fällen wird die Polymerisation mit der monomeren Vinylverbindung durch peroxydische Radikale ausgelöst. Der Epoxyharzzusatz führt eventuell zu Veresterungen mit freien Garboxylgruppen, der Polyester bei Hitzehärtung eventuell zu Umesterungen, vorausgesetzt, daß die Epoxyharze eine bestimmte Hydroxylgruppenzahl enthalten. Bei der Umsetzung mit Isocyanat werden die durch Verwendung von Menge und Art der Alkohole erhaltenen freien Hydroxylgruppen der Polyestermoleküle von der Isocyanatgruppe unter Wasserstoffwanderung und Bildung von Urethangruppen addiert. Sowohl bei Zusatz von Epoxyharzen als auch bei der Zugabe von Isocyanaten treten nur Molekülvergrößerungen auf und keine Vernetzungen.
  • Die eigentliche Aushärtung erfolgt daher in diesen Fällen auch nur durch Polymerisation zwischen ungesättigtem Polyester und Vinylverbindung, d. h. durch die eigent liche Mischpolymerisation der beiden radikalkettenbildenden Komponenten.
  • Die Vernetzung von Epoxyharzen mit Isocyanaten ist ebenfalls bekannt, hier aber nebensächlich, da diese Polyaddition eine ganz allgemeine Bedeutung besitzt und z. B. in den sogenannten Polyurethanlacken zur Anwendung gelangt.
  • Bei den bekannten Verfahren findet also entweder nur eine Polyaddition oder nur eine Polymerisation statt. Ein gleichzeitiger Ablauf von Polyaddition und Polymers sation in einem Reaktionsgemisch durch Zusammenmischen zweier Komponenten bildet die Grundlage der vorliegenden Erfindung.
  • Ausgangspunkt hierfür ist die Herstellung von Isocyanatgruppen aufweisenden ungesättigten Polyesterurethanen. Ihre Darstellung erfolgt z. B. durch Umsetzung von Isocyanat mit ungesättigten Polyestern niedriger Hydroxylzahl. Es werden hierbei Di- und Triisocyanate in der Weise umgesetzt, daß sich diese an nichtveresterte Hydroxylgruppen oder sonstige additionsfähige Gruppen im ungesättigten Polyester addieren.
  • Zweck der Erfindung ist die Herstellung von Anstrichmitteln, Lacken, Vergußmassen od. dgl. aus zwei Komponenten auf Basis ungesättigter Polyester, wobei neben der durch Polymerisationskatalysatoren ausgelösten Polymerisation zwischen einem ungesättigten Polyesterurethan und einer monomeren Vinyl- bzw. Allylverbin dung (Komponente I) parallel eine Polyaddition zwischen den freien Isocyanatgruppen des ungesättigten Polyesterurethans mit den Hydroxylgruppen des über die Komponente II hinzukommenden Epoxyharzes stattfindet. Das hydroxylgruppenhaltige Epoxyharz ist in der Peroxydlösung (Komponente II) solvatisiert und wird als gemeinsame zweite Komponente zugegeben. Die Erfindung bezieht sich also auf ein Zweikomponentensystem, bei dem Polymerisation und Polyaddition nebeneinander ablaufen Hierbei genügt die Reaktion geringer äquivalenter Anteile an ungesättigtem Polyesterurethan und hydroxylgruppenhaltigem Epoxyharz, um eine bedeutende Vernetzung zu erzielen. Als Endprodukt liegt ein räumlich vernetzter Kunststoff vor, dessen Struktur durch Estergruppen, Urethangruppen, Epoxydgruppen und linearen aliphatischen bzw. gemischt aliphatisch-aromatischen Kohlenwasserstoffen gekennzeichnet ist. In die Komponente 1 können Pigmente, Füllstoffe, Faserstoffe usw. eingearbeitet werden.
  • Beispiele 1. Reaktionsmasse Type A Komponente I 100 g ungesättigter Polyester werden in etwa 60 g Monostyrol gelöst. Hierauf erfolgt Zugabe von 10 g Isocyanatlösung (7001,ig) in Äthylacetat (das Isocyanat ist ein Umsetzungsprodukt aus 1 Mol Trimethylolpropan mit 3 Mol Toluylen-2,4-diisocyanat), das unter kräftigem Rühren in die vorgelegte Polyesterlösung eingetragen wird. Anschließend werden 3 g Beschleunigerlösung (Cobaltoctoat [501Dig] in Monosttrol) zugegeben. Die Lösung bleibt etwa 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen, wobei ein Viskositätsanstieg um etwa 20 bis 30 cP stattfindet.
  • Komponente II 40 g Epoxyharz (Epoxydwert 0,05, Hydroxylwert 0,36) werden in einem Gemisch aus 30 g Cyclohexanon und 30 g Methoxybutylacetat gelöst. Zu 70 g dieser Lösung werden 30 g einer 750/0eigen Lösung von Cumolhydroperoxyd gegeben.
  • Fertigmaterial Zur Verarbeitung werden 100 g der Komponente I mit 8 g der Komponente II vermischt. Die Topfzeit der Mischung beträgt 1 bis 2 Stunden.
  • Falls eine Färbung der Masse gewünscht wird, werden geeignete Pigmente zugegeben. Zur Herstellung einer rotgetönten Masse werden beispielsweise 70 g der Komponente I mit 30 g Eisenoxydrot abgerieben. Die verarbeitungsfähige Masse ergibt sich durch Zumischen von 6 g der Komponente II.
  • Für Vergleichsversuche wurden folgende Reaktionsmassen verwendet: 2. Reaktionsmasse Type B Komponente I 100 g ungesättigter Polyester, etwa 60 g Monostyrol, 3 g Beschleunigerlösung (Cobaltoctoat [5°/oig] in Monostyrol).
  • Komponente II Wie Komponente II der Reaktionsmasse Type A.
  • Fertigmaterial 100 g der Komponente I werden mit 8 g der Komponente II gründlich vermengt. Die Topfzeit der Mischung beträgt 1 bis 2 Stunden.
  • 3. Reaktionsmasse Type C Komponente I Wie Komponente I der Reaktionsmasse Type B.
  • Komponente II 30 g Cumolhydroperoxyd (7001,in) in Alkohol-Keton-Gemisch, 30 g Cyclohexanon, 30 g Methoxybutylacetat, 10g Xylol.
  • Fertigmaterial Auf 100 g Komponente I kommen 8 g Komponente II; Topfzeit 1 bis 2 Stunden.
  • Vergleichende Prüfungen 1. Prüfung der chemischen Beständigkeit, insbesondere gegen Alkalien Von den Reaktionsmassen A, B und C wurden mit Hilfe eines Applikators Filme von etwa 1000 p Dicke auf Glasplatten aufgebracht. Diese wurden nach verschiedenen Reaktionszeiten (Tafel 1) in eine 1001dge NaOH-Lösung gelegt und die Änderung der Pendelhärte (Prüfung nach A. König) und der Ritzhärte (Prüfung nach Keil-Clemen) gemessen.
  • Tafel 1
    Reaktionszeit des Films vor der Beanspruchung (in Tagen)
    Lagerung 2 5 10
    Reaktionsmasse in 100/,der Differenz Differenz Differenz Differenz Differenz Differenz
    Type NaOH der der der der der der
    (in Tagen) Pendelhärte Ritzhärte Pendelhärte Ritzhärte Pendelhärte Ritzhärte
    (Sek.) (g) (Sek.) (g) (Sek.) (g)
    A J 3 2 etwa 50 2 etwa 30 2 etwa 20
    10 3 etwa 50 2 etwa 30 2 etwa 20
    B 3 7 100 7 etwa 70 5 50
    10 13 - 13 - 11 80
    C zu 3 8 120 7 100 6 70
    10 16 - 15 - 13- 100
    Anmerkung: Die Differenzen der Pendelhärten und Ritzhärten beruhen auf Messungen vor und nach der Lagerung in 100i,,iger NACH.
  • 2. Prüfung der Wasseraufnahme (Ausbleichen) Von den Reaktionsmassen A, B und C wurden mit Hilfe eines Applikators Filme von etwa 1000 p Dicke auf Photopapier aufgebracht. Nach der Polymerisation wurden diese Filme vom Photopapier getrennt. Diese Filme wurden dann nach verschiedenen Reaktionszeiten (Tafel 2) in destilliertem Wasser bei 20"C gegeben und die prozentuale Wasseraufnahme bestimmt.
  • Prüfung der Vernetzungszeit bzw. des Vernetzungsgrades Die Erhärtungszeiten lassen gewisse Rückschlüsse auf die Vernetzungszeiten und den Vernetzungsgrad ziehen.
  • Von den Reaktionsmassen A, B und C wurden mit Hilfe eines Applikators Filme von etwa 1000 zu Dicke auf Eisenplatten aufgebracht. Von diesen wurden nach verschiedenen Reaktionszeiten (Tafel3) die Ritzhärte und Pendelhärte bestimmt.
  • Aus diesen Vergleichsversuchen geht hervor, daß die erfindungsgemäße ReaktionsmasseA den nicht der Erfindung entsprechenden Reaktionsmassen B und C in Tafel 2
    Reaktionszeit des Films vor
    Reaktions- Wasser- der Beanspruchung (in Tagen)
    masse lagerung 2 5 10
    Type in Tagen 0/o Wasser- °/0 Wasser- °/0 Wasser-
    aufnahme aufnahme aufnahme
    2 0,2 (1) 0,2 (1) 0,2 (1)
    A 5 0,4 (1) 0,4 (1) 0,3 (1)
    10 1-,1 (3) 0,8 t2) 0,6 (2)
    2 0,4 (1) 0,4 (1) 0,3 (1)
    B 5 1,1 (3) 1,0 (3) 0,7 (2)
    10 3,9 (5) - 1,8 (4) 0,9 (3)
    2 ( 2 0,6 (2) 0,5 (2) 0,4 (1)
    5 5 1,2 (3) 1,1 (3) 0,8 (2)
    10 4,2 (5) 2,9 (5) 1,0 (3)
    Anmerkung: Die Zahlen in () beziehen sich auf das Ausbleichen.
  • (1) = Film nicht getrübt. (41 = Film stark getrübt.
  • (2) = Film schwach getrübt. (5) = Film sehr stark getrübt.
  • (3) = Film getrübt.
  • Tafel 3
    Reaktionszeit des Films vor
    Reaktions- der Prüfung (in Tagen)
    masse 1 2 5
    Type Pendel- Ritz- Pendel- Ritz- Pendel- Ritz-
    härte härte härte | härte härte härte
    (Sek.) (g) (Sek.) | (g) (Sek.) (g)
    A 35 170 37 250 37 250
    B 10 50 22 120 30 220
    C 10 ' 40 25 120 33 200
    bezug auf Härte, Wasserbeständigkeit und chemische Widerstandsfähigkeit eindeutig überlegen ist. Weiterhin zeigen die Versuchsergebnisse, daß die Reaktionsmasse A bei gewöhnlicher Temperatur bereits nach 2 Tagen ihren maximalen Vernetzungsgrad erreicht hat, was für die Verwendung solcher Massen große praktische Bedeutung hat.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von vernetzten Kunststoffen durch Umsetzung von Lösungen Isocyanat- gruppen aufweisender ungesättigter Polyesterurethane in Styrol mit Hydroxylgruppen enthaltenden Polyäthern in Gegenwart vonPolymerisationskatalysatoren unter Formgebung, dadurch gekennzeichnet, daß ein in Styrol gelöstes, Isocyanatgruppen aufweisendes, ungesättigtes Polyesterurethan mit einem Gemisch aus Peroxyd und Epoxyharz umgesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyesterurethan das Reaktionsprodukt aus einem ungesättigten Polyester mit einer niedrigen Hydroxylzahl oder mit sonstigen mit Isocyanat additionsfähigen Gruppen und aus etwa 3 Äquivalenten Di- oder Triisocyanaten verwendet wird, das noch etwa 2 Äquivalente Isocyanatgruppen reaktionsfähig aufweist.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit an sich bekannten Pigmenten, Füllstoffen, Faserstoffen und sonstigen Hilfsstoffen versetzte Lösung des Polyesterurethans angewendet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1033 895.
DEL32995A 1959-04-16 1959-04-16 Verfahren zur Herstellung vernetzter Kunststoffe Pending DE1089162B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1033895B (de) * 1955-08-19 1958-07-10 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von hochvernetzten Kunststoffen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1033895B (de) * 1955-08-19 1958-07-10 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von hochvernetzten Kunststoffen

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